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Wie erziehe ich mein Kind vegetarisch?

Wie gefährlich ist es ein Kind vegetarisch o. vegan zu ernähren? Mangelerscheinungen beobachten und Vitmamine zuführen! Alle Fakten zur Ernährung für Kids!

Veganer und/oder Vegetarier sein ist nicht nur ein Essverhalten, sondern ein Lebensstil. Denn dieser ist eine Lebenseinstellung, weshalb Eltern ihr Kind vegetarisch ernähren möchten. Vorher sollten sich verantwortungsbewusste Eltern aber nicht nur fragen, ob sie Ihr Kind vegetarisch erziehen wollen, sondern ob diese Ernährungsweise für einen Menschen im Wachstum die Richtige ist. Laut der DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung) hängt die Antwort auf beide Fragen davon ab, inwieweit man auf Produkte tierischen Ursprungs verzichten kann. Schließlich gibt es verschiedene Ausprägungen dieser Ernährungsweise (vegetarische, vegane und/oder makrobiotischen Ernährung usw.)

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Inhaltsverzeichnis

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V. geht davon aus, dass ein reiner Verzicht auf Fisch und Fleisch (ovo-lakto-vegetarische Ernährung) kein Problem darstellt, wenn trotzdem Milchprodukte und Eier gegessen werden. Von einer strengen veganen oder makrobiotischen Ernährung ist allerdings während des kompletten Kindesalters abzuraten.

Warum ist eine vegane/makrobiotische Ernährung für Kinder bedenklich?

Es ist nicht von der Hand zu weisen, dass bei einer veganen Ernährung die Auswahl an Lebensmitteln stark eingeschränkt wird. Dadurch steigt das Risiko einer Mangelernährung exponentiell, vor allem bei Kindern. Hinzukommt, dass aufgrund des starken Wachstums bei Kindern ein erhöhter Bedarf an Porteinen, Eisen, Energie, Vitamin D, Calcium, Vitamin B12, Jod, Vitamin B2, Zink und langkettigen n-3-Fettsäuren herrscht. Ein Bedarf, der sich durch eine vegane Ernährung oft nicht decken lässt. Ohne entsprechende Supplementation ist ein Nährstoffmangel und eine daraus entstehende verzögerte Entwicklung nur eine Frage der Zeit.

Kind vegetarisch oder vegane ernähren: die Grundvoraussetzungen

Wollen Sie Ihr Kind vegan ernähren, benötigen Sie unbedingt 100 Prozent Fachwissen bezüglich der richtigen Auswahl der Lebensmittel und deren fachgerechten Zubereitung. Natürlich müssen Sie auch im Umgang mit Supplementen und angereicherten Lebensmittel bestens bewandert sein. Nur so können Sie sicherstellen, dass weder die Entwicklung Ihres Kindes, noch dessen Gesundheit, durch eine vegane Ernährung Schaden nimmt.

Achtung: Ein Kind vegetarisch oder Vegan zu ernähren und zudem noch ohne Plan, kann schlimme Folgen nach sich ziehen:

  • Aufgrund von Jod- und Vitamin B12-Mangel können teils irreversible neurologische Schäden auftreten.
  • Durch Vitamin B12-Mangel kann es zu Störungen in der Blutbildung kommen.
  • Ist der Malnutrition-Protein-Energie-Spiegel niedrig, können deutliche Wachstumsverzögerungen auftreten.

Kind vegetarisch ernähren: die Hintergrundinformationen

Es gibt vier verschiedene Ernährungsformen, bei denen auf Fleisch, Milch und Milchprodukte, wie auch auf tierische Produkte verzichtet wird:

  • die vegane Ernährung: Hier nimmt man nur pflanzliche Lebensmittel zu sich.
  • Lacto-Vegetarier essen neben pflanzlichen Lebensmitteln auch Milch und Milchprodukte.
  • Ovo-Lacto-Vegetarier ernähren sich nicht nur von Kost pflanzlichen Ursprungs, sondern auch von Eiern, Milch und Milchprodukten.
  • die makrobiotische Ernährung

Alle vier Ernährungsformen haben eins gemeinsam, den Verzicht auf Fleisch und Fleischprodukte. Eben darum entfällt auch ein äußerst wichtiger Eiweißlieferant. Kommt dazu, dass die Ernährung des Kindes einseitig ist, ist ein Eiweißmangel geradezu vorprogrammiert. Eben dieser muss vermieden werden, da dieser bei Kleinkindern und Säuglingen nicht nur zu einer Anämie führt, sondern auch deren psychomotorische Entwicklung und deren Verhalten negativ beeinflusst.

Was ist eine makrobiotische Ernährung?

Die Basis einer makrobiotischen Ernährung ist Vollkorngetreide gepaart mit Gemüse, Samen, Nüssen, Hülsenfrüchten und minimale Mengen Obst. Ergänzt wird der Speiseplan durch fermentierte Sojaprodukte und Produkte, die aus Algen hergestellt wurden. Abhängig von der Ausprägung der makrobiotischen Ernährung sind auch geringe Mengen Fisch erlaubt.

Auf was wird bei der makrobiotischen Ernährung verzichtet?

Bei einer makrobiotischen Ernährung wird auf Fleisch und Nachtschattengewächse (Tomaten, Kartoffeln und Paprika) verzichtet. Des Weiteren sind Milch und Milchprodukte, Konserven, Alkohol, Kaffee und Zucker vom Speiseplan gestrichen. Veganer, die sich für eine makrobiotische Ernährung entscheiden bevorzugen hauptsächlich biologisch angebaute, saisonale Lebensmittel aus der näheren Lebensumgebung.

Achtung: Die makrobiotische Ernährung ist äußerst fettarm. Als Fettquelle dienen hier nur kaltgepresste Samen und Nüsse.

Wissenswert: Bei wissenschaftlichen Studien aus dem Jahr 2001 wurden 1-jährige Kleinkinder aus ganz Europa untersucht. Gut 7,2 Prozent zeigten die Veranlagung zu einem Eisenmangel, während 2,3 Prozent tatsächlich unter einer Anämie litten.

Tipp: Zur Verhinderung eines Eisenmangels sollten vor allem vollgestillte Kinder von vegan, vegetarisch oder makrobiotisch lebende Mütter entsprechende Eisen-Supplemente oder mit Eisen angereicherte Beikost bekommen. Der Grund: In der Muttermilch ist nur sehr wenig Eisen vorhanden. An sich sind die ersten sechs Monate für einen Säugling gefahrlos, da diese noch auf den endogenen Eisenspeicher zurückgreifen. Dieser Eisenspeicher wird während der Schwangerschaft angelegt. Darum ist es auch so wichtig, dass der Eisenspiegel bei der Mutter während der Schwangerschaft regelmäßig kontrolliert wird.

Die Versorgung mit Eisen während der Pubertät

Vor allem während der Pubertät ist eine ausreichende Versorgung mit Eisen überlebensnotwendig. In dieser Phase nimmt der Eisenbedarf bei beiden Geschlechtern beständig zu (Wachstumsphase bei Jungs, einsetzende Menstruation bei Mädchen).

Kind vegetarisch ernähren: Wie kann ein Eisenmangel vermieden werden?

Damit ein Veganer oder Vegetarier nicht von einer Anämie betroffen ist, sollte er folgende Lebensmittel zu sich nehmen:

  • Vollkorngetreideprodukte (Hirse, Roggen)
  • Gemüse, wie Schwarzwurzeln, Spinat, Mangold, Fenchel, Erbsen
  • Hülsenfrüchte (Linsen, Bohnen usw.)

Tipp: Um die Eisenaufnahme zu verbessern, sollten Lebensmittel mit stark vitamin-c-haltigen Lebensmitteln verzehrt werden, wie z. B.  Basilikum-Tomaten, Orangensaft, Haferflocken, Kartoffeln, Pfifferlinge, Beeren, Hirsebrei, Spinat.

Die vegane Ernährung der Mutter hat Einfluss auf das ungeborene Leben: Erfahren Sie welchen!

Wissenschaftliche Untersuchungen haben ergeben, dass bei einigen stillenden Müttern, die sich vegan ernährten, der Energie-, Protein-, Fett- und Lactosegehalt in der Muttermilch nur sehr gering war. Dieser geringe Nährstoffgehalt brachte zum Teil klinische Folgen für die voll gestillten Säuglinge mit sich, da sie deutlich anfälliger gegen Infekte waren oder gar verringerten Wachstum zeigten.

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Vegetarische Säuglingsnahrung: Das Für und Wider

Planen Sie als frischgebackene Eltern Ihren Säugling bzw. Ihr Kleinkind mit Säuglingsmilch auf Sojabasis zu ernähren, statt mit einem industriell hergestellten, angereicherten Milchprodukt, sollten Sie das immer vorher mit Ihrem Kinderarzt abklären. Die in Sojamilch-Babynahrung enthaltenen Nährstoffe sind nicht ausreichend, um einen Säugling dauerhaft gesund zu ernähren. Dasselbe gilt für Reis-, Frischkorn- und Mandelmilch. Aufgrund des deutlichen Mangels an Proteinen und Energiegehalt kann es zu deutlichen Entwicklungsstörungen kommen, was bei industriell hergestellten Muttermilchersatzprodukten nicht der Fall ist. Diese wurden mit Nährstoffen entsprechend angereichert, um den Bedürfnissen des Säuglings gerecht zu werden.

Achtung: Haben Sie ältere Kinder und wollen Sie diese vegan ernähren, müssen Sie darauf achten, dass die Proteinzufuhr dem tatsächlichen Bedarf entspricht. Dazu sollten Sie wissen, dass pflanzliche Proteine einen geringeren Gehalt an unentbehrlichen Aminosäuren haben. Darum sollte bei Kindern eine ovo-lacto-vegetarische Ernährung bevorzugt werden, da hier verschiedene Proteinträger miteinander kombiniert werden können (Getreide/Ei, Getreide/Milch, Kartoffeln/Milch, usw.), um den geringeren Proteingehalt pflanzlicher Lebensmittel wieder auszugleichen.

Kind vegetarisch ernähren: Achten Sie auf die Vitamin B12–Versorgung

Bei einer veganen Ernährung ist nicht nur ein besonderes Augenmerk auf eine ausreichende Versorgung mit Proteinen und Eisen zu achten, sondern auch auf einen ausgeglichenen Vitamin-B12-Spiegel. Gerade das kann sich aber eher schwierig gestalten, da Vitamin B12 in großen Mengen nur in tierischen Lebensmitteln, wie Milch und Fleisch, vorhanden ist. Jedoch kann man Vitamin B12 auch in milchsauren Gemüse, wie Algen oder Sauerkraut, finden. Allerdings nur in geringen Mengen.

Vegane Ernährung bei stillenden Müttern: Unterschätzen Sie nicht die Folgen für den Säugling

Besonders frischgebackene Mütter, die sich sonst vegan oder makrobiotisch ernähren, müssen besonders darauf achten, dass sie genügend Vitamin B12 zu sich nehmen. Besonders, wenn sie ihr Kind voll stillen wollen, da ein B12-Mangel für Mutter und Kind gleichermaßen gefährlich sein kann.

Welche Folgen hat eine unzureichende Versorgung mit Vitamin B12 für den Säugling

Bei betroffenen Kindern können nicht nur Störungen bei der Blutbildung auftreten und sich die körperliche Entwicklung verzögern, sondern auch neurologische Störungen auftreten, die teilweise irreversibel sein können.

Wissenswert: Bei den meisten stillenden Müttern, die sich die letzten drei Jahre vegan ernährt haben, zeigen Kinder im Alter von 4-6 Jahren einen Mangel an Vitamin B12. Darum ist es wichtig, dass die Mutter bereits während der Schwangerschaft auf eine ausreichende Versorgung mit Vitamin B12 achtet.

Tipp: Eine ausreichende Vitamin B12-Zufuhr können Veganer nur über Nahrungsergänzungsmittel oder angereicherte Lebensmittel sicherstellen.

Die Jod-Versorgung: Die Basis für ein funktionierendes endokrines System

Wissenschaftliche Studien haben ergeben, dass Veganer häufiger von einem Jodmangel betroffen sind als Fleischesser. Das bedeutet für Sie, dass Sie als vegan lebende, stillende Mutter für die Gesundheit Ihres Kindes auf eine ausreichende Jodversorgung zu achten haben. Sie wollen sicherlich nicht, dass Ihr frischgeborener Säugling von einem Jodmangel und einer daraus resultierenden Schilddrüsenunterfunktion betroffen ist. Dazu sollten Sie wissen, je schwerer der Jodmangel, desto höher ist das Risiko an Kretinismus zu erkranken. Typische Symptome dieser Krankheit sind eine gestörte Sprach- und/oder Intelligenzentwicklung.

Tipp: Unabhängig von der Ernährungsweise sollten schwangere und stillende Frauen täglich mindestens 100-150 μg Jod supplementieren.

Da ein Veganer komplett auf tierische Produkte verzichtet, steigt das Risiko bezüglich einer Unterversorgung von Jod, Energie, Vitamin D, Eisen, Riboflavin, Protein, Kalzium, Cobalamin und Zink. Auch die Zufuhr langkettiger n3-Fettsäuren liegt oft unter dem nötigen Mindestmaß. Da der Nährstoffspeicher von Säuglingen, Kleinkindern und Kindern deutlich unter dem eines Erwachsenen liegen und der Bedarf an Nährstoffen während des Wachstums besonders hoch ist, bringt ein Mangel an Nährstoffen die gesunde Entwicklung des Kindes in Gefahr.

Dasselbe gilt für eine stillende Mutter, die sich vegan ernährt und dabei auf jegliche Supplementierung verzichtet. Durch Nährstoffmangel der Mutter können deutliche Entwicklungsstörungen, wenn nicht sogar schwere neurologische Störungen beim gestillten Säugling auftreten. Der Mangel an Nährstoffen nimmt zu, wenn man auch das Kind vegan ernährt.

Calcium: Die Basis für gesunde Zähne und einen stabilen Knochenbau

Vollgestillte Säuglinge und Kleinkindern von Müttern, die sich makrobiotisch ernähren, nehmen täglich zwischen 247 und 309 mg Calcium auf. Laut des D-A-C-H-Referenzwertes eindeutig zu wenig, da das nur knapp 50 Prozent des tatsächlichen Calciumbedarfs sind. Das gilt auch dann, wenn ein Kleinkind makrobiotisch ernährt werden soll. Hier aber spielt noch mit rein, dass bei dieser Art der Ernährung eine hohe Zufuhr an Ballaststoffen stattfindet, wodurch die Calciumaufnahme gestört wird. Das Risiko einer Rachitis-Erkrankung steigt! Wurde die makrobiotische Ernährung nach Accuff umgesetzt und dabei Milchprodukte, Fisch und andere Lebensmittel in geringen Mengen in den Speiseplan integriert, war die Calciumversorgung etwas besser aber immer noch suboptimal.

Fazit: Sobald Sie auf Milch und Milchprodukte bei der Ernährung von Ihren Kindern verzichten, liegt die Calciumzufuhr in der Regel immer deutlich unter dem geforderten Minimum. Inwieweit sich das auf das Knochenwachstum und die Knochengesundheit auswirkt, wurde aber noch nicht wissenschaftlich untersucht. Die American Dietetic Association empfiehlt aber, dass Vegetarier und Veganer zur Verhinderung eines Calciummangels Supplemente zur Ergänzung einnehmen oder auf mit Calcium angereicherte Lebensmittel ausweichen sollten.

Zinkmangel: Sorgen Sie entsprechend vor, wenn Sie Ihr Kind vegetarisch ernähren

Nachdem man die Mitglieder der religiösen Glaubensgemeinschaft „Black Hebrews“ verhaftet hat, hat man deren streng vegetarisch ernährten Säuglinge untersucht. Die Untersuchungen ergaben ein deutliches Defizit an Nährstoffen. Allen voran war ein enormer Zinkmangel ersichtlich. Um das zu verhindern, empfiehlt die American Dietetic Assocation, dass vegan ernährte Kinder mit der Einführung der Beikost extra Supplemente zur Prävention eines Zinkmangels bekommen. Alternativ sind auch speziell mit Calcium angereicherte Lebensmittel eine gute Möglichkeit, um einen Mangel zu verhindern.

Vitamin D: Für einen gesunden Knochenbau und eine stabile Persönlichkeit unerlässlich

Kinder, die von ihren Eltern makrobiotisch ernährt werden, haben eine Neigung an Rachitis oder Hypokaliämie zu erkranken. Vor allem, wenn die Eltern mit Vitamin D angereicherte Säuglingsmilch oder eine externe Supplementation ablehnen.

Tipp: Unabhängig, wie sich die Mutter ernährt und ob sie den Säugling stillt bzw. Muttermilchersatznahrung bekommt, Kleinkinder sollten zur Rachitis-Prophylaxe immer Vitamin-D-Tabletten oder Vitamin-D-Öl verabreicht bekommen.

Langkettige n3-Fettsäuren: Wichtig oder nicht, wenn das Kind vegetarisch ernährt wird?

Laut den Untersuchungen von Penny Kris Etherton und Davis aus dem Jahr 2003 liegt die Zufuhr von n3-Fettsäuren bei Mischköstlern, Veganern und Vegetariern ungefähr auf demselben Level. Allerdings ist die Zufuhr von DHA (Docosahexaensäure) und EPA (Eicopentaensäure) deutlich geringer. Bei den Untersuchungen wurde auch die Muttermilch von Veganerinnen untersucht. Man hat einen hohen Gehalt an Linolen- und Linolsäure gefunden. Eben diese geringen und teils überhöhten Werte langkettiger n3-Fettsäuren gibt die Mutter an den Säugling über die Muttermilch weiter. Inwieweit die Minderversorgung auf die neurologische Entwicklung eines Säuglings Einfluss hat, ist noch nicht wissenschaftlich ermittelt.

Allerdings ist bestätigt, dass eine hohe Zufuhr an langkettigen n3-Fettsäuren positiv zur Entwicklung des Kleinkindes oder des Fötus beiträgt. Aus diesem Grund empfiehlt sich, dass vegan oder vegetarisch lebende stillende oder schwangere Frauen zusätzlich noch DHA-Supplemente einnehmen sollten. Die Nahrungsergänzungstabletten sollten mindestens eine Wertigkeit von 200 mg aufweisen.

Fazit: Achten Sie darauf das Ihr Kind nicht an Mangelerscheinungen leidet

Allgemein gilt, je mehr die Auswahl an Lebensmittel eingeschränkt wird, desto höher das Risiko einer Mangelernährung. Das ist vor allem für Kinder äußerst problematisch, da diese für ein gesundes Wachstum auf eine ausgewogene Versorgung mit Vitamin D, Energie, Vitamin B12, Protein, Riboflavin, langkettigen n3-Fettsäuren, Zink, Eisen, Calcium, und Jod angewiesen sind. Wollen Sie Ihr Kind vegetarisch oder vegan ernähren, ist eine engmaschige, ärztliche Überwachung seitens des Arztes notwendig! Zudem benötigen Sie entsprechend Fachwissen, um einen Speiseplan für Ihr Kind zu erstellen, der die Versorgung mit allen notwendigen Vitaminen und Mineralstoffen sicherstellt. Dieser ist durch Supplemente und speziell angereicherte Lebensmittel aufzuwerten, um einer Mangelernährung vorzubeugen.

Vor allem in den ersten Lebensjahren kann ein Nährstoffdefizit sehr schnell irreparable Spuren hinterlassen. Darum wird durch die DGE Eltern empfohlen, dass Sie Ihr Kind mit allen im Ernährungskreis genannten Lebensmitteln versorgen. Dabei ist vor allem ein besonderes Augenmerk auf die Versorgung mit Jod und Eisen zu legen. Das ist auch der Grund, warum Eltern Kinder maximal ovo-lacto-vegetarisch ernähren sollten.

Da das Verzichten auf Lebensmittel tierischen Ursprungs seitens der Mutter auch Auswirkungen auf das Kind hat, ist während dieser Zeit eine strenge pflanzliche Ernährung zu vermeiden. Schon allein, um eine adäquate Versorgung mit Nährstoffen, die für den Embryo überlebenswichtig sind, sicherzustellen.

Autor: Redaktion Personalwissen

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