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Coronavirus: Fakenews in sozialen Medien und Messengern

Immer mehr Fakenews zu Corona sind im Umlauf. Diese verbreiten Desinformationen und Falschmeldungen. Wir erklären, wie Sie damit richtig umgehen. (Foto: shintartanya - Adobe Stock)

SPAM-Emails und Kettenbriefe von Prinzen aus fiktiven Staaten, die ihr Vermögen teilen wollen oder Betrugs-Emails die Bankinformationen abfordern sind heute wohl bekannt und in vielen Varianten in den Medien besprochen. Angesichts der Corona-Krise tun sich allerdings neue Abgründe auf:

Es gibt immer mehr Falschmeldungen, Kettenbriefe und sogar Sprachnachrichten, die der reinen Desinformation dienen und denen Sie unbedingt keine Folge leisten dürfen!

Quellen der Coronavirus Fakenews angeblich offizielle Stellen – gelogen!

Häufig getarnt als Information von einem „guten Bekannten eines Arztes aus Italien“ oder „ein Bekannter eines Freundes, der in einem Ministerium arbeitet“ werden diese angeblich geleakten oder angeblich bisher vom Staat geheim gehaltenen Nachrichten in den letzten Tagen immer häufiger von verunsicherten Menschen weiter verteilt.

In einigen Fällen werden diese Meldungen auch bekannten Medien oder der Lokalpresse in den Mund gelegt. So warnte der MDR jüngst auf seiner Webseite: „In eigener Sache: Vorsicht vor Fake-News zur Corona-Krise“. Meist wird bei diesen Meldungen von neuen SARS-CoV-2-Fällen berichtet, die in bestimmten Regionen aufgetreten sind.

Diese Informationen sind meist ungesichert und wie sich zeigt auch falsch. Auch das Bundesministerium für Gesundheit weißt darauf hin, auf keinen Fall Verschwörungstheorien glauben zu schenken, die auf diesem oder anderen Wegen geteilt werden.

Verbreitete Informationen zu SARS-CoV-2-Prävention in sozialen Medien und per Messenger falsch

Im Falle der bereits erwähnten Messenger-Kettenbriefe wird zum Beispiel behauptet, dass das Trinken von heißem Wasser gegen den Covid-19-Virus hilft. Auch das ist eine Falschinformation! Nach aktuell vorliegenden Informationen gibt es gegen das Coronavirus keine wirksame Prävention, außer den offiziellen Empfehlungen des Robert Koch Instituts.

Noch gefährlicher als die Falschmeldungen und Kettenbriefe sind immer weiter auftauchende Sprachnachrichten auf Messenger-Diensten, in denen freundliche Frauen- und Männerstimmen behaupten, „von einem guten Bekannten“ aus Klinik-Kreisen wertvolle Informationen bekommen zu haben, die man unbedingt weiterleiten möge.

Die Sprachnachrichten sind bewusst so gestaltet, als würden sie von der Person unterwegs – zum Beispiel auf dem Spielplatz – aufgenommen. In ihnen wird zum Beispiel von der Einnahme von Ibuprofen abgeraten, weil dieses Präparat angeblich das Coronavirus bestärkt. Wichtig: Diese Behauptung ist falsch und mittlerweile durch Medienanfragen bei der Medizinischen Universität Wien dementiert worden.

Egal ob E-Mail, soziale Medien oder Messenger – diese Meldungen sind immer falsch und Sie sollen verunsichern und Ängste wecken. Sie laufen allen Bemühungen zugegeben, dass die Corona-Krise geordnet und mit möglichst wenig menschlichen Opfern zu Ende geht. Wer sie aus welchem Grund streut ist unklar.

Corona-Fakenews bekommen: Das sollten Sie tun!

Sollten Sie solche Nachrichten bekommen oder Ihnen Bekannte, Freunde oder selbst die Familie davon berichten, leiten Sie diese auf keinen Fall weiter. Raten Sie auch anderen ab, diese Informationen weiter zu teilen.

Grundsätzlich gilt: Wenn Sie Nachrichten – gerade in sozialen Medien oder über Messenger – erhalten, in denen von ungesicherten Informationen auf Basis von Hörensagen die Rede ist sollten Sie skeptisch werden!

Wenn es sich um Bekannte von Bekannten handeln soll fragen Sie einmal genauer nach: Wer ist die Person von der die Information eigentlich kommt? Hat der Arzt oder Fachmann einen Namen? Schauen Sie sich die Quelle genau an: Wer schreibt da? Welche Webseite oder Firma steht dahinter?

Halten Sie lieber einmal mehr inne, als Informationen ungefiltert weiterzugeben. Bedenken Sie immer: Sie gefährden gerade im Zusammenhang mit medizinischen Falschmeldungen nicht nur sich, sondern auch Ihre Familie, Kinder oder Enkel.

Fakenews gefährden Empfänger – offiziellen Stellen prüfen

Soweit gesicherte Informationen zur Corona-Krise erhalten Sie in Deutschland an folgenden Stellen:

Bundesministerium für Gesundheit

Robert Koch Institut

Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung

Stadt Hamburg

Stadt Köln

Stadt München

Stadt Berlin

Stadt Frankfurt

Stadt Stuttgart

5 wichtige ToDos wenn Sie Coronavirus-Fakenews über soziale Medien oder Messenger erhalten

  1. Sofort der Nachricht Misstrauen: Soziale Medien und Messenger sind keine offiziellen Stellen.
  2. Hinterfragen Sie den eigentlichen Absender und prüfen Sie diesen.
  3. Prüfen Sie die Information mit offiziellen Stellen gegen.
  4. Löschen und ignorieren Sie die Nachricht.
  5. Informieren Sie den Versender, er möge es Ihnen gleichtun.
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