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Mit Ihrer Ernährung und Hamamelis steuern Sie Hämorrhoiden entgegen

Wenn dauerhaft ein zu hoher Druck auf das Gefäßgeflecht des Enddarms ausgeübt wird, leiern die feinen Blutgefäße aus und stülpen sich merklich hervor. (Foto: Aurelien Pottier - Fotolia)

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Wenn dauerhaft ein zu hoher Druck auf das Gefäßgeflecht des Enddarms ausgeübt wird, leiern die feinen Blutgefäße aus und stülpen sich mit Aussackungen hervor.

Der gefäßschädigende Druck kann entstehen durch:

  • chronische Verstopfung
  • zu starkes Pressen beim Stuhlgang
  • Übergewicht
  • ballaststoffarme Ernährung
  • zu geringe Flüssigkeitsaufnahme
  • überwiegend sitzende Tätigkeit oder Lebensweise
  • regelmäßige Einnahme von Abführmitteln

Diese Risikofaktoren sollten Sie natürlich wenn möglich ausschalten. Die Basis zur Vermeidung und Behandlung eines Hämorrhoidenleidens liegt dabei in einer geregelten Verdauung.

Bringen Sie dazu reichlich Ballaststoffe in Form von Vollkornprodukten, Gemüse und Obst auf Ihren Speiseplan, und achten Sie auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr. Dadurch wird der Stuhl weich gehalten, und Sie müssen nicht Pressen.

Stopfende Nahrungs- und Genussmittel wie Schokolade, Kaffee, Cola und schwarzen Tee sollten Sie ebenso zurückhaltend zu sich nehmen wie Weißmehlprodukte und Süßigkeiten.

Vermeiden Sie scharfe Gewürze wie Curry oder Chili, da sie die zarte Analschleimhaut reizen können.

Mit äußerlichen Anwendungen können Sie die Analschleimhaut beruhigen und dem Juckreiz entgegenwirken.

Die in der Ringelblume enthaltenen Saponine und Flavonoide wirken entzündungshemmend und wundheilend. Dadurch können Ringelblumenextrakte Blutungen und entzündlichen Veränderungen im Analbereich lindern.

Tränken Sie dazu einen Wattebausch mit Ringelblumen-Tinktur, drücken Sie ihn wie einen kleinen Tampon vorsichtig ein paar Zentimeter in den After, und lassen Sie ihn über Nacht einwirken.

Hamamelis ist reich an Tanninen, die kühlend und reizlindernd wirken. Wenn Ihre Hämorrhoiden schmerzen, hilft Ihnen ein Gemisch aus Hamamelissalbe und Honig. Vermischen Sie die Salbe zu gleichen Teilen mit naturreinem Honig, und streichen Sie die Mischung auf die schmerzenden Stellen auf.

Eichenrinde lässt Hämorrhoiden schrumpfen

Eichenrinde ist reich an Gerbstoffen, die zusammenziehend, entzündungshemmend und austrocknend wirken. Daher haben sich im Kampf gegen Hämorrhoiden besonders Sitzbäder und äußerliche Anwendungen mit Eichenrinde bewährt.

Toilettenpapierrolle hängt im Bad

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Die Gerbstoffe wirken adstringierend auf das erkrankte Gewebe, wodurch sowohl der Juckreiz als auch das Nässen gelindert werden.

Für ein solches Sitzbad köcheln Sie auf kleiner Flamme 15 Minuten lang eine Handvoll Eichenrinde (aus der Apotheke) in einem Liter Wasser. Gießen Sie den Sud nach dem Abkühlen in eine kleine Wanne und nehmen Sie darin 10 Minuten lang ein Sitzbad. Wiederholen Sie die Prozedur täglich einmal.

Zusäzlich können Sie sich auch ganz leicht eine entzündungshemmende Eichenrindentinktur herstellen.

Übergießen Sie dazu in einem Schraubdeckelglas 1 EL Eichenrinde mit 1/4 l Doppelkorn und lassen Sie den Ansatz 2 Wochen lang an einem warmen Ort ziehen. Schütteln Sie das Glas einmal täglich gut durch und filtern Sie die Tinktur in eine dunkle Flasche ab.

Diese Mischung eignet sich zur Herstellung einer Kompresse, die Sie auf die entzündete oder juckenden Hautstellen in der Analregion auflegen können.

Kleine Bewegungstipps für Hämorrhoiden-Geplagte

Eine wirksame Methode, Hämorrhoiden vorzubeugen oder zum Rückzug zu bringen, ist ein gezieltes Schließmuskeltraining. Die folgende Übung können Sie überall unbemerkt machen: im Büro, im Bus, im Auto oder auf der Toilette zum Beispiel.

Ziehen Sie Ihre Aftermuskulatur 20- bis 30-mal zusammen und lassen Sie diese wieder erschlaffen. Das Zusammenziehen sollte etwa zwei Sekunden, das Erschlaffen drei Sekunden dauern.

Wenn Sie diese Übung einige Male täglich durchführen, kräftigt sich Ihr Darmschließmuskel rasch. Die Durchblutung wird angeregt und Blutstauungen vermieden.

Wichtig ist es für Hämorrhoiden-Geplagte ebenfalls, die gesamte Beckenbodenmuskulatur zu stärken. Das geht beispielsweise mit meine „Strandübung”:

Ziehen Sie Schuhe und Strümpfe aus. Stellen Sie sich vor, Sie gingen langsam auf weichem, sonnenwarmem Strandsand, Ihre Füße sinken in den Sand ein und Sie spüren die Wärme an den Fußsohlen. Während dieses gedanklichen Spaziergangs kommen Sie nun an ein Strandstück, das mit feinen spitzen Steinen übersät ist.

Sie müssen vorsichtig gehen, denn das Gehen ist recht unangenehm. Langsam geht der Steinstrand wieder in feinen Sand über.

Sie spüren, wie sich Beckenboden, Po und Bauchmuskeln beim Übergang von Steinen zu Sand verhalten: Die Muskeln spannen sich an und entspannen sich wieder.

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Beate Rossbach
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Dies ist das Profil von Beate Rossbach, Chefredakteurin von „Naturmedizin Aktuell“ und „Natur & Gesundheit“. Lesen Sie hier alles über sie:

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