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Kann Krebs ansteckend sein?

Natürlich ist Krebs nicht ansteckend, werden Sie wahrscheinlich sagen. Aber sind Sie sich da so sicher? Erfahren Sie hier mehr zum Thema. (Foto: Adobe Stock – Alexander Raths)

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Natürlich ist Krebs nicht ansteckend, werden Sie wahrscheinlich sagen. Aber sind Sie sich da so sicher?

Neuesten Untersuchungen zufolge gibt es tatsächlich immer mehr Krebsarten, die auf dem Boden einer Infektionskrankheit entstehen. So begünstigt das Bakterium Helicobacter pylori Magenkrebs, die Hepatitis-B- und C-Viren Leberkrebs und eine Infektion mit Papilloma-Viren kann die Vorstufe von Gebäjrmutterhalskrebs sein.

Umso wichtiger ist es, den Keimen rechtzeitig Paroli zu bieten. Dem Magenkeim können Sie z. B. mit Brokkolisprossen zu Leibe rücken.

Die in diesen Sprossen enthaltene Schwefelverbindung (Sulforaphan) kann nämlich nachweislich das Wachstum dieser Bakterien verhindern.

Forscher der Johns Hopkins Universität in Baltimore/USA hatten mit dem Keim infizierten Probanden täglich 70 g der Brokkolisprossen oder als Kontrollgruppe Alfalfasprossen gegeben und die Keimzahl im Magen gemessen.

Nach acht Wochen hatte die Keimbesiedlung in der Brokkoli-Gruppe deutlich abgenommen. In der Kontrollgruppe gab es keine Veränderung. Brokkolisprossen können Sie sich ganz leicht selbst auf der Fensterbank ziehen und Ihre Salate oder Suppen damit verfeinern.

Krebsgefahr: Verwenden Sie beim Oralsex mit Fremden ein Kondom

Zwar rauscht der Blätterwald, ein Grund zur Panik sind die Erkenntnisse über Michael Douglas und seinen Kehlkopfkrebs durch Oralsex dennoch nicht unbedingt.

Nach aktuellen Angaben des Robert Koch-Institutes (RKI) heilen die meisten akuen Infektionen mit dem Humanen Papilloma-Virus (HPV) von allein wieder aus.

Bei Männern entstehen bösartige Tumoren wesentlich seltener als bei Frauen. Das können Penis- oder Analkrebs und eben Mund- oder Rachenkrebs sein. Letzteres kommt jedoch nicht sehr häufig vor – laut RKI erkranken 13 von 100.000 Bundesbürgern jährlich neu daran.

Grillfleisch

Familiär gehäuft auftretende KrebserkrankungenEs ist leichter für Sie, Ihr eigenes Risiko einzuschätzen, wenn Sie Ihre familiäre Vorgeschichte bezogen auf Krebserkrankungen kennen. Lesen Sie hier mehr. › mehr lesen

Zusätzlich zu den HP-Viren sind Rauchen und starker Alkoholkonsum weitere Risikofaktoren. Diese sollen auch auf den amerikanischen Schauspieler zugetroffen haben.

Mit einigen Vorsichtsmaßnahmen können Sie Ihr Risiko vermindern. Wenn ich mich recht entsinne, habe ich Ihnen diese Tipps vor einer ganzen Weile schon einmal gegeben. Doch sie sind unvermindert aktuell:

  • Wenn Sie oder Ihr Partner Soor, Lippenherpes, Ausschlag oder kleine Verletzungen im Mund haben, bieten Sie den Krankheitskeimen bereits im Mund Eintrittspforten. Deshalb ist es empfehlenswert, ein Kondom zu verwenden, wenn Sie Oralsex praktizieren wollen. Das klingt in Ihren Ohren wahrscheinlich gewöhnungsbedürftig, ist aber die einzig sichere Lösung.
  • Mit Herpes-Viren handeln Sie sich beispielsweise eine lebenslange Last ein. Denn die Viren verschwinden nicht mehr aus Ihrem Körper. Die eng verwandten Erreger von Genital-Herpes können beim Oralsex übertragen werden. Das gilt auch für die Humanen Papiloma Viren (HPV), die Genital-Warzen auslösen und an der Entstehung von Gebärmutterhalskrebs beteiligt sind, sowie für die HI-Viren, die Aids übertragen sowie Hepatitis B und C.
  • Zahnspangen können die empfindliche Mundschleimhaut beziehungsweise die zarte Genitalhaut verletzen und so ebenfalls für Eintrittspforten für Krankheitserreger sorgen. Kondome sind ebenfalls nicht sicher vor den Zahnspangen – egal, ob sie aus Metall oder aus Plastik sind. Benutzen Sie deshalb bei jeder sexuellen Aktivität ein neues Kondom – zur Sicherheit.
  • Wenn Sie befürchten, sich mit einer sexuell übertragbaren Krankheit angesteckt zu haben, suchen Sie gleich den Arzt auf – auch wenn die Beschwerden nur geringfügig sind. Nicht selten treten die Erreger im „Rudel“ auf. Im Huckepackverfahren schleppt ein Leitkeim andere Erreger mit ein. Nach den Erfahrungen von Gynäkologen leiden die meisten Infizierten an solchen Mehrfachinfektionen.

Anzeichen für Krebs werden häufig nicht ernst genommen

Es gibt Symptome, die Anzeichen einer Krebserkrankung sein können. Dazu gehören unter anderem unerklärliche Blutungen oder Knoten unter der Haut.

Natürlich können sie harmlos sein, dennoch sollte der Arzt sie abklären, um schlimme Erkrankungen auszuschließen. Viele Menschen aber ignorieren solche Symptome, fanden Forscher des University College in London heraus.

Damit vergeben sie aber auch die Gelegenheit, dass eventueller Krebs möglichst früh behandelt wird.

Die Wissenschaftler hatten über 1.700 Menschen ab 50 Jahren befragt, ob sie im letzten Vierteljahr bestimmte Symptome festgestellt hatten. Von den 17 vorgegebenen Beschwerden galten zehn als Krebs-Warnzeichen.

Über 50 Prozent gaben an, eines oder mehrere der gefährlichen Krebswarnzeichen festgestellt zu haben. Aber nur zwei Prozent war auf die Idee gekommen, dass etwas Gefährlicheres hierhinter stecken könnte. Alle anderen schoben die Beschwerden auf harmlose Infekte oder Altersbeschwerden.

Selbst veränderte Leberflecke oder Knoten wurden nur in seltensten Fällen mit Krebs in Verbindung gebracht.

Die Forscher weisen darauf hin, dass tatsächlich in vielen Fällen andere Ursachen hinter den Beschwerden stecken. Doch dennoch sollten sie untersucht werden, gerade dann, wenn sie anhalten und nicht selbst wieder verschwinden.

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Über den Autor
Beate Rossbach
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Dies ist das Profil von Beate Rossbach, Chefredakteurin von „Naturmedizin Aktuell“ und „Natur & Gesundheit“. Lesen Sie hier alles über sie:

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