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Lust & Leidenschaft

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Egal, ob in einer langjährigen Partnerschaft, einer neuen Liebschaft oder im Alter: Ein erfülltes Sexleben voller Lust und Leidenschaft besitzt in jeder Beziehung einen hohen Stellenwert.  

Die hohe Bedeutung von Sex innerhalb einer Beziehung

Sex gilt als Bindungsfaktor: Die Intimität und Nähe zum Partner wie auch die dabei empfundenen euphorisierenden Lustgefühle steigern nicht nur das eigene körperliche sowie psychische Wohlbefinden, sondern stärken die Zuneigung und Liebe zum Partner.Demzufolge kommt dem Sex innerhalb einer Beziehung eine hohe Bedeutung zu.

Dabei kommt es jedoch nicht – wie viele annehmen – auf die Quantität des Sexlebens an, sondern vielmehr auf die Qualität. Das bedeutet, dass auch ein Paar, dass relativ wenig Sex hat, überaus zufrieden mit seiner Partnerschaft und dem Sexleben sein kann.  

Sexuelles Verlangen: So wichtig ist Leidenschaft für eine Beziehung

Vor allem am Anfang einer Partnerschaft, wenn das Verlangen nach dem Partner noch sehr frisch und neu ist, kennzeichnet sich die Beziehung insbesondere durch ein aktives Sexualleben, dass von heftiger Leidenschaft und Lust dominiert wird.

Denn frisch Verliebte können meist einfach nicht die Finger voneinander lassen – zu groß ist die Anziehungskraft, die der neue Partner auf einen ausübt, und die Sehnsucht nach dessen Berührungen und Nähe. 

In einer Langzeitbeziehung stattdessen kann sich die glühende Leidenschaft von früher wie auch die Lust auf den Partner in der tagtäglichen Routine und Vertrautheit, die sich über die Jahre entwickelt hat, verlieren. Dabei ist ein Rückgang des sexuellen Verlangens in einer Langzeitbeziehung nicht ungewöhnlich, sondern ein natürlicher Verlauf, dem man allerdings gezielt entgegenwirken kann.  

Alterssexualität: Lässt die Lust auf Sex im Alter wirklich nach?

Sex im Alter ist ein Thema, worüber nur selten offen gesprochen wird. Viele Gerüchte wie zum Beispiel “Ältere Paare haben kein aktives Sexleben mehr” oder “Im Alter lässt die Lust auf Sex und Intimität nach” halten sich dabei hartnäckig. 

Doch zahlreiche Studien beweisen das Gegenteil: Die Lust auf Sex lässt auch im Alter nicht nach.  Demnach verspüren auch ältere Paare noch die Sehnsucht nach einem erfüllten Sexualleben voller Intimität und Nähe. 

Obgleich Sex im Alter aufgrund körperlicher Veränderungen wie zum Beispiel vaginaler Trockenheit oder Erektionsproblemen, eine Herausforderung sein kann und oft zusätzliche Hilfsmittel erfordert – es lohnt sich.  

Denn Sex im Alter bringt nicht nur viele wundervolle Vorteile mit sich, sondern kann sogar der beste Sex Ihres Lebens sein. 

Sex macht nicht nur glücklich, sondern ist auch gesund

Beim Sex werden zahlreiche Glückshormone ausgeschüttet, die für das ekstatische Hochgefühl und den Lustrausch verantwortlich sind. Die sogenannten Endorphine werden dabei durch sexuelle Erregung sowie Stimulation freigesetzt und fördern gezielt die Entspannung. So unterstützt das Glückshormon vor allem Frauen, zum Orgasmus zu kommen.  

Doch Sex macht nicht nur glücklich, sondern hat auch zahlreiche positive Effekte auf die Gesundheit. Ein aktives Sexualleben ist also überaus empfehlenswert, da die regelmäßige Produktion von Glückshormonen nicht nur das Selbstwertgefühl des Einzelnen stärkt, sondern auch das gesamte Immunsystem. So fördert Sex sowohl die psychische als auch physische Gesundheit anhaltend. 

Dasselbe gilt übrigens auch für das Fingerspiel allein: Bei der Masturbation werden nämlich dieselben Hormone wie beim Geschlechtsverkehr ausgeschüttet. Die regelmäßige Selbstbefriedigung ist also nicht, wie früher angenommen, schädlich, sondern ebenfalls sehr gesund. 

Lust und Leidenschaft: Wesentliche Unterschiede bei Mann und Frau

Das Klischee, dass Frauen weniger Lust auf Sex verspüren als Männer, gilt schon lange als veraltet. Vielmehr sehnen sich Frauen heutzutage danach Ihre eigene Sexualität näher kennenzulernen und ihre Fantasien und sexuellen Bedürfnisse auszuleben.  

Dabei haben sowohl beim Mann als auch bei der Frau verschiedene körperliche, psychische wie auch kulturelle Faktoren erheblichen Einfluss auf die sexuellen Begierde: Der persönliche Lebensstil, die Erziehung und Religionszugehörigkeit wie auch das Alter, Hormone und individuelle Fantasien und Emotionen können das sexuelle Verlangen des Einzelnen stark beeinflussen. 

Dennoch gibt es bei der sexuellen Begierde einige wesentliche Unterschiede zwischen den Geschlechtern: Während der Mann sehr leicht durch körperliche Reize erregt werden kann, ist die sexuelle Erregung der Frau ein komplizierter Prozess. 

Eine Frau benötigt oft mehr als nur einen optischen Reiz oder eine körperliche Stimulation, um sexuell erregt zu werden. Denn die Lust der Frau spielt sich zu einem Großteil in ihrem Kopf ab. So entfachen vor allem die eigene Vorstellungskraft, die erotischen Fantasien und die damit einhergehenden Gefühle das sexuelle Verlangen der Frau. 

Obwohl beide Geschlechter von psychischen Faktoren wie Emotionen und Gefühlen beeinflusst werden, hat das eigene Wohlbefinden bei Frauen eine größere Auswirkung auf ihr sexuelles Verlangen. Daher können bei Frauen seelische Verstimmungen sowie Partnerkonflikte schneller zu Lustlosigkeit führen als beim Mann. 

Des Weiteren benötigen viele Frauen beim Sex oft auch ein gewisses Vertrauen, ein Gefühl von Sicherheit sowie emotionale Nähe zum Partner, um sich Ihrer Lust und Leidenschaft vollständig hingeben zu können.  

Lustlosigkeit: Faktoren, die das sexuelle Verlangen beeinträchtigen

Stress, Selbstzweifel oder Probleme in der Partnerschaft können das sexuelle Verlangen stark beeinflussen und sind häufig der Auslöser für Lustlosigkeit. Doch nicht nur psychische Faktoren können die Lust auf den Partner und das Verlangen nach körperlicher Nähe beeinträchtigen, sondern auch physische Ursachen.  

Während viele Frauen aufgrund hormoneller Störungen, zum Beispiel ausgelöst durch den Einsatz hormoneller Verhütungsmittel, unter Lustlosigkeit leiden, sind Männer insbesondere von sexuellen Störungen wie Erektionsproblemen oder einen vorzeitigen Samenerguss betroffen. 

Um gegen die sexuelle Lustlosigkeit vorzugehen sollte grundsätzlich offen kommuniziert werden – egal, ob Sie professionelle Hilfe eines Arztes oder Therapeutin in Anspruch nehmen oder sich einfach mal ehrlich mit Ihrem Partner austauschen.  

Wichtig ist: Setzen Sie sich nicht unter Druck und reden Sie offen über Ihre Probleme.  

Lust auf Sex: Der Einfluss sexueller Präferenzen, Vorlieben und Bedürfnisse

Das Sexualverhalten eines jeden Menschen ist einzigartig: Von der sexuellen Orientierung über individuelle Präferenzen bis hin zu persönlichen Vorlieben – jede Person besitzt spezielle Bedürfnisse und sexuelle Neigungen, die seine Leidenschaft entfachen und besonders erregen.  

Während manche Menschen eine eindeutige Vorliebe für Männer oder Frauen hegen, fühlen sich andere emotional und/oder sexuell sowohl zu Frauen als auch zu Männern hingezogen 

Doch nicht nur die sexuelle Orientierung prägt das Sexualverhalten einer Person: Vor allem sexuelle Präferenzen beeinflussen das individuelle Lustempfinden des Menschen. Dabei gibt es sowohl harmlose Sexualpräferenzen wie zum Beispiel einvernehmlicher Sadomasochismus als auch krankhaft gestörte Neigungen wie Exhibitionismus oder Voyeurismus. 

Dabei kann ein gestörtes Sexualverhalten nicht nur die Folge einer sexuellen Vorliebe sein, sondern auch einem krankhaft gestörten Sexualtrieb – einer Sexsucht – zugrunde liegen. Diese Hypersexualität zeichnet sich durch den unerbittlichen Zwang nach sexueller Befriedigung aus und tritt in Form von ständigem Partnerwechsel und häufiger Selbstbefriedigung auf. 

Der Geschlechtsakt: Von der Erregung bis zum sexuellen Höhepunkt

Die sexuelle Erregung ist sowohl bei Männern als auch bei Frauen ein komplexer Prozess, der in vier Phasen eingeteilt werden kann. 

Die Erregungsphase: 

In der ersten Phase beginnen die ersten physiologischen Reaktionen, die sowohl durch sexuelle Stimulation in Form von physischen Berührungen als auch alleine durch die Macht der eigenen Vorstellungskraft und lebhafter Fantasie hervorgerufen werden. 

Im Körper breitet sich Spannung aus und die sexuelle Erregung steigt stetig. Die Folge: Puls und Blutdruck steigen an, die Atmung beschleunigt sich, die Genitalien werden verstärkt durchblutet und schwellen an. Die Frau wird feucht und bei dem Mann können Lusttropfen austreten.  

Kurz gesagt: Der Körper bereitet sich auf den folgenden Geschlechtsakt vor. 

Die Plateauphase:  

Während der darauffolgenden Phase wird der Zustand der Erregung bis zum Orgasmus aufrecht gehalten. In dieser Phase findet der eigentliche Geschlechtsakt statt. 

Die Herz-, Atemfrequenz wie auch der Blutdruck steigen weiter an. Die Muskelanspannung nimmt zu und erste unwillkürliche Muskelkontraktionen treten auf. 

Die Orgasmusphase: 

Die dritte Phase – der Höhepunkt dauert nur wenige Sekunden. Es kommt zu starken Muskelkontraktionen, die zwar vor allem in der Genital- und Analregion auftreten, sich jedoch auch auf den gesamten Körper erstrecken können.   

Sobald die sexuelle Stimulation das Höchstmaß an sexueller Intensität erreicht hat, folgt eine explosionsartige Entladung der gesammelten Anspannung, die mit einem Maximum an sexuellem Lustempfinden einhergeht – der Orgasmus. 

Während es beim Höhepunkt des Mannes zu einem Samenerguss kommt, kann auch die Frau eine Art weibliche Ejakulation erleben. Dabei wird während des Orgasmus der Frau eine klare Flüssigkeit aus der Harnröhre abgesondert.  

Im Gegensatz zum Mann, sind Frauen in der Lage mehrere Höhepunkte kurz hintereinander zu erleben – einen multiplen Orgasmus. 

Rückbildungsphase 

Nach dem Orgasmus folgt die Rückbildungsphase, die von absoluter Entspannung begleitet wird. Die Atmung, der Puls und die Herzfrequenz verlangsamen sich wieder. Der Blutdruck sinkt und die Genitalien schwellen wieder ab. Müdigkeitsgefühle und das Bedürfnis dem Partner nahe zu sein können verstärkt auftreten. 

Während beim Mann unmittelbar nach dem Orgasmus die sogenannte Refraktärphase – eine Periode der sexuellen Reizunempfindlichkeit, die eine erneute Erektion erschwert – folgt, tritt diese Phase bei Frauen nicht auf. Stattdessen können Frauen schon kurz nach dem Höhepunkt erneut Erregung verspüren und einen weiteren Orgasmus erleben. 

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