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Natürliche Potenzmittel: So steigern Männer ihre Erektionsfähigkeit

Natürliche Potenzmittel sind schonender als Viagra und Co. Ein Arzt kann passende Präparate empfehlen, denn nicht alle sind geeignet. (Foto: Adobe Stock - Dmitry Kapitonenko)

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Im Alter zwischen 50 und 59 leiden rund 15,7 Prozent der Männer an leichten bis mittelschweren Erektionsstörungen. Mit steigendem Alter werden immer mehr Männer impotent. Sowohl für die eigene Psyche als auch für die Beziehung ist das oft sehr belastend und viele Männer probieren alles Mögliche aus – in der Hoffnung, dass sich ihre Erektionsfähigkeit verbessert.

Klassische Potenzmittel wirken wie eine naheliegende Wahl und von Viagra hat wohl jeder schon einmal gehört. Cialis und Levitra sind Präparate mit ähnlicher Wirksamkeit und können Männern ebenfalls zur Erektion verhelfen. Dabei haben solche Potenzmittel viele Nebenwirkungen und funktionieren auch nicht bei jedem Mann. Andere Hilfsmittel bei Erektionsproblemen wie zum Beispiel Penispumpen sind umständlich in der Anwendung und ermöglichen keinen spontanen Sex.

Umso beliebter sind bei Männern mit Erektionsproblemen daher Mittel, die als natürliches Potenzmittel wirken und dabei gänzlich frei von Nebenwirkungen oder unliebsamen Begleiterscheinungen sind. So wird zum Beispiel einigen Stoffen in verschiedenen Pflanzen eine potenzsteigernde Wirkung nachgesagt. Mit einem Arzt kann diese Art der Behandlung abgesprochen werden, denn manche natürlichen Potenzmittel sind rezeptpflichtig. Gerade bei leichten Erektionsstörungen können natürliche Mittel eine gute erste Wahl sein – schließlich will nicht jeder gleich zu Chemie oder mechanischen Hilfsmitteln greifen.

Mit natürlichen Potenzmitteln die Erektionsfähigkeit steigern

Mit Yohimbin zu mehr Standfestigkeit

Eines der am häufigsten eingesetzten natürlichen Potenzmittel ist der Stoff Yohimbin aus dem Yohimbe-Baumes. Dieser wächst in Afrika und in seiner Rinde verbirgt sich das natürliche Aphrodisiakum. In Studien wurde die Wirksamkeit von Yohimbin belegt:

  • Erweiterung der Blutgefäße
  • das Becken wird besser durchblutet
  • die Nervenübertragung im unteren Teil des Rückenmarks wird verbessert

Darüber hinaus wirkt sich Yohimbin positiv auf die Laune aus. Neben allen positiven Wirkungen hat das Mittel jedoch auch viele Nebenwirkungen und ist daher in Präparaten mit hoher Yohimbin-Konzentration rezeptpflichtig. Bei einer Überdosierung können verschiedene Symptome auftreten:

  • Halluzinationen
  • Zitteranfälle
  • Bewusstlosigkeit
  • erhöhter Puls
  • Unruhe
  • Schlaflosigkeit
  • Herzrasen

Gingko wirkt durchblutungsfördernd

Die Wirkung von Gingko ist ähnlich wie bei Yohimbin. Das Extrakt aus dem Gingko-Baum fördert die Durchblutung, was besonders bei Potenzstörungen hilfreich ist, die aus einer schlechten Durchblutung resultieren. In einer Studie, deren Erfolg jedoch umstritten ist, konnten 50 Prozent der Studienteilnehmer ihre Erektionsfähigkeit durch die Einnahme von 60 Milligramm Gingko-Extrakt pro Tag verbessern. In Japan werden die unreifen Samen des Gingko-Baumes sogar gegrillt verzehrt.

Wer sein Glück mit Gingko versuchen möchte, sollte mit 60 bis 80 Milligramm pro Tag beginnen. Je nach Bedarf kann die Dosis gesteigert werden – bis zu 240 Milligramm am Tag sind gesundheitlich unbedenklich. Gingko hat deutlich weniger Nebenwirkungen als Yohimbin. Einzig in Kombination mit Aspirin kann es gelegentlich zu Bauch- oder Kopfweh kommen. Auf die Einnahme von Gingko parallel zu blutverdünnenden Mitteln sollten Männer daher verzichten.

Ginseng: Fernöstliches Antioxidationsmittel

Ginseng stammt aus dem fernöstlichen Raum und gilt ebenfalls als natürliches Potenzmittel. Sowohl die erektile Funktion als auch die Libido sollen durch Ginseng gesteigert werden. Ginseng wirkt auf zwei verschiedene Arten:

  • Die Muskelzellen im Penis entspannen sich durch Ginseng. Dadurch kann das Blut besser in den Schwellkörper fließen.
  • Ginseng erhöht die Produktion von Stickstoffmonoxid im Körper, wodurch die Gefäße erweitert werden.

Darüber hinaus wirkt Ginseng antioxidativ. Eine langfristige Einnahme von Ginseng reduziert Stress, der ebenfalls ein Auslöser für Potenzprobleme sein kann. Weiterhin kann Ginseng einer Verschlechterung der erektilen Funktion vorbeugen.

Ginseng wird nicht punktuell kurz vor dem Geschlechtsverkehr eingenommen, um dann zu wirken. Vielmehr ist eine langfristige Einnahme über mehrere Monate sinnvoll, um eine tatsächliche Wirkung zu verspüren.

Muira Puama: Potenzholz aus Südamerika

Potenzholz ist eine andere Bezeichnung für die Rinde des südamerikanischen Muira Puama-Baumes und der Name ist Programm: Während einer Untersuchung an 262 Männern konnten 51 Prozent aller Teilnehmer eine verbesserte Erektionsfähigkeit verzeichnen – durch die zwei Wochen lange, tägliche Einnahme von Muira Puama. 62 Prozent der Untersuchungsteilnehmer nannten als Wirkung darüber hinaus eine gesteigerte Lust auf Sex.

Cantharidin oder die “spanische Fliege”

Die spanische Fliege ist ein Insekt aus der Familie der Ölkäfer und hat eine potenzfördernde Wirkung. Wird der Käfer zermahlen, wird der Wirkstoff Cantharidin freigesetzt. Natürliche Potenzmittel mit diesem Extrakt enthalten nur homöopathische Dosen, da Cantharidin giftig ist. Wird es oral eingenommen, kann es zu akutem Nierenversagen führen. Wird es pur auf die Haut gerieben, kann es Reizungen und Blasen verursachen. Durch die starke Reizung der Harnwege entsteht die potenzsteigernde Wirkung des Mittels – sogar schmerzhafte Dauererektionen sind möglich.

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Überdosierungen greifen das Zentralnervensystem jedoch so stark an, dass es innerhalb von 12 Stunden tödlich sein kann. Pulver, das in Deutschland im Handel ist, ist in der Regel ungefährlich. In den USA ist Cantharidin zum Beispiel verboten und von Präparaten aus Fernost sollten Männer die Finger lassen – nicht immer ist die Zusammensetzung klar erkennbar.

Mehr Sex mit Alliaceae

Alliaceae entstammt aus pflanzlichen Lauchgewächsen und kann die Ejakulationsfrequenz des Mannes steigern. Männern, die lange Pausen zwischen zwei Ejakulationen benötigen, verhilft Alliaceae zu häufigerem Sex.

Die Durchblutung des Penis mit L-Arginin fördern

Arginin ist eine Aminosäure und erhöht den Stickstoffmonoxidgehalt im Blut. Dadurch wird die Durchblutung gefördert und die Blutgefäße entspannen sich – ähnlich wie bei Ginseng. Die Erektionsfähigkeit des Mannes wird dadurch gesteigert.

Natürliches Potenzmittel: Mehrjähriger Bertram

Anacyclus Pyrethrum, auch bekannt als Mehrjähriger Bertram, ist eine Ringblumenart mit besonderer Wirkung. Durch sie soll die Erektionsfähigkeit verbessert werden.

Maca für die Libido

Maca ist eine Wurzelknolle und in den südamerikanischen Anden beheimatet. Dieses natürliche Potenzmittel ist auch gleichzeitig eine Heilpflanze für zahlreiche Krankheiten. Aufgrund seiner vielen Vitalstoffe fördert die Knolle aber auch die Libido und wirkt sich positiv auf die Potenz aus.

Ambrein: Mit mehr Testosteron zur Erektion

Ambrein ist besonders im arabischen Raum verbreitet und wird aus dem Verdauungstrakt des Pottwals gewonnen. Durch Ambrein wird die körpereigene Hormonproduktion angeregt. Der Testosteronspiegel im Körper des Mannes wird durch Ambrein erhöht, wodurch sowohl die Libido als auch die Potenz steigen.

Umstrittene Wirkung von Bufotenin

Bufotenin wird eine potenzsteigernde Wirkung nachgesagt. Der Stoff kommt sowohl in Pilzen als auch im Hautsekret von Kröten vor. Primär soll der Stoff die Libido fördern. Die Wirkung ist jedoch umstritten und in zu hochdosierter Form kann Bufotenin sogar giftig sein.

Lebensmittel mit potenzsteigernder Wirkung

Es gibt sogar einige Lebensmittel, denen eine aphrodisierende und potenzfördernde Wirkung nachgesagt wird:

  • Chili (wirkt durchblutungsfördernd)
  • Austern (enthalten Zink, was die Spermienproduktion fördert und die Ausschüttung von Testosteron anregt)
  • Sellerie (ätherische Öle regen den Stoffwechsel und den Kreislauf an)
  • Basilikum (ätherische Öle stimulieren die Harnröhre, was erektionsfördernd wirken kann)
  • Kürbiskerne (enthalten viel Vitamin E, was die Leistungsfähigkeit erhöht)

Von diesen müssten aber große Mengen verzehrt werden, um tatsächlich eine Wirkung zu merken. Bei schwerwiegenden Erektionsstörungen ist es mit einer Chilischote oder ein paar Blättern Basilikum auf der Pasta nicht getan.

Erektionsstörungen vorbeugen und die Potenz erhalten

Um es gar nicht erst zu Potenzproblemen kommen zu lassen, ist ein gesunder Lebensstil wichtig. Diesen erreichen Männer mit ein wenig Disziplin:

  • Sport
  • regelmäßige Bewegung
  • gesunde und ausgewogene Ernährung
  • nicht rauchen
  • gar nicht oder nur wenig Alkohol trinken
  • Normalgewicht halten
  • Stress reduzieren

In Sachen Ernährung gibt es einige Lebensmittel, die besonders gut für die Gesundheit sind und erektile Dysfunktionen verhindern können:

  • Brombeeren
  • Kirschen
  • Blaubeeren
  • Johannisbeeren
  • Zitrusfrüchte

Sie alle enthalten wichtige Pflanzenstoffe, die antioxidativ wirken. Wer sich gesund ernährt, fördert seine Gesundheit und stärkt auch das eigene Wohlbefinden. Dieses trägt enorm zu einer gesunden Erektionsfähigkeit bei – schließlich kann Impotenz auch psychische Gründe haben. Besonders leichte Erektionsstörungen können Männer durchaus zunächst mit natürlichen Potenzmitteln bekämpfen, bevor sie zu Mitteln wie Viagra greifen.

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