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Einnistungsblutung: Der Unterschied zur Regelblutung

Die Einnistungsblutung ist ein Anzeichen für eine Schwangerschaft - oft wird sie mit der Regelblutung verwechselt. So erkennen Frauen den Unterschied.

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Die Einnistungsblutung kann leicht mit der Regelblutung verwechselt werden. Ihre Bedeutung ist jedoch eine ganz andere und wer seinen Körper genau beobachtet, kann die Zeichen richtig deuten. Neben dem Einnistungsschmerz, Brustspannen und Übelkeit kann sie eines der ersten Anzeichen für eine Schwangerschaft sein. Dabei wird sie nicht von jeder Frau bemerkt und tritt auch nicht immer auf.

Was ist die Einnistungsblutung?

Nach der Befruchtung, die nur während oder nach dem Eisprung erfolgen kann, macht sich die Eizelle auf ihren Weg durch den Eileiter in die Gebärmutter der Frau. Zwischen sechs und acht Tagen dauert es nach der Befruchtung, bis die Eizelle die Gebärmutter erreicht. Dort nistet sie sich dann in die Gebärmutterschleimhaut ein. Dabei verschmilzt die befruchtete Eizelle mit dem Körper der Mutter. Über der Stelle, an der sich die Eizelle in die Schleimhaut eingesetzt hat, bildet sich eine dünne Haut, aus der sich dann die Plazenta entwickelt. Erst nach der Einnistung kann die Schwangerschaft auch im Blut und Urin nachgewiesen werden. Für einen Ultraschall ist es dann noch zu früh.

Bei der Verschmelzung der befruchteten Eizelle mit der Schleimhaut verbindet sich das Gewebe der Mutter mit dem des Embryos. Vorhandene Blutgefäße verändern sich, neue bilden sich aus und dass dabei leichte Blutungen auftreten ist möglich. Oft sind diese so gering, dass sie von der Frau nicht bemerkt werden. Es kann jedoch vorkommen, dass diese Blutungen beim Einnisten der Eizelle etwas stärker sind und dann machen sie sich auch als Einnistungsblutung im Slip bemerkbar. In der medizinischen Fachsprache ist auch von der Nidations- oder Implantationsblutung die Rede.

Ist die Einnistungsblutung ein Risiko in der Schwangerschaft?

Die Einnistungsblutung ist gänzlich ungefährlich und gilt für viele Frauen sogar als Bestätigung auf dem Weg zur Schwangerschaft. Grundsätzlich muss sie nicht mit einem Arzt abgeklärt werden, dennoch sind viele Frauen besonders in der frühen Phase der Schwangerschaft unsicher. Um auf Nummer Sicher zu gehen, können sie mit ihrem Arzt sprechen – ein Termin bei ihm wird in den nächsten Wochen aber sowieso anstehen, wenn es um die endgültige Bestätigung der Schwangerschaft geht.

In jedem Fall ist es kein Grund zur Sorge, wenn Frauen die Blutung im Zuge der Einnistung bei sich bemerken. Sie ist ein ganz normaler Prozess in der Frühphase der Schwangerschaft und bei jeder Frau fällt sie unterschiedlich stark aus, sodass sie manchmal sogar gar nicht auffällt.

Unterschied zwischen Einnistungsblutung und Regelblutung

Es besteht die Möglichkeit die Einnistungsblutung mit der Regelblutung zu verwechseln. Dies kann bei Frauen dazu führen, dass sie die Schwangerschaft erst nach einigen Wochen merken. Schließlich denken sie, dass sie ihre Regel ja noch bekommen haben. Wenn zudem weitere Schwangerschaftsanzeichen ausbleiben, realisieren sie die Schwangerschaft erst später. Dabei unterscheiden sich die Einnistungsblutung und die Regelblutung voneinander:

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Merkmale der Einnistungsblutung:

  • Üblich ist hellrotes Blut – wenn die Blutung gerade passiert ist und das Blut direkt abfließt.
  • Auch bräunliches Blut ist möglich, wenn die Blutung schon ein paar Tage her ist und sich das Blut erst in der Gebärmutter gesammelt hat bevor es herausfließt.
  • Die Blutung besteht meist nur aus wenigen Tropfen oder Schlieren. Gerade Frauen mit einer starken Regelblutung sollten den Unterschied merken.
  • Die Blutung wird nicht stärker.
  • Die Konsistenz des Bluts verändert sich nicht.
  • Die Einnistungsblutung verursacht nur sehr selten einen leichten Schmerz, den sogenannten Einnistungsschmerz. Er wird als ein Ziehen beschrieben, leicht krampfartig und ist Regelschmerzen ähnlich.
  • Nach zwei bis drei Tagen ist die Einnistungsblutung vorbei, manchmal dauert sie sogar nur wenige Stunden.
  • Sie kann zu einem völlig anderen Zeitpunkt (früher) auftreten als die Regelblutung.

Merkmale der Regelblutung:

  • Das Blut ist tiefrot.
  • Die Blutung ist deutlich stärker als die Einnistungsblutung und wird nach den ersten Anzeichen auch für ein bis drei Tage immer stärker, bevor sie wieder abflaut.
  • Regelschmerzen wie ein Ziehen im Unterleib, Rückenschmerzen und ausstrahlende Schmerzen bis in die Beine sind häufige Begleiter der Periode.
  • Im Regelblut können kleine Blutgerinnsel vorhanden sein, diese stammen aus der Gebärmutterschleimhaut.
  • Die Regelblutung zieht sich über drei bis sieben Tage.
  • Sie kommt (bei den meisten Frauen) in regelmäßigen Abständen.

Je besser Frauen ihren Körper kennen, desto eher kann man die Einnistungsblutung eindeutig erkennen

Frauen, die ihren Zyklus eh schon mit der Temperaturmethode begleiten, um ihre fruchtbaren Tage zu kennen, können die Einnistungsblutung noch besser identifizieren. Sie wissen, wann sie genau ihren Eisprung haben und fruchtbar sind. Wenn es in diesen Tagen zum Sex kommt und dann sechs bis acht Tage später eine helle, leichte Blutung auftritt, kann dies ein Schwangerschafts-Indikator sein.

Vorsicht vor falsch berechnetem Entbindungstermin: Den erwarteten Geburtstermin errechnet man auf Basis der letzten Regelblutung. Wenn Frauen die Einnistungsblutung fälschlicherweise für ihre Periode gehalten haben, kann es zu einer falschen Berechnung des Termins kommen. Frauenärzte können aber mithilfe eines Ultraschalls den Embryo betrachten und eine Einschätzung zum Befruchtungszeitpunkt aufgrund seiner Größe und Entwicklung abgeben.

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