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Behandeln Sie Sonnenbrand schnell & richtig

Der Sommer soll ja in den nächsten Tagen erst einmal eine Pause machen, bevor es dann nächste Woche wieder wärmer werden soll. Und prompt sind sie da – die ersten Sonnenbrände. Obwohl es noch so viele verschiedene Sorten Sonnencreme in den Drogerien und Apotheken gibt, immer noch sieht man bei schönem Wetter Menschen, bei denen sich das Sonnenbad als starke Hautrötung, teilweise sogar mit Blasen, zeigt.

Das Gefährliche: Zu Beginn merken Sie noch nicht einmal, dass Sie zu viel Sonne bekommen. Die Beschwerden treten erst einige Stunden später auf, häufig abends. Der Grund: Die UVB-Strahlen sorgen dafür, dass die Hautzellen in den oberen Hautschichten Entzündungsbotenstoffe ausschütten. Diese werden aber erst nach einiger Zeit aktiv. Dann kommt es entweder zu einem Sonnenbrand Stufe 1 mit leichter Rötung oder zu einem der Stufe 2 mit Rötung und Blasenbildung.

Wenn es Sie erwischt hat, sollten Sie sofort handeln – und nicht warten, ob die Beschwerden schlimmer werden. So können Sie bei den allerersten Symptomen rund 1.000 mg Acetylsalicylsäure nehmen. Diese bremst die Entzündungsstoffe und verringert eine Verschlimmerung. Das muss aber geschehen, sobald sie bemerken, dass sich die Haut rötlich verfärbt, juckt oder spannt. Sonst wirkt die Behandlung nicht mehr.

Zusätzlich können Sie Umschläge aus Leinentüchern auflegen, die Sie in kaltes Wasser getaucht und dann ausgewrungen haben. Legen Sie keinen Kühlakku bzw. Kühlkompresse auf. Sonst leiden Sie nicht nur unter Sonnenbrand, sondern auch unter Erfrierung an ein und derselben Stelle.

Das homöopathische Mittel Belladonna wird ebenfalls häufig bei Sonnenbrand eingesetzt.

Ebenfalls bewährt haben sich Auflagen aus Quark oder Jogurt. Sie kühlen und lindern so die Beschwerden. Vorsichtig sollten Sie dagegen bei Aloe vera sein. Sie hilft zwar bei Sonnenbrand, manche Menschen reagieren aber allergisch auf das Gel dieser Pflanze.

Wenn es zu Bläschen kommt, Ihre Haut stark schmerzt oder Fieber auftritt, sollten Sie mit Ihrem Sonnenbrand auf jeden Fall den Arzt aufsuchen. Dann helfen Ihnen in den meisten Fällen Hausmittel nicht mehr weiter.

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Dr. Martina Hahn-Hübner
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