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Acai-Beere - Das kann die Superfrucht wirklich

Inhalt
Inhaltsverzeichnis

Wissenswertes zur Açaí-Beere

Beschreibung: Frucht der brasilianischen Kohlpalme (Euterpe oleracea), gehört zur Familie der Palmengewächse,

Hauptanbaugebiete: Brasilien, Panama oder Ecuador

Inhaltsstoffe: Ein- und mehrfach gesättigte Fettsäuren, Vitamine, Mineralstoffe

Heilwirkungen: Stärkt Immunsystem, Skelett und Zähne, bekämpft Bakterien, Viren und Parasiten, erhöht die geistige Leistungsfähigkeit

Anwendung: Aufguss, Öl, Gesichtscreme oder Tee – Antioxidantien regen Stoffwechsel und Gefäßdurchblutung an

Kritik: Keine repräsentativen Studien über tatsächliche Wirksamkeit der Inhaltsstoffe, belastet die Umwelt durch weite Transportwege

Beschreibung: Was ist die Açaí-Beere?

Bei der Açaí-Beere handelt es sich um die Frucht der Kohlpalme (Euterpe oleracea). Diese kann bis zu 20 Meter hoch werden. Die Beere an sich ist ein bis zwei Zentimeter groß und kann durch ihre lila Farbe leicht mit der bei uns bekannten Heidelbeere verwechselt werden. Im Gegensatz zu dieser haben die Açaí-Beeren jedoch einen Kern, welcher ganze 90 % der gesamten Frucht ausmacht – essbar ist jedoch nur die Haut.

Açaí-Beeren ähneln sehr den uns geläufigeren Heidelbeeren.
© Luis Echeverri Urrea – Fotolia

In ihrem Heimatland wird die Palme Açaizeiro genannt, wovon sich der Name der Beere ableitet. Sie gedeiht das ganze Jahr über an Dolden mit bis zu 1000 Beeren. Mit der höchsten Geschwindigkeit wächst die Frucht jedoch von Juli bis Dezember. Da die Pflanze mehrere Stämme hat, stirbt sie nach der Ernte nicht ab.

Herkunft: Woher kommt die Açaí-Beere?

Die sogenannte „Powerfrucht” stammt aus dem südamerikanischen Staat Brasilien. Die Kohlpalme wächst dort vor allem in jenen Gebieten des Amazonas, welche durch hohen Niederschlag gekennzeichnet sind. In Brasilien ist die Euterpe oleracea ein natürlicher Bestandteil der dort vorherrschenden Pflanzenwelt.

Heimisch ist die Kohlpalme jedoch nicht nur in Brasilien, sondern in ganz Süd- und Mittelamerika. In folgenden Ländern kommt die Kohlpalme ebenfalls vor:

  • Panama
  • Ecuador
  • Kolumbien
  • Trinidad
  • Venezuela
  • Guyana
  • Suriname
  • Französisch-Guyana
Achtung
In manchen dieser Länder wird die Kohlpalme durch ihre Schwester, die Euterpe precatoria, ersetzt.

Sie wächst eher in Meeresnähe, seltener kommt sie im Landesinneren vor. Die Pflanze bevorzugt feuchte Böden und kann in besonders sumpfigen Gebieten sehr gut wachsen.

Die steigende Popularität der brasilianischen Beere und die damit verbundene Nachfrage führte dazu, dass die Anzahl der Açaí-Plantagen im Laufe der Jahre stark zugenommen hat. Die Kohlpalmen werden hier auf einem relativ festen Boden angebaut. Es muss laufend auf genügend Bewässerung und Wärme geachtet werden.

In Europa und den USA ist die Powerfrucht erst seit den 90er Jahren verbreitet. Bekanntheit erlangte sie durch die US-amerikanische Talkshowmoderatorin Oprah Winfrey, welche in einer ihrer Sendungen über das neue Superfood berichtete. Daraufhin fingen auch andere Stars an, sich mit der Beere zu beschäftigen und Werbung dafür zu machen.

Nutzung und Kultur der Açaí-Beere in Südamerika

Die Einwohner Brasiliens nutzen nicht nur die Frucht der Kohlpalme, sondern ihre gesamten Bestandteile. So werden beispielsweise die Palmherzen als Gemüse verzehrt oder aus den Palmblättern Körbe oder Matten geflochten.

Factbox
In ihrem Heimatland gilt die Açaí-Beere als ganz gewöhnliches Grundnahrungsmittel, welches sogar bis zu 40 % der täglichen Energiezufuhr ausmacht.

Im brasilianischen Regenwald verwenden die dort angesiedelten Völker die Beere auf unterschiedlichste Weise. Darunter fallen folgende Anwendungsgebiete:

  • Aufguss: Ein solcher soll Hautkrankheiten lindern und Fieber senken.
  • Öl: Dieses wird aus dem Fruchtfleisch gewonnen und soll zur Behandlung von Durchfall dienen.

Wie schmeckt die Açaí-Beere?

Die Açaí-Beere hat einen fettigen, erdigen Geschmack, welcher manchmal auch als nussig bezeichnet wird. Verglichen werden kann der Geschmack auch mit einer Mischung aus Kakao und Rotwein.

Oft erlebt man während dem Verzehren der Beere ein zusammenziehendes Mundgefühl, welches als adstringierend bezeichnet wird. Geschmacklich ist die dunkle Beere aus dem Amazonasgebiet somit für den europäischen Gaumen gewöhnungsbedürftig.

Inhaltsstoffe der Açaí-Beere

Die südamerikanische Beere wird seit ihres Bekanntwerden als wirksames Mittel gegen Oxidantien gesehen. Besonders wertvoll sind, neben dem Fruchtmark, auch die Samen der Açaí-Beere.

Welche gesunden Wirkstoffe enthält die Açaí-Beere?

Neben vielen ein- und mehrfach gesättigten Fettsäuren, enthält die Açaí-Beere einen besonders hohen Anteil an pflanzlichem Eiweiß und pflanzlichen Fetten. Durch diese energieliefernde Wirkung wird sie vor allem von Sportlern geschätzt.

Die Açaí-Beere enthält sehr viele Vitamine und Mineralstoffe wie unter anderem:

  • Vitamin A, E und C
  • Vitamin B1, B2 und B3
  • Calcium
  • Kalium
  • Magnesium
  • Eisen

Der hohe Calciumgehalt (bis zu 309 mg pro 100 g) ist wichtig für die Stärkung der Stabilität von Knochen und Zähnen. Kalium ist unter anderem für die Regulierung des Wasserhaushaltes zuständig. Vitamin C stärkt das Immunsystem, während Vitamin B2 bei Konzentrationsschwächen helfen kann.

Ebenfalls beinhaltet die Açaí-Beere essentielle Omega-Fettsäuren, welche das Herz schützen und das gesamte kardiovaskuläre System unterstützen.

Die Beeren sind reich an sekundären Pflanzenstoffen wie den Polyphenolen. Zu diesen zählen, unter anderem, auch die Anthocyane, welche für die dunkle Farbe der Açaí-Beeren verantwortlichen sind.

Die Bestandteile der südamerikanischen Frucht haben eine synergetische Wirkung. Das bedeutet, dass sie sich gegenseitig beeinflussen und nur abhängig von einander funktionieren.

Das Superfood aus Südamerika ist jedoch widererwarten mit bis zu rund 250 Kalorien pro 100 g sehr kalorienreich. Wichtig ist hier jedoch die Zusammensetzung der Inhaltsstoffe: etwa die Hälfte der Kalorien entfallen auf ungesättigte Fettsäuren, welche für den menschlichen Körper essentiell sind, da er sie selbst nicht herstellen kann.

Haben Sie’s gewusst?
Mit nur 3,6 % Zucker pro 100 g, ist die Açaí-Beere besonders zuckerarm.

Superfood: Welche Wirkung hat die Açaí-Beere auf den Körper?

Die normalen körperlichen Stoffwechselabläufe, falsche Ernährung, Bewegungsmangel aber auch zu viel Sonneneinstrahlung befördern die sogenannten freien Radikale in den Körper. Darunter versteht man hochreaktive, sehr aggressive, chemische Sauerstoffmoleküle, welche oft mit Erkrankungen in Verbindung gebracht werden.

Anthocyane Cyanid-3-glucosid und Cyanid-3-glucosid-Cumarat gehören zur Gruppe der Antioxidantien. Beide Verbindungen sind in der Beere enthalten und sorgen so für die Deaktivierung von freien Radikalen.

Die Beere wird hauptsächlich als Schlankheitsmittel beworben und vermarktet. Sie soll unter anderem den Stoffwechsel anregen und beim Abnehmen helfen. Zu den heilenden und vorbeugenden Qualitäten zählen zudem die Regulierung des Hormonhaushaltes und die bessere Stressbewältigung.

Die Heilwirkungen der Açaí-Beeren umfassen weiters auch:

  • Bekämpfen von Bakterien, Viren und Parasiten
  • Stärkung des Immunsystems
  • Entzündungshemmende Wirkung
  • Schnellere Wundheilung
  • Höhere Fettverbrennung in den Muskeln
  • Stärkung der Stabilität des Skeletts und der Zähne
  • Senkung des Cholesterinspiegels
  • Förderung der Verdauung
  • Erhöhung des Eisengehalts
  • Verbesserte Aufnahme von fettlöslichen Vitaminen im Darm
  • Schutz der Netzhaut im Auge
  • Schutz vor Nervenschädigungen
  • Förderung der geistigen Leistungsfähigkeit und des seelischen Wohlbefindens
  • Vorbeugung gegen Depression und Demenzerkrankungen

Die Wirkungen, welche der Açaí-Beere nachgesagt werden, sind wissenschaftlich nicht belegt. Zwar hat man festgestellt, dass der regelmäßige Verzehr der Beere offenbar die Körperzellen vor Oxidation schützt und die Zellschädigung verringert, trotzdem bleibt unbekannt, welche Kombination von Bestandteilen und Wirkstoffen welche Wirkungen hervorrufen.

In welcher Form ist die Açaí-Beere erhältlich?

Die Açaí-Beere ist in vielen verschiedenen Formen erhältlich, unter anderem als:

  • Ganze Frucht: Hier kann auf natürlichste Weise von den Wirkungen der Açaí-Beere profitiert werden, da alle Wirkstoffe miteinander funktionieren und so im Körper verwertet werden können.
  • Saft: Wie beim Genuss der ganzen Frucht ist es auch hier möglich, die gesamten Inhaltsstoffe der Açaí-Beere, welche im Einklang stehen, aufzunehmen.
  • Getrocknet: Sie enthalten, wie die frische Frucht, die meisten Nährstoffe, da diese aufgrund des Trocknungsverfahrens erhalten geblieben sind. Die Beeren in getrockneter Form sind vor allem als Zusatz in diversen Müslis vorhanden, jedoch gibt es sie auch in abgepackter Form. Aber Vorsicht: oft handelt es sich hierbei um Mischprodukte, welche auch diverse Zusatzstoffe enthalten!
  • Püree: Da die Frucht zu 90 % nur aus dem Kern besteht, wird sie nach dem Ernten oft entkernt und püriert. Da Açaí-Püree kann dann purverzehrt oder anderen Gerichten beigemengt werden.
  • Tee: Hierbei handelt es sich nicht um puren Açaí-Beeren Tee, da meistens grüne oder weiße Teeblätter den Hauptbestandteil des Tees ausmachen. Dieser Art von Tee wird nachgesagt, dass er eine entgiftende Wirkung haben soll. Er wird dementsprechend oft als „Detox-Produkt” bezeichnet.
  • Pulver und Kapseln: Açaí-Beeren Pulver, aber auch Kapseln, sind in unterschiedlichsten Variationen und Zusammensetzungen erhältlich. Solche Präparate sind mit Vorsicht zu genießen, denn hier kann nicht die volle Wirkung der frischen Frucht garantiert werden. Oft wird die Beere in dieser Form beim Sport verwendet.

Superfood Açaí-Beere: Anwendung und Rezepttipps

Anwendungsgebiete der Açaí-Beere

Die Açaí-Beere ist in den letzten Jahren, nicht zuletzt wegen ihren lebenswichtigen Inhaltsstoffen, zu einem beliebten Nahrungsergänzungsmittel geworden. Das machte sie auch für die Wissenschaft interessant. Untersuchungen stellten sogar fest, dass die in der Beere enthaltenen Antioxidantien bei vielen Leukämiezellen (aber auch bei anderen Krebsarten) Selbstzerstörungsprozesse auslösen. Dies bedeutet jedoch nicht, dass die südamerikanische Beere diese Krankheit auch heilen kann!

Auch wirken sich die Wirkstoffe der Beere positiv auf das Herz-Kreislaufsystem sowie Blutdruck und Gefäßfunktionen aus. In ihrem Ursprungsland Brasilien, werden die Açaí-Beeren auch als natürliches Aphrodisiakum verwendet, von welchem vor allem Männer im Sinne der Potenzsteigerung profitieren.

Oft wird die Beere aus Südamerika auch für Anti-Aging-Produkte verwendet, da sie den Alterungsprozess der Haut, durch die enthaltenen Antioxidantien, verlangsamen kann. Vor allem durch UV-Strahlung wird die Haut sehr stark belastet, was das frühzeitige Altern begünstigt.

Die in der Açaí-Beere enthaltenen Öle spenden der Haut zusätzlich Feuchtigkeit. Bereits vorhandene Schäden können die Antioxidantien der Açaí-Beere jedoch nicht reparieren. Da die Hautverträglichkeit, im Vergleich zu Pflegeprodukten mit anderen Zusätzen, sehr gut ist, finden jene mit Açaí-Beeren zahlreiche Abnehmer.

Weiters werden die Beeren gerne als Unterstützung beim Abnehmen verwendet. Durch ihre Inhaltsstoffe regen sie zwar den Stoffwechsel an, auf gesunde Ernährung und Sport kann jedoch, beim Ziel, langfristig abzunehmen, nicht verzichtet werden. Der Körper kann nämlich nur Fett verbrennen, wenn er mehr Energie verbraucht, als zugeführt wird.

Küchentipps und Rezepte

Die Beeren sind nach der Ernte nur kurz haltbar, weshalb sie häufig zu Pulver, Säften oder Kapseln verarbeitet werden. Hier bleiben auch, durch neue Produktionsverfahren, viel mehr Inhaltsstoffe erhalten als früher. Selten zu finden sind eingefrorene Açaí-Beeren.

Das Pulver kann man über Müsli, Porridge oder Joghurt streuen. Auch Smoothies können durch die südamerikanische Frucht mit dem nötigen Antioxidantiengehalt ausgestattet werden.

Um einen Açaí-Smoothie herzustellen, benötigt man:

  • Einen Pürierstab oder einen Smoothie Maker
  • Beliebig viele und verschiedene Früchte (z. B. Apfel, Banane oder Erdbeeren)
  • Açaí-Saft

Die Zutaten werden in kleine Stücke geschnitten und mit dem Pürierstab oder dem Smoothie Maker zu einem Saft verarbeitet. Durch die Zugabe von in etwa 70 ml Açaí-Saft entsteht in nur wenigen Minuten ein gesundes Getränk, welches vor allem früh Morgens die nötige Energie liefert, um in Schwung zu kommen.

Açaí-Kapseln, Pulver aber auch Saft sind in Reformhäusern oder Bio-Supermärkten zu finden. Açaí-Beeren Saft kann man auch in normalen Drogeriemärkten neben anderen Açaí-Lebensmitteln finden. Dort spart man zwar Geld, jedoch sind diese Säfte häufig stark verdünnt oder beinhalten diverse Zusätze.

Tipp: Mit einem Teelöffel kaltgepresstem Olivenöl kann die Intensität der Beeren im Saft noch einmal verstärkt werden.

Worauf sollte man beim Kauf und der Verwendung der Açaí-Beere achten?

Dadurch, dass die Beerein Europa nur eingeschränkt verfügbar ist, werden Açaí-Produkte meist zu extrem hohen Preisen verkauft. Auch sind viele minderwertige Produkte im Umlauf, bei welchen der versprochene Açaí-Anteil nur gering oder gar nicht vorhanden ist.

Die Açaí-Beeren sind nach der Ernte nur wenige Stunden genießbar, weshalb sie manchmal auch eingefroren werden. Durch diesen Verarbeitungsschritt gehen viele der Antioxidantien verloren. Das führt dazu, dass die exotische Frucht zum Zeitpunkt der Nahrungsaufnahme nicht mehr von diesen besitzt, als heimische Heidelbeeren.

Açaí-Beeren enthalten zudem hohe Mengen an Mangan. Wenn man dauerhaft deutlich mehr Mangan aufnimmt, als die von der Europäischen Lebensmittelsicherheitsbehörde (EFSA) empfohlene Menge, kann sich das negativ auf die Aufnahme von Eisen auswirken.

Risikogruppen, bei welchen sich die erhöhte Aufnahme von Mangan negativ auf die Eisenaufnahme auswirken kann, sind:

Hinweise, dass eine zu große Menge an Mangan eingenommen wurde, sind beispielsweise Muskelschmerzen, allgemeine Schwäche, Appetitlosigkeit oder Sprachstörungen.

Weiters ist zu beachten, dass potentielle Wechselwirkungen mit Arzneimitteln oder aber auch allergische Reaktionen, gerade bei exotischen Lebensmitteln, auftreten können. Açaí Beeren können unter Umständen mit Schadstoffen und belastet sein, weshalb man beim Kauf der Beeren immer gut aufpassen sollte, dass diese auch auf Schadstoffe kontrolliert worden sind.

Da die Açaí-Beeren auch einen großen Anteil an Ballaststoffen beinhalten, können sie helfen, die Verdauung anzuregen. Sie ist dabei sehr beliebt bei Menschen mit chronischen Verstopfungen. Zu viele der frischen Beeren können jedoch wiederum zu Durchfall führen.

Wirklich drastische Nebenwirkungen der Açaí-Beere sind (noch) nicht bekannt. Dennoch ist bei der Ersteinnahme der Beeren, in welcher Form auch immer, darauf zu achten, mit einer geringen Menge zu beginnen, um die Verträglichkeit zu testen.

Fazit: Beim Kauf der exotischen Frucht ist immer gut auf die Kontrolle dieser auf Schadstoffe zu achten. Von übermäßigem Konsum der Açaí-Beere, oder diese sogar als Hauptnahrungsmittel zu nutzen, ist, aufgrund des hohen Mangangehalts, abzuraten!

Kritische Stimmen zur Açaí-Beere

Obwohl die Açaí-Beere unumstrittene positive Effekte auf den Körper haben kann, gibt es auch einige kritische Stimmen zum neuen Superfood. Beispielsweise soll die Beere beim Abnehmen helfen. Dafür enthält sie jedoch sehr viel Fett, ähnlich wie Avocados. Auch Studien, die den Gewichtsverlust durch die Açaí-Beere belegen würden, gibt es nicht.

Jene Studienergebnisse, welche vorliegen, werden gerne herangezogen, um die positive und gesunde Wirkung auf den Körper zu belegen. Doch fast alle diese Studien wurden bisher lediglich an Zellkulturen oder Tieren durchgeführt. Sie erlauben somit keine direkte Ergebnisübertragung auf den Menschen. Auch werden in diesen Studien mögliche Wechselwirkungen mit anderen Lebensmitteln ausgeschlossen.

Obst und Gemüse aus der näheren Umgebung bietet ebenfalls viele Vorteile, mit welchen die Açaí-Beere nicht mithalten kann. Dazu zählen unter anderem:

  • Mit jedem Verarbeitungsschritt der exotischen Frucht nimmt deren Gehalt an Antioxidantien ab. Heimisches Obst und Gemüse wird kaum weiterverarbeitet. Es ist (meistens) frisch und enthält somit alle Vitamine in ihrer ursprünglichen Form.
  • Regionale Produkte haben wesentlich kürzere Transportwege, als die südamerikanische Beere. Mit dem Genuss heimischer Produkte, wird in Folge dessen auch die Umwelt geschont.

Heimische Produkte, welche man statt der südamerikanischen Beere zu sich nehmen kann, ohne auf einen hohen Antioxidantiengehalt verzichten zu müssen, sind zum Beispiel Heidelbeeren, Sauerkirschen (auch Weichseln genannt), schwarze Johannisbeeren oder aber auch Rotkohl.

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