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So gesund ist die Gurke

Wer denkt, dass die Gurke nur aus Wasser besteht und sonst nichts zu bieten hat, liegt falsch. Die Gurke eignet sich nicht nur zum Essen, sondern auch als Kosmetikprodukt, Pflanzendünger und sogar Putzmittel. (Foto: showcake | Adobe Stock)

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Sie gilt als unscheinbares Lebensmittel, hat aber eine ganze Menge zu bieten: die Gurke. Warum ist sie gesund und wozu kann man das Gemüse außer zum Verzehr noch nutzen?

Warum sind Gurken gesund?

Da die Gurke zu dem überwiegenden Teil aus Wasser besteht, hat sie sehr wenig Kalorien, liefert gleichzeitig aber wichtige Mineralstoffe und Vitamine, die für eine ausgewogene Ernährung wichtig sind. Die Gurke ist damit nicht nur gesund, sondern auch ein ideales Lebensmittel für alle, die langfristig abnehmen möchten. Die Pflanze gehört zu der Familie der Kürbisgewächse. Ursprünglich stammt die Wildform, die unter dem botanischen Namen Cucumis hystrix bekannt ist, aus Indien.

Welche Sorten der Gurke gibt es?

Seit der Zeit des Kaisers Tiberius sind einige Jährchen vergangen, in denen die Gurke eine erstaunliche Entwicklung durchgemacht hat. Heute gibt es verschiedene Sorten der Gurke, die unterschiedlich schmecken und unterschiedlich zubereitet werden können.

Es gibt zahlreiche verschiedene Gurkensorten. © ulza | Adobe Stock

Wenn Sie die gesunde Gurke in ihren Speiseplan integrieren möchten, sollten Sie diese Sorten kennen:

  1. Salatgurke: Salatgurken sind auch unter dem Namen Schlangengurken bekannt. Diese Sorte der Gurke haben wir wohl in erster Linie vor Augen, wenn wir an Gurken denken.
  2. Schmorgurke: Wer diese Gurkensorte verzeihen möchte, sollte unbedingt Kerne und vor allem die Schale vorher entfernen. Außerdem – der Name deutet es schon an – sollte die Schmorgurke vor dem Essen erhitzt werden.
  3. Olivengurke: Die Olivengurke ist auch unter dem Namen Minigurke bekannt. Diese Gurkensorte ist nicht so kälteempfindlich und kann daher auch bei uns gezogen werden. Olivengurken können, anders als die Schmorgurke, auch roh gegessen werden.
  4. Landgurke: Landgurken haben ihren Namen daher, dass sie im Freiland wachsen. Daher bekommt man sie besonders gut in den Monaten Juli, August und September zu kaufen. Landgurken haben etwas mehr Aroma als die herkömmliche Salatgurke und können roh oder gekocht gegessen werden.

Daneben gibt es noch weitere Sorten der Gurke mit jeweils ganz eigenen Eigenschaften und Vorzügen. Die Bittergurke soll zum Beispiel ein gesundes Lebensmittel bei Diabetes sein.

Was sind die Inhaltsstoffe und Nährstoffe der Gurke?

Mineralstoffe, Spurenelemente und Vitamine: Pro 100 Gramm enthält die Gurke lediglich 12 kcal, 0,2 Gramm Fett, 1 Gramm Eiweiß, 2 Gramm Kohlenhydrate und 1 Gramm Ballaststoffe.

Daneben enthält die Gurke – wie anderes Obst & Gemüse – wichtige Vitamine, die wir uns gemessen am Tagesbedarf einmal genauer ansehen:

VitaminTagesbedarf in Prozent
Vitamin A7,3
Vitamin B11,8
Vitamin B22,5
Vitamin B31,3
Folsäure5
Vitamin E0,5
Vitamin K17

Die Gurke enthält zudem folgende Mineralstoffe:

MineralstoffeTagesbedarf in Prozent
Eisen4
Calcium1,5
Magnesium2,3
Natrium0,5
Kalium3,5

Wie wirkt die Gurke auf die Gesundheit?

Wir sehen also: Die Gurke enthält eine ganze Menge wichtiger Vitamine und Mineralstoffe, die unser Körper täglich braucht. Aber auch der hohe Wassergehalt der Gurke ist gesund. Da sie zu ungefähr 95 Prozent aus Wasser besteht, kann sie dazu beitragen, unseren Wasserhaushalt im Gleichgewicht zu halten.

Als Hausmittel wird sie eingesetzt, wenn man seinen Körper schonend entwässern möchte. Denn sie gilt als wassertreibend, während durch den Verzehr der Gurke gleichzeitig wichtige Stoffe wie Kalium oder Magnesium dem Organismus wieder zugeführt werden.

Der Gurke wird auch nachgesagt, dass sie Harnsäure im Körper lösen und abtransportieren kann, weshalb sie ebenfalls ein beliebtes Hausmittel gegen Gicht ist.

Der in der Gurke enthaltene Bitterstoff Cucurbitacin hat nicht nur einen kosmetischen Effekt, auf den wir später eingehen, sondern gesundheitsfördernde Eigenschaften. Er trägt zum Beispiel dazu bei, dass Eiweiß leichter verdaut werden kann und kann potenziell krankmachende Keime im Darm unschädlich machen.

Kann Gurke bei Diabetes helfen?

Eine Studie schaute sich die Auswirkungen der Bittergurke (botanischer Name momordica charantia) und die auch unter der Bezeichnung Bittermelone bekannt ist, genauer an.

Konkret befassten sich Ernährungswissenschaftler der Justus-Liebig-Universität in Gießen mit der Frage, wie gesund diese Gurke bei Diabetes Typ 2 im Frühstadium ist. Der Grund für die Fragestellung: Die Bittergurke wird in vielen asiatischen Ländern schon sehr lange zur Behandlung von Diabetes genutzt.

Die vermuteten positiven Effekte konnte die Studie bestätigen: Personen, die an einer Frühform von Diabetes leiden, aber noch keine Medikamente bekommen, konnten durch die Einnahme eines Extrakts der Bittergurke ihren Blutzucker im nüchternen Zustand erheblich senken. Es gibt sogar Hinweise darauf, dass der Effekt umso größer ausfällt, je stärker die Symptome des Diabetes sind. Heißt konkret: Menschen mit einer stärkeren Diabeteserkrankung können mehr profitieren als Personen mit einer Frühform.

Gurke zu bitter? Nicht essen!

Die Bitterstoffe sind nur bis zu einer bestimmten Konzentration unschädlich für uns Menschen. Vor allem dann, wenn Sie Gurken selbst züchten, sollten Sie sehr vorsichtig beim Verzehr sein – das gilt übrigens auch für anderes Gemüse aus dem Garten, das bitter schmeckt.

Kommt Ihnen der Geschmack ungewöhnlich und/oder zu bitter vor, sollten Sie das Gemüse nicht mehr essen. Unter Umständen ist es zu einer Rückkreuzung gekommen und der Gehalt an Bitterstoffen im Gemüse nun viel zu hoch.

Gurken enthalten von Natur aus eine gewisse Konzentration an Bitterstoffen. © samael334 | Adobe Stock

Was kann man gegen die Bitterstoffe in der Gurke machen?

Bitterstoffe sind in jedem Fall in der Gurke enthalten. Solange sie nicht in einer toxischen Menge, als Giftstoffe, im Gemüse vorkommen, ist das auch gut so. Denn Bitterstoffe an sich können sich positiv auf die Gesundheit auswirken. Die Bitterstoffe der Gurke – und auch anderer Kürbisgewächse – sollen gegen ganz unterschiedliche Erkrankungen helfen können: Diabetes, Arteriosklerose und Entzündungen im Körper sollen durch die Bitterstoffe bekämpft werden können.

In höheren Konzentrationen können die Bitterstoffe jedoch mehr schaden als nützen. Die Pflanze produziert diese Stoffe, um sich gegen Fressfeinde zu schützen, weshalb sie für Lebewesen toxisch sein können.

Sollten Sie den Verdacht haben, es könnten sich zu viele Bitterstoffe in der Gurke befinden, müssen Sie die Gurke sofort ausspucken und den Rest des Gemüses entsorgen. Wenn Sie sich unsicher sind, wie Sie weiter vorgehen sollen, können Sie den Giftnotruf anrufen und dort nach Hilfe fragen. Eine Übersicht über die verschiedenen Giftnotrufzentralen finden Sie beim Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit.

Die Bitterstoffe lassen sich übrigens nicht durch Kochen oder Braten eliminieren.

Probleme mit dem Verzehr roher Gurke? Das ist zu tun

Um möglichst umfassend von den gesunden Eigenschaften der Gurke profitieren zu können, raten Experten dazu, das Gemüse möglichst roh und mit der Gurkenschale zu verzehren. Denn unter der Gurkenschale sitzen die meisten Vitamine, Nährstoffe und Spurenelemente.

Leider neigen einige Personen nach dem Verzehr roher Gurke zu Bauchschmerzen und Verdauungsproblemen. Wer es trotzdem weiterhin mit der Gurke im Rohzustand probieren möchte, sollte das Gemüse zum Beispiel mit Dill oder Kümmel würzen. Einigen empfindlichen Personen hilft es auch, wenn die Gurke mit Paprikapulver bestreut wird.

Personen, die aufgrund einer Erkrankung und/oder auf Anweisung ihres Arztes nur Schonkost essen, sollten die Gurke nicht in rohem Zustand essen.

Grundsätzlich empfiehlt es sich, bei allen hier genannten Tipps und Hinweisen mit dem behandelnden Arzt Rücksprache zu halten. Die hier genannten allgemeinen Empfehlungen sind nicht für jede Person uneingeschränkt geeignet.

Ist die Gurke gesund für die Haut?

Die Gurke hat zudem positive Auswirkungen auf unser Hautbild. Die Gurke wird schon viele jahrhundertelang genutzt, um die Hautalterung aufzuhalten oder zumindest ein wenig zu verzögern und Rötungen oder Pickel zu bekämpfen.

Der Saft einer Gurke hilft zum Beispiel bei Sonnenbrand. Die kühlende Flüssigkeit lindert die Schmerzen und unterstützt die Haut dabei, sich zu regenerieren. Außerdem sind in dem Gurkensaft entzündungshemmende und antimikrobielle Stoffe enthalten. Diese können dafür sorgen, dass sich die Haut nach einem Sonnenbrand nicht entzündet und sich keine Krankheitserreger anlagern.

Gurken können die Haut mit Feuchtigkeit versorgen und somit auch das Hautbild verbessern. © Pixel-Shot | Adobe Stock

Diese Stoffe haben noch weitere positive Effekte auf unser Hautbild. Regelmäßig aufgetragen, können Cremes mit Gurkenextrakten oder selbst hergestellte Masken das Hautbild verfeinern, Pickeln entgegenwirken und Rötungen verblassen lassen.

Außerdem können die Inhaltsstoffe der Gurke die Hautalterung günstig beeinflussen. Verantwortlich dafür sind Antioxidantien, die ebenfalls in großer Anzahl in der gesunden Gurke enthalten sind. Äußerlich aufgetragen, wirken die Antioxidantien den freien Radikalen entgegen, also denjenigen Stoffen, die unsere Hautzellen in Stress versetzen und somit die Alterung beschleunigen können.

Was äußerlich gilt, gilt auch für die innere Wirkung der Gurke. Sie ist so gesund, weil sie die freien Radikale auch innerlich abfängt. Es gibt Hinweise dadurch, dass freie Radikale eine Rolle bei der Entstehung bestimmter Erkrankungen spielen.

Werden diese potenziell krankheitserregenden Stoffe von den Flavonoiden und Tanninen, die in der Grube enthalten sind, unschädlich gemacht, kann das förderlich für die Gesundheit sein.

Wie gesund ist die Gurke für die Verdauung?

Die bereits angesprochenen Bitterstoffe in der Gurke, in diesem Fall die Terpene, können auch bei Verdauungsproblemen helfen. Personen, die regelmäßig Gurke essen, aktivieren durch diese Bitterstoffe Enzyme in den Verdauungsorganen. Heißt konkret: Der Verdauungsapparat wird durch die Gurke angekurbelt, was zu regelmäßigem Stuhlgang führt.

Nicht nur aufgrund der Bitter-, sondern auch wegen der großen Anzahl an Ballaststoffen ist die Gurke gesund. So ist Pektin, ein Ballaststoff der ebenfalls in der Gurke vorkommt, dafür bekannt, für regelmäßigen Stuhlgang zu sorgen.

Hilft Gurke gegen Mundgeruch?

Tatsächlich wird der Gurke nachgesagt, dass sie nicht nur gesund ist, sondern auch gegen Mundgeruch helfen kann. Wer unter einem schlechten Atmen leidet, sollte sich eine frisch aufgeschnittene Scheibe der Gurke für ungefähr 60 Sekunden mit der Zunge gegen den Gaumen drücken.

Da die Gurke nicht nur Mineralstoffe und Vitamine, sondern auch bestimmte Enzyme enthält, soll der Trick mit der Gurke gegen Mundgeruch helfen. Die Enzyme, die in der Gurke enthalten sind, können die Bakterien in der Mundflora abtöten, die für den schlechten Geruch verantwortlich sind. Das Ergebnis: Frischer Atem.

Zudem soll Gurkensaft gegen Cellulite helfen. Das Prinzip hinter dieser Anwendung ist auch von den berühmten Gurkenscheiben bekannt, die sich einige als Gurkenmaske auf die Augen legen. Grund für die Wirkung scheint der Bitterstoff Cucurbitacin zu sein. Er sorgt nämlich dafür, dass sich die Haut ein wenig zusammenzieht. Schwellungen gehen so zurück und die Haut erhält ein frisches, gestrafftes Aussehen.

Fazit: Die Gurke ist ein echtes Allround-Talent mit positiven Auswirkungen auf die Gesundheit, unser Wohlbefinden und äußeres Erscheinungsbild. Grund genug, die gesunde Gurke regelmäßig in unseren Speiseplan einzubauen.

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