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Spinat: Ein Blattgemüse als Superfood

Spinat ist ein echtes Wundermittel für den menschlichen Körper. Warum das Gemüse so gesund ist und wie es helfen kann, erfahren Sie hier. (Foto: juliasudnitskaya - Adobe Stock)

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Wie gesund Spinat überhaupt ist, weiß mittlerweile fast jedes Kind: Denn die bekannte Comic-Figur Popeye schluckte das Blattgemüse büchsenweise. So wurde der Seemann kräftig und stark. Doch was ist dran am Mythos vom eisenreichen Blattspinat? Und welche gesundheitsfördernden Eigenschaften besitzt das Gemüse sonst noch?

Spinat: Das grüne Gemüse auf einen Blick

  • Spinat: Grünes Blattgemüse, das roh oder gekocht verzehrt werden kann
  • Lateinischer Name: Spinacia oleracea
  • Unterscheidung in Sommerspinat und Winterspinat (je nach Anbauzeit)
  • Botanik: zur Familie der Fuchsschwanzgewächse gehörendes Gemüse
  • mögliche Wirkweisen: cholesterinsenkend, antioxidativ, immunstärkend, sättigend
  • Inhaltsstoffe: Folsäure, Vitamin C, Vitamin K, B-Vitamine, zahlreiche Mineralstoffe, Betakarotin
  • Rezeptideen: Smoothies, Suppen, Gemüsebeilage, Lasagne, roh im Salat

Blattgemüse: Wie unterstützt Spinat die Gesundheit?

Laut dem Volksmund ersetzt Spinat eine halbe Apotheke. Zusätzlich zu den zahlreichen Mineralstoffen, Vitaminen und Co., die die grünen Blätter enthalten, ist das Gemüse auch noch sehr kalorienarm. 100 Gramm Spinat enthalten nur knapp 15 Kilokalorien (kcal).

Außerdem enthalten die Spinatblätter:

  • Vitamin C
  • Beta-Carotin (Vitamin A)
  • Vitamin E
  • Folsäure
  • Eisen
  • Kalium
  • Calcium
  • Magnesium

Trotz der zahlreichen, gesundheitsfördernden Inhaltsstoffe der Pflanze gibt es einen Mythos, der sich besonders durch Popeye in den Köpfen festgesetzt hat: Die Rede ist vom hohen Eisengehalt der Spinatblätter.

Enthält Spinat tatsächlich so viel Eisen?

Ein Tippfehler sorgte dafür, dass lange von einem sehr hohen Eisen-Gehalt im Spinat ausgegangen wurde. Spinat ist im Gegensatz zu zahlreichem anderem Gemüse zwar eine gute Quelle für den Mineralstoff. Doch so viel Eisen, wie lange angenommen wurde, enthalten die grünen Blätter der Pflanze nicht.

Dennoch war lange Zeit der Glauben verbreitet, dass Spinat 10-mal mehr Eisen enthält, als es tatsächlich der Fall ist. In 100 Gramm Spinat stecken – so ist es mittlerweile weitreichend bekannt – 4,1 Milligramm Eisen. Da das Blattgemüse zahlreiche andere Mineralstoffe und Vitamine enthält, ist es trotzdem sehr gesund.

Nitrat im Spinat: Ist ein Inhaltsstoff des Blattgemüses gefährlich?

Spinat enthält wie andere Gemüsesorten die Stickstoffverbindung Nitrat. Diese ist an sich nicht gefährlich. Lagern Sie Spinat jedoch falsch oder wird dieser nicht schnell genug verbraucht, kann es vorkommen, dass sich das Nitrat in den Blättern in Nitrit umwandelt, denn Spinat hat einen recht hohen Nitratgehalt.

Nitrit gilt unter bestimmten Bedingungen als gesundheitsschädlich, daher sollten die Pflanzenteile mit besonders hohem Nitratgehalt vor dem Kochen entfernt werden. Dazu gehören der Stiel und die äußeren Blätter der Spinatpflanze. Auch sollte das Gemüse nicht zu lange warmgehalten oder aufbewahrt werden.

Bei welchen gesundheitlichen Beschwerden kann Spinat unterstützen?

Durch die vielen gesundheitsfördernden Inhaltsstoffe kann Spinat vor allem vorbeugend gegen Krankheiten unterstützen und Teil einer vollwertigen und gesunden Ernährung sein. Gesunde Lebensmittel und viel Obst und Gemüse stehen dabei im Mittelpunkt. Das Vitamin C im Spinat ist beispielsweise ein wichtiger Nährstoff für das Immunsystem.

Das enthaltene Chlorophyll, das sich besonders an der grünen Farbe zeigt, kann antioxidativ wirken und dadurch Körperzellen vor zellschädigenden Sauerstoffradikalen schützen. Zudem wird Spinat die Wirkung nachgesagt, den LDL-Cholesterinspiegel zu senken und dadurch besonders bei hohem Blutdruck hilfreich zu sein. Das Gemüse gilt als leicht verdaulich und wird daher oft in der Schonkost eingesetzt.

Gut zu wissen: Menschen, die zu Nierensteinen neigen, sollten seltener Spinat essen. Achten Sie außerdem darauf, dass ein hoher Spinatkonsum die Wirkung von blutverdünnenden Medikamenten beeinträchtigen kann.

Wurzelspinat vs. Blattspinat: Wo liegen die Unterschiede?

Wer auf dem Markt Wurzelspinat und Blattspinat findet, hat hier nicht zwei verschiedene Sorten vor sich: Denn Spinacia oleracea wird auf zwei unterschiedliche Arten verkauft.

WurzelspinatBlattspinat
  • Wird mit dem Wurzelballen verkauft
  • späterer Erntezeitpunkt
  • kann bis zu zwei Wochen frisch bleiben
  • wird jünger geschnitten
  • dadurch eine feinere Konsistenz
  • oberhalb der Wurzel abgetrennt

Gleichzeitig wird das Blattgemüse in Sommer- und Winterspinat unterteilt. Auch hier besteht der Unterschied nur darin, wann das Gemüse geerntet bzw. angebaut wurde. Doch wie bauen Sie Spinat im eigenen Garten an?

Hoher Nährstoffgehalt aus dem eigenen Garten: Wie wächst Spinat am besten?

Spinat ist ein recht leicht anzubauendes Gemüse. Dadurch können auch Hobby-Gärtner den Geschmack von eigens angebautem Blattgemüse genießen. Mit diesen fünf Tricks gelingt der Anbau im eigenen Garten bestimmt:

  1. Spinat bevorzugt humose, wasserdurchlässige Böden, die dennoch dauerhaft feucht sind.
  2. Die Aussaat von Spinat kann im Frühjahr oder Herbst stattfinden – nur die grelle Sonne des Sommers mag das Gemüse nicht.
  3. Haben Sie vor der Aussaat den Boden gut gedüngt, benötigt die Spinatpflanze keine weitere Nährstoff-Zufuhr mehr.
  4. Spinat mag es feucht, daher sollte er regelmäßig und gleichmäßig gegossen werden.
  5. Das Blattgemüse kann in Etappen geerntet werden. An lichtreichen Tagen ist der Nitratgehalt der Pflanze niedriger – daher sind Sonnentage ein perfekter Ernte-Zeitpunkt.

Nach dem Anbau und der Ernte des Spinats kann dieser auf vielfältige Art und Weise zubereitet werden. Sein feiner Geschmack und die zahlreichen Mineralstoffe, Vitamine und Co. machen ihn zudem zu einem begehrten Lebensmittel.

Wer keinen eigenen Garten hat, greift häufig auf Spinat aus dem Kühlregal zurück. Doch ist Tiefkühlspinat genauso gesund wie frischer Blatt- oder Wurzelspinat?

Spinat lässt sich einfach selber im eigenen Garten anbauen.
Spinat lässt sich einfach selber im eigenen Garten anbauen. © Devanath l Pixabay

Tiefkühlspinat im Check: Bleiben Vitamine und Mineralstoffe erhalten?

Eine praktische Art und Weise, Spinat zuzubereiten, ist der Tiefkühlspinat. Dieser enthält jedoch zahlreiche Mineralstoffe und Vitamine, die frischer Spinat beinhaltet, nicht mehr. Dennoch schneidet das gefrorene Blattgemüse nicht unbedingt schlechter ab als frischer Spinat aus dem Supermarkt.

Denn nur, wenn der Spinat direkt vom Feld auf den Teller kommt, ist ein Großteil der Inhaltsstoffe noch enthalten. Liegt das Gemüse einige Tage im Supermarkt, geht vor allem Vitamin C verloren. Dennoch hat der Tiefkühlspinat einen Nachteil: Durch seine Herstellung kommen rund 30 Prozent der Mineralstoffe abhanden. Schuld daran ist jedoch nicht das Einfrieren – sondern das vorherige Blanchieren.

Kühlschrank oder Einfrieren: Wie lagert man Spinat am besten?

Je nachdem, wann Sie Ihren Spinat zubereiten möchten, eignet sich eine andere Lagerung für das Gemüse. Haben Sie Wurzelspinat gekauft, können Sie diesen mit einem feuchten Tuch um den Wurzelballen im Kühlschrank bis zu zwei Wochen aufbewahren. Frischer Blatt- oder Babyspinat kann dagegen nur einige Tage frisch bleiben.

Haben Sie diesen in der Tüte erworben, sollte Sie vor allem auf gelbe Stellen oder Flecken achten und ihn dann ins Gemüsefach legen. Dort hält er sich bis zu drei Tage. Alternativ kann frischer Spinat auch daheim blanchiert und anschließend tiefgefroren werden.

Spinat: Grünes Gemüse mit tollen Inhaltsstoffen

Auch wenn der Eisengehalt von Spinat nicht so hoch ist wie einst gedacht, hat das Blattgemüse zahlreiche gesundheitsfördernde Inhaltsstoffe. Mineralstoffe und Vitamine sorgen dafür, dass Spinat ein Bestandteil einer ausgewogenen Ernährung sein kann und zu den gesündesten Obst- und Gemüsesorten zählt.

Das kalorienarme Gemüse ist auch für Schonkost geeignet und kann auch bei hohem Blutdruck oder für das Immunsystem Vorteile mit sich bringen. Allein aufgrund des Nitratgehalts sollten Sie bei der Zubereitung vorsichtig sein. Doch bei selbst angebautem Blattgemüse aus dem eigenen Garten überzeugt der Geschmack – und die einfache Aussaat.

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