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Himbeere: Die kleine, rote Powerbeere für den Organismus

Die Himbeere ist aufgrund ihrer zahlreichen wertvollen Inhaltsstoffe sehr gesund. Doch wie wirkt die kleine, rote Frucht? Und gegen welche Beschwerden hilft die Himbeere? (Foto: CC0 - pixabay.com )

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Die Himbeere (auch Mollbeere, Hohlbeere, Katzenbeere und Ambas genannt) ist eine Pflanzenart aus der Familie der Rosengewächse. Der Himbeerstrauch kann bis zu 2 Meter an Höhe erreichen. Seine Zweige sind mit feinen Dornen besetzt. Er blüht zwischen Mai und August. Je nach Sorte können die Himbeeren von Juni bis in den Herbst hinein geerntet werden – und schmecken dabei nicht nur lecker, sondern wirken auch günstig auf die Gesundheit.

Kurzübersicht: Wie gesund ist die Himbeere?

  • Himbeere wissenschaftlicher Name: Rubus idaeus, der Familie der Rosengewächse (Rosaceae) zugehörig
  • Heilwirkung: unterstützt das Immunsystem, kann die Verdauung fördern
  • Einsatzgebiet: Erkrankungen von Magen und Darm sowie Durchfall und Blähungen, geschwächtes Immunsystem, Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  • Einnahme: Verzehr der Frucht, als Tee (Pflanzenteile und getrocknete Beeren)
  • Inhaltsstoffe: Gerbstoffe, Flavonoide, Vitamin C, Mineralstoffe, Pflanzliche Zucker (u. a. Pektin)

Die Himbeere als Heilpflanze

In freier Natur kommt die Himbeere vom gemäßigten Europa bis Westsibirien vor; in warmem Klima, beispielsweise im Mittelmeerraum ist sie selten und nur in gebirgigen Regionen anzutreffen. Der Himbeerstrauch wird kommerziell angebaut, wobei die Früchte aufgrund ihrer Empfindlichkeit nicht mit Pestiziden behandelt werden können und von Hand geerntet werden müssen.

Schon seit dem Altertum ist die Himbeere als Heilpflanze bekannt. Sie weist einen hohen Gehalt folgender Vitalstoffe auf:

  • Vitamin C
  • Vitamin A
  • Vitamin B
  • Biotin
  • Gerbstoffe
  • Mineralstoffe wie Kalium, Phosphor, Kalzium und Magnesium
  • Fruchtsäuren

Frische Himbeeren sind gesunde Lebensmittel und schmecken auch noch köstlich. 100 Gramm Himbeeren haben 33 Kalorien und sind damit ein kalorienarmer Snack mit hohem Vitamingehalt. In Kombination mit einer ausgewogenen Ernährung sind sie so eine Unterstützung bei der Behandlung von Übergewicht. Die kleinen Beeren können auch bei anderen gesundheitlichen Beschwerden und Krankheiten Abhilfe schaffen. Doch wirken Himbeeren wie anderen Obst und Gemüse auch auf die Verdauung?

Die Himbeere ist reich an zahlreichen gesunden Inhaltsstoffen. Doch welche Wirkung übt die Himbeere auf den Körper aus? © Serhii | Adobe Stock

Wie wirkt die Himbeere?

Im menschlichen Organismus wirkt die Himbeere entzündungshemmend, blutreinigend, beruhigend, adstringierend, fiebersenkend, harntreibend und schweißtreibend. So wird die Beere gerne bei den folgenden gesundheitlichen Beschwerden und Krankheiten eingesetzt:

Die Himbeere kann darüber hinaus einen besonders positiven Einfluss auf frauenspezifische Leiden haben und wird daher zur Regulierung des weiblichen Zyklus sowie zur Erleichterung der Geburt eingesetzt.

Forscher der Universität Harvard in Boston/USA fanden im Jahr 2011 heraus, dass die Polyphenole in Beeren das Risiko für Parkinson deutlich senken können. Sie hatten mittels Fragebögen die Ernährungsgewohnheiten von rund 150.000 Teilnehmern über einen Zeitraum von bis zu 22 Jahren ermittelt.

Dabei stellten sie fest, dass das Parkinson-Risiko bei den Teilnehmern, die häufig Beeren aßen, um 40 % vermindert war. Dieses Ergebnis führen die Forscher auf den hohen Gehalt an Anthocyanen in Beeren zurück, da diese sekundären Pflanzenstoffe eine schützende Wirkung auf die Nerven haben.

Nebenwirkungen der Himbeere sind nicht bekannt. Es sollten nur nicht mehr als 200 Gramm täglich verzehr werden – da die Himbeeren sonst eine abführende Wirkung haben können.

Welche Inhaltsstoffe enthält die Himbeere?

Die Himbeere enthält zahlreiche Vitamine: So Vitamin C, A, E und Vitamine des B-Komplexes. Zusätzlich finden sich auch die Mineralstoffe Natrium, Eisen und Zink in der Frucht.

Vitaminepro 100 g
Vitamin C25 mg
Vitamin A0 mg
Vitamin E0,91 mg
Vitamin B10,02 mg
Vitamin B20,05 mg
Vitamin B60,08 mg
MineralstoffPro 100 g
Natrium1,3 mg
Eisen1 mg
Zink0,4 mg
Magnesium30 mg

Himbeeren regen die Verdauung an

Die Inhaltsstoffe machen die Himbeere zu einem echten Powerfood. Hierzu zählen auch die sekundären Pflanzenstoffe wie Flavonoide. Durch den hohen Ballaststoffgehalt wirkt sich der Verzehr von Himbeeren positiv auf die Verdauung aus.

Dafür sorgen vor allem die kleinen Samen, die sich in den Früchten befinden. Die Ballaststoffe erhöhen das Volumen des Stuhls, wodurch die Bewegung des Darms angeregt und die Ausscheidung beschleunigt wird. Daher kann der Verzehr von Himbeeren durch die enthaltenen Ballaststoffe sogar Verstopfungen lösen.

Aber Achtung: Himbeeren können die Verdauung auch negativ beeinflussen. Sie sollten nicht mehr als 200 Gramm frische Himbeeren pro Tag essen, da größere Mengen weichen Stuhl oder sogar Durchfall bewirken können.

Nicht nur die Früchte der Himbeere können die Gesundheit fördern. Auch die Himbeerblätter helfen gegen zahlreiche Beschwerden. © Sea Wave | Adobe Stock

Unterschied Himbeer-Blätter vs. Himbeer-Früchte

Auch wenn Sie die Himbeere natürlich auch frisch und roh verzehren können, so gibt es doch Anwendungsgebiete, bei denen eine spezielle Zubereitung der Himbeere sinnvoll ist. Sowohl Beeren als auch Pflanzenteile, wie die Blätter der Pflanze, können angewendet werden. Zur Auswahl stehen hier der Verzehr der rohen oder gekochten Himbeeren, Himbeerblätter-Tees, Tinkturen und Bäder.

Bei diesen Beschwerden kann Ihnen die Himbeere helfen:

Blätter:

  • Durchfall
  • weiches Zahnfleisch
  • Menstruationsbeschwerden

Früchte:

  • Blutarmut (Anämie)
  • Infektanfälligkeit
  • schlecht heilende Wunden
  • Gürtelrose (Herpes zoster)

Eine Kur mit Himbeerblätter-Tee

Besonders im Frühjahr bietet sich eine Kur mit Himbeeren an, um das Immunsystem anzuregen, den Körper zu entgiften und gesund in die warme Jahreszeit zu starten. Übergießen Sie zwei Teelöffel getrocknete Himbeerblätter mit einem Viertelliter kochendem Wasser und lassen Sie den Tee 10 bis 15 Minuten zugedeckt ziehen, bevor Sie ihn abseihen. Trinken Sie dreimal täglich zehn Tage lang eine Tasse frisch zubereiteten Tee.

Bei Durchfall sollten Sie ihn ungesüßt einnehmen; bei Menstruationsschmerzen und zur Geburtsvorbereitung darf er mit Honig gesüßt werden. Bei Neigung zu weichem Zahnfleisch und Zahnfleischentzündungen sollten Sie Ihren Mund drei- bis fünfmal täglich mit dem ungesüßten Tee ausspülen und den Tee durch die Zähne ziehen.

Tipp: Alternativ können Sie auch frische Himbeerblätter für den Tee nehmen. Achten Sie hierbei darauf die Blätter gründlich abzuspülen und dien Himbeerblättertee 10 bis 15 Minuten ziehen zulassen. Je nach Geschmack eignen sich drei bis fünf Blätter pro Tasse.

Selbst gemachter Himbeersirup gegen Fieber

Zerdrücken Sie 1 kg gewaschene vollreife Himbeeren in einer Schüssel mit einer Gabel und streuen Sie fünf Esslöffel braunen Zucker darüber. Lassen Sie die Beeren etwa einen Tag im Kühlschrank ziehen. Spannen Sie ein grobes Leinentuch über eine andere Schüssel, geben Sie die Beeren hinein und lassen Sie den Saft von selbst abtropfen.

Wiegen Sie den Saft und mischen Sie ihn im Verhältnis 4:3 mit braunem Zucker oder Honig. Köcheln Sie die Mischung nun in einer flachen Pfanne unter ständigem Umrühren und Abschäumen ein, bis sie dickflüssig ist, und füllen Sie sie dann in kleine dunkle Flaschen.

Im Kühlschrank hält sich der Sirup bis zu einem Jahr. Zur Fiebersenkung nehmen Sie drei- bis viermal täglich einen Teelöffel Himbeersirup auf ein Glas heißes Wasser oder heißen Kräutertee ein.

Weitere Himbeeranwendungen

Natürlich schmecken Himbeeren auch als Kuchenbelag, Marmelade oder Himbeergeist einfach nur lecker. Und wer von den kleinen roten Beeren gar nicht genug bekommt, kann die Pflanze in verschiedenen Sorten problemlos im eigenen Garten kultivieren und jeden Sommer frische Himbeeren ernten. Ähnliche Wirkung wie die Himbeere besitzen die Brombeere und die Erdbeere, ebenfalls aus der Gattung der Rosengewächse.

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