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Beeren: So gesund sind die leckeren Früchte

Beeren enthalten zahlreiche gesunde Inhaltsstoffe, die unsere Gesundheit fördern. Doch welche Beeren sind besonders gesund? Und gegen welche Beschwerden helfen Beeren? (Foto: Pixel-Shot | Adobe Stock)

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Inhaltsverzeichnis

Sie sind klein, süß und schmecken speziell im Sommer besonders gut: Beeren. Doch egal ob Himbeere, Brombeere oder Heidelbeere – die leckeren Früchte bieten weit mehr als einen guten Geschmack. Denn die Vitaminbomben warten auch mit zahlreichen gesundheitlichen Vorteilen auf. Doch wie können Sie Beeren für Ihr körperliches Wohl nutzen? Und was sollten Sie sonst über die leckeren Früchte wissen?

Warum sind Beeren so gesund?

Heidelbeere, Himbeere oder Goji-Beere: Beeren enthalten nicht nur wichtige Vitamine, sondern auch zahlreiche sekundäre Pflanzenstoffe. All diese Inhaltsstoffe sind besonders förderlich für die Gesundheit. Zudem ist in den leckeren Früchten Folgendes enthalten:

  • Vitamine (Vitamin C, B, A, E)
  • Mineralstoffe (Eisen, Calcium, Kalium, Magnesium)
  • Antioxidantien (binden freie Radikale)
  • sekundäre Pflanzenstoffe (Polyphenole / Anthocyane / Flavonoide etc.)

Die Inhaltsstoffe der verschiedenen Beerenarten zeigen, dass die Sommerfrüchte nicht nur lecker, sondern auch gesund sind – und zudem gezielt gegen einzelne Erkrankungen eingesetzt werden können.

Es gibt eine Vielzahl an unterschiedlichen Beerensorten. Doch welche Beeren helfen gegen welche Erkrankungen? © bojsha | Adobe Stock

Beeren für die Gesundheit: Bei welchen Beschwerden wirken die Früchte?

Beerenfrüchte lassen sich durch die Wirkweisen ihrer Inhaltsstoffe gegen einzelne Beschwerden einsetzen. So können die kleinen Früchte bei der Erholung nach körperlicher Anstrengung unterstützen. Viele Beerensorten haben zudem entzündungshemmende und cholesterinsenkende Eigenschaften.

Es ist ebenfalls möglich, dass die Früchte die Fließeigenschaften des Blutes verbessern. Die in zahlreichen Beeren enthaltenen Flavonoide, einschließlich der Oligomeren Proanthocyanidine (OPC), gehören wie auch Anthocyane zu den Polyphenolen. Polyphenole werden häufig in Präparaten zur Nahrungsergänzung angeboten – in Beeren kommen sie auf natürliche Weise vor.

Beerenobst kann außerdem ganz besondere Wirkweisen entfalten und somit gegen bestimmte gesundheitliche Beschwerden und Erkrankungen zum Einsatz kommen. Unsere Tabelle verschafft Ihnen dabei einen Überblick:

BeerenartWirkung
Heidelbeeren gegen DarmentzündungenDie in Heidelbeeren enthaltenen Gerbstoffe (Catechin-Gerbstoffe) können die Proteine in der Darmschleimhaut verdichten. So ist es möglich, dass Heidelbeeren gegen Durchfall wirken. Aktuell wird erforscht, ob diese Eigenschaften der Beerenfrüchte auch bei chronisch entzündlichen Darmerkrankungen wie Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa genutzt werden können.
Beeren bei ParkinsonForscher der Universität Harvard fanden heraus, dass die in Beeren enthaltenen Polyphenole das Parkinson-Risiko erheblich senken können. Ihre Studie mit 150.000 Teilnehmern ergab, dass bei häufigen Beeren-Konsumenten ein erheblich geringeres Krankheitsrisiko besteht. Die Forscher begründen dies mit den Anthocyanen der Beeren, die die Nerven beeinflussen sollen.
Beeren für das ImmunsystemJede Beerensorte hat andere Inhaltsstoffe, die jedoch auf ihre Art und Weise förderlich für das Immunsystem sind. Wichtig sind dabei besonders Mineralstoffe und Vitamine. Manche Beerenfrucht enthält dabei sogar mehr Vitamin C als eine Zitrone!
Beerenobst bei StoffwechselproblemenDie meisten Beerensorten enthalten jede Menge Ballaststoffe, Vitamin C und auch Mangan. Diese kurbeln den Stoffwechsel an und sorgen zudem für ein langanhaltendes Sättigungsgefühl.

Doch welche Beerensorten gelten dabei als besonders gesunde Lebensmittel – und sind dadurch auch für das körperliche Wohl extra förderlich?

Welche Beerensorten sind besonders gesund?

Je nachdem, welche gesundheitliche Wirkung Sie von Beerenobst erwarten, gibt es verschiedene Sorten, die Sie kennen sollten. Grundsätzlich ist zwar jede Beere auf ihre eigene Art und Weise gesund. Doch fünf Sorten der kleinen Früchte stechen dabei besonders hervor: Himbeeren, Heidelbeeren und Schwarze Johannisbeeren sind besonders hierzulande bekannt, Acai- und Goji-Beeren gewinnen aufgrund ihrer gesundheitsfördernden Eigenschaften jedoch zunehmend an Bedeutung.

Himbeeren: Voller Ballaststoffe, Vitamine und Eisen

Die kleinen Himbeeren lassen sich leicht im eigenen Garten anbauen und naschen. Für die Gesundheit bringen die Früchte dabei einiges mit: Himbeeren enthalten viel Eisen, Vitamin C und A sowie Ballaststoffe. So unterstützen sie beispielsweise bei Durchfall, können den Stoffwechsel anregen oder auch Fieber senken.

Heidelbeeren: Vitamine und Mineralstoffe gut gepaart

In der heimischen Heidelbeere sind Vitamin C, Eisen, Kalium, Calcium und Zink enthalten – und die Liste kann noch lange weitergeführt werden. Sie kommen ebenfalls bei Durchfall zum Einsatz. Doch auch zum Anti-Aging, um Entzündungen zu hemmen oder das Gedächtnis anzukurbeln sind Heidelbeeren (auch Blaubeeren genannt) ein natürliches Mittel.

Schwarze Johannisbeeren: Echte Vitamin-C-Bomben

Wer ein Beerenobst sucht, das ein idealer Lieferant für Vitamin C ist, wird bei der Schwarzen Johannisbeere fündig. Die Beerensorte enthält bei der gleichen Menge dreimal so viel Vitamin C wie Zitronen. Auch viele Mineralstoffe sind in schwarzen Johannisbeeren enthalten, sodass sie als entgiftend, antibakteriell und stärkend für das Immunsystem gelten.

Acai-Beeren: Antioxidantien in hoher Dosis

Acai-Beeren sind vor allem durch ihren hohen Gehalt an Antioxidantien bekannt. Auch zahlreiche Vitamine und Mineralstoffe sind in dem exotischen Beerenobst enthalten, weshalb viele Menschen auf Acai als Superfood schwören. Stoffwechselankurbelnd und zellschützend sollen die Acai-Beeren dabei förderlich auf die Gesundheit wirken.

Goji-Beeren: Chinesische Beere mit viel Vitamin C

Eine der wohl gesündesten Beerensorten stellt die Goji-Beere dar. © Jiri Hera | Adobe Stock

Die chinesischen Goji-Beeren gelten ebenfalls als Superfood. Getrocknet, frisch oder als Kapseln gibt es die Früchte zu kaufen. Enthalten sind dabei Vitamin C, die sekundären Pflanzenstoffe Lutein und Zeaxanthin sowie Proteine.

Beeren können also Lieferanten für verschiedenste Mineralstoffe, Vitamine oder Spurenelemente sein – und egal, welche Sorte der Früchte Sie wählen, Sie liegen niemals falsch. Das beweist Ihnen unser Überblick.

Auf einen Blick: Welche Beere enthält welche Inhaltsstoffe?

Zahlreiche Früchte zählen zum Beerenobst und alle davon enthalten für Ihre Gesundheit wertvolle Inhaltsstoffe. Welche Vitamine, Pflanzenstoffe und Co. genau in den von Ihnen verzehrten Früchten vorkommen, entnehmen Sie der nachfolgenden Tabelle.

BeerensorteInhaltsstoffe
ErdbeerenVitamin C, Gerbstoffe, Kalium, Eisen, Calcium, Flavonoide
BrombeerenVitamin A, Eisen, Calcium, Magnesium, Kalium, Flavonoide
HimbeerenB-Vitamine, Vitamin C, Magnesium, Eisen, Mangan, Kalium, Calcium
StachelbeerenVitamin C, Vitamin E, Vitamin-A-Vorstufen, Kalium, Calcium, Magnesium, Ballaststoffe
HeidelbeerenBeta-Carotin, B-Vitamine, Vitamin C, Vitamin E, Anthocyane, Eisen, Calcium, Kalium, Gerbstoffe
Johannisbeeren/ BlaubeerenVitamin C, Eisen, Calcium, Kalium, Mangan, Flavonoide, Anthocyane
HolunderbeerenVitamin C, B-Vitamine, Folsäure, Flavonoide, ätherische Öle
PreiselbeerenVitamin C, B-Vitamine, Provitamin A, Kalium, Calcium, Magnesium, Phosphor, Salicylsäure
SanddornVitamin C, Provitamin A, Vitamin E, B-Vitamine, Calcium, Magnesium, Eisen, Mangan

Dieser Überblick zeigt: Vitamine, Mineralstoffe und Co. kommen in allen Beerensorten vor. Deshalb sind Beeren besonders gesunde Lebensmittel, die Sie oft in Ihren Speiseplan einbauen sollten.

Sammelfrüchte und Schließfrüchte: Welche Beerensorten werden unterschieden?

Oftmals bedeutet „Beere“ nicht gleich Beere – denn in der Botanik sind viele der Früchte, die „Beere“ im Namen tragen, keine „Beere“ per se. Und genauso gehört so manches Obst und Gemüse aus botanischer Sicht zu den Beeren, obwohl es nicht so scheint.

Schließfrüchte: Die eigentlichen „Beeren“

Geht eine Frucht aus einem einzelnen Fruchtknoten hervor, handelt es sich dabei botanisch gesehen um eine Beere. Wissenschaftlich bezeichnet man dieses Beerenobst dann auch als „Schließfrucht“. Schließfrüchte zeichnen sich dadurch aus, dass sie auch im reifen Zustand geschlossen sind. Das bedeutet, dass ihre Samen im Inneren der Frucht verborgen sind.

Zu den Schließfrüchten – die also nach jeder Definition Beeren sind – zählen folgende Sorten:

  • Johannisbeeren (Rot, Schwarz und Weiß)
  • Preiselbeeren
  • Heidelbeeren / Blaubeeren
  • Stachelbeeren

Gut zu wissen: Auch Gurken, Datteln, Melonen, Bananen und Kürbisse zählen per Definition zu den Schließfrüchten – und sind daher botanisch gesehen Beeren.

Sammelfrüchte: Auch sie werden als Beerenobst verspeist

Viele der Früchte, die wir als „Beeren“ kennen, gehören zu den Sammelfrüchten. Sammelfrüchte werden auch Sammelsteinfrüchte oder Sammelnussfrüchte genannt. Botanisch werden sie dadurch definiert, dass sie aus einer Blüte hervorgehen, die mit mehreren Fruchtknoten einzelne Früchte bildet. Zudem tragen Sammelfrüchte ihre Samen nicht im Inneren der Frucht, wie die Schließfrüchte das tun: Die Samen sind außen am Fruchtkörper angeordnet.

Zu den Sammelfrüchten gehören folgende „Beeren“:

  • Erdbeeren
  • Himbeeren
  • Brombeeren

Auch wenn Erdbeeren, Himbeeren und Brombeeren also per Definition keine Beeren sind, tragen sie trotzdem den Namen – und sind mindestens genauso lecker wie die Früchte, die sich auch botanisch gesehen „Beere“ nennen dürfen.

Beeren verarbeiten und lagern: Wie gelingt dies am besten?

Die meisten Beeren haben im Sommer Saison – wer ihren aromatischen Geschmack auch im Herbst und Winter genießen will, sollte deshalb wissen, wie er die Früchte am besten lagert. Auch in verarbeiteter Form halten sich die meisten Beerensorten recht lange und schmecken zudem weiterhin wie frisch geerntet.

Beeren üben einen positiven Einfluss auf die Gesundheit aus. Doch wie werden die Früchte richtig zubereitet und gelagert? © whitestorm | Adobe Stock

Frisch geerntet: So können Sie Beeren gleich genießen

Erdbeeren, Himbeeren, Brombeeren und weitere Beerenfrüchte lassen sich entweder im eigenen Garten anbauen oder im Sommer aus heimischer Landwirtschaft erwerben. Aus dem Beerenobst lassen sich viele leckere Speisen und Getränke zubereiten, die auch ihren Teil zur gesunden Ernährung beitragen können.

Als Zutat im Müsli, Quark oder Joghurt gibt das aromatische Fruchtfleisch vieler Beeren dem Frühstück oder Snack einen tollen Geschmack. Doch auch als Smoothie oder Saft, in Kombination mit anderen Obstsorten, schmecken frische Beeren besonders gut. Doch was machen Sie mit den kleinen Früchten, wenn Sie diese für längere Zeit aufbewahren wollen?

Beeren einkochen: Kompott, Marmelade und Co.

Eine Möglichkeit, Beeren länger haltbar zu machen, ist sie einzukochen. Beispielsweise Stachelbeeren oder Himbeeren lassen sich in Weckgläsern nur mit Wasser einkochen, sodass sie jederzeit zur Verfügung stehen. Als Kompott werden die Beeren ebenfalls in Gläsern abgefüllt aufbewahrt, bis sie benötigt werden.

Bei Beeren ist es zudem besonders beliebt, sie als Marmelade oder Gelee weiterzuverarbeiten. Allerdings sind viele Vitamine sehr hitzeempfindlich. Das heißt, viele der eingekochten Früchte haben nicht denselben Wert für eine gesunde Ernährung, wie es frische Beeren haben. Auch die Zugabe von Zucker und anderen Süßungsmitteln ist für die Gesundheit eher weniger förderlich.

Beeren einfrieren: Allzeit bereit im Gefrierfach

Frieren Sie Ihre frischen Beeren ein, bleiben viele der wertvollen Inhaltststoffe besser erhalten als beim Erhitzen. Doch beim Einfrieren der Früchte passieren schnell Fehler. Denn oftmals kleben die Beeren aneinander, werden zerquetscht oder sehen nach dem Tiefkühlen nicht mehr so appetitlich aus wie vorher.

Um dies zu vermeiden, können Sie die Beeren in einer einzelnen Schicht „anfrieren“. Das heißt, sie tüten nicht alle auf einmal ein, sondern sorgen dafür, dass erstmal die einzelnen Beeren gefroren sind. Anschließend können Sie das gefrorene Beerenobst zusammen in einen Beutel oder eine Gefrierdose geben und dann gesammelt einfrieren.

Wann ist die Erntezeit von Beeren?

Ihren besten Geschmack entfalten alle Beerensorten bei voller Reife. Das heißt, dass das Fruchtfleisch am aromatischsten ist, wenn der Verzehr erfolgt, wenn die Beeren Saison haben. Damit Sie wissen, wann Sie die Früchte im eigenen Garten ernten oder auf dem Markt kaufen sollten, finden Sie die Saison von heimischen Pflanzen in unserer Tabelle:

BeerensorteErnte in Deutschland
ErdbeerenVon Mai bis Juli
JohannisbeerenVon Mai bis Juli
HimbeerenVon Juni bis September
BrombeerenVon Mai bis Juli
HolunderbeerenAugust/früher September
SanddornBeginnt im September
PreiselbeerenSeptember

Beeren: Kleine Früchte mit großer Wirkung

Beeren sind aus einer gesunden Ernährung nicht wegzudenken. Denn die kleinen Früchte sind nicht nur sehr beliebt, sondern auch besonders lecker und aromatisch. Zudem enthält das Beerenobst zahlreiche wichtige Inhaltsstoffe: Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente sind in allen Sorten zuhauf enthalten.

Beeren sind in verschiedenen Zubereitungsarten gesund und lecker. Dabei gehören botanisch gesehen viele der Früchte, die „Beere“ im Namen tragen, nicht zu den Beeren, sondern zu den Sammelfrüchten.

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Über den Autor
Beate Rossbach
Beate Rossbach

Dies ist das Profil von Beate Rossbach, Chefredakteurin von „Naturmedizin Aktuell“ und „Natur & Gesundheit“. Lesen Sie hier alles über sie:

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