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Teebaumöl gegen Pickel. Über Herkunft und Anwendung des Naturprodukts

(Foto: kjerstin_michaela – pixabay)

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Der Melaleuca alternifolia, der australische Teebaum, erstrahlt in sattem Grün und treibt bis zu sieben Meter in die Höhe. Der Teebaum lässt sich botanisch betrachtet in der Kategorie der Myrtengewächse verorten. Als natürliches Pflegeprodukt ist vor allem das aus den Blättern gewonnene Teebaumöl beliebt. Es soll das Wachstum von Bakterien nachhaltig eindämmen. Bei Warzen, Pilzinfektionen sowie bei Entzündungen findet Teebaumöl bereits seit einiger Zeit Anwendung. Heute werden die wirksamen Inhaltsstoffe des Teebaums unter anderem im Kampf gegen Akne angewendet. Woher Teebaumöl stammt und wie es gegen Pickel wirken kann, verrät dieser Beitrag.

Was sind die Eigenschaften von Teebaumöl?

Teebaumöl tut der Haut gut. Das aus den Blättern des Teebaums gewonnene Öl reizt die Haut nicht und ist sowohl für jeden Hauttyp als auch für jedes Hautalter geeignet. Teebaumöl ist – neben Kamille, Ringelblume, Johanniskraut und Hamamelis – die erste Wahl bei Hautirritationen und kann bei unreiner Haut, Akne, Pickeln und Schuppen ebenso einen positiven Effekt bewirken wie bei Insektenstichen, Läusen, Pilzen und Blasen. Experten raten dazu, zunächst vorsichtig zu testen, wie gut das Naturprodukt von der Haut vertragen wird.

Wie wirkt Teebaumöl gegen Pickel besonders effizient?

Pickel und Akne können hormonell bedingt sein. Dann werden sie in der Pubertät sichtbar, im Zuge einer Schwangerschaft oder nach der Geburt oder auch bei anderen hormonellen Veränderungsprozessen im Körper. Produkte, die Linderung der schmerzenden und unansehnlichen Pickelparade versprechen, gibt es zuhauf und fußen alle auf dem Grundprinzip, dass eine regelmäßige Reinigung der Haut der Entstehung von Hautunreinheiten vorbeugt, die dann zu verstopften Poren und bakterieller Akne werden können. Wer jedoch morgens und abends intensiv die Haut reinigt, entzieht ihr auch einen wichtigen Schutz: die Feuchtigkeit. Teebaumöl minimiert dieses Manko, da das Öl sowohl die Bakterienbildung auf der Haut hemmt, als auch Unreinheiten sanft entfernt und dabei die Haut nicht austrocknet.

Wie muss Teebaumöl gegen Pickel angewendet werden?

Die beste Hautpflege passiert regelmäßig. Das heißt, dass die Haut morgens und abends von Schmutz, überschüssigem Fett und abgestorbenen Hautpartikeln gereinigt wird. Mit dieser Reinigung wird Unreinheiten vorgebeugt. Eine Hautreinigung mit Teebaumöl ist dafür insofern gut geeignet, weil das Öl antiseptisch ist und der Bildung von Bakterien vorbeugt. Eine Hautreinigung, die frei von Sulfaten und darüber hinaus noch pH-neutral ist, ist die beste Wahl.

Reinigungsprodukte auf Basis von Teebaumöl reinigen sanft, natürlich und effektiv. Ein Toner mit demselben Wirkstoff sorgt nachhaltig dafür, dass die Haut ins Gleichgewicht kommt. Zudem ist eine Feuchtigkeitscreme mit Teebaumöl eine gute Wahl, um der Haut die bei der Reinigung entzogene Feuchtigkeit zurückzugeben. Eine Tagescreme auf Basis von Teebaumöl ist leicht und verstopft die Poren nicht, wie es beispielsweise ähnliche Produkte tun können. Die antioxidativen Eigenschaften von Teebaumöl helfen darüber hinaus dabei, Alters- und Pigmentflecken zu reduzieren, die – ähnliche wie Pickel – auch ein Zeichen von gestresster Haut sein können.

Achtung: Produkte mit Teebaumöl dürfen nicht pur, sondern nur verdünnt bzw. in Form von abgestimmten Creme- und Lotion-Texturen auf die Haut treffen. Die entzündungshemmende und antiseptische Wirkung schützt nachhaltig vor Unreinheiten und der Bildung von Pickeln.

Gegen welche Arten von Pickeln wirkt Teebaumöl?

Diese schwere Form der Akne ist nicht nur unansehnlich, sondern auch physisch und psychisch schmerzhaft. © sharonmccutcheon – pixabay

Teebaumöl entfaltet seine antiseptische und bakterienhemmende Wirkung auf allen Arten von Hautunreinheiten. Meist entstehen weiße Pickel, schwarze Pickel und entzündete Zysten durch einen Mix aus Hautöl und abgestorbenen Zellen. Eben dieser Abfall verstopft die Poren und ist ein idealer Nährboden für Bakterien, um genau zu sein für das Propionibacterium acnes, der der Akne auch ihren Namen verleiht. Kleine, weiße Pickel sind verschlossen. Erst wenn daraus schwarze Mitesser werden, zeigt diese Farbgebung an, dass die Pickel geöffnet sind. Denn eine schwarze Färbung erhalten sie erst, wenn sie mit Luft oxidiert sind. Zu eitrigen Zysten werden die Mitesser dann, wenn das Immunsystem des Körpers reagiert und die Infektion isoliert. Da Teebaumöl die Haut auf natürliche Art und Weise reinigt und beruhigt, entzieht sie bereits den Vorboten der schmerzenden, entzündeten Pickel den Nährboden. Es hemmt das Propionibacterium acnes an der Ausbreitung. Für eine besonders effektive Reinigung der Haut sorgt ein hoher Anteil an Terpin-4-ol und eine geduldige Anwendung von Teebaumpräparaten. Während kurzfristige Erfolge der Hautpflege bereits nach wenigen Wochen sichtbar werden, stellt sich ein langfristiger, nachhaltiger Erfolg laut Experten etwa nach einem Vierteljahr ein.

Woher kommt Teebaumöl eigentlich?

Der Teebaum, aus dessen Blättern das Teebaumöl entsteht, wächst in Australien. © janmaybach – pixabay

Die Spuren der wohl bekanntesten indigenen Völker Australiens, der Aborigines, gehen weit in die Vergangenheit zurück. Überliefert haben eben diese Völker auch das Wissen über die Heilkraft des Teebaumöls. In diversen Aufzeichnungen der Vergangenheit ist von heilenden Orten die Rede, die sich buchstäblich in der Natur aufgetan haben, als die Zweige und Blätter der Teebäume ins Wasser gelangten und die Seen Australiens zu antiseptischen Heilbädern werden ließen. Darin gebadet wurden Verbrennungen, Infektionen, Stiche und Wunden.

Heute wird den Anwendern die wohltuende Wirkung des Teebaumöls nicht nur „zufällig“ zuteil, wenn die Zweige einen See zu einem Heilbad verwandeln. Stattdessen wird der Teebaum in New South Wales angebaut. Das Teebaumöl selbst wird dann aus den Blättern gewonnen. Unbelegt ist, wie lange die Aborigines bereits von der bakterienhemmenden Wirkung des Teebaumöls wissen. Bekannt wurden diese Wirkung sowie die antiseptische Kraft des Öls allerdings vor rund 100 Jahren. Allerdings verschwand Teebaumöl kurze Zeit später wieder bzw. wurde ab den 1940er Jahren von anderen medizinischen Produkten aus dem Blickwinkel verdrängt. In den 1990er Jahren belegten Studien, dass Teebaumöl die Anforderungen an antiseptische Produkte erfüllen kann, obgleich es sich um ein reines Naturprodukt handelt.

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