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Heilpflanze Salbei – nicht nur bei Erkältung wirksam

(Foto: 5ph - Adobe Stock)

Inhalt
Inhaltsverzeichnis

Salbei (Salvia officinalis) stammt aus der Familie der Lippenblütler (Lamiaceae) und gehört mit zu den ältesten Heilpflanzen. Das Kraut ist ursprünglich im Mittelmeerraum heimisch. Mönche brachten die Pflanze im Mittelalter nach Deutschland und inzwischen gedeiht der Salbei auch in unseren Breitengraden ganz hervorragend. Dabei kommt das Gewächs nicht nur in der Küche zum Einsatz: der echte Salbei trägt bei unterschiedlichen körperlichen Leiden zu einer Linderung bei. Doch wie sieht die Verwendung des Krauts aus? Welche Heilwirkung hat der Salbei? Und welche Zubereitung bietet sich an?

Salvia officinalis: Informationen zum Salbei auf einen Blick

  • Salbei: Pflanze mit violetten Blüten sowie silbergrauen und grünen Blättern
  • Heilwirkung: entzündungshemmend, desinfizierend, schweißhemmend
  • Einnahme: Tee, Salbe, Tabletten, Umschläge
  • Einsatzgebiet: Entzündungen im Mund- und Rachenraum, Magenbeschwerden
  • Inhaltsstoffe: reich an vielfältigen Inhaltsstoffen wie Gerbstoffen und ätherischen Ölen
  • Botanik: krautartiger Strauch oder Halbstrauch

Vielfältiger Einsatz: Heilpflanze

Neben der Bereicherung in der Küche als vielseitig einsetzbares Gewürz ist Salbei gegen zahlreiche Alltagsbeschwerden einsetzbar. Ganz besonders zeichnet sich der Lippenblütler durch seine desinfizierende und schweißhemmende Wirkung aus.

Salbeiblätter (Salviae folium) entfalten ihre desinfizierende Heilwirkung durch das Zusammenspiel der ätherischen Öle sowie der Gerb- und Bitterstoffe. Anwendung findet das Kraut deswegen häufig bei Entzündungen im Mund- und Rachenraum oder bei Halsschmerzen.

Darüber hinaus lässt sich die Heilpflanze auch in anderen Bereichen einsetzen:

  • Magenprobleme
  • Krämpfe
  • Blähungen
  • Verdauungsbeschwerden
  • Schmerzen
  • Appetitlosigkeit
  • übermäßiges Schwitzen

So kann die Salbeipflanze beispielsweise beim Reizmagen-Syndrom für Linderung sorgen, aber auch Blähungen entgegenwirken. Das Heilgewächs gilt insgesamt als besonders vielseitig. Es lohnt sich also, sich über die Inhaltsstoffe und ihre Wirkweise zu informieren: Der Einsatz der Pflanze beschränkt sich nicht nur auf die Anwendung bei Erkältungskrankheiten, sondern kann Ihnen auch bei vielen weiteren Beschwerden helfen.

Hausmittel Salbei: Diese Inhaltsstoffe müssen Sie kennen

In Salbeiblättern sind verschiedene Stoffe enthalten, die zu der gewünschten Heilwirkung beitragen. Häufig kommt es gerade durch das Zusammenspiel mehrerer Inhaltsstoffe zu vielversprechenden Effekten.

Die Wirkstoffe der Salbeiblätter sind eine Wohltat für den Körper © nolonely – Adobe Stock © nolonely - Adobe Stock

In der Salvia officinalis lassen sich unter anderem folgende Stoffe finden:

  • Gerbstoffe: tragen zum Schutz der Schleimhäute bei
  • Bitterstoffe: wirken sich positiv auf die Verdauung aus
  • ätherische Öle: fallen besonders durch ihr Aroma auf, u. a. Cineol, Camphen und Thujon

Die ätherischen Öle verbreiten jedoch nicht nur einen intensiven Geruch. Die Öle in den Salbeiblättern enthalten zudem die Komponenten Cineol und Camphen. Diese wirken keimtötend und entzündungshemmend. Thujon zeigt außerdem eine krampflösende und schmerzlindernde Wirkung.

Gleichzeitig haben die genannten Gerbstoffe neben der kräftigenden Wirkweise auf die Schleimhäute auch einen entzündungshemmenden und blutstillenden Effekt. Damit ist der Salbei eine perfekte Heilpflanze zur Linderung von Entzündungen im Mund, Hals und Rachen.

Salvia officinalis: Der Klassiker bei Erkältungsbeschwerden

Heute ist Salbei vor allem wegen seiner wohltuenden Wirkung bei Husten, Halsschmerzen und Heiserkeit bekannt. Zu diesen Zwecken wird er in Form von Bonbons oder als alkoholischer Auszug für Tropfen in Apotheken und Reformhäusern angeboten.

Aufgrund seiner antibakteriellen Wirksamkeit leistet der Salvia officinalis obendrein gute Dienste als Spülung bei Entzündungen der Mundhöhle und des Zahnfleisches. Außerdem stärkt er das Immunsystem und ist somit ein ideales Vorbeugungsmittel.

Der charakteristische Geschmack der Pflanze findet sich so in vielen Produkten gegen Erkältungssymptome wieder. Neben dem Eukalyptus zählt der Salbei zu den bewährten pflanzlichen Mitteln bei Atemwegserkrankungen.

Für die Nerven: Salvia officinalis als Stärkung für das Nervensystem

Doch damit ist es nicht getan! Die überaus breitgestreuten Wirkungen des Salbeis machen ihn zu einem wichtigen Heilkraut gerade in der modernen Zeit, die vor allem durch Stress geprägt ist. Die Inhaltsstoffe lösen im Körper förderliche Prozesse aus, welche bei sehr unterschiedlichen Problemen Abhilfe verschaffen können.

So wirkt der Salbei auch:

  • entzündungshemmend
  • schmerzstillend
  • desinfizierend
  • keimtötend
  • schweißhemmend

Auf diese Weise kann echter Salbei nicht nur bei körperlichen Erkrankungen helfen: Das Gewächs stärkt das Nervensystem, mildert Stress, löst Verkrampfungen, verhilft zu Ausgeglichenheit und Entspannung und behebt chronische Ermüdungserscheinungen.

Der berühmte französische Therapeut Maurice Mességué empfiehlt ihn allen überarbeiteten Menschen, Prüfungskandidaten, Übernervösen und Deprimierten. Salbei beruhigt und sorgt für mehr Gelassenheit, regt aber auch gleichzeitig an und stärkt den Blutkreislauf.

Wichtig: Depressiven Verstimmungen können ernsthafte Ursachen zugrunde liegen, die mit einem Arzt besprochen werden sollten.

Salbei gegen Magenbeschwerden

Außerdem lindert das Kraut beim Reizmagen-Syndrom sowie bei nicht-chronischen Magenproblemen die Beschwerden. Gerade bei Blähungen, Verdauungsproblemen, Schmerzen und Krämpfen sowie bei Appetitlosigkeit kann die Wirkung des Salbeis auf eine natürliche Art und Weise helfen.

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Salbei als Heilpflanze lindert zahlreiche Beschwerden © amberto4ka – Adobe Stock © amberto4ka - Adobe Stock

Natürlich sollten die Ursachen Ihrer Beschwerden im Einzelnen abgeklärt werden. Hinter Schmerzen im Magen-Darm-Trakt können verschiedene Auslöser stecken. Einige von ihnen sind komplex und verlangen eine intensive, medizinische Behandlung. In anderen Fällen können natürliche Heilmittel dagegen problemlos eingesetzt werden und tragen zu einer Besserung bei. Sprechen Sie sich mit Ihrem Arzt ab, um die für Sie beste Behandlungsmöglichkeit zu finden.

Interessant: Eine Tasse Salbeitee nach dem Essen fördert die Verdauung und regt allgemein an. Gleichzeitig wird vermutet, dass die Einnahme des Salbeitees vor dem Schlafengehen gegen Schlaflosigkeit, Angstgefühle und kalten Schweiß hilft.

Salbei – ein Kraut für Frauen

In der Menopause erlebt der weibliche Körper Veränderungen und muss zu einer neuen Balance finden. Dabei sind die Symptome in den Wechseljahren individuell unterschiedlich. Während die einen kaum einen Wandel wahrnehmen, merken andere Frauen die Auswirkungen der Wechseljahre gleich in unterschiedlichen Bereichen. In jedem Fall gilt die Wirkung des Salbeis als unterstützend: Das Heilkraut kann dabei helfen, (nächtliche) Schweißausbrüche in den Griff zu bekommen.

Salbei wirkt aber auch in jüngeren Jahren auf die weiblichen Geschlechtsorgane, indem er die Gebärmutter kräftigt, die Menstruation regelt und den Weißfluss heilen kann. Junge Mädchen können mit Salbei ihr hormonelles Gleichgewicht stärken. Das Gewächs war schon im Altertum und weit ins Mittelalter hinein als Kraut für Frauen bekannt.

Die überbrachten Weisheiten sagen der Pflanze hilfreiche Wirkweisen nach:

  • Regulierung des Hormongleichgewichts bei Frauen
  • positive Effekte auf Haut und Haare
  • Stärkung der Gebärmutter

Ebenso versprach man sich eine positive Wirkung für die Schwangerschaft: Beispielsweise gab man Frauen, die Fertilitätsprobleme hatten, den Saft des Salbeis, um ihre Fruchtbarkeit zu erhöhen. Schwangere bekamen einen solchen Trunk, um eine Frühgeburt zu verhindern und die Geburt zu erleichtern. Frauen jeden Alters sollte er die Schönheit sowie die Gesundheit der Haut bewahren. Noch dazu stärke er als Absud (einige Minuten gekocht, abgeseiht und eingerieben) den Haarboden und verlangsame Haarausfall.

Gut zu wissen: Auch beim Abstillen kommt Salbei zum Einsatz. Möchten Mütter das Stillen langsam beenden, können sie zwei bis vier Tassen Salbeitee trinken. Die Inhaltsstoffe der Heilpflanze bewirken, dass immer weniger Milch produziert wird. So unterstützt Salbei Mütter beim Abstillen und wirkt gleichzeitig entzündungshemmend und desinfizierend.

Schweißkiller: Wie Salbei die Schweißproduktion reguliert

Salbeiblätter werden auch bei einer oftmals als lästig empfundenen Überproduktion von Schweiß angewendet. Sowohl bei stark schwitzenden Händen und Füßen, Nachtschweiß als auch bei Hitzewallungen während der Wechseljahre kann Salbei mildernd eingesetzt werden.

Die Blätter können aufgrund ihrer Inhaltsstoffe die Sekretion der Schweißdrüsen hemmen und wirken desodorierend, also geruchsausgleichend. Zwar ist der genaue Mechanismus noch nicht im Einzelnen bekannt, vermutet wird jedoch, dass das ätherische Öl für die schweißhemmende Wirkung verantwortlich ist. Seine Komponenten sollen an den Nervenenden der Schweißdrüsen angreifen und hier die Schweißproduktion vermindern.

Zunächst können Sie sich allgemein über Kosmetikprodukte informieren, welche Salbei enthalten. Auf dem Markt sind beispielsweise Cremes, Lotionen, Öle und Deodorants erhältlich, die mit dem Inhaltsstoff werben. Tragen Sie eine solche Salbei-Creme im Achselbereich auf, kann sich das förderlich auf die Schweißproduktion auswirken.

Interessant: Einige der Kosmetikprodukte lassen sich auch selbst herstellen. Je nachdem, für welches Mittel Sie sich entscheiden, benötigen Sie unter Umständen weitere Bestandteile wie Öle oder Gewürze. Für eine Lotion bieten sich beispielsweise Gewürznelken an.

So fördert Salbei Ihre Gedächtnisleistung

„Salbei ist einzigartig gut für Kopf und Gehirn und beschleunigt die Nerven und das Gedächtnis“, erkannte der englische Kräuterkundige John Gerard bereits im späten Mittelalter. Seine Landsmännin, die britische Medizinerin Nicola Tildesley, und ihr Team vom Medizinischen Pflanzenforschungszentrum in Newcastle upon Tyne konnten dies wissenschaftlich bestätigen.

Sie untersuchten jeweils eine Gruppe von Studienteilnehmern, die Salbeiöl-Kapseln oder Placebo-Präparate eingenommen hatten, indem sie sie mehreren Wort-Erinnerungstests unterzogen. Dabei schnitt die „Salbei-Gruppe“ wesentlich besser ab als die Kontrollgruppe.

Diese Teilnehmer konnten sich nicht nur mehr Inhalte, sondern diese auch für längere Zeit merken. Frühere Studienergebnisse hatten bereits nachgewiesen, dass Salbei ein Enzym hemmt, das den Botenstoff Acetylcholin abbaut. So ist beispielsweise die Alzheimer-Erkrankung durch einen Schwund an Acetylcholin gekennzeichnet. Auch in einer aktuelleren Studie konnte gezeigt werden, dass sich die Salvia officinalis positiv auf die Gedächtnisleistung auswirkt und den Abbau von Acetylcholin hemmt (Smach et al., 2015).

Nun soll als Nächstes erforscht werden, inwieweit sich Salbei als Medikament für neurodegenerative Erkrankungen wie die Alzheimer Demenz nutzen lässt (Lopresti, 2017). In jedem Fall können Sie Salbei öfter als Gewürz in der Küche einsetzen. Gerichte aus dem Mittelmeerraum enthalten häufig Salbei, der den Speisen einen würzigen Geschmack verleiht. Sie können Salvia officinalis aber auch als Tee trinken – und so einen förderlichen Effekt auf ihre kognitive Leistungsfähigkeit erreichen.

Sie möchten ein Gericht mit Salbei kochen? Rezeptideen finden Sie auf Vetox.de.

Salbei als beliebte Heilpflanze – Geschichte und Wissenswertes

Salbei bezeichnet eine ganze Gattung von Pflanzen und zählt zu der Familie der Lippenblütler, auch Lamiaceae genannt. Diese Gattung ist fast auf der ganzen Welt verbreitet. Der echte Salbei, auch Salvia officinalis existiert bereits seit dem Mittelalter in Europa und gilt seither als wirkungsvolles Heilmittel.

Hinter der Gattung stecken jedoch insgesamt mehr als 900 Arten, welche sich in ihrer Größe und Form unterscheiden. Einige der Arten dienen beispielsweise lediglich als Zierpflanze, da sie besonders auffällige und schöne Blüten besitzen. Die in der Regel mehrjährigen Pflanzen gelten als krautige Halbsträucher und Sträucher, die eine Höhe von 30 bis 50 Zentimeter erreichen können. Dabei können die verwendeten Blätter des Salbeis bis zu 8 Zentimeter lang werden.

Während die Blätter des Salbeis in der Küche für einen intensiven Geschmack sorgen, fallen in der Natur besonders die Blüten der Pflanze auf. Diese erscheinen in violetten und weißen, manchmal auch rosafarbenen Tönen und sind an ihrer Kelchform zu erkennen. Während man dank Hustenbonbons und Tees den charakteristischen Salbei-Geschmack schnell identifiziert, bietet auch das Äußere der Pflanze die Möglichkeit, den echten Salbei auf einen Blick zu erkennen. Auch der charakteristische Duft der Pflanze macht sie einmalig.

Gut zu wissen: Salbei ist auch im deutschsprachigen Raum weit verbreitet. Wer sichergehen möchte, dass die Pflanze vor Gebrauch nicht behandelt wurde, kann sie selbst anbauen. Salbei wächst im eigenen Garten und kann dort ganzjährig geerntet werden. Wichtig ist, das Gewächs im Garten nicht zu viel zu gießen.

Rezepte mit Salbei: So wenden Sie das Heilkraut richtig an

Ob aus dem eigenen Garten oder aus dem Supermarkt: Die Salbeipflanze findet ihre Verwendung in ganz unterschiedlichen Gebieten. So kann auch die Zubereitung des Krauts auf verschiedene Art und Weise verlaufen. Besonders bekannt und beliebt für die Behandlung von Erkältungskrankheiten und Beschwerden im Mund- und Rachenraum ist der Tee aus echtem Salbei. Darüber hinaus lassen sich jedoch auch Bäder, Öle und Umschläge sowie Sirup selbst herstellen.

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Salbei kann auf unterschiedliche Arten zubereitet werden © shabbydecor – Adobe Stock © shabbydecor - Adobe Stock

Tee aus frischem Salbei: Ideal bei Magenschmerzen

Salbeitee kann gegen Magenschmerzen oder als wirksame Gurgellösung bei Entzündungen im Mundraum verwendet werden. Für einen Salbeitee benötigen Sie frische oder getrocknete Salbeiblätter. Am besten aus eigener Aufzucht, aber auch in gut sortierten Reformhäusern finden Sie Salbei in der Kräuterabteilung.

Füllen Sie Ihre Teetasse zu ¼ mit den in Streifen geschnittenen Salbeiblättern. Übergießen Sie diese mit heißem Wasser und lassen Sie den Tee 1-3 Minuten ziehen. Der Tee kann auch mit einer geringeren Menge Blättern und längerer Ziehzeit aufgebrüht werden, dann entfalten aber die Bitterstoffe ihren Geschmack stärker. Je nach Vorliebe können Sie noch Zitrone oder Honig hinzufügen.

Salbei-Fußbad gegen Schweißfüße

Übergießen Sie 60 g getrocknete Salbeiblätter mit 1 l kochendem Wasser und lassen Sie den Auszug 15 Minuten zugedeckt ziehen, bevor Sie ihn in einen Eimer mit lauwarmem Wasser abseihen. Baden Sie Ihre Füße 15 Minuten lang darin.

Selbstgemachter Salbei-Sirup gegen Erkältungen

Kochen Sie 1 kg Zucker in 1 l Wasser auf und fügen Sie 4 Handvoll frische Salbeiblätter sowie 2 in Scheiben geschnittene Bio-Zitronen hinzu. Lassen Sie den Sirup 2 Tage an einem kühlen Ort ziehen, seihen Sie ihn ab und kochen Sie ihn nochmals kurz auf, bevor Sie ihn heiß in Flaschen füllen und fest verschließen. Trinken Sie bei Halsschmerzen 3-mal täglich einen Salbeigrog aus 1 EL Sirup auf 1 Glas heißes Wasser.

Salbeiumschlag bei Gürtelrose

Pürieren Sie 2 Handvoll frische Salbeiblätter im Mixer, streichen Sie die Masse auf eine Mullbinde und legen Sie den Umschlag für 10 bis 20 Minuten auf die Gürtelrose. Lassen Sie die Haut nach dem Abnehmen des Umschlags an der Luft trocknen. Diesen Umschlag können Sie alle 3 Tage wiederholen.

Risiken und Nebenwirkungen von Salbei

Die Blätter des Salbeis überzeugen mit einer sehr vielfältigen Wirkung. Die Pflanze kann in ganz unterschiedlichen Bereichen zum Einsatz kommen und zur Linderung von Schmerzen und anderen Beschwerden wie übermäßigem Schwitzen beitragen. Sollten Ihre Probleme jedoch stärker werden oder länger anhalten, ist es sinnvoll, einen Arzt aufzusuchen.

Wie in den meisten Fällen gilt auch hier: Man sollte in Maßen genießen. Eine übermäßige Salbei-Dosierung kann zu Hitzewallungen, rasendem Herzschlag und Schwindel führen. Da noch keine wissenschaftlichen Untersuchungen der Wirkung von Salbei während der Schwangerschaft und Stillzeit vorliegen, sollten schwangere und stillende Frauen vorsichtshalber auf Salbei-Anwendungen verzichten. Bei Unsicherheiten zur Verträglichkeit mit anderen Arzneien sprechen Sie bitte mit Ihrem Arzt.

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FAQ: Häufig gestellte Fragen zur Salbeipflanze

Hilft Salbei nur bei Erkältung?

Nein. Der echte Salbei gilt als sehr vielseitiges Heilmittel, welches bei ganz verschiedenen Beschwerden eingesetzt werden kann. Die Inhaltsstoffe der Pflanze können Sie zum einen bei Erkrankungen im Mund- und Rachenraum anwenden, zum anderen helfen sie auch bei Schmerzen im Magen-Darm-Bereich oder bei Blähungen.

Welche Produkte mit Salbei lassen sich selbst anfertigen?

Grundsätzlich lassen sich viele natürliche Heilmittel selbst anfertigen. Gerade Tees können Sie gut selbst mischen und aufkochen. Dabei bietet es sich an, auf selbst angebaute Pflanzen zurückzugreifen, um sicher zu gehen, dass sie frei von schädlichen Zusatzmitteln sind. Auch Cremes, Liköre und Sirup können in eigener Produktion entstehen. Achten Sie bei der Anfertigung jedoch auf die richtigen Zutaten und Mengen.

Welche Auswirkungen hat Salbei auf das Gedächtnis?

Die Wirkung der Salbeipflanze auf das Gedächtnis und die kognitive Leistung wird intensiv erforscht. Im Fokus steht die Frage, ob die Inhaltsstoffe des Krauts, die Gedächtnisfähigkeit positiv beeinflussen können. Konkret scheint die Pflanze den Abbau wichtiger Neurotransmitter zu verzögern, welche für den Erhalt von Gedächtniszellen verantwortlich sind. Insgesamt stellt dieses Gebiet demnach einen spannenden Zweig der Alzheimer-Forschung dar, da auch diese neurodegenerative Erkrankung mit dem Abbau von Gedächtniszellen zusammenhängt.


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