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Frauengesundheit

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Vorsorge und Erkrankungen: Worauf Frauen beim Thema Frauengesundheit achten sollten

Menstruation, Wechseljahre, aber auch Brustkrebs oder Blasenentzündungen – das Thema Frauengesundheit ist für viele Frauen seit der Pubertät ein ständiger Begleiter. Das liegt auch daran, dass der weibliche Körper so komplex ist.

Denn er unterscheidet sich nicht nur in anatomischer Hinsicht von dem eines Mannes, auch Krankheitsverläufe oder Reaktionen auf Medikamente können anders ausfallen. Deshalb ist es sehr wichtig, dass Frauen ihren Körper kennen und wissen, worauf sie beim Thema Frauengesundheit alles achten müssen.

Frauengesundheit: Frauen gehen in der Regel offener mit ihrer Gesundheit um

Frauen leben im Durchschnitt fünf Jahre länger als Männer. Das hat jedoch nicht nur biologische Gründe, vor allem der Lebensstil ist entscheidend. Und dieser ist bei Frauen oftmals gesünder. So legen Frauen einen größeren Wert auf ihre Ernährung und verzichten eher auf Alkohol oder Zigaretten.

Ein weiterer wichtiger Faktor: Frauen gehen offener mit ihrer Gesundheit um. Themen wie Regelschmerzen oder die Wechseljahre sind meist kein Tabu mehr. Dementsprechend gehen sie bei Beschwerden auch schneller zu einem Arzt, wodurch mögliche ernsthafte Erkrankungen schon früh erkannt und behandelt werden können. Auch Vorsorgeuntersuchungen nehmen sie in größerer Zahl in Anspruch als Männer es tun.

Übersicht: Diese Erkrankungen beeinträchtigen die Frauengesundheit

Eine ausgewogene Ernährung, viel Bewegung und wenig Stress spielen in der Frauengesundheit eine große Rolle, denn durch einen gesunden Lebensstil und regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen können viele Krankheiten vermieden werden.

Dazu gehören auch Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems und Krebs – die zwei häufigsten Todesursachen in Deutschland bei Männern und Frauen. Während beide Geschlechter gleichermaßen von Darm- und Lungenkrebs betroffen sind, stellt Brustkrebs jedoch die größte Gefahr für Frauen dar.

Frau hält sich den Bauch

Zudem gibt es eine Reihe von weiteren Erkrankungen, welche die Frauengesundheit maßgeblich beeinträchtigen können. Das sind:

  • Krebserkrankungen (z.B. Eierstock- oder Gebärmutterhalskrebs),
  • Zysten oder Myome (z.B. an den Eierstöcken oder der Gebärmutter),
  • Menstruationsbeschwerden (z.B. PMS, Endometriose oder Dysmenorrhoe),
  • Blasenentzündungen,
  • Beeinträchtigung der Scheidengesundheit (z.B. Scheidenpilz, bakterielle Vaginose),
  • Beckenbodenschwäche,
  • Osteoporose.

Statistiken zeigen, dass vor allem Frauen an Essstörungen sowie psychische Erkrankungen leiden, man geht jedoch von einer hohen Dunkelziffer bei Männern aus. Wahr ist allerdings, dass die Patienten, die sich wegen einer solchen Erkrankung in Behandlung begeben, zum Großteil weiblich sind.

Vorsorge ist das A und O in der Frauengesundheit

Bereits in der Pubertät bekommen Mädchen mit auf den Weg gegeben, wie wichtig der regelmäßige Besuch beim Frauenarzt ist – sei es zur Vorsorgeuntersuchung oder um die Anti-Baby-Pille verschrieben zu bekommen. Das scheint zu fruchten, denn die Mehrheit der deutschen Frauen nimmt die medizinischen Vorsorgeuntersuchungen der gesetzlichen Krankenkasse in Anspruch.

Hier ist ein Überblick über die medizinischen Vorsorgeuntersuchungen, die Frauen nutzen können:

  • Gebärmutterhalskrebsvorsorge: ab 20; jährlich; Abtasten äußerer und innerer Geschlechtsorgane sowie „Pap“-Test, ab 35 gilt alle drei Jahre der Anspruch auf eine Kombi­nations­unter­suchung, bestehend aus einem HPV-Test und einem „Pap“-Test.
  • Brustkrebsvorsorge: ab 30; jährlich; Tastuntersuchung der Brust.
  • Gesundheits-Checkup: ab 35; alle drei Jahre; u.a. Blut- und Urinuntersuchung, Check des Impfstatus.
  • Darmkrebsvorsorge: ab 50; Stuhlbluttest jedes Jahr; Darmspiegelung zweimal, aber mit einem Mindestabstand von zehn Jahren.
  • Brustkrebsvorsorge: ab 50; alle zwei Jahre; Mammographie der Brust.
  • Bauchaortenaneurysma: ab 65; einmalig; Ultraschalluntersuchung der Bauchschlagader.

Herz-Kreislauf-Erkrankungen: Frauen zeigen teils andere Symptome bei einem Herzinfarkt

Bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen denken immer noch viele Menschen zuerst an Männer, dabei sterben jährlich mehr Frauen als Männer an Krankheiten wie der Koronaren Herzkrankheit, Herzinsuffizienz oder an einem Herzinfarkt. Vor allem der Herzinfarkt ist tückisch, da sich die Symptome bei Frauen oftmals von denen der Männer unterscheiden.

Neben starken Schmerzen im Oberkörper und einem Gefühl von Enge sowie kaltem Schweiß sollten Frauen vor allem hierauf achten:

Vorsorge bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Die beste Prävention von Herz-Kreislauf-Erkrankungen ist ein gesunder Lebensstil. Denn neben genetischen Veranlagungen sind vor allem hohe Blutfettwerte, Bluthochdruck und Diabetes wesentliche Risikofaktoren, die aber durch eine gesunde Ernährung, viel Sport und wenig Stress vermieden werden können.

Genauso wichtig für die Herzgesundheit sind regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen. Diese stehen Ihnen ab einem Alter von 35 Jahren zu und werden von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen. Im Rahmen des Gesundheits-Checkup können Sie regelmäßig Ihre Cholesterin- und Blutzuckerwerte kontrollieren lassen, außerdem wird eine Blutdruckmessung vorgenommen. Sollte Handlungsbedarf bestehen, bezahlt die Krankenkasse auch alle weiteren Untersuchungen.

Frauen und Krebs: Vorsorge bei Gebärmutterhals- und Brustkrebs besonders wichtig

Krebs ist die zweithäufigste Todesursache bei Frauen in Deutschland. Laut der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) erkranken jährlich mehr als 68.000 Frauen an Brustkrebs, was diese Krebsart zur Nummer Eins der Krebserkrankungen unter Frauen macht – dicht gefolgt von Darm- und Lungenkrebs. Doch auch die Geschlechtsorgane einer Frau – Eierstöcke, Gebärmutter sowie Gebärmutterhals, Vulva und Scheide – können betroffen sein.

Brustkrebs durch Abtasten und Mammographie früh entdecken

Brustkrebs ist bei Frauen die tödlichste aller Krebserkrankungen und auch wenn das Risiko mit einem höheren Lebensalter zunimmt, erkranken immer mehr jüngere Frauen daran. Laut den Zahlen des BZgA sind drei von zehn Frauen bei der Diagnose jünger als 55.

Zudem verursacht Brustkrebs im frühen Stadium kaum Beschwerden. Umso wichtiger sind deshalb Früherkennung und medizinische Vorsorgeuntersuchungen, welche Sie bereits ab einem Alter von 30 Jahren im Rahmen der jährlichen gynäkologischen Krebsvorsorge bei ihrem Frauenarzt in Anspruch nehmen können. Beinhaltet die Brustkrebsvorsorge bis zu einem Alter von 49 Jahren lediglich eine Tastuntersuchung, können Sie ab 50 alle zwei Jahre eine Mammographie in Anspruch nehmen.

Es ist außerdem ratsam, zum Beispiel beim Duschen die Brust selbst regelmäßig abzutasten. Hierzu kann Ihnen Ihr behandelnder Frauenarzt Tipps geben. Tritt in Ihrer Familie gehäuft Brustkrebs auf, sollten Sie ebenfalls einen Arzt konsultieren und gegebenenfalls einen Gen-Test machen. Das gilt auch für Eierstockkrebs.

Lungenkrebs: Das Rauchen wird zunehmend zu einem Risiko für die Frauengesundheit

Während die Neuerkrankungen bei Darmkrebs – auch dank der Darmkrebsvorsorge – zurückgehen, erkranken immer mehr Frauen an Lungenkrebs. Und sterben ebenfalls häufiger daran als Männer. Dabei rauchen Frauen doch angeblich weniger und leben gesünder. Wie kann das sein?

Die Antwort ist ganz einfach: Frauen reagieren empfindlicher auf die schädlichen Substanzen im Tabak. Das Rauchen zeichnet sich aber nicht nur für 83 Prozent aller Lungenkrebserkrankungen verantwortlich, sondern stellt insgesamt ein Risiko für die Frauengesundheit dar. Der Konsum von Tabak kann schwerwiegende Folgen für Frauen haben:

  • Bei Einnahme der Anti-Baby-Pille: erhöhtes Herzinfarkt- und Schlaganfallrisiko,
  • Gebärmutterhals- oder Blasenkrebs,
  • chronisch obstruktive Lungen­erkrankungen (COPD),
  • vorzeitig einsetzende Wechseljahre,
  • verringerte Fruchtbarkeit,
  • Osteoporose,
  • beschleunigter Alterungsprozess.

Das gesetzliche Krebsfrüherkennungsprogramm sieht keine medizinischen Vorsorgeuntersuchungen für Lungenkrebs vor, deshalb gilt: Die beste Prävention ist, auf das Rauchen zu verzichten.

Krebserkrankungen der Geschlechtsorgane: Vorsorgeuntersuchungen schon in jungen Jahren möglich

Gynäkologische Krebserkrankungen wie Gebärmutterkörperkrebs, Gebärmutterhalskrebs, aber auch Eierstockkrebs sowie Scheiden- und Vulvakrebs betreffen ausschließlich Frauen. Doch nur Gebärmutterhalskrebs ist im gesetzlichen Krebsfrüherkennungsprogramm berücksichtigt.

Ab einem Alter von 20 Jahren können sich Frauen im Rahmen der jährlichen gynäkologischen Krebsvorsorge bei ihrem Frauenarzt einem „Pap“-Test unterziehen lassen. Bei diesem entnimmt der Frauenarzt einen Abstrich aus dem Muttermund und Gebärmutterhalskanal, um mögliche Zellveränderungen feststellen zu können.

Sollten Sie älter als 35 sein, haben Sie außerdem den Anspruch darauf, den „Pap“-Test in Kombination mit einem HPV-Test durchführen zu lassen. Letzteres steht für Humane-Papilloma-Viren, welche in bis zu 70 Prozent aller Fälle für Gebärmutterhalskrebs verantwortlich sind. Zwar lässt sich der Krebs nicht über diesen Test nachweisen, eine HPV-Infektion kann aber ein Auslöser dafür sein. Mittlerweile gibt es sogar eine Impfung dagegen, die aber nur wirksam ist, wenn noch keine HPV-Erkrankung vorlag.

Frauengesundheit: Wieso Schmerzen bei der Menstruation immer abgeklärt werden sollten

Die Menstruation, auch Regelblutung oder umgangssprachlich Periode genannt, ist ein wesentlicher Bestandteil des Frauseins sowie der Frauengesundheit. Sie ist ein Zeichen der beginnenden Geschlechtsreife bei Mädchen und markiert das Ende der Fruchtbarkeit einer Frau. Dabei reagiert jeder Körper anders auf die Menstruation.

Wenn die Menstruation krankhaft wird: Endometriose und Dsymenorrhoe

Frauen erleben ihre Menstruation sehr unterschiedlich. Bei manchen treten lediglich Blutungen auf, andere Frauen können sich vor und während der Periode vor Schmerzen kaum bewegen, geschweige denn einem normalen Alltag nachgehen. Und auch wenn es schon immer hieß, Schmerzen gehören einfach dazu, entspricht dies nicht der Wahrheit.

Sollten Sie während Ihrer Menstruation unter starken Schmerzen leiden, könnte es sich um Endometriose handeln. Denn Schätzungen zufolge leiden zwischen zehn und 15 Prozent aller deutschen Frauen an Endometriose, was es zu einer der häufigsten gynäkologischen Erkrankungen macht. Bei der Erkrankung durch Endometriose setzen sich gutartige Wucherungen der Gebär­mutter­schleim­haut auf die inneren Organe ab, womit eine Reihe von starken Beschwerden vor allem während der Regelblutung verbunden ist. Dazu gehören:

  • Heftige Menstruationsschmerzen (Dysmenorrhoe),
  • starke Blutungen während der Menstruation,
  • unregelmäßige Blutungen, Zwischenblutungen,
  • teils chronische Unterbauchschmerzen,
  • Schmerzen während des Geschlechtsverkehrs oder gynäkologischen Untersuchungen,
  • Blasen- und Darmprobleme (z.B. Schmerzen beim Urinieren, Durchfall),
  • Kreislaufprobleme, Müdigkeit,
  • Übelkeit und Erbrechen,
  • ungewollte Kinderlosigkeit und Sterilität.

Sollten Sie diese Symptome an sich entdecken, konsultieren Sie sofort Ihren Frauenarzt. Denn es dauert im Schnitt mehr als zehn Jahre, bis Endometriose bei einer Frau entdeckt wird. Leider kann diese Krankheit nicht bei einer gynäkologischen Untersuchung diagnostiziert werden, sondern nur bei einem operativen Eingriff, nämlich einer Bauchspiegelung.

Eine Ursache für Schmerzen, Zyklusstörungen oder Zwischenblutungen können aber auch Zysten der Eierstöcke oder Myome, gutartige Wucherungen der Gebärmuttermuskulatur, sein. Bei solchen Beschwerden sollten Sie immer einen Frauenarzt aufsuchen.

Menstruation und das prämenstruelle Syndrom: Jede zweite Frau ist von PMS betroffen

Schon vor Beginn der Menstruation haben viele Frauen – Schätzungen gehen von jeder zweiter aus – Probleme. Dafür verantwortlich ist das prämenstruelle Syndrom, kurz PMS. Dies sollte aber nicht mit Regelschmerzen verwechselt werden, denn die PMS-Beschwerden verschwinden nach Beginn der Regelblutung meist wieder. Vor allem Frauen zwischen 30 und 40 Jahren sind betroffen. Hieran können Sie erkennen, ob Sie auch unter PMS leiden:

  • Stimmungsschwankungen (z.B. Reizbarkeit, Depressionen, Traurigkeit),
  • Gewichtszunahme,
  • Magen-Darm-Beschwerden,
  • Wassereinlagerungen,
  • Müdigkeit, Abgeschlagenheit,
  • Bauch-, Kopf- und Rückenschmerzen, Brustspannen,
  • Frieren oder Schwitzen.

Durch eine ausgewogene Ernährung, viel Bewegung und den Verzicht auf Genussmittel wie Kaffee oder Tabak können die Beschwerden durch PMS lindern. Es helfen auch Entspannungstechniken wie Yoga, Meditation oder ein heißes Bad.

Keine Scham: Warum die Scheidengesundheit kein Tabu bei Frauen sein sollte

So offen Frauen mit ihrer Gesundheit auch umgehen, das Thema Scheidengesundheit ist bis heute für viele von ihnen ein Tabu. Dabei ist eine gesunde Scheidenflora wichtig für die Frauengesundheit.

Dafür sorgt der natürliche Scheidenausfluss (Zervixschleim), welchen viele Frauen als unangenehm empfinden. Dabei schützt er die Scheide und Gebärmutter, indem mit ihm abgestorbene Hautzellen sowie Bakterien nach außen geleitet werden. Als natürliche Schutzbarriere kann eine Veränderung des Ausflusses auf Erkrankungen sowie Infektionen, aber auch auf die verschiedenen Phasen des weiblichen Zyklus hinweisen.

Veränderungen der Farbe und / oder der Konsistenz können auf folgendes hinweisen:

  • Ausfluss während des Zyklus: Während der unfruchtbaren Tage ist der Ausfluss milchig-weiß und von dickflüssiger Konsistenz, während des Eisprungs, also der fruchtbaren Tage, dagegen fast glasig und dünnflüssig.
  • Bräunlicher bis rötlicher Ausfluss: Dies könnten ungefährliche Schmierblutungen vor oder nach der Menstruation sein. Aber Achtung! Sollte dies nach den Wechseljahren auftreten, kontaktieren Sie einen Arzt.
  • Grün schimmernder Ausfluss: Mögliche Anzeichen für eine Trichomonaden-Infektion oder Geschlechtskrankheiten wie Gonorrhoe (Tripper).
  • Grau-weißlicher, fischig riechender Ausfluss: Anzeichen für eine bakterielle Vaginose (Scheidenentzündung).
  • Krümeliger oder klumpiger Ausfluss kann ebenfalls auf Erkrankungen oder Infektionen wie Scheidenpilz hinweisen.

Meist treten diese Veränderungen in Kombination mit weiteren Beschwerden wie Juckreiz oder Schmerzen bzw. Brennen beim Wasserlassen auf.

Tipps: Die richtige Intimpflege für eine gesunde Scheidenflora

Genauso wichtig für eine ausgewogene Scheidenflora und damit auch einen gesunden Körper ist die Intimpflege. Viele Frauen meinen es damit jedoch besonders gut und machen es deshalb falsch. Das kann zu Erkrankungen wie Scheidenpilz, bakterieller Vaginose oder Blasenentzündungen führen.

Deshalb finden Sie hier die besten Tipps für die richtige Intimpflege:

  • Lauwarmes Wasser reicht aus! Für die Reinigung des Intimbereichs können Sie auf Pflegeprodukte verzichten. Es reicht aus, wenn Sie die Vulva von außen mit lauwarmem Wasser abspülen.
  • Verzichten Sie unbedingt auf das Reinigen der Scheide von innen. Das ist nicht nötig, da dies ein selbstreinigendes Organ ist.
  • Verzichten Sie auf parfümierte Seifen und Duschgels: Diese können den pH-Wert der Haut und Scheidenflora stören.
  • Eine spezielle Intimpflege während der Menstruation ist nicht notwendig. Nutzen Sie jedoch Tampons oder Binden, sollten Sie diese spätestens alle acht Stunden wechseln.
  • Beim Toilettengang: Immer von vorne nach hinten abwischen. Das beugt Erkrankungen und Infektionen durch Darmbakterien (z.B. Blasenentzündung) vor.
  • Bei der Wahl der Unterwäsche ist Baumwolle empfehlenswert, da diese atmungsaktiv ist. Sie sollten Ihre Unterwäsche außerdem immer bei 60 Grad waschen.
  • Gegen Intimrasuren ist nichts einzuwenden. Achten Sie nur darauf, dass Sie eine saubere und frische Klinge verwenden, da sich Ihre Haut ansonsten entzünden könnte. Außerdem wird von Trockenrasuren sowie Enthaarungsgels abgeraten.

Frauengesundheit: Was der Beckenboden mit einer Blasenentzündung zu tun hat

Ein starker Beckenboden ist ein bedeutender Bestandteil der Frauengesundheit, denn dieser übernimmt wichtige Aufgaben. Er hält nicht nur die inneren Organe wie Darm und Blase an Ort und Stelle, er sorgt auch dafür, dass der Mensch Urin und Stuhl halten kann.

Lässt die Beckenbodenmuskulatur nach, z.B. durch eine Schwangerschaft oder im Alter, kann es zu einer Beckenbodenschwäche (Beckenbodeninsuffizienz) kommen. Dies kann schwerwiegende Folgen haben:

  • Inkontinenz (z.B. Belastungs- oder Dranginkontinenz, Stuhlinkontinenz)
  • Scheiden- und Gebärmuttersenkung,
  • Senkung des Darms, Blasensenkung.

Erste Symptome einer Beckenbodenschwäche sind eine sogenannte Stressinkontinenz, d.h. Sie verlieren beim Niesen oder Husten Urin, sowie Schmerzen im Unterleib oder beim Wasserlassen. Und auch wenn es heutzutage immer noch ein Tabuthema ist, wenden Sie sich bei ersten Symptomen unbedingt an Ihren Frauenarzt.

Die gute Nachricht ist jedoch: Einer Beckenbodenschwäche lässt sich mit Beckenbodengymnastik vorbeugen. Es werden sogar Kurse zu diesem Zweck angeboten, die Übungen können Sie aber auch alleine zuhause durchführen.

Tipps für die Frauengesundheit: Wie Sie Blasenentzündungen aus dem Weg gehen können

Fast jede Frau hat es schon mal durchmachen müssen: Brennen beim Wasserlassen, Schmerzen im Unterbauch und ständig auf die Toilette müssen, ohne dass etwas passiert. Die Diagnose steht meist schnell fest – eine Blasenentzündung (auch Zystitis).

Zwar treten Blasenentzündungen auch bei Männern auf, doch in 95 Prozent aller Fälle ist das weibliche Geschlecht betroffen. Das liegt an der kürzeren Harnröhre bei Frauen, wodurch Bakterien durch Schmierinfektionen, z.B. beim Sex, leichter in die Blase gelangen.

In den meisten Fällen lässt sich eine Blasenentzündung jedoch durch einfache Regeln vermeiden. Hierauf sollten Sie achten:

  • Trinken Sie viel Wasser oder Tee.
  • Intimpflege: Vermeiden Sie Seifen oder Duschgels bei der Intimpflege. Des Weiteren sollten sie nach dem Toilettengang den Intimbereich von vorne nach hinten reinigen. Dies verhindert, dass Darmbakterien in die Harnröhre gelangen.
  • Während und nach dem Sex: Nutzen Sie Kondome und gehen Sie nach dem Sex auf die Toilette. Letzteres hilft dabei, die Bakterien aus der Harnröhre zu spülen.
  • Wenn Sie auf Toilette müssen, gehen Sie auch. Sie machen es den Bakterien nur leichter, wenn Sie lange Urin einhalten.
  • Vermeiden Sie Unterkühlungen, da dies eine Blasenentzündung begünstigen kann. Halten Sie also Ihren Unterleib sowie Ihre Füße warm.

Sollte sich die Blasenentzündung noch im frühen Stadium befinden, können schon Hausmittel wie Nieren- und Blasentee, Cranberrysaft und viel Wärme helfen. Das Wichtigste: Trinken Sie viel, um die Bakterien aus dem Körper zu spülen. Sollten die Beschwerden jedoch nicht nachlassen oder Sie Blut im Urin entdecken, suchen Sie sofort einen Arzt auf. Denn eine unbehandelte Blasenentzündung kann zu einer Nierenbeckenentzündung führen oder chronisch werden.

Die Wechseljahre: Ein einschneidendes Kapitel im Leben vieler Frauen

Die Wechseljahre sind für viele Frauen ein großer Einschnitt im Leben, immerhin bedeutet dies das Ende der Fruchtbarkeit und rückt den Prozess des Älterwerdens ins Bewusstsein. Deshalb sind die Wechseljahre, oder auch Menopause genannt, ein wichtiges Kapitel in der Frauengesundheit.

Meist beginnen die Wechseljahre in einem Alter zwischen 40 und 50 Jahren. Aufgrund einer Hormonumstellung des Körpers werden die Regelblutungen immer unregelmäßiger bis der Eisprung aussetzt und die Menstruation endgültig ausbleibt. Jede Frau nimmt die Menopause jedoch anders wahr. Manche bemerken gar keine Veränderungen an sich selbst, andere leider unter teils starken Beschwerden. Dazu können gehören:

  • Hitzewallungen und Schweißausbrüche,
  • Herzklopfen und Schwindelgefühle,
  • Stimmungsschwankungen bis hin zu Depressionen,
  • Schlafstörungen,
  • Blasenschwäche und Inkontinenz,
  • Scheidentrockenheit,
  • Gewichtszunahme,
  • Veränderungen der Haut und Haare.

Sollten Sie sehr unter diesen Beschwerden leiden, schweigen Sie nicht. Sprechen Sie Ihren Arzt an. Sie können allerdings auch selbst etwas für Ihr Wohlbefinden tun. So können zum Beispiel gesunde Ernährung und viel Bewegung, aber auch Entspannungsübungen beim Yoga oder Meditation helfen.

Besonders in den Wechseljahren sind medizinische Vorsorgeuntersuchungen von großer Bedeutung. Denn die Hormonumstellung des weiblichen Körpers kann das Risiko, an Osteoporose, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Krebs zu erkranken, steigern.

Fazit: Nutzung der Vorsorgeangebote und ein gesunder Lebensstil begünstigen die Frauengesundheit

Seit Beginn der Pubertät ist das Thema Frauengesundheit ein ständiger Begleiter im Leben von Frauen, welches auch nach den Wechseljahren nicht an Bedeutung verliert. Ein gesunder Lebensstil und regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen vermindern zwar das Risiko, an einer schweren Erkrankung zu erkranken, doch sollten Frauen sich noch mehr mit ihrem Körper auseinandersetzen. Denn viele Themen der Frauengesundheit und frauenspezifische Erkrankungen wie die Scheidengesundheit sind immer noch mit Scham besetzt.

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