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Aconitum – das Mittel bei unaushaltsamen Schmerzen

Aconitum wird häufig bei akuten Schmerzen als Notfallmittel angezeigt. Erfahren Sie mehr über Anwendungen und Wirkungen von Aconitum. (Foto: cobracz | Adobe Stock)

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Aconitum ist die homöopathische Aufbereitung aus dem Blauen Eisenhut, der zu den Hahnenfußgewächsen zählt. Es ist eines der großen Schmerzmittel in der Homöopathie, das immer dann zum Einsatz kommt, wenn die Schmerzen plötzlich geradezu unerträglich werden.

Der blaue Eisenhut ist eine der giftigsten Pflanzen Mitteleuropas und wurde früher als Pfeilgift verwendet. Anfang der Blütezeit wird für das homöopathische Arzneimittel die Wurzel, die Blüten und auch die Blätter verarbeitet.

Aconitum, Potenz C30, Eisenhut
Aconitum wird besonders häufig bei Fieber, in der Potenz C30, angewendet. © Adobe Stock - tunedin

Er wird häufig bei den ersten Zeichen einer akuten Entzündung, eines fieberhaften Infekts oder nach einem schweren Schock bzw. Schreck angezeigt. Typisch für Aconitum sind die große Angst und die Unruhe, die die Krankheit begleiten.

Aconitum hat sich bewährt bei:

  • Fieber
  • Grippe
  • Husten
  • Schmerzzuständen
  • Entzündungen (Mittelohr- und Augenentzündung)
  • Beschwerden nach einem Schock oder Schockerlebnis

Typische körperliche Symptome:

  • Plötzlich einsetzende Schmerzen
  • Plötzliches hohes Fieber
  • Heftige Schmerzen, die kaum auszuhalten sind
  • Schießende, reißende Schmerzen
  • Großer Durst auf kalte Getränke
  • Heiße, trockene Haut
  • Herzrasen
  • Rotes Gesicht im liegen, aber beim Aufsetzen blass

Typische seelische Symptome:

  • Angst
  • Panik
  • Ruhelosigkeit

Auslöser der Beschwerden:

  • Kalter Wind
  • Sonnenhitze
  • Schreck
  • Schock

Verbesserung der Beschwerden durch:

  • Frische Luft
  • Aufdecken im Bett
  • Schwitzen
  • Ruhe

Verschlechterung der Beschwerden durch:

  • Wärme
  • Kalten Wind, Zugluft
  • Liegen auf der schmerzhaften Seite
  • Licht
  • Geräusche
  • Bewegung
  • Berührung

Aconitum ist ein Akut- und Notfallmittel, das anders als die anderen Akutmittel nur einmal gegeben wird und nicht zur Anwendung über mehrere Tage hinweg geeignet ist.

So ist es beispielsweise bei einem grippalen Infekt oft auf das Erstmittel, wenn plötzlich die Körpertemperatur über 38 Grad ansteigt, die Haut sich heiß anfühlt und ein trockener Husten einsetzt.

Nebenwirkungen von Aconitum

Wundern Sie sich nicht und seien Sie nicht beunruhigt, wenn nach der Einnahme von Aconitum das Fieber zunächst noch höher steigt. Das ist eine gesunde Erstreaktion, denn in der Regel folgt darauf ein Schweißausbruch, der das Fieber sinken lässt.

Wenn Aconitum einem solchen beginnenden Infekt die erste Spitze genommen hat, ist meistens die Gabe eines anderen zu den dann auftretenden Symptomen passenden Mittels erforderlich.

In jedem akuten Fall erzielen Sie die beste Wirkung, wenn Sie mit fünf in einem Glas stillen Wasser gelösten Globuli in der Potenz C30 eine Wasserauflösung zubereiten, von der Sie bis zur Besserung im Abstand von fünf Minuten einen Schluck trinken.

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