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Zu hoch, zu niedrig oder genau richtig? Das müssen Sie alles über den Blutdruck wissen

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Sowohl zu hoher als auch zu niedriger Blutdruck verursachen unangenehme Symptome. Während niedriger Blutdruck unproblematisch ist, kann ein zu hoher Blutdruck ein großes Gesundheitsrisiko darstellen. So gehen Sie dagegen vor.

Von Ihrem Blutdruck bekommen Sie in der Regel nicht viel mit, vorausgesetzt er ist normal. Ist Ihr Blutdruck zu hoch oder zu niedrig, äußert sich das auf verschiedene Weisen und muss zum Teil sogar behandelt werden. Insbesondere hoher Blutdruck ist ungesund für die Gefäße und kann über einen längeren Zeitraum sogar gefährlich werden.

Doch auch ein zu niedriger Blutdruck sollte nicht unterschätzt werden. Er kann für die Betroffenen eine erhebliche Belastung sein und die Leistungsfähigkeit im Alltag stark einschränken.

Herz- Kreislauf
Der Kreislauf des Menschen ist leicht beeinflussbar und erfordert daher Achtsamkeit und Hingabe. © Sebastian Kaulitzki - Fotolia

Was ist der Blutdruck?

Der Blutdruck ist der messbare Druck, den das Blut auf die Wände Ihrer Schlagadern ausübt. Es handelt sich um den Druckwert, mit dem in Ihrem Körper Blut vom Herzen durch den ganzen Körper bis in die kleinsten Gefäße gepumpt wird. Der Blutdruck entsteht dadurch, dass sich das Herz zusammenzieht. Es gibt zwei Arten von Blutdruck:

  • Systolischer Blutdruck: Bei der stärksten Kontraktion des Herzens ist der höchste Blutdruckwert erreicht. Der systolische Blutdruck wird auch oberer Wert genannt.
  • Diastolischer Blutdruck: Nach dem starken Zusammenziehen erschlafft das Herz wieder, wodurch der Blutdruck absinkt und kein Blut mehr durch den Körper gepumpt wird. Der diastolische Blutdruck wird auch unterer Wert genannt.

Wenn der Blutdruck gemessen wird, werden daher immer zwei Werte genannt, wie zum Beispiel 130/80 mmHg (sprich: 130 zu 80). „mmHG“ steht dabei für „Millimeter Quecksilbersäule“ und bezeichnet den Ausschlag auf dem Messgerät.

Was ist ein normaler Blutdruck?

Von einem normalen Blutdruck ist bei einem Erwachsenen die Rede, wenn der Wert bei 130/85 mmHG liegt. Optimal ist ein Wert von 120/80 mmHG.

Je nach Alter gibt es Abweichungen bei den Normalwerten, die beim Blutdruckmessen im Hinblick auf das Lebensalter berücksichtigt werden müssen:

  • Normalwerte mit 4 Jahren: 100:70 mmHG
  • Normalwerte mit 10 – 14 Jahren: 110:80 mmHG
  • Normalwerte im mittleren Erwachsenenalter: 120:60–80 mmHg
  • Normalwerte im Seniorenalter: 140:80-85 mmHg

Hinweis: Im Alter steigen die Blutdruckwerte natürlicherweise etwas an, da die Elastizität der Blutgefäße abnimmt.

Ab wann spricht man von hohem und niedrigem Blutdruck?

Die Werte für einen zu hohen oder zu niedrigen Blutdruck beziehen sich auf Menschen im mittleren Erwachsenenalter.

Hoher Blutdruck: Liegt der Wert dauerhaft über 140/90 mmHg ist die Rede von Bluthochdruck. Ein anderer Name dafür ist Hypertonie.

Niedriger Blutdruck: Liegt der Wert unter 100/60 mm Hg bei Frauen und unter 110/60 mmHg bei Männern, dann handelt es sich um einen zu niedrigen Blutdruck. Dabei können nochmal zwei Formen unterschieden werden:

  • Orthostatische Hypotonie: Diese liegt vor, wenn die Beschwerden direkt morgens nach dem Aufstehen beziehungsweise zeitweilig beim Bücken und Wiederaufrichten auftreten. Gerade in der warmen Jahreszeit neigt der Blutdruck zu jähen Schwankungen.
  • Essentielle Hypotonie: Diese liegt vor, wenn die Werte dauerhaft unter 100/60 mmHg bei Frauen und unter 110/60 mmHg bei Männern liegen und nicht nur zeitweise. Wenn die Leistungsfähigkeit im Alltag dadurch stark eingeschränkt ist, muss die Hypotonie möglicherweise behandelt werden.

Die meisten Menschen, die einen zu niedrigen Blutdruck haben, leiden unter orthostatischer Hypotonie. Das heißt, die Beschwerden sind nicht konstant und dauerhaft und können auch mit eigenem Zutun verbessert werden. Bei einer orthostatischen Hypotonie ist der „gefühlte” Blutdruck entscheidend; das bedeutet, ob Sie sich durch das jähe Absacken gestört fühlen oder nicht.

Diese Tabelle veranschaulicht nochmal, in welchem Bereich die Rede von einem normalem, einem niedrigen oder einem hohen Blutdruck im mittleren Erwachsenenalter ist:

EinordnungSystolischer Wert in mmHgDiastolischer Wert in mmHg
Niedrig10565
Optimal12080
Normal13085
Hochnormal130-13985-89
Hypertonie Grad 1140-15990-99
Hypertonie Grad 2160-179100-109
Hypertonie Grad 3179109

Woher kommen zu niedrige Blutdruckwerte?

Normalerweise unterliegt der Blutdruck im Körper einer Dauerkontrolle, die dafür sorgt, dass eventuelle Schwankungen gleich wieder ausgeglichen werden. Schafft Ihr Organismus das nicht, wird Ihr Blutdruckwert nicht rechtzeitig erhöht oder sinkt noch mehr ab. Sobald Sie auf den Füßen stehen, rutscht so viel Blut in die Beine, dass Ihr Gehirn zu wenig durchblutet wird. Sie bekommen Kreislaufprobleme, fühlen sich schlapp und antriebslos. Niedriger Blutdruck schädigt den Körper nicht, kann aber auf ernstzunehmende andere Erkrankungen hinweisen, wie zum Beispiel eine Herzmuskelschwäche oder Störungen der Schilddrüse. Ein zu niedriger Blutdruck wurde lange Zeit medizinisch nicht ernst genommen.

Woran erkennen Sie einen zu niedrigen Blutdruck?

Diese Symptome gehen mit einem niedrigen Blutdruck einher:

  • Sie sehen Sternchen vor den Augen.
  • Ihnen wird schwarz vor Augen.
  • Ihnen wird beim schnellen Aufstehen schwindelig.
  • Sie haben Kopfschmerzen.
  • In Ihren Ohren rauscht das Blut.
  • Ihr Herz rast.
  • Sie frieren und Ihnen bricht kalter Schweiß aus.
  • Sie haben ständig kalte Hände und Füße.
  • Sie fühlen sich in Ihrer Leistungsfähigkeit beeinträchtigt.

Wie äußert sich ein niedriger Blutdruckwert?

Ein niedriger Blutdruckwert ist nicht direkt gefährlich, aber sehr unangenehm. Es besteht die Gefahr, dass Sie ohnmächtig werden, stürzen und sich dabei verletzen. Kopfschmerzen, Schwindel und das Schwarzwerden vor Augen sind weitere Beschwerden, unter denen Menschen mit zu niedrigem Blutdruck leiden. Auch eine erhöhte Herzfrequenz kann auftreten, infolgedessen schwitzen oder frieren Sie.

Was können Sie gegen einen niedrigen Blutdruck tun?

Im Gegensatz zu hohem Blutdruck können Sie einen zu niedrigen Blutdruck gut selbst behandeln. Geeignete Mittel sind neben Sport wechselwarme Duschen. Diese regen den Kreislauf sehr gut an. Auch viel zu trinken ist bei einem niedrigen Blutdruck wichtig, insbesondere wenn es warm ist. Nehmen Sie mindestens 2-3 Liter Flüssigkeit pro Tag zu sich, am besten natriumreiches Mineralwasser, Kräuter- und Früchtetees. Achten Sie außerdem auf Ihre Ernährung. Wichtig ist, dass Sie ausreichend Salz zuführen.

Zudem sollten Sie sich viel bewegen, immer wieder kleine Spaziergänge in Ihren Tag einbauen und frische Luft sowie Sonnenlicht tanken. Gerade im Winter ist das entscheidend, wenn die Aktivität eh häufig reduziert ist. Außerdem können Sie Ihren Kreislauf mit natürlichen Mitteln auf Trab bringen, wie zum Beispiel Kampfer. Er regt den Kreislauf an und fördert die Durchblutung.

Mit speziellen Fußübungen kurbeln Sie außerdem Ihre Muskelpumpe in den Beinen an, die dafür sorgt, dass das Blut in Ihren Beinen wieder zum Herzen hochgepumpt wird. Je mehr Sie sich also bewegen, desto stabiler ist Ihr Kreislauf. Sitzen oder liegen Sie viel, sollten Sie selbst regelmäßig Ihre Füße bewegen, sie vom Boden anheben und die Gelenke kreisen lassen, damit Ihnen beim Aufstehen nicht schwindelig wird.

Wie äußert sich zu hoher Blutdruck?

Das der Blutdruck gelegentlich ansteigt, ist völlig normal. Situationen, die zu einem hohen Blutdruck führen können, sind:

Wenn der Blutdruck jedoch dauerhaft erhöht ist, dann ist das ungesund und kann gefährlich werden. Zu Beginn merken Sie einen zu hohen Blutdruck möglicherweise erst gar nicht. Vielleicht fühlen Sie sich sogar besonders fit und wach. Mit der Zeit wird es allerdings problematisch und die Symptome können in Unwohlsein umschlagen. Zu den typischen Symptomen von Hypertonie zählen:

  • Kopfschmerzen (insbesondere am Morgen)
  • Übelkeit
  • Schwindel
  • Ein gerötetes Gesicht
  • Schlaflosigkeit
  • Nasenbluten
  • Tinnitus
  • Abgeschlagenheit

Wenn Sie einige dieser Symptome regelmäßig verspüren, dann sollten Sie beim Arzt oder in einer Apotheke Ihren Blutdruck checken lassen.

Woher kommt der zu hohe Blutdruck?

Zu hoher Blutdruck entsteht durch verschiedene Risikofaktoren. Mögliche Ursachen sind zum Beispiel:

Der Grund dafür, dass der Blutdruck ansteigt, ist, dass die Arterien verstopfen. Dadurch kann das Blut nicht mehr ungehindert fließen und das Herz muss mit mehr Kraft pumpen, um das Blut bis in den letzten Winkel des Körpers zu befördern. Das „leiert“ die Arterien aus und kann außerdem zu einem lebensgefährlichen Schlaganfall oder Herzinfarkt führen. Auch die Organe leiden unter zu hohem Blutdruck, so zum Beispiel die Nieren, die mit für die Regelung des Blutdrucks im Körper verantwortlich sind.

Ein ungesunder Lebensstil mit viel fettigem Essen, Rauchen und wenig Bewegung kann dafür sorgen, dass sich Fett in den Arterien ablagert und diese verkalken. Zu hoher Blutdruck ist behandlungsbedürftig, um das Herzinfarktrisiko zu senken. Häufig verschreibt Ihnen der Arzt Medikamente, die den Blutdruck senken sollen. Sie können aber auch auf natürlichem Wege dazu beitragen, Ihren Blutdruck zu senken.

10 Tipps, um Ihren Blutdruck natürlich zu senken: Welche Möglichkeiten haben Sie?

Mit einem gesunden Lebensstil können Sie Ihren Blutdruck senken. Denn einige Faktoren haben einen enormen Einfluss auf Ihren Blutdruck sowie auf Ihre Arteriengesundheit. Um Herz-Kreislauf-Probleme zu vermeiden und es gar nicht erst zu einem erhöhten Blutdruck kommen zu lassen, können Sie selber entgegenwirken und Ihr persönliches Risiko reduzieren:

1. Gesunde Ernährung

Was Sie essen und trinken, hat einen großen Einfluss auf Ihren Körper. So senkt zum Beispiel der Verzicht auf Fleisch den Blutdruck nachgewiesenermaßen. Wichtiger jedoch als der Fleischverzicht ist, dass Ihre Ernährung abwechslungsreich gestaltet ist. Viel Gemüse und Obst sowie Vollkornprodukte wirken sich positiv als Blutdrucksenker aus. Auch frischer Fisch senkt den Blutdruck und enthält zusätzlich wertvolle Omega-3-Fettsäuren. Lebensmittel, die den Blutdruck senken können, sind:

  • Bananen
  • Mandeln
  • Rote Beete
  • Spinat
  • Grünkohl
  • Radieschen
  • Trockenfrüchte
  • Leinsamen
  • Walnüsse

Verzichten sollten Sie auf Wurst, gepökeltes und geräuchertes Fleisch (dasselbe gilt für Fisch), Fast Food, Frittiertes, Süßigkeiten, viel Alkohol. Auch Ihren Salzkonsum sollten Sie im Blick halten. Wird die Kochsalzzufuhr auf unter 6g pro Tag verringert, kann das den Blutdruck positiv beeinflussen. Ihren Kaffeekonsum sollten Sie bei hohem Blutdruck ebenfalls einschränken, da dieser den Blutdruck für etwa 20 bis 30 Minuten nach Verzehr um rund 10 bis 20 mmHg erhöht.

2. Sport

Sport kann die Entwicklung von Bluthochdruck verhindern. Außerdem kann ein bereits erhöhter Blutdruck mit regelmäßigem Sport gesenkt werden. Um etwa 5 bis 10 mmHg kann der Blutdruck durch regelmäßigen Sport gesenkt werden. Besonders empfehlenswert sind Sportarten, die das Herz-Kreislauf-System nur mäßig belasten, darunter:

  • Radfahren
  • Schwimmen
  • Wandern
  • Leichtes Joggen
  • Tennis
  • Nordic Walking

Zwei Menschen und ein Hund beim Walking

Drei bis fünf Mal pro Woche für mindestens 30 Minuten zu trainieren, sollte das Minimum sein, wenn es dem Bluthochdruck an den Kragen gehen soll. Doch auch weniger Bewegung ist besser als nichts.

3. Bewegung in den Alltag einbauen

Nicht jeder schafft es in der Woche drei bis fünf Mal zu trainieren. Das ist auch gar nicht nötig, wenn das Aktivitätslevel ansonsten erhöht ist. Spaziergänge mit dem Hund, das Fahrrad statt den Bus zu nehmen oder die Treppe statt den Fahrstuhl sind kleine Tricks für den Alltag, wie sich mehr Bewegung als Blutdrucksenker integrieren lässt.

4. Auf Zigaretten verzichten

Rauchen erhöht den Blutdruck und schädigt außerdem die Gefäße. Mit dem Rauchen aufzuhören ist ein weiterer Baustein, wenn es darum geht, gesünder zu leben und den Blutdruck zu senken.

5. Übergewicht vermeiden oder abbauen

Übergewicht ist ein starker Risikofaktor für Bluthochdruck. Wer sein Übergewicht abbaut, kann seinen Blutdruck um bis zu 1 mmHg pro Kilogramm Körpergewicht, das verloren wird, senken. Durch Sport und eine Ernährungsumstellung kann eine nachhaltige Gewichtsabnahme erreicht werden. Diäten sind meist wenig effektiv, da es zu Heißhungerattacken kommen kann und der berüchtigte Jojo-Effekt droht.

6. Heilpflanzen nutzen

Bei einem leicht erhöhten Blutdruck können Sie die Kraft von Heilpflanzen einsetzen, statt direkt zur chemischen Arznei zu greifen. Auch können Heilpflanzen begleitend eingesetzt werden, falls Sie Medikamente gegen Bluthochdruck nehmen müssen. Empfehlenswert sind zum Beispiel Pflanzen, die eine stressregulierende Wirkung haben, wie:

Auch Weißdorn ist ein probates Mittel bei einem zu hohen Blutdruck, da es den Herzmuskel stärkt. Misteltee können Sie bei Bluthochdruck einsetzen, wenn Sie die unangenehmen Begleiterscheinungen wie Schwindel oder Kopfschmerzen lindern wollen. Gleiches gilt für Tee aus Olivenbaumblättern, der ähnlich wie auch Olivenöl einen leicht erhöhten Blutdruck senken kann.

7. Stress reduzieren

Stress ist ein Blutdrucktreiber und sollte wenn möglich vermieden werden. Stress ist nicht nur für sich genommen schon schlecht für den Blutdruck, sondern führt auch zu weiteren ungesunden Verhaltensmustern. So greifen Menschen, die Stress haben, schneller zu Alkohol, Fast Food oder Zigaretten und achten weniger auf sich und ihre Ernährung. Stress zu reduzieren ist nicht immer leicht und erfordert spezielle Techniken – im wahrsten Sinne des Wortes ist es jedoch wirklich lebensverlängernd und trägt zu einem gesunden Leben bei.

8. Homöopathische Mittel gegen Bluthochdruck

Statt zu Medikamenten zu greifen, können Sie es mit homöopathischen Mitteln gegen Bluthochdruck versuchen. In erster Linie helfen die Mittel gegen die Symptome des Bluthochdrucks, weniger gegen den erhöhten Blutdruck selbst. Am besten sprechen Sie mit einem Homöopathen, um die Behandlung der Hypertonie mit diesen schonenden Mitteln zu begleiten.

9. Entspannungstechniken in den Alltag einbauen

Zur Reduktion von Stress können bestimmte Entspannungstechniken gehören, die in den Alltag integriert werden. Dazu zählen Meditation, Yoga oder autogenes Training. Schon kleine Pausen an einem stressigen Tag können dafür sorgen, dass der Blutdruck zur Ruhe kommt und das eigene Stressniveau spürbar gesenkt wird.

10. Mehr Achtsamkeit

Achtsamkeit bedeutet, im Hier und Jetzt zu leben, mit allen Gedanken, Emotionen, Sinneseindrücken sowie körperlichen Wahrnehmungen. Wer achtsam durchs Leben geht, hat in der Regel weniger Stress und besinnt sich auf den Moment. Negative Einflüsse lassen sich so besser einordnen und das gesamte Wohlbefinden kann verbessert werden. Zu einem achtsamen Leben gehört, Dinge zu tun, mit denen man sich gut fühlt, also gesundes Essen, Bewegung und Stress reduzieren. Achtsamkeit lässt sich trainieren und zielt insbesondere darauf ab, mehr zur Ruhe zu kommen, Gesundheitsprobleme zu vermeiden und glücklicher zu sein.

Wie und wo können Sie Ihren Blutdruck messen?

Am besten lassen Sie Ihren Blutdruck beim Arzt oder in der Apotheke messen. Es gibt jedoch auch Blutdruckmessgeräte für die Messung zuhause, mit denen Sie Ihre Werte jederzeit überprüfen können. Dies ist besonders für Patienten mit Bluthochdruck relevant, um gegebenenfalls die Medikation daran anzupassen.

Ihren Blutdruck messen Sie am besten im Sitzen, nachdem Sie mindestens fünf Minuten lang Ruhe hatten. Morgens und abends zur immer gleichen Zeit erhalten Sie die zuverlässigsten Ergebnisse.

Fazit: Zu einem gesunden Leben gehört ein normaler Blutdruck

Der Blutdruck ist der Wert, mit dem das Blut vom Herzen durch den Körper gepumpt wird. Verschiedene Faktoren können dazu führen, dass der Blutdruck entweder zu hoch oder zu niedrig ist. Während ein niedriger Blutdruck in der Regel ungefährlich und für die Betroffenen in erster Linie unangenehm ist, ist dauerhafter Bluthochdruck gefährlich. Wird das Blut mit zu viel Druck durch die Arterien gepumpt, leiern diese aus. Auch werden die Organe bei Bluthochdruck zu stark in Mitleidenschaft gezogen. Schlaganfälle oder ein Herzinfarkt können die Folge sein.

Es gibt verschiedene Risikofaktoren für Bluthochdruck. Mit entsprechenden Mitteln können Sie dem aber selbst vorbeugen, indem Sie sich zum Beispiel gesund ernähren, Sport treiben, Übergewicht abbauen, nicht rauchen und Stress reduzieren. Schließlich ist zu hoher Blutdruck nichts, was man einfach so hinnehmen muss, sondern etwas, gegen das man in vielen Fällen etwas tun kann (zumindest, wenn er nicht genetisch oder durch chronische Erkrankungen bedingt ist).

Auch gegen niedrigen Blutdruck können Sie aktiv werden und Ihren Kreislauf bewusst ankurbeln. Entscheidend ist, dass Sie die Symptome von zu hohem oder zu niedrigem Blutdruck kennen und dementsprechend handeln. Ein Arzt kann Ihnen dabei helfen, Ihren Blutdruck sowohl zu messen als auch Ihre Werte einzuordnen. Er hilft ebenso bei der Behandlung Ihrer Symptome und kann Ihnen nicht nur Medikamente verschreiben, sondern auch Tipps geben, wie Sie Ihre Beschwerden in den Griff bekommen und Ihr Wohlbefinden verbessern können.

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