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Haarverlust: 50 Prozent aller Männer sind betroffen

(Foto: RFBSIP - Adobe Stock)

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Tatsache ist: An Haarausfall leiden in Deutschland fast 40 Millionen Männer und Frauen. Das ist fast jeder zweite Mann und jede zehnte Frau. Und: Es gibt wohl kaum ein Leiden, das medizinisch gesehen ungefährlicher ist als der Haarausfall. Dennoch leiden die betroffenen Männer darunter häufig psychisch sehr stark. Aber wie kommt es überhaupt dazu, dass unsere Haare wachsen, ausfallen und sich erneuern? Und warum verlieren Männer so viele Haare? 

Welche Phasen des Haarwachstumsgibt es?

Das, was wir als Haar bezeichnen, heißt ganz korrekt „Haarschaft“, also das sichtbare Haar. Die eigentliche Produktion des Haars vollzieht sich unter der Kopfhaut. Dort liegt die Haarwurzel, umgeben vom Haarfollikel. Innerhalb dieser Haarwurzel sitzt die „Haarfabrik“, die Haarzwiebel. Dort entsteht durch Zellteilung ein Haar bzw. eine Verhornung, das bzw. die langsam nach oben wächst. Auf dem Weg durch die Kopfhaut wird das Haar durch die Blutgefäße mit Nährstoffen versorgt. Ist es oben angekommen, mündet es in einer Talgdrüse, die das Haar fettet. Jedes Haar unterliegt einem bestimmten Wachstumszyklus. Es fällt nach einer bestimmten Zeit aus und wird durch ein neues ersetzt. Und das vollzieht sich in drei Phasen: 

  1. Wachstumsphase (Anagenphase):

    Dauer von zwei bis drei Jahren, das Haar wächst im Durchschnitt etwa 1 cm im Monat.  

  2. Übergangsstadium (Katagenphase):

    Dauer rund drei Wochen, das Haar wird nicht mehr mit Nährstoffen versorgt.  

  3. Ruhepause (Telogenphase):

    Das Haar sitzt nur noch locker in der Kopfhaut und wird beim Kämmen gelöst. Hier liegt die Dauer bei etwa drei Monaten. 

Nach einer kurzen Ruhezeit wächst ein neues Haar durch die Kopfhaut. Es sei denn, der Kreislauf wird gestört – und das Haar wächst nicht mehr nach. Hier spricht man dann von Haarausfall. 

Welche typischen Formen des Haarausfallsgibt es?

Vermehrter Haarausfall, auch “Alopezie” genannt, kann die verschiedensten Gründe haben. Meist liegt eine dieser drei Ursachen vor:  

1.Erblich-hormoneller Haarausfall (androgenetische Alopezie):

Für Männer typisch sind so genannte Geheimratsecken und eine Tonsur am Hinterkopf. Auslöser ist ein Abbauprodukt des Hormons Testosteron. In der Männergesundheit ist dies der häufigste Grund für Haarausfall.

2.Kreisrunder Haarausfall:

Diese Form des Haarausfalls ist bei Männern am zweihäufigsten vertreten. Es bilden sich plötzlich münzgroße, kahle Stellen am Kopf. Die Haare können aber auch komplett ausfallen. Bis heute ist die Ursache dafür ungeklärt. Eine medikamentöse Behandlung führt leider nur selten zum Erfolg. Man vermutet, dass das körpereigene Immunsystem sich gegen die Haarwurzel richtet.  

3.Diffuser Haarausfall:

Dabei fallen die Haare am ganzen Kopf aus und dünnen gleichmäßig aus. Hier sind die Haarwurzeln oft nicht ausreichend mit Nährstoffen versorgt.  

Weitere mögliche Ursachen für vermehrten Haarausfall:

Grundsätzlich ist ein Haarausfall von 100 Haaren pro Tag normal  © fotograf-halle.com - Adobe Stock

Wie lässt Testosteron die Haarwurzeln verhungern? 

Eine überdurchschnittliche Produktion des Hormons DHT (Dihydrotestosteron) verhindert bei erblich bedingtem und altersbedingtem Haarausfall, dass Ihre Haare gesund wachsen. Bei DHT handelt es sich um ein Abbauprodukt des männlichen Sexualhormons Testosteron. Die Empfindlichkeit der Haarwurzeln gegenüber dem Hormon DHT ist genetisch festgelegt. Deshalb vererbt sich die Veranlagung zur Glatze oft vom Vater auf den Sohn. Die Wachstumszonen der Haare reagieren extrem empfindlich auf das DHT. 

Zunächst behindert das DHT bei erblich bedingtem Haarausfall die Energie- und Blutzufuhr in den Haarwurzeln. Mit der Zeit wird die Produktion von neuen Haarzellen völlig eingestellt. Der altersbedingte Haarausfall führt durch eine verminderte Aktivität der Haarzellen zum Verlust der Haare. Ihr Haar verhungert! Im Gegensatz zu Haarausfall, der durch eine Krankheit oder nicht erbliche Faktoren ausgelöst wird, gehen die Haare bei der androgenetischen Alopezie unwiederbringlich verloren und wachsen nicht mehr nach.  

Welche Methoden können den Haarausfall vermindern? 

Wenn Sie Tonsuren, Geheimratsecken oder dünner werdendes Haar bekämpfen möchten, gibt es unendlich viele Methoden. Die gehen von harmlos über obskur bis hin zu operativen Maßnahmen. Aber was hilft wirklich – und was ist nur Geldschneiderei? 

Wie hilft Shampoo zum Vorbeugen von Haarausfall?

Das Problem an der Wurzel packen – geht das? Shampoos mit Rosmarin sollen die Durchblutung der Kopfhaut fördern und so die Haarfollikel anregen. Koffein ist ein weiterer Wirkstoff, der kräftig beworben und in Shampoos gegen Haarausfall eingesetzt wird. Koffein soll ebenfalls die Haarwurzel anregen und so die Lebensphase des einzelnen Haars verlängern.  

Vorteile: einfach selbst anzuwenden, relativ preisgünstig.  

Nachteile:Wenn Sie mit speziellen Shampoos eine Besserung erzielen wollen, hätten Sie schon vor 20 Jahren damit beginnen müssen, die Kopfhaut zu stimulieren. Dann hätten Sie zumindest einen Minimaleffekt erreicht.  

Fakt ist aber: Gegen die haarvernichtende Wirkung des Hormons DHT können Shampoos, egal welcher Preisklasse, nichts bewirken. Zudem rufen die Wirkstoffe dieser Shampoos bei vielen Anwendern Kopfhautirritationen wie verstärktes Jucken oder Schuppenbildung hervor.  

Hilft Finasterid beim Haarwachstum?

Finasterid wird schon seit Längerem gegen die gutartige Prostatavergrößerung eingesetzt, da auch hier das DHT eine zentrale, auslösende Rolle spielt. Das Finasterid unterdrückt die Bildung von DHT und schützt so Ihre Haarwurzeln. In zwei Studien, die vor der Einführung des Medikaments in den USA durchgeführt worden sind, erhielten mehr als 1.200 Männer zwei Jahre lang Finasterid oder zur Kontrolle eine Tablette ohne Wirkstoff (Placebo). Bei sechs von sieben Männern aus der Finasterid-Gruppe wurde der Haarausfall gestoppt. In der Placebo-Gruppe hatte sich dagegen das Haarkleid bei zwei Dritteln der Probanden weiter gelichtet.  

Vorteile: Das Medikament stoppt tatsächlich den Haarverlust, da es den Hormonspiegel im Blut beeinflusst. Allerdings tritt die Wirkung frühestens nach drei bis sechs Monaten ein. Über schädliche Langzeitwirkungen ist bisher nichts bekannt.  

Nachteile: Wenn Sie das Mittel absetzen, geht es mit dem Haarverlust genauso schnell weiter wie zuvor. Es ist rezeptpflichtig, aber nicht erstattungsfähig. Als Nebenwirkungen können sexuelle Störungen und eine Verweiblichung auftreten. So ist die Einnahme kostengünstiger. Der Wirkstoff Finasterid wird einerseits in dem Mittel gegen Prostatavergrößerung, Proscar®, eingesetzt, andererseits als Propecia®-Tabletten gegen Haarausfall. Die einzigen Unterschiede zwischen Proscar® und Propecia® sind die Dosierung des Wirkstoffes und der Preis.  

Propecia® ist zwar einfacher für Sie einzunehmen, denn Sie brauchen nur eine Tablette aus dem Blister zu drücken. Es enthält lediglich 1 Milligramm Finasterid – ein Fünftel weniger als das Prostatamittel. Dafür ist es aber wesentlich teurer. Die dauerhafte Einnahme schlägt mit ca. 50 € im Monat zu Buche. Mein Hausarzt hat mir den Tipp gegeben, Proscar® zu nehmen. Die Packung ist zwar genauso teuer, wenn Sie die Tabletten aus der Apotheke jedoch in fünf oder – einfacher – in vier gleich große Stücke teilen, vervielfachen Sie die Menge zum gleichen Preis! 

Hilft eine Eigenbluttherapie als Haarwurzel-Regenerator?

Die Methode arbeitet mit körpereigenem, thrombozytenreichem Blutplasma (englisch: platelet-rich plasma, PRP). Die im Blutplasma enthaltenen Thrombozyten (Blutplättchen) liefern eine große Zahl an Wachstumsfaktoren. Wenn sie in die Kopfhaut gespritzt werden, regenerieren sich die Haarwurzeln. 

Diese Studie belegt die Wirkung: Finnische Forscher der Universität in Turku haben sich vor zwei Jahren mit allen bestehenden Studien auseinandergesetzt. Insgesamt existieren sieben Studien mit 194 Teilnehmern. Im Schnitt verbesserte die PRP-Therapie die Haardichte um 19 % und die Dicke der Haare um 33 %. Der Haarausfall verlangsamt sich der Erfahrung nach und kommt nicht selten ganz zum Stillstand. 

Schritt für Schritt Behandlung bei der Eigenbluttherapie 

  • Zunächst werden Ihnen 10 bis 15 ml Blut aus der Armvene abgenommen.  
  • Aus Ihrer Eigenspende wird mittels Zentrifugation das thrombozytenreiche Plasma (PRP) gewonnen. 
  • Anschließend wird Ihnen das Plasma mit einer dünnen Nadel an mehreren Stellen in die Kopfhaut gespritzt (2 bis 3 mm tief, direkt an die Haarwurzeln). Das ist nahezu schmerzlos. 
  • Dauer: Eine Sitzung dauert ca. 45 Minuten und muss im Abstand von jeweils vier bis sechs Wochen drei- bis fünfmal wiederholt werden. Danach reicht eine jährliche Auffrischung. 
  • Eine Therapiesitzung kostet zwischen 300 und 700 €. 
  • Das Ergebnis zeigt sich nach drei bis sechs Monaten.  

Vorteile: Es ist eine nebenwirkungsarme Methode, die nur mit Ihrem eigenen Blut „arbeitet“. Die Methode ist unblutig, schmerzfrei – und Sie haben keine Ausfallzeiten. Geeignet ist sie bei erblichem, kreisrundem und diffusem Haarausfall.  

Nachteile: Die Kassen zahlen nichts zu der – recht teuren – Methode dazu. Langzeitstudien gibt es bis dato nicht 

Die Haartransplantation für ein dauerhaftes Ergebnis?

Wenn Sie von starkem Haarausfall betroffen sind und einen hohen Leidensdruck haben, können Sie auch eine Eigenhaartransplantation in Betracht ziehen. Denn: Selbst bei Männern mit wenigen Haaren bleibt nach einer Haartransplantation – in den allermeisten Fällen – ein gut erhaltener Haarkranz stehen. Der Grund: Die Haarwurzeln des Haarkranzes sind völlig unempfindlich gegenüber dem schädlichen männlichen Hormon DHT (Dihydrotestosteron, siehe Seite 2). Dementsprechend fallen sie auch nicht aus. Genau diese Haare werden nun bei einer Eigenhaartransplantation genutzt, um sie chirurgisch nach vorne, in die kahl gewordenen Stellen (Geheimratsecken) oder auf die vormalige Glatze zu verteilen. Dort wachsen diese Haare dann ein Leben lang weiter. Mit einer vollkommen natürlichen Haarlinie an der Stirn und ganz ohne den hässlich-auffälligen „Perückeneffekt.” Eine Eigenhaartransplantation geschieht meist in ein oder mehreren Sitzungen. Die am häufigsten eingesetzten Methoden sind die Streifenentnahme und die Einzelhaarentnahme (moderner). 

Vorteile: Bei beiden Methoden fällt das transplantierte Haar zwar zuerst aus, es wächst aber innerhalb der nächsten Monate nach – und das ein Leben lang.  

Nachteile: Eine Haartransplantation ist relativ teuer (ab ca. 3.000 €) und wird nicht von den Krankenkassen erstattet. Die Kosten für eine kosmetische Haartransplantation sind auch nicht als außergewöhnliche Belastung abzugsfähig. Zudem gibt es, wie bei jedem Eingriff, medizinische Risiken wie mögliche Infektionen und Schmerzen.  

Welche Tinkturen eignen sich für eine einfache “at home” Behandlung?

Tinkturen werden auf die Kopfhaut aufgetragen und einmassiert. Dies soll die Durchblutung anregen und dadurch den weiteren Haarausfall verlangsamen oder gar stoppen. Es gibt Tinkturen unterschiedlichster Preisklassen: vom einfachen Drogerieprodukt bis hin zu teuren Apothekentinkturen (z. B. Alpecin, Seborin oder Regaine®Männer mit 5 % Minoxidil, Thiocyanat). Minoxidil ist eigentlich ein Medikament gegen Bluthochdruck. Es wird aber meist wegen seiner Nebenwirkungen eingesetzt: Die Haare wachsen wieder – und die nachwachsenden Haare sind oft sogar dicker als zuvor. 

In einer kleinen Studie der Universität Marburg wurden zehn Männer mit moderatem androgenetischen Haarverlust zweimal täglich mit Minoxidil behandelt. Nach sechs Monaten Therapie hatte die Anzahl der Haare bei den Männern im Schnitt um 19 Prozent zugenommen, die Haardicke sogar um 29 Prozent.  

Vorteile: Die einfache Anwendung zu Hause ist der Hauptvorteil. Teilweise preisgünstig zu erhalten. Nachteile: Wenn Sie das Mittel absetzen, stellen die Haare meist wenige Wochen später ihr Wachstum wieder ein. 

Welche Vitaminen helfen gegen den Haarausfall?

Wenn Sie mehr Haare als sonst in der Bürste oder auf dem Kopfkissen entdecken, sollten Sie schnell aktiv werden. Denn dahinter kann auch ein Vitalstoffmangel stecken.

Viele Vitamine beeinflussen Ihr Haarwachstum direkt oder indirekt. Ernähren Sie sich immer ausgewogen, für ein gesundes Leben und um Haarausfall durch Vitaminmangel vorbeugen können. 

Legen Sie besonderen Wert auf folgende Vitalstoffe 

B-Vitamine sind wichtig für den Aufbau der Haare. Ein Mangel an B-Vitaminen in Ihrem Körper kann schon entstehen, wenn Sie Antibiotika einnehmen müssen. Achten Sie in einem solchen Fall darauf, dass Sie sich ausreichend mit Lebensmitteln ernähren, die reich an Vitamin B sind. Das sind unter anderem Vollkornprodukte, Nüsse, Weizenkeime, Kleie und Hülsenfrüchte. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, ob es sinnvoll ist, dass Sie für eine gewisse Zeit einen Vitamin-B-Komplex einnehmen. 

Biotin (2,5 bis 5 mg am Tag) gehört zu den B-Vitaminen und fördert Stoffwechselreaktionen, die für das Haarwachstum wichtig sind, beispielsweise den Einbau schwefelhaltiger Aminosäuren. 

Fehlt Ihnen Vitamin C, kann es zu Verhornungen der Follikelöffnungen kommen. Daraus resultieren Strukturschäden an den Haarschäften und Haarausfall. Achten Sie darauf, dass Sie viel frisches Obst und Gemüse essen – am besten roh, um das empfindliche Vitamin C nicht durch Kochen zu vernichten. 

Bei Vitamin A schadet Ihnen sowohl eine Unter- als auch eine Überdosierung. Nehmen Sie zu wenig Vitamin A zu sich, kommt es zu Haarwachstumsstörungen. Ernähren Sie sich reich an Vitamin A und kommt es so zu einer Überdosierung, kann Haarausfall die Folge sein. Lassen Sie Ihren Vitamin-A-Spiegel im Blut überprüfen. Ist er zu niedrig, sollten Sie ihn erhöhen, indem Sie z. B. reichlich Karotten, Spinat, Grünkohl und Chicorée essen. Haben Sie zu viel Vitamin A im Blut, sollten Sie auf die Lebensmittel, die viel Vitamin A enthalten, weitgehend verzichten. 

Ernähren Sie sich fleischarm oder vegetarisch, neigen Sie eher zu einer schwindenden Haarpracht. Bei einem Ferritinspiegel im Serum von unter 50 ng/ml rate ich Ihnen vorübergehend zu einer Eisenergänzung

Zink unterdrückt die schädliche Testosteron-Wirkung in der Haarwurzel – ähnlich wie das wissenschaftlich erprobte Haarwuchsmittel Propecia®. Mehrere Studien weltweit haben seitdem ergeben, dass Zink die Glatzenbildung aufhalten kann. Nicht nur Haarausfall, auch eine trockene, schuppige Kopfhaut weist auf einen Zinkmangel hin. In besonders hartnäckigen Fällen können Sie diese Vitalstoffe noch durch die schwefelhaltigen Aminosäuren Cystein und Methionin ergänzen. Sie sind entscheidend am Aufbau der Haarproteine beteiligt.  

Diese Vitalstoffe können Sie über eine Apotheke oder direkt im Versandhandel beziehen.  

Hilft die richtige Ernährung gegen graue Haare?

Die meisten Männer wie auch Frauen stellen irgendwann im Laufe ihres Lebens fest, dass sich die Haarfarbe „verändert“, indem sie allmählich grauer und heller wird. Freude über den Farbverlust tritt vermutlich bei den wenigsten ein, aber ändern lässt sich diese Entwicklung ja nicht – oder vielleicht doch? 

Tatsächlich ist das frühzeitige Ergrauen einerseits Veranlagung, andererseits aber auch eine Frage des Lebensstils. So ist beispielsweise das Rauchen ein Faktor, der das Entstehen grauer Haare begünstigt. Denn durch das Rauchen wird der oxidative Stress in den Haarzellen erhöht. Der gleiche Effekt ist bei starkem Übergewicht und Stress zu beobachten. Die Ernährung spielt eine entscheidende Rolle. 

Eine falsche Ernährung führt zwar nicht direkt zum frühzeitigen Ergrauen. Andererseits sorgt die richtige Ernährung mittelbar dafür, dass wir lange Zeit gesundes, volles Haar auf dem Kopf haben – und das auch noch in seiner ursprünglichen Farbe! 

Diese Lebensmittel sorgen für gesunde, farbintensive Haare 

Mit der richtigen Ernährung behält das Haar länger seine Farbe © goodluz - Adobe Stock

Warum ist „Renature“ keine gute Alternative?

Seit einigen Jahren gibt es Produkte, die grauem Haar seine ursprüngliche Farbe zurückgeben können. Dieses Procedere wird Renaturierung genannt, doch von diesem Prozess wir abgeraten.

Die meisten dieser Produkte enthalten Bleiacetat, das mit den Schwefelverbindungen der Haarsubstanz und mit Luftsauerstoff reagiert. Dabei entstehen Bleisulfit-Pigmente, die sich im ergrauten Haar ablagern und ihm dadurch seine Ursprungsfarbe zurückgeben. Toxikologen der Universität Kiel warnen vor dem Renaturieren, denn das giftige Schwermetall Blei gelangt über die Kopfhaut in den Körper. Dort kann es die Blutbildung in den Knochen ebenso schädigen wie das Nervensystem. 

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FAQ: Haarverlust bei Männern

Was ist die Ursache für Haarausfall bei Männern?

Die häufigste Form von Haarverlust bei Männern ist der erblich bedingte Haarausfall. Hier ist eine überdurchschnittliche Produktion von Testosteron der Auslöser. Bei kreisrundem Haarausfall ist die Ursache noch nicht geklärt. Bei diffusem Haarausfall liegt eine mangelnde Nährstoffversorgung vor.

Was kann man gegen Haarverlust tun?

Ist der Haarausfall noch nicht weit fortgeschritten, kann mit Shampoos und Tinkturen der weitere Haarausfall verhindert werden, sofern die Produkte nicht abgesetzt werden. Auch Medikamente können den Haarausfall stoppen. Für eine dauerhafte Lösung eignet sich jedoch meist nur eine Haartransplantation.

Ab wann spricht man von Haarverlust?

Ein Haarverlust von ca. 100 - 300 Haaren am Tag ist normal. Erst wenn kontinuierlich ausfallen und nicht mehr nachwachsen, spricht man von Haarausfall. Bei Männern fällt dies meist zuerst durch den Verlust der Schläfenhaare auf und es bilden sich sogenannte „Geheimratsecken".

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