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Maca: Hilft das Superfood wirklich bei Muskelaufbau und Libido?

(Foto: baibaz | Adobe Stock)

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Inhaltsverzeichnis

Maca gilt als das Superfood Perus. Schon die Inkas kultivierten die Knolle und kannten die besondere Wirkung dieser Pflanze. Denn Maca ist nicht nur reich an wertvollen Eiweißen, Aminosäuren, Eisen und Mineralstoffen, sondern wird auch als natürliches Aphrodisiakum eingesetzt. Darüber hinaus lindert es typische Beschwerden der Wechseljahre, verbessert die Spermienqualität und kann dazu beitragen, Blutdruck und Cholesterin zu senken. Doch wie genau wirkt Maca, welche Sorten gibt es und wie wird die Pflanze richtig eingenommen?

Lepidium meyenii – Maca im Überblick

  • Maca: auch Peru-Ginseng genannt; gehört zur Gattung der Kressen (Lepidium) in der Familie der Kreuzblütengewächse (Brassicaceae) und wächst als zumeist zweijährige Pflanze mit einer geringen Wuchshöhe von maximal 20 cm
  • Heilwirkung: potenzsteigernd, hormonregulierend, stimmungshebend, leistungs- und konzentrationsfördernd, blutdrucksenkend
  • Anwendung: Steigerung sexueller Lust, Erektionsstörungen, mangelhafte Spermienqualität, Wechseljahre, Ängste, Depressionen, unerfüllter Kinderwunsch, Stress, erhöhtes Cholesterin, Arteriosklerose, Muskelaufbau, Rheuma
  • Verwendete Pflanzenteile: Knolle und Wurzel
  • Inhaltsstoffe: reich an pflanzlichen Phytosterinen, z. B. Sitosterin, Campesterin oder Ergostadienol
  • Einnahme: Pulver, Kapseln, Tropfen, Tabletten

Lustfördernd und muskelstärkend – Wirkung und Inhaltsstoffe von Maca

Die Peruaner schwören auf die Heilkräfte des Superfoods – und auch hierzulande kommt Maca immer öfter bei verschiedenen Leiden als Nahrungsergänzungsmittel zum Einsatz. Vermutlich beruht die Wirkung der Knolle – wie bei vielen anderen Heilpflanzen auch – auf einer ausgewogenen Mischung verschiedener Substanzen. Eine große Rolle spielt dabei der hohe Gehalt an sogenannten Phytosterinen. Das sind pflanzliche Stoffe, die menschlichen Hormonen ähneln, z. B. Sitosterin, Campesterin oder Ergostadienol (Phytoöstrogene). Diese wirken im Körper stimulierend und cholesterinsenkend.

Der peruanische Ginseng enthält zudem pflanzliche Steroide, die einen natürlichen Muskelaufbau begünstigen. Die Knolle ist eine gute Quelle für Eisen, Jod und Calcium, wie die Nährwerte der Pflanze zeigen. Und: Maca ist reich an verschiedenen Nährstoffen wie Mineralien, Aminosäuren, Vitaminen, Spurenelementen und an sekundären Inhaltsstoffen.

Maca-Knolle: Potenzmittel für Männer und natürliches Antidepressivum?

Seit langer Zeit sagt man der Maca-Knolle potenzfördernde Wirkungen nach. Erfahrungsberichte und medizinische Untersuchungen zeigten, dass bei einer kontinuierlichen Einnahme von Maca über einen Zeitraum von mehreren Wochen eine äußerst wohltuende Wirkung eintritt.

Maca kann die Potenz steigern, ohne den Testosteronspiegel nachweislich zu erhöhen. Dadurch sind keine negativen Auswirkungen auf die Prostata zu erwarten – eine häufige Nebenwirkung von beispielsweise Testosteronpräparaten.

Personen, die Maca anwenden, berichten infolgedessen von einem Energieschub, der mit einem gesteigerten sexuellen Verlangen einhergeht und sich auch positiv auf die Bewältigung von Stress und Depressionen auswirken kann.

Macaknollen

Heilpflanze Maca bei Kinderwunsch – Lepidium meyenii verbessert die Spermienqualität

Immer wieder analysierten Mediziner in den vergangenen Jahren die Bestandteile der Wurzelknolle Maca sowie ihre Effektivität. Daher gibt es zur Wirkung von Maca eine Reihe von Studien mit interessanten Forschungsergebnissen: So steigerte sich bei männlichen Laborratten nach der Gabe von Maca die Anzahl ihrer Spermien. Auch eine erhöhte sexuelle Aktivität konnten die Wissenschaftler bei den Tieren beobachten.

Paaren mit unerfülltem Kinderwunsch könnten demnach von der peruanischen Knolle profitieren. Denn oft ist das lange Warten auf ein Wunschkind auf schlechte Spermienqualität und damit auf eine verminderte Fruchtbarkeit zurückzuführen. Auch eine weitere Studie kommt zu einem ähnlichen Schluss: Die Universität von Salerno/Peru bestätigte, dass sich die Qualität der Spermaflüssigkeit nach einer vier Wochen dauernden Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln aus Maca erhöht. Es verbesserte sich nicht nur das Volumen, sondern auch die Anzahl und die Bewegungsenergie der Spermien.

Frauen in den Wechseljahren: Maca kann Beschwerden lindern

Der „Ginseng der Anden“ unterstützt nicht nur Männer mit Potenzproblemen: Auch Frauen profitieren von dem Kressegewächs. So kann die Knolle bei Beschwerden während den verschiedenen Phasen der Wechseljahre Verwendung finden.

Kurz vor beziehungsweise während der Menopause, der sogenannten Prä- und Perimenopause, unterstützen Pulver oder Kapseln aus lila Maca oder rotem Maca Frauen dabei, ihre seelische und hormonelle Balance wiederherzustellen. Gelbes Maca fördert in der Postmenopause durch seine östrogenisierende und hormonell ausgleichende Wirkung sowohl die Stimmung als auch die Libido der Frau. Es existieren demnach also verschiedene Maca-Sorten. Doch worin genau liegt der Unterschied?

Gelb, rot, lila oder schwarz: Maca ist nicht gleich Maca

Weltweit sind 34 verschiedene Sorten Maca bekannt. Mit der Hand in mühseliger Arbeit aus dem Boden geholt, legen die Landwirte die Pflanze und ihre Wurzel anschließend zum Trocknen an die Luft. Aus den getrockneten Knollen stellen sie ein Pulver her, welches die Hersteller von Maca-Produkten letztlich weiterverarbeiten.

Der gelbe Maca kommt am häufigsten vor. Darüber hinaus gibt es noch die Sorten rotes Maca, lila Maca, schwarzes Maca sowie eine Mischung aus allen vier Gewächsen. Die verschiedenen Wurzeln können bei unterschiedlichen Beschwerden lindernd wirken:

Maca-SorteAnwendungsgebiete
Gelber MacaSteigerung der Potenz, Postmenopause, Cholesterin, Fettstoffwechsel, Ängste
Lila MacaWechseljahre (Prämenopause), hoher Blutdruck, Stress, emotionale Instabilität
Rotes Macaweiblicher Zyklus (Eisprung, Empfängnis, PMS), Stress, Depression, Überlastung, Haarausfall
Schwarzes MacaSteigerung der Potenz, Spermienqualität, sexuelle Lust, Muskelaufbau
Maca gemischtHormonhaushalt, Luststeigerung, hoher Blutdruck, erhöhtes Cholesterin

Ist ein Präparat aus Maca nicht mit einer spezifischen Farbkennzeichnung ausgewiesen, handelt sich wahrscheinlich um ein Mischpulver. Dieses besteht mindestens zur Hälfte aus gelbem Maca sowie einem Mix aller Sorten der Knolle in erntetypischer Zusammensetzung. Daher enthält es auch die Wirkbestandteile aller Farben und Sie können es gut bei allen genannten Beschwerden einsetzen.

Maca als Heilpflanze: Wie wird die Knolle eingenommen?

Produkte aus der Maca-Knolle sind in Bioläden, Drogeriemärkten oder Apotheken oft in der Abteilung für Nahrungsergänzungsmittel zu finden. Diese können Sie sowohl als reine Maca-Präparate als auch in Kombination mit anderen Substanzen kaufen. Maca ist in Form von Macapulver, Tabletten, Kapseln sowie als Extrakt-Tropfen erhältlich.

Zur allgemeinen Vitalisierung und Stärkung empfiehlt sich 3-mal täglich die Einnahme von 0,5 bis 1 g. Zur Therapie und Therapiebegleitung (z. B. bei Potenzstörungen oder Wechseljahresbeschwerden) nehmen Sie 3-mal täglich 2 bis 3 g zu sich– so lange, bis eine Besserung eintritt.

Maca-Pulver können Sie leicht in einem Glas Wasser auflösen und nach kräftigem Rühren trinken. Der Geschmack ist leicht erdig und lässt sich mit Fruchtsaft gut überdecken. Auch ein Brei aus Maca ist eine gute Einnahmemöglichkeit: Mischen Sie dazu Maca-Pulver mit Honig oder pürierten Früchten. Maca-Extrakt wird aus dem Pulver durch eine Heißwasserextraktion gewonnen. Die wasserlöslichen Wirkstoffe sind dann im Extrakt in hoch konzentrierter Form enthalten. Diesen Maca-Extrakt können Sie Saft oder anderen Getränken sowie Jogurt untermischen.

Superfood und heilende Wirkung: Welche Nebenwirkungen von Maca sind bekannt?

Die Bewohner der Anden setzen das Superfood Maca seit vielen Jahrhunderten auf ihren Speiseplan und verzehren dabei Mengen von bis zu 100 g pro Mahlzeit – ohne bekannte Nebenwirkungen. Auch Modelle mit Tieren lassen vermuten, dass eine höhere Dosis Maca für den Menschen nicht mit schwerwiegenden Folgen verbunden ist. Die gängige Dosierung von bis zu 3 g Maca pro Tag gilt bislang als unbedenklich.

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) weist jedoch darauf hin, dass eine mögliche Wirkung von Maca auf den Hormonhaushalt oder die Geschlechtsorgane mit unerwünschten Nebenwirkungen einhergehen kann. Auch gibt es Hinweise, dass Pulver, Tropfen oder Kapseln aus der Knolle Magen-Darm-Probleme hervorrufen können. Jedoch gibt es für diese genannten Nebenwirkungen keine ausreichende Studienlage. Gelegentlich berichteten Anwender auch von Blutdruckabfällen.

Deshalb gilt: Fragen Sie vor dem Verzehr von Maca-Präparaten Ihren Arzt, ob die Einnahme für Sie unbedenklich ist.

Maca – robuste Knolle mit langer Tradition

Die Knolle aus der Familie der Kreuzblütengewächse (Brassicaceae) wächst in den peruanischen Anden auf rund 4.000 Metern Höhe. Das Kressegewächs ist daher äußerst strapazierfähig und trotzt mühelos Kälte, Wind und starker UV-Strahlung. Genau diese Robustheit ist es, die die Bewohner der Gebirgsketten der Anden an ihr schätzen – und das seit fast 2.000 Jahren.

Die indigene Bevölkerung Perus nutzt Maca als nahrhaftes Gemüse sowie Quelle für Kohlenhydrate und Fettsäuren – und isst es bis zu drei Mal täglich. Aber auch als medizinische Heilpflanze ist die Wurzel im Einsatz. Laut Überlieferung machten sich die Inka die vor allem die Libido-anregende Wirkung der Pflanze zunutze, als die spanischen Eroberer im 15. Jahrhundert sie und ihre Herden in die Berge verbannten. Die Folge: Die Umsiedlung ließ den Schafen die Lust auf Fortpflanzung vergehen. Doch Maca sorgte schon bald wieder für neuen tierischen Nachwuchs.

Kleines Gewächs mit großer Wirkung: Die Macawurzel als Heilpflanze

Das peruanische Kressegewächs Maca wird seit Jahrhunderten für seine kräftigenden und naturheilkundlichen Eigenschaften geschätzt. Ob bei geringer sexueller Lust, Problemen mit der Fruchtbarkeit, in den Wechseljahren oder bei erhöhten Cholesterinwerten: Als Pulver, Tropfen oder Tablette eingenommen, soll die getrocknete Macawurzel zu einer Verbesserung dieser Beschwerden führen.

Wie die Nährwerte von Maca zeigen, ist die Wurzel auch ein echtes Superfood und reich an wertvollen Nährstoffen wie Kohlenhydraten, Fettsäuren, Eisen und Eiweißen. Doch auch, wenn bislang nur wenig über mögliche Nebenwirkungen bekannt ist, sollten Erwachsene den Konsum von Maca nicht übertreiben. Ob gelbes, rotes oder lila Maca: Der Verzehr von täglich 3 g der Knolle gilt als Richtlinie, um sich selbst von den Heilkräften der Inka-Pflanze zu überzeugen.

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FAQ: Häufig gestellte Fragen zu Maca

Was ist Maca?

Maca ist ein kleinwüchsiges Kressegewächs (Lepidium) aus der Familie der Kreuzblütler (Brassicaceae). Die Knolle der Pflanze findet heute weltweit als Nahrungsmittel und Heilpflanze Verwendung.

Wie wirkt Maca?

Die peruanische Wurzel kann potenzsteigernd, stimmungshebend und hormonregulierend wirken. Damit kann sie Beschwerden wie Erektionsstörungen, Wechseljahresbeschwerden sowie Ängste und Stress lindern. Sportler schätzen Maca für dessen Aminosäuren, Eisen und Eiweiße: Die Knolle unterstützt so den natürlichen Muskelaufbau.

Wo kann man Maca kaufen?

Präparate aus Maca sind in Drogeriemärkten, Bioläden oder Apotheken zu finden. Maca ist in Form von Tabletten, Pulver oder Extrakt-Tropfen entweder als reines Produkt oder auch in Kombination mit anderen Substanzen erhältlich.

Was ist das beste Maca?

Maca gibt es in vier verschiedenen Farben: gelb, rot, lila und schwarz. Jeder Sorte sind unterschiedliche Wirkweisen nachgesagt. Der Handel bietet hierzulande häufig eine Mischsorte aus allen vier Maca-Pflanzen an: Diese vereinen die Wirkbestandteile aller Farben.

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