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Heilpflanzen für eine gesunde Haut

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Von Akne über Schuppenflechte und Neurodermitis bis zu Sonnenbrand: Jeder von uns hatte bereits schon einmal mit Hauterkrankungen zu kämpfen. Doch wer unter solchen Hautproblemen leidet, muss nicht sofort auf Arzneimittel zurückgreifen.

Denn es gibt zahlreiche Heilpflanzen mit wirkungsvollen Inhaltsstoffen, die Ihre Haut auf natürliche Art und Weise regenerieren. Selbst zur Prävention und Pflege der Haut eignen sich die Blüten und Blätter von Heilpflanzen hervorragend. Doch welche Heilpflanzen und Heilkräuter finden bei welchen Hautproblemen Anwendung?

Egal, ob Pickel, Unreinheiten oder trockene und rissige Haut: Fast jeder Mensch hat bereits unter Hauptproblemen gelitten – und das, obwohl es zahlreiche Heilpflanzen gibt, die sanfte Linderung verschaffen. © Pixel-Shot | Adobe Stock

Die Haut – ein lebenswichtiges Organ mit essenziellen Aufgaben

Als größtes Organ übernimmt die Haut zahlreiche lebensnotwendige Aufgaben im menschlichen Körper. Die Haut bedeckt die gesamte Oberfläche unseres Körpers und schirmt uns somit vor schädlichen Außeneinflüssen wie Kälte, Wärme sowie Krankheitserregern und anderen giftigen Schadstoffen ab.

Die Hauptaufgabe der Haut besteht also darin, den Körper vor schädlichen äußeren Einflüssen zu schützen. Doch die Haut übernimmt noch viele weitere wichtige Funktionen im menschlichen Körper. Dazu gehören:

  • die Regulierung der Körpertemperatur
  • die Sinneswahrnehmung
  • der Schutz vor Verletzungen und anderen schädlichen Außeneinwirkungen
  • die Unterstützung bei der Vitamin-D-Synthese
  • die Absonderung von Stoffwechselprodukten
  • die Speicherung von Fett, Wasser und anderen Stoffwechselprodukten

Häufige Hauterkrankungen und Hautprobleme

Obwohl die Haut uns vor jeglichen schädlichen Einflüssen aus der Umwelt schützt, können eben diese Einwirkungen der Haut auch schaden. Insbesondere wenn die Haut für einen längeren Zeitraum zu hoher Hitze, Kälte oder auch hartnäckigen Krankheitserregern ausgesetzt wird, wird die natürliche Hautbarriere verletzt.

Infolgedessen können harmlose Hautveränderungen wie Quaddeln, Pusteln, Pickel und Bläschen auftreten oder in schwereren Fällen auch Hauterkrankungen folgen. Doch auch innere Einflüsse wie Hormonschwankungen oder Nahrungsmittelallergien können Hautprobleme verursachen.

Zu den häufigsten Hauterkrankungen zählen unter anderem:

  • Neurodermitis: Unter Neurodermitis versteht man eine entzündliche und oftmals chronische Hautkrankheit. Im Gegensatz zu anderen Hauterkrankungen tritt Neurodermitis in Schüben auf und geht in der Regel mit starkem Juckreiz, trockener und rissiger Haut einher. Bei starker Neurodermitis hingegen können Ekzeme auftreten.
  • Schuppenflechte: Wie bereits der Name verrät zeigt sich Schuppenflechte oftmals mit starken Schuppen an Knie, Ellenbogen und Armen, die stark jucken. Bei der Schuppenflechte handelt es sich um eine entzündliche Hauterkrankung, die in der Regel chronisch auftritt.
  • Akne: Eine der häufigsten Hautkrankheiten ist Akne. Diese tritt besonders häufig bei Jugendlichen auf und führt oftmals zu Hautveränderungen im Gesicht. Doch auch Nacken, Rücken und der Brustbereich ist oft von Akne betroffen. Typische Symptome von Akne sind Pickel, fettige Haut, Papeln und eitrige Bläschen an den betroffenen Stellen.

Handelt es um leichte Hautveränderungen, ist die Haut grundsätzlich selbst dazu im Stande, sich zu regenerieren. Doch dafür benötigt die Haut Ruhe und Zeit. Um den Heilungsprozess der Haut zu fördern, können Sie jedoch auf natürliche Wirkstoffe zurückgreifen, die sich in den Blättern und Blüten spezieller Heilpflanzen befinden.

Wie Heilpflanzen Hautkrankheiten vorbeugen und lindern

Heilpflanzen können nicht nur bei den verschiedensten Hauterkrankungen und Hautproblemen helfen, sondern wirken auch präventiv. Verarbeitet als Cremes, Salben oder Masken tragen Heilpflanzen zur Pflege der Haut bei und sorgen so für eine gesunde und widerstandsfähige Haut.

Doch auch bei trockenen Stellen, Neurodermitis oder Sonnenbrand können Heilpflanzen zur Linderung der Beschwerden sowie zur Förderung des Heilungsprozesses eingesetzt werden. So besitzen viele heilende Pflanzen eine entzündungshemmende und antibakterielle Wirkung, die zugleich die Wundheilung unterstützt und die Hautregenerierung fördert.

Diese Wirkung ist dabei auf die heilenden Inhaltsstoffe der Pflanzen wie beispielsweise Flavonoide, Schleim- und Gerbstoffe, Vitamine sowie ätherischen Öle zurückzuführen, die sich insbesondere in den Blättern, Samen oder Blüten der Heilpflanzen befinden.

Es gibt viele verschiedene Heilpflanzen, von denen Ihre Haut auf andere Art und Weise profitiert. Doch welche Heilpflanzen helfen gegen welche Hautprobleme? © lovelyday12 | Adobe Stock
Es gibt viele verschiedene Heilpflanzen, von denen Ihre Haut auf andere Art und Weise profitiert. Doch welche Heilpflanzen helfen gegen welche Hautprobleme

Die bekanntesten Heilpflanzen für eine gesunde Haut

Es gibt zahlreiche wirksame Heilpflanzen und Heilkräuter, die gegen die unterschiedlichsten Hautprobleme helfen. Zu den bekanntesten Heilpflanzen gehören:

Echte Kamille

Kamille ist eine der bekanntesten Heilpflanzen gegen Hautprobleme. Aufgrund ihrer entzündungshemmenden und antibakteriellen Wirkung wird die Kamille oft als Öl, das aus den Blüten extrahiert wird, bei Hautverletzungen eingesetzt. Die Kamille fördert dabei nicht nur die Wundheilung, sondern wirkt auch präventiv gegen Entzündungen oder Infektionen der Wunde. Zugleich beruhigen die in der Kamille vorkommenden Schleimstoffe und ätherischen Öle die beanspruchte Haut und umhüllen diese wie ein Schutzmantel, sodass keine weiteren Bakterien oder Krankheitserregern eindringen können. Doch auch bei bereits bestehenden Entzündungen der Haut wie zum Beispiel bei einem akuten Ekzem oder Akne hilft die Kamille.

Ringelblume

Vom Sonnenbrand über Ekzeme und Akne bis hin Ausschlägen: Die Ringelblume hilft gegen die verschiedensten Hauterkrankungen. Die heilenden Wirkstoffe der Ringelblume finden sich dabei vor allem in den Blüten der Heilpflanze. Reich an Flavonoiden und ätherischen Öle fördert die Ringelblume sowohl den Heilungsprozess von Wunden als auch die Regeneration und Erneuerung der Hautzellen. Zugleich besitzt die Ringelblume eine entzündungshemmende, antibakterielle, feuchtigkeitsspendende und sogar schmerzlindernde Wirkung. Doch die Ringelblume wehrt nicht nur Bakterien ab, sondern auch Pilze und Viren.

Johanniskraut

Das Johanniskraut gilt als eines der bewährtesten Heilkräuter zur Förderung der Wundheilung. Mit seiner entzündungshemmenden, feuchtigkeitsspendenden und stark antioxidativen Wirkung wird das Johanniskraut bei unzähligen Hautbeschwerden wie trockene und rissige Haut, Sonnenbrand, Neurodermitis, leichten Verbrennungen und Wunden eingesetzt. Die wertvollen Inhaltsstoffe des Johanniskrautes werden dabei aus den Blüten der Pflanze extrahiert und als Öl oder Creme verarbeitet.

Hamamelis

Die Hamamelis, auch Zaubernuss genannt, ist ein wahres Wundermittel für Ihre Haut. Aufgrund ihrer entzündungshemmenden Wirkung eignet sich die Pflanze nicht nur zur Förderung der Wundheilung. Die in der Zaubernuss enthaltenen Gerbstoffe stoppen sogar leichte Blutungen und lindern den Juckreiz von Ausschlägen. Anwendung findet die Zaubernuss dabei vor allem verarbeitet als Creme oder aufgebrüht als Tee. Doch auch in der Hautpflege findet die Hamamelis Anwendung. Unter dem in der Kosmetikbranche bekannten Begriff Hamameliswasser wird die Zaubernuss als klärendes und feuchtigkeitsspendendes Gesichtswasser eingesetzt. Hierfür werden allerdings die in den Blättern der Zaubernuss enthaltenen Gerbstoffe entfernt, sodass lediglich das ätherische Öl der Zaubernuss erhalten bleibt.

Aloe Vera

Eine besonders beliebte Heilpflanze stellt die Aloe Vera dar. Aufgrund ihrer feuchtigkeitsspendenden, beruhigenden und klärenden Wirkstoffe, die sich in den Blättern der Pflanze befinden, wird die Aloe Vera insbesondere als Creme zur Hautpflege eingesetzt. Doch auch bei Hautirritationen, Neurodermitis, Akne, Insektenstiche und Juckreiz verspricht die Aloe Vera Linderung. Selbst bei leichten Wunden und Verbrennungen kommt die Aloe Vera zum Einsatz und fördert die Wundheilung.

Nachtkerze

Anwendung findet die Nachtkerze vor allem als Öl. Dieses wird aus den Samen der Nachtkerze gewonnen, die besonders reich an Omega-6-Fettsäuren, Vitaminen und Mineralien sind. Aufgrund dieser Inhaltsstoffe wird die Nachtkerze sowohl zur Pflege von trockener, rissiger oder unreiner Haut als auch zur Linderung von Juckreiz eingesetzt. Neben der feuchtigkeitsspendenden Wirkung der Nachtkerze wirkt die Heilpflanze jedoch ebenfalls entzündungshemmend. Vor allem bei Akne und Neurodermitis lindert die Nachtkerze die Beschwerden und fördert die Wundheilung.

Weitere Heilpflanzen für eine gesunde und schöne Haut

  • Teebaumöl enthält ätherische Öle und fördert so den Heilungsprozess der Haut, insbesondere bei Mitessern oder Akne.
  • Eichenrinde wird aufgrund der entzündungshemmenden Wirkung vor allem bei Wunden eingesetzt, um Infektionen zu verhindern. Zugleich wirkt Eichenrinde effektiv gegen Juckreiz.
  • Klette besitzt eine blutreinigende Wirkung und kommt daher vor allem bei offenen Wunden oder nässenden Ekzemen zum Einsatz. Doch auch bei Hautunreinheiten soll die Klette wahre Wunder wirken.
  • Vogelmiere wird oft als Tee aufgebrüht und äußerlich zur Wundheilung und Schmerzstillung eingesetzt.
  • Stiefmütterchen findet vor allem bei Milchschorf, fettiger, unreiner Haut oder Neurodermitis Anwendung.
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