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Neurologische Erkrankungen: Krankheiten des Nervensystems erklärt

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Neurologische Erkrankungen beschreiben Krankheiten des Nervensystems. Dazu zählt das Gehirn ebenso wie das Rückenmark und die peripheren Nerven. Kommt es hier zu Problemen, können ernsthafte Beschwerden wie ein Schlaganfall oder eine Hirnblutung die Folge sein. Neurologische Erkrankungen sind daher äußerst ernst zu nehmen. Diese Übersicht verrät, welche neurologischen Krankheiten es gibt und inwiefern sich die einzelnen Krankheitsbilder voneinander unterscheiden.

Neurologie: Das menschliche Nervensystem im Überblick

Das Nervensystem des Menschen setzt sich aus einem zentralen und einem peripheren Anteil zusammen. Zum Zentralnervensystem (kurz: ZNS) gehören das Gehirn und das Rückenmark sowie deren blutversorgende Gefäße. Damit übernimmt das zentrale Nervensystem wichtige Kontroll- und Steuerfunktionen des menschlichen Körpers. Ohne das Gehirn wäre denken, fühlen und erinnern unmöglich. Alle Informationen der Umwelt und des eigenen Körpers werden im Gehirn verarbeitet – kommt es hier zu Krankheiten, drohen häufig schwerwiegende Funktionsausfälle.

Aufbau des Gehirns

Das Gehirn des Menschen besteht aus etwa 10 Milliarden Nervenzellen. Drei Viertel davon entfallen auf das Großhirn. Es ist der Sitz von Bewusstsein, Persönlichkeit und Willen und damit von jenen Eigenschaften, die den Menschen vom Tier unterscheiden.

Das Zwischenhirn gilt mit seinen Regionen wie dem Thalamus, der Zirbeldrüse und der Hirnanhangdrüse als Zentrum für eintreffende Sinneseindrücke und für das Gefühlsleben. Das Kleinhirn ist die Zentrale für die Koordination der Bewegungen. Über den Hirnstamm ziehen die Nervenbahnen in das Rückenmark.

Peripheres Nervensystem: Nerven außerhalb von Gehirn und Rückenmark

Doch auch das periphere Nervensystem ist für ein gesundes Leben unverzichtbar. Es umfasst den Teil des Nervensystems, welcher außerhalb des Gehirns und des Rückenmarks liegt. Der wichtigste Bestandteil sind die Nerven, die Informationen zwischen Gehirn und Körper vermitteln. Anhand der Funktionen lässt sich das periphere Nervensystem noch einmal untergliedern:

  1. Somatisches Nervensystem: Hier liegt der Verantwortungsbereich für alle willkürlichen Vorgänge des Körpers. Gezielte Handbewegungen oder beispielsweise auch das Sprechen ist dank des somatischen Nervensystems möglich.
  2. Vegetatives Nervensystem: Diesen Teil des Nervensystems kann der Mensch nicht gezielt beeinflussen. Hierunter fallen alle automatischen Prozesse, wie zum Beispiel die Regulation innerer Organe oder die von Blutgefäßen. Das vegetative Nervensystem besteht aus dem Sympathikus und dem Parasympathikus. Während der Sympathikus für geistige und körperliche Aktivität verantwortlich ist, übernimmt der Parasympathikus bei Ruhe und Entspannung.

Kommt es an einer Stelle des Nervensystems zu Beschwerden, sind neurologische Erkrankungen die Folge. Diese reichen von leichten Kopfschmerzen über Muskelschwäche bis hin zu unheilbaren Krankheiten wie Demenz.

Übersicht: Was sind neurologische Erkrankungen?

Der Begriff neurologische Erkrankungen fasst Störungen des Gehirns, des Rückenmarks und der peripheren Nerven zusammen. Der Bereich der Medizin, der sich mit diesen Krankheiten beschäftigt heißt Neurologie.

Krankheiten des Nervensystems können unterschiedliche Ursachen haben und verschiedene Teile des Nervensystems betreffen. Demnach sind auch die Symptome vielfältig. Diese reichen von leichten Kopfschmerzen bis hin zu motorischen Ausfällen und chronischer Vergesslichkeit. Sogar Rückenschmerzen können auf eine neurologische Erkrankung hinweisen, da die peripheren Nerven entlang der Wirbelsäule verlaufen. Kommt es hier zu Quetschungen, kann der betroffene Nerv seine individuelle Funktion möglicherweise nicht mehr erfüllen.

Zu den neurologischen Erkrankungen zählen unter anderem:

Je nach Krankheitsbild ist oft schnelle medizinische Hilfe vonnöten, um bleibenden Schäden am Gehirn vorzubeugen.

Was passiert bei einem Schlaganfall?

Ein Schlaganfall wird durch einen Gefäßverschluss im Gehirn oder eine Hirnblutung ausgelöst. Dadurch kommt es zu einer Sauerstoffunterversorgung der betroffenen Hirnareale. Ohne medizinische Hilfe sterben Neuronen im Gehirn durch die Minderdurchblutung ab. Nach nur vier bis fünf Minuten drohen mitunter irreversible Funktionseinschränkungen und Ausfallerscheinungen, die sogar eine dauerhafte Behinderung nach sich ziehen können.

Schlaganfall
Für einen Schlaganfall gibt es einige Anzeichen © BillionPhotos.com - Adobe Stock

Um dies zu vermeiden, ist es wichtig, einen Schlaganfall schon bei den ersten Warnzeichen zu erkennen und unverzüglich einen Arzt aufzusuchen. Typische Anzeichen für einen Schlaganfall sind:

  • Lähmungserscheinungen
  • Bewusstseinstrübung
  • Schwindel
  • Sprach-, Riech- und/oder Sehprobleme
  • Zittern
  • Gangunsicherheit

Welche Symptome auftreten, hängt vor allem damit zusammen, welcher Teil des Gehirns unter dem Schlaganfall leidet. Da vor allem ältere Menschen von Schlaganfällen betroffen sind, ist in dieser Altersgruppe besondere Wachsamkeit geboten.

Was ist eine Hirnblutung?

Alle Blutungen, die im Schädelinneren auftreten, werden als Hirnblutung bezeichnet. Sie können sowohl im Gehirngewebe als auch zwischen den Hirnhäuten auftreten. Eine Hirnblutung stellt einen medizinischen Notfall dar.

Werden Blutgefäße, die im Inneren des Schädels liegen, verletzt, kommt es zu Blutungen. Diese können dann beispielsweise einen Schlaganfall nach sich ziehen oder andere neurologische Probleme auslösen. Betroffene bemerken eine Hirnblutung in der Regel durch Übelkeit, Erbrechen und Kopfschmerzen. Da Hirnblutungen und Schlaganfall oft miteinander einhergehen, treffen die Symptome eines Schlaganfalls auch auf eine Hirnblutung zu.

Gut zu wissen: Ob eine Hirnblutung vorliegt, stellt der Arzt mithilfe von bildgebenden Verfahren fest. Dazu zählt zum Beispiel eine Computertomographie (CT) oder eine Magnetresonanztomographie (MRT).

Meningitis: Wenn sich die Hirnhäute entzünden

Rückenmarks- beziehungsweise Hirnhäute umgeben das zentrale Nervensystem und bilden um dieses eine schützende Hülle. Doch auch die Häute selbst können sich entzünden – die Rede ist dann von einer Hirnhautentzündung, auch Meningitis genannt. Bakterien oder Viren sind der häufigste Grund für die entzündliche Reaktion.

Gut zu wissen: Auch Zecken können Meningitis übertragen. Verspüren Sie nach einem Zeckenstich unten genannte Symptome ist schnelles Handeln gefragt!

Wer unter Kopfschmerzen, Nackensteifigkeit, Bewusstseinstrübung und Fieber leidet, sollte sich in ärztliche Behandlung begeben, um abzuklären, ob eine Meningitis vorliegt. Denn vor allem eine bakterielle Meningitis kann für Betroffene schwerwiegende Folgen haben, eine umgehende Therapie ist daher zu empfehlen. Im Gegensatz dazu ist eine viral-ausgelöste Hirnhautentzündung eher unbedenklich und heilt zum Teil von allein wieder ab.

Wie unterscheidet sich die Migräne von normalen Kopfschmerzen?

Die Migräne zählt zu den häufiger auftretenden neurologischen Gesundheitsproblemen. Sie ist gekennzeichnet von anfallsartigen Kopfschmerzen, die von vegetativen Funktionsstörungen begleitet werden.

Im Gegensatz zu normalen Kopfschmerzen hält eine Migräne länger an (zwischen 4 und 72 Stunden) und löst in den meisten Fällen heftigere Schmerzen aus. Zudem begleiten weitere Symptome die auftretende Kopfschmerzattacke. So berichten Betroffene beispielsweise auch von Appetitlosigkeit, Übelkeit und Erbrechen. Auch Lichtempfindlichkeit ist ein häufiges Symptom einer Migräneattacke.

Bei der Diagnose lassen sich drei verschiedene Arten der Migräne unterscheiden:

  1. Migräne ohne Aura: Klassischen Symptome einer Migräne- beziehungsweise Kopfschmerzattacke werden erlebt.
  2. Migräne mit Aura: Hier treten zusätzliche Sehstörungen auf (zum Beispiel Blitze oder Zickzacklinien). Zudem kann die Sehkraft nachlassen und Gefühlsstörungen sowie Sprachstörungen auftreten.
  3. Isolierte Aura ohne Kopfschmerzen: Die Auraphase erscheint ohne begleitende Kopfschmerzen. Das Phänomen hält zwischen 15 und 60 Minuten lang an.

Auslöser einer Migräne sind noch nicht vollständig erforscht. Mediziner haben allerdings Stress, bestimmte Nahrungsmittel sowie hormonelle Schwankungen im Verdacht.

Was sind Kennzeichen einer Demenz?

Eine Demenz zeigt sich zunächst durch gesteigerte Vergesslichkeit. Auch Schwächen bezüglich der Auffassung, der Konzentration und der Orientierung sind typische Symptome. Im weiteren Verlauf drohen weitere Handlungseinschränkungen.

Dabei gibt es nicht „die eine Demenz“. Vielmehr ist das Wort ein Sammelbegriff für mehr als 50 verschiedene neurologische Erkrankungen, die verschiedene Störungen der Gedächtnisleistung beschreiben. Am häufigsten und damit auch bekanntesten ist die Alzheimer-Demenz. Sie macht etwa 60 Prozent der Krankheitsfälle bei Demenz aus. Die Alzheimer-Demenz zeigt sich durch folgende Symptome:

  • nachlassende geistige Leistungsfähigkeit
  • Abnahme von Denk- und Urteilsvermögen
  • zunehmende Orientierungslosigkeit
  • Sprachverarmung

Neben den kognitiven Einschränkungen erscheinen bei dieser neurologischen Erkrankung oft noch weitere Beschwerden. Eine ausgeprägte Müdigkeit, Aggressivität oder Ängstlichkeit sowie Wahnvorstellungen können ebenfalls auftreten. Zudem nimmt die Selbstständigkeit mit zunehmendem Krankheitsverlauf ab, da selbst die Nahrungsaufnahme oder der Gang zur Toilette zunehmend zur Herausforderung wird. Bislang gibt es keine Möglichkeit zur Therapie der Erkrankung. Lediglich das Auftreten der Symptome lässt sich im Rahmen der Behandlung verlangsamen.

Was sind typische Parkinson-Symptome?

Parkinson-Erkrankten fällt es zunehmend schwer, willkürliche und zielgerichtete Bewegungen auszuführen. Zudem leiden sie unter einer Muskelversteifung, einer Gang- und Standunsicherheit sowie dem typischen Zittern (Tremor).

Bei Parkinson handelt es sich um eine neurologische Erkrankung, die sich vor allem durch Bewegungsstörungen zeigt. Die Ursache für die auftretenden Probleme ist der Verlust von Dopamin-produzierenden Nervenzellen. Ist die Konzentration des Neurotransmitters im Körper zu gering, sind Störungen der Bewegung die Folge.

Zu Beginn äußern sich die Symptome meist nur einseitig. So sind beispielsweise einseitige Schulterschmerzen sowie Muskelverspannungen frühe Anzeichen für eine Parkinson-Erkrankung. Später zeigt sich eine generelle Bewegungsverlangsamung (Bradykinese), eine ausgeprägte Muskelversteifung (Rigor), Zittern (Tremor) sowie eine gebückte Körperhaltung mit leicht gebeugten Knien (postulare Instabilität).

Ähnlich wie Demenz ist auch die Parkinson-Erkrankung bislang nicht heilbar. Die Therapie setzt auf eine Verlangsamung des Krankheitsverlaufs.

Was versteht man unter der neurologischen Erkrankung Multiple Sklerose?

Bei der Multiplen Sklerose handelt es sich um eine entzündliche Erkrankung des zentralen Nervensystems. Die Krankheit greift die Isolierschicht der Nerven an und löst dadurch neurologische Beschwerden und irreversible Schädigungen aus.

Durch die entzündlichen Veränderungen können Reize nicht mehr wie gewohnt im Körper weitergeleitet werden – Empfindungs- und Bewegungsstörungen sind die Folge. Ursache sind nicht etwa externe Faktoren, sondern eine Fehlsteuerung des körpereigenen Immunsystems. Daher handelt es sich bei Multiple Sklerose um eine Autoimmunkrankheit.

Die Symptome können bei den Patienten unterschiedlich ausgeprägt sein, je nachdem, welcher Teil des Nervensystems von der Entzündung betroffen ist. Diese Symptome können ein Anzeichen für die neurologische Erkrankung darstellen:

  • Muskelschwäche, Störungen in den Bewegungsabläufen, Lähmungen und Schmerzen
  • Taubheitsgefühle, Kribbeln und Empfindungsstörungen
  • Sehstörungen (falls der Sehnerv betroffen ist)
  • Schwindel, Zittern, Sprach- und Schluckstörungen
  • Müdigkeit, Vergesslichkeit, Konzentrationsschwierigkeiten
  • Blasenstörungen und sexuelle Funktionsstörungen

Charakteristisch ist das Auftreten der Krankheitssymptome in sogenannten Schüben. Das bedeutet, dass sich bekannte Symptome verschlechtern oder neue Beschwerden auftreten. Ein Schub hält dabei mindestens 24 Stunden lang an. Häufig berichten Patienten auch von akuten Schmerzen.

Epilepsie: Neurologische Erkrankung mit krampfhaften Anfällen

Bei der Epilepsie kommt es zu einer krankhaftgestörten neuronalen Aktivität des Gehirns, wodurch sogenannte epileptische Anfälle ausgelöst werden. Nicht immer äußern sich die Anfälle in den bekannten krampfenden Anfallsbewegungen. Auch ein leichtes Wimpernzucken oder eine kurze Bewusstseinstrübung kann ein Anzeichen für die Epilepsie sein.

Welche Symptome auftreten, hängt davon ab, in welchen Hirnbereichen sich die chronische Erkrankung des zentralen Nervensystems ausbreitet. Folgende Anzeichen weisen auf eine epileptische Erkrankung hin:

  • Kribbeln oder Ameisenlaufen auf der Haut (Parästhesien)
  • automatisches Schmatzen oder Kauen (Temporallappenanfälle)
  • visuelle Halluzinationen und Sehstörungen (Okzipitallappenanfälle)
  • komplexe Anfallsbewegungen (frontale Anfälle)

Zur Diagnose lässt sich der Arzt das Anfallsgeschehen beschreiben. Zur Untersuchung setzen Mediziner außerdem die Elektroenzephalografie (EEG) ein, mit der die elektrische Aktivität des Gehirns aufgezeichnet wird.

Woher kommt der Name Restless Legs Syndrom?

Restless Legs Syndrom lässt sich mit Syndrom der ruhelosen Beine übersetzen. Tatsächlich zeigt sich bei der Krankheit ein zwanghafter Drang die Beine und andere Körperteile zu bewegen. Häufig tritt das Phänomen am Abend auf und hält Betroffene vom Schlafen ab. Damit zählt diese neurologische Erkrankung zum Bereich der Schlafstörungen.

Patienten spüren bei Ruhe ein Kribbeln, Brennen, Schmerzen oder Stechen in den betroffenen Körperregionen und versuchen diese Empfindungen durch die Bewegung zu mildern. Die Unruhe führt zu Ein- beziehungsweise Durchschlafstörungen. Die Folge sind Tagesmüdigkeit, Konzentrationsstörungen, Leistungseinbußen und ein erhöhtes Unfallrisiko. Dadurch wird die Lebensqualität erheblich eingeschränkt, selbst Depressionen können auftreten.

Eingeschlafene Hände: Das Karpaltunnelsyndrom

Ist der Mittelhandnerv im Handgelenkstunnel (Karpaltunnel) eingeklemmt, ist die Rede vom Karpaltunnelsyndrom. Betroffene bemerken diese neurologische Störung häufig daran, dass die Hände einschlafen. Durch Schütteln, Reiben und Bewegen der Hände tritt zumindest in frühen Krankheitsstadien eine Besserung ein.

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Bei eingeschlafenen Händen kann es sich um das Karpaltunnelsyndrom handeln © nebari - Fotolia

Schreitet die Krankheit fort, kann es auch dauerhaft zu einem kribbelnden Gefühl des Ring- und Mittelfingers kommen. Später sind auch Daumen und Zeigefinger betroffen. Im Ernstfall fühlen sich die Finger außerdem dauerhaft taub an. Zudem sind Schmerzen in der Hand, die bis in den Arm strahlen können, keine Seltenheit.

Was ist Polyneuropathie?

Bei der Polyneuropathie ist das periphere Nervensystem betroffen. Funktionieren mehrere peripheren Nerven nicht, können zahlreiche neurologische Beschwerden auftreten – so beispielsweise Empfindungsverlust oder Schwäche in Armen und Beinen.

Für eine Polyneuropathie gibt es verschiedene Ursachen. Dazu zählen:

Je nach Ursache zeigen sich die Symptome in unterschiedlicher Ausprägung. Bei einer akuten Polyneuropathie, die beispielsweise durch Toxine ausgelöst wird, treten die Beschwerden plötzlich auf. Zunächst sind beide Beine betroffen, die Ausbreitung auf die Arme erfolgt schnell. Neben Schwäche und Kribbeln zeigt sich dabei oft auch ein Empfindungsverlust. Ist zudem die Atemmuskulatur betroffen, kann eine erschwerte Atmung (Ateminsuffizienz) die Folge sein.

Sind entsprechende periphere Nerven von der Schädigung betroffen, kann es außerdem zu Muskelkrämpfen, Lähmungen, Störungen der Blasenentleerung, Verstopfung oder Durchfall und Impotenz kommen. Die Diagnostik ist nicht immer einfach, da die Beschwerden verhältnismäßig unspezifisch sind.

Gehirntumore: Krebs im zentralen Nervensystem

Auch innerhalb des Schädels können sich gut- und bösartige Geschwulste bilden. Diese Art der Krebserkrankung ist zwar recht selten, kann dafür aber ernsthafte Gesundheitsprobleme auslösen. Zur Diagnostik wird beispielsweise eine Untersuchung des Nervenwassers verordnet, da sich hier veränderte Zellen nachweisen lassen.

Zu den häufigen Anzeichen eines Tumors im Gehirn zählen Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen und Krampfanfälle. Je nachdem, an welcher Stelle des Gehirns das Krebsgeschwür wächst, stellen sich in der Folge verschiedene Einschränkungen der Körperfunktionen ein. So treten beispielsweise Sprach- und Sehstörungen oder motorische Ausfälle auf. Die Symptome sind eher unspezifisch und lassen sich in der Regel auch anderen neurologischen Erkrankungen zu ordnen. Daher ist es unverzichtbar, einen Arzt aufzusuchen, wenn die Beschwerden über einen längeren Zeitraum anhalten.

Neurologie: Wenn Gehirn und Nerven krank sind

Der medizinische Bereich der Neurologie beschäftigt sich mit Erkrankungen des Nervensystems. Dazu zählt zum einen das zentrale Nervensystem, zu dem das Gehirn und das Rückenmark gehören. Aber auch das vegetative Nervensystem, welches alle Nerven des Körpers umfasst, ist ein Untersuchungsschwerpunkt der Neurologie.

Ist das Nervensystem krank, kann sich dies in unspezifischen Symptomen wie Kopfschmerzen, Übelkeit und Erbrechen zeigen. Je nach Krankheit drohen aber auch gravierende Gesundheitsprobleme. So ist bei Parkinson beispielsweise die Bewegungsfähigkeit eingeschränkt während bei einer Epilepsie krampfartige Anfälle drohen. Neurologische Krankheiten sollten daher immer von einem spezialisierten Arzt in entsprechenden Kliniken diagnostiziert und behandelt werden.

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