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Rot, rund, gesund: So lecker ist Rote Bete

Ob in Speisen und Getränken oder zum Färben von Lebensmitteln und Kleidung: Rote Bete ist vielfältig einsetzbar und zudem noch sehr gesund. (Foto: Adobe Stock - Printemps)

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Inhaltsverzeichnis

Rote Bete ist frisch, eingelegt oder schon vorgekocht erhältlich. Aus biologischer Sicht ist die Beta vulgaris (so ihr wissenschaftlicher Name) mit dem Mangold und der Zuckerrübe verwandt. Ursprünglich stammt sie aus Nordafrika und ist über die Mittelmeerländer nach Nordeuropa gelangt.

Ihren Einsatz in der Küche findet sie in vielen verschiedenen Speisen und Getränken. Dabei geht ihre Funktion noch über ihren reinen Geschmack hinaus: Ihre intensive rote Farbe lässt sich gut zum Einfärben anderer Lebensmittel nutzen.

Pinke Smoothie-Bowls und Rote Bete-Hummus sind zwei Food-Trends, die mit Rote Bete auch zu Hause umgesetzt werden können. Doch auch Eier oder Pasta-Teig können mit roter Bete gefärbt werden. Sogar Make-up wie Rouge oder Lippenstift können mit Rote Bete ganz einfach selbst hergestellt werden. Haare und Textilien lassen sich mit der roten Rübe ebenfalls gut einfärben.

Rote Bete richtig lagern

Rote Bete ist ein Herbst- und Wintergemüse und wird zwischen August und dem ersten Frost geerntet. Ihr Anbau ist unkompliziert und erfolgt in vielen Ländern mit einem gemäßigten Klima. Rote Bete kann ebenso wie Kartoffeln für lange Zeit eingelagert werden. Wichtig ist die richtige Lagerung, andernfalls kann es zur Bildung giftiger Nitrite kommen. Diese können aus Nitraten entstehen, die in Roter Bete enthalten sind.

Nitrate sind Salze und gelangen über das Grundwasser in die Rote Bete. Sie sind grundsätzlich ungefährlich, können aber bei falscher Lagerung der Roten Bete in Nitrite umgewandelt werden. Primär sind Nitrite eher für Säuglinge gefährlich, weshalb diese unter einem halben Jahr keine Rote Bete essen sollten.

Für Erwachsene liegt der gefährliche Wert weit über den üblichen Verzehrmengen. 250 bis 300 g Rote Bete könnten sie jeden Tag des Jahres problemlos zu sich nehmen, ohne gesundheitliche Folgen fürchten zu müssen. So viel Rote Bete isst wohl niemand. Da Nitrate aber auch noch in anderen Lebensmitteln wie Spinat oder Salat enthalten sind, sollte der Spiegel durch falsche Lagerung nicht künstlich erhöht werden.

Kühlschrank: Im Kühlschrank kann Rote Bete für etwa zwei bis drei Wochen in Zeitungspapier eingeschlagen werden.

Keller: In einem kühlen Keller kann Rote Bete bis zu fünf Monate gelagert werden. Dafür eine Holzkiste mit Plastikfolie auslegen und bis zur Hälfte mit feuchtem Sand befüllen. Dort hinein wird die Rote Bete gelegt und die Kiste wird komplett mit Sand aufgefüllt. Je feuchter die Luft ist, desto weniger Wasser verliert das Gemüse. Hitze fördert die Bildung von Nitriten, weshalb Rote Bete ihr nicht ausgesetzt werden sollte.

Rote Bete enthält viele Mineralstoffe und Vitamine:

  • Vitamin C
  • Vitamin B1, B2 und B6
  • Provitamin A
  • Calcium
  • Eisen
  • Eiweiß
  • Folsäure
  • Jod
  • Kalium
  • Magnesium
  • Mangan
  • Natrium
  • Phosphor
  • Selen
  • Zink

In Rote Bete sind Flavonoide und Anthozyane enthalten – beides sogenannte sekundäre Pflanzenstoffe. Sie geben Obst und Gemüse ihr Aroma und ihre Farbe und haben positive Wirkungen auf den menschlichen Körper.

Nicht nur das Fruchtfleisch der Roten Bete ist gesund, auch die Blätter der Rübe sind es. Sie gilt als eine der gesündesten Gemüsesorten überhaupt. Sowohl roh als auch gegart kann Rote Bete verzehrt werden. Neben Roter Bete mit purpurrotem Fruchtfleisch gibt es auch farblose sowie hellgelbe Rüben. Sie heißen „Weiße Rübe“ oder „Gelbe Bete“.

So heilend wirkt Rote Bete

Ihre Heilwirkung war schon lange vor Christus bekannt. In der griechischen und römischen Antike wurde sie gegen Hautentzündungen und Infektionskrankheiten verordnet. Im Mittelalter half sie dann bei der Behandlung von Blutkrankheiten.

  • Sie fördert die Blutbildung und ist daher ein probates Mittel bei Eisenmangel.
  • Sie regt die Leberfunktion an, da die enthaltenen Stoffe dabei helfen, Giftzellen in der Leber zu zerstören.
  • Sie beugt Folsäuremangel vor (besonders wichtig in der Schwangerschaft).
  • Sie stärkt das Immunsystem durch die vielen enthaltenen Vitamine.
  • Sie wirkt krampflösend und steigert die Leistungsfähigkeit. Dank ihrer Inhaltsstoffe benötigen die Muskeln weniger Sauerstoff.
  • Betanin heißt der Farbstoff, welcher der Roten Bete ihre Farbe gibt. Durch ihn wirkt sie unter anderem auch stimmungsaufhellend.
  • Sie schützt vor Zellschäden. Ihre Nährstoffkombination wirkt sich positiv auf Haare, Haut und Nägel aus und kann Hautunreinheiten abmildern und Pickeln vorbeugen.
  • Sie stärkt das Herz. Ihre Inhaltsstoffe beugen Ablagerungen in den Arterien vor, wodurch das Risiko für Schlaganfälle und Herzinfarkte gesenkt wird.
  • Sie senkt den Blutdruck, indem sie die Blutgefäße erweitert. Dadurch wird auch mehr Sauerstoff im Körper freigesetzt und sie hilft gegen Müdigkeit.

Wer jedoch zu Nierensteinen neigt, sollte Rote Bete nur in Maßen genießen. Sie enthält Oxalsäure, die sich in den Harnwegen ablagern und zur Steinbildung beitragen kann.

Die besondere Wirkung der Rote Bete-Blätter

Die Blätter der Roten Bete sind zum Wegwerfen zu schade. Mit ihnen kann zum Beispiel Knoblauchgeruch im Atem bekämpft werden. Früher wurden mit ihnen sogar Wunden verbunden.

Heute wird Rote Bete gerne zur Entgiftung eingesetzt. Dafür kann Rote Bete-Saft aus den Knollen und Blättern eingekocht werden, der dann täglich getrunken wird. Auch gegen Hauptprobleme wie Akne oder Abszesse kann Rote Bete helfen. Sie können in der Küche wie Spinat oder Mangold verarbeitet werden und schmecken auch als Gemüsebeilage.

Wie schmeckt Rote Bete?

Das Fleisch der Roten Bete ist saftig und knackig. Ihr Geschmack ist aromatisch, süß-säuerlich und sehr erdig. Ihr Geschmack erinnert ein wenig an den Geruch von feuchter Erde nachdem es geregnet hat. Der Grund dafür ist ein enthaltener Stoff (Geosmin), der aus dem Boden stammt, in dem sie angebaut wird.

Säuerliche Zutaten wie Apfel oder Zitrone passen besonders gut zu Roter Bete, da sie den erdigen Geschmack aufbrechen. Mit Essig kann er nahezu neutralisiert werden. Trotzdem: Längst nicht alle Menschen mögen den Geschmack von Roter Bete. Häufig wird er sogar als „muffig“ oder „faulig“ beschrieben.

Wie viele Kalorien hat Rote Bete und was kostet sie?

Rote Bete hat 43 Kalorien pro 100 Gramm. Damit ist sie ein absolutes Kalorien-Leichtgewicht und kann sogar während Diäten problemlos verzehrt werden. Sie besteht zu 90 Prozent aus Wasser.

Rote Bete kann auf Wochenmärkten und im Supermarkt gekauft werden. Frisch ist sie nicht immer zu haben, eingelegt oder vorgegart steht sie aber fast immer im Supermarktregal. Frische Rote Bete ist sehr günstig. 1 Kilogramm liegt preislich zwischen 1 und 2 Euro. Eine Knolle kostet somit oft nur wenige Cent. Auch im Glas ist sie nicht viel teurer. Es gibt sie in Würfelform, Scheibenform oder als Kugeln. Die Preise variieren von 0,30 Euro bis 0,60 Euro pro 100 Gramm.

Am besten schmeckt Rote Bete im Sommer, wenn die die ganz jungen Rüben geerntet werden. Um eine Belastung mit Pestiziden oder anderen Schadstoffbekämpfungsmitteln zu vermeiden, sollte Rote Bete, wenn möglich, aus biologischem Anbau gekauft werden. Am klimaverträglichsten ist sie aus regionalem Anbau.

Für eine frische Zubereitung sollte die gekaufte Knolle nicht zu groß sein. Andernfalls ist ihr Inneres häufig recht holzig. Eine frische Rote Bete erkennt man an der glatten Oberfläche ihrer Schale. Wenn diese bereits schwarze Flecken aufweist oder beschädigt ist, ist die Rote Bete nicht mehr frisch. Dass an Rote Bete häufig noch etwas Erde hängt, ist normal. Sie kann zu Hause ganz einfach über dem Spülbecken oder Mülleimer abgeklopft werden.

In welchen Gerichten schmeckt Rote Bete?

Rote Beete gesund

Rote Bete schmeckt gut in Salaten, Suppen und als Rohkost. Auch als Brotaufstrich oder in Smoothies kommt Rote Bete zum Einsatz. Als Gemüsebeilage zu Fisch oder Fleisch passt sie ebenfalls.

Zwei klassische Gerichte mit Roter Bete sind Labskaus in Norddeutschland und Nordeuropa sowie Borschtsch in Osteuropa.

Labskaus: Labskaus wird mit Kartoffeln, Gewürzgurken und gepökeltem Rindfleisch zubereitet. Je nach Geschmack wird auch noch Matjes hinzugegeben. Alle Zutaten werden vermengt und anschließend durch einen Fleischwolf gedreht. Anschließend wird die Masse gekocht oder gebraten, mit Kartoffelpüree vermengt und mit Spiegelei serviert. Je nach Region kann das Rezept abweichen.

Borschtsch: Diese Suppe wird mit Roter Bete zubereitet und kann sowohl warm als auch kalt serviert werden. Die Hauptbestandteile neben Roter Bete sind Zwiebeln, Weißkohl, Karotten, Rindfleisch, Tomaten und Kartoffeln.

Wichtig: Gerichte mit Roter Bete sollten maximal einmal aufgewärmt werden. Aufwärmen und Warmhalten begünstigt die Bildung von Nitrit. Frisch gekochte Knollen sollten daher schnell abgekühlt werden, indem die Schüssel mit der warmen Roten Bete entweder in Eiswasser oder im Winter nach draußen gestellt wird.

Tipps zum Verarbeiten von Roter Bete

  1. Gummihandschuhe beugen dunkelroten Verfärbungen der Hände vor.
  2. Die Rote Bete Knolle sollte auf eine unversehrte Schale hin überprüft werden. Andernfalls verliert sie ihren Saft und somit sowohl ihre Farbe als auch ihre wertvollen Inhaltsstoffe.
  3. Die Rote Bete unter lauwarmem Wasser vorsichtig abwaschen.
  4. Es sollte niemals die lange Wurzel abgeschnitten werden, da die Knolle sonst „ausblutet“.
  5. Die Blätter der Roten Bete sollten etwa eine Handbreit über dem Ansatz mit der Hand abgedreht werden.
  6. Stiel- und Wurzelansatz können abgeschnitten werden, allerdings mit einem glatten Küchenmesser. Sägemesser zerstören die Struktur der Roten Bete zu stark und es würde zu viel Saft austreten.
  7. Wird die Rote Bete roh verzehrt, kann sie mit einem Sparschäler geschält werden.
  8. Um sie zu garen, wird sie mit der Schale 30 bis 40 Minuten in kochendes Wasser gelegt.
  9. Frühjahrsknollen, die unter Folien auf dem Feld gewachsen sind, sind schon in 20 bis 30 Minuten gar.
  10. Nachdem die Rote Bete schnell runtergekühlt wurde (auch unter kaltem Wasser möglich), kann sie anschließend geschält werden. Sie kann wie bei gekochten Kartoffeln leicht abgezogen werden.

Tipp: Wenn es mal schnell gehen muss, kann auch vorgekochte Rote Bete aus dem Glas verwendet werden.

Wer keine Handschuhe vorrätig hat, sollte die Knolle unter fließendem Wasser schälen. Das kann Verfärbungen der Hände vorbeugen. Falls die Hände doch rötlich werden, kann die Farbe ganz einfach mit Zitronensaft wieder von der Haut entfernt werden.

Der Farbstoff, der die Rübe so tiefrot färbt, heißt Betanin. Er kann auch zum Einfärben anderer Lebensmittel verwendet werden. Er ist allerdings nicht besonders hitzebeständig.

Kein Grund zur Sorge bei rötlichem Urin: Die Farbstoffe der Roten Bete sind so intensiv, dass sie sogar Urin und Darminhalt verfärben können. Das ist beim Toilettengang am Tag nach dem Verzehr der Knollen aber kein Grund zur Panik, sondern ganz normal.

Rezeptideen mit Roter Bete

1. Carpaccio von Roter Bete

Zutaten für 4 Personen:

  • 4 gleichgroße kleine Rote Bete Knollen
  • 2 Orangen
  • 1 Knoblauchzehe
  • 2 EL Walnussöl
  • 1 EL scharfer Senf
  • 2 EL Himbeeressig
  • 2 EL Apfelessig
  • 3 EL gutes Olivenöl
  • 1 Bund Schnittlauch
  • 100 g Walnusskerne
  • Salz und Pfeffer

Zubereitung:

  1. Die Rote Bete kochen und anschließend in sehr dünne Scheiben hobeln.
  2. Die Orangen schälen und ebenfalls in dünne Scheiben schneiden.
  3. 4 Teller mit Walnussöl bepinseln und dann die Rote Bete- und Orangenscheiben im Wechsel darauf auslegen.
  4. Die Scheiben auch von oben noch einmal mit Walnussöl bepinseln.
  5. Das restliche Walnussöl und das Olivenöl mit geschältem Knoblauch, Essig, Senf, Salz und Pfeffer im Mixer aufschlagen, bis die Masse cremig wird (Die Knoblauchzehe kann auch weggelassen werden).
  6. Das Dressing über die Rote Bete träufeln und mit den Schnittlauchröllchen garnieren.
  7. Zum Abschluss die Walnüsse hacken und darüber geben.

2. Rote Bete-Salat mit Apfel und Walnuss

Dieses Gericht ist wohl ein Klassiker beim Kochen mit Roter Bete. Für 6 Portionen Rote Bete-Salat benötigt man:

  • 2 Knollen Rote Bete
  • 1 säuerlicher Apfel (z.B. Breaburn oder Granny Smith)
  • 150 g Joghurt
  • 1 EL Honig
  • 1 Zitrone
  • 10 Walnüsse

Zubereitung:

  1. Zunächst die Rote Bete schälen (Handschuhe!).
  2. Anschließend wird sie geviertelt und gerieben.

Den Apfel waschen und zur Roten Bete raspeln.

  1. Joghurt, Honig und Zitrone miteinander verrühren und zur Rote Bete-Apfel-Masse hinzufügen.
  2. Anschließend die Walnüsse hacken und unter den Salat mischen.
  3. Der Salat sollte mindestens eine Stunde im Kühlschrank ziehen, dann entfaltet er sein volles Aroma.

Rote Bete

3. Rote Bete-Aufstrich

Auch als Brotaufstrich kann Rote Bete sehr lecker sein. Er kann sogar vegan zubereitet werden und hält sich drei bis vier Tage im Kühlschrank.

Zutaten für 1 Portion:

  • 200 g Rote Bete
  • 200 g Cashewnüsse (oder Sonnenblumenkerne – sie sind deutlich günstiger)
  • 300 ml Wasser
  • 10 g gemahlene Mandeln
  • 1 Limette
  • Salz und Pfeffer

Zubereitung:

  1. Die Cashewkerne für mindestens 12 Stunden in gesalzenem Wasser einweichen.
  2. Anschließend 40 ml Wasser bei den Kernen lassen und den Rest weggießen.
  3. Die Kerne mit Wasser solange pürieren, bis sie eine cremige Konsistenz haben.
  4. Das Cashewmus mit Salz und Pfeffer würzen.
  5. Die Rote Bete solange kochen, bis sie weich ist.
  6. Rote Bete zum Cashewmus hinzufügen und alles zusammen pürieren.
  7. Die Limette auspressen und den Saft zusammen mit den Mandeln zum nun fertigen Aufstrich geben.

Je nach Geschmack kann noch etwas Sahnemeerrettich hinzugegeben oder frischer Meerrettich in die Menge hineingerieben werden. Der Aufstrich bekommt dadurch noch eine pikante Frische.

4. Rote Bete-Risotto

Rote Bete-Risotto hat eine tolle Farbe und schmeckt würzig und vollmundig. Die Zubereitung nimmt etwa 30 Minuten in Anspruch.

Zutaten:

  • 1 frische Rote Bete
  • 125 g Risottoreis (Arborio oder Carnaroli)
  • 1 Schalotte
  • 1 Knoblauchzehe
  • 100 ml Rotwein
  • 700 ml Gemüsebrühe
  • 25 g Butter
  • 50 g Parmesan
  • 1 EL Meerrettich
  • Öl
  • Salz und Pfeffer

Zubereitung:

  1. Gummihandschuhe anziehen und die Rote Bete schälen.
  2. Zwiebeln und Knoblauch ebenfalls schälen und fein würfeln.
  3. Öl erhitzen, Zwiebel und Knoblauch hinzugeben und den Risottoreis hinzufügen.
  4. Alles gemeinsam andünsten und dann mit Rotwein ablöschen.
  5. Nachdem die Flüssigkeit einreduziert ist, eine Kelle Brühe hinzugeben, rühren und warten.
  6. Sobald die Brühe in den Reis eingezogen ist wird eine neue Kelle hinzugegeben, gerührt und wieder gewartet. Während des Wartens kann der Parmesan gerieben werden.
  7. Dies wird solange wiederholt, bis der Reis die richtige Konsistenz hat. Das Risotto sollte cremig sein, der Reis aber noch ganz leicht bissfest.
  8. Am Ende werden Butter, Parmesan und Meerrettich hinzugefügt und mit Salz und Pfeffer gewürzt. Gerade mit Salz sollte man bei Risotto vorsichtig sein, da die Brühe und der Käse bereits von Natur aus salzig sind. Hier lieber sparsam dosieren.

5. Rote Bete-Chips

Rote Bete-Chips können eine leckere Alternative zu Kartoffelchips sein. Sie enthalten weniger Kohlenhydrate und somit auch weniger Kalorien und sind im Handumdrehen gemacht.

Für die Chips benötigt man 2 Rote Bete Knollen, einen Schuss Olivenöl und etwas Salz. Die Rote Bete wird gewaschen, geschält und die Enden werden abgeschnitten. Um dünne Scheiben zu erhalten, eignet sich am besten ein Hobel. Die Scheiben werden auf einem Backblech ausgelegt – sie sollten sich nicht überlappen. Die Scheiben mit Öl bestreichen und dann 40 Minuten lang bei 180 Grad knusprig ausbacken. Sobald der Rand außen wellig wird, sind die Chips fertig. Sie können mit Salz bestreut werden.

Nicht wundern: Knusprig sind die Chips erst wenn sie kalt sind.

Auch Sellerie, Zucchini oder Möhren können auf diese Weise zubereitet und sind eine gesunde Alternative zu gekauften Kartoffelchips.

Rote Bete mal süß?

Auch in süße Gerichte passt die Knolle. Zum Beispiel Rote Bete-Marmelade kann eine große Geschmacksüberraschung sein. Sogar Menschen, die eigentlich keine Rote Bete mögen, könnten mit dieser Marmelade ihre Meinung ändern.

Zutaten:

  • 3 bis 4 Rote Bete Knollen (400 g)
  • 400 g Zucker
  • 1 Orange
  • 1 Zitrone
  • Zimt
  • 3 Gewürznelken

Zubereitung:

  1. Die Rote Bete zusammen mit Orangenschale und Nelken aufkochen bis sie gar ist.
  2. Anschließend sollte sie schnell heruntergekühlt und gewürfelt werden.
  3. Die Zitrone und Orange auspressen und zusammen mit dem Zucker in einem Topf erhitzen.
  4. Nach etwa fünf Minuten die Rote Bete und eine Prise Zimt hinzufügen.
  5. Regelmäßig rühren und etwa 25 Minuten alles miteinander einkochen lassen.
  6. Die Masse anschließend pürieren.
  7. In ausgekochte Gläser abfüllen und diese auf den Kopf gestellt abkühlen lassen.

Die Marmelade schmeckt sowohl als Brotaufstrich als auch als eine Art Chutney, zu Käse oder Fleisch.

Weitere Zubereitungsideen für Rote Bete

  • Die geraspelte Knolle als Rohkost mit Zitronensaft oder Zitrusfrüchten, mit Apfelspalten, Nüssen und Zwiebeln oder mit Feldsalat und Schafskäse anrichten.
  • Als Beilage zu Fisch oder Fleisch wird die rohe Knolle in Folie gegart (50 – 70 Min. bei 200 Grad im Backofen). Dazu passt ein Dip aus Apfel-Meerrettich.
  • Rote Bete kann auch Fleischersatz sein. Dafür wird sie gekocht und in Form von dicken Scheiben paniert und in der Pfanne ausgebraten. Ein würziger Schnittlauch-Schmand passt gut zum vegetarischen Schnitzel.
  • Als Saft ist Rote Bete ebenfalls sehr gesund. Sie kann roh und geschält in einen Entsafter gegeben werden und mit Apfel, Möhren, Himbeeren, Ingwer oder weiterem Obst zu einem leckeren Smoothie gemixt werden.

Rote Bete Saft, Rote Beete Saft

Trend-Food mit Rote Bete

Zwei Gerichte mit Rote Bete haben sich in den letzten Jahren zum absoluten Trend-Food entwickelt:

  • Rote Bete-Hummus
  • Smoothie Bowl mit Rote Bete

Dabei geht es nicht nur um den Geschmack der Rote Bete in den Gerichten, sondern auch um die pinke Farbe.

Pinker Hummus: Für den Rote Bete-Hummus wird aus Kichererbsen, Sesampaste, Olivenöl, Salz, Kreuzkümmel und Zitronensaft Hummus hergestellt. Dieser wird zusammen mit gekochter Rote Bete püriert und erhält dadurch eine intensive pinke Farbe. Besonders in Kombination mit grüner Avocado sieht der pinke Hummus toll aus und schmeckt zum Beispiel auf einer Scheibe getoastetem Brot oder einem Bagel.

Pinke Smoothie Bowl: Für eine Smoothie Bowl werden Früchte nach Wahl zunächst über Nacht gefroren und dann am nächsten Morgen püriert. Ananas und Mango sind eine leckere Kombination, ebenso Mango und Banane. Für eine kräftige pinke Farbe wird ein wenig Rote Bete mit in den Mixer gegeben (maximal eine halbe Knolle). Je nachdem wie viel man nimmt, desto intensiver wird die Farbe – aber auch der Geschmack. Anschließend wird die pürierte Masse in eine Schüssel gegossen und dann mit Müsli, Nüssen, Chia-Samen, Leinsamen oder Kokosflocken dekoriert.

Wer den Geschmack von Roter Bete gerne mag und die Smoothie Bowl weniger süß genießen möchte, nimmt die Knolle nicht nur zur Färbung. Für einen intensiven Rote Bete Geschmack in der Bowl kann auch eine ganze Rote Bete mit zum Obst gegeben und püriert werden. Ahornsirup oder Honig geben zusätzliche Süße. Ein Schuss Zitronensaft nimmt etwas die Würzigkeit der Rote Bete.

Lebensmittel, Haare und Stoffe mit Roter Bete färben

Lebensmittel einfärben

Lebensmittel, die mit Roter Bete eingefärbt werden können, sind unter anderem Eier, Keks- oder Kuchenteig und Pasta. Je nach Lebensmittel wird entweder Rote Bete-Saft oder Rote Bete-Pulver für die Färbung verwendet. Das Pulver ist meist in Drogerie- oder Bio-Märkten erhältlich.

Der Vorteil von Roter Bete als Lebensmittelfarbe liegt darin, dass sie komplett natürlich ist. Dem Essen werden keine Chemie oder Zusatzstoffe hinzugefügt. Dafür hat Rote Bete einen Eigengeschmack. Beim Färben von Lebensmitteln mit Roter Bete sollte daher nur so viel von ihr verwendet werden, dass sie den Geschmack des eigentlichen Lebensmittels nicht beeinträchtigt. Vorsichtiges Dosieren ist angesagt – ansonsten kann das Aroma zu intensiv werden.

Haare färben mit Rote Bete

Nicht nur in der Küche kommt Rote Bete zum Einsatz. Aufgrund ihrer stark färbenden Eigenschaft ist sie ein natürliches Mittel, um die Haare rötlich zu tönen. Der Weg zu einem roten Schopf ist ganz leicht und zudem schonender als mit chemischen Mitteln.

  • Die Kopfhaut wird geschont.
  • Die Haarstruktur bleibt unverändert.
  • Allergische Reaktionen sind weniger wahrscheinlich.
  • Die Umwelt wird nicht mit Chemie belastet.

Je nach Haarlänge werden folgende Zutaten benötigt:

  • 1 bis 3 Rote Bete Knollen
  • 1 Eigelb
  • Pflanzenöl

Für kurze Haare genügt eine Rote Bete Knolle, bei längeren Haaren sollten es zwei bis drei sein. Je mehr Rüben verwendet werden, desto intensiver wird die Farbe.

Zubereitung des Tönungsmittels:

  1. Die Rote Bete wird gekocht und püriert.
  2. Sobald sie abgekühlt ist, können das Eigelb und ein Schuss Öl hinzugefügt werden.

Am besten wird die Tönung an einer Strähne ausprobiert. So kann die Intensität getestet werden. Je nachdem wie kräftig der Farbton sein soll, kann die Farbe nach dem Einarbeiten in das Haar dort zwischen 15 und 45 Minuten verbleiben. Anschließend die Haare mit kaltem Wasser durchspülen. Falls sie sich noch ölig anfühlen, können sie auch nochmal mit Apfelessig gespült werden.

Zur Reinigung sollten nach der Tönung mit Rote Bete nur milde Shampoos verwendet werden. Andernfalls wäscht sich die Farbe wieder zu schnell heraus. Die Haarfarbe geht bei Roter Bete ganz leicht ins Violette. Wer ein kräftigeres Rot favorisiert, kann zur Roten Bete noch Karotte hinzufügen.

Im Vergleich zu chemischen Mitteln hat die natürliche Färbung mit Roter Bete auch Nachteile:

  • Die Farbe ist weniger knallig als mit chemischen Färbemitteln. Das kann aber auch ein gewünschter Effekt sein.
  • Das genaue Ergebnis ist schwer vorhersehbar und kann stark variieren.
  • Die Farbe hält nur wenige Wochen in den Haaren und wird mit jedem Waschgang weniger.

Tipp: Auch beim Haare-Färben mit Roter Bete sollten Handschuhe getragen werden. Ein helles Oberteil beim Färben zu tragen, ist nicht ratsam.

Stoffe mit Rote Bete färben

Kleidung oder Tücher können ebenfalls mit Rote Bete eingefärbt werden. Dafür müssen sie nur über Nacht in einem Eimer voller Rote Bete-Saft liegen. Anschließend kalt ausspülen und fertig ist das neue rote T-Shirt.

Make-up: DIY-Rouge aus Roter Bete

Mit Rote Bete kann das Rot für die Wangen ganz einfach selbst hergestellt werden. Dafür wird die Rote Bete im Backofen getrocknet und anschließend zerkleinert. Bei 50 Grad können die dünnen Scheiben so lange gebacken werden, bis keine Feuchtigkeit mehr enthalten ist. Mit einem Mixer werden die Rote Bete-Scheiben anschließend zerkleinert und können dann zusätzlich nochmal gemörsert werden. Je feiner das Pulver ist, desto besser. Es wird in ein Glas abgefüllt und kann mit einem Pinsel auf die Wangen aufgetragen werden.

Wird das Pulver mit etwas Kokosöl vermengt, kann es als Paste in einem kleinen Tiegel aufbewahrt werden. Auf diese Weise bekommt es eine cremige Konsistenz und wird dann mit den Fingern auf die Wangen aufgetragen. Diese Masse kann auch als Lippenstift verwendet werden – hat jedoch eine etwas schwächere Deckkraft als herkömmlicher Lippenstift. Dafür besteht sie nur aus natürlichen Zutaten, ist preiswert und das Kokosöl pflegt die Haut zusätzlich.

Tipp für die verschiedenen Hauttypen: Mit etwas Kakaopulver wird der Farbton wärmer. Verwendet man mehr Kokosöl, wird der Farbton heller.

Mit Rote Bete gegen Augenringe

Um dunkle Flecken auf der Haut und Augenringe aufzuhellen, wird Rote Bete-Saft mit etwas Zitronensaft und Tomatensaft vermischt. Auf ein Wattepad aufgetragen kann die Mischung unter den Augen und im Gesicht aufgetupft werden. Täglich ein Glas Rote Bete-Saft zu trinken, kann die Wirkung noch verstärken.

Rote Bete im Einsatz: Zusammenfassung

Rote Bete ist sehr gesund und hat einen ganz besonderen, erdigen Geschmack. Sie passt in viele warme und kalte Gerichte und ist ein Nährstoffgarant. Aufgrund ihrer stark tönenden Eigenschaft können auch andere Lebensmittel mit Rote Bete eingefärbt werden. In Hummus oder Smoothies kann sie als Lebensmittelfarbe oder geschmackliche Ergänzung zum Einsatz kommen. Für die Herstellung von Kosmetik eignet sich Rote Bete ebenfalls, so können zum Beispiel Rouge, Lippenstift oder Haarfärbemittel mit ihr hergestellt werden. Auch Textilien können mit Rote Bete eine neue Farbe erhalten.

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