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Die Bartholin-Drüsen

Hier lernen Sie, wofür die nach dem Kopenhagener Anatom Caspar Bartholin benannten Bartholin-Drüsen im Körper der Frau zuständig sind. (Foto: Sebastian Kaulitzki - Fotolia)

Zu den zahlreichen Organbereichen, deren Existenz Frauen sich in vielen Fällen erst bewusst machen, wenn sie ihre Funktion einbüßen oder sich entzünden, gehören die Bartholin-Drüsen (auch Bartholinische Drüse genannt).

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Viele Frauen haben von den Bartholin (Bartholilnischen) Drüsen gar nicht gehört. Erst wenn eine Entzündung auftritt, muss man sich mit dem Thema auseinandersetzen.

Sie sind benannt nach dem Kopenhagener Anatom Caspar Bartholin (1655 – 1738), der sie erstmals medizinisch beschrieb.

Diese beiden kleinen, röhrchenförmigen Drüsen sitzen links und rechts neben der Scheidenöffnung in den großen Labien (Schamlippen). Ihre Ausführungsgänge münden scheidennah in den kleinen Labien.

Unter dem Einfluß der weiblichen Geschlechtshormone produzieren die Bartholinischen Drüsen ab der Pubertät ein leicht schleimiges, säuerliches Sekret. Dieses trägt viel dazu bei, das Innere der Scheide feucht, sauer (also bakterienhemmend) und geschmeidig zu halten.

Im höheren Alter bei nachlassender Hormonproduktion  produziert der Körper weniger Bartholin-Sekrete. Mit der häufig auftretenden Scheidentrockenheit in und nach den Wechseljahren hat dies jedoch nicht viel zu tun. Den größten Anteil der Scheidenfeuchte produzieren die stark östrogenabhängigen Zellen der Scheidenhaut.

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Hohe Entzündungsgefahr!

Die Ausführungsgänge der Bartholin-Drüsen entzünden sich bei Scheidenentzündungen aller Art leicht mit (Bartholinitis) und verkleben.

In solchen Fällen staut sich Eiter bis in die Drüsengewebe hinauf.  Der dabei entstehende, in manchen Fällen bis zu hühnereigroße Abszess ist gerötet, spannt und tut weh.

  • Ein Arzt schneidet ihn auf und behandelt ihn.
  • Drücken Sie selbst unsachgemäß daran herum, verschlimmert sich die Entzündung.
  • In den meisten Fällen öffnet der Arzt in einem ambulanten Eingriff die betroffene Drüse undkorrigiert ihren Abfluss.

Dies gilt als therapeutische sowie vorbeugende Operation, die das Entstehen chronischer Bartholin-Zysten verhindern soll. Das sind kugelige, druckempfindliche Abszesse. Sie füllen sich immer wieder mit dem Drüsensekret auf und stören die Frau. Der behandelnde Mediziner entfernt die Bartholinschen Drüsen nur ganz, falls solche Zysten trotz der korrigierenden Operation wieder auftreten. Die Drüsen bei der ersten Entzündung ganz herauszuschälen, gilt heute als Kunstfehler.

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