Liebstöckel: Heilpflanze und Gewürz

Liebstöckel, Gewürz, Heilkraut, Heilpflanze
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Inhaltsverzeichnis

Vielen ist Liebstöckel nur aus Rezepten bekannt: Vor allem in Suppen findet das Kraut Gebrauch und verleiht Gerichten eine angenehme Würze. Dabei erinnert der Geschmack der Pflanze an Sellerie und trägt aufgrund der geschmacklichen Ähnlichkeit zur beliebten Gewürzmischung auch den Namen „Maggikraut“. Doch die Pflanze kann noch viel mehr: Liebstöckel gilt als schonendes Heilmittel gegen Blasenentzündungen und andere Harnwegsinfekte. Der grüne Alleskönner wächst sogar in den heimischen Gärten – wer auf einige wichtige Aspekte achtet, kann das Heilkraut selbst anbauen und ernten. Gekauft oder selbst gesät: Liebstöckel unterstützt bei richtiger Einnahme die Gesundheit.

Levisticum officinale: Kleiner Überblick zum Liebstöckel-Kraut

  • Liebstöckel: Sellerie ähnliches Gewächs mit würzigem Geschmack
  • Heilwirkung: krampflösend, harntreibend (diuretisch), schmerzstillend
  • Einnahme: Tee, Wein, Tabletten, Öl etc.
  • Einsatzgebiet: Harnwegsinfekte, Verdauungsbeschwerden, Krämpfe
  • Inhaltsstoffe: Reich an vielfältigen Inhaltsstoffen wie ätherischen Ölen und Bitterstoffen
  • Botanik: Doldenblütler (Apiaceae) mit gelben Blüten und Wirkstoffreichen Wurzeln

Ein Mittel aus der Natur: So hilft Liebstöckel bei Harnwegsinfekten

Harnwegsinfekte sind nicht nur schmerzhaft, sie schränken Betroffene auch stark im Alltag ein. Wer schon einmal eine Blasenentzündung hatte, weiß: Die Erkrankung bestimmt den Alltag. Sie führt zu einem starken Harndrang und Schmerzen beim Wasserlassen. Lieber bleibt man zu Hause, mit der Sicherheit, jederzeit zur Toilette gehen zu können.

So ist die Situation für Betroffene aus mehreren Gründen unangenehm. Hinzu kommt, dass der Infekt unterschiedliche Ursachen haben kann. Eine schnelle Behandlung ist nicht immer möglich. Häufig heißt es abwarten und hoffen, dass das Leiden zügig vorübergeht. Umso wichtiger ist deshalb das Gefühl, gegen die Beschwerden vorgehen zu können. Je nachdem, wie ausgeprägt der Harnwegsinfekt ist, helfen schon sanfte, natürliche Mittel bei der Unterstützung des Heilungsprozesses.

Gut zu wissen – Alles über die Blasenentzündung auf einen Blick:

  • Eine Blasenentzündung wird auch Zystitis genannt
  • Sie kann durch Bakterien, aber auch (wenn auch seltener) durch Viren oder Pilze verursacht werden
  • Sie kann als akute Infektion oder in chronischer Form auftreten
  • Sie lässt sich bei leichten Symptomen gut mit natürlichen Mitteln behandeln

Zu den natürlichen und schonenden Heilkräutern bei einer Blasenentzündung zählt der Liebstöckel. Wer den Namen der Pflanze bisher nur in Zusammenhang mit kulinarischen Anwendungen gehört hat, sollte hier aufmerksam werden: Das Kraut ist nicht bloß ein Gewürz in der Küche. Besonders bei lästigen Harnwegserkrankungen verschafft die Heilpflanze Abhilfe. Doch wie wirken die Inhaltsstoffe des Krautes eigentlich?

Die Wirkung von Liebstöckel: Wie wirkt das Heilkraut?

Harnwegsinfekte kommen auf unterschiedliche Art und Weise zustande. In der Regel handelt es sich jedoch um eine bakterielle Infektion. Die Folgen sind üblicherweise Schmerzen im Unterleib und beim Wasserlassen sowie ein ständiger Harndrang. Bei einer Infektion ist es besonders wichtig, die Harnwege gut zu durchspülen. Empfohlen wird deshalb, extra viel zu trinken. Liebstöckel kann diesen Prozess unterstützen: Das Kraut punktet mit Inhaltsstoffen, die entwässernd wirken und somit dazu beitragen, die Bakterien auszuspülen.

Die naturheilkundliche Medizin teilt sich in mehrere Unterkategorien auf. Die sogenannte Phytotherapie umfasst die Behandlung von Krankheiten anhand von Pflanzen (Pflanzenheilkunde). Experten dieses Fachgebiets kennen die Heilwirkungen der Gewächse besonders gut.

Folgende Inhaltsstoffe machen Liebstöckel – mit botanischem Namen Levisticum officinale – zu einem interessanten, pflanzlichen Heilmittel:

  • ätherische Öle: Vor allem der Duft ätherischer Öle kann sich positiv auf die Gesundheit Betroffener auswirken. Dabei überzeugt der Liebstöckel mit einem hohen Anteil solcher Öle.
  • Phenole, Cumarine, Furokumarin: Die unterschiedlichen sekundäre Pflanzenstoffe tragen zu der erwünschten Heilwirkung des Gewächses bei, da sie im Körper entsprechende Reaktionen auf chemischer Ebene auslösen.
  • Gerbstoffe, Bitterstoffe, Harz: Diese natürlichen Bestandteile sind in vielen Kräutern enthalten und wirken sich beispielsweise auf die Verdauung aus.
  • Zucker: Ja, auch in Liebstöckel ist Zucker enthalten, jedoch nur in geringen Mengen.

Die lange Liste kann mit folgenden Stoffen fortgesetzt werden, die vor allem in den Blättern des Gewächses wiederzufinden sind: Vitamin C und Vitamin E, Karotinoide, Mangan, Kalzium, Kalium, Eisen, Zink, Fluor und Jod finden Ihre Verwendung vor allem in der Küche und weniger in der Medizin. Schließlich werden die Blätter und auch der Stängel weniger für Naturheilmittel eingesetzt, sondern eher für die Ergänzung des Geschmacks.

Wirkweise: Hier setzt Liebstöckel an und trägt zu einer Besserung bei

Wie wirken die Inhaltsstoffe des Heilkrauts nun? Die Anwendung des Levisticum officinale ist nicht nur auf die Behandlung von Harnwegsinfekten begrenzt. Die Wirkweise eignet sich jedoch besonders zur Linderung der Beschwerden von Blasentzündungen bis hin zu Nierengrieß.

Die Heilpflanze kann gleich mit einer Bandbreite an Wirkmechanismen aufwarten:

  • krampflösend
  • harntreibend (diuretisch)
  • schmerzstillend

So eignet sich das Kraut für die sogenannt Durchspülungstherapie bei Harnwegserkrankungen. Die diuretische Wirkung des Gewächses regt an, dass Betroffene häufig Wasser lassen müssen. Dadurch werden Keime schneller ausgespült und die Infektion kann abklingen.

Doch die Verwendung beschränkt sich nicht nur auf die Harnwege. Liebstöckel wird auch in Zusammenhang mit Verdauungsbeschwerden, etwa bei Magenbeschwerden, Menstruationsschmerzen oder Blähungen eingesetzt. Die krampflösenden Eigenschaften der Pflanze tragen zu einer Linderung bei.

Wichtig: Zur Behandlung von Blähungen und Magenbeschwerden, aber auch die diuretische Wirkung für die Durchspülungstherapie erzielt man nur durch die Verwendung des Wurzelstocks der Levisticum officinale – nicht über die Blätter des Krauts.

Liebstöckel, Gewürz, Heilkraut, Heilpflanze

Liebstöckel verfügen über eine diuretische Wirkung, die Linderung bei vielen gesundheitlichen Problemen verschaffen kann © Annett Seidler – Adobe StockAnnett Seidler – Adobe Stock

Vielversprechendes Gespann: Diese Kräuter wirken gut zusammen

Für Harnwegsinfekte werden ganz unterschiedliche, natürliche Heilmittel empfohlen. Während Liebstöckel allein schon mit vielzähligen Inhaltsstoffen überzeugen kann, kann jedoch seine Wirkung durch bestimmte Kombinationen noch gesteigert werden.

Ein besonderes Kräuter-Trio scheint hier besonders positive Effekte erzielen zu können:

  • Rosmarin
  • Liebstöckel
  • Tausendgüldenkraut

Die Kombination aus Rosmarin, Liebstöckel und Tausendgüldenkraut bietet eine Zusammenstellung wichtiger Inhaltsstoffe aus Flavonoiden, ätherischen Ölen sowie Phenolen, Cumarinen und Gerbstoffen. In Untersuchungen wurden dabei anti-entzündliche, krampflösende sowie schmerzlindernde und antiadhäsive Effekte gefunden. Um noch bessere Aussagen über das Zusammenspiel der Inhaltsstoffe treffen zu können, müssen weitere Studien angefertigt werden (Schlenger, 2017).

Liebstöckel richtig einnehmen

Nicht nur bei einer Blasenentzündung kann die Einnahme des Levisticum officinale helfen. Je nach Art der Einnahme lassen sich auch andere Beschwerden behandeln. Der Vorteil am heimischen Liebstöckel: Die Pflanze wächst nicht nur im eigenen Garten, sie kann auch direkt zu Hause weiterverarbeitet werden. So können Sie ihr eigenes Mittel gegen Verdauungsbeschwerden, Nierengrieß oder Krämpfe selbst herstellen. Natürlich bieten auch viele Apotheken und Fachhändler entsprechende Präparate an.

Selbst gemacht: So bereiten Sie eigene Liebstöckel-Präparate zu

Sowohl die Blätter des Liebstöckels als auch die Wurzeln des Krauts lassen sich auf unterschiedliche Art und Weise verarbeiten. Der Heilpflanze Liebstöckel wird nachgesagt, dass sie je nach Zubereitung auf verschiedene Art und Weise wirkt. Je nachdem, welche Einnahmeform für Sie am angenehmsten ist, können Sie Liebstöckel nach Wunsch verarbeiten und einnehmen. Hier lohnt es sich, verschiedene Wege auszuprobieren, um individuelle Präferenzen zu erkennen.

Liebstöckel in verschiedenen Formen Einsatzbereich Zubereitung Einnahme
Tee Harntreibend
  • 1 Teelöffel klein geschnittene Liebstöckelwurzel
  • 150 ml kochendes Wasser

Ziehzeit: 15 Minuten

Bei Harnwegsinfekten täglich bis zu 3 Tassen trinken
Wein Gegen Nierengrieß
  • 2 Teelöffel klein geschnittene Liebstöckelwurzel
  • 0,5 Liter trockener Weißwein

Ziehzeit: 2 Tage im Kühlschrank ziehen lassen

Zum Austreiben von Nierengrieß einmal täglich 100 ml trinken (für ca. 5 Tage)
Öl Gegen Blähungen
  • 2 TL klein geschnittene Liebstöckelwurzel
  • in 100 ml Olivenöl kurz aufkochen

Ziehzeit: Ansatz 2 Tage ziehen lassen, anschließend in eine kleine dunkle Flasche abfüllen.

Im Kühlschrank aufbewahrt, ist das Öl einige Monate lang haltbar.

Bei Blähungen 2 bis 3 Tropfen einnehmen

Auch hier gilt: Selber machen ist eine Option, muss aber nicht sein. Wer für sich feststellt, dass die eigene Verarbeitung zu aufwendig ist, kann auch auf fertige Präparate zurückgreifen. Liebstöckel ist als Wirkstoff in verschiedenen Mitteln enthalten. In Absprache mit Ihrem Arzt oder dem Apotheker Ihres Vertrauens finden Sie die für Sie selbst richtige Einnahmeform.

Hier finden Sie das Maggikraut wieder: Präparate mit Levisticum officinale

Bevor Sie Mittel gegen Ihre Beschwerden einnehmen, sollten Sie sich mit einem Arzt oder Apotheker absprechen. Gerade wenn der Grad Ihres Leidens schwer ist, sollten die Ursachen Ihrer Schmerzen abgeklärt werden. Handelt es sich um tiefgreifende Probleme, kann eine umfangreichere Behandlung notwendig werden.

Bei leichteren Symptomen und zur Vorsorge können natürliche Präparate eingenommen werden. Neben den Tees und Ölen sind auch Tabletten erhältlich, die Liebstöckel-Bestandteile enthalten. Hierzu gehört unter anderem Canephron®, aber auch in Sprays finden Sie Wirkstoffe des Krauts wieder.

Weitere Helfer: Noch mehr Unterstützung aus der Pflanzenwelt

Das oben genannte Kräuter-Trio (Rosmarin, Liebstöckel, Tausendgüldenkraut) hat sich für den Einsatz bei Harnwegsinfekten gut bewährt – und kann auch präventiv eingenommen werden. Auch Kapuzinerkresse und Meerrettichwurzel bieten Ihnen starke Unterstützung für die Behandlung eines Harnwegsinfekts (Kraus, 2018).

Doch auch Verdauungsbeschwerden lassen sich mit weiteren pflanzlichen Mitteln entgegenwirken.

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Liebstöckel ist auch als Maggi-Kraut bekannt © M.Franke – Adobe StockM.Franke – Adobe Stock

Mit der Einnahme dieser Kräuter können Sie Blähungen, Völlegefühl und Co. den Kampf ansagen:

  • Kümmel
  • Wacholder
  • Ingwer
  • Fenchel

Neben weiteren können Ihnen diese Pflanzen dabei helfen, Ihre Verdauung zu regulieren. Je nach Einsatzzweck sollten die entsprechenden Bestandteile der Gewächse getrocknet oder geröstet werden. So setzen Sie die jeweiligen Wirkstoffe frei und bekommen unangenehme Völlegefühle oder Blähungen in den Griff. Getrocknete Kräuter, aber auch die Öle der Pflanzen lassen sich im Fachhandel erwerben.

Der Ursprung der Heilpflanze

Ursprünglich stammt die Heilpflanze aus dem Mittleren Osten. Aus Gebieten, die heute zu Afghanistan und dem Iran gehören. Inzwischen wächst sie jedoch auch in unseren Breiten und kann im eigenen Garten angebaut werden. Charakteristisch sind vor allem der Geschmack und der Geruch der Pflanze: Das Gewächs erinnert dabei an Sellerie und verleiht unterschiedlichen Gerichten schon in geringen Mengen intensive Würze.

Besonders attraktiv wird der Anbau des Liebstöckels durch seine Vielfältigkeit: Sowohl in der Küche als auch in der eigenen Hausapotheke findet er seinen Einsatz und kann nach Belieben verwendet werden. Der Doldenblütler (auch Apiaceae genannt) mit dem dicken, festen Stängel und den gelben Blüten erweist sich als wahrer Allrounder.

Tipp: Sie haben keinen Garten und möchten trotzdem von den wertvollen Inhalten des Heilkrauts profitieren? Das ist kein Problem, denn sowohl die Blätter als auch die Wurzel der Pflanze sind in vielen Apotheken erhältlich. Auch einige Online-Shops bieten den Levisticum officinale an.

Aus dem eigenen Anbau: Die Liebstöckel-Zucht selbst in die Hand nehmen

Der Levisticum officinale lässt sich ganz gewöhnlich ansäen und aufziehen. Alternativ können Sie Liebstöckel auch vermehren: Gerade, wenn bereits eine Pflanze vorhanden ist, zum Beispiel bei Bekannten, lohnt es sich, auf Vorhandenes zurückzugreifen. In den Phasen, in denen die Pflanze keine Blätter besitzt (also entweder im Herbst oder im Frühjahr) lässt sich das Gewächs ausgraben und die Wurzel teilen.

Während Sie eine Hälfte des Wurzelstocks wieder zurück in die Erde setzen, findet die andere Hälfte dann einen neuen Platz. Dabei ist Liebstöckel kein anspruchsvolles Kraut – Feuchtigkeit ist jedoch das A und O. Der Boden um die Pflanze sollte dementsprechend gut gewässert werden. So wird das Gewächs unter Umständen sogar mehrere Jahre alt. In jedem Fall wissen Sie beim eigenen Anbau, welchen äußeren Einflüssen das Kraut ausgesetzt war und vermeiden die Aufnahme von Zusatz- und Schadstoffen

Gut zu wissen: Liebstöckel ist nicht nur etwas für Hobby-Gärtner mit viel Platz. Obwohl das Heilkraut über 2 Meter hochwachsen kann, können Sie es auch in einem Topf anbauen. So lässt sich das Levisticum officinale auch auf dem Balkon züchten und vielfältig einsetzen.

Die Liebstöckel-Ernte: Wann dürfen die Blätter gepflückt werden?

Eine besonders positive Seite des Gewächses ist die Universalität des Heilkrauts. Zum einen eignen sich die Inhaltsstoffe, um unterschiedlichen körperlichen Beschwerden entgegenzuwirken. Zum anderen lassen sich sowohl die Blätter als auch die Wurzel und die Samen der Pflanze verwenden.

Wichtig ist, die Bestandteile des Krauts zum richtigen Zeitpunkt zu ernten.

So gehen Sie sicher, die gewünschten Effekte durch die Einnahme der Heilpflanze zu erzielen:

  • Blätter: Die Blätter des Levisticum officinale lassen sich von Frühling bis Herbst ernten. Das Grün der Pflanze zeichnet sich durch sein intensives Aroma aus.
  • Wurzel: Um die Wurzel nutzen zu können, sollte Ihre Liebstöckel-Pflanze bereits einige Jahre alt sein. Dann können Sie das Gewächs wie beim Teilen ausgraben und Stücke der Wurzel vorsichtig entfernen.
  • Samen: Die Samen sollten erst dann geerntet werden, wenn sie braun sind und die die Blüte vorüber ist. In der Regel können Sie die Samen am Ende des Sommers oder zum Herbstanfang einsammeln. Auch die Früchte verbreiten den charakteristischen Maggikraut-Geruch.

Für Anwender, die sich gerne mit dem Kräuter-Anbau beschäftigen, bietet die Liebstöckel-Zucht eine passende Alternative zum Kauf des Heilkrauts. In jedem Fall lässt sich das Mittel in seiner natürlichen Form oder verarbeitet in entsprechenden Präparaten aber auch erwerben. Gerade, wenn sie spontan auf Liebstöckel als natürliches Heilmittel zurückgreifen möchten, erhalten Sie die gewünschten Mengen zum Beispiel in Apotheken oder im Fachhandel.

Nebenwirkungen von Liebstöckel kennen und vermeiden

Die Einnahme des Heilkrauts ist in der Regel unbedenklich. Natürlich sollten Sie darauf achten, die Aufnahmemenge auf den empfohlenen Rahmen zu begrenzen. Bei einer Schwangerschaft und auch in der Stillzeit sollten Sie ganz auf die Verwendung der Heilpflanze verzichten, um etwaige Probleme zu vermeiden.

Da die Wirkstoffe der Wurzel harntreibend (diuretisch) wirken, ist es sinnvoll, vor der Einnahme die Nieren- und Herzfunktion zu prüfen. Im Körper hängen die Funktionen des Stoffwechsels eng miteinander zusammen. Bevor von außen auf das System Einfluss genommen wird, sollte die natürliche Funktionsweise überprüft werden.

Zudem kann die Lichtempfindlichkeit durch die Verwendung des Levisticum officinale gesteigert werden. Bei empfohlenen Einnahmemengen sollte diese Wirkung jedoch nicht zum Problem werden.

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Die empfohlene Einnahmemenge des Krauts sollte nicht überschritten werden © longlegphoto – Adobe Stock longlegphoto – Adobe Stock

Fazit: Liebstöckel als Allrounder für Küche und Hausapotheke

Levisticum officinale kann als Heilkraut aus dem eigenen Garten überzeugen: Die Pflanze wächst auf nährstoffreichem, feuchtem Boden und stellt insgesamt eher wenige Ansprüche. Doch nicht nur der Anbau ist vielversprechend: Auch die Weiterverarbeitung ist unkompliziert. Damit eignet sich das Kraut hervorragend für die eigene Hausapotheke.

In Form eines Weins oder Öls, aber auch als Tee zubereitet kann Liebstöckel seine Wirkung entfalten. Die Pflanze verspricht bei Harnwegsinfekten, Krämpfen und bei Verdauungsproblemen Linderung und lässt sich auch präventiv einnehmen. Besonders die schmerzlindernden und harntreibenden Effekte stehen dabei im Vordergrund. In der Schwangerschaft und bei Nierenproblemen sollte auf die Anwendung von Liebstöckel jedoch verzichtet werden. Auch in der Küche kommt Liebstöckel oft zum Einsatz – als Würzkraut eignet es sich zum Beispiel in Suppen, Salaten oder vielen anderen Gerichten.

Häufig gestellte Fragen zur Heilpflanze Liebstöckel

Ja, hinter dem Maggikraut steckt die Pflanze, der eine positive Wirkung auf körperliche Beschwerden nachgesagt wird. In der Regel werden in der Küche jedoch die Blätter des Krauts eingesetzt, während in der naturheilkundlichen Medizin die Wurzeln von Liebstöckel verarbeitet werden.
Ja, Liebstöckel kann im eigenen Garten angebaut werden, da sie auch in unseren Breiten wächst. Dabei muss der Anbau nicht unbedingt mit der Saat des Krauts beginnen: Bereits vorhandene Gewächse können im Spätsommer geteilt und so vermehrt werden. Das spart nicht nur Arbeit, sondern auch Zeit.
Zum einen kann das Kraut als Gewürz genutzt werden. Im medizinischen Kontext wirken die Inhaltsstoffe bei Harnwegsinfekten, aber auch bei Verdauungsbeschwerden. Durchspülungstherapien bei einer Blasenentzündung wird durch den diuretischen Effekt der Pflanze unterstützt und kann zu einer Linderung der Schmerzen beim Wasser lassen beitragen.