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Feng Shui: Wohnen und Leben nach den Feng Shui-Regeln

Mehr Glück und Wohlstand durch Feng Shui? Von dem Hausbau über die Einrichtung bis hin zur Farbgestaltung Ihrer Räume: Erfahren Sie jetzt, wie Feng Shui funktioniert! (Foto: FotoHelin | Adobe Stock)

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Inhaltsverzeichnis

Unzählige Menschen in Asien befolgen die Regeln des Feng Shui. Selbst Manager und Politiker sind von der Feng Shui-Wirkung überzeugt und richten Ihr tägliches Leben nach der daoistischen Harmonielehre aus – und das aus gutem Grund. Denn Feng Shui zielt auf die Harmonisierung von Mensch und Umwelt ab und soll das Leben der Menschen unmittelbar beeinflussen. Auch Sie können auf diese alte asiatische Lehre zurückgreifen und in Harmonie mit Ihrer Umgebung leben.

Doch was versteht man eigentlich unter Feng Shui? Und welche Regeln zum Leben und Wohnen sollte man nach Feng Shui im Alltag anwenden und befolgen? Im folgenden Artikel zeigen wir Ihnen, wie die Feng Shui-Lehre funktioniert.

Definition: Was versteht man unter Feng Shui?

Unter Feng Shui wird die die chinesische, daoistische Harmonielehre verstanden, die das Ziel verfolgt, den Menschen und dessen Umwelt zu harmonisieren.

Zunächst einmal bedeuten die Wörter „Feng Shui“ dabei einfach „Wind“ und „Wasser“ – zwei Elemente, die unmittelbaren Einfluss auf die Umgebung des Menschen und somit auch auf diesen selbst ausüben sollen. Im landläufigen Sinn ist mit dem Begriff Feng Shui daher der Einfluss der Umgebung auf den Bewohner oder Benutzer gemeint, sowohl, was den beruflichen, als auch, was den privaten Erfolg im weitesten Sinne angeht.

Nach Ansicht der Asiaten richtet sich Ihr Erfolg nämlich danach, ob Sie sich im Einklang, in Harmonie mit ihrem Umfeld befinden oder nicht. Denn nicht jeder Mensch passt auch gleich gut in jede Umgebung. So kann es durchaus geschehen, dass Sie an dem einen Arbeitsplatz vom Erfolg verwöhnt werden, in der neuen Firma aber überhaupt nicht Fuß fassen können. Oder dass, sobald Sie das neue Haus bezogen haben, plötzlich nur noch private und/oder geschäftliche Krisen auf Sie einstürmen. Wenn Ihnen das passiert, dann sind Sie laut der Lehre von Feng Shui nicht der Typ für Ihre derzeitige Umgebung.

Das Feng Shui basiert dabei vor allem auf der chinesischen Lehre des Qi, welches als fließende Lebensenergie durch den menschlichen Körper und die Natur fließt. Doch auch das Yin und Yang sowie die fünf Elemente spielen in der Harmonielehre Feng Shui eine große Rolle.

Feng Shui zielt darauf ab, den Menschen mit der Umwelt zu harmonisieren. | Adobe Stock © peterschreiber.media

Was sind die Anwendungsgebiete von Feng Shui?

Die Lehre des Feng Shui ist eigentlich ein Zweig der chinesischen Medizin; man könnte auch sagen: „Feng Shui ist angewandte chinesische Medizin – in Bezug auf Architektur, Innenarchitektur und Landschaftsgestaltung.“

Früher fand die Harmonielehre Feng Shui vor allem bei dem Bau von Grabstätten oder auch bei der chinesischen Gartengestaltung Anwendung. Heutzutage wird Feng Shui in der Regel zu Umbau- oder Renovierungszwecken von Wohnungen oder dem Haus gebraucht, wenn die Dinge nicht so laufen, wie sie sollen.

Hausbau: Wie funktioniert das Wohnen nach Feng Shui?

Wird in China ein Haus gebaut, so wird ein Feng Shui-Kundiger gerufen, der den günstigsten Standort für das Gebäude und seine optimale Ausrichtung in der Landschaft bestimmt. Denn der richtige Bauplatz verspricht im Feng Shui ein günstiges Schicksal. Außerdem wird im Feng Shui die beste Nutzungsmöglichkeit für die einzelnen Zimmer festgelegt.

So hoffen die Chinesen, für sich und ihre Nachkommen das günstigste Schicksal zu ermöglichen. Das gilt sowohl für beruflichen Erfolg, wie auch für eine gute Ehe, geeignete Nachkommen, Schutz vor Krankheit und vieles mehr.

Das Qi – die Lebensenergie im Feng Shui

Wie der Wind und das Wasser, fließt auch die Lebensenergie als sogenanntes Qi über die Erde, gelangt beim Vordereingang in ein Haus hinein und bei der Hintertür wieder hinaus. Ist dieser Fluss optimal, fördert er das Gedeihen und den Erfolg der Bewohner auf allen Ebenen.

Feng Shui bewirkt also ein harmonisches Leben mit der Umwelt beziehungsweise innerhalb eines Hauses oder einer Wohnung, das nicht nur die körperliche und psychische Gesundheit der Menschen fördern soll, sondern auch den beruflichen Erfolg sowie das persönliche Lebensglück.

Befinden sich störende Einflüsse in seinem Weg, werden bestimmte Bereiche nicht erreicht oder ist die Ausrichtung des Hauses für diejenige Person unpassend, ist auch die Harmonie und damit der Erfolg und das Wohlergehen der Bewohner gestört.

Das kann einzelne Bereiche betreffen, zum Beispiel Beruf, Gesundheit oder Beziehungen, es kann aber auch generell Unheil stiften. Deshalb ist natürlich der ungehinderte, gleichmäßige Fluss der positiven Energie das Ziel jeglicher Maßnahmen im Feng Shui.

Diese Feng Shui-Maßnahmen reichen hierbei vom einfachen Umstellen der Möbel über dekoratives Beiwerk oder Umbauten bis hin zur kompletten Bauberatung und Auswahl von geeignetem Gelände schon vor der Errichtung, bzw. dem Bezug, von Gebäuden.

Denn auch in der Umgebung eines Hauses gibt es grundlegende Dinge, die das Wohlergehen oder den Schaden für die Bewohner in bestimmte Richtungen lenken können, je nach ihrer Ausprägung.

Welche Störfaktoren beeinträchtigen das Chi?

Das anzustrebende Ziel des Feng Shui ist ein möglichst harmonischer Chi-Fluss innerhalb des Gebäudes. Dieser kann allerdings durch die unterschiedlichsten Einflüsse gestört werden.

Sei es, dass zu viele Türen in einer Flucht liegen, die verschiedenen Schlafzimmer auf gegenüberliegenden Seiten eines Flures liegen, der Hausform wichtige Ecken fehlen, die Fenster zu groß oder zu klein oder gar nicht vorhanden sind, für alle diese Dinge hat der Feng-Shui-Praktiker ein Auge.

Viele Dinge sind natürlich schnell einsichtig, wie zum Beispiel, dass ein Träger oder Balken an der Decke des Schlafzimmers für unruhigen Schlaf und schlechte Träume sorgt. Aber kämen Sie darauf, dass ein Geschäft nicht floriert, weil die Toilette der Eingangstür gegenüber liegt und man beim Öffnen der Tür auch noch direkt auf die Toilettenschüssel blicken kann?

In einem solchen Laden sind alle Bemühungen der Inhaber zumindest aus Feng-Shui-Sicht umsonst, und alle guten Möglichkeiten gehen durch die Klospülung wieder hinaus, sobald sie den Laden betreten haben.

Abhilfe wäre hier relativ einfach zu schaffen, indem man einen Sichtschutz zwischen Laden- und Toilettentür anbringt, so dass der potenzielle Kunde nicht mehr direkt auf letztere blickt, sobald er/sie den Laden betritt.

Das ist allerdings nur ein Einfachst-Beispiel. Oft sind es viel subtilere Störungen, die das Chi blockieren oder stören. Allein die Stellung von Herd, Bett oder Schreibtisch kann sehr viel ausmachen, was positive Ergebnisse angeht.

Wenn allerdings das Erst-Bezugsdatum absolut inkompatibel zum neuen Besitzer ist, erreicht man nur mit einer fundierten Analyse und dementsprechenden Maßnahmen tatsächliche Verbesserungen.

Erfolgreich nach Feng Shui bauen – der chinesische Kompass Luo-Pan

Mit dem Chinesischen Kompass, dem Lo-P’an oder Luo-Pan, lassen sich nicht nur Himmelsrichtungen bestimmen, er dient außerdem zur Berechnung sowie Identifizierung von Sternbildern. Es gibt eine ganze Reihe von Sternbildern, die jeweils nach Sonne oder Mondposition ermittelt werden und die alle auf dem Kompass eingetragen sind.

Diese bescheinen jeweils einen Teil des Hauses, wobei es diverse „gute“, wie auch „schlechte“ Sterne gibt. Man kann also schon vor dem Bauen feststellen, ob das Haus oder Teile des Hauses unter einem guten Stern stehen oder nicht. „Schlechte Räume“ werden dann natürlich nicht gerade als idealer Standort für das Ehebett oder das Büro des Chefs benutzt.

Der Kompass ist selbstverständlich in der Stadt genauso gültig wie auf dem Land, allerdings müssen die Feng-Shui-Praktiker in der Stadt viel sorgfältiger messen, weil sie sich nie sicher sein können, ob nicht irgendwelche großen Eisenteile (im Haus oder unterirdisch) die Magnetnadel ablenken.

Die fünf Elemente im Feng Shui

Neben dem Qi, der fließenden Lebensenergie, wird das Feng Shui ebenfalls maßgeblich durch die fünf Elemente Holz, Erde, Feuer, Wasser und Metall beeinflusst. Jedes dieser Elemente übt eine andere Kraft auf den Menschen aus und ist unterschiedlichen Farben, Materialien und Himmelsrichtungen zugeordnet.

Die Eigenschaften der fünf Elemente sollten daher auch der Einrichtung nach den Feng-Shui-Regeln beachtet werden. Denn die Kräfte der fünf Elemente beeinflussen sich gegenseitig – und zwar positiv und negativ. Sie können sich also nicht nur stärken, sondern auch beeinträchtigen.

Damit sich die Elemente nicht gegenseitig schwächen und den Energiefluss innerhalb Ihrer Wohnung behindern, empfiehlt es sich, die Eigenschaften der jeweiligen Elemente bei der Einrichtung nach Feng Shui-Regeln zu berücksichtigen.

Die folgende Tabelle liefert Ihnen einen Überblick über die Eigenschaften, Materialien, Farben und Himmelsrichtungen der fünf Elemente:

ElementHimmelsrichtungFarbeMaterialien
HolzOsten, SüdostenGrünHolz, Kork, Pflanzen
FeuerSüdenRot, Orange, RosaKunststoffe, Kerzen, Fell
ErdeSüdwesten, Zentrum, NordostenBraun, Orange, GelbErde, Keramik, Stein, Ton
MetallWesten, NordwestenSilber, Grau, Gold, WeißSilber, Messing, Edelstahl
WasserNordenDunkelblau, Schwarz, LilaWasser, Fließende Materialien, Gegenstände aus Glas

Die 9 Zonen des Bagua im Feng Shui

Basierend auf den fünf Elementen stellt auch das „Bagua“ eine wichtige Grundlage im Feng Shui dar. Das Bagua spiegelt dabei alle Lebensbereiche innerhalb eines Hauses oder einer Wohnung wider und unterteilt sich somit in 9 Bereiche.

Die Lebensbereiche des Bagua im Feng Shui

  • Reichtum – Element: Holz
  • Anerkennung und Ruhm – Element: Feuer
  • Partnerschaft und Liebe – Element: Erde
  • Familie – Element: Holz
  • Gesundheit, Zentrum oder auch Tai Chi – Element: Erde
  • Kinder und Kreativität – Element: Metall
  • Wissen – Element: Erde
  • Karriere – Element: Wasser
  • Hilfreiche Freunde – Element: Metall

Jeder dieser Lebensbereiche im Bagua ist einem Element zugeordnet, dass Ihnen Aufschluss darüber gibt, wie dieser Raum gestaltet werden sollte.

Das Bagua dient insbesondere beim Hausbau zur Findung des optimalen Grundrisses, der Raumaufteilung und Einrichtung. Dafür wird das Bagua in der Regel über den anvisierten Grundriss gelegt und geprüft, welche Raumaufteilung die Anforderungen des Bagua am besten erfüllt. So stellen Sie sicher, dass die Lebensenergie Qi problemlos und ohne Störwege durch Ihre Räume fließen kann und Sie von den positiven Auswirkungen des Feng Shui profitieren können.

Tipp: Die Eingangstür sollte dabei an einem der folgenden drei Feldern im Bagua positioniert sein: Hilfreiche Freunde, Karriere oder Wissen.

Wie sollten Sie eine Wohnung nach Feng Shui einrichten?

Die Lehre des Feng Shui betrifft nicht nur den Hausbau, sondern auch die Einrichtung einer Wohnung oder eines Hauses. Denn auch eine falsche Einrichtung kann zu Störungen des Qi führen und Ihre Lebensqualität beeinträchtigen. Umso wichtiger ist es, die Feng Shui-Regeln bei der Einrichtung Ihrer Wohnung oder Ihres Hauses zu berücksichtigen und folgende Fehler zu vermeiden:

Sie sitzen mit dem Rücken zur Tür

Stellen Sie den Schreibtisch so um, dass Sie alle Türen und Fenster im Blick haben. Wenn dies nicht möglich ist: Stellen Sie einen kleinen Spiegel so auf, dass Sie die Tür im Rückblick haben. Warum?

Wenn Sie mit dem Rücken zur Tür sitzen, haben Sie immer einen Teil Ihrer Aufmerksamkeit bei der Tür, da Sie unbewusst Angst haben, jemand könnte Ihnen in den Rücken fallen. Sie können viel konzentrierter arbeiten, wenn der Rücken geschützt ist.

Ihre Spiegel im Schlafzimmer zeigen direkt auf das Bett

Entfernen Sie möglichst alle Spiegel im Schlafzimmer, da Spiegel einen unruhigen Schlaf verursachen. Wenn dies nicht möglich ist, verhängen Sie nachts die Spiegel. (Spiegel, die auf der Innenseite von Schränken angebracht sind, stören nicht.)

Tür und Fenster liegen sich direkt gegenüber

Damit die Energie nicht sofort wieder durch das Fenster entweichen kann, hängen Sie einen Kristall ins Fenster, ein Fensterbild oder ein Windspiel oder stellen Sie eine Pflanze auf die Fensterbank, die die Energie aufhält.

Sie schlafen, arbeiten oder sitzen unter einem Balken

Unbewusst spüren Sie die Last, die der Balken trägt. Auch wird durch Balken der Energiefluss ungünstig beeinflusst. Hängen Sie eine rankende Pflanze unter den Balken, ein Windspiel oder ein Mobile. Noch besser: Stellen Sie Ihr Bett um. Wenn dies nicht möglich ist, verhängen Sie den Balken mit Stoffbahnen.

Ihre Treppe läuft direkt zur Haustür aus

Hängen Sie ein Windspiel zwischen der letzten Stufe und der Haustür auf, damit die Energie nicht die Treppe hinunter zur Tür hinaus fließt.

Yin und Yang: Die Farbgestaltung Ihrer Räume nach Feng Shui

Die Farbgestaltung im Feng Shui orientiert sich an der Lehre von Yin und Yang. Das bekannte Tai Qi-Symbol zeigt zwei entgegensetzte Kräfte, die dennoch erst zusammen in vollkommener Harmonie stehen.

Die Einrichtung im Feng Shui sollte einen Ausgleich zwischen Yin und Yang schaffen, um in vollkommener Harmonie zu leben. | Adobe Stock © New Africa

Das „Yin“ umfasst sanfte, passive und ruhige Kräfte, die von hellen Farben dominiert werden. Das „Yang“ hingegen spiegelt harte und aktive Kräfte wider, die sich in dunkleren und kräftigen Farbtonen zeigen. Bei der Farbgestaltung Ihrer Räume ist es daher essenziell, dass Sie diese Kräfte miteinander verbinden und in Einklang bringen.

Bei Räumen, in denen mehr Aktivität herrscht, wie zum Beispiel Küche, Wohn- und Arbeitszimmer, sollte der Fokus auf Yang-Farben, also auf kräftigeren Farben liegen. Hier können Sie zu Gelb, Rot und Orange für Ihre Wände greifen. Darüber hinaus sollten diese Zimmer mit Licht durchflutet werden. Helle Gardinen sind daher zu bevorzugen.

Räume, in denen Sie sich eher ausruhen – hierzu gehört neben dem Schlafzimmer auch das Bad – sollten in dezenten Yin-Farbtönen gehalten werden. Für die meisten Zimmer gibt es Farben, die hier am besten wirken.

Feng Shui im Badezimmer

So sind für das Badzimmer dezentes Grün und entspannendes Blau an den Wänden ideal. Die Kacheln können in pastellfarbenem Blau oder Grün gehalten sein, aber auch in Cremeweiß. Bringen Sie durch Blumen, farbige Seifen oder Handtücher leuchtende Akzente hinein.

Feng Shui im Schlafzimmer

Für das Schlafzimmer empfehlen sich sanfte Grün- und pastellige Blautöne an den Wänden besonders. Wenn Sie mehr Schwung in Ihr Liebesleben bringen möchten, sollten Sie zusätzlich noch einige Farbakzente in Rottönen wählen.

Feng Shui in der Küche, Flur und Diele

Gelb ist die ideale Farbe für den Küchenbereich. Sie sollten hier zwar auch einige rote Farbakzente setzen, aber verzichten Sie auf zu viel Rot, das bringt zu viel Energie in diesen Raum.

In Flur und Diele fehlt es oft an Licht – hier sind helle Farben wie zum Beispiel Beige, Creme, Gelb oder Weiß an der Wand oder für Dekoration geeignet.

Feng Shui im Wohnzimmer

Im Wohnzimmer können Sie ruhig ein paar kräftigere Farbakzente in Rot oder Orange setzen oder leuchtende Muster verwenden, aber nicht zu viel, da sonst die Atmosphäre zu unruhig wird. Als Tapetenfarbe für die Wand eignen sich ein Cremeweiß oder eine warme Holzfarbe.

Feng Shui im Kinderzimmer

Schwieriger wird es schon im Kinderzimmer, das in den meisten Fällen ein Multifunktionsraum ist. Hier wird gespielt, gearbeitet und geschlafen. Allerdings sollten sich die Farben auch nach dem Charakter des Kindes richten. Bei den Tapeten, Wänden und Möbeln sollten generell helle, freundliche Farbtöne gewählt werden.

Ist das Kind sehr aktiv, sollten im Kinderzimmer Töne, die Ruhe ausstrahlen, vorherrschen. Zu empfehlen sind hier helles Blau oder Grün, Pastelltöne sowie cremeweiße Tapeten. Lebhafte Muster und Farben wie Rot, Gelb oder Orange würden die Übererregbarkeit des Kindes noch verstärken und Ihrem Kind keine Ruhe ermöglichen.

Ist das Kind eher passiv und ruhig, braucht es in seiner Umgebung kräftigere Farbakzente, zum Beispiel gemusterte Decken oder Kissen. Für die Spielecke können Sie leuchtende Farben wählen, nicht aber für den Arbeits- und Schlafbereich.

Wie gestalten Sie Ihren Arbeitsplatz nach Feng-Shui-Regeln?

An manchen Arbeitsplätzen fällt es schwer, sich zu konzentrieren. An anderen Schreibtischen geht die Arbeit dagegen mühelos von der Hand. Für viele Chinesen ist das kein Zufall. Sie glauben, dass gutes Feng Shui am Arbeitsplatz das A und O für Erfolg ist. Auch Sie können an Ihrem Arbeitsplatz gutes Feng Shui schaffen.

Nutzen Sie den besten Platz für den Schreibtisch

Auch Sie als Angestellter können an Ihrem Arbeitsplatz eine Menge verändern, um ungestört, konzentriert und erfolgreich zu arbeiten. Ganz wichtig ist hierbei schon die Position des Schreibtisches. Dieser sollte nach der Feng Shui-Lehre nie so stehen, dass der Arbeitende die Tür im Rücken hat.

Wenn Sie nicht wissen, wer den Raum betritt, entsteht Unruhe. Am besten sitzt der Arbeitende mit dem Rücken zur Wand und hat die Tür im Blickfeld. Häufig werden bei uns Schreibtische vor das Fenster gestellt. Das ist laut Feng Shui ungünstig, da der Arbeitende dann die Tür nicht sehen kann. Der Schreibtisch wird daher besser diagonal in eine Ecke gestellt.

Der Arbeitende sitzt dahinter und sieht sowohl die Tür als auch das Fenster. Es besteht dann allerdings die Gefahr, dass sich die einströmende Energie hinter dem Schreibtisch sammelt. Das kann laut Feng Shui Rückenschmerzen verursachen. Daher sollte die Ecke mit einer Blende oder herunterhängenden Bändern entschärft werden.

Wenn Sie mit dem Rücken zur Wand sitzen, sollten Sie zusätzlich Pflanzen und Stehlampen hinter dem Schreibtisch platzieren. Falls Sie mit dem Rücken zur Tür sitzen, sollte zumindest durch einen Blick in einen Spiegel oder in eine von der Decke hängende Glaskugel sofort erkennbar sein, wer gerade den Raum betritt.

Setzen Sie Pflanzen für eine bessere Atmosphäre ein

Aber nicht nur die Sitzposition ist für Ihren Arbeitserfolg entscheidend. Mittlerweile gibt es in den meisten Büros noch andere Sachen, die Sie „angreifen“: die Ausdünstungen von Druckern zum Beispiel oder der Elektrosmog, der von Computern ausgeht.

Von Bildschirmen und dem PC selber geht nach allen Seiten hin eine starke Strahlung aus, die auch noch im Abstand von bis zu zwei Metern messbar ist.

Daher sollte niemand weniger als zwei Meter von der Rückseite eines Computers entfernt sitzen, auch wenn sich innerhalb dieses Bereichs eine Trennwand befindet. So eine Trennwand bietet keinen sicheren Schutz vor diesen Strahlen.

Neben ausreichendem Lüften können Sie im Büro eine große, buschige Pflanze aufstellen. Richtig platziert wirken diese nicht nur luftreinigend, sondern auch schalldämpfend.

Allerdings sind nach Feng-Shui-Ansicht nicht alle Pflanzen bürotauglich. Hiernach ist zum Beispiel von einer Yucca-Palme Abstand zu nehmen – sie attackiert mit ihren spitzen Blättern Bürobesucher und Kunden. Auch den Ficus benjamini sollten Sie nur vorsichtig in Ihrem Büro einsetzen.

Er hat zwar eine große Blattoberfläche und reinigt hervorragend die Luft, aber Sie sollten darauf achten, dass er nicht direkt an einer Heizung steht.

Wenn diese Pflanze nämlich zu großer Wärme ausgesetzt wird, gibt sie giftige Dämpfe ab, die zu Asthma, Lungenproblemen oder Allergien führen können. Kakteen oder Pflanzen mit Dornen bzw. Stacheln wirken aggressiv und sollten nicht in Büro- und Geschäftsräumen aufgestellt werden.

Sehr geeignet sind dagegen zum Beispiel Grünlilien, aber auch rankende Pflanzen, die Sie dann zusätzlich noch als natürlichen Raumteiler verwenden können.

Was sind Feng-Shui-Berater?

Sie können die Feng-Shui-Kundigen in etwa mit den hiesigen Baubiologen oder Rutengängern vergleichen. Feng-Shui-Berater zielen darauf ab, den Fluss der Lebensenergie Qi in einer Wohnung, einem Haus oder einem Bauplatz zu erkennen und diesen Energiefluss gezielt zu fördern. So soll eine Harmonisierung des Menschen mit seiner Umwelt geschaffen werden und idealerweise zu einer verbesserten Gesundheit und mehr Lebenserfolg führen.

Feng-Shui-Praktiker wenden zusätzlich noch viele Elemente aus dem chinesischen Volksbrauch an, die ebenfalls zur Steigerung der Qualität eines Gebäudes beitragen (sollen).

Feng Shui-Berater geben wertvolle Hinweise, wie ein Haus gebaut und eingerichtet werden sollte. | Adobe Stock © jaroslavkettner

Erstaunlich, dass das geübte Auge der Feng-Shui-Kundigen sowie ihre Fähigkeit, Lösungen anzubieten, es fertiggebracht haben, dass in China, sogar zu Mao Tse Tungs Lebzeiten, Feng Shui als eine Art traditionelle Wissenschaft, im Gegensatz zu vielen anderen traditionellen Künsten, wenigstens geduldet wurde.

Was zeichnet einen guten Feng Shui-Berater aus?

Gut ausgebildete Feng Shui-Berater arbeiten gewissenhaft innerhalb der ethischen Richtlinien ihres Berufsstandes. Darüber hinaus dürfen Sie erwarten, dass ein Berater die persönliche Verantwortung für jede seiner Ausarbeitungen übernimmt und dass er die Analysen jeder Person wie seine eigene behandelt.

Ein guter Feng Shui-Berater weiß, dass eine schlechte Analyse für ihn ein schlechtes Karma bedeutet, das er mit sich zieht. Absolute Sorgfalt sollte das Bestreben Ihres Feng-Shui-Beraters sein. Ebenfalls sollte er in der Lage sein, Ihnen alles ohne Geheimniskrämereien zu erklären. Sollten Sie mit seinen Antworten Probleme haben, suchen Sie sich einen anderen Berater!

Letztendlich ist es nur ein Geschäft. Ein Geschäft mit langer Tradition, auch Feng-Shui-Schulen lehren „Feng Shui Geschäftstechnik“. Betrachten sie den Feng-Shui-Berater als eine Art „Haus-Arzt“ und widmen Sie der Auswahl genauso viel Sorgfalt, wie Sie es bei der Auswahl Ihres Hausarztes tun würden.

Wie viel müssen Sie für eine Feng-Shui-Beratung bezahlen?

Einige Berater rechnen nach Quadratmetern ab und andere nach Personen und Etagen – aber eigentlich sollte Ihnen nur der tatsächliche Zeitaufwand berechnet werden. Am besten lassen Sie sich ein unverbindliches Angebot von einem Feng Shui- Berater erstellen. So erhalten Sie einen Festpreis und eine Auflistung der Beratungsthemen.

Wenn man sich enger mit dem Thema Feng Shui befasst, ist es schon fast ein wenig erheiternd, dass eine Aussage immer wieder auftaucht: Keiner weiß so ganz genau, warum Feng Shui wirkt; nur dass es das tut, da sind sich alle einig, die damit näher zu tun haben.

Wie kleiden Sie sich nach Feng Shui?

Grün oder Blau sind laut Feng Shui günstige Farben, wenn Sie auf Arbeitssuche sind oder ein neues Geschäft abschließen wollen. Diese Farben gehören zur Holz-Energie und stehen für einen Neuanfang und Kreativität.

Sind Sie unkonzentriert und zerstreut? Dann tragen Sie Gelb; diese Farbe erhöht die Konzentration, bunte Muster dagegen lenken ab.

Wenn Sie häufig deprimiert sind, neigen Sie vielleicht instinktiv zu den Farben Grau, Schwarz oder Dunkelblau. Genau diese Farben nämlich lassen Sie noch tiefer in Trübsinn versinken. Wählen Sie lieber kräftige, optimistische Farben wie Orange, Rot oder ein leuchtendes Grün.

Wenn Sie Erfolg und Ruhm anziehen möchten, kleiden Sie sich in Rot. Diese Farbe zieht alle Blicke auf sich und rückt Sie in den Mittelpunkt. Allerdings sollten Sie den starken Farbton durch Accessoires in dezenteren Farben wieder abmildern.

Anders sieht es natürlich aus, wenn Sie beruflich dazu gezwungen sind, gedeckte Farben tragen zu müssen oder wenn für Sie als Mann Anzugzwang besteht. Dann haben Sie nicht viele Möglichkeiten, sich die Kleidung nach Ihrem Geschmack und so, wie Sie sich wohlfühlen, zusammenzustellen.

In diesem Fall sollten Sie auf die Auswahl der Accessoires achten. Die Farbe der Krawatte oder des Einstecktuches, das Top, das Sie unter dem Kostüm tragen, können Sie nutzen, um sich in „Ihren Farben“ zu kleiden.

Feng Shui für Ihre innere Schönheit – eine Teekur

Wahre Schönheit kommt von innen, deshalb sollten Sie laut Feng Shui darauf achten, was Sie trinken – am besten abgekochtes Wasser oder Tee.

Ideal ist es, wenn Sie vor, aber nie zum Essen trinken, dann erst wieder eine Viertelstunde nach der Mahlzeit. Für die ideale Menge sollten Sie auf Ihren Körper hören:

Optimal ist so viel Flüssigkeit, dass Sie fünfmal am Tag auf die Toilette müssen. Ein traditionelles Feng-Shui-Rezept ist die Teekur – alle Elemente werden so in Einklang gebracht.

Was Sie tun müssen: neun Wochen lang morgens, mittags, abends je zwei Tassen Tee trinken. Pro Tasse brauchen Sie einen gehäuften Teelöffel von jeweils einer Teesorte. Ausnahme: Enzian– hier reicht ein halber Teelöffel. Die Zutaten gibt’s in der Apotheke.

  1. Woche: Anis und Schafgarbe regen Feuerund Metall-Chi an. Super für Herz, Kreislauf, Dünndarm (Feuer) und Haut, Dickdarm, Lunge (Metall).
  2. Woche: Schafgarbe und Rosmarin – Verwöhnprogramm fürs Feuer-Chi.
  3. Woche: Enzian und Melisse – für Erde-Chi (Magen, Milz, Mund) und Wasser-Chi (Nieren, Blase, Ohren).
  4. Woche: Lavendel und Löwenzahn regen das Holz-Chi an (Gallenblase, Leber, Gelenke, Augen).
  5. Woche: Löwenzahn und Schafgarbe für Holzund Feuer-Chi.
  6. Woche: Rosmarin und Fenchel stabilisieren das Wasser-Chi.
  7. Woche: Rosmarin und Enzian harmonisieren das Wasser-Chi.
  8. Woche: Melisse und Brennnessel – Wohltat fürs Holz-Chi.
  9. Woche: Löwenzahn und Melisse beruhigen Holz- und Erde-Chi.
Klangschale auf Sand

Chakren: Energie im FlussDie Chakrenlehre des Hinduismus beschäftigt sich mit dem Fließen der Energien zwischen den sieben Energiezentren im Körper. Doch was versteht man überhaupt unter Chakren? Und welche Bedeutungen haben die einzelnen Symbole?  › mehr lesen

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