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Petersilie – das leckere Kraut

(Foto: pilipphoto - Adobe Stock)

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Petersilie, auch Bockskraut, Kräutel oder Peterle genannt, ein zweijähriges Gewächs aus der Familie der Doldenblütler, gehört zu den bekanntesten und beliebtesten Küchenkräutern in Deutschland und ist in vielen Gärten zu finden.

Koch hackt Petersilie
Petersilie ist in vielen Küchen ein beliebtes Kraut und Gewürz © Esther Hildebrandt - Fotolia

Sie wächst im Freiland von etwa April bis Oktober. Petersilie wird sowohl mit glatten als auch krausen Blättern gezüchtet; bei einigen Sorten lassen sich auch die Wurzeln als Gemüse verwenden.

Welche Inhaltsstoffe besitzt die Petersilie?

Petersilie hat neben seiner Verwendung als Gewürz auch heilende Wirkung. Ihr hoher Gehalt an Vitamin C wirkt belebend und Erkältungskrankheiten entgegen; außerdem wirkt sie harntreibend, krampflösend, schleimlösend und tonisierend. Sie findet unter anderem Verwendung in der Behandlung von Gicht, Verdauungsstörungen, Bluthochdruck, Mundgeruch, Hautkrankheiten und Frauenbeschwerden.

Die wichtigsten Inhaltsstoffe im Überblick:

  • ätherische Öle, v. a. Myristicin und Apiol
  • sekundäre Pflanzenstoffe, wie Flavonoide, v. a. Apigenin und Cumarine
  • Vitamin A, C und E sowie Beta-Carotin ( v. a. Blätter)
  • Mineralstoffe, z. B. Kalium, Eisen, Mangan und Zink (v. a. Blätter)

Den höchsten Gehalt an ätherischen Ölen hat die glatte Blattpetersilie, die Myristicin und Apiol enthält, während die krause Form nur Myristicin und die Wurzelpetersilie vorwiegend Apiol liefern.

Wie wirkt die Petersilie?

  • harntreibend
  • entwässernd
  • blutreinigend
  • antimikrobiell

Die Wirkungen der Petersilie beziehen sich vorwiegend auf die Nieren und die ableitenden Harnwege. Daher werden Zubereitungen aus Petersilie, v. a. Tee, Tinkturen und Kapseln, ausschließlich innerlich zur Durchspülung angewendet. Forschungen der Universität Cleveland/USA deuten außerdem darauf hin, dass der hohe Gehalt an Apigenin auch vor Prostatakrebs schützen kann.

Was sind die Anwendungsgebiete von Petersilie?

Petersilie als Heilmittel kann sowohl innerlich als auch äußerlich angewendet werden; dazu wird aus Blättern, Wurzeln oder Samen wahlweise ein Tee oder eine Tinktur zubereitet. Beides kann eingenommen, auf die Haut aufgetragen, und als Umschlag oder Mundspülung verwendet werden.

Petersielie wird angewendet bei:

  • akuten und chronischen Reizungen der Harnwege
  • Vorbeugung und Behandlung von Nierengrieß
  • „Entschlackung“ bei rheumatischen Erkrankungen inkl. Gicht

Bei Wassereinlagerungen infolge einer Herz- oder Nierenschwäche dürfen Sie Petersilie nicht anwenden, da beide Organe durch die erhöhten Wassermengen überlastet werden.

Auch während der Schwangerschaft ist die Einnahme des Krauts nicht erlaubt, da es vorzeitige Wehen auslösen kann. Bei hellhäutigen Menschen kann Petersilie zu einer erhöhten Sonnenempfindlichkeit der Haut führen.

Petersilie können Sie gut im Garten selbst ziehen. Da die Pflanze mit sich selbst unverträglich ist, müssen Sie das Kraut stets an einen anderen Platz säen. Ansonsten entwickeln sich nur kümmerliche Pflanzen mit geringem Wirkstoffgehalt.

Urban gardening - Gemüse und Kräuter in Töpfen
Petersilie hilft nicht nur beim Kochen sondern auch bei Schmerzen © Floydine - Fotolia

Getrocknete Petersilienwurzel erhalten Sie auch in Apotheken. Petersilienkraut sollten Sie nur frisch verwenden. Getrocknet enthält es kaum noch wirksame ätherische Öle.

Grundrezept für Petersilien-Tee

Überbrühen Sie 2 g getrocknete Petersilienwurzel mit 150 ml kochendem Wasser und lassen Sie den Tee 15 Minuten zugedeckt ziehen, bevor Sie ihn abseihen. Trinken Sie 2- bis 3-mal täglich 1 Tasse frischen Tee.

Nehmen Sie den Tee aus der Petersilienwurzel und Fertigpräparate maximal 4 Wochen ein und wechseln Sie dann zu einem anderen nierenanregenden Tee, z. B. aus Goldrute oder Birke.

Halten Sie die vorgeschriebene Menge genau ein, da eine Überdosierung zu Reizungen von Nieren, Magen und Leber führen kann. Petersilienfrüchte oder Petersilienfruchtöl sollten Sie gar nicht einnehmen, da ihr Gehalt an ätherischem Öl zu hoch ist.

Petersilie als Vitalstoffspender

Die Verwendung von Petersilienkraut oder -wurzel als heilsames Gewürz ist in küchenüblichen Mengen unbedenklich. Fügen Sie das frisch gehackte, vitalstoffreiche Petersilienkraut möglichst erst kurz vor dem Servieren den Gerichten bei.

Ansonsten verflüchtigen sich die wertvollen Öle. Petersilie sollte niemals gekocht oder gebraten werden, da dies die hitzempfindlichen Vitamine und die Öle zerstört.

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