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Ingwer: So lecker ist die gelbe Wunder-Wurzel

Ingwer gilt als Superfood und hat einen einzigartigen Geschmack. In Suppen und Säften kommt er zum Einsatz und hat zudem Heilkräfte. (Foto: Maceo - Fotolia)

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Inhaltsverzeichnis

Ab dem 17. Jahrhundert war Ingwer insbesondere in England weit verbreitet und hat sich zunehmend in der Küche etabliert. Bis heute gelten Ginger Bread (Ginger = engl. für Ingwer) und Ginger Ale als Delikatesse.

Mit dem Beginn der 1990er Jahre begannen sich auch in Deutschland immer mehr Menschen für eine gesunde Ernährung mit Ingwer zu interessieren. Das Wissen über seine besondere Wirkung verbreitete sich schnell und auf den heutigen Wochenmärkten oder in den Gemüseabteilungen der Supermärkte ist er nicht mehr wegzudenken. Auch in den meisten Curry-Gewürzmischungen und in vielen asiatischen Gerichten ist Ingwer ein fester Bestandteil.

Woher kommt Ingwer?

Zingiber officinale ist der wissenschaftliche Name des Ingwers, bekannter ist er als Ingwerwurzel, Immerwurzel, Ingber oder Imber. Er stammt ursprünglich aus Südasien und gilt im Ayurveda als Universalheilmittel. Auch in China vertraut man seit Jahrhunderten auf seine Wirkung. Im Orient war Ingwer als sexuell anregendes Mittel geschätzt. Die gelbe Wurzel gelangte bereits vor dem Mittelalter nach Europa und wurde eingangs als Tischgewürz, d.h. wie Salz benutzt. Ingwer war allerdings zunächst nur sehr wohlhabenden Menschen vorbehalten, da er teuer war. Das hat sich heute stark gewandelt:

1 kg Ingwer kosten zwischen 3 und 6 Euro, das macht einen Preis pro 100 g 30-60 Cent. Da in den meisten Gerichten nur geringe Mengen Ingwer verwendet werden, ist er sehr erschwinglich und für jeden zugänglich.

Ingwer ist nicht nur gesund und hat zahlreiche positive Wirkungen. Er ist auch sehr schmackhaft und kann vielen Speisen und Getränken eine ganz besondere Note geben.

Wie schmeckt Ingwer und wo wächst er heute?

Ingwer ist würzig und hat eine spürbare, aber nicht unangenehme Schärfe. Er erinnert ganz leicht an Zitrone, hat aber einen sehr charakteristischen Geschmack. Wer einmal Ingwer gegessen hat, wird ihn in Gerichten oder Getränken immer wieder identifizieren können.

Auch in Süßspeisen wird Ingwer gerne verwendet – zum Beispiel in Ingwerkeksen oder in Schokolade.

Ingwer wird heute in vielen Ländern angebaut, primär aber in den Tropen und Subtropen. Denn für ein gutes Wachstum braucht Ingwer ein warmes Klima. Je nach Sorte hat Ingwer eine abweichende Konzentration von ätherischen Ölen, die zwischen 0,6 und 3,0 Prozent liegen kann.

In Deutschland erhältlicher Ingwer stammt hauptsächlich aus China, Brasilien, Nigeria oder Thailand. Auch wenn der Grundgeschmack von Ingwer derselbe ist – je nach Herkunftsland hat er eine spezielle Note.

  • Ingwer aus Jamaika ist der Intensivste – er enthält besonders viele ätherische Öle.
  • Chinesischer Ingwer ist besonders vollmundig.
  • Nigerianischer Ingwer ist der Schärfste, sein Aroma ist etwas blass.
  • Brasilianischer Ingwer ist sehr würzig und faserig.

Weitere Anbauländer sind:

  • Australien – hier wächst der mildeste Ingwer, der auch noch fast faserfrei ist.
  • Indien – er schmeckt zitronig und ist sehr scharf.
  • Fidschi – er hat den höchsten Feuchtigkeitsgehalt und trocknet daher nicht aus. Sein Geschmack ist leicht blumig, seine Schärfe angenehm.
  • Sri Lanka – hier wächst der Ingwer wild und hat dadurch einen sehr aromatischen, intensiven Geschmack.

Ingwer als Heilmittel

Seine Funktion als Heilmittel hat Ingwer unter anderem aufgrund der enthaltenen Gingerole. Isoliert man diese Scharfstoffe aus dem Ingwer, sind sie mehr als 20 Mal so scharf wie Tabasco-Sauce. Die Schärfe von Tabasco liegt auf der Scoville-Skala (diese Skala gibt die Schärfe von Lebensmitteln an) bei 2.500, Gingerole liegen bei 60.000. Zum Vergleich: Cayenne Chilis haben zwischen 30.000 und 50.000 Scoville.

Ingwer Zentrum der Gesundheit

Diese Scharfstoffe verleihen der Ingwerwurzel ihren typischen Geschmack und wirken sich positiv auf den Körper aus. Gingerole sind:

  • entzündungshemmend
  • schleimlösend
  • schmerzstillend: Die chemische Struktur von Gingerol ähnelt der von

Ingwer steigert außerdem den Speichelfluss, die Bildung von Magensaft, den Gallenfluss und aktiviert die Darmbewegungen. Daher hilft die Wurzel auch bei Verdauungsbeschwerden.

Weitere gesundheitsfördernde Stoffe im Ingwer sind:

  • Borneol
  • der Scharfstoff Shoagol
  • der Scharfstoff Zingeron
  • das ätherische Öl Cineol

So wirkt die Ingwerwurzel

  • beseitigt Übelkeit (auch Reiseübelkeit)
  • lindert Brechreiz
  • regt die Verdauung an
  • schmerzstillend
  • entzündungshemmend
  • wirkt gegen Erkältung
  • kann bei Kopfschmerzen und Migräne helfen
  • lindert Husten und Bronchitis
  • wirkt appetitanregend
  • hilft gegen Muskelkater und Muskelschmerzen
  • lindert Rückenschmerzen
  • reduziert die Nebenwirkungen einer Chemotherapie
  • hilft gegen Gelenkschmerzen (z. B. bei Arthrose oder Rheuma)
  • lindert Menstruationsbeschwerden
  • senkt den Blutzuckerspiegel und hilft bei Diabetes.

Diese Vitamine und Nährstoffe enthält Ingwer

100 g Ingwer enthalten nur 80 Kalorien. Figurbewusste Menschen können Ingwer daher bedenkenlos in ihren Speiseplan integrieren. 18 g Kohlenhydrate, 2 g Ballaststoffe und 2 g Eiweiß sind weitere wichtige Nährstoffe des Ingwers. Darüber hinaus enthält er:

  • Vitamin B
  • Vitamin C
  • Eisen
  • Magnesium
  • Kalzium
  • Kalium
  • Phosphor

Ingwer enthält so viele Nährstoffe, dass schon kleine Mengen den empfohlenen Tagesbedarf decken. Beispiel: Die Konzentration des Vitamin C im Ingwer liegt bei 6.000 mg pro 100 g. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung gibt als Empfehlung eine Vitamin C-Menge von 100 mg pro Tag aus. Schon weniger als 2 g Ingwer erfüllen diesen Wert.  Vitamin C stärkt das Immunsystem und wirkt positiv auf das Nervensystem und den Energiestoffwechsel.

Der Einsatz von Ingwer in der Küche

Ingwer ist ein richtiger Nährstoff-Garant und versorgt den Körper mit vielen wichtigen Vitaminen und Mineralien. In der Küche benutzt man Ingwer unter anderem in diesen Gerichten:

  • Für Sushi und Sashimi.
  • In Smoothies, Säften und Limonaden.
  • In Tees.
  • In Suppen.
  • Für Desserts wie zum Beispiel Kompott und zum Backen von Kuchen, Keksen und Lebkuchen.
  • Kandierter Ingwer, Ingwermarmelade und Ingwerbrot sind besonders in England sehr beliebt.
  • Für asiatische Gerichte wie Chutneys, Wok-Gerichte, Saucen, Marinaden, Reis und Curries.
  • In Bier. Ingwerbier ist vor allem in England sehr beliebt.

In süßen Gerichten kann der scharfe Ingwer einen interessanten Kontrast schaffen.

Beim Einsatz von Ingwer in verschiedenen Gerichten sollte allerdings darauf geachtet werden, in welcher Form er vorliegt. Es gibt ihn:

  • frisch
  • getrocknet
  • eingelegt

Frischen Ingwer erkennt man an seiner festen und glatten Haut. Obwohl er auch getrocknet oder in Pulverform gekauft werden kann, ist er frisch am Intensivsten im Geschmack.

Getränke, die bereits Ingwer enthalten sollten sorgfältig überprüft werden: Handelt es sich um frischen Ingwer oder lediglich um Ingwer-Aroma? Ingwer-Aroma hat im Gegensatz zu frischem Ingwer keine positive Wirkung auf die Gesundheit und ist weniger schmackhaft.

Suppen mit Ingwer

In der asiatischen Küche ist Ingwer ein beliebtes Gewürz. Aber auch europäischen Gerichten kann die Wurzel mit ihrem leicht scharfen und aromatischen Geschmack das gewisse Etwas verleihen. In einer herzhaften Suppe mit erdigen Grundzutaten wie zum Beispiel Kartoffeln, Möhren oder Kürbis kann Ingwer den nötigen Frischekick geben. Das Gericht wirkt durch ihn raffinierter und bekommt eine besondere Note.

Möhren-Ingwer-Suppe für 4 Personen

Ingwer-Möhren-Suppe
Ingwer- Möhrensuppe © Adobe Stock - sp4764

Zutaten:

  • 60 g frischer Ingwer
  • 400 g Möhren
  • 50 g Butter
  • 1 EL Zucker
  • 600 ml Gemüsebrühe
  • 150 ml Kokosmilch
  • Salz und Pfeffer

Zubereitung:

  1. Den Ingwer schälen und in kleine Würfel zerschneiden.
  2. Die Möhren schälen und in dünne Scheiben schneiden.
  3. Möhren und Ingwer in einem Topf mit Butter anschwitzen.
  4. Zucker darüber streuen und alles leicht karamellisieren lassen.
  5. Mit Gemüsebrühe und Kokosmilch ablöschen.
  6. Alles aufkochen lassen.
  7. Die Suppe bei mittlerer Hitze etwa 20 Minuten köcheln lassen.
  8. Anschließend alles fein pürieren.
  9. Die Suppe mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Tipp: Ein Schuss Orangensaft gibt der würzigen Suppe eine süßlich-frische Komponente und hebt den Geschmack des Ingwers noch hervor.

Auch Kürbissuppen können gut mit Ingwer verfeinert werden. Der erdige Kürbis bekommt dadurch wie auch die Karottensuppe eine frische Note.

Thai-Suppe mit Kokos und Hühnchen für 4 Personen

Zutaten:

  • 300 g Hühnerbrust
  • 1 kl. Bund Frühlingszwiebeln
  • Eine dicke Scheibe frischer Ingwer, etwa 20 g
  • 1 l Hühnerbrühe
  • 1 Dose Kokosmilch
  • 3 EL Sojasauce
  • 2 TL Currypaste, rot oder grün (Vorsicht: die grüne ist in der Regel die Schärfere)
  • 1 rote Paprikaschote
  • 100 g Champignons
  • 1 Stange Zitronengras oder 1 bis 2 TL getrocknet
  • 1 frische Chilischote
  • 125 g chinesische Eiernudeln oder Reisnudeln
  • 1 EL Öl
  • 1 Handvoll Koriandergrün
  • Salz und Pfeffer

Zubereitung:

  1. Das Hühnerfleisch würfeln.
  2. Frühlingszwiebeln in Ringe schneiden.
  3. Ingwer so fein wie möglich hacken.
  4. Das Hühnerfleisch im Topf kurz braun anbraten.
  5. Frühlingszwiebeln und Ingwer hinzufügen und mit anbraten.
  6. Alles mit Hühnerbrühe ablöschen und anschließend Kokosmilch, Sojasauce und Currypaste hinzufügen.
  7. Das Zitronengras der Länge nach einritzen und zur Suppe hinzufügen. Auf diese Weise gibt es sein feines Aroma ab, kann nachher aber einfach wieder aus der Suppe entnommen werden.
  8. 5 Minuten kochen lassen und dann das restliche Gemüse hinzufügen.
  9. Anschließend mit den Gewürzen abschmecken und die Nudeln hinzufügen.
  10. Sobald die Nudeln fertig sind (Garzeit steht auf der Packung), ist die Suppe fertig.
  11. Suppe mit frischem Koriander anrichten.

Desserts mit Ingwer

Desserts mit Ingwer klingen erst einmal ungewöhnlich. Die fruchtige Schärfe des Ingwers kann Nachspeisen aber eine ganz besondere Note verpassen und sie zu einer echten Überraschung werden lassen. Schließlich kann es nach einem schweren Hauptgang auch angenehm sein, das Essen anstelle von mächtigen Cremes oder Schokolade mit einem leichten und frischen Dessert abzuschließen.

Zitronenkekse mit frischem Ingwer

Zutaten für ein Blech:

  • 200 g Mehl
  • Ein halber TL Backpulver
  • 1 Prise Salz
  • 120 g weiche Butter
  • 100 g Puderzucker
  • 1 Zitrone (am besten Bio bzw. unbehandelt)
  • 1 Stück Ingwer (die geriebene Masse sollte einen TL ergeben)

Zubereitung:

  1. Den Ingwer schälen und fein reiben.
  2. Die Zitrone auspressen und etwas Schale zum Ingwer reiben.
  3. Für den Teig Mehl mit Salz und Backpulver mischen.
  4. Anschließend den Ingwer mit der Zitronenschale und einem EL Zitronensaft hinzufügen.
  5. Die weiche Butter hinzugeben und verkneten. Der Teig ist perfekt, wenn er nicht mehr krümelt. Mit zusätzlicher Butter kann eine homogene Konsistenz erreicht werden.
  6. Die Masse zu wallnussgroßen Kugeln formen und auf einem mit Butter eingestrichenen Backblech flachdrücken.
  7. Nach 12 Minuten bei 180 Grad sind die Plätzchen fertig und müssen nur noch auskühlen.

Tipp: Besonders lecker werden die Plätzchen mit einem zitronig-süßen Zuckerguss. Dafür den Puderzucker mit Zitronensaft verrühren. Die Masse sollte nicht zu flüssig sein, deshalb den Zitronensaft nach und nach hinzugeben. Wenn der Guss dickflüssig ist, kann er mit einem Pinsel auf die Plätzchen gegeben werden.

Süßigkeiten mit Ingwer

In Supermärkten mit großer Schokoladenauswahl oder in Delikatessengeschäften wird auch Schokolade mit Ingwer verkauft. Sie ist definitiv einen Versuch wert. Der Ingwer verleiht der Schokolade ein ganz anderes Aroma. Auch kandierte Ingwerstäbchen gibt es als fertigen Snack zu kaufen, sie können aber auch selber hergestellt werden.

Asiatische Gerichte mit Ingwer

Aus der asiatischen Küche ist Ingwer nicht wegzudenken. In Thailand, Vietnam oder China ist er ein fester Bestandteil vieler Gerichte und trägt zu deren Wohlgeschmack bei. Dabei braucht es häufig gar keine großen Mengen, um Ingwer-Geschmack an ein Gericht zu bringen. Er ist intensiv und sollte wohldosiert eingesetzt werden, da er sonst schnell zu dominant sein kann.

Wok-Gemüse mit Rinderfiletstreifen, Reis und frischem Ingwer

Zutaten:

  • 600 g Rinderfilet
  • 2 dicke Scheiben Ingwer à ca. 2,5 cm
  • 2 Chilischoten
  • 4 Knoblauchzehen
  • 300 g Reis
  • 6 EL Öl
  • 60 g Austernsauce
  • 200 g Zuckerschoten
  • 2 Paprika
  • 4 EL Sojasauce
  • 4 TL Zucker

Zubereitung:

  1. Den Ingwer schälen und sehr fein hacken.
  2. Die Chilischote von Kernen befreien und ganz fein schneiden.
  3. Knoblauch schälen und mit einem Messer zerdrücken.
  4. Die Zuckerschoten in Streifen schneiden, ebenso die Paprika.
  5. Rinderfilet in feine Streifen schneiden und mit Ingwer, Knoblauch, Chili und dem Öl in einer Schüssel für 10 bis 15 Minuten marinieren. Je länger die Marinade, desto intensiver der Geschmack.
  6. Den Reis aufsetzen. Dafür gesalzenes Wasser zum Kochen bringen und anschließend den Reis für 10 bis 12 Minuten hinzufügen (oder siehe Packungsanleitung).
  7. Den Wok erhitzen, Öl hinzufügen und dann das Rindfleisch anbraten. Sobald es fertig ist wieder aus dem Wok herausnehmen und zur Seite stellen.
  8. Anschließend Austernsauce, Paprika und Zuckerschoten im Wok für 2 Minuten anbraten, bis das Gemüse gar ist.
  9. Rinderfiletstreifen, Zucker und Sojasauce hinzugeben.
  10. Reis mit Rinderfilet und Gemüse auf einem Teller anrichten.

Ingwer und Sushi

Ingwer und Sushi sind eine perfekte Kombination. Allerdings wird bei Sushi mit Ingwer ein häufiger „Fehler“ begangen. Zu Sushi wird neben Wasabi und Sojasauce immer eingelegter Ingwer gereicht. In Japan – dem Heimatland des Sushis – ist er traditionellerweise dazu gedacht, zwischen zwei einzelnen Makis die Geschmacksknospen zu neutralisieren. In Deutschland wird er häufig direkt zu den Sushi-Rollen gegessen. Das ist natürlich kein Problem, einzig eine leichte Abweichung von seiner ursprünglichen Funktion.

Getränke mit Ingwer

Ingwerbier selber herstellen

Die Herstellung von Ingwerbier bedarf einiger Vorbereitungszeit. Denn zunächst muss ein sogenannter Ginger Bug hergestellt werden, der für die Fermentation des Biers sorgt. Diese Herstellung dauert einige Tage, ist aber nicht schwierig.

Wichtig: Auch wenn das Getränk Ingwerbier heißt, enthält es keinen Alkohol. Die Menge an Alkohol, die bei der Fermentation entsteht, gleicht der in alkoholfreiem Bier und ist somit verschwindend gering.

Zutaten für den Ginger Bug für 2 l Ingwerbier:

  • 100 g Ingwer
  • 100 g Rohrzucker
  • Glas (Einmachglas)
  • Gummiband
  • Kaffeefilter

Zubereitung des Ginger Bugs:

  1. 1 EL Ingwer mit der Schale fein reiben.
  2. Ingwer zusammen mit 1 EL Rohrzucker und 300 ml Wasser in das Einmachglas füllen.
  3. Gut durchrühren.
  4. Anschließend den Kaffeefilter darüberstülpen und mit dem Gummi befestigen.

Diese Prozedere wird nun täglich wiederholt. Es werden immer wieder neuer Ingwer, Zucker und Wasser hinzugegeben. Nach einigen Tagen fängt das Gemisch an Blasen zu werfen. Es kann schon nach drei bis vier Tagen soweit sein, kann aber auch sieben oder acht Tage dauern. Sobald es Blasen wirft, kann es dann zum Einsatz im Ingwerbier kommen. Er hält sich im Kühlschrank auch über längere Zeit und sollte dann einmal pro Woche „gefüttert“ werden.

Zutaten für Ingwerbier:

  • 2 EL Ginger Bug
  • 2 cm Ingwer
  • 200 ml Orangensaft (frisch gepresst)
  • 2 EL Ahornsirup
  • 800 ml Wasser

Außerdem werden noch zwei saubere Glasflaschen à 1 l benötigt.

Zubereitung:

  1. 1 EL Ginger Bug in jeweils eine Glasflasche geben.
  2. Wasser zum Kochen bringen.
  3. Ingwer in einen Topf reiben und das kochende Wasser darüber gießen.
  4. Wenn das Wasser mit dem Ingwer abgekühlt ist, wird es zusammen mit dem Orangensaft und dem Ahornsirup je zur Hälfte in die Flaschen geben. Die Flaschen sollten zu zwei Dritteln gefüllt sein und können anschließend verschlossen werden.
  5. Das Gemisch in den Flaschen nun mindestens 12 Stunden stehen lassen. So kann es fermentieren.
  6. Die Flaschen sollten dann vorsichtig über der Spüle geöffnet werden. Durch den Ginger Bug hat sich Kohlensäure entwickelt, die durch das Öffnen entweicht. Die Flaschen wieder verschließen.
  7. 12 Stunden später sollten die Flaschen erneut geöffnet werden, sodass die Gase wieder entweichen können.
  8. Das Getränk ist nun fertig und kann im Kühlschrank aufbewahrt werden. Es hält sich drei bis vier Tage.

Wichtig: Selbst wenn das Bier gerade nicht getrunken wird, sollten die Flaschen einmal täglich geöffnet werden. Andernfalls kann sich zu viel Druck in ihnen aufbauen und sie könnten explodieren.

Trendgetränk Ingwer-Shot: Lecker und gesund

Ingwer-Shots heißen so, da sie große Mengen an Ingwer enthalten und ihre Verzehrmenge nicht größer ist als ein kleiner Schnaps. Sie nutzen die heilende Wirkung des Ingwers und stärken das Immunsystem. In der Erkältungssaison, bei den ersten Anzeichen eines grippalen Infekts oder bei anderen Beschwerden sind sie das Mittel der Wahl. Im Unterschied zu Tee wird der Ingwer in den Shots nicht erhitzt. Dadurch behält er seine volle Kraft und keine Nährstoffe gehen verloren. Für einen klassischen Ingwer-Shot benötigt man:

  • 1 Zitrone
  • 50 g Ingwer
  • 50 ml Honig – bei Bedarf auch etwas mehr (wer es lieber vegan halten möchte, kann auf Agavendicksaft oder Ahornsirup zurückgreifen).

Die Zubereitung ist unkompliziert. Den Ingwer entweder würfeln oder fein reiben und die Zitrone auspressen. Beides kommt dann zusammen mit dem Honig in einen Mixer und wird püriert. Diese Menge an Zutaten ergibt rund 200 ml Flüssigkeit. Das sind vier bis fünf Portionen. Der Shot hält sich im Kühlschrank und kann über die Woche verteilt getrunken werden.

Er schmeckt säuerlich-scharf mit einer leicht süßlichen Note und ist sehr gesund. Direkt nach dem Trinken brennt nicht nur der Mund, sondern der gesamte Körper wird für einen Moment erwärmt. Die Energie des Ingwers macht sich sofort bemerkbar, der Stoffwechsel wird angeregt und der Shot kann sogar den morgendlichen Kaffee ersetzen. Die Nährstoffe des Ingwers in Kombination mit dem Vitamin C sind ein richtiger Kick für das Immunsystem.Der Ingwer-Shot kann auch variiert und mit weiteren Zutaten ergänzt werden:

Ingwer-Shot mit Kurkuma

  • 70 g Ingwer
  • 30 g Kurkuma
  • 2 Orangen
  • 1 Zitrone
  • 100 g Honig (auch hier wieder vegane Alternativen möglich)

Ingwer und Kurkuma werden mit den ausgepressten Orangen, der Zitrone und dem Süßungsmittel in einen Mixer gegeben und solange püriert, bis die Masse nicht mehr stückig ist. Die Flüssigkeitsmenge reicht für eine ganze Woche. Jeden Tag wird ein kleines Glas getrunken, das den Stoffwechsel ankurbelt und das Immunsystem stärkt.

Hinweis: Wer einen empfindlichen Magen hat, sollte den Ingwer Shot nicht auf nüchternen Magen trinken. Zum Frühstück wird er bekömmlicher, ebenso mit einem Glas Wasser verdünnt.

Frucht-Smoothie mit Ingwer

Die Kombination aus sauer und scharf ist speziell und nicht jeder mag Ingwer-Shots. Dieselben Zutaten können auch in einem Smoothie verarbeitet werden – weitere Früchte geben nicht nur Geschmack, sondern auch noch zusätzliche Nährstoffe. Der Phantasie sind bei Smoothies keine Grenzen gesetzt – auch Gemüse kann mit verarbeitet werden.

Mango-Kiwi-Smoothie mit Ingwer

  • Eine halbe Mango
  • Zwei Kiwis
  • 1 walnussgroßes Stück Ingwer (ca. 5 g)
  • 2 Orangen
  • 1 Limette
  • 6 Eiswürfel

Für diesen fruchtigen Smoothie die Mango und die Kiwis schälen, ebenso den Ingwer. Er wird fein gerieben. Die Orangen und Limetten auspressen. Anschließend alle Zutaten zusammen mit den Eiswürfeln in einen Mixer geben und fertig ist der frische Smoothie. Der Ingwer gibt dem süßen Getränk durch seine Schärfe eine interessante Note.

Himbeer-Smoothie mit Ingwer

  • Eine Tasse frische oder gefrorene Himbeeren – je nach Saison
  • 1 Banane
  • 1 walnussgroßes Stück Ingwer (ca. 5 g)
  • 1 Dattel
  • 2 EL Joghurt oder 100 ml Mandelmilch (vegan)
  • 4-6 Eiswürfel, je nachdem ob die Himbeeren gefroren waren oder nicht

Die Banane schälen und grob schneiden. Die Dattel in Scheiben schneiden. Den Ingwer schälen und reiben. Alles zusammen mit den Himbeeren, den Eiswürfeln und dem Joghurt bzw. der Mandelmilch in einen Mixer geben und pürieren. Auch in dieses Getränk bringt der Ingwer eine spannende Geschmacksdimension.

Beide Smoothie-Rezepte können beliebig mit weiterem Obst ergänzt werden.

Mit Ingwer abnehmen

Bei Diäten kann Ingwer ein hilfreiches Lebensmittel sein. Er regt die Fettverbrennung und den Stoffwechsel an. Zusätzlich hilft er dem Organismus noch dabei, Giftstoffe aus dem Körper zu leiten. Im Rahmen eines Detox-Programms ist Ingwer daher die perfekte Unterstützung auf dem Weg zu mehr Wohlbefinden.

Ingwer Tee und Rezepte

Da viel zu trinken im Rahmen einer Diät sehr wichtig ist, kann das Wasser einfach mit 2-3 Scheiben Ingwer angereichert werden. Auch Ingwertees, bei denen die Wurzel mit heißem Wasser aufgegossen wird, sind lecker und sehr gesund. Je länger der Ingwer im Wasser zieht, desto intensiver wird der Ingwer-Geschmack. Wer die Schärfe nicht gerne mag, sollte den Ingwer nach spätestens zehn Minuten aus dem Wasser holen. Der Tee kann mit Zitrone und Honig ergänzt werden.

Ingwerwasser oder Ingwertee unmittelbar nach dem Essen zu trinken, regt die Verdauung an. Das Völlegefühl kann dadurch gelindert werden.

Zu viel Ingwer: Geht das überhaupt?

Auch wenn Ingwer sehr viele positive und gesundheitsfördernde Eigenschaften hat. In zu großen Mengen kann er das Gegenteil bewirken:

  • Sodbrennen
  • Durchfall
  • Blähungen
  • Blutverdünnung – problematisch vor allem für Frauen, die gerade ihre Periode haben.

Bis zu 50 g Ingwer pro Tag sind unbedenklich. Alles darüber hinaus kann die genannten Nebenwirkungen auslösen. Sein Geschmack ist intensiv und schon kleine Mengen geben eine starke Würze an Speisen oder Getränke. Viele Menschen können oder wollen daher gar nicht mehr als 50 g Ingwer pro Tag zu sich nehmen.

Weitere Verwendungsgebiete von Ingwer

Ingwer findet auch in der Kosmetik seinen Einsatz. Dank seiner antibakteriellen Wirkung gilt er als hilfreiches Mittel gegen Pickel. Sobald sich ein Pickel im Gesicht zeigt, kann ein Stück Ingwer über die Stelle im Gesicht gerieben werden. Das brennt zwar etwas, wirkt aber wahre Wunder.

Besonders in Gesichtscremes entfaltet er seine Magie. Er wirkt desinfizierend, verfeinert das Hautbild und regt die Blutzirkulation an. Seifen mit Ingwer wirken desinfizierend.

Für die Haarpflege ist Ingwer ebenfalls geeignet. Dank der gelben Wurzel wird die Kopfhaut stärker durchblutet. Der Ingwer stimuliert das Wachstum der Haare. Auch gegen Schuppen kann er helfen.

Fazit zur Wunder-Wurzel

Ingwer hat eine heilende Wirkung und verleiht vielen Gerichten und Getränken eine unverwechselbare Note. Sowohl in herzhaften als auch süßen Speisen kommt Ingwer zum Einsatz und versorgt den Körper mit vielen wichtigen Nährstoffen.

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