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Tomate als Heilpflanze – die heilende Wirkung des Inhaltsstoffes Lycopin

(Foto: kazmulka - Adobe Stock)

Inhalt
Inhaltsverzeichnis

Im Gegensatz zu vielen Heilkräutern und Naturheilmitteln ist die Tomate eine der am häufigsten genutzten Gemüsesorten – und fester Bestandteil der internationalen Küche. Nicht nur in einigen europäischen Ländern, auch in vielen anderen Teilen der Erde gehören Tomaten zu den beliebtesten Zutaten. Dabei ist den meisten nicht bewusst, was tatsächlich alles in der Frucht steckt: Die Inhaltsstoffe des Nachtschattengewächses bringen aus medizinischer Sicht einige Vorteile mit sich. So ist die vorbeugende Heilkraft der Tomate nicht zu unterschätzen. Doch worauf sollte man bei der Zubereitung achten? Und in welchen Mengen dürfen Tomaten verzehrt werden?

Solanum lycopersicum: Alles zur Tomatenpflanze auf einen Blick

  • Tomaten: Pflanzenart, deren Frucht als Gemüse vielseitig zum Einsatz kommt
  • Heilwirkung: prophylaktisch, antioxidativ
  • Einnahme: roh oder gekocht
  • Einsatzgebiet: vorbeugende Wirkung (gegen Herz-Kreislauf– und Krebserkrankungen)
  • Inhaltsstoffe: reich an vielfältigen Inhaltsstoffen wie Vitamine und Carotinoiden
  • Botanik: Nachtschattengewächs (Solanaceae) mit hohem Wassergehalt

Die Inhaltsstoffe der Tomate – das steckt in der Frucht

Die Früchte der Tomatenpflanze werden als Gemüse auf unterschiedliche Art und Weise verarbeitet und zubereitet. Dabei spielt in der Regel vor allem der Geschmack der Tomaten eine wichtige Rolle: Je nach Reifegrad, Größe und Sorte kann das Gemüse sauer, aber auch sehr süß schmecken. Dabei ist der Einsatz der Frucht sehr vielfältig und in vielen kulinarischen Varianten wiederzufinden.

Neben dem Geschmack kann die Tomate aber auch mit ihren Inhaltsstoffen punkten. Schließlich zählt für eine ausgewogene Ernährung nicht nur ein stimmiges Aroma, sondern auch die enthaltenen Nährstoffe der Lebensmittel.

Folgende Inhaltsstoffe sind in der Frucht der Tomatenpflanze enthalten:

  • Wasser: Der Hauptbestandteil der Frucht der Solanum lycopersicum ist Wasser. Das macht das Gewächs zu einem relativ kalorienarmen Nahrungsmittel.
  • Vitamine: In Tomaten findet man Vitamin A, einige B-Vitamine wie beispielsweise Niacin sowie Vitamin C und E. Über 100 g Tomaten erhalten Sie bereits fast 25 Prozent des Vitamin C-Bedarfs für einen Tag.
  • Carotinoide: verleihen der Tomatenfrucht ihre charakteristische Farbe. Auch Lycopin ist ein Karotinoid, welches in der Solanum lycopersicum enthalten ist und eine wichtige Rolle spielt.
  • Antioxidantien: Diese Verbindungen können im Körper freie Radikale einfangen und so Abbauprozesse verzögern.
  • Spurenelemente: Tomaten weisen beispielsweise Kalium auf, welches an der Regulierung des Wasserhaushalts im Körper beteiligt ist. Mit dem Verzehr von 100 g der Frucht decken Sie etwa 6 Prozent des Kalium-Tagesbedarfs ab.
  • Folsäure: Besonders in der Schwangerschaft kann ein Mangel an Folsäure zu Fehlbildungen beim Embryo führen. Folsäure unterstützt darüber hinaus auch den natürlichen Stoffwechsel des Menschen.

Die umfassende Bandbreite der enthaltenen Vitamine und Mineralstoffe, machen die Tomatenfrucht zu einer wertvollen Zutat in der Küche. Dabei überzeugt sie vor allem durch die schützende Funktionsweise der Stoffe – und weniger durch eine direkte Heilkraft.

Wichtig: Auch, wenn Tomaten nicht als Medizin an sich eingesetzt werden können, besitzt ihre Wirkung große Bedeutung. Schließlich führt eine gesunde, ausgewogene Ernährung dazu, dass Krankheiten unter Umständen erst gar nicht auftreten können. Außerdem stärkt sie das Immunsystem des Körpers für den Kampf gegen Erkrankungen. So ist der Fokus auf die prophylaktische Rolle der Pflanzenstoffe nicht nur berechtigt, sondern sehr wichtig.

Ausgewogene Ernährung: Die prophylaktische Wirkung der Tomate

Anders als Sie es vielleicht schon von anderen Heilpflanzen kennen, ist die Tomatenpflanze kein Heilmittel an sich. Dennoch sind in den Früchten des Gewächses wichtige Vitamine und Mineralstoffe enthalten, die die Solanum lycopersicum – wie der botanische Name der Tomate lautet – zu einem gesunden Gemüse machen. Während bei einigen Heilkräutern vor allem die Blätter und Blüten genutzt werden, um bestimmten Beschwerden entgegenzuwirken, sollten das Grün der Tomatenpflanze nicht verzehrt werden.

Die Wirkung der Tomate baut vor allem auf einen vorbeugenden Charakter: Der Frucht werden gleich mehrere Heilkräfte nachgesagt.

Tomate, Heilkraft
Der Tomate werden zahlreiche Heilkräfte zugesprochen. © alexkich - Adobe Stock

So kann Sie das Gemüse dabei unterstützen, Ihr individuelles Leiden zu lindern:

  • die Frucht wirkt entwässernd
  • Tomaten stärken das Immunsystem
  • das Gemüse trägt zu einer gesunden Verdauung bei

Wichtig: Die Behandlung Ihrer Beschwerden sollte stets in Absprache mit einem Arzt erfolgen. Ein Mediziner stellt anhand umfassender diagnostischer Methoden fest, welche Heilmittel indiziert und zielführend sind. Die Tomatenfrucht ist keinesfalls als heilende Medizin zu sehen. Ihre Inhaltsstoffe können lediglich vorbeugend helfen, körperliche Prozesse im Gleichgewicht zu halten. Die Tomate bietet also Schutz bevor ernste Beschwerden auftreten.

Die Tomate als Heilpflanze – die Wirkung des Inhaltsstoffes Lycopin

Lycopin ist ein Carotinoid-Farbstoff. Er verleiht Tomaten die intensive rote Farbe, ist aber auch in anderen rötlichen Früchten wie Hagebutten, Wassermelonen, Papayas oder Grapefruit zu finden. Die botanische Bezeichnung Solanum lycopersicum für Tomate gab dem Stoff einst seinen Namen.

Lycopin wirkt stark antioxidativ. Das heißt, der Farbstoff fängt schädliche Sauerstoffradikale in Ihrem Körper ab, die Ihre Zellen schädigen könnten und so mitunter eine Krebserkrankung hervorrufen. Die schädlichen Sauerstoffradikale sind aber auch für Alterungsvorgänge in Ihrem Körper mitverantwortlich, vor allem an den Gefäßen.

Tomaten und Tomatensauce
Die Tomate gab mit ihrem hohen Gehalt an Lycopin dem Farbstoff seinen Namen. © Christian Jung - Fotolia

Bei diesen Erkrankungen hilft der Inhaltsstoff Lycopin

Tomaten bieten Schutz vor Arteriosklerose und Schlaganfall

So zeigte eine Studie der Universität von Cambridge (Großbritannien) im Jahr 2014, wie effektiv Lycopin bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen sein kann: Insgesamt 36 Probanden erhielten über zwei Monate hinweg entweder täglich 7 mg Lycopin oder ein wirkstofffreies Kontrollpräparat. In der Lycopin-Gruppe zeigte sich eine Erweiterung der Blutgefäße um bis zu 53 Prozent gegenüber der Kontrollgruppe. Eine solche Gefäßerweiterung, die eine Wirkung des Antioxidans ist, kann beispielsweise helfen Ihren Blutdruck zu senken.

Das wiederum wirkt sich positiv auf Ihr gesamtes Herz-Kreislauf-System aus: Ein zu hoher Blutdruck belastet nämlich die Gefäße. Dadurch können kleine Risse in der Gefäßinnenhaut entstehen. Dort kann es dann zu Verdickungen und Verhärtungen kommen. Eine Arteriosklerose entsteht. Die Folge kann ein Schlaganfall sein. Sind die Herzkranzgefäße betroffen, kann dies zu Angina pectoris-Anfällen führen oder einer koronaren Herzkrankheit. Ein vollständiger Gefäßverschluss verursacht einen Herzinfarkt.

Verringern Tomaten das Krebs-Risiko?

Ein Wundermittel gegen Krebs ist noch nicht gefunden, auch wenn es immer wieder neue Wege und Ansätze gibt, welche die Behandlung der Erkrankung optimieren. Umso wichtiger sind deshalb Vorsorge und eine gesunde Lebensweise. Im Verlauf der Krebsforschung konnten bereits einige Faktoren ausfindig gemacht werden, die die Entstehung einer Krebserkrankung beeinflussen.

Natürlich dürfen die einzelnen Einflüsse und Risiken nicht isoliert betrachtet werden: Sie stehen immer im individuellen Kontext und sollten deshalb auch in Zusammenhang mit der Umwelt und der Anlage eines Menschen wahrgenommen werden. Beachten und vermeiden Sie jedoch potenzielle Ursachen und Gefahren, senken Sie automatisch das Risiko.

Risikofaktoren lassen sich im Alltag umgehen. So trägt auch eine ausgewogene Ernährung dazu bei, das Krebs-Risiko gering zu halten. Die Inhaltsstoffe der Tomate scheinen hier einen positiven Effekt zu zeigen: An Mäusen konnten antikarzinogene (krebsmindernde) Effekte der Inhaltsstoffe nachgewiesen werden (Agrawal, Jain, Raja, & Ovais, 2009). Studien zeigen außerdem, dass Tomaten auch das Prostata-Krebs-Risiko beim Menschen (Giovannucci, Rimm, Liu, Stampfer, & Willett, 2002) senken. So scheint sich die Aufnahme der Pflanzenstoffe auch auf die Entstehung von Brust-, Magen- und Darmkrebs auszuwirken. Konkret geht es hier um die Wirkung des Carotinoids namens Lycopin.

Interessant: Neben den bereits aufgeführten Wirkweisen, scheint Lycopin auch einen Effekt auf die Aufnahme von UV-Strahlung über die Haut zu zeigen. Erste Untersuchungen zeigen, dass das Carotinoid das Hautkrebs-Risiko senken könnte, da es vor der schädlichen Wirkung der UV-Strahlung schützt (Cooperstone, et al., 2017).

Tomate Heilkraft
Tomaten können ein Bestandteil gesunder, ausgewogener Ernährung

Lycopin als Blutverdünner

Folge der Arteriosklerose ist mitunter eine erhöhte Thromboseneigung: Thrombozyten, also Bluttplättchen, ballen sich zusammen und verstopfen das Gefäß. Wie effektiv dann Lycopin ist, zeigte 2006 eine Studie des Rowett Research Instituts in Aberdeen (Schottland): Insgesamt 90 Probanden erhielten täglich 200 ml Orangensaft angereichert mit Tomatenextrakt oder als Kontrolle nur Orangensaft. In der Tomatenextraktgruppe ging die Thrombozyten-Aggregation, also eine Verklumpung der Blutplättchen, im Vergleich zur Kontrollgruppe, um bis zu 30 Prozent zurück.

Lycopin hemmt verschiedene Aktivierungswege, die zu einer Verklumpung der Blutplättchen führen. Interessanterweise kann es dabei sogar effektiver sein als Aspirin, wie die Wissenschaftler festgestellt haben, also als ein Mittel, das viele ältere Menschen als Blutverdünner zur Prophylaxe von Herzinfarkten und Schlaganfällen nehmen.

Tomaten und anderes Gemüse
Lycopin ist fettlöslich und wird deshalb besonders in Verbindung mit Öl besser von Ihrem Körper aufgenommen. © shaiith - Fotolia

Anwendung: Das sollten Sie zur Einnahme von Lycopin wissen!

  • Reife Tomaten haben einen Lycopinanteil von 3,9 bis 5,6 mg pro 100 Gramm Frucht.
  • Weitere Lycopinlieferanten sind Grapefruit (etwa 3,4 mg/100 g), Guave (etwa 5,4 mg/100 g), Wassermelone (2,3 bis 7,2 mg/100 g), Papaya (etwa 3,7 mg/100 g) oder Hagebutte (12,9 mg/100g).
  • Wollen Sie möglichst viel Lycopin aufnehmen, so sollten Sie vor allem zu verarbeiteten Produkten greifen. Denn Verarbeitungsprozesse erhöhen die Bioverfügbarkeit, weil dabei Lycopin aus den Zellstrukturen gelöst wird. So sorgen Sie dafür, dass Lycopin im Darm schneller und in größerem Umfang aufgenommen wird.
  • Die Anreicherung mit Öl (3 bis 5 g Fett pro Mahlzeit) erleichtert zusätzlich die Aufnahme im Darm, weil Lycopin fettlöslich ist. So wird Lycopin aus Tomatenkonzentrat viermal besser von Ihrem Körper aufgenommen als Lycopin aus frischen Tomaten.
  • Nehmen Sie täglich 7 bis 8 mg Lycopin zu sich. Das entspricht beispielsweise einem 0,2 l Glas Tomatensaft oder einem Teller Tomatensuppe.
  • Oder nehmen Sie alternativ Lycopin als Kapsel zu sich (z. B. von Sanct Bernhard, Dr. Wolz, ascopharm, medicom, Zein-Pharma oder fairvital; Monatskosten ca. 10 bis 15 Euro). Präparate sind in Apotheken und Drogerien erhältlich. Nehmen Sie die Kapsel mit einem Glas Wasser.

Tomaten kochen? So bereiten Sie die Tomate richtig zu

Man kennt es bereits von anderen Lebensmitteln: Je nach Zubereitungsart können Gemüse und Obst ihren Geschmack, aber auch ihre Wirkung ändern. Kartoffeln beispielsweise sind roh ungenießbar, können gekocht oder gebraten aber problemlos verzehrt werden. Tomaten lassen sich dagegen auch roh essen. Wie aber verändert sich die Wirkweise ihrer Inhaltsstoffe, wenn sie gebraten oder gekocht werden?

Tatsächlich zeigt sich hier ein Unterschied: Je nachdem, wie stark Tomaten erhitzt werden, verändert sich der Lycopin-Gehalt der Frucht. Erhitzen Sie das Gemüse zu stark, geht ein hoher Anteil des wichtigen Inhaltsstoffes verloren (Jatau, Birnin-Yauri, Sokoto, & Zubairu, 2017).

Insgesamt stehen Ihnen viele verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung, Tomaten in Ihre Ernährung zu integrieren:

  • Tomatensaft
  • Soßen
  • Tomatenmark
  • Ketchup

Besonders beim Ketchup lohnt es sich, auf selbstgemachte Varianten zurückzugreifen: Die Produkte, die in Lebensmittelmärkten angeboten werden, enthalten häufig viel Zucker. Selbst hergestellter Ketchup weist zahlreiche Vorteile aus: So kann der Körper über die verarbeiteten Formen der Tomatenfrucht eine größere Menge Nährstoffe aufnehmen und profitiert so beispielsweise noch mehr vom hohen Lycopin-Gehalt des Gemüses.

Nutzen Sie außerdem hochwertige Öle wie beispielsweise kaltgepresstes Olivenöl. So gehen Sie sicher, dass Sie gute Fette aufnehmen und Ihren Körper nicht durch ungesunde Fette belasten.

Ob zum Frühstück, Mittag- oder Abendessen – mit Tomaten kann man vielfältige Gerichte zaubern. Passende Rezepte für ein Tomaten-Omelette mit Feta, gefüllten Tomaten oder einer veganen Tomaten-Pasta finden Sie auf Vetox.de.

Wichtig: Für die Zubereitung der Tomate – sei es das Kochen oder Trocknen der Solanum lycopersicum-Frucht – empfiehlt es sich, niedrige Temperaturen zu verwenden. So bleibt der hohe Lycopin-Anteil erhalten und kann vom Körper aufgenommen werden.

Tomaten im eigenen Garten: Tipps für den Anbau

Wie Salat, Paprika und viele weitere Gemüsesorten, können auch Tomaten selbst im Garten angebaut werden.

Das bietet folgende Vorteile:

  • Sie können ausschließen, dass die Pflanze Schadstoffen ausgesetzt wird
  • es lassen sich auch unbekanntere Sorten anpflanzen und ernten
  • Sie erhalten in der Regel Tomaten mit einem intensiveren Aroma

Wichtig ist, dass die Tomatenpflanze viel Sonne benötigt. An einem sonnigen Ort platziert, können ihre Früchte gut reifen und entwickeln den gewünschten, aromatischen Geschmack. Darüber hinaus sollten die Pflanzen viel gegossen werden: Das Gemüse besteht zu über 90 Prozent aus Wasser – das schlägt sich auch in der Menge an Wasser nieder, welche der Pflanze zugeführt werden sollte.

Interessant: Für die Tomaten-Zucht brauchen Sie keinen großen Garten. Die Pflanzen können auch auf dem Balkon gezüchtet werden. Das Gewächs lässt sich entweder im Frühjahr sähen und anschließend in ein Beet oder einen größeren Behälter umpflanzen oder Sie kaufen direkt eine große Pflanze im Baumarkt. Die Tomatenernte findet im Sommer statt.

Vorsicht: Diese Inhaltsstoffe der Tomate können schädlich wirken

Neben den positiven Auswirkungen, die der Verzehr der Tomate auf die Gesundheit hat, sollte an dieser Stell auch auf die problematischen Inhaltsstoffe der Frucht aufmerksam gemacht werden. Das hat vor allem mit den Eigenschaften von Nachtschattengewächsen an sich zu tun, zu denen die Solanum lycopersicum gehört.

Heilkraft Tomate
Grüne Tomaten sollte man aufgrund der toxischen Inhaltsstoffe nicht in großen Mengen verzehren. © ivanko80 - Adobe Stock

Neben der Heilkraft der Frucht produziert die Tomatenpflanze auch Solanin. Dabei handelt es sich um ein natürliches Gift, welches nicht in großen Mengen aufgenommen werden sollte. Je grüner die Frucht ist, desto mehr Solanin ist in ihr enthalten. Das gilt nicht nur für Tomaten, sondern beispielsweise auch für Kartoffeln.

Genauso wie das Solanin dienen auch die Lektine in der Pflanze der Abwehr: Das Gewächs versucht mit der Produktion dieser Stoffe sich selbst zu schützen und zum Beispiel Faulprozesse zu verhindern. Für den menschlichen Körper ist die Aufnahme dieser Pflanzenstoffe jedoch schädlich. Aus diesem Grund ist es sinnvoll, den Reifegrad der Frucht zu prüfen und nur das Gemüse zu essen, welches sich leicht von der Pflanze lösen lässt und bereits die gewünschte Färbung angenommen hat.

Fazit: Das kann die Solanum lycopersicum (Tomate) wirklich

Tomaten gibt es in unterschiedlichsten Formen und Varianten. Dabei punktet die Frucht nicht nur mit ihrem aromatischen Geschmack und einer intensiven Farbe, sondern auch mit ihren wertvollen Inhaltsstoffen: Neben einer Reihe von Vitaminen, Folsäure und Wasser überzeugt vor allem das Lycopin in der Pflanze.

Dieses Carotinoid hat einen positiven Effekt auf Krebserkrankungen, aber auch auf Herz-Kreislauf-Beschwerden. Aus diesem Grund erhält besonders der präventive Charakter der Frucht eine große Bedeutung – und macht das Gewächs zu einem festen Bestandteil einer gesunden Ernährung.

Die Tomatenfrucht kann dabei auf verschiedene Art und Weise zubereitet und verzehrt werden: Ob Tomatenmark, Tomatensaft oder als Soße mit hochwertigem Olivenöl – der Körper kann die Inhaltsstoffe des Gemüses besonders gut aufnehmen, wenn die Frucht sorgsam verarbeitet und nur wenig erhitzt wurde. Vorsichtig sollten Sie bei unreifen, grünen Tomaten walten lassen. Diese enthalten viel Solanin und Lektine, welche in großen Mengen schädlich für den Körper sein können.

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Häufig gestellte Fragen zur Heilkraft der Tomatenpflanze

Welche Inhaltsstoffe machen die Tomate zu einem gesunden Gemüse?

Zum einen kann die Tomatenfrucht damit punkten, dass sie einen hohen Wasseranteil aufweist. Mit über 90 Prozent enthaltenem Wasser gilt das Gemüse als besonders kalorienarm. Darüber hinaus kann die Tomate aber auch mit vielen Vitaminen, Folsäure und dem Carotinoid Lycopin überzeugen. Die Inhaltsstoffe tragen zum Schutz und einer guten Abwehr des Körpers bei und erhalten gleichzeitig das Gleichgewicht des Stoffwechsels.

Kann ich Tomaten auch in der Wohnung züchten?

Die Tomatenpflanze benötigt viel Sonne und Wasser. Außerdem kann das Gewächs mehr Früchte produzieren, wenn sie ausreichend Platz erhält. Um Tomaten das nötige Sonnenlicht zu bieten, ist es sinnvoll, die Pflanze mindestens auf einem Balkon oder im Garten zu platzieren.

Sind Tomaten in großen Mengen schädlich?

Wie für jede Art von Lebensmittel gilt: Der Konsum sollte nie im Übermaß erfolgen. Da es sich bei Tomaten zunächst um ein gesundes Nahrungsmittel handelt, ist der Verzehr nicht bedenklich. Trotzdem sollte darauf geachtet werden, die Frucht in normalen Mengen zu essen. Wichtig ist, dass Tomaten nicht unreif verzehrt werden sollten. In diesem Zustand enthält die Frucht besonders viel Solanin – ein natürlicher Giftstoff.

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