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Meerrettich: Das natürliche Heilmittel für Ihr Immunsystem

(Foto: Eskymaks - Adobe Stock)

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Meerrettich wird als Heilpflanze bei verschiedenen Symptomen wie zum Beispiel bei Harnwegsinfekten, Blasensteinen oder Muskelschmerzen angewendet. Zudem stärkt die Einnahme von Meerrettich das Immunsystem. In diesem Artikel erfahren Sie alle Anwendungsgebiete von Meerrettich sowie die Inhaltsstoffe und die konkrete Anwendung der Heilpflanze.

So wirkt Meerrettich

  • keimtötend
  • entzündungshemmend
  • krampflösend
  • durchblutungssteigernd
  • schleimlösend
  • harntreibend
  • immunstärkend

Meerrettich (Armoracia rusticana) gehört zur Gattung der Armoracia in der Familie der Kreuzblütengewächse und ist für seinen scharfen Geschmack bekannt. Er wird auch das „Penicillin der Bauern” genannt, denn seine keimtötende Wirkung steht der eines Antibiotikums in nichts nach. Forscher der Universität Freiburg hatten herausgefunden, dass die Senföle aus der Meerrettichwurzel gegen 13 Keime wirksam sind, und konnten vor einiger Zeit nachweisen, dass diese Senföle sogar multiresistente Bakterien wie Staphylococcus aureus abtöten können.

Anwendungsgebiete des Meerrettichs als Heilpflanze

Meerrettich kann sowohl “äußerlich” als auch “innerlich” eingenommen werden. Bei einer innerlichen Einnahme soll die Heilpflanze bei Infekten der Atemwege (Bronchitis, Nebenhöhlenentzündung, Erkältungen) oder auch bei Harnwegsinfekten, Blasensteinen und der Immunstärkung helfen.

So wenden Sie den Meerrettich an

Meerrettichwurzeln können Sie im auf dem Wochenmarkt oder im Supermarkt kaufen. Sie bewahren die Wurzeln am besten in einem feuchten Tuch im Gemüsefach Ihres Kühlschranks auf und wenden sie bei Bedarf frisch an. Waschen und schälen Sie die Wurzel und reiben Sie sie auf einer Küchenreibe.

Meerrettich-Honig gegen Bronchitis: Reiben Sie ein etwa 5 cm langes Stück Meerrettichwurzel in ein Schraubdeckelglas. Vermengen Sie den geriebenen Meerrettich mit vier Esslöffeln Honig und heben Sie die Mischung im Kühlschrank auf. Nehmen Sie zweimal täglich einen Teelöffel von der schleimlösenden und entzündungshemmenden Mischung ein.

Immunstärkende Meerrettich-Kur: Um Erkältungen vorzubeugen, können Sie zwei Wochen lang morgens und abends jeweils einen Teelöffel frisch geriebene Meerrettichwurzel einnehmen.

Harntreibender Meerrettichwein: Übergießen Sie zehn dünne Scheiben geschälter Meerrettichwurzel in einem Glas mit 100 ml Weiß- oder Rotwein. Lassen Sie den Ansatz den ganzen Tag ziehen und trinken Sie bei Harnwegsinfekten oder Blasensteinen am Abend schluckweise ein halbes Glas davon.

Durchblutungsfördernde Meerrettichauflage: Legen Sie bei Muskelschmerzen ein Leintuch auf die schmerzende Stelle und bestreichen Sie es mit frisch geriebenem Meerrettich. Decken Sie die Auflage mit einem Tuch ab und lassen Sie sie nicht länger als fünf bis zehn Minuten einwirken. Der Meerrettich sollte keinen Hautkontakt haben, da es sonst zu Hautirritationen kommen könnte.

Meerrettich als Heilpflanze anwenden

Kren, Pferderettich, Fleischkraut, Pfefferwurzel: All diese Wörter bezeichnen den Meerrettich. Wir verwenden ihn überwiegend als scharfes Gewürz in der Küche, doch vergessen wir dabei häufig, welche heilenden Wirkungen und Inhaltsstoffe er hat. Grund dafür sind die enthaltenen Senföle. Sie wirken sich vielfältig auf Ihren Körper aus:

  • Püriert wirkt der Meerrettich etwas verdünnt gegen Bauchschmerzen und Verstopfung. Zudem regt die Wurzel nach schwerem Essen die Bildung von Magensäure und Gallensaft an. So verbessert sich die Verdauung.
  • Seine sekundären Pflanzenstoffe reinigen das Blut und sorgen für eine gute Entgiftung.
  • Die Senföle können Bakterien und Pilze vernichten. Aus diesem Grund wirkt er so erfolgreich gegen Blasenentzündung, Erkältung und Halsbeschwerden.
  • Ein Tuch mit geriebenem Meerrettich auf einer schmerzenden Stelle hilft nach 10 Minuten als natürliches Schmerzmittel
  • Ein Brustwickel mit Meerrettich löst festsitzende Erkältungen und erleichtert schmerzenden Husten.

Hinzu kommt, dass die Heilpflanze als echter Freund Ihrer schlanken Linie erweisen kann. Die in ihm enthaltenen Senföle sind nämlich in der Lage, Ihren Appetit zu verringern und Heißhunger zu stillen.

Vitamine und Co: Die Inhaltsstoffe des Meerrettichs

Meerrettich ist reich an den Vitaminen B1, B2 und B6 und enthält ebenfalls Calcium, Kalium, Natrium und Magnesium. Daher ist die Pfefferwurzel gut für Muskeln, Knochen, Herz und Kreislauf und reguliert zudem den Wasserhaushalt.

Meerrettich: Anbau im Garten

Möchten Sie Meerrettich im eigenen Garten anbauen und ernten, seien Sie sich bewusst, dass Sie den Meerrettich nur noch schwer wieder loswerden können. Daher sollte er immer einen Platz am Rand des Beetes bekommen. Für einen perfekten Meerrettich sollte der Boden an einem halbschattigen Standort tiefgründig und humusreich sein.

Zum Einpflanzen benötigt man entweder Rhizome, die etwa ein bis zwei Zentimeter dick und 25 bis 30 Zentimeter lang sind oder man pflanzt eine frische Stange etwa 15 Zentimeter tief und etwas schräg ein. Die beste Zeit dafür ist Anfang April bis Anfang Mai. Die Meerrettich-Pflanze wächst ziemlich ausladend. Daher sollte man die einzelnen Pflanzen möglichst weit auseinander setzen. 70 bis 100 Zentimeter mit einem Reihenabstand zwischen 15 und 20 Zentimetern sind ein guter Richtwert.

Damit der Meerrettich gut wächst, muss die Erde stets feucht sein. Daher sollte in trockenen Zeiten etwa ein- bis zweimal in der Woche gut gegossen werden. Sie können den Meerrettich ernten, wenn die Blätter der Pflanze absterben. Dieser Prozess erstreckt sich von Ende Oktober bis zum Frühjahr.

Linde, Immunsystem, Frauenheilkunde, Heilpflanze, Erkältung

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FAQ

Ist Meerrettich gesund?

Da Meerrettich viele Vitamine (B1, B2, B6) und Natrium, Kalium, Calcium sowie Magnesium enthält ist es gut für Muskeln, Knochen, Herz und Kreislauf sowie zur Regulierung des Wasserhaushalts. Die im Meerrettich enthaltenen Senföle haben heilende Wirkstoffe und können beispielsweise die Verdauung anregen, Blasenentzündungen oder Erkältungen bekämpfen und als natürliches Schmerzmittel fungieren.

Wie kann Meerrettich angewendet werden?

Meerrettich kann auf vielen verschiedenen Arten angewendet werden. Gegen Bronchitis können Sie das scharfe Gewürz reiben und mit Honig einnehmen. Der geriebene Rettich wirkt ebenfalls immunstärkend. Zudem kann Meerrettich in Kombination mit Wein als harntreibendes Mittel genutzt werden oder bei Muskelschmerzen als durchblutungsfördernder Wickel.

Wann kann man Meerrettich einpflanzen?

Meerrettich wird zwischen Anfang April und Anfang Mai gepflanzt.

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