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Bronchitis - Ursachen, Symptome, Diagnose & Behandlung

Inhalt
Inhaltsverzeichnis

Wissenswertes zum Thema Bronchitis

Definition: Entzündung der Schleimhäute der Bronchien

Auslöser: meist Viren, seltener Bakterien, Pilze, chemische Reize; Rauchen

Symptome: Halsschmerzen, Heiserkeit, Husten mit schleimigem Auswurf

Diagnose: Anamnesegespräch, fachärztliche Untersuchung

Behandlung: körperliche Schonung, Unterstützung durch schleimlösende, entzündungshemmende und hustenstillende Wirkstoffe

Definition: Was ist eine Bronchitis?

Eine Bronchitis ist eine Entzündung der Bronchienschleimhaut, die in der Regel von Viren verursacht wird. Die Bronchien sind ein Röhrensystem, das für den Transport der Luft in die Lunge verantwortlich ist. Sie sind mit kleinen Ästen vergleichbar, die sich in beide Lungenflügel verzweigen.

Bei einer Erkältung passiert es meistens, dass Viren zunächst die Rachen- und Nasenschleimhäute befallen. Von den oberen Atemwegen gelangen sie in die unteren Atemwege. Dort siedeln sich die Viren auf der Bronchialschleimhaut an.

Welche Aufgabe haben die Bronchien im Körper?

Die Hauptaufgabe der Bronchien ist der Transport der Atemluft in die Abschnitte der Lunge, in denen der Sauerstoff aus der Luft an das Blut abgegeben wird.

Die Luft wird

  • erwärmt
  • angefeuchtet
  • gereinigt

In den Bronchialschleimhäuten bleiben Schmutzpartikel und Krankheitserreger hängen. Durch die Bewegung der feinen Flimmerhärchen, die auf der Schleimhaut angesiedelt sind, werden die Erreger wieder in den Rachen transportiert. Von dort werden sie abgehustet oder verschluckt. Somit führen die Bronchien eine Art Selbstreinigung der Atemwege aus.

Die Atemwege des menschlichen Körpers

 

Befallen Krankheitserreger die Schleimhaut der Bronchien, wird der Mechanismus der Selbstreinigung gestört. Verunreinigungen können nicht aus den Atemwegen entfernt werden. Dadurch schwellen die Schleimhäute an und es kommt zu einer verstärkten Schleimproduktion. Dies löst einen Hustenreiz aus.

Die zwei Formen der Bronchitis

Eine Bronchitis kann in zwei Formen auftreten:

  • akute Bronchitis
  • chronische Bronchitis

Die akute Bronchitis ist eine Entzündung der Bronchien und zeichnet sich durch Husten, Fieber, Atemnot, Atemgeräusche und die Produktion von Schleim aus. Da zumeist auch andere Teile der Atemwege betroffen sind, trifft es die Diagnose „akuter Atemwegsinfekt“ präziser.

Eine akute Bronchitis entsteht meist durch Viren und heilt in der Regel innerhalb von zehn Tagen von allein ab. Eine Behandlung wirkt hier unter Umständen sogar kontraproduktiv. In selteneren Fällen lösen Bakterien, Pilze oder chemische Reize eine Infektion aus.

Es kann auch zu einer sogenannten Superinfektion mit Bakterien kommen. Dabei wird die bereits durch Viren geschädigte Schleimhaut in einem zweiten Schritt von Bakterien befallen. In diesem Fall wird zur Behandlung Antibiotika eingesetzt.

Die WHO definiert die chronische Bronchitis wie folgt: „Husten und Auswurf an den meisten Tagen während mindestens drei Monaten in zwei aufeinanderfolgenden Jahren”. Rauchen sowie Umweltreize, aber auch eine chronische Nasennebenhöhlenentzündung sind als Ursachen identifiziert worden.

Die chronisch obstruktive Bronchitis (eine Form von COPD „chronic obstructive pulmonary disease“) ist eine chronische Bronchitis. Ihr Hauptmerkmal ist Husten und schleimiger Auswurf in Belastungssituationen. Dabei wird insbesondere die Ausatmung behindert. Nahezu alle Patienten mit einer chronisch obstruktiven Bronchitis sind ehemalige oder aktive Raucher. Die einzige Möglichkeit zur Verbesserung der Prognose liegt in einem absoluten Rauchverzicht.

Ursachen: Wie entsteht eine akute Bronchitis?

Eine akute Bronchitis ist meistens Begleiterscheinung oder Folge einer Erkältung. In neun von zehn Fällen sind Viren wie Influenza (Grippevirus) an der akuten Entzündung der Bronchien beteiligt. Die Erreger werden durch die Tröpfcheninfektion übertragen. Diese kleinen Tröpfchen werden beim Sprechen, Niesen oder Husten an die Umgebung abgegeben.

Ist die Schleimhaut bereits durch einen Infekt geschädigt, können sich dort auch leichter Bakterien ansiedeln. Passiert dies, bezeichnet man eine Infektion auch als Superinfektion oder Sekundärinfektion. Bakterien sind aber sehr selten ein Auslöser (zum Beispiel beim Mageninhalt bei alten Menschen oder der Refluxkrankheit).

Selten kommen auch Entzündungen vor, die von Anfang an durch Bakterien verursacht werden (primäre bakterielle Bronchitiden). Hier spielt in der Regel eine bereits vorhandene Grunderkrankung eine entscheidende Rolle, etwa bei Mukoviszidose. Bei einem sehr schwachen Immunsystem können in seltenen Fällen auch Pilze oder andere chemische Reize eine Bronchitis hervorrufen.

Vermehrt tritt eine akute Bronchitis in der kalten Jahreszeit auf. Ursache dafür ist, dass unser Abwehrsystem Krankheitserreger bei niedrigen Temperaturen langsamer bekämpft. Auch der Wechsel zwischen kalter, warmer, feuchter und trockener Luft setzt den Schleimhäuten zu und es fällt Viren leichter, sich dort einzunisten.

Symptome: Woran erkennt man eine akute Bronchitis?

Bei einer akuten Bronchitis treten folgende Symptome auf:

  • Halsschmerzen
  • Heiserkeit
  • Husten mit Auswurf
  • Kopfschmerzen
  • Müdigkeit & Abgeschlagenheit

Der Anfang einer akuten Bronchitis ist meist ein anfallartiges, unproduktives Husten (ohne Schleimproduktion), das schmerzhaft sein kann. Den Schmerz spürt man vor allem hinter dem Brustbein. Erst nach wenigen Tagen löst sich ein Schleim und es kommt zu einem produktiven Husten.

Dieser ist zu Beginn in der Regel klar und dünnflüssig und wird mit der Zeit dickflüssiger und hat eine weiße bis gelbgrüne Farbe. Die Schleimfarbe bei einer akuten Bronchitis kann Hinweis auf den auslösenden Erreger geben. Ist der Schleim weißlich-klar, handelt es sich um eine virale Entzündung. Eine gelblich-grüne Farbe des Auswurfs weist auf eine bakterielle Entzündung hin, die außerdem von Fieberrückfällen und Atemgeräusche begleitet werden kann.

Bei den meisten Erkrankten löst sich der Husten nach rund zwei Wochen auf, bei einem Drittel nach drei Wochen.

Symptome einer akuten Bronchitis

Da Bronchitis üblicherweise zusammen mit einem Infekt der oberen Luftwege auftritt (Erkältung, grippaler Infekt) sind Symptome wie Halsschmerzen, Heiserkeit oder Schnupfen möglich. Weiters können auch Fieber, Kopfschmerzen und/oder Abgeschlagenheit vorkommen. Im seltenen Fall kann der Betroffene auch über Brustschmerzen klagen, die im Zusammenhang mit den heftigen und langanhaltenden Hustenanfällen stehen.

Es kann vorkommen, dass sich in dem abgehusteten Schleim auch Blutspuren finden. Diese sind jedoch kein Grund zur Panik. Das Blut ist harmlos und tritt meist aufgrund von kleineren Verletzungen an den Schleimhäuten durch den heftigen Husten auf.

Ein Arzt sollte allerdings aufgesucht werden, wenn es vermehrt zu einem blutigen Auswurf kommt.

Weiters sollte ein ärztlicher Rat eingeholt werden, wenn der Husten mehr als drei Wochen anhält oder wenn hohes Fieber, Atemnot oder starke Brustschmerzen eintreten.

Diagnose: Wie stellt der Arzt die Diagnose akute Bronchitis?

Bei einer Diagnose fragt der Arzt im Anamnesegespräch nach den Beschwerden. Diese können erste Hinweise auf eine akute Bronchitis geben. Danach erfolgt eine körperliche Untersuchung, bei der die Lunge mit einem Stethoskop abgehört wird. Allein durch das Abhören kann der Arzt jedoch noch keine eindeutige Diagnose stellen. Dazu muss er häufig auch die Nase, den Mund sowie den Rachen untersuchen und den Hals abtasten.

Kommt der Verdacht auf, dass es sich um eine bakterielle Infektion handelt, wird in der Regel auch eine Untersuchung des Blutes im Labor angeordnet. Eine akute Bronchitis kann nicht durch ein Lungenröntgen festgestellt werden, dies wird nur bei Verdacht auf eine Lungenentzündung (Pneumonie) durchgeführt.

Eine Lungenentzündung kommt in Frage, wenn der Betroffene Husten, Fieber und hohe Entzündungswerte im Blut hat, es aber keine Anzeichen für eine Erkältung gibt. Außerdem wird zu einem Lungenröntgen geraten, wenn der Erkrankungsverlauf lange andauert und die betroffene Person innerhalb eines zurückliegenden Jahres schon einmal an einer Lungenentzündung erkrankt ist.

Therapie: Wie wird eine akute Bronchitis behandelt?

Eine akute Bronchitis heilt in der Regel ohne Behandlung von allein ab.

Währenddessen ist körperliche Schonung angesagt:

  • Bettruhe bei Fieber
  • ausreichende Flüssigkeitsaufnahme
  • Einnahme schleimlösender Medikamente
  • Hustenstiller, Nasentropfen
  • Verzicht auf Zigaretten

So wird der Körper nämlich in seinen eigenen natürlichen Abwehrreaktionen unterstützt.

Behandlung einer akuten Bronchitis

Am wichtigsten bei einer akuten Bronchitis ist die körperliche Schonung und die Vermeidung von Belastungen für die Bronchialschleimhaut. Deswegen sollten Raucher während der Behandlung auf Zigaretten verzichten oder zumindest ihren Nikotinkonsum stark einschränken. Jegliche Art von Überanstrengungen sollte vermieden werden, aber leichte körperliche Bewegung kann auch förderlich sein, um den Schleim besser abzuhusten. Man sollte auch möglichst viel trinken – am besten Wasser oder Tees, um den Schleim zu lösen.

Hustenstiller bei Bronchitis – Ja oder Nein?

In den ersten Tagen der Erkrankung ist der Husten trocken und kann die Schleimhäute zusätzlich reizen. Dabei handelt es sich jedoch um einen natürlichen Reinigungsmechanismus, durch den Schmutz- und Schleimpartikel aus den tieferen Luftwegen entfernt werden.

Es ist daher nicht förderlich, diesen natürlichen Reflex mit Hustenstillern auszuschalten, denn diese Mittel beeinflussen direkt das Hustenzentrum im Gehirn. Sie verhindern dadurch, dass die Bronchien durch das Abhusten von Sekreten befreit werden können. Viel sinnvoller ist es, den zähen Schleim zu verflüssigen, damit er durch Husten ausgeschieden werden kann.

Kann man eine Bronchitis mit Antibiotika behandeln?

Der Einsatz von Antibiotika ist bei einer akuten Bronchitis sinnlos, wenn die Auslöser Viren sind. Bei einer Infektion durch Bakterien ist es durchaus üblich, Antibiotika einzusetzen. Das gilt vor allem für den Fall, wenn nach zehn Tagen keine Besserung eintritt und der Auswurf gelblich oder grünlich verfärbt ist.

Bei der Einnahme von Antibiotika bei einer bakteriellen Entzündung besteht allerdings die Gefahr, dass die Bakterien eine Resistenz gegenüber dem antibiotischen Präparat entwickeln. Experten meinen, dass Ärzte oft zu schnell Antibiotika verschreiben würden, da gesunde Menschen mit einem intakten Immunsystem durchaus dazu fähig sind, die Erreger ohne medikamentöse Unterstützung abzuwehren.

Hausmittel bei Bronchitis

Gerade bei einer akuten Bronchitis kann mit altbewährten Hausmitteln der Heilungsverlauf beschleunigt werden. Dabei können beispielsweise folgende Maßnahmen zum Einsatz kommen:

  • Mindestens 2 l Flüssigkeit täglich

Heiße Getränke wie Kräutertee oder heiße Zitrone mit etwas Honig verflüssigen den Schleim.

  • Wärmeanwendungen fördern die Durchblutung

Den Oberkörper täglich zehn Minuten durch eine Rotlichtlampe bestrahlen oder eine Wärmeflasche auf die Brust legen.

  • Wohltuende Wickel auf der Brust

Zwei große Pellkartoffeln kochen und anschließend mit einer Gabel zerdrücken. Den Brei auf ein Baumwolltuch streichen und auf die Brust legen, bis er ausgekühlt ist. Der warme Wickel fördert die Durchblutung.

  • Ätherische Öle lösen den Schleim

Ätherische Öle lösen den Schleim in den Bronchien. Dafür 2 EL getrocknete Kamillenblüten und 2 EL getrockneten Thymian in einem Topf mit 3 l kochendem Wasser ziehen lassen. Die aufsteigenden Dämpfe etwa zehn Minuten lang unter einem großen Handtuch inhalieren.

Ätherische Öle in Heilpflanzen lösen den zähen Schleim bei Bronchitis

Ätherische Öle wirken aufgrund ihrer Inhaltsstoffe (z. B. Pinen, Cineol, Myrtol) schleimlösend, antibakteriell und bronchialerweiternd.

Heilpflanzen auf aufgeschlagenen alten Büchern
Ätherische Öle aus Heilpflanzen wirken wohltuend bei Atemwegserkrankungen. © unpict – Fotolia

Die besten ätherischen Öle für die Bronchien sind:

  • Eukalyptusöl
  • Myrtenöl
  • Fichtennadelöl
  • Anisfrüchteöl
  • Fenchelfrüchteöl

Der Hauptbestandteil des im Thymian enthaltenen ätherischen Öls ist Thymol. Diese Substanz regt die Tätigkeit der Flimmerhärchen in den Atemwegen an, wirkt entzündungshemmend und verflüssigt zähen Schleim in den Bronchien. Die Gerbstoffe verstärken zusätzlich die entzündungshemmende Wirkung des Thymols. Getrockneten Thymian kann man ebenso wie Fertigpräparate aus den Extrakten in der Apotheke kaufen.

Aus getrockneten Anis- und Fenchelfrüchten (aus der Apotheke) kann man sich selbst einen schleimlösenden Tee zubereiten.

Schleimlösender Anis-Tee bei Bronchitis

Der Tee wirkt krampflösend, antimikrobiell und auswurffördernd.

Zubereitung:

  • 1 TL Anissamen in eine Tasse heißes Wasser (nicht über 60 °C erhitzen!) geben
  • Zugedeckt 10 Minuten ziehen lassen
  • Drei Mal täglich eine Tasse trinken

Die folgenden Kräutermischungen (aus der Apotheke) werden mit zwei gehäuften Teelöffeln mit 250 ml siedendem Wasser überbrüht. Anschließend zehn Minuten ziehen lassen. Pro Tag zwei bis vier Tassen frisch gebrühten Tee trinken

Beruhigende Teemischung bei Reizhusten

  • 30 g Spitzwegerichblätter
  • 20 g Kamillenblüten
  • 5 g Eibischwurzel

Teemischung gegen festsitzenden Schleim

  • 20 g Spitzwegerichblätter
  • 30 g Thymianblätter
  • 20 g Wollblumenblüten

Kräuter-Inhalation bei Bronchitis

Ätherische Öle können den Schleim in den Bronchien verflüssigen, die Reinigungs-Bewegungen der feinen Flimmerhärchen in den Bronchien aktivieren und gleichzeitig entzündungshemmend wirken.

Dies konnte auch durch eine Studie mit einem Präparat aus Destillaten von Eukalyptusöl, Süßorangenöl, Myrtenöl und Zitronenöl zeigen.

Dafür erhielten 413 Patienten mit akuter Bronchits entweder 300 mg des pflanzlichen Extrakts in Kapselform oder mit einem Placebo gefüllte Weichkapseln. Die Einnahme weiterer Medikamente war nicht erlaubt. Nach 7, 10 und 14 Tagen erfolgten Kontrolluntersuchungen, die klar einen Vorteil für das Pflanzenpräparat zeigten. In der Pflanzenöl-Gruppe waren die schmerzhaften Hustenanfälle bereits nach fünf bis sechs Tagen zu 50 % gelindert, in der Placebo-Gruppe erst nach sechs bis acht Tagen.

Besonders am Anfang der Erkrankung können die krankmachenden Viren durch heißen Dampf abgetötet werden. Am besten wird diese Wirkung mit einem Kopfdampfbad genutzt, bei dem aus einer Schüssel mit heißem Wasser aufsteigenden Dämpfe unter einem großen Handtuch inhaliert werden. Noch wirksamer wird die Inhalation, wenn dem dampfenden Wasser Kräuter beigefügt werden.

Die besten Heilkräuter für Inhalationen bei Bronchitis sind:

  • Eukalyptus
  • Myrte
  • Spitzwegerich
  • Thymian

Schleimlösende Inhalation mit Thymianöl bei Atemwegsinfekten

  • 2-3 Tropfen Thymianöl in einem Topf mit 1 l heißem Wasser auflösen
  • Kopf mit Handtuch bedecken
  • Über den Topf gebeugt etwa 10-15 Minuten inhalieren

Meerrettich und Kapuzinerkresse lindern Entzündungen

Bei einer durch Viren verursachten Bronchitis sind Antibiotika wirkungslos und schwächen den Körper nur zusätzlich. Viel besser wirken hier Senföle, denn sie können die Viren bekämpfen, indem sie ihre Vermehrung verhindern. Senföle sind beispielsweise in Meerrettich und Kapuzinerkresse enthalten.

Eine Untersuchung der Universität Freiburg konnte nachweisen, dass die Senföle beider Pflanzen gegen 13 getestete, krankheitsauslösende Keime (unter anderem auch gegen Rhino-Viren) wirksam sind. Daher sollten Meerrettich und Kapuzinerkresse genutzt werden, um die Bronchitis im wahrsten Sinn des Wortes im Keim zu ersticken. Fertigpräparate sind in der Apotheke erhältlich.

Entzündungshemmender Meerrettich-Honig

  • 1 EL frisch geriebenen Meerrettich mit 3 EL Honig vermischen
  • Einige Stunden ziehen lassen
  • Drei Mal täglich einen Teelöffel einnehmen
  • Die Mischung vor dem Schlucken etwa 10 Sekunden im Mund behalten

Atemgymnastik: Bessere Sauerstoff-Versorgung bei Bronchitis

Die Atemgymnastik bei Bronchitis funktioniert folgendermaßen:

  • In einem Abstand von etwa 30 cm vor einer Kerze Platz nehmen
  • Auf die Kerze pusten, sodass die Flamme nur leicht flackert, aber nicht ausgeht
  • Den Abstand zur Kerze nach einer kurzen Pause variieren
  • Täglich 10 Minuten üben

Prognose: Wie lange dauert eine akute Bronchitis?

Eine akute Bronchitis dauert in der Regel ungefähr 14 Tage an. Bis der Husten allerdings vollständig abgeklungen ist, kann es 4 bis 6 Wochen dauern. Es kann vorkommen, dass nach einer überstandenen Bronchitis ein trockener Reizhusten auftritt, der längere Zeit anhält.

Wenn sich die Beschwerden nach einer Woche nicht langsam verbessern, sondern gar verschlechtern, kann eine Sekundärinfektion mit Bakterien vorliegen. Dabei kommen oft Symptome wie Atemgeräusche oder Luftnot hinzu. In diesem Fall sollte unbedingt eine ärztliche Behandlung erfolgen, da die Gefahr einer Lungenentzündung besteht!

Erkranken Betroffene öfters an Bronchitis, sind die Schleimhäute so geschädigt, dass leichter eine chronische Bronchitis entstehen kann.

Vorbeugung einer akuten Bronchitis

Für die Vorbeugung einer akuten Bronchitis gilt wie auch für viele andere Erkrankungen: Ein gesunder Lebensstil, ausreichend körperliche Bewegung und eine ausgewogene Ernährung stärken die Abwehrkräfte. Auch das regelmäßige Händewaschen senkt das Risiko, sich anzustecken. Der Verzicht auf Nikotin trägt positiv zur Gesundheit bei.

Chronische Bronchitis: Wie entsteht sie?

Eine akute Bronchitis heilt in der Regel mit der richtigen Behandlung innerhalb von 14 Tagen ab. Anders sieht es bei einer chronischen Bronchitis aus.

Laut der WHO-Definition handelt es sich um eine chronische Bronchitis, wenn der produktive Husten in mindestens zwei aufeinanderfolgenden Jahren über drei Monate oder länger anhält.

Risikofaktoren für eine chronische Bronchitis

Im Laufe des Lebens erkranken zirka 10 % der Bevölkerung an einer chronischen Bronchitis. Hauptgrund für die Entstehung einer chronischen Bronchitis ist das Rauchen. Doch auch einige andere Faktoren können verantwortlich sein:

  • angeborene oder genetisch bedingte Einflüsse, welche die Entstehung begünstigen
  • Arbeit mit Reizstoffen (zum Beispiel Getreidestaub)
  • Schadstoffe aus der Umwelt
  • eine nicht oder nicht ausreichend behandelte akute Bronchitis

Liegt einer oder mehrere der vorliegenden Gründe vor, kann dies zu unter Umständen zu einer ausgeprägten dauerhaften Reizung der Bronchialschleimhaut führen, sodass die Schleimproduktion rasant ansteigt, um die Schadstoffe wieder aus der Lunge zu transportieren. Gleichzeitig sind allerdings die Zellen, die für den Abtransport verantwortlich sind, so geschädigt, dass sie ihre Aufgabe nicht mehr erfüllen können – chronischer, produktiver Husten ist die Folge.

Was passiert bei einer chronischen Bronchitis?

Wenn Schad- und Reizstoffe anhaltend in die Lunge geraten, verdickt sich die entzündete Schleimhaut und produziert vermehrt Schleim. Dadurch verengen sich die Atemwege. Gleichzeitig verkleben die Flimmerhärchen durch die Dauerbelastung mit Schadstoffen und verlieren zunehmend ihre Funktion. Im weiteren Verlauf werden die Bronchialwände dünner und verlieren an Stabilität. Dadurch können sie beim Ausatmen regelrecht zusammenfallen, was die Ausatmung sehr erschwert.

Im Gegensatz zur akuten Bronchitis ist die chronische Bronchitis nicht ansteckend. Nur wenn im zweiteren Fall Atemwegsinfekte auftreten, können diese ansteckend sein.

Kann Pökelfleisch die Ursache für eine chronische Bronchitis sein?

Aus Tierversuchen gab es längere Zeit Hinweise darauf, dass Nitritsalze, wie sie zum Pökeln von Fleisch- und Wurstwaren verwendet werden, die Lunge schädigen. Forscher der Columbia Universität (New York) bestätigten dies auch bei Menschen. Wie sie im September 2006 auf einem Fachkongress in München berichteten, belegen das die Daten von über 7.600 Studienteilnehmern.

Danach hatten diejenigen, die pro Monat öfter als 14 Mal nitrithaltige Fleischprodukte verzehrten, eine wesentlich schlechtere Lungenfunktion als diejenigen, die auf solches Fleisch verzichteten. Das Risiko für eine chronische Bronchitis mit Lungenemphysem (COPD) war um mehr als 70 % erhöht.

Nitrite verhindern das Wachstum von Bakterien in den Fleischprodukten und geben ihnen die beim Verbraucher beliebte rote Farbe. Der Körper baut sie jedoch in schädliche Verbindungen (u. a. Nitrosamine) um. Aufgrund dessen sollte Pökelsalz aus Wurst, Speck, Salami, Schinken oder Fertiggerichten gemieden werden. In der Zutatenliste sind die Stoffe unter den Nummern E 249 und E 250 eingetragen.

Was sind die Anzeichen einer chronischen Bronchitis?

Die Hauptsymptome einer chronischen Bronchitis sind Husten und ein damit zusammenhängender Auswurf. Die Beschwerden sind jedoch von Person zu Person unterschiedlich.

  • Produktiver Husten, vor allem morgens
  • Zäher Auswurf
  • Erschwerte Atmung, besonders bei Belastung
  • Erhöhte Infektanfälligkeit

In der Regel husten die Betroffenen ein zähes bis schleimiges Sekret ab (Raucherhusten). Daraufhin folgt eine beschwerdefreie Zeit von ein paar Stunden. Ein typisches Symptom einer chronischen Bronchitis ist das morgendliche Abhusten des Schleims, der über Nacht produziert wurde. In den Wintermonaten können sich die Symptome und Beschwerden durch zusätzliche Atemwegsinfekte verstärken.

Vor allem Nikotinabhängige sollten das ständige Husten ernst nehmen und auf Zigaretten verzichten. Die Bronchitis kann dadurch zwar nicht rückgängig gemacht werden, aber eine Verschlimmerung des Zustandes kann vermieden werden.

Die auftretende Atemnot durch körperliche Belastung bei einer chronischen Bronchitis sollte nicht auf die leichte Schulter genommen werden, da diese Anzeichen für eine chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD) sein kann.

Wie wird eine chronische Bronchitis therapiert?

Die Bronchien müssen unbedingt vor schädlichen Einflüssen geschützt werden. Dazu muss auf das Rauchen verzichtet und auch Passivrauchen vermieden werden. Im Anfangsstadium kann die Erkrankung noch vollständig ausheilen. Dies gilt allerdings nur, wenn die krankmachenden Schadstoffe sofort gemieden werden. Schon etwa vier Wochen nach der letzten Zigarette bessern sich die Symptome merklich und verschwinden ganz.

Wichtig ist auch die richtige Behandlung durch den Arzt. Die Verordnung passender Medikamente ermöglicht eine Linderung der Beschwerden und stellt damit auch eine deutlich gesteigerte Lebensqualität sicher. Daneben steht für den behandelnden Arzt im Vordergrund, eine Verschlechterung der Symptomatik zu vermeiden.

Andernfalls riskiert der Betroffene die Entwicklung von Komplikationen und damit auch der schwereren Lungenerkrankung COPD. Um das zu verhindern, kommen Medikamente zum Einsatz. Sie können

  • Entzündungen einschränken
  • die Bronchien erweitern
  • festsitzenden Schleim lösen
  • Krankheitserreger abtöten

Ansonsten spielt bei chronischer Bronchitis vor allem die Meidung reizender Stoffe eine besonders wichtige Rolle. Diese können beispielsweise am Arbeitsplatz auftreten.

Kann eine chronische Bronchitis zu Komplikationen führen?

Sind die Bronchien schon verengt, lässt sich die Krankheit nicht mehr vollständig heilen, da eine chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD) entstanden ist. Verlauf sowie Lebenserwartung des Betroffenen können jedoch durch eine konsequente Therapie positiv beeinflusst werden. Nach dem derzeitigen Wissensstand gibt es keine Medikamente, die die Verschlechterung der Lungenfunktion heilen bzw. aufhalten können, wenn die Person nicht mit dem Rauchen aufhört. Allerdings gibt es Medikamente, die die Linderung von Schmerzen und Beschwerden bewirken.

Die Betroffenen, die an COPD erkrankt sind, welche sich aus einer chronischen Bronchitis entwickelt, haben ein erhöhtes Risiko an einem nicht-allergischen Asthma zu erkranken.

Eine weitere Komplikation stellt die Entwicklung einer Bronchopneumonie dar. Hierbei handelt es sich um eine Lungenentzündung mit einer herdförmigen Beteiligung der Bronchien.

Auch Virusinfektionen der Lunge (durch Masern-, RS-, Adeno-, Influenzaviren oder Mykoplasmen) aus einer Entzündung der Bronchialäste (Bronchiolen) entstehen. Daraus entstehen, zwar sehr selten, narbige Veränderungen und Verschlüsse der Bronchiolen. Vor allem Kleinkinder sind davon betroffen und im späteren Leben können diese zu Bronchiektasen oder bleibenden Atemwegsverengungen führen. Bei Betroffenen tritt in diesem Fall auch gehäuft Asthma bronchiale auf. Anzeichen dafür sind Fieber, eine erhöhte Herzschlagfrequenz oder stark abgeschwächte Atemgeräusche.

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