MenüMenü

Schilddrüse - Funktion, Untersuchung, Erkrankungen & Vorbeugung

Inhalt
Inhaltsverzeichnis

Fakten zur Schilddrüse

Definition: Hormondrüse des menschlichen Körpers, produziert Hormone mit Wirkung auf die Stoffwechselaktivität

Schilddrüsenunterfunktion: Zu wenig Hormone werden gebildet, das führt u.a. zu Gewichtszunahme und verringerter körperlicher Leistungsfähigkeit, Behandlung durch Einnahme künstlicher Schilddrüsenhormone

Schilddrüsenüberfunktion: Zu viele Hormone werden gebildet, das führt zu einem gesteigerten Stoffwechsel, der die Organe belastet, Behandlung durch Einnahme eines Thyreostatikums – hemmt die Funktion der Schilddrüse

Autoimmunerkrankung: Abwehrzellen des Immunsystems richten sich gegen körpereigenes Gewebe, z. B. Hashimoto-Thyreoiditis (führt zu Unterfunktion), Morbus-Basedow (führt zu Überfunktion)

Kropf: Volumenzunahme der Schilddrüse infolge einer Überlastung (etwa durch Jodmangel)

Schilddrüsenkrebs: Tritt in verschiedenen Formen auf, Behandlung durch operative Entfernung, Strahlen- oder Radiojodtherapie

Vorbeugung von Fehlfunktionen: Ausgewogene Ernährung mit ausreichend Jod und Selen

Die Schilddrüse ist eine Drüse im menschlichen Körper, die nur 25 Gramm wiegt. Trotzdem ist sie lebensnotwendig. Ohne die von ihr produzierten Hormone würde unser Organismus nicht einwandfrei funktionieren. Diese Botenstoffe setzt sie auf Befehl stimulierender Hormone des Zwischenhirns und der Hirnanhangdrüse frei.

Definition: Was ist die Schilddrüse?

Bei der Schilddrüse (Glandula thyreoidea) handelt es sich um eine Hormondrüse der Wirbeltiere und damit natürlich auch des Menschen. Als sogenannte endokrine Drüse werden die von ihr gebildeten Stoffe direkt ins Blut abgegeben. Bei Hormonen handelt es sich um biochemische Botenstoffe, die innerhalb des Körpers wirken. Sie lösen an ihrem Zielorgan bestimmte Wirkungen aus oder dienen der Regulation körpereigener Prozesse.

Wo im Körper liegt die Schilddrüse?

Die Schilddrüse liegt im Halsbereich knapp unterhalb des Kehlkopfes auf beiden Seiten der Luftröhre. Ihre Form wird häufig mit der eines Schmetterlings verglichen.

Die Lage der Schilddrüse im Körper
Die Schilddrüse und die Hormone die diese produziert sind für den Körper unverzichtbar – sie regeln im Grunde alle Vorgänge im Organismus. © lom123 – Fotolia

 

Funktion: Welche Aufgabe hat die Schilddrüse im Körper?

Wie bereits beschrieben, ist die Schilddrüse für die Produktion von Hormonen zuständig. Sie ist der Speicherort des chemischen Elementes Jod im Körper. Daraus werden die beiden Schilddrüsenhormone Triiodthyronin und Thyroxin sowie das Hormon Calcitonin gebildet. Diese sind für den Energiestoffwechsel im Körper zuständig.

Die Schilddrüse reguliert außerdem folgende Körperfunktionen:

  • Herz-Kreislauf-Tätigkeit
  • Körperwachstum
  • Energieumsatz
  • Bildung von Knochen, Haaren und Nägeln
  • Körpertemperatur
  • Muskel- und Nervenstoffwechsel
  • Verdauungstätigkeit
  • Geistige Leistungsfähigkeit, vor allem Konzentration und Aufmerksamkeit

 

Was sind Schilddrüsenhormone?

Bei den Hormonen der Schilddrüse handelt es sich um Trijodthyronin, T3 und Thyroxin (Tetrajodthyronin), T4. In beiden Hormonen bildet das Spurenelement Jod den zentralen Baustein. Zusätzlich wird auch Calcitonin aufgebaut.

Hormone sind Botenstoffe, die innerhalb des Körpers wirken. Sie werden von Hormondrüsen wie der Schilddrüse ins Blut abgegeben und lösen an ihren Wirkungsorten bestimmte Prozesse aus, wie das Knochenwachstum oder den Muskelaufbau

Welche Aufgabe haben die Schilddrüsenhormone?

Trijodthyronin und Thyroxin übernehmen verschiedene Aufgaben im menschlichen Körper. Sie steuern:

  • das Wachstum und die geistige Entwicklung
  • den Energiestoffwechsel
  • den Wärmehaushalt
  • den Stoffwechsel von Eiweiß, Kohlenhydraten, Fetten
  • den Mineralhaushalt
  • die Funktion von Herz, Kreislauf und Muskulatur
  • die Fruchtbarkeit

Wenn die Schilddrüse nicht richtig funktioniert und zu viele oder zu wenig Schilddrüsenhormone produziert, bedeutet das eine Fehlsteuerung vieler Vorgänge im Körper. Entsprechend divers sind auch die Beschwerden, welche bei einer Fehlfunktion ausgelöst werden.

Schilddrüsenerkrankungen können sich durch vielerlei Anzeichen bemerkbar machen:

  • durch eine Störung der Hormonproduktion: Werden zu viele oder zu wenig Hormone produziert, resultiert daraus eine Über- oder Unterfunktion.
  • durch eine „äußerliche“ Veränderung des Schilddrüsengewebes: Die Drüse vergrößert sich dann zu einem sogenannten Kropf. Es bilden sich tast- und sichtbare Knoten.
  • durch Schmerzen und ein Kloßgefühl im Hals

Diese Beschwerden können auf entzündliche Erkrankungen der Schilddrüse oder deren Vergrößerung hinweisen.

Wie wird die Schilddrüse beim Arzt untersucht?

Zur Diagnose von Erkrankungen und Veränderungen an der Schilddrüse bieten sich verschiedene Methoden an. Zu Beginn der Untersuchung wird zumeist eine Blutuntersuchung angeordnet. Dabei können die Schilddrüsenhormone sowie der TSH-Wert (das die Schilddrüse stimulierende Hormon aus dem Gehirn) bestimmt werden.

Zusätzlich wird eine Untersuchung mittels Ultraschall (Sonographie) angeordnet. Die Schilddrüse liegt direkt unter der Haut und kann darum gut mit dem Ultraschallgerät untersucht werden. Dabei lassen sich mögliche Veränderungen wie Knoten leicht erkennen, die mit einer Szintigraphie näher beurteilt werden müssen.

Sonographie Schilddrüse Untersuchung
Die Schilddrüse kann bei einer Sonographie oder Ultraschalluntersuchung überprüft werden. © Jürgen Fälchle – Fotolia

Ein Knoten an der Schilddrüse lässt sich auch mit einer Feinnadelpunktion näher untersuchen. Nach der Lokalisierung eines Knotens mit einem Ultraschallgerät wird dieser mit einer Nadel punktiert. Dabei werden nach der Lokalisierung des Knotens mit dem Ultraschallgerät Zellen entnommen und von einem Pathologen mikroskopisch untersucht. Wenn defekte Zelle gefunden werden, kann das auf Schilddrüsenkrebs hinweisen.

Eine Röntgenaufnahme der Schilddrüse wird dann durchgeführt, wenn es zu einer Vergrößerung gekommen ist. Auf diese Weise kann auch ermittelt werden, ob die Luft- oder Speiseröhre beeinträchtigt ist. Dafür nimmt der zu Untersuchende ein Kontrastmittel zu sich, welches anschließend auf dem Röntgenbild sichtbar wird.

Was ist eine Szintigraphie der Schilddrüse?

Die Größe und Funktion der Schilddrüse lassen sich auch mit einer sogenannten Szintigraphie darstellen. Dabei wird dem Patienten ein radioaktiv markierter, jodhaltiger Trägerstoff (Radiopharmakon) injiziert. Dieser gelangt über den Blutkreislauf in die Schilddrüse. Dort kann die abgegebene radioaktive Strahlung gemessen werden. Je nach Aktivität der Hormondrüse ist die Strahlung stärker oder leichter. Auch Knoten können durch diese Untersuchung festgestellt und kategorisiert werden.

Man unterscheidet „warme“, „heiße“ und „kalte“ Knoten. Warme Knoten heben sich nicht vom übrigen Gewebe ab und sind an der Produktion der Hormone beteiligt. Bei heißen Knoten spricht man von autonomen Adenomen, die unabhängig eine zu große Menge an Hormonen produzieren. Im Gegenteil hierzu sind kalte Knoten nicht am Stoffwechsel beteiligt.

Eine Szintigraphie der Schilddrüse bereitet keine Schmerzen. Die Injektion des Radiopharmakons löst in manchen Fällen ein leichtes Brennen aus. Die Untersuchung selbst dauert ungefähr 30 Minuten. Die radioaktive Strahlung des Trägerstoffes ist sehr gering und hat keine negativen Auswirkungen auf einen gesunden Menschen. Bei Schwangeren und stillenden Müttern wird die Untersuchung üblicherweise nicht durchgeführt. Auch bei Kleinkindern entscheidet der jeweilige Fall über die Notwendigkeit der Szintigraphie.

Szintigraphie der Schilddrüse
Mit der sogenannten Szintigraphie lässt sich die Beschaffenheit der Schilddrüse abbilden und untersuchen. © Drahreg01 – Wikimedia Commons

 

Welche Blutwerte lassen auf die Schilddrüsenfunktion schließen?

Bei der Blutuntersuchung können die beiden Schilddrüsenhormone Trijodthyronin (T3) und Thyroxin (T4) festgestellt werden. Außerdem wird der TSH-Wert bestimmt.

Dabei handelt es sich um das sogenannte Thyreoidea stimulierende Hormon. Es wird im Gehirn von der Hirnanhangdrüse, der Hypophyse gebildet und reguliert die Ausschüttung der Schilddrüsenhormone. Ist der TSH-Wert im Blutbild erhöht, dann deutet das auf eine Schilddrüsenunterfunktion hin.

Schilddrüsenhormon
Normalwert
TSH0,4 – 4,0 mU/l
Trijodthyronin T367 – 163 ng/dl
Thyroxin T45,1 – 12,6 µg/dl
fT3 (freies T3)2,6 – 5,1 pg/ml
fT4 (freies T4)1,0 – 1,8 ng/dl

T3 ist in geringerer Menge im Blut vertreten als T4. Wenn man vom freien T3/T4 spricht, dann meint man damit Hormone, die nicht an einen Eiweißkörper gebunden sind. Da die Konzentration an Eiweiß im Blut schwanken kann, werden eben fT3 sowie fT4 herangezogen, um Aussagen über die Schilddrüsenfunktion zu treffen.

Wenn bereits Schilddrüsenhormone eingenommen werden, sollte davon am Tag einer Blutuntersuchung abgesehen werden! Sie bestehen hauptsächlich aus T4, deren Wert im Blutbild dadurch verfälscht sein kann.

Kann man Schilddrüsenprobleme selbst erkennen?

Ein einfacher Schlucktest hilft dabei, gröbere Veränderungen an der Schilddrüse zu entdecken. Dafür benötigt man einen Handspiegel und ein Glas Wasser:

  • Nehmen Sie den Spiegel in die Hand. Halten Sie ihn so, dass Sie den Teil Ihres Halses zwischen Kehlkopf und Schlüsselbein sehen können. Die Schilddrüse befindet sich unterhalb des Kehlkopfes. Legen Sie den Kopf in den Nacken und behalten Sie den Hals im Blick.
  • Trinken Sie einen Schluck Wasser und schauen Sie dabei weiter in den Spiegel.
  • Beobachten Sie während des Schluckens, ob unterhalb des Kehlkopfes Schwellungen hervortreten. Wiederholen Sie den Test einige Male.
  • Sollten sich Schwellungen zeigen, suchen Sie bitte einen Arzt auf. Er kann anhand einer einfachen und schmerzfreien Tastuntersuchung entscheiden, ob weitere Untersuchungen (z. B. Ultraschall) oder eine Behandlung notwendig sind.

Durchführung eines Schlucktestes
Mithilfe des Schlucktests kann man selbst Veränderungen an der Schilddrüse feststellen.

 

Was ist eine Schilddrüsenunterfunktion?

Bei einer Schilddrüsenunterfunktion spricht man auch von einer Hypothyreose. Der Körper ist dabei nicht ausreichend mit den Schilddrüsenhormonen T3 und T4 versorgt. Da die Wirkungsorte dieser Botenstoffe an verschiedenen Organen wirken, hat diese Funktionsstörung weitreichende Folgen.

Was sind die Gründe für eine Schilddrüsenunterfunktion?

Eine der häufigsten Gründe für eine Unterfunktion der Schilddrüse ist sicherlich Jod- und Selenmangel. Ohne diese Spurenelemente kann die Schilddrüse die erforderlichen Hormonmengen nicht mehr produzieren.

Ursachen einer Schilddrüsenunterfunktion sind außerdem:

  • Angeborene Schäden
  • Störungen der Hirnanhangdrüse
  • Schilddrüsenentzündungen (Thyreoiditis)

Wie wird eine Hypothyreose diagnostiziert?

Die Diagnose einer Schilddrüsenunterfunktion erfolgt unter anderem über den TSH-Wert. Dieses die Schilddrüse stimulierende Hormon wird von der Hirnanhangdrüse gebildet. Es regt im Normalfall die Bildung der beiden Schilddrüsenhormone an, deren Werte (fT3, fT4) ebenfalls im Blutbild untersucht werden.

Ist man von einer Unterfunktion betroffen, dann ist dieser Mechanismus fehlerhaft. Infolge dessen wird mehr TSH produziert. Darum weist ein erhöhter TSH-Wert auf diese Funktionsstörung hin.

Symptome: Wie erkennt man eine Schilddrüsenunterfunktion?

Die Symptome einer Hypothyreose treten langsam und schleichend auf. Die Diagnose wird darum oft erst spät gestellt. Oft manifestiert sich diese Störung in einer Gewichtszunahme. Folgende Symptome können außerdem auf eine Unterfunktion der Schilddrüse hinweisen:

  • Müdigkeit, erhöhtes Schlafbedürfnis, Teilnahmslosigkeit
  • Gewichtszunahme
  • Erhöhte Blutfettwerte
  • Verlangsamter Puls
  • Schwellung des Unterhautbindegewebes („aufgeschwemmt“) und Lid-Ödeme
  • Langsame Sprache
  • Trockene Haut
  • Haarausfall und/oder brüchiges Haar
  • Kälteempfinden
  • In schweren Fällen: Kropf (vergrößerte Schilddrüse)

Treten diese Symptome dauerhaft bei Ihnen auf, dann sollten Sie unbedingt Ihren Hausarzt aufsuchen. Denn nach wie vor zählt eine Schilddrüsenunterfunktion zu den häufigsten hormonellen Erkrankungen in Deutschland: Etwa ein bis zwei Personen von 20 sind betroffen, Frauen häufiger als Männer.

Symptome der Schilddrüsenunterfunktion

Behandlung: Wie wird eine Schilddrüsenunterfunktion behandelt?

Bei einer Unterfunktion kann die Schilddrüse die zwei Hormone Thyroxin und Trijodthyronin nicht in ausreichender Menge bereitstellen. Sie können stattdessen synthetisiert in Form eines Medikaments eingenommen werden. Damit wird der Hormonmangel ausgeglichen. Bei korrekter, regelmäßiger Einnahme verschwinden die Symptome nebenwirkungsfrei.

Da die Jodversorgung in Deutschland ausreichend ist, entsteht eine Hypothyreose nur selten durch einen Mangel am Spurenelement Jod, das für den Aufbau der Schilddrüsenhormone notwendig ist. Eine zusätzliche Einnahme ist darum nicht lebenswichtig. Lediglich in der Schwangerschaft kann mit dem Arzt über eine Nahrungsergänzung mit Jodtabletten gesprochen werden.

Was ist eine Schilddrüsenüberfunktion?

Eine Hyperthyreose, also Schilddrüsenüberfunktion liegt vor, wenn eine zu große Menge an Schilddrüsenhormonen gebildet und ins Blut abgegeben wird. Das führt zu einem gesteigerten Stoffwechsel und Energieumsatz im Körper. Weil mehr Energie benötigt wird, führt diese Störung meist zu einer Gewichtsabnahme.

Was sind die Gründe für eine Schilddrüsenüberfunktion?

Die Gründe für eine Überfunktion der Schilddrüse sind vielfältig. In einem Großteil der Fälle steckt die Autoimmunerkrankung Morbus Basedow dahinter. Dabei steigt die Aufnahme von Jod in der Schilddrüse, sodass die beiden Hormone in einer zu großen Anzahl gebildet werden.

Auch eine sogenannte Autonomie der Schilddrüse kann für die erhöhte Produktion der Schilddrüsenhormone verantwortlich sein. Auch an einer gesunden Schilddrüse sind autonome Zellen vorhanden. Diese produzieren unabhängig vom TSH der Hirnanhangdrüse durchgehend Jod aus dem Blut aufnehmen und Schilddrüsenhormone. Wenn aber der Anteil dieser Zellen steigt, wird zu viel T3 und T4 produziert. Dies löst die Steigerung des Stoffwechsels aus.

Sogar Tumore, die Hormone produzieren können für eine Schilddrüsenüberfunktion verantwortlich sein.

Wie wird eine Hyperthyreose diagnostiziert?

Die erste Diagnose erfolgt ebenso wie bei der Unterfunktion mittels einer Blutuntersuchung. Dabei werden die Werte der beiden Schilddrüsenhormone T3 und T4 ermittelt. Sind sie erhöht, lässt das auf eine Schilddrüsenüberfunktion schließen. Dem versucht der Körper mit einer verringerten Ausschüttung von TSH entgegenzuwirken, was zu einem niedrigen Wert an TSH im Blut führt. Um den Grund für die Überfunktion zu ermitteln ordnet der Arzt weitere Untersuchungen, wie eine Sonographie (Ultraschall) oder eine Szintigraphie an.

Symptome: Wie erkennt man eine Schilddrüsenüberfunktion?

Durch die hohe Anzahl an Schilddrüsenhormonen im Blut werden auch die jeweiligen Zielorgane der Botenstoffe stark angeregt. Dadurch sind der Stoffwechsel und auch der Energieumsatz im Körper erhöht. Dies führt zu Nervosität, innerer Unruhe und Zittern. Die Betroffenen entwickeln als Folge eine regelrechte Abneigung gegen Wärme (Wärmeintoleranz).

Mögliche Anzeichen einer Schilddrüsenüberfunktion sind:

  • Durchfall
  • Gesteigerter Appetit
  • Gewichtsabnahme
  • Wärmeempfindlichkeit
  • Feuchte, rosige Haut
  • Haarausfall
  • Schlafstörungen
  • Nervosität, Reizbarkeit, Konzentrationsmangel

Symptome der Schilddrüsenüberfunktion

Behandlung: Wie wird eine Schilddrüsenüberfunktion behandelt?

Im Fall einer Schilddrüsenüberfunktion verschreibt der Arzt zumeist ein sogenanntes Thyreostatikum. Dieses Medikament verhindert den Einbau von Jod in die Schilddrüsenhormone und senkt auf diese Weise den Hormonspiegel. Leider sind die Mittel mit Nebenwirkungen verbunden. Sie können das Knochenmark schädigen und so das Immunsystem entscheidend schwächen.

Aufgrund dessen sollten andere Wege genutzt werden, um die Hormonproduktion zu regulieren. Autonome Bezirke im Schilddrüsengewebe können entweder chirurgisch entfernt oder aber durch Strahlung zerstört werden (Radiojodtherapie). Die Strahlentherapie gilt als ungefährlich. Ein minimal erhöhtes Risiko für Schilddrüsenkrebs, das theoretisch vorhanden ist, hat sich bisher in der Praxis nicht gezeigt.

Das sollten Sie bei einer Schilddrüsenüberfunktion beachten

  • Sorgen Sie für genügend Ruhe und Entspannung im Alltag, um dem „überdrehten” Stoffwechsel entgegenzuwirken.
  • Wichtig ist auch ein ausgeglichener Schlaf-Wach-Rhythmus.
  • Vermeiden Sie fordernden Sport (z.B. Ballsportarten, geeigneter ist eher Ausdauersport), Sonnenbäder und Saunagänge. Auch Alkohol und Koffein regen den Stoffwechsel unnötig an.
  • In leichteren Fällen wirken Tees aus folgenden Heilpflanzen besänftigend: Wolfstrapp, Herzgespannkraut und Passionsblume
  • Ernähren Sie sich ballaststoffreich (Vollkornprodukte, Obst und Gemüse). Die enthaltenen Kohlenhydrate werden nur langsam verstoffwechselt.
  • Kalte Wasseranwendungen wie Wickel, Güsse oder Teilbäder wirken dämpfend. Besonders geeignet ist z. B Wassertreten am Abend.
  • Meiden müssen Sie jede erhöhte Zufuhr von Jod, z. B. in Kontrastmitteln bei Röntgenuntersuchungen oder in Wunddesinfektionsmitteln. Das kann die Hormonproduktion gefährlich ankurbeln. Unbedenklich sind dagegen die Jodmengen in Speisesalz und damit produzierten Lebensmitteln.

 

Naturheilkunde bei Schilddrüsenüberfunktion

Es müssen nicht immer ausschließlich Medikamente der Schulmedizin sein – das gilt auch bei Schilddrüsenerkrankungen. Gerade bei einer Schilddrüsenüberfunktion kann eine medikamentöse Behandlung durch alternative Heilmethoden unterstützt werden.

  • Heilpflanzen: Salbei, Klette, Lavendel, Schachtelhalm, Zitronenmelisse oder Wolfstrappkraut können helfen, die Erkrankung in den Griff zu bekommen und den auf Hochtouren laufenden Stoffwechsel zu beruhigen.
  • Schüssler SalzeBei Schilddrüsenüberfunktion werden Magnesium phosphoricum (Salz Nr. 7) und Kalium bromatum (Salz Nr. 14) angewendet.
  • Homöopathie: Die passenden Wirkstoffe sind von den individuellen Beschwerden abhängig. Zur Anwendung kommt meist Jodum, Spongia, Phosphorus, Lachesis oder Acidum fluoricum.

Kann sich die Schilddrüse entzünden?

Wie alle Organe kann auch die Schilddrüse von akuten, schmerzhaften Infektionen befallen werden. Diese Schilddrüsenerkrankungen werden als Thyreoiditis bezeichnet. Die Auslöser sind Bakterien oder Pilze, die über den Blutkreislauf an ihren Wirkungsort gelangen. Ein geschwächtes Immunsystem, etwa durch eine HIV-Infektion oder eine Chemotherapie erhöht das Risiko, an einer Entzündung der Schilddrüse zu erkranken.

Die häufigste Form, von der etwa 3 % der Weltbevölkerung betroffen sind, ist die Hashimoto-Thyreoiditis. Es handelt sich dabei um eine Autoimmunerkrankung, bei der sich das Immunsystem gegen körpereigene, eigentlich harmlose Stoffe richtet und versucht, diese zu zerstören. In diesem Fall ist das Schilddrüsengewebe betroffen.

Die akute eitrige Schilddrüsenentzündung wird meist durch Bakterien einer Entzündung der Rachenmandeln oder der Nasennebenhöhlen verursacht. Sie ist sehr schmerzhaft und wird meist von hohem Fieber begleitet. Werden rechtzeitig Antibiotika gegeben, heilt sie gewöhnlich folgenlos aus.

Eine andere akut oder unterschwellig verlaufende Entzündung wird durch Viren ausgelöst. Die Schilddrüse schwillt an und die Schmerzen reichen bis zum Ohr und zum Kiefer, manchmal sogar bis zu den Schultern. Sie wird mit entzündungshemmenden Medikamenten, notfalls mit Kortison behandelt. Möglicherweise kommt eine Überfunktion begleitend hinzu; nicht etwa weil die Schilddrüse vermehrt Hormone herstellen würde, sondern weil die geschädigten Zellen mehr von der normal produzierten Hormonmenge freisetzen. Deshalb werden auch keine Medikamente gegeben, welche die Funktion der Schilddrüse blockieren.

Was ist eine Autoimmunerkrankung?

Bei einer Autoimmunerkrankung ist das Immunsystem des Körpers fehlgesteuert. Es ist eigentlich dafür verantwortlich, körperfremde Stoffe, wie Krankheitserreger zu erkennen und sie zu bekämpfen. So hält es uns gesund.

Ist man von einer Autoimmunerkrankung betroffen, dann bekämpft das Immunsystem körpereigene, ungefährliche Zellen. Dies kann einzelne Organe, aber auch ganze Organsysteme betreffen. Die genaue Ursache für diese Prozesse ist unbekannt. Möglicherweise spielen Infektionen oder bestimmte Prozesse während der Schwangerschaft bei der Entstehung eine Rolle. Weil der Auslöser unbekannt ist, werden die Symptome durch Immunsuppressiva behandelt. Das sind Medikamente, die das Immunsystem unterdrücken und somit die Abwehrreaktion gegen die körpereigenen Zellen abschwächen. Leider bedingen diese Wirkstoffe auch eine höhere Anfälligkeit für Krankheiten.

Eine Autoimmunerkrankung, die die Schilddrüse betrifft, wird als Autoimmun-Thyreopathie bezeichnet. Dabei ist die Schilddrüse chronisch, also über einen langen Zeitraum entzündet. Die Zellen des Immunsystems richten sich dabei gegen das körpereigene Schilddrüsengewebe. Die häufigsten Autoimmunerkrankungen, welche die Schilddrüse betreffen, sind die Hashimoto-Thyreoiditis und Morbus Basedow.

Was ist eine Hashimoto-Thyreoiditis?

Die von einer Hashimoto-Thyreoiditis oder kurz Hashimoto Betroffenen leiden an einer chronischen Entzündung der Schilddrüse. Dabei handelt es sich um die häufigste Autoimmunerkrankung des Menschen und gleichzeitig um die häufigste Ursache für eine Unterfunktion der Schilddrüse.

Die Krankheit selbst wird zumeist erst spät entdeckt. Sie verläuft schleichend, da Beschwerden wie Müdigkeit oder Schwächegefühl sehr unspezifisch sind. Durch die Autoimmunerkrankung zerstören die Zellen des Immunsystems das Gewebe der Schilddrüse. Dadurch entsteht ein Mangel an Schilddrüsenhormonen im Körper und somit eine Schilddrüsenunterfunktion.

Die Auslöser für Hashimoto sind noch nicht geklärt. Vermutlich spielen genetische Faktoren, also Vererbung eine Rolle. Ebenso steht körperlicher und geistiger Stress in Verdacht, diese Erkrankung auszulösen.

Eine Entzündung der Schilddrüse kann bereits im Ultraschallbild festgestellt werden. Die Antikörper des Immunsystems, die gegen das Schilddrüsengewebe wirken, sind erst nach einem längeren Zeitraum (bis zu mehreren Jahren) nach dem Ausbruch im Blut nachweisbar.

Symptome: Welche Beschwerden hat man bei Hashimoto?

Die Erkrankung verursacht keine Schmerzen, sie äußert sich jedoch in zwei verschiedenen Formen. Entweder ist die Schilddrüse vergrößert und ihre Funktion verringert, oder ihr Gewebe wird durch die Zellen des Immunsystems zerstört. Die Unterfunktion beziehungsweise die geringere Menge an Schilddrüsenhormonen äußert sich als Müdigkeit, Schwäche und Antriebslosigkeit.

Weitere Symptome von Hashimoto sind:

  • Trockene und kälteempfindliche Haut
  • Trockene und brüchige Haare sowie Haarausfall
  • Verstopfung
  • Trockene Augen
  • Langsamer Puls
  • Erhöhtes Schlafbedürfnis
  • Häufiges Übergewicht
  • Vermindertes Konzentrationsvermögen und nachlassende Gedächtnisleistung

Auch hinter einem unerfüllten Kinderwunsch kann eine Hashimoto-Thyreoiditis stecken. Diese Erkrankung erhöht außerdem das Risiko für eine Fehlgeburt, denn während der Schwangerschaft ist der Bedarf an Schilddrüsenhormonen stark erhöht und die Schilddrüse vergrößert.

Behandlung: Wie wird Hashimoto behandelt?

Die Symptome der Hashimoto-Thyreoiditis werden durch die Gabe künstlicher Schilddrüsenhormone behandelt. Diese gleichen den Mangel aus und verringern zusätzlich die Symptome bis hin zur Beschwerdefreiheit. Auch wenn Autoimmunerkrankungen üblicherweise mit Immunsuppressiva behandelt werden, ist die Anwendung in diesem Fall nicht indiziert. Auch eine chirurgische Entfernung der gesamten Schilddrüse wird nur in seltenen Fällen, etwa bei einem bösartigen Tumor durchgeführt.

Was ist Morbus Basedow?

Bei Morbus Basedow oder der Basedowschen Krankheit handelt es sich ebenfalls um eine Autoimmunerkrankung, welche die Schilddrüse betrifft. Dabei bildet das Immunsystem Antikörper gegen die Rezeptoren für das TSH-Hormon, das die Schilddrüsenfunktion und mit ihr die Hormonproduktion steuert. Dadurch wird mehr Jod in der Schilddrüse aufgenommen und in Folge auch mehr Schilddrüsenhormone gebildet. Dies führt zu einem Überschuss an Hormonen und somit zu einer Schilddrüsenüberfunktion.

Wie bei Hashimoto sind die Ursachen von Morbus Basedow ungeklärt. Auch in diesem Fall wird von den Faktoren genetische Veranlagung sowie Stress ausgegangen. Außerdem kommt eine Überdosierung mit Jod, Stress oder Nikotin als Auslöser infrage. Eine erhöhte Wahrscheinlichkeit für die Entwicklung besteht während hormonellen Umstellungen in der Schwangerschaft, den Wechseljahren oder durch Nebenwirkungen verschiedener Medikamente.

Die Diagnose Morbus Basedow kann nach einer Blutabnahme und Ermittlung des TSH-Wertes gestellt werden. Zusätzlich wird eine Sonografie (Ultraschall) sowie eine Szintigraphie durchgeführt, um andere Ursachen auszuschließen. Mit letzterem kann die erhöhte Produktion von Schilddrüsenhormonen nachgewiesen werden.

Symptome: Welche Beschwerden hat man bei Morbus Basedow?

Durch die ständige Stimulierung der TSH-Rezeptoren bei Morbus Basedow werden mehr Schilddrüsenhormone gebildet, bis es zu einer Überversorgung kommt. Diese äußert sich ähnlich wie eine Schilddrüsenüberfunktion durch einen beschleunigten Stoffwechsel mit hohem Energiebedarf und Gewichtsabnahme. Die erhöhte Aktivität im Körper hat negative Auswirkungen, weil die Organe mehr arbeiten als sie müssten und stark ermüden. Die Leistungsfähigkeit des Körpers ist dann eingeschränkt.

Morbus Basedow führt außerdem zu folgenden Symptomen:

  • Rote, leicht schwitzende Haut
  • Brüchige, leicht fettende Haare, Haarausfall
  • Durchfälle
  • Feuchte Augen
  • Schneller Puls, teilweise mit ­Rhythmusstörungen
  • Schlafstörungen
  • Untergewicht trotz vermehrter Nahrungsaufnahme
  • Schnelle geistige Ermüdung

In manchen Fällen können auch die Augen von Morbus Basedow betroffen sein. Dies äußert sich zu Beginn durch nach oben gezogene Oberlider. Danach entwickelt sich ein Druckschmerz- sowie ein Fremdkörpergefühl im Auge. Die Lider schwellen an, es kommt zu starkem Tränenfluss und Schmerzen. Dies kann bis zum Sehverlust führen.

Behandlung: Wie wird Morbus Basedow behandelt?

Bei einer Schilddrüsenüberfunktion, die durch Morbus Basedow ausgelöst wurde, erfolgt die Behandlung mit Medikamenten, welche die Funktion der Schilddrüse hemmen. Diese werden als Thyreostatika bezeichnet und haben grundsätzlich eine gute Wirkung bei den angesprochenen Beschwerden. Leider können sie aber zu einer Verminderung der weißen Blutkörperchen führen, die für die Abwehr von Krankheitserregern zuständig sind. Außerdem kann sich eine Schädigung der Leber oder allergische Reaktionen entwickeln.

Die Einnahme der Thyreostatika dauert etwa zwölf bis achtzehn Monate. Danach ist eine Heilung möglich, aber nicht garantiert. Ist die Therapie erfolglos, erleidet der Patient einen Rückfall oder liegen andere Indikationen vor, wird über die operative Entfernung oder Verkleinerung der Schilddrüse beraten.

Alternativ kann die Funktion der Schilddrüse auch durch eine Radiojodtherapie ausgeschalten werden. Diese Behandlung erfolgt zumeist während eines kurzen Aufenthaltes (einige Tage) im Krankenhaus. Der Erkrankte nimmt dabei eine Kapsel mit radioaktivem Jod zu sich. Durch eine jodarme Ernährung während der Behandlung reichert sich besonders das radioaktive Jod in der Schilddrüse an. Die leichte radioaktive Strahlung werden die Zellen der Schilddrüse gezielt zerstört. Die Risiken einer Operation entfallen bei dieser Behandlungsmethode. Sie wird jedoch nur bei älteren Patienten oder nach ausdrücklichem Wunsch angewendet.

Nach beiden beschriebenen Behandlungsmethoden müssen lebenslang künstliche Schilddrüsenhormone eingenommen werden.

Hashimoto-Thyreoiditis Morbus Basedow
Die Autoimmunerkrankung führt zu einer chronischen Entzündung der Schilddrüse und einer Unterversorgung mit Schilddrüsenhormonen.

Durch die Unterfunktion leidet man an Müdigkeit, Schwäche und Antriebslosigkeit.

Hashimoto kann mittels Ultraschall oder einer Blutuntersuchung festgestellt werden.

Die Behandlung erfolgt durch die Einnahme künstlicher Schilddrüsenhormone.

Morbus Basedow führt zu einer Schilddrüsenüberfunktion. Es werden zu viele Schilddrüsenhormone gebildet.

Dies führt zu einem gesteigerten Stoffwechsel und Energieverbrauch. Die Leistungsfähigkeit des Körpers ist eingeschränkt.

Die Erkrankung wird durch eine Sonographie, eine Blutabnahme oder eine Szintigraphie diagnostiziert.

Zunächst wird der Patient mit Thyreostatika behandelt. Diese Medikamente hemmen die Funktion der Schilddrüse.

Wie wird eine Autoimmunerkrankung der Schilddrüse diagnostiziert?

Die Schwierigkeit ist, dass sowohl die Hashimoto-Thyreoiditis als auch Morbus Basedow schwer zu erkennen sind. Sie beide verlaufen anfangs schleichend und äußern sich durch Symptome, die auch auf andere Krankheiten hindeuten können.

Da eine einzelne Untersuchung der Schilddrüse nicht ausreicht, wird bei der Diagnose eine Kombination an verschiedenen Verfahren angewendet:

  • Tastuntersuchungen der Schilddrüse
  • Blutuntersuchungen (gemessen werden Antikörper und Schilddrüsenhormone)
  • Ultraschalluntersuchungen
  • Szintigramme (mithilfe radioaktiv markierter Substanzen als Trägerstoffe)

Anhand der Ergebnisse dieser Untersuchungen kann festgestellt werden, welche Autoimmunerkrankung vorliegt. Dementsprechend werden dann die Therapien festgelegt.

Kann man die Therapie einer Autoimmunerkrankung unterstützen?

Leider sind die beiden Autoimmunerkrankungen der Schilddrüse nicht heilbar. Die Medikamente müssen deshalb ein ganzes Leben lang eingenommen werden. Es gibt auch keine wirksamen Alternativen. Schilddüsenmedikamente können nicht durch andere Präparate ersetzt werden.

Wie unterstützt man die Therapie einer Autoimmunerkrankung?

Was ist ein Kropf?

Bei einer krankhaften Vergrößerung der Schilddrüse spricht man von einem Kropf. Dabei ist das Gewebe der Schilddrüse entweder gleichmäßig (diffuse Struma) oder knotig (Knotenstruma) vergrößert. Diese Ausprägung verursacht meist keine Schmerzen oder Beschwerden und wird darum oft erst bei einer Routineuntersuchung entdeckt.

Falls Beschwerden auftreten, sind das folgende:

  • Geschwollener Hals
  • Engegefühl in der Kehle
  • Husten
  • Heiserkeit
  • Schluckbeschwerden
  • Atemschwierigkeiten

Wenn krankheitsbedingte Gründe zum Kropfwachstum führen, kann die Funktion der Schilddrüse beeinträchtigt sein und möglicherweise andere Beschwerden und Symptome auftreten.

Eine vergrößerte Schilddrüse kann als „hyperthyreote Struma“ auch durch eine vermehrte Hormonproduktion, also eine Überfunktion auffallen. Gelingt es ihr nicht mehr, mit Hilfe der Vergrößerung genügend Hormone zu bilden („hypothyreote Struma“), treten die typischen Zeichen einer Unterfunktion auf.

Wie entsteht ein Kropf?

In den meisten Fällen entsteht ein Kropf, wenn ein Mangel an Jod im Körper herrscht. Seltener, wenn die Schilddrüse aufgrund eines Enzymmangels das Jod aus der Nahrung nicht richtig zu verwerten vermag.

Dadurch können nicht ausreichend Hormone gebildet werden. Das führt dazu, dass das Schilddrüsengewebe vermehrt wird (Hypertrophie) oder die Zellen vergrößert (Hyperplasie). Auf diese Weise kann die geringe Menge an Jod besser genutzt werden. Ungeklärt ist bisher, warum so viele Schilddrüsen doch mit Jodmangel umgehen können, ohne dass ein Kropf entsteht. Man vermutet, dass hier erbliche Faktoren eine Rolle spielen.

Die Vergrößerung bleibt äußerlich lange unauffällig. So lange die Schilddrüsenfunktion unbeeinflusst ist, bemerkt der Betroffene keine Beschwerden. Die Medizin spricht von einer „euthyreoten“ Struma (eu – griechisch für wohl, gut). Wächst der Kropf stärker an, verursacht er ein Kloßgefühl und im Extremfall Atem- oder Schluckbeschwerden. Manchmal ist am Hals keine Vergrößerung erkennbar, weil sich die Schilddrüse nur nach innen ausdehnt. Dies stellt ein großes Risiko dar.

Wie diagnostiziert der Arzt einen Kropf?

Die Aktivität der Schilddrüse lässt sich durch eine Szintigraphie darstellen. Dabei wird ein radioaktiv markierter jodhaltiger Trägerstoff injiziert, der sich für kurze Zeit in der Schilddrüse anreichert und von außen messbar ist. Die Vergrößerungen oder Knoten zeigen sich als abgegrenzte Bezirke. Die trägen Bezirke nehmen kein Jod auf und erscheinen je nach Gerät blau, lila oder bleiben ausgespart. Es handelt sich dabei um sogenannte „kalte Knoten“.

Die überaktiven, autonomen Bezirke nehmen den für den Test verabreichten Trägerstoff auf und erscheinen leuchtend gelb oder rot als „heiße Knoten“. Diese Veränderungen wurden früher auch als „autonomes Adenom“ bezeichnet. Ein Adenom ist eine gutartige Fehlbildung aus Drüsengewebe. Es muss behandelt werden, weil es zu einer gefährlichen Überfunktion führen kann oder schon geführt hat und/oder weil der Kropf bedrängende Ausmaße angenommen hat.

Behandlung: Wie wird ein Kropf behandelt?

Wenn die Vergrößerung der Schilddrüse so weit fortgeschritten ist, dass die Luftwege beeinträchtigt sind und es zu Atemnot kommt, muss das Gewebe entfernt werden.

Kalte, ruhende Knoten werden nicht behandelt, sondern nur beobachtet, weil sie möglicherweise zu bösartigen Wucherungen werden können. Bei einem Verdacht wird mit einer Feinnadelpunktion abgeklärt, ob diese gutartig sind oder nicht. Nachdem die Art und Lage des Knotens durch Ultraschall und gegebenenfalls durch eine Szintigraphie festgestellt wurde, wird mithilfe einer feinen Nadel Gewebe entnommen und anschließend analysiert.

Sobald sich die Knoten verändern oder zu wachsen beginnen, müssen sie genauer auf Bösartigkeit untersucht und eventuell auch entfernt werden.

Heiße Knoten sind selten bösartig, jedoch kann es durch die zusätzliche Produktion an Schilddrüsenhormonen zu einer Schilddrüsenüberfunktion kommen. Dies ist vor allem im fortgeschrittenen Lebensalter ein Problem. Es wird dann eine chirurgische Entfernung oder eine Behandlung mit Radiojod durchgeführt.

Wie erkennt man Schilddrüsenkrebs?

Ein bösartiger Tumor in der Schilddrüse ist selten. Man erkennt ihn als einen neu aufgetretenen, schnell wachsenden Knoten im Bereich der Schilddrüse. Aufgrund dessen müssen bestehende, gutartige Knoten der Schilddrüse regelmäßig untersucht werden. Zunächst verursacht ein Schilddrüsenkarzinom keine Beschwerden. Im fortgeschrittenen Stadium kann es zu Beschwerden kommen:

  • Probleme beim Schlucken
  • Beschwerden beim Atmen
  • Fremdkörper- oder Druckgefühl im Halsbereich
  • Heiserkeit

Die Symptome sind jedoch abhängig von der Lage des bösartigen Knotens.

Diagnose: Wie wird Schilddrüsenkrebs diagnostiziert?

Bei Verdacht auf Schilddrüsenkrebs wird eine Kombination verschiedener Diagnoseverfahren angewendet, um andere Krankheiten auszuschließen. Auch erbliche Faktoren werden beim Anamnesegespräch erfragt. Zunächst wird der Knoten durch Abtasten von außen untersucht. Wenn er besonders hart und schlecht beweglich ist, kann das ein Hinweis auf ein bösartiges Karzinom sein.

Zur weiteren Diagnostik wird ein Ultraschall der Schilddrüse angeordnet, bei dem auch kleine Veränderungen erkennbar werden. Durch eine Blutuntersuchung kann die korrekte Funktion der Schilddrüse durch die Werte der Hormone geprüft werden.

Wenn ein verdächtiger Knoten entdeckt wird, wird er gezielt durch eine Feinnadelpunktion untersucht. Dabei entnimmt der Arzt mit einer dünnen Nadel Proben aus dem Gewebe. Diese werden in einem pathologischen Labor untersucht. Diese Methode ermöglicht eine sehr sichere Diagnose, ob es sich um einen gut- oder bösartigen Knoten handelt.

Bei größeren und im Ultraschallbild diffus erkennbaren Knoten wird im Rahmen einer Szintigraphie ein radioaktiv markierter jodhaltiger Trägerstoff injiziert, der in der Schilddrüse zur Produktion von Hormonen aufgenommen wird. Die leichte radioaktive Strahlung kann gemessen und zur Lokalisation von Schilddrüsenknoten verwendet werden.

Behandlung: Wie wird Schilddrüsenkrebs behandelt?

Nach der sicheren Diagnose Schilddrüsenkarzinom berät der Arzt gemeinsam mit dem Patienten über die weitere Vorgehensweise. Diese ist je nach Krebsart unterschiedlich. Es kommen verschiedene Behandlungsmethoden beziehungsweise eine Kombination davon infrage:

  • Operative Entfernung der Schilddrüse
  • Radiojodtherapie
  • Strahlentherapie
  • Chemotherapie

Eine Möglichkeit ist die vollständige operative Entfernung der Schilddrüse. Dabei werden zusätzlich oft auch die Lymphknoten am Hals entfernt, um Metastasen vorzubeugen. Nur bei kleinen, früh entdeckten Karzinomen ist die teilweise Entfernung des Schilddrüsengewebes machbar.

Nach der Operation werden verbliebene Schilddrüsen- oder Tumorzellen durch die Radiojodtherapie zerstört, um der erneuten Bildung von Karzinomen vorzubeugen. Die betroffenen Zellen sind in der Lage, Jod zu speichern. Bei einer Behandlung mit Radiojod wird Jod eingenommen, das leicht radioaktiv ist. Die Schilddrüsenzellen nehmen das Jod auf und werden durch die Strahlung zerstört. Während der Therapie muss der Patient auf einer nuklearmedizinischen Station im Krankenhaus aufgenommen werden. Aufgrund der Strahlenbelastung ist auch Besuch verboten.

Wenn die Tumorzellen nicht auf eine Radiojodtherapie ansprechen, wird mit einer Strahlentherapie behandelt. Dabei handelt es sich um die Bestrahlung der betroffenen Körperregion mit elektromagnetischen Wellen, die Karzinome und Metastasen zerstören. Leider können dabei auch Nebenwirkungen wie Hautrötungen oder Beschwerden beim Schlucken auftreten.

Eine Chemotherapie wird bei Schilddrüsenkrebs nur selten angewendet, weil nicht alle Tumorzellen auf die Behandlung ansprechen. Zellwachstumshemmende Medikamente, die besonders gegen schnell wachsende Zellen wirksam sind, töten dabei Krebszellen im ganzen Körper ab.

Wie hält man die Schilddrüse gesund?

Künstliche Schilddrüsenhormone gehören zu den meistverkauften Medikamenten in Deutschland, und Schilddrüsenoperationen stehen an dritter Stelle der Operationsstatistik. Eigentlich könnte durch eine ausreichende Zufuhr von Jod (täglich 200 µg) und Selen (täglich 100 µg) fast jeder Krankheitsfall im Vorfeld verhindert werden.

Für die Bildung ihrer Hormone braucht die Schilddrüse das Spurenelement Jod. Alle anderen Ausgangsstoffe werden im Körper selbst hergestellt. Jod aber muss mit der Nahrung zugeführt werden. Je nach Lebensalter wird eine unterschiedliche Menge dieses Stoffes benötigt. Die WHO (World Health Organisation) empfiehlt:

  • Säuglinge: 40 bis 80 µg (Mikro-, also Millionstel Gramm)
  • Schwangere: bis zu 260 µg
  • Gesunde Erwachsene: 150 bis 200 µg

Wenn dieser Bedarf nicht gedeckt wird, kann die Schilddrüse nicht ausreichend Hormone produzieren. Darauf reagiert sie mit einer Zunahme an Volumen, einem sogenannten Kropf. Fast jeder dritte Erwachsene in Deutschland lebt mit einer solchen Gewebeveränderung, häufig ohne davon zu wissen. Nur mit einer ausreichenden Zufuhr von Jod kann man sich davor schützen.

Ab dem 40. Lebensjahr sollte die Schilddrüse regelmäßig, also jährlich vom Hausarzt untersucht werden. Die Kosten dafür werden von der Krankenkasse übernommen.

Im Allgemeinen lässt sich jedoch sagen, dass der Mangel an Jod heutzutage keine große Rolle mehr spielt. Deutschland gilt als Jodmangelgebiet, weil das Spurenelement im Boden nur wenig vorkommt. Durch die Jodierung von Speisesalz konnte der Mangel jedoch größtenteils behoben werden.

Was sind die Anzeichen für Jodmangel?

Dauert der Jodmangel für längere Zeit an, sind auch die in der Schilddrüse gespeicherten Reserven aufgebraucht. Dann können nicht mehr ausreichend Schilddrüsenhormone gebildet werden, da diese auf den Baustein Jod angewiesen sind. Es entwickelt sich eine Unterfunktion.

Der Mangel an Schilddrüsenhormonen beeinträchtigt die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit. Hinter länger andauernder Müdigkeit und Schwäche könnte ein Jodmangel stecken. Andere Symptome sind:

  • Schilddrüsen-Kropf
  • Leistungs- und Konzentrationsschwäche
  • Extreme Antriebsarmut, Depressionen, Desinteresse
  • Müdigkeit
  • Gewichtszunahme trotz vermindertem Appetit
  • Darmträgheit
  • Dauerndes Frieren
  • Trockene, blasse Haut
  • Stumpfes, struppiges Haar
  • Raue Stimme
  • Fehlgeburten und kindliche Entwicklungsstörungen

Diese Beschwerden sollten beim Arzt abgeklärt werden.

Was tun bei Jodmangel?

In Deutschland war Jodmangel lange Zeit weit verbreitet, weil das Spurenelement in den Böden kaum vorkommt. Um die Bevölkerung ausreichend zu versorgen, wird seit Jahren Speisesalz mit Jod angereichert. Doch reichen dessen Jodmengen nicht aus, sodass immer wieder die Forderung laut wird, das Trinkwasser mit Jod anzureichern. Das allerdings käme einer Zwangszufuhr gleich, die nicht für jeden Menschen bekömmlich ist und für solche mit starker Überfunktion der Schilddrüse sogar gefährlich werden kann.

Um Jodmangel vorzubeugen, sollte beim Kochen auf jodiertes Speisesalz zurückgegriffen werden. Lebensmittel, bei deren Herstellung Jodsalz verwendet wurde, sind entsprechend gekennzeichnet.

Auch in Gemüse ist das Spurenelement enthalten:

  • Brokkoli, Karotten: 15 µg Jod pro 100g
  • Spinat: 12 µg Jod
  • Champignons: 18 µg Jod
  • Feldsalat: 62 µg Jod

Viel Jod enthalten auch Fisch und Meeresfrüchte. Diese Lebensmittel sollten am besten zwei Mal pro Woche am Speiseplan stehen. Besonders viel Jod enthalten:

  • Brathering: 130 µg Jod pro 100g
  • Kabeljau: 120 µg Jod
  • Seelachs: 200 µg Jod
  • Schellfisch: 243 µg Jod
  • Garnelen und Miesmuscheln: 130 µg Jod

Doch Vorsicht: Hohe Dosen Jod sind nicht bei allen Formen der Schilddrüsenunterfunktion angebracht. Bei der Hashimoto-Thyreoiditis, einer Autoimmunerkrankung, ist dies der Fall. Hier kann ein Zuviel an Jod das Krankheitsbild sogar verschlechtern.

Tipps für Ihre Jodversorgung

In den meisten natürlichen Lebensmitteln steckt nur sehr wenig Jod. Achten Sie daher Ihrer Schilddrüse zuliebe gezielt auf eine jodreiche Ernährung:

  • Essen Sie zweimal pro Woche Seefisch (z. B. Seelachs, Scholle, Schellfisch, Kabeljau, Rotbarsch, Lachs).
  • Verzehren Sie täglich Milch und Milchprodukte; diese Lebensmittel liefern Jod, da es dem Viehfutter zugesetzt wird.
  • Verwenden Sie bei der Zubereitung in der eigenen Küche jodiertes Speisesalz.
  • Achten Sie in Kantinen, Betriebsrestaurants, Mensen oder Gaststätten darauf, dass die Speisen mit Jodsalz zubereitet werden.
  • Fragen Sie beim Bäcker oder Metzger nach, ob Jodsalz zum Einsatz kommt.
  • Achten Sie bei abgepackten Lebensmitteln auf die Zutatenliste. Enthält das Produkt Jodsalz, finden Sie dort die Begriffe „Jodsalz“, „jodiertes Speisesalz“ oder „jodiertes Nitritpökelsalz“.
  • Bei streng veganer Ernährung (ohne tierische Lebensmittel) sowie in Schwangerschaft und Stillzeit kann nach Rücksprache mit Ihrem Arzt die Einnahme von Jodtabletten sinnvoll sein

Welche Wirkung hat Selen auf die Schilddrüse?

Zusätzlich zu Jod benötigt die Schilddrüse täglich etwa 50 bis 70 µg Selen. Dieses Spurenelement wird für die Umwandlung des Schilddrüsenhormons Thyroxin (T4) in das aktivere Trijodthyronin (T3) verwendet. Ist nicht genug Selen vorhanden, vermindert sich die Wirksamkeit der Hormone.

Der Tagesbedarf am Spurenelement Selen:

  • Säuglinge: 10 bis 15 µg
  • Kinder: 15 bis 60 µg
  • Erwachsene: 60 bis 70 µg

Die meisten jodhaltigen Fische enthalten zusätzlich auch Selen. Auch andere Nahrungsmittel haben einen hohen Gehalt an dem Spurenelement:

  • Gerste: 2000 µg Selen pro 100 g
  • Hülsenfrüchte: bis zu 45 µg Selen
  • Sesam: 800 µg Selen
  • Nüsse: 40 µg Selen

FACTBOX: Warum sollte man Schilddrüsenhormone nicht mit Kaffee einnehmen?

Tabletten am Morgen zu den Mahlzeiten einnehmen? Die kann man perfekt nebenbei mit dem Kaffee herunterspülen!

Doch Vorsicht: Gerade bei Schilddrüsenhormonen kann das gefährlich werden. Denn der Kaffee verzögert die Aufnahme des Thyroxins (Schilddrüsenhormon), das über die Tablette eigentlich hinzugefügt werden soll. Es gelangt nicht so viel Schilddrüsenhormon in den Körper wie eigentlich vorgesehen.

Wenn aufgrund einer Schilddrüsenunterfunktion Hormone eingenommen werden müssen, sollte die Einnahme unbedingt mit Wasser erfolgen. Es reicht nicht, sie morgens direkt vor dem Frühstück mit Wasser zu nehmen und danach dann zu frühstücken und Kaffee zu trinken. Denn auch zeitnah nach der Medikamenteneinnahme getrunkener Kaffee behindert die Aufnahme von Schilddrüsenhormonen.

Darum sollte zwischen der Einnahme der Tablette und dem Frühstück zumindest eine halbe Stunde verstreichen. Auch auf andere Getränke, wie Milch oder Fruchtsaft muss während dieser Zeit verzichtet werden. Übrigens haben Quark und Joghurt ebenso eine blockierende Wirkung auf die Aufnahme des Schilddrüsenhormons!

 

Nach oben
Über den Autor
Redaktionsteam Gesundheitswissen

Profitieren Sie von der Expertise unserer jeweiligen Experten und erhalten Sie detaillierte Informationen zu Ihrem Lieblingsthema.

Profitieren Sie von unserem kostenlosen Informations-Angebot und erhalten Sie regelmäßig den kostenlosen E-Mail-Newsletter vom Redaktionsteam Gesundheitswissen. Herausgeber: FID Verlag GmbH. Sie können sich jederzeit wieder abmelden.

Hinweis zum Datenschutz
Aktuelles
Schilddrüse Redaktionsteam Gesundheitswissen Autoimmunerkrankungen: Diese Krankheiten bedrohen Ihre Schilddrüse

Heutzutage existieren Gefahren für Ihre Schilddrüse, die immer öfter auftreten: so genannte Auto­immun­erkrankungen. Erfahren Sie hier mehr dazu.

Schilddrüse Redaktionsteam Gesundheitswissen Schilddrüse: Fisch und Meeresfrüchte

Essen Sie ein- bis zweimal pro Woche Seefisch, um Ihre Jodversorgung sicherzustellen? Ihre Schilddrüse würde es Ihnen danken.

Schilddrüse Redaktionsteam Gesundheitswissen Schilddrüse: Jod und Selen

Zusätzlich zu Jod benötigt Ihre Schilddrüse unbedingt täglich 50 bis 70 µg Selen. Dieses Spurenelement ist wichtig für Ihren Stoffwechsel.

Schilddrüse Dr. Martina Hahn-Hübner Bei Schilddrüsenüberfunktion wirkt die Naturheilkunde unterstützend

Bei der sehr häufigen Schilddrüsenüberfunktion kann die medikamentöse Behandlung durch Naturheilmittel unterstützt werden. Hier mehr dazu.

Schilddrüse Dr. Martina Hahn-Hübner Wenn die Schilddrüse verrückt spielt

Wenn die Schilddrüse zu viel oder zu wenig arbeitet, merken Sie das sehr schnell am eigenen Körper. Lesen Sie hier mehr dazu.