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Magnesium bei Arthrose: Welchen Einfluss dieser Nährstoff auf Ihre Gelenke und Knorpel hat

Magnesium ist ein wichtiger Mineralstoff, der bei Arthrose wahre Wunder wirkt. Denn Magnesium kann nicht nur Arthrose vorbeugen, sondern den Krankheitsverlauf auch verbessern. (Foto: airborne77 | Adobe Stock)

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Magnesium gehört zu den wichtigsten Mineralstoffen. Es ist an der Arbeit von über 300 Enzymen beteiligt und beeinflusst viele Körper- und Muskelfunktionen. Außerdem kann Magnesium Arthrose vorbeugen und Ihren Krankheitsverlauf bei bestehender Arthrose deutlich verbessern. Mit Magnesium unterstützen Sie aktiv Ihre Gelenke und Knorpel.

In diesem Artikel erfahren Sie alles über die Wirkung von Magnesium bei Arthrose, welche Folgen Magnesiummangel haben kann und ob die Einnahme von Nahrungsergänzungsmittel Sinn ergibt.

Was ist Arthrose?

Die Arthrose zählt zu den rheumatischen Erkrankungen und betrifft die Gelenke sowie Knorpel. Dabei reiben die Gelenkflächen der Knochen ohne Schutz aufeinander, da der Knorpel zwischen zwei Gelenken verschleißt. Beschwerden und Schmerzen treten häufig an den Händen, Knie oder Hüfte auf.

Die Folgen können neben chronischem Schmerzen sowie einer eingeschränkten Beweglichkeit Entzündungen und Schwellung der Gelenke sein. Insbesondere in den Fingergelenken sind Versteifungen oder Kraftlosigkeit typisch. Die besten Mittel gegen Arthrose stellen die richtige Ernährungsweise sowie ausreichend Bewegung dar.

Übergewicht und mangelnde Bewegung gehören zu den häufigsten Ursachen von Arthrose

Fast jeder Zehnte in Deutschland leidet unter Arthrose. Somit ist dieses Gesundheitsproblem die häufigste Erkrankung der Gelenke und Knorpel. Betroffen sind vorrangig Menschen höheren Alters, doch erste Symptome können bereits ab Mitte 30 auftreten. Die Ursachen für Arthrose sind vielseitig und reichen von genetischen Faktoren über Fehlstellungen der Gelenke bis hin zu Übergewicht sowie ungesunder Ernährung und mangelnder Bewegung.

Arthrose ist eine rheumatische Erkrankung, die mit Schmerzen und Bewegungseinschränkungen einhergeht. Durch eine gezielte Nährstoffaufnahme kann Arthrose jedoch vorgebeugt und der Krankheitsverlauf abgeschwächt werden. © Dragana Gordic | Adobe Stock

Wie wirkt sich Magnesium auf den Körper aus?

Magnesium ist ein essenzieller Mineralstoff und somit für den menschlichen Körper unentbehrlich. So spielt er beim Stoffwechsel sowie für die Funktion von Muskel- und Nervenzellen eine wichtige Rolle. Leider kann der Körper den Nährstoff nicht selbst herstellen, deshalb muss Magnesium mit der Nahrung zugeführt werden.

Magnesiummangel kann weitreichende Folgen für den Körper haben: Jeder kennt die Wadenkrämpfe, aber neben Arthrose kann der Mangel an Magnesium auch starke Müdigkeit, gynäkologische Probleme sowie Magen-Darm-Beschwerden und Herzerkrankungen auslösen.

Deshalb sollten Menschen eine bestimmte Menge an Magnesium zu sich nehmen, um den Magnesiumbedarf zu decken. Für Frauen wird die Einnahme von 300 mg täglich empfohlen, bei Männern liegt der Magnesiumbedarf bei 350 mg. Kinder und Jugendliche haben einen höheren Bedarf – in etwa 400 mg.

Wann sollten Sie Magnesium einnehmen?

Eine ausgewogene Ernährung deckt in der Regel Ihren Magnesium-Bedarf. Es gibt jedoch Situationen, die mit einem erhöhten Risiko für ein Magnesium-Defizit verbunden sind. Dazu gehören beispielsweise:

Tipp: Die geringe Zufuhr an Magnesium kann ebenfalls zu einem Mangel an Vitamin-D führen. Deshalb sollten Sie diesen Wert auch immer im Auge behalten.

Ist Magnesium ein bewährtes Mittel bei Arthrose?

Bis jetzt war Magnesium vor allem als bewährtes Mittel gegen Wadenkrämpfe bekannt. Doch heute weiß man, dass Magnesiummangel auch bei der Entwicklung einer Arthrose eine wichtige Rolle spielt.

Magnesiummangel fördert Ihre Arthrose

Ein 70 Kilogramm schwerer Erwachsener hat ungefähr 25 Gramm Magnesium im Körper. Nur rund 1 Prozent davon liegt gelöst im Blut vor. 60 Prozent befinden sich gebunden in den Knochenzellen, der Rest in Muskel- und den übrigen Körperzellen.

Wenn Sie nun unter einem Magnesiummangel leiden, dann versucht Ihr Körper, seinen Bedarf aus körpereigenem Magnesium zu decken. Dazu bedient er sich auch der Magnesium-Speicher in den Knochen. Auf diese Weise fördert ein Magnesiummangel die Entstehung einer Arthrose. Bei einer bereits bestehenden Arthrose führt Magnesiummangel dazu, dass Ihr Knorpel schneller abgebaut und der Krankheitsprozess beschleunigt wird.

Deshalb müssen Sie Ihrem Körper ausreichend Magnesium zuführen. Denn nur dann – mit einer gesunden Ernährung bei Arthrose – ist Ihr Gelenkstoffwechsel optimal, und Ihr Gelenkknorpel wird sowohl mit allen notwendigen Nährstoffen als auch Vitaminen versorgt.

Magnesium ist ein bewährtes Mittel gegen Arthrose. Doch welche Lebensmittel sind reich an Magnesium? © samael334 | Adobe Stock

Bei Arthrose: Welche Lebensmittel enthalten Magnesium?

Ein gesunder Erwachsener benötigt durchschnittlich 300 bis 400 mg Magnesium täglich. Da unser Körper Magnesium nicht selbst herstellen kann, müssen wir es mit der Ernährung zuführen. Doch bei Weitem nicht alles Magnesium in unserer Ernährung wird vom Darm aufgenommen. Nur rund ein Drittel gelangt in den Organismus. Sie müssen also etwa die dreifache Menge an Magnesium über die Nahrung aufnehmen, um Ihren Bedarf zu decken.

Nüsse und Kerne sind Ihre besten Magnesium-Lieferanten

Dies wurde bei den Empfehlungen für die Magnesium-Aufnahme bereits berücksichtigt. Die Lebensmittel mit dem höchsten Magnesium-Gehalt zeigt Ihnen die Tabelle. Obst und Gemüse gehören leider nicht zu den ergiebigen Magnesium-Quellen. Spitzenreiter ist hier Spinat, zudem enthalten Nüsse und Kerne eine große Menge an Magnesium. Generell empfehlenswert sind des Weiteren Vollkornprodukte, Fisch sowie Kartoffeln.

LebensmittelMagnesium-Gehalt (in mg/100g)
Kürbiskerne534
Sonnenblumenkerne420
Cashewnüsse292
Sojabohnen280
Mandeln170
Erdnüsse163
Reis157
Haferflocken137
Mais120
Roggen120

Tipp: Genießen Sie Süßes ebenso wie Alkohol nur in Maßen. Eine leckere Ausnahme bildet hier jedoch Schokolade mit einem hohen Kakaoanteil und Marzipan. Mit 175 bzw. 120 mg/100 g gehören sie zu den ergiebigen Magnesium-Quellen und füllen unsere Magnesium-Depots auf.

Wie beuge ich Magnesiummangel vor?

Neben ausreichender Bewegung spielt vor allem die Ernährung eine wichtige Rolle bei der Behandlung von Arthrose. Um genügend Nährstoffe, vor allem Magnesium, zu sich zu nehmen, sollten Sie weniger Fleisch und dafür mehr Sojaprodukte oder Garnelen konsumieren. Anstatt auf zuckerhaltige Snacks zurückzugreifen, können Sie stattdessen zwischendurch Kürbis- oder Sonnenblumenkerne knabbern.

Ein weiterer Tipp: Setzen Sie magnesiumreiches, aber natriumarmes Mineralwasser auf Ihren Speiseplan.

Klären Sie den Bedarf mit Ihrem Arzt

Grundsätzlich können wir über unsere Ernährung ausreichend Magnesium aufnehmen. Die „Nationale Verzehrsstudie II“ des Max-Rubner-Instituts zeigte jedoch, dass ungefähr ein Drittel aller Erwachsenen zu wenig Magnesium konsumieren und damit ein gesundes Leben riskieren.

Einen eventuell vorliegenden Magnesiummangel stellt das medizinische Labor Ihres Arztes im Blut fest. Doch auch wenn der Magnesium-Gehalt im Blut nicht von der Norm abweicht, kann eine Unterversorgung vorliegen. Denn der im Körper vorhandene Magnesiummangel hat sich nur noch nicht auf Ihr Blutbild ausgewirkt. Deshalb wird Ihr Arzt bei Verdacht auf eine Mangelversorgung auch Ihren Urin untersuchen.

Magnesium: Können Nahrungsergänzungsmittel bei einem Mangel helfen?

Manchmal kann es tatsächlich ratsam sein, das Magnesium mittels eines Nahrungsergänzungsmittels aufzunehmen. Zu einer solchen Einnahme wird vor allem geraten, wenn bereits ein Magnesiummangel besteht und der Speicher wieder gefüllt werden muss.

Bei Arthrose können zur Not Magnesium-Präparate eingesetzt werden, falls die natürliche Aufnahme des Mineralstoffes nicht ausreicht. © Dmitriy | Adobe Stock

Zudem gibt es Lebensphasen, in denen die Zufuhr dieses so wichtigen Nährstoffs ebenfalls mit Nahrungsergänzungsmitteln erfolgen kann, so z.B. während der Schwangerschaft oder bei Erkrankungen wie Diabetes.

Bevor Sie aber zu solchen Nahrungsergänzungsmitteln greifen, sollten Sie dies mit einem Arzt absprechen und diese auch nur mit Bedacht einnehmen.

Welche Magnesium-Präparate eignen sich für Arthrose?

Magnesium-Präparate finden Sie als Nahrungsergänzungsmittel im Internet, im Reformhaus, ja sogar im Supermarkt. Arzneimittel mit dem Wirkstoff Magnesium gibt es ausschließlich in der Apotheke, und zwar rezeptfrei. Dort bekommen Sie die Präparate als Tabletten, Kapseln, Brausetabletten, Granulat oder Flüssigkeit, beispielsweise Magnesium-Diasporal®, Magnesium Verla® oder Magnesiocard®. Sie müssen es über mindestens sechs Wochen einnehmen.

Erst dann sind Ihre Magnesium-Speicher, hauptsächlich die in den Knochen, wieder gefüllt. Wie viel Magnesium Sie einnehmen sollten, hängt von vielen individuellen Faktoren ab, beispielsweise Ernährungsgewohnheiten. Die für Sie passende Dosis sollte Ihr Arzt bestimmen. Zu welcher Tageszeit Sie das Präparat einnehmen, bleibt Ihnen überlassen.

Fazit: Magnesium stärkt Gelenke und Knorpel bei einer Arthrose

Der Hauptanteil an Magnesium liegt in Zellen gebunden vor, vor allem in Knochenzellen. Ein Magnesiummangel kann die Entstehung einer Arthrose begünstigen und den Verlauf der Erkrankung beschleunigen. Die richtige magnesiumhaltige Ernährung wirkt deshalb Wunder für Ihre Knochen, Muskeln und Gelenke.

Lassen Sie einen Magnesiummangel immer durch einen Arzt abklären. Sollte er ein Defizit feststellen, kann ein Magnesium-Präparat aus der Apotheke oder mittelfristig eine umgestellte Ernährung Abhilfe schaffen.

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