Bedeutung der Blutdruckwerte: Welche Werte sind normal?

Ein Arzt misst den Blutdruck eines sitzenden Mannes, ein Laptop zeigt Herzabbildungen.
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Inhaltsverzeichnis

Ein anhaltend hoher Blutdruck belastet den menschlichen Körper erheblich. Auf Dauer kann es daher zu Organschäden und schweren Erkrankungen führen. Allerdings kann es über mehrere Jahre dauern, bis erste Symptome auftreten und der Bluthochdruck entdeckt wird.

Um einen hohen Blutdruck schnell zu identifizieren, ist die regelmäßige Messung der Blutdruckwerte unerlässlich. Denn nur, wenn Sie Ihre Blutdruckwerte kennen und wissen, was diese Werte bedeuten, können Sie rechtzeitig handeln und Ihren Bluthochdruck senken.

Im folgenden Artikel erfahren Sie, was die verschiedenen Blutdruckwerte bedeuten und welche Blutdruckwerte in welchem Alter normal sind.

Faktorenliste für Blutdruck: Linke Seite erhöht, rechte Seite senkt. Enthält Ernährungs- und Lebensmittelinformationen.

Was bedeuten die Blutdruckwerte?

Der Blutdruck bezeichnet nicht nur eine Zahl, die man mit der Blutdruckwerte-Tabelle vergleicht. Blutdruckwerte geben an, mit welchem Druck der Körper das Blut aus dem Herzen und in jedes einzelne Blutgefäß im menschlichen Körper pumpt. Mit jedem Herzschlag pumpt das Herz sauerstoffreiches Blut in den Körper und zieht sich dabei zusammen. Danach entspannt es sich wieder.Formularbeginn

Wie hoch dieser Druck ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Die Kraft und Stärke des Herzschlags ist ein solcher Faktor, aber auch die Durchmesser der Blutgefäße sowie deren Flexibilität und Elastizität.

Für die Blutdruckmessung werden stets zwei Werte ermittelt: den systolischen Druck und den diastolischen Druck. Diese beiden Werte ergeben den ersten und zweiten Blutdruckwert wie zum Beispiel 120/60 mmHg. Die Blutdruckwerte werden in mmHg angegeben. Diese Einheit nennt sich auch Millimeter Quecksilbersäule.

Die Bedeutung des systolischen (oberen) Blutdruckwertes:

Der systolische Druck gibt an, mit welchem maximalen Druck der Herzmuskel das Blut in die Arterien pumpt. Während dieses Vorgangs befindet sich das Herz in der sogenannten Anspannungs- und Auswurfsphase, die als Systole bezeichnet wird.

Die Bedeutung des diastolischen (unteren) Blutdruckwertes:

Auf die Auswurfsphase folgt die Entspannung- und Erweiterungsphase des Herzens. In dieser Zeit entspannt sich der Herzmuskel zunächst und füllt die Herzkammern anschließend wieder mit Blut. Durch diesen Vorgang sinkt der Blutdruck ab. Diesen niedrigsten Druckwert bezeichnet man als diastolischen Blutdruckwert.

Man versteht also den diastolischen Blutdruck als Mindestbelastung der Gefäße und den systolischen Blutdruckwert als maximale Belastung der Gefäße.

Welche Blutdruckwerte sind bei Erwachsenen normal?

Bei erwachsenen Menschen liegen die Blutdruckwerte im Idealfall bei 120/80 mmHg. Das heißt ein gesunder Erwachsener besitzt einen systolischen Druck von 120 mmHg und einen diastolischen Wert von 80 mmHg.

Die Normalwerte können allerdings natürlichen Schwankungen unterliegen. Bei gesunden Menschen liegt der systolische Wert gewöhnlich bei 100 bis 130 mmHg und der diastolische Wert bei 60 bis 85 mmHg. Liegen Vorerkrankungen wie Diabetes Mellitus oder Übergewicht vor, sind die Blutdruckwerte in der Regel höher.

Die Weltgesundheitsorganisation WHO teilt die Normalwerte des Blutdrucks in drei Kategorien ein: den optimalen Blutdruck, den normalen Blutdruck sowie den hoch-normalen Blutdruck. Die folgende Tabelle zeigt die Einteilung der Blutdruckwerte in die drei Kategorien:

KategorienSystolischer BlutdruckDiastolischer Blutdruck
Optimaler Blutdruck< 120< 80
Normaler Blutdruck120 – 12980 – 84
Hoch-normaler Blutdruck130 – 13985 – 89

Alle drei Kategorien gehören also noch zu den normalen Blutdruckwerten. Lediglich, wenn der gemessene Blutdruckwert über der letzten Kategorie, also über dem Wert des hoch-normalen Blutdruckes liegt, spricht man von einer sogenannten Hypertonie, von Bluthochdruck.

Normale Blutdruckwerte nach Alter und Geschlecht

Die Blutdruckwerte eines erwachsenen Menschen steigen im zunehmenden Alter stetig an. Während der durchschnittliche Blutdruckwert im Alter von 20 bis 30 Jahren noch bei 125/77 liegt, ergibt sich im Alter von 70 bis 80 Jahren ein durchschnittlicher Wert von 154/83.

Die Blutdruckwerte verändern sich jedoch nicht nur mit dem Alter, sondern variieren auch nach dem Geschlecht. So weisen Frauen in der Regel bis zu ihrem 50. Lebensjahr einen niedrigeren Blutdruck auf als Männer. Ab dem 50. Lebensjahr jedoch besitzen Frauen einen höheren Blutdruck. Hierbei handelt es sich jedoch nur um eine geringfügige Differenz.

In den folgenden Tabellen können Sie die normalen Blutdruckwerte eines Erwachsenen nach Alter und Geschlecht einsehen.

Tabelle: Normale Blutdruckwerte bei Frauen pro Alter

Alter der FrauenSystolischer BlutdruckDiastolischer Blutdruck
20 – 2911975
30 – 3912278
40 – 4913082
50 – 5914386
60 – 6915386
70 – 7915583

Quelle: Gesundheitsberichterstattung des Bundes

Tabelle: Normale Blutdruckwerte bei Männern pro Alter

Alter der MännerAlter der MännerDiastolischer Blutdruck
20 – 2912978
30 – 3913084
40 – 4913588
50 – 5914389
60 – 6915088
70 – 7915383

Quelle: Gesundheitsberichterstattung des Bundes

Ab welchen Blutdruckwerten liegt Bluthochdruck vor?

Grundsätzlich liegt ab einem Blutdruckwert von 140/90 mmHg eine Hypertonie vor. Dieser Wert spiegelt den Grenzbereich zum Bluthochdruck (arterielle Hypertonie) wider.

Leidet ein Mensch unter arterieller Hypertonie, bleibt der Druck in den Gefäßen selbst im Ruhezustand erhöht: Das Herz pumpt unablässig mit erhöhter Anstrengung, was Herz- und Gefäßwände sehr belastet und den Herzmuskel zunehmend schwächt. Auf Dauer zeigen sich Symptome wie eine innere Unruhe, Angespanntheit, Kopfschmerzen sowie Nasenbluten. Diese Symptome werden jedoch nicht immer direkt mit Bluthochdruck in Zusammenhang gebracht.

Ab wann spricht man von Bluthochdruck (Hypertonie)?

Die Grenze, ab der Ärzte von Bluthochdruck oder arterieller Hypertonie sprechen, ist klar definiert: Sie liegt bei Werten von 140/90 mmHg oder höher. Wird dieser Wert bei wiederholten Messungen im Ruhezustand erreicht oder überschritten, bedeutet das für den Körper eine Dauerbelastung. Das Herz muss unablässig gegen einen erhöhten Widerstand anpumpen, was nicht nur den Herzmuskel, sondern auch die empfindlichen Innenwände der Gefäße stark beansprucht.

Ein unbehandelter Bluthochdruck kann über Jahre hinweg schleichend zu ernsthaften Folgeerkrankungen führen. Dazu gehören ein erhöhtes Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall, aber auch Schäden an den Nieren, den Augen oder die Entwicklung einer Herzschwäche (Herzinsuffizienz).

Quelle: Deutsche Herzstiftung

Laut der Weltgesundheitsorganisation WHO liegt ab folgenden Blutdruckwerten eine Hypertonie, also Bluthochdruck vor:

 Bluthochdruck Grad 1 140-159/ 90 bis 99 mmHg
 Bluthochdruck Grad 2 160-179/100-109 mmHg
 Bluthochdruck Grad 3 >=180/>=100 mmHg

Obwohl die unterschiedlichen Blutdruckwerte in drei Kategorien eingeteilt werden, liegt bereits beim Überschreiten des Grenzwertes von 140/90 eine arterielle Hypertonie vor, die schwerwiegende Gesundheitsschäden wie einen Schlaganfall oder ein Herzinfarkt nach sich ziehen kann.

Folgen von Bluthochdruck

Eine dauerhafte Hypertonie erhöht das Risiko für diese Folgeerkrankungen:

  • Schlaganfall
  • Herzinfarkt
  • Herzinsuffizienz
  • Durchblutungsstörungen
  • Niereninsuffizienz
  • Arteriosklerose
  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Was tun, bei hohem Blutdruck?

Wenn Sie unter hohen Blutdruck leiden, sollten Sie diesen rechtzeitig behandeln. Die Therapie von Bluthochdruck unterscheidet sich dabei von Patient zu Patient. Der Arzt berücksichtigt bei der Behandlung sowohl die Höhe des Blutdrucks als auch potenzielle Risikofaktoren des Patienten wie zum Beispiel Vor- oder Grunderkrankungen wie Diabetes Mellitus oder Übergewicht.

Jede Behandlung zielt dabei darauf ab, den Blutdruck auf einen Wert unter 140/90 zu senken. Dies gelingt bei jungen Patienten ohne Vorerkrankungen wie Diabetes, die lediglich einen geringen Bluthochdruck aufweisen, in der Regel mit einer Ernährungsumstellung.

Bei Patienten mit einem stark erhöhten Blutdruckt hingegen kommen Medikamente mit blutdrucksenkender Wirkung zum Einsatz. Zugleich muss der Blutdruck regelmäßig durch Messungen kontrolliert werden, um sicherzustellen, dass die Medikamente wirken und den Blutdruck nachhaltig senken.

Verschiedene Lebensmittel, die blutdrucksenkend wirken, kategorisiert in Gemüse, Obst, Getreide, Nüsse und Kräuter.

Ab welchen Blutdruckwerten ist Ihr Blutdruck zu niedrig?

Ab Werten von 105 mmHg für systolischen Druck und 65 mmHg für diastolischen Druck spricht man von zu niedrigem Blutdruck. Grundsätzlich ist ein niedriger Blutdruck jedoch vorteilhaft. Denn je niedriger der Blutdruck, desto besser für die Gesundheit. Allerdings nur, wenn man sich wohl fühlt.

Denn manche jungen und sehr schlanken Frauen können auch unter einem zu niedrigen Blutdruck leiden. Dieser äußert sich durch Müdigkeit, Schwindel und Leistungsabfall. Bei Vorliegen eines abnorm niedrigen Blutdrucks, der Schwindel- und Schwächeanfälle hervorruft, spricht man von Hypotension.

Ursachen für einen zu niedrigen Blutdruck gibt es viele. Jedoch sind es oft Infektionen oder Medikamente, die zu einem niedrigen Blutdruck führen. Auslösende Medikamente können sogenannte Vasodilatatoren sein.  Diese entspannen und erweitern die Gefäßwände der Arterien, wodurch der Blutdruck sinkt. Doch auch einige Antidepressiva können niedrigen Blutdruck auslösen. In diesem Fall wird der Arzt die Dosis neu einstellen oder das Arzneimittel wechseln.

Seltener auftretende Zustände wie Morbus Addison führen ebenfalls zu einem niedrigeren Blutdruck.

Niedriger Blutdruck: Helfer für einen stabilen Kreislauf

Während hoher Blutdruck zu Recht viel Aufmerksamkeit bekommt, kann auch ein dauerhaft niedriger Blutdruck, die sogenannte Hypotonie, die Lebensqualität spürbar beeinträchtigen. Medizinisch gesehen ist ein niedriger Blutdruck meist harmlos und für Herz und Gefäße sogar von Vorteil. Doch wenn ständige Müdigkeit, Schwindelgefühle beim Aufstehen oder allgemeine Antriebslosigkeit zum täglichen Begleiter werden, ist es an der Zeit, den Kreislauf sanft zu unterstützen.

Die gute Nachricht ist, dass Sie mit einfachen und natürlichen Mitteln oft schon eine große Wirkung erzielen können. Die Basis für einen stabilen Kreislauf ist eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr. Achten Sie darauf, über den Tag verteilt genügend Wasser oder ungesüßte Kräutertees zu trinken, um das Blutvolumen zu erhöhen und den Druck in den Gefäßen zu stabilisieren.

Ein wunderbarer Start in den Tag sind Wechselduschen. Beginnen Sie mit warmem Wasser und brausen Sie dann Ihre Beine und Arme kurz kalt ab, immer in Richtung des Herzens. Dieser Kältereiz trainiert die Blutgefäße, sich schnell zusammenzuziehen, und bringt den Kreislauf so richtig in Schwung. Regelmäßige Bewegung hat einen ähnlichen Effekt. Ausdauersportarten wie zügiges Gehen, Radfahren oder Schwimmen stärken nicht nur Ihr Herz, sondern verbessern auch die Regulationsfähigkeit Ihrer Gefäße nachhaltig.

Wenn Sie besonders unter Schwindel beim Aufstehen leiden, nehmen Sie sich morgens einen Moment Zeit. Bewegen Sie im Bett liegend zunächst Ihre Füße und Beine kräftig, bevor Sie sich langsam aufsetzen. So geben Sie Ihrem Kreislauf die Chance, sich an die neue Position anzupassen. Sollten diese Maßnahmen nicht ausreichen oder die Beschwerden sehr ausgeprägt sein, ist ein Gespräch mit Ihrem Arzt wichtig, um mögliche andere Ursachen auszuschließen und weitere Behandlungsstrategien zu besprechen.

Welche Blutdruckwerte sind bei Kindern normal?

Die Blutdruckwerte liegen bei Säuglingen, Kindern und Jugendlichen deutlich unter den Normalwerten von Erwachsenen. Laut der Deutschen Hochdruckliga variieren die Werte jedoch stark nach der Größe, Gewicht und ab dem Jugendalter auch nach dem Geschlecht, sodass keine pauschalen Referenzwerte bestimmt werden können.

So steigen die Blutdruckwerte bei männlichen Teenagern schneller an als bei weiblichen Jugendlichen. Ab dem 16. Lebensjahr sind die Blutdruckwerte von Jugendlichen mit den Werten von Erwachsenen nahezu identisch. Nach der Deutschen Hochdruckliga gilt die Blutdruckobergrenze von 140/90 mmHg daher ebenfalls für Jugendliche ab dem 16. Lebensjahr.

In der Regel sind Kinder und junge Heranwachsende noch nicht von Bluthochdruck betroffen. Nichtsdestotrotz empfehlen sich Vorsorgeuntersuchungen beim Hausarzt, um einen hohen Blutdruck ausschließen zu lassen.

Blutdruck messen: Wie werden die Blutdruckwerte ermittelt?

In der Regel findet eine Messung beim Arzt statt, um exakte Blutdruckwerte zu ermitteln. Dabei arbeitet der Arzt meistens mit einer Blutdruckmanschette und einem Stethoskop. Die Manschette wird dabei um Ihren Oberarm oder in seltenen Fällen um Ihr Handgelenk gelegt und langsam aufgepumpt, sodass die Arterie im Oberarm durch den äußeren Druck abgeklemmt wird. Das Stethoskop wird unter der Manschette platziert.

Daraufhin lässt der Arzt die Luft langsam auf der Manschette und liest den systolischen und diastolischen Wert von der Druckanzeige ab. Dafür wartet der Arzt auf die entstehenden Geräusche der Blutströmung, die sich durch ein leichtes Klopfen bemerkbar machen. Beim ersten Geräusch ermittelt der Arzt den systolischen Wert und beim letzten Klopfen den diastolischen Blutdruckwert.

Die Selbstmessung: Wie Sie selbst Ihre Blutdruckwerte ermitteln

Wer sich regelmäßig selbst den Blutdruck messen möchte, der sollte sich ein automatisches Blutdruckmessgerät anschaffen. Denn elektrische Messgeräte sind nicht nur leichter zu bedienen, sondern erledigen die Blutdruckmessung auch fast von alleine.

Ein automatisches Blutdruckmessgerät müssen Sie einfach nur um Ihren Oberarm oder Handgelenk legen und anschalten. Im Folgenden pumpt das Gerät automatisch die Luft in die Manschette und ermittelt die Werte beim Ablassen der Luft.

Obwohl die automatischen Blutdruckmessgeräte sehr praktisch sind, liefern viele Modelle keine exakten Ergebnisse bei der Messung. Dabei ist es irrelevant, ob es sich um ein Messgerät für den Oberarm oder für das Handgelenk handelt. Wer exakte Werte ermitteln möchte, sollte stets seinen Hausarzt besuchen und dort die Messung vornehmen.

kleine Blutdruckschwankungen sind normal

Ihr Blutdruck ist keine feste Größe. Er schwankt im Laufe des Tages ganz natürlich. Morgens nach dem Aufstehen steigt er an, nachts im Schlaf fällt er ab. Auch körperliche Anstrengung oder Aufregung lassen ihn kurzfristig in die Höhe schnellen. Diese Schwankungen sind ein Zeichen dafür, dass Ihr Körper sich an verschiedene Anforderungen anpasst.

Gefährlich können jedoch starke und unkontrollierte Schwankungen werden, bei denen die Werte immer wieder die Grenze zum Bluthochdruck überschreiten. Diese Druckspitzen belasten das Herz-Kreislauf-System ähnlich wie ein dauerhaft hoher Blutdruck. Sollten Sie solche ausgeprägten Schwankungen bei sich feststellen, ist ein Gespräch mit Ihrem Arzt ratsam.

FAQ: Antworten auf die häufigsten Fragen

Ab einem Messwert von 140/90 mmHg spricht man von einer Hypertonie, also von Bluthochdruck. Hält dieser Wert dauerhaft an beziehungsweise erhöht sich weiter, können schwerwiegende gesundheitliche Schäden entstehen. Zugleich erhöht sich das Risiko für einen Herzinfarkt, einen Schlaganfall oder andere Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
In der Regel sind die Messwerte morgens nach dem Aufstehen am höchsten. Aus diesem Grund sollten Patienten, die Ihre Blutdruckwerte im Rahmen einer Therapie regelmäßig ermitteln müssen, morgens den Blutdruck messen.
Sowohl bei Frauen als auch bei Männern steigen die Blutdruckwerte im Alter an. Während bei Frauen im Alter von 20 bis 30 ein Wert von 120/80 mmHg und bei Männern ein Wert von 130/80 mmHg normal ist, liegt der durchschnittliche Blutdruck von beiden Geschlechtern ab dem 50. Lebensjahr über 140/85 mmHg und ab dem 60. Lebensjahr über 150/85 mmHg.
Wenn lediglich der systolische (erste) oder der diastolische (zweite) Blutdruckwert bei der Messung erhöht ist, also die Obergrenze von 140/90 mmHg überschritten hat, wird trotzdem von einer Hypertonie gesprochen, die auf Dauer zu schweren Folgeschäden führen kann. Denn bereits ein erhöhter Wert kann die Herz- und Gefäßwände des Körpers erheblich belasten und den Herzmuskel schwächen.
Alle Blutdruckwerte werden in mmHg angegeben. Diese Einheit setzt sich aus zwei Abkürzungen zusammen: mm für Millimeter und Hg für das Element Quecksilber. Die Einheit mmHg wird dabei auch als Millimeter Quecksilbersäule bezeichnet.
Oberarm-Messgeräte gelten im Allgemeinen als genauer, da die Arterien dort größer sind und die Messung auf Herzhöhe einfacher durchzuführen ist. Bei korrekter Anwendung können aber auch Handgelenkgeräte verlässliche Werte liefern.
Ja, Koffein kann den Blutdruck kurzfristig ansteigen lassen. Sie sollten daher etwa 30 Minuten nach dem Genuss von Kaffee oder schwarzem Tee mit der Messung warten.