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Mikroskopische Kolitis: Ursachen, Symptome & Behandlung

(Foto: Kaarsten - Fotolia)

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Ihr Durchfall (Diarrhö) trat plötzlich auf, was an sich nicht ungewöhnlich ist. Was Ihnen jedoch Sorgen bereitet, ist die anhaltende Diarrhö. Ihre Sorgen sind berechtigt. Eine Diarrhö, die länger als ein paar Tage anhält, stellt auf jeden Fall einen Grund für einen Arztbesuch dar.

Es sind einige Tests und eventuell eine Koloskopie (Darmspiegelung) für die Diagnose der mikroskopischen Kolitis erforderlich. Der Grund liegt darin, dass eine ganze Reihe von anderen Krankheiten, wie etwa Colitis Ulcerosa, zu Diarrhö führen. Eine sorgfältige Diagnose bedeutet den ersten Schritt für eine wirksame Behandlung der mikroskopischen Kolitis.

Was ist die mikroskopische Kolitis?

Die mikroskopische Kolitis gehört zu den entzündlichen Darmerkrankungen, die vor allem den Dickdarm betreffen. Die mikroskopische Kolitis unterscheidet sich in zwei Krankheitsbilder:

  1. die kollagene Colitis
  2. die lymphozytäre Colitis

Diese eher selten auftretende Erkrankung tritt in den meisten Fällen bei Erwachsenen ab dem 50. Lebensjahr auf. Man interpretiert sie häufig als Reizdarmsyndrom fehl.

Die kollagene und die lymphozytäre Colitis stellen beide entzündliche Erkrankungen des Darms mit praktisch identischen Anzeichen und Symptomen dar.

Der Unterschied besteht hauptsächlich im mikroskopischen Bereich. Wenn Darmgewebe von einer kollagenen Colitis betroffen ist, untersucht der Arzt es unter dem Mikroskop. Dabei ist ein verdicktes Band von steifem Bindegewebe (Kollagen) in der Darmschleimhaut sichtbar.

Bei der lymphozytären Colitis tritt eine erhöhte Anzahl von weißen Blutkörperchen in der Darmschleimhaut auf.

Aufgrund derselben Symptomatik, die sich vor allem durch wässrigen Durchfall auszeichnet, werden diese Darmerkrankungen ebenfalls als “wässriges Durchfall-Syndrom” benannt.

Symptome der kollagenen und lymphozytären Colitis

Neben dem stark wässrigen Durchfall treten bei der kollagenen und lymphozytären Colitis oftmals noch weitere Beschwerden auf. Dazu gehören unter anderem:

  • Bauchkrämpfe und Bauchschmerzen
  • Starkes Völlegefühl und Übelkeit
  • Blähungen
  • Zunehmender Gewichtsverlust

Verwechslungsgefahr mit Reizdarmsyndrom

Als häufigstes Anzeichen dieser Erkrankungen gilt eine wässrige Diarrhö ohne Blut. Einige Menschen gehen wegen der Diarrhö zwischen 3- und 20-mal auf die Toilette.

Für viele Menschen bedeutet dies ein anhaltendes tägliches Problem, während sich bei anderen Betroffenen die Diarrhö phasenweise verbessert und verschlechtert. Mit beiden Erkrankungen sind unter Umständen Gewichtsverlust, Krämpfe und Blutungen verbunden.

Diese Anzeichen und Symptome gleichen denen eines Reizdarmsyndroms – einer wesentlich häufiger auftretenden Darmerkrankung. Trotzdem betreffen die kollagene und die lymphozytäre Colitis in erster Linie ältere Erwachsene, die bisher keine Verdauungsprobleme hatten.

Das Reizdarmsyndrom zeigt eher einen langfristigen Verlauf. Es führt bei einigen Menschen zu Verstopfung oder Diarrhö oder wechselt zwischen beiden.

Diagnose einer kollagenen und lymphozytären Colitis

Der einzig sichere Weg für die Diagnose einer kollagenen oder lymphozytären Colitis besteht in einer Gewebeprobe (Biopsie), die unter einem Mikroskop untersucht wird. Die Gewebeprobe wird entweder mittels einer Koloskopie oder einer Sigmoidoiskopie entnommen. Bei beiden Verfahren wird ein beweglicher Schlauch mit einer befestigten Kamera in den Dickdarm eingeführt, um ein Bild vom Darm zu liefern. Falls notwendig, kann auch ein Biopsie-Instrument eingeführt werden, um eine oder mehrere Gewebeproben zu entnehmen.

Da die Behandlung der beiden Erkrankungen dieselbe ist, ist es nicht notwendig, zwischen beiden zu unterscheiden. Wichtiger ist vielmehr, andere schwerwiegendere entzündliche Erkrankungen wie zum Beispiel Colitis ulcerosa oder Morbus Crohn auszuschließen. Dazu gehört aber auch der Ausschluss von infektiösen Ursachen, wie zum Beispiel eine Kolitis als Folge einer vorausgegangenen Antibiotika-Behandlung.

Zusätzliche Tests wie Blutuntersuchung, Stuhlproben oder sogar eine Biopsie Ihres Dünndarms können erforderlich sein, um weitere Erkrankungen auszuschließen.

So können zum Beispiel ähnliche Anzeichen und Symptome bei einer Infektion auftreten oder bei einer Erkrankung, die als Zöliakie bezeichnet wird. Gemeint ist damit eine Unverträglichkeit von Gluten, das in vielen Getreidesorten (z. B. Weizen, Gerste, Roggen) vorkommt.

Frau hält sich Hände vor den Bauch

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