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Erektionsstörungen: So steigern Sie Ihre Potenz | Ursachen & Behandlung

Viele Männer scheuen bei Erektionsstörungen die Untersuchung durch einen Arzt, da das Thema Impotenz oft noch als Tabuthema betrachtet wird. Dabei gibt es verschiedene Möglichkeiten, gegen Erektionsstörungen vorzugehen. In der Regel lassen sich diese sogar gänzlich beheben. (Foto: DragonImages | Adobe Stock)

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Inhaltsverzeichnis

Erektionsstörungen – auch erektile Dysfunktion (ED) oder Impotenz genannt – sind für die betroffenen Männer sehr belastend. Nicht nur die Psyche des Mannes leidet unter den Erektionsproblemen. Auch die Partnerschaft kann negativ beeinflusst werden, wenn der Penis nicht richtig steif wird. Bei dieser Form der Impotenz schämen sich viele Männer, sind frustriert oder vermeiden sogar sexuellen Kontakt. Manche rätseln auch bezüglich der Ursachen.

Viele scheuen allerdings die Untersuchung durch einen Arzt, da sie sich für die Erektionsstörung bzw. Impotenz schämen und das Thema Impotenz oft noch als Tabuthema betrachtet wird. Dabei gibt es verschiedene Möglichkeiten, gegen die erektile Dysfunktion (ED) vorzugehen. Je nach Ursache lassen sich Potenzstörungen sehr gut behandeln beziehungsweise können sie sogar gänzlich behoben werden. Aus diesem Grund ist es in jedem Fall ratsam, sich bei anhaltenden Störungen der Erektionsfähigkeit untersuchen zu lassen – schämen brauchen Sie sich dafür nicht.

Krankheitsbild: Alles über Erektionsstörungen auf einen Blick

  • Definition: Unfähigkeit bzw. Schwierigkeiten bei der Erektion des Penis
  • Häufigkeit: Mindestens 20 % der Männer zwischen 30 und 80 Jahren sind im Laufe ihres Lebens betroffen
  • Symptome: Ausreichend steife Erektion entsteht nur in 33 % der Fälle oder seltener
  • Diagnose: Durch Urologen: Anamnese; körperliche Untersuchungen der Hoden, Prostata & Reflexe
  • Ursachen: Meistens organisch (Krankheiten, Störungen); Psychische Faktoren (Stress, Depressionen) seltener
  • Behandlung: Potenzmittel, SKAT/MUSE, natürliche Mittel, Veränderung des Lebenswandels, Operation

Definition: Was sind Erektionsstörungen?

Wird die männliche Erektion trotz vorhandener Libido nicht in benötigter Steife für einen befriedigenden Geschlechtsverkehr erreicht, so spricht man von Erektionsstörungen. Diese können sowohl durch äußerliche Einflüsse entstehen aber auch organische bzw. psychische Ursachen haben.

Häufig haben Männer bei Erektionsstörungen mit psychischen Herausforderungen zu kämpfen. Sie setzen sich zusätzlich unter Druck, wodurch ein Teufelskreis entsteht. Dabei leiden mindestens 20 % aller Männer im Laufe ihres Lebens unter zu behandelnden Erektionsstörungen.

Impotenz: Was versteht man darunter?

Der Begriff Impotenz hat sich als Synonym für die sogenannte erektile Dysfunktion (ED) etabliert. Diese bezeichnet Potenzstörungen, bei der der Mann trotz sexueller Erregung keine Erektion bekommen kann, der Penis also nicht steif wird beziehungsweise nicht ausreichend steif wird, um den Geschlechtsverkehr zu vollziehen. Doch auch wenn der Penis bereits nach kurzer Zeit wieder schlaff wird, spricht man von einer erektilen Dysfunktion (ED). In der Regel haben Männer mit Impotenz auch Probleme, ihren Samenerguss zu kontrollieren. Er kommt zu früh, verzögert oder in ganz seltenen Fällen auch gar nicht. Aus diesem Grund beschreiben Mediziner Impotenz als “Unvermögen, den Beischlaf befriedigend auszuführen”.

Grundsätzlich handelt es sich bei der Impotenz jedoch um einen Oberbegriff für verschiedene Erektionsstörungen, bei der die Unfähigkeit, Kinder auf natürliche Art und Weise zu zeugen, im Vordergrund steht. Daher umfasst die Impotenz nicht nur die erektile Dysfunktion (ED), auch Impotentia coeundi genannt, sondern auch die Unfruchtbarkeit des Mannes (Impotentia generandi) und die ausbleibende Ejakulation (Impotentia ejaculandi). Während bei der erektilen Dysfunktion (ED) der Penis in der Regel überhaupt nicht steif wird, leidet der Mann bei der Unfähigkeit zur Ejakulation oder Zeugung unter keinen klassischen Erektionsproblemen, der Penis wird durch sexuelle Erregung also steif.

Ab wann liegt eine erektile Dysfunktion (ED) vor?

Gelegentliche Potenzprobleme und Erektionsprobleme stellen noch keine medizinische Auffälligkeit dar. Jeder Mann kann in Stresssituationen, unter Alkoholeinfluss oder durch Nebenwirkungen bestimmter Medikamente Probleme haben, eine Erektion zu bekommen.

Von einer erektilen Dysfunktion (ED) ist aus medizinischer Sicht dann die Rede, wenn rund 70 Prozent der Versuche eine Erektion zu bekommen erfolglos bleiben und diese Problematik über mindestens sechs Monate anhält. Doch auch wenn der Penis über mehrere Monate hinweg bereits nach kurzer Zeit wieder schlaff wird, ist von einer erektilen Dysfunktion und somit auch Impotenz die Rede.

Die Leitlinie zur Diagnostik und Therapie von Libido- und Erektionsstörungen der Deutschen Gesellschaft für Urologie definiert die Problematik als das anhaltende Unvermögen, eine Erektion zu erreichen und aufrechtzuerhalten, sodass sie für eine befriedigende sexuelle Aktion ausreicht.

Erektionsstörungen liegen häufig vor, obwohl die sexuelle Lust eigentlich da ist. Körperliche oder psychische Ursachen können dazu führen, dass die Erektionsfähigkeit eingeschränkt ist – in schweren Formen der Impotenz bekommen Männer sogar gar keine Erektion mehr.

Mit dem Alter (besonders ab 50 Jahren) steigt die Wahrscheinlichkeit, unter Impotenz zu leiden – die Ausgeprägtheit der Impotenz ist von Mann zu Mann verschieden. Verstärkt betroffen sind Männer im höheren Alter (34 Prozent im Alter von 60 bis 70 Jahren), doch auch junge Männer beispielsweise mit 25 Jahren können unter einer erektilen Dysfunktion (ED) leiden.

Laut Statistiken sind offiziell 5 Prozent der männlichen Bevölkerung davon betroffen. Die inoffiziellen Zahlen dürften deutlich höher sein, da viele Männer aus Scham nicht zum Arzt gehen und sich untersuchen lassen.

Anatomie der männlichen Geschlechtsorgane

Die männlichen Geschlechtsorgane bestehen aus dem Penis, Hodensack und verschiedenen innenliegenden Organen. Der Penis funktioniert als Begattung- und Ausscheidungsorgan für Urin. Der Hodensack umschließt einige inneren Geschlechtsorgane, darunter die Hoden, die Nebenhoden und einen Teil des Samenleiters.

Im Penis verlaufen zwei Schwellkörper zylinderförmig parallel zur Harnröhre, an deren Ende vor der Blase die sogenannte Vorsteherdrüse, die Prostata, liegt. Hier laufen die Harnröhre und der Samenleiter zusammen.

Erektionsprobleme Anatomie

Wie entsteht eine Erektion?

Durch Ausschüttung spezieller Botenstoffe bei der Erregung wird Blut in diese Schwellkörper geleitet. Dadurch schwellen sie an und der Penis richtet sich auf. Im Grunde lässt sich der Prozess darauf herunterbrechen, dass Blut in den Penis eingeleitet, aber am Ausfluss gehindert wird.

Wenn ein sexueller Reiz gesetzt wird und Erregung stattfindet, leitet das Gehirn diese Information an die Geschlechtsorgane weiter. Der Botenstoff cGMP wird freigesetzt und sorgt dafür, dass sich die Muskeln des Penis-Schwellkörpers entspannen. Blut fließt ein, wird jedoch am Austreten gehindert. Durch die Ansammlung an Blut entsteht eine Erektion.

Im Laufe der Zeit beginnt das körpereigene Enzym PDE5, den Botenstoff cGMP zu spalten, also abzubauen. Dadurch spannen sich die Muskeln wieder an und das Blut kann abfließen. Der Penis erschlafft.

Ablauf einer Erektion

Abgrenzung von Erektionsstörungen & Unfruchtbarkeit

Oft werden die erektile Dysfunktion und Unfruchtbarkeit in einem Atemzug genannt. Selbst einige Ratgeber führen beide Begriffe synonym. Grundsätzlich ist von der Wortbedeutung auch nichts dagegen auszusetzen. Bei der Impotenz ist die Potenz nicht gegeben – die Erektion kann nicht erreicht werden und es kann nicht zum Geschlechtsakt kommen.

Die Gründe dafür liegen allerdings nicht ausschließlich in der Erektionsfähigkeit. Impotenz kann auch bedeuten, dass ein Mann eine Erektion bekommen kann und auch der Samenerguss erfolgt, welcher allerdings keine intakten Spermien enthält. In der Folge gilt der Mann als unfruchtbar. Mit der Erektionsfähigkeit hat dies jedoch nichts zu tun.

Hinweis

Es ist wichtig, die Impotenz von der Erektionsstörung abzugrenzen. In beiden Fällen ist eine Befruchtung kaum möglich, bei der Erektionsstörung besteht allerdings die Voraussetzung in Form der Fruchtbarkeit des Mannes.

Männliche sexuelle Funktionsstörungen

Bei den männlichen sexuellen Funktionsstörungen existieren sehr unterschiedliche Probleme. Erektionsprobleme sind nur eines davon. Folgende weitere Störungen werden unter dem Begriff geführt:

LustlosigkeitDem betroffenen Mann fehlt es an sexuellem Verlangen. Er ist nicht zu einer Erektion fähig oder nicht gewillt, sie sexuell einzusetzen.
Mangelnde sexuelle BefriedigungDer Mann kann eine Erektion erbringen, allerdings wird er nur wenig erregt und es kommt nicht zu einem Samenerguss.
Vorzeitige EjakulationEs ist nur wenig Stimulation nötig, damit der Mann einen Samenerguss hat. Dadurch wird nicht die Fruchtbarkeit, wohl aber der sexuelle Akt (vor allem psychisch) eingeschränkt.
DyspareunieDer Sexualakt ist schmerzhaft. Durch die Schmerzen kann beim Sex keine Erregung empfunden werden. Meist bei Frauen verbreitet, kann diese Störung auch bei Männern auftreten.

Symptome einer erektilen Dysfunktion: Erektionsstörungen erkennen

Eine Erektionsstörung selbst ist nicht schwierig zu erkennen. Sie äußert sich dadurch, dass es nur noch in einem Drittel der Fälle oder seltener zu einer vollständigen Erektion kommt. Dennoch gibt es auch vereinzelte Warnsignale, die darauf hindeuten, dass es in der Zukunft zu Erektionsschwierigkeiten kommen könnte. Dazu zählen vor allem eine abnehmende Steifigkeit, Taubheitsgefühle in der Leistengegend oder eine ausbleibende Erektion am Morgen.

Wann sollte man mit Erektionsstörungen zum Arzt gehen?

Wer ab und an Probleme hat, eine Erektion zu bekommen, muss sich noch keine Sorgen machen. Wer aber über Wochen oder Monate unter Impotenz leidet, sollte auf jeden Fall zum Arzt gehen und sich untersuchen lassen. Insbesondere wenn die anhaltenden Erektionsstörungen in Kombination mit folgenden Symptomen auftreten, ist ein Arztbesuch ratsam:

Schließlich können Erektionsstörungen ein Hinweis auf eine andere, ernstzunehmende Erkrankung sein, die weitere Untersuchungen und eine Behandlung erfordert. Schon alleine aus diesem Grund sollten Männer mit Potenzproblemen zum Arzt gehen. Denn je früher eine schwerwiegende Erkrankung erkannt wird, desto besser kann sowohl die Krankheit als auch die damit einhergehende Impotenz behandelt werden. Der Arzt kann bei der Untersuchung jedoch nicht nur die entsprechende Diagnose stellen, sondern auch all Ihre offenen Fragen beantworten.

Wer unter Erektionsstörungen leidet, sollte sich nicht schämen zum Arzt zu gehen und sich untersuchen zu lassen. Denn nur können geeignete Therapien gefunden werden, mit denen Sie Ihre Potenz zurückerhalten. Urheber: kenchiro168 | Adobe Stock

Diagnose: Welche Untersuchungen werden bei Erektionsstörungen durchgeführt?

Die Diagnose von Erektionsstörungen erfolgt in der Regel durch einen Urologen in mehreren Untersuchungsschritten.

  • Anamnese

Zunächst führt der Arzt mit dem Patienten ein Anamnese-Gespräch. Dabei wird die Krankengeschichte reflektiert und typische Symptome abgeklopft. Relevant sind auch die Einnahme von Medikamenten sowie regelmäßiger Alkoholkonsum. Der Arzt versucht sich durch gezielte Fragen ein Bild von der Impotenz zu machen, um eine Diagnose zu stellen. Diese Fragen sind sehr persönlich, aber nötig, um die Ursachen der Impotenz herauszufinden.

  • Körperliche Untersuchung

Im Anschluss untersucht der Arzt den Patienten körperlich an Penis und Hoden. Die Hoden werden abgetastet, die Prostata kann rektal untersucht werden. Liegen Veränderungen vor, so kann dies bereits ein Hinweis auf eine Ursache der Störungen sein. Die Funktion der Nervenbahnen wird durch verschiedene Reflexe getestet.

Auch eine Ultraschalluntersuchung, bei der die Blutgefäße des Penis in Augenschein genommen werden, ist zur Stellung der Diagnose üblich.

  • Blutuntersuchung

Schließlich kann auch mittels eines Bluttests untersucht werden, ob etwa zu geringe Mengen Testosteron oder ungewöhnlich hohe Mengen Insulin im Blut vorliegen. Dies sind Hinweise auf weitere Gründe für die Erektionsstörungen.

Ursachen für erektile Dysfunktion: Warum treten Erektionsstörungen auf?

Erektionsstörungen können unterschiedliche Ursachen haben. Früher ging man davon aus, dass Potenzstörungen hauptsächlich psychologischer Natur sind. Verschiedene Studien der letzten 25 Jahre haben gezeigt, dass dies nicht stimmt. Untersuchungen ergaben, dass 70 Prozent der Impotenz-Fälle eine körperliche Ursache haben.

Die Ursache muss jedoch nicht in einem einzelnen Auslöser allein liegen. Es ist durchaus üblich, dass eine Kombination aus unterschiedlichen Faktoren zu einer Erektionsstörung führt. Denn bei einer Erektion arbeiten viele komplexe Systeme im Körper zusammen:

Sie alle sind daran beteiligt, dass der Penis bei sexueller Erregung steif wird. Ist eines dieser Systeme gestört, kann die Erektionsfähigkeit eingeschränkt sein.

Welche Erkrankungen haben Erektionsstörungen zur Folge?

Als eine mögliche körperliche Ursache für erektile Dysfunktionen kommen Prostatabeschwerden infrage. Diese treten im höheren Alter häufiger auf. Zudem können Operationen an der Prostata aufgrund einer behandelten Krebserkrankung zu Problemen führen, die organischer Natur sind.

Die Medizin kennt darüber hinaus Verletzungen des Beckens oder des Rückenmarks als Ursache für Erektionsstörungen. Diese sind aber sehr selten Grund für die Beeinträchtigung.

Körperliche Ursachen von Impotenz

Die körperlichen Ursachen für eine Impotenz können vielfältiger Natur sein. Die häufigsten sind folgende:

Diabetes mellitus: Auch bekannt als Zuckerkrankheit ist Diabetes eine der häufigsten Ursachen für eine erektile Dysfunktion (ED) bei Männern. Bei der Krankheit lagern sich die Zuckermoleküle in den Blutgefäßen ab, wodurch nicht mehr ausreichend Blut in den Schwellkörper fließt. Durch die Durchblutungsstörungen wird der Penis nicht ausreichend steif.

Herz-Kreislauf-Erkrankungen: Arteriosklerose beziehungsweise Gefäßverkalkung ist der häufigste Grund für Störungen der Erektionsfähigkeit. Wie auch bei Diabetes sorgen Ablagerungen in den Gefäßen bei der Arteriosklerose dafür, dass nicht genügend Blut in den Schwellkörper fließen kann, wodurch der Penis schlaff bleibt. Weitere Herz-Kreislauf-Erkrankungen, die zu Impotenz führen, sind:

Niedriger Testosteronspiegel: Liegt ein zu niedriger Testosteronspiegel vor, kann dies zu Impotenz führen. Das männliche Geschlechtshormon ist entscheidend an der Erektionsfähigkeit beteiligt. Auch andere Störungen des Hormonhaushalts können Impotenz auslösen und dafür sorgen, dass der Schwellkörper nicht hart wird.

Nervenerkrankungen: Für eine Erektion sendet das Gehirn Nervensignale an den Penis. Dies funktioniert nur, wenn keine neurologischen Erkrankungen vorliegen. Mögliche neurologische Erkrankungen, die zu Impotenz führen, sind unter anderem:

Weitere Erkrankungen, die sich mit Erektionsstörungen zeigen:

  • Multisystematrophie (MSA)
  • Hyperprolaktinämie
  • Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose)
  • Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose).
  • Entzündung der Prostata (Prostatitis)

Operationen: Falls es operative Eingriffe im Beckenraum gegeben hat wie zum Beispiel bei Prostatakrebs, Enddarm-Operationen oder an der Harnblase, können Nervenbahnen beschädigt worden sein. Ist dies der Fall und entweder Nervenbahnen vom oder zum Penis wurden bei der Operation verletzt, dann kann Impotenz eine typische Folge sein.

Verletzungen: Liegt eine Verletzung des Penis oder des Schwellkörpers vor, kann dies eine weitere organische Ursache für Impotenz sein.

Drogenkonsum: Je nach Häufigkeit des Drogenkonsums und Zusammensetzung verschiedener Substanzen können Drogen dazu führen, dass der Penis nicht steif wird. Auch ein übermäßiger Alkoholkonsum kann diesen Effekt haben.

Hinweis

Schlafapnoe sowie Adipositas bzw. Übergewicht im Allgemeinen haben ebenfalls negative Auswirkungen auf den männlichen Organismus.

Psychische Ursachen einer erektilen Dysfunktion

Psychische Ursachen für Impotenz liegen entweder in der Impotenz selber oder in anderen Auslösern.

Zur Erklärung: Wenn es bei Männern einige Male nicht mit einer Erektion klappt oder der Penis schon nach kurzer Zeit wieder schlaff wird, macht ihnen das meist psychisch zu schaffen. Die Versagensangst und der Druck vor dem nächsten Mal steigen, was sich negativ auf die Potenz auswirken kann. Männer finden sich auf diese Weise schnell in einer Spirale gefangen, in der sich die negativen Empfindungen gegenseitig bedingen. Aus einem kurzzeitigen Versagen folgt die starke Versagensangst, was dann tatsächlich zu Versagen führt (selbsterfüllende Prophezeiung). Eine ungeduldige Partnerin, die diese Versagensangst nicht nachvollziehen kann, kann diese Empfindungen dann noch verstärken.

In so einem Fall ist es umso wichtiger, dass Männer mit ihren Sorgen offen umgehen und ihre Partnerin ihnen Geduld und Verständnis entgegenbringt. Wenn beide sich mit Zeit und Offenheit begegnen, können Männer ihre psychische Blockade gegebenenfalls auflösen. Fällt der Druck weg, klappt es häufig auch wieder mit der Erektion. Wenn dies nicht der Fall ist, sollten sie einen Arzt aufsuchen und sich untersuchen lassen, um doch mögliche organische Ursachen abklären zu lassen.

Psychische Ursachen können auch in vergangenen Traumata liegen wie zum Beispiel Missbrauchserfahrungen. Weitere psychische Ursachen sind:

  • Stress
  • Ängste
  • mangelnde Selbstsicherheit
  • Konflikte in der Partnerschaft
  • Konflikte in der eigenen Persönlichkeit wie zum Beispiel eine unterdrückte Homosexualität

Oftmals ist es nicht nur einer der oben genannten Ursachen, die zur Impotenz führen. Vielmehr spielen mehrere psychische Faktoren mit ein, die sich gegenseitig negativ verstärken.

Hinweis

Ein Anzeichen dafür, dass die Probleme psychischer Natur sind, ist zumeist, dass die Störung nur vorliegt, wenn es zum tatsächlichen Geschlechtsverkehr kommt. Bei der Masturbation oder in anderen Situationen, die erotisierend sind, treten keine bis wenige Probleme mit der Erektion auf.

„Verschobene” Sexualvorstellungen, überzogene Erwartungen und hohe Ansprüche an sich selbst können ebenso Ursprung dieses Stresses sein, wie auch andere Stressfaktoren, die eigentlich nichts mit der Libido an sich zu tun haben, sich aber negativ auf die Erektion auswirken. Letztlich können auch Depressionen die Libido einschränken. Diese sollten als Ursache nicht unbeachtet bleiben, denn sie sind unabhängig vom Geschlecht weit verbreitet.

Welche Medikamente verursachen Erektionsbeschwerden?

Es gibt verschiedene Medikamente, die körperlich gegen eine Erektion wirken. Blutdrucksenker wirken wie Erektionshemmer. Durch einen geringeren Blutdruck kann das Blut den Schwellkörper im Penis nicht füllen und die Erektion wird im Keim erstickt.

Beispiele für Medikamente, welche erektile Dysfunktionen auslösen können, sind:

  • Beta-Blocker und Spironolacton
  • Psychopharmaka
  • Opiate
  • Mittel gegen Pilze
  • Schlaf- und Beruhigungsmittel.
  • Blutdrucksenkende Mittel
  • Medikamente bei Diabetes
  • Beruhigungsmittel
  • entwässernde Medikamente
  • Medikamente zur Behandlung von Krebs
  • Medikamente bei gutartigen Prostatavergrößerungen

Risikofaktoren für eine erektile Dysfunktion

Auch wenn es nicht immer der Grund für erektile Dysfunktionen ist, spielt das Alter durchaus eine Rolle. Die Wahrscheinlichkeit für Erektionsstörungen steigt mit dem Alter signifikant an. Der Entstehungsprozess einer Erektion läuft generell langsamer ab. Das bedeutet, dass es meist etwas länger dauert, bis der Penis steif wird. Auch die sexuelle Stimulation muss teilweise größer sein oder länger andauern, bis es zur vollständigen Erektion kommt.

Dies ist allerdings kein großes Problem, wenn man sich beim Geschlechtsverkehr aufeinander einstellt. Problematisch wird es erst, wenn die Erektion trotz anhaltender Mühe ausbleibt oder nur solange anhält, dass es nicht zu einer befriedigenden Aktion kommen kann.

Erektile Dysfunktion: Alkohol und Nikotin sind schlecht für die Erektion

Auch einige Konsum- bzw. Genussgüter wirken schädigend auf die Libido. Dazu gehören neben “harten” Drogen auch die Gesellschaftsdrogen Alkohol und Nikotin.

Alkohol ist seine für negative Wirkung auf die Libido bekannt. Er erweitert die Gefäße und senkt den Muskeltonus. Dadurch kann kein Blutstau im Schwellkörper entstehen. Dies ist ein typisches Problem, welches nicht nur Männer betrifft, die von Erektionsstörungen geplagt werden. Auch viele nicht-betroffene Männer können keine ausreichende Erektion aufbauen, wenn sie zu viel getrunken haben. Gleichzeitig werden durch Alkoholmissbrauch wichtige Nerven unwiederbringlich geschädigt, was die Erektionsfähigkeit generell verringert.

Wussten Sie’s?

Rauchen vermindert die Sauerstoffkonzentration im Blut. Dadurch wird auch der Blutfluss in den Schwellkörper des Penis vermindert. Jede Zigarette verringert nicht nur die Sauerstoffkonzentration im Blut, sondern nebenbei auch die Erektionsfähigkeit.

Erektionsstörungen durch Lebensmittel

Es gibt Lebensmittel, welche luststeigernd wirken. Schokolade und Safran sollen etwa wahre Aphrodisiaka sein. Ihre Wirksamkeit wurde sogar wissenschaftlich bestätigt.

Zucker und Weißmehl gehören allerdings keineswegs auf die Liste der Lebensmittel, die die Libido unterstützen. Sie sorgen für einen Anstieg des Insulinspiegels, wordurch die Menge an Testosteron im Körper gesenkt wird. Dies mindert den Sexualtrieb. Ähnlich wirken Speisen mit einer hohen Konzentration an Kohlenhydraten, wie Kartoffeln, Nudeln oder Reis.

Zu wenig Bewegung führt zu Erektionsstörungen

Mangelnde Bewegung kann ebenfalls einen negativen Einfluss mit sich bringen. Unter Bewegungsmangel leiden nicht nur Körper und Gesundheit,. Auch der Geschlechtsverkehr wird erwiesenermaßen schlechter.

Hinweis

Sport besitzt die Eigenschaft, die Durchblutung anzuregenund sorgt dafür, dass viel Sauerstoff durch den Körper transportiert wird. Dies fördert die Erektionsfähigkeit und erhöht zugleich den Testosteronspiegel.

Prognose & Verlauf: Kann eine erektile Dysfunktion geheilt werden?

So vielseitig wie ihre Ursachen sind auch die Behandlungsmethoden von Erektionsstörungen. Daher ist die Prognose in der Regel sehr gut. Erektionsstörungen sind in den meisten Fällen vollständig heilbar.

Die moderne Medizin hat zahlreiche Methoden entwickelt, um einer erektilen Dysfunktion zu begegnen. Kaum ein Mann muss sich mit Problemen der Sexualität abfinden.

Behandlung von Erektionsstörungen: Wie kann Impotenz geheilt werden?

Um Impotenz zu behandeln, ist es wichtig ihre Ursache zu kennen. So benötigt jede vorliegende Grunderkrankung eine andere Therapie. Um Männern trotz vorliegenden Krankheiten und Erektionsproblemen zu einem steifen Penis zu verhelfen, gibt es verschiedene manuelle und medikamentöse Ansätze. Eine Penispumpe, erektionsfördernde Mittel oder ein Schwellkörperimplantat können helfen, die Potenz wiederzuerlangen. Auch gezieltes Beckenbodentraining oder spezielle Hausmittel kann die Erektionsfähigkeit verbessern.

Ein Implantat beispielsweise ist aber in der Regel die letzte Option, die in Erwägung gezogen wird, wenn keine andere Therapieform dem Patienten hilft. Erst werden andere Varianten zur Steigerung der Potenz versucht und insbesondere auch die möglicherweise zugrundeliegende Krankheit behandelt. Je früher diese erkannt wird, desto besser ist auch die Prognose für die Impotenz. Wenn die erektile Dysfunktion (ED) von einer anderen Erkrankung ausgelöst wurde, kann die (medikamentöse) Behandlung dieser Krankheit die Erektionsstörungen des Patienten in der Regel vollständig beseitigen.

Ist die Impotenz psychischer Natur, kann neben der Reduktion von Stress und einem offenen Gespräch mit dem Partner dem Patienten eine Psychotherapie helfen.

Die typischen Maßnahmen gegen Stress sind auch hier sehr wirksam. Sportliche Betätigung (Laufen, Schwimmen, u. Ä.) senkt den Adrenalin- und Cortisolspiegel und lässt den Körper wieder zur Ruhe kommen. Gleichzeitig können Entspannungstechniken wie Meditation helfen, ruhig zu werden und die Stressbildung in Zukunft zu vermeiden. In schwerwiegenderen Fällen können auch Nahrungsergänzungsmittel unterstützen. Diese sollten allerdings natürlich sein: Magnesium kann hier bereits effektiv wirken und ist auch abseits der Libido wichtig für den Körper.

Lösungen für Erektionsprobleme

Medikamente gegen Erektionsstörungen: Was hilft?

In Deutschland sind einige Medikamente für die Behandlung von Erektionsstörungen zugelassen. Dazu zählen die Wirkstoffe:

  1. Wirkstoff: Sildenafil, enthalten in Viagra
  2. Wirkstoff: Tadalafil, enthalten in Cialis
  3. Wirkstoff Vardenafil, enthalten in Levitra
  4. Wirkstoff Avanafil, enthalten in Spedra

All diese Medikamente sind sogenannte Phosphodiesterase-5-Hemmer, auch PDE-5-Hemmer. Sie hemmen körpereigene Enzyme und sorgen für eine stärkere Durchblutung der Blutgefäße im Penis. Dadurch kann eine Erektion entstehen und sogar bestehen bleiben. Die Medikamente wirken nicht luststeigernd. Die PDE-5-Hemmer funktionieren nur dann, wenn der Mann gerade von Natur aus sexuell erregt ist. Die durch die Medikamente unterstützte Erektion endet mit dem Samenerguss. Innerhalb des Wirkungszeitraums von vier bis zwölf Stunden (je nach PDE) sind mehrere Erektionen möglich. Der PDE-5-Hemmer Tadalafil wirkt sogar für 24 bis 36 Stunden. Die Wirkung der Medikamente tritt nach 15 Minuten bis einer Stunde ein, was zwar keinen spontanen, aber zumindest kurzfristigen Sex möglich macht. Bei 70 bis 80 Prozent der von Impotenz betroffenen Männer helfen die Hemmer, die individuelle Dosierung und die Wirkdauer sind dabei jedoch verschieden.

Die Liste der Nebenwirkungen von erektionsfördernden Medikamenten ist jedoch sehr lang. Die folgenden Symptome können auftreten:

Die Medikamente sind verschreibungspflichtig und aufgrund der Nebenwirkungen auch nicht für jeden Patienten geeignet. Von einer Selbstmedikation raten Ärzte Patienten ganz klar ab.

Weitere Therapieansätze bei Erektionsstörungen

Neben der klassischen Therapie mit Medikamenten gibt es noch viele weitere Therapieansätze gegen Potenzstörungen. Die Wahl der Therapie hängt dabei stets von der Ursache der Impotenz ab.

Testosteron-Therapie für mehr Potenz

Bei einer Testosteron-Therapie kann das fehlende Testosteron künstlich ersetzt werden. Dies wird aber meist nur in schweren Fällen von Testosteronmangel gemacht. Zudem müssen auch bereits Veränderungen des Gewebes im Penis vorliegen, die durch den Testosteronmangel entstanden sind.

Intravenöse Injektionstherapie bei Erektionsstörungen

Bei der Intravenösen Injektionstherapie oder auch Schwellkörper-Autoinjektions-Therapie (SKAT) injiziert sich der Mann vor dem Sex ein Mittel in den Schwellkörper des Penis, dass diesen in zehn bis 20 Minuten steif werden lässt. Die Schwellkörper-Autoinjektions-Therapie (SKAT) sorgt also dafür, dass der Penis auch ohne Lust erigiert. Die Wirkung hält 30 bis 60 Minuten an und ermöglicht Geschlechtsverkehr. Spontan ist diese Art von Sex nicht, für Männer mit Erektionsstörungen aber durchaus eine Möglichkeit, nicht auf das Vergnügen verzichten zu müssen. Viele Männer scheuen sich davor, sich eine Spritze in den Penis zu jagen. Mit etwas Übung ist das aber kein Problem mehr.

Vorteile der SKAT:

  • Schmerzlose Injektion durch Verwendung einer dünnen Nadel.
  • Rasche Wirkung
  • Zuverlässigkeit: ~90 %
  • Wirkung auch bei geschädigten Nervenbahnen.

Nachteile der SKAT:

  • Die Dosierung des Wirkstoffes muss sehr exakt erfolgen.
  • Die Injektion in den Penis ist Übungssache.

Alternativ kann der Wirkstoff allerdings ebenfalls in Tablettenform in die Harnröhre eingeführt werden. In diesem Fall spricht man von MUSE, dem medikamentösen urethrales System zur Erektion. Der Wirkstoff wird in Form eines Zäpfchens in die Harnröhre eingeführt und gelangt somit in den Schwellkörper. Nach rund 15 Minuten folgt die Erektion.

Transurethrale Applikation (MUSE) bei Erektionsproblemen

Im Gegensatz zur SKAT wird bei der transurethralen Applikation (MUSE) das Medikament nicht gespritzt, sondern als Stäbchen in die Harnröhre eingeführt. Dort löst sich das Stäbchen auf und löst eine Erektion aus.

Auch diese Methode verursacht keine Schmerzen, kann aber unter Umständen zu einer schmerzhaften Dauererektion führen. Zudem kann das Medikament durch Wärme wieder aus dem Penis auslaufen, was die Wehentätigkeit bei schwangeren Frauen beeinflussen kann.

Hinweis

In der Schwangerschaft sollte bei Anwendung der transurethralen Applikation (MUSE) ein Kondom genutzt werden, um die Schwangerschaft nicht zu beeinträchtigen.

Beide Varianten nutzen den körpereigenen Wirkstoff Alprostadil. Dieser sorgt dafür, dass die Muskeln erschlaffen und Blut in den Penis fließt. Wichtig ist – unabhängig der Anwendung des Wirkstoffes – die richtige Dosierung, die von einem Arzt festgelegt werden sollte. Andernfalls kann es zu schmerzhaften Dauererektionen kommen – oder aber es wirkt gar nicht.

Hilft eine Vakuumpumpe bei Erektionsstörungen?

Vakuumpumpe gegen Impotenz

Die Kombination aus Penisring und Vakuumpumpe kann Männern mit Erektionsstörungen helfen, einen steifen Penis zu bekommen. Dafür wird der Penis in den Zylinder der Pumpe eingeführt und dann durch das Absaugen von Luft ein Vakuum erzeugt. Dadurch fließt mehr Blut in den Schwellkörper und es kommt zur Erektion. Wird dann vor der Entfernung der Pumpe ein Ring an der Penis-Wurzel angebracht, kann das Blut gestaut werden und die Erektion bleibt bestehen. Dieses Verfahren ist wirksam und erspart eine Medikamenteneinnahme, kann beim Samenerguss jedoch zu Schmerzen aufgrund der Einengung durch den Ring führen.

Vakuumpumpen können von Männern auch zu Trainingszwecken eingesetzt werden, um die Erektionsfähigkeit zu stärken, da auf diese Weise der Schwellkörper aktiviert wird. Besonders bei Männern, deren Impotenz auf Operationen im Beckenbereich zurückzuführen ist, können mit Vakuumpumpen-Training gute Erfolge erzielt werden.

Potenztraining

Mit gezieltem Potenztraining können die Durchblutung sowie die Sauerstoffversorgung des Penis verbessert werden. Dazu kann auch das Training mit einer Vakuumpumpe gehören. Beckenbodentraining ist ein weiterer wichtiger Bestandteil des Potenztrainings.

Sobald Ihr Arzt die Ursache für die Impotenz gefunden hat, können gezielte Behandlungsmaßnahmen eingeleitet werden, mit denen Sie Ihre Potenz möglicherweise sogar vollständig zurückerhalten können. Urheber: luckybusiness | Adobe Stock

Wann muss bei Impotenz operiert werden?

Den größten operativen Eingriff stellt ein Penisimplantat dar. Darauf sollte nur zurückgegriffen werden, wenn alle anderen Optionen keine Besserung verschafft haben.

Im Rahmen einer Operation wird dabei eine biegsame oder hydraulische Prothese in den Schwellkörper implantiert. Diese wird durch eine Pumpe im Hodensack mit Flüssigkeit gefüllt und sorgt so für den gewünschten Effekt. Das Verfahren klingt neu, ist jedoch bereits sehr lange bekannt und im Einsatz. Es liefert die wirkungsvollste Hilfe bei Erektionsstörungen.

Es gibt außerdem noch andere operative Verfahren, welche die gefäßbedingte Impotenz behandeln. Diese sind allerdings sehr riskant und werden nur selten empfohlen.

Psychotherapie oder Coaching gegen Potenzstörungen

Wenn die Erektionsstörungen einen psychischen Auslöser haben, können eine Psychotherapie oder ein Coaching helfen. Bei psychotherapeutischen Einzelsitzungen wird versucht, den Auslöser der Erkrankung zu identifizieren. Dabei kommen beispielsweise Stress, Angstgefühle oder ein verringertes Selbstvertrauen zum Tragen. Alternativ bzw. zusätzlich kann auch eine Paartherapie angedacht werden.

Dabei ist es nicht zwingend nötig die gesamte Kindheit zu analysieren und Traumata in der Vergangenheit aufzuarbeiten. Häufig liegen die Gründe viel oberflächlicher wie zum Beispiel falsche Erwartungen in der Partnerschaft, Probleme in der Beziehung, die falsche Partnerin, überhöhte Erwartungen an die eigene Person, äußerer Druck, Stress im Beruf oder ein unausgewogener Lebensstil.

Viagra, Cialis & Co.: Welche Potenzmittel helfen bei Erektionsstörungen?

Das wohl bekannteste Mittel gegen Probleme mit der Erektion ist eine blaue Pille. Der in Viagra enthaltene Wirkstoff Sildenafil hat die Behandlung von Erektionsstörungen Ende des 20. Jahrhunderts revolutioniert und sorgt seit nunmehr über zwei Jahrzehnten bei über 20 Millionen Männern weltweit für Abhilfe.

Die Wirkung von Viagra

Das Mittel verstärkt keinesfalls die Lust, sondern unterstützt lediglich den Erhalt der Erektion.

Das bedeutet, dass auch mit Viagra ein lustauslösender Reiz vorhanden sein muss. Die daraus resultierende Erektion wird durch das Mittel aufrechterhalten. Etwa eine Stunde nach der Einnahme ist die Konzentration im Blut am höchsten.

Bei Medikamenten, welche die Libido unterstützen, unterscheidet man zwischen zentralen Initiatoren und peripheren Konditionierern.

Wirkung von zentralen Initiatoren bei Erektionsstörungen

Zentrale Initiatoren bringen den Erektionsablauf in Bewegung:

  • Die Wirkstoffe dieser Potenzmittel arbeiten im Gehirn
  • Sie sorgen dafür, dass erotische Reize über das Rückenmark transportiert werden.
  • Es kommt zurAusschüttung von Botenstoffen, die eine Erektion zur Folge haben.
  • Die Wirkung tritt meist rasch ein, teilweise ist die volle Wirksamkeit nach 20 Minuten erreicht.

Gerade bei Erektionsstörungen ist eine schnelle Wirkung wichtig, denn meist ist der Geschlechtsverkehr nicht geplant. Das Paar möchte nicht erst lange warten, bis die Wirkung einsetzt. Zudem entsteht bei schneller Wirkung ein Gefühl von Natürlichkeit, dass nicht ein Medikament den Anstoß zur Erektion gegeben hat.

Periphere Konditionierer zur Behandlung von erektiler Dysfunktion

Periphere Konditionierer wirken am Schwellkörper selbst. Auch sie werden als Tablette eingenommen. Die Potenzmittel lassen die Muskulatur des Penis erschlaffen und fördern den Blutstrom in das Glied.

Hinweis

Anders als zentrale Initiatoren kann Essen und Trinken die Wirkung peripherer Konditionierer verzögern. Die Einnahme muss etwas geplant werden.

Einnahme von Viagra

Vor der Einnahme der blauen Pille ist es wichtig, zuvor ein Gespräch mit dem Arzt zu führen. Möglicherweise bieten sich auch andere Lösungen an oder die Ursachen der Erektionsstörungen liegen bei einem anderen, leicht zu behandelnden Faktor. Außerdem kann es sein, dass eine Einnahme von Viagra aus gesundheitlichen Gründen nicht möglich ist

Im Falle einer Einnahme gilt es, das Vorhaben zu planen:

  • Einnahme: eine Stunde vor dem Geschlechtsverkehr
  • Wirkungsdauer: 4 bis 5 Stunden
  • Reguläre Dosis: 25 – 50 mg
  • Maximaldosis: 100 g
Wussten Sie’s?

Bei Viagra handelt es sich um einen peripheren Konditionierer. Inzwischen sind auch noch zwei weitere Medikamente auf dem Markt, die Viagra in ihrer Wirkung nachfolgen. Diese heißen Cialis und Levitra.

Nebenwirkungen von Viagra & anderen Potenzmitteln

Trotz einer Erfolgsquote von 60 bis 85 % ist Viagra nicht von Nebenwirkungen befreit. Sie reichen von leichten Problemen bis hin zu starken Schädigungen des Körpers. Dies ist einer der Gründe, warum ein Gespräch mit dem Arzt vor der Einnahme sehr wichtig ist. In Deutschland ist Viagra rezeptpflichtig und wird von Ärzten nicht leichtfertig verschrieben.

Nachfolgend eine Übersicht einiger bekannter Nebenwirkungen:

Sehr häufige Nebenwirkungen (über 10 %)Kopfschmerzen
Hautrötungen (bei Viagra und Levitra)
Verdauungsstörungen (bei Levitra)
Häufige Nebenwirkungen (bis 10 %)Verdauungsstörungen (bei Viagra)
Verstopfte Nase
Sehstörungen
Schwindel
Rücken und Muskelschmerzen

Herzprobleme infolge von Potenzmitteln werden aktuell noch untersucht. Sie werden von einigen Forschern ins Gespräch gebracht, während andere das Risiko für unbedeutend halten. Der Grund für die Sorge liegt in der Beeinflussung des Herz-Kreislauf-Systems. Liegen schwere Erkrankungen vor, so können die Mittel bedrohlich werden.

Teilweise liegen die Risiken auch in der Wirkung an anderen Körperstellen. Eigentlich sind die Potenzmittel so abgestimmt, dass sie nur an den Stellen wirken, für die sie gedacht sind. Teilweise konnte aber nachgewiesen werden, dass einige Potenzpillen nicht nur im Penis, sondern auch im Ohr eine Wirkung entfaltet haben. Dies führte bei einzelnen Patienten dazu, dass es zu bleibenden Gehörschädigungen kam. Nachlassendes Hörvermögen ist also wie jede unvorhergesehene Nebenwirkung ein Grund, sofort den Arzt aufzusuchen.

Prävention von Erektionsstörungen

Auch man selbst kann Erektionsstörungen aktiv bekämpfen. Durch verschiedene Hausmittel, aber auch eine Lebensumstellung bzw. einen gesunden Lebenswandel kann viel erreicht werden. Im Folgenden werden einige Tipps zusammengestellt, die helfen können, Probleme mit der Libido und insbesondere Erektionsstörungen erfolgreich zu bekämpfen.

Veränderung des Lebensstils verringert erektile Dysfunktionen

Da Impotenz und Erektionsstörungen häufig durch andere Krankheiten wie Diabetes, Gefäßerkrankungen oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen ausgelöst wird, sollte es gar nicht erst soweit kommen. Wer einen gesunden Lebensstil pflegt, muss diese Erkrankungen häufig gar nicht befürchten und ist somit auch besser vor Störungen der Erektionsfähigkeit geschützt. Ein gesunder Lebenswandel trägt also dazu bei, den Körper vor Krankheiten und daraus möglicherweise resultierender Impotenz zu schützen.

Doch auch Männern mit bereits bestehenden Erektionsstörungen wird je nach Ursachen häufig auch zu einem Wandel ihres Lebensstils geraten, falls mangelnde Bewegung und die falsche Ernährung die Potenzprobleme auslösen.

Zu einem gesunden Lebensstil gehören:

Eine Garantie gibt es durch diese Maßnahmen natürlich nicht – viele Studien haben aber den positiven Effekt eines gesunden Lebenswandels nachgewiesen. Wenn sich Impotenz zu entwickeln beginnt, kann je nach Ursache mit einer Veränderung des Lebensstils noch dagegengesteuert werden. Wer aufhört zu rauchen und zu trinken, Sport macht und seine Ernährung umstellt, kann nach einer gewissen Zeit eine Verbesserung der Erektionsfähigkeit und des gesamten Wohlbefindens feststellen.

Wussten Sie’s?

Sport ist einer der wichtigsten Aspekte, denn Übergewicht senkt die Libido. Nimmt der Bauchumfang übermäßig zu, wird das Enzym Aromatase produziert. Dieses wandelt Testosteron in Östrogen um, was in vielen Fällen dazu führt, dass beim Mann weniger bis keine Lust aufkommt. Ein Absinken des Testosteronspiegels hat auch Einfluss auf die Steife und Frequenz von Erektionen.

Bereits fünf Kilogramm weniger können den Testosteronspiegel merklich erhöhen. Durch eine Gewichtsreduktion lässt sich somit bereits eine der Hauptgründe für erektile Dysfunktion bekämpfen.

Am besten lassen sich Männer von einem Arzt beraten, sobald erste Symptome rund um das Thema Impotenz auftreten. Er kann andere Krankheiten abklären und weiß, wie die Erektionsstörung am besten angegangen wird. Aus Scham den Arztbesuch zu verweigern kann gefährlich sein, falls die Impotenz ein Anzeichen einer schweren Erkrankung ist.

Beckenboden-Training für Männer

Ein Bewegungsmangel führt ebenfalls zu Erektionsstörungen. Daher ist körperliche Betätigung ein wichtiger Aspekt für ein erfülltes Liebesleben. Mithilfe von gezieltem Training des Beckenbodens können Männer ihre Sexualität deutlich verbessern. Die Muskelplatte schützt die Unterleibsorgane und wird unterschätzt!

Ein gesunder Beckenboden sorgt zusammen mit der Bein- und Rumpfmuskulatur dafür, dass das Becken stabil und die Körperhaltung aufrecht bleibt. Auch die Erektion wird dadurch positiv beeinflusst. Andere sportliche Aktivitäten zeigen ebenfalls positive Auswirkungen auf die Erektionsstärke.

Übung zur Vorbeugung von Erektionsstörungen: Beckenheben

  • Legen Sie sich auf den Rücken und winkeln Sie die Beine an. Die Füße stehen hüftbreit auseinander.
  • Die Füße werden flach aufgestellt, die Hände neben den Hüften abgelegt.
  • Spannen Sie Gesäß- und Rückenmuskulatur an und heben Sie das Becken.
  • Heben Sie das Becken so hoch, dass Oberkörper und Oberschenkel eine gerade Linie bilden – spannen Sie alle Muskeln an.
  • Nach einigen Sekunden kehren Sie in die Ausgangsposition zurück.
  • Legen Sie dabei das Becken nicht vollständig ab, sondern wiederholen Sie die Übungsabfolge für 3 x 15 Wiederholungen.

Hausmittel gegen Impotenz

Handelt es sich um Erektionsstörungen, denen keine ernste Erkrankung wie Diabetes oder Nervenerkrankungen zugrunde liegt, kann die Durchblutung des Penis auch mit Hausmitteln angekurbelt werden. Denn seit der Antike existieren diverse unterschiedliche Aphrodisiaka, welche luststeigernd wirken sollen. Über Schokolade und Safran wurde bereits berichtet. Neben kuriosen und unwirksamen Vertretern existieren noch andere Hausmittel, die unterschiedlich effektiv sind.

Auch bei einer medikamentösen Therapie können Hausmittel zusätzlich angewendet werden, um Durchblutungsstörungen effektiver zu beheben und die Erektionsfähigkeit gegebenenfalls zu verstärken.

Die folgenden fünf Hausmittel wirken effektiv gegen Durchblutungsstörungen:

  1. Granatapfel: Der regelmäßige Verzehr von Granatapfel erhöht den Testosteronspiegel und den Blutfluss. Auch die Libido wird positiv beeinflusst.
  2. Knoblauch: Er fördert die Durchblutung, stärkt das Immunsystem und fördert die Produktion von Testosteron.
  3. Rosmarin: Rosmarin kann zum Beispiel als Öl äußerlich angewendet werden und fördert die Durchblutung. Auch ein heißes Rosmarinbad kann die Durchblutung ankurbeln.
  4. Damiana-Kraut: Die Muskeln werden entspannt und die Geschlechtsorgane vitalisiert. Das mittelamerikanische Kraut ist in Deutschland sowohl online als auch in Apotheken und Reformhäusern erhältlich.
  5. Ginseng-Wurzel: Die Wurzel des Ginseng-Baumes wirkt durchblutungsfördernd und stressreduzierend.

Doch auch Spargel, Sellerie, Austern, Champagner und Waldmeister wird eine potenzfördernde Wirkung nachgesagt. Meist sorgen die enthaltenen Mineralstoffe in den Lebensmitteln für die fördernde Wirkung auf die Libido. So enthalten Austern beispielsweise Phosphor, Zink und Jod. Das sind drei Stoffe, die die Spermienproduktion, den Testosteronspiegel und die Bildung von Vaginalsekret unterstützen. Der Placebo-Effekt wirkt unterstützend bei natürlichen Libido-Verstärkern.

Erektionsstörungen mit pflanzlichen Wirkstoffen behandeln

Einige Mittel können in Apotheken und Reformhäusern ohne Rezept erworben werden. Doch auch hier ist Vorsicht geboten. Mehrere unterschiedliche Wirkstoffe sollten nicht gemischt werden, oder nur, wenn dies vorher mit einem Experten abgeklärt wurde.

Pflanzliche MittelWirkung
Geile-Ziegen-Kraut (Epimedium sagittatium)
  • Enthält Flavonoide, welche die Blutgefäße erweitern.
  • Wirkt auf die Neurotransmitter (Signalweiterleitung) im Gehirn.
  • Erhöht Libido und Energie
Potenzholz (Liriosma ovata)
  • Verstärkt die Libido und die Intensität des Orgasmus.
  • Haut und Genitalbereich werden sensibler.
  • Verstärkt den Blutzufluss zu den Genitalien.
  • Das Mittel stammt aus dem Amazonas.
Tribulus terrestris
  • Enthält die Substanz Protodioscin, die die Produktion von Testosteron anregt.
  • Erweitert die Blutgefäße im Penis.
Ashwagandha
  • Verbessert die Stimmung und die Libido.
  • Wirkt entspannend.
  • Verbessert die Durchblutung des Genitalbereichs.

Erektile Dysfunktion mit alternativer Medizin behandeln

In der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) spricht man bei Erektionsstörungen von einer Schwäche im Bereich des Nierenmeridians. Entsprechend ist eine Akupunkturbehandlung möglich. Diese sollte für mindestens fünf Sitzungen getestet werden. Treten Besserungen ein, so werden insgesamt zwölf Sitzungen durchgeführt. Schlägt sie nicht an, so müssen andere Verfahren ausprobiert werden.

Die Krankenkassen übernehmen den Preis für Akupunktur bei Erektionsstörungen nicht, daher müssen die stark variierenden Kosten (30 € – 80 € je Sitzung) selbst getragen werden.

Fazit: Erektionsstörungen sind heilbar

Erektionsstörungen sind ein weit verbreitetes Problem bei Männern, das allerdings gut in den Griff bekommen werden kann. Wenn in über zwei Dritteln der Fälle keine befriedigende Erektion mehr erreicht wird, können Medikamente oder aber chirurgische, mechanische oder pflanzliche Mittel und Wege helfen, das Problem zu beseitigen.

Bezüglich der Ursachen kommen viele Faktoren infrage. Seltener als oft vermutet gehören dazu auch psychische Stress- oder Angstauslöser. In den meisten Fällen sind es alters- oder gefäßbedingte körperliche Faktoren, die dazu führen, dass die Erektionsfähigkeit abnimmt. Wer hier keine falsche Scham beweist, sondern ärztliche Hilfe in Anspruch nimmt, kann die Beschwerden häufig erfolgreich verringern.

Bartwuchs, Männergesundheit, Gesundheit

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FAQ: Antworten auf die häufigsten Fragen rund um Erektionsstörungen

Was sind die Ursachen von Erektionsstörungen?

Die Ursachen von Impotenz sind vielfältig und können sowohl körperlicher als auch psychischer Natur sein. In der Regel liegen jedoch oft physische Erkrankungen zugrunde, welche die Erektionsstörungen verursachen. Dazu gehören unter anderem Krankheiten wie Diabetes, Arteriosklerose, Bluthochdruck, Multiple Sklerose, Parkinson oder andere Nervenerkrankungen. Doch auch ein niedriger Testosteronspiegel sowie Drogenkonsum und Medikamente können zu Impotenz führen.

Was kann man bei Erektionsproblemen tun?

Im ersten Schritt ist es ratsam, einen Arzt aufzusuchen und sich untersuchen zu lassen. Denn in manchen Fällen liegt eine schwere Vorerkrankung zugrunde, die ebenfalls zur Impotenz geführt haben kann. Doch auch Medikamente können als Nebenwirkung Störungen der Erektionsfähigkeit aufweisen. Der Arzt wird Sie untersuchen und versuchen, die Ursache für die Impotenz festzustellen. Ist die Ursache identifiziert, können geeignete Therapieansätze eingeleitet werden. Während bei manchen Männern bereits eine Ernährungs- und Lebensumstellung hilft, benötigen andere Betroffene wiederum Medikamente, die sogenannten PDE-5-Hemmer. Allerdings gibt es noch viele weitere Therapieansätze, die bei Störungen der Erektionsfähigkeit helfen.

Welcher Arzt ist für Erektionsprobleme zuständig?

Grundsätzlich sollten Sie bei Erektionsproblemen einen Urologen aufsuchen. Dieser wird sie körperlich untersuchen und gegebenenfalls einen Ultraschall durchführen, um die Ursache für Ihre Erektionsstörungen ausfindig zu machen.

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