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Ginkgo: So wirkt die Heilpflanze auf das Gehirn

(Foto: jurgal - Adobe Stock)

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Arzneimittel mit Ginkgo können die Durchblutung fördern und bei milden Störungen des Gehirns helfen. Bei Nahrungsergänzungsmitteln mit Ginkgo müssen Sie hingegen vorsichtig sein, da sie unerwünschte Nebenwirkungen auslösen können.

Ginkgo gilt als natürliches Heilmittel aus Fernost, das bei Durchblutungsstörungen helfen und die Denkleistung verbessern soll. Schon seit Jahrtausenden wird die Pflanze als Heilpflanze verwendet.

Ginkgo-Präparate werden aus den Blättern des Ginkgobaums (auch Ginkgo Biloba genannt) gewonnen. Der Ginkgobaum hat sich wegen seiner Zählebigkeit den Namen „Lebens- oder Wunderbaum” erworben. Ein Ginkgo kann älter werden als die meisten anderen Pflanzen: Es gibt bis zu 4.000 Jahre alte Exemplare, die aus den kleinen Ginkgosamen wachsen. Seine Blättchen sind als Glücksamulett beliebt. Sie sind zartgrün und wie ein zweigeteilter Fächer geformt.

Ginkgo hilft bei vielen Beschwerden
Ginkgo hilft bei vielen Beschwerden und kann vielseitig eingesetzt werden.

Man sagt heute, der Ginkgo-Extrakt (aus den Blättern) sei von allen Heilpflanzen wissenschaftlich mit am besten untersucht. Die Wirksamkeit von Ginkgo-Präparaten ist jedoch umstritten und es gibt klare Einschränkungen, die Sie bei der Einnahme berücksichtigen sollten.

Wie wirkt die Heilpflanze Ginkgo?

Die Kommission E, die im Auftrag des Bundesgesundheitsministeriums Pflanzenpräparate bewertet, ist schon vor Jahren zu einer positiven Bewertung von Ginkgo Biloba gekommen; allerdings nur bei bestimmten Indikationen, die generell vor allem im Zusammenhang mit einer besseren Durchblutung stehen. Dem beliebten und bewährten Extrakt aus Ginkgoblättern werden folgende Wirkungen zugesprochen:

  • Erweiterung der Blutgefäße,
  • hilft bei Tinnitus,
  • erleichterter Sauerstofftransport im Blut,
  • Förderung der Durchblutung,
  • antioxidative Wirkung,
  • verbesserte Gedächtnisleistung,
  • Verhinderung des Abbaus von Nervenzellen,
  • Stärkung von Konzentration und Merkfähigkeit im Alter,
  • erhöhte Ausschüttung von Dopamin im Gehirn.

Aufgrund der durchblutungsfördernden Wirkung des Ginkgos kann dieser auch bei Kopfschmerzen wirksam sein. Der Ginkgobaum hat übrigens auch Früchte, die in der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) genutzt werden. Bei uns ist der Einsatz des Blattextrakts üblicher.

Ginkgo-Blätter
© Marina Lohrbach - Fotolia

Ginkgo-Blätter bilden die Basis für die weitere Verarbeitung

Woher kommt die positive Wirkung des Ginkgos?

Gerade in der chinesischen Medizin hat Ginkgo einen festen Platz und dient dort als Mittel gegen die unterschiedlichsten Beschwerden und Erkrankungen.

Verantwortlich dafür sind unter anderem:

  • Ginkgolide
  • Terpenlactone
  • Flavonoide.

Sie alle sind Pflanzenstoffe, wirken aber auf unseren Körper: Sie regen die Durchblutung an, besonders stark die im Gehirn. Zudem schützen sie vor freien Radikalen, die die Zellen schädigen. Besonders die Konzentration an Flavonoiden und Terpenoiden im Ginkgo ist hoch.

Ginkgo: Nahrungsergänzungsmittel oder Arzneimittel?

Bei Ginkgo-Präparaten kommt es stark auf die Dosierung und die genauen Inhaltsstoffe an. So unterscheiden sich die ginkgohaltigen Nahrungsergänzungsmittel, die in Drogerie- und Supermärkten zu kaufen sind, stark von Arzneimitteln mit Ginkgo.

Wenn Sie also über die gesundheitsfördernden Effekte von Ginkgo lesen und dann im Supermarkt eine Packung Ginkgo-Kapseln mitnehmen, dürfen Sie von diesem Präparat nicht dieselben Effekte erwarten wie von einem Arzneimittel mit Ginkgo aus der Apotheke.

Nahrungsergänzungsmitteln wie Vitaminpräparaten wird Ginkgo häufig zugesetzt, da es werbewirksam ist. In der Regel ist die Dosierung jedoch bei weitem nicht hoch genug, um einen tatsächlichen Effekt zu erzielen.

Wie hilft Ginkgo bei Durchblutungsstörungen?

Ginkgo hilft nachgewiesenermaßen bei Durchblutungsstörungen, da er die Fließeigenschaften des Blutes verbessert. Ihre Ohren und Augen profitieren davon, weil Sie sich mit einem Ginkgo-Präparat besser auf Umweltreize einstellen können. Die Aktivität Ihres Gehirns wird gesteigert und Reize werden schneller weitergeleitet.

Ginkgo bei Tinnitus: Wirksam oder nicht?

Ohrensausen beziehungsweise Tinnitus ist auch auf eine Durchblutungsstörung zurückzuführen. Das dauerhafte Piepsen im Ohr ist für die Betroffenen stark belastend. Durch Ginkgo kann die Durchblutung verbessert werden, wodurch auch die Tinnitus-Symptome zurückgehen können.

Meist ist aber eine längerfristige Einnahme von hoch dosierten Pflanzenextrakten nötig, um tatsächlich eine Verbesserung zu erreichen. Gleiches gilt auch bei Schwindel.

Mit Ginkgo gegen Gefäßablagerungen vorgehen?

Ein Extrakt aus Ginkgo Biloba verhindert die schädliche Oxidation von LDL-Cholesterin (schlechtes Cholesterin) im Blut und beugt so den gefährlichen arteriosklerotischen Plaques an den Gefäßwänden vor. Dieser Schutzeffekt ist bereits nach zweimonatiger Einnahme des Heilpflanzenextrakt nachweisbar.

Das belegt eine Pilotstudie unter Leitung von Professor Günter Siegel an der Charité in Berlin. Neun Patienten mit hochgradigen Verengungen der Herzkranzgefäße erhielten nach einer Bypass-Operation zusätzlich zur Basistherapie mit ASS, ACE-Hemmern und Betablockern für zwei Monate lang zweimal täglich je 120 mg Ginkgo-Extrakt.

Das überraschende Resultat:

  1. Im Vergleich mit dem Befund vor der Behandlung verringerten sich durch die Ginkgo-Therapie die Plaque-Neubildung um 12 Prozent und die Plaque-Größe um 24 Prozent, berichtete Professor Siegel auf einer Fachpressekonferenz im April 2004 in Hamburg.
  2. Ginkgo verändere zwar nicht den LDL-Spiegel im Blut, verhindert aber die gefährliche LDL-Oxidation durch freie Radikale, die direkt zur Bildung von arteriosklerotischen Plaques führt.
  3. Der Extrakt selbst wirke als Radikalfänger und erhöhe außerdem die Konzentration von Enzymen. Diese unterdrücken die Bildung freier Radikale, erläuterte der Physiologe. Weil der Pflanzenauszug gut verträglich ist, spreche auch nichts gegen eine langfristige Einnahme unter ärztlicher Aufsicht.

Wenn Sie unter Gefäßablagerungen leiden oder diesen vorbeugen wollen, können Sie nach Absprache mit Ihrem Arzt Ginkgo einnehmen. Allerdings gehören zu einem gesunden Leben und einem gesunden Körper noch mehr als die Einnahme von Heilpflanzen. Bewegung, wenig Stress und eine ausgewogene Ernährung sind wichtige Bausteine für die Erhaltung Ihrer Gesundheit.

Lässt sich mit Ginkgo-Präparaten Demenz aufhalten?

Aufgrund der durchblutungsfördernden Wirkung von Ginkgo liegt die Vermutung nahe, dass das Pflanzenextrakt des Baumes auch bei Demenz helfen kann. So entsteht vaskuläre Demenz durch Durchblutungsstörungen, was auf Ablagerungen in den Gefäßen oder Blutgerinnsel zurückzuführen ist. Langzeitstudien zur Wirkung von Ginkgo bei Demenz wurden bereits durchgeführt.

Bei demenzkranken Menschen kann mit Ginkgo, wie mit den anderen Medikamenten, die für Demenzkranke eingesetzt werden, zwar eine leichte Verzögerung des geistigen Verfalls erreicht werden, wobei Ginkgo-Blattextrakt wesentlich nebenwirkungsärmer ist.

Werden Ginkgo-Präparate im Hinblick auf die Verbesserung von Alterserscheinungen überschätzt?

Als rezeptfreies, aber erstattungsfähiges Arzneimittel für die symptomatische Behandlung von hirnorganischen Leistungsstörungen werden Ginkgo-Blattextrakte auch in Deutschland in der Apotheke verkauft, insbesondere der standardisierte Ginkgo-Spezielextrakt EGb 761.

In der Wissenschaft wurde gehofft, dass nicht nur bereits Erkrankte, sondern auch schon ältere Gesunde von der Einnahme des Ginkgo-Blattextrakt profitieren würden. Amerikanischen Forschern zufolge sollen Ginkgo-Präparate jedoch im Hinblick auf die Verbesserung von Alterserscheinungen des Gehirns überschätzt worden sein.

Die Wissenschaftler untersuchten etwa 3.000 Testpersonen im Alter zwischen 72 und 96 über einen Zeitraum von sechs Jahren hinweg. Die Hälfte der Teilnehmer versuchte, sich mit Ginkgo-Präparaten fit zu halten. Die andere Hälfte nahm ein wirkungsloses Scheinpräparat (Placebo) ein. Tests zeigten jedoch keinen Unterschied in der geistigen Leistungsfähigkeit der Testpersonen. Weder verbesserte sich deren Allgemeinbefinden noch wirkten sich die Ginkgo-Präparate positiv auf ihre Hirnleistung aus. Das war die bislang größte Untersuchung zu diesem Thema.

Neue Studien geben Hinweise auf eine schützende Wirkung von Ginkgo auf das Gehirn

Wie bei allen Naturheilmitteln ist die Wirksamkeit von Ginkgo schwer zu belegen. Grund dafür sind unter anderem ein schwankender Wirkstoffgehalt im Naturmittel sowie wechselnde Dosierungen. Nun hat eine neue Übersichtsstudie gezeigt: Ja, es ist möglich, dass ein Ginkgo-Extrakt Ihr Gehirn schützt. Allerdings müssen dafür bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein.

Wissenschaftler der Wenzhou Medical University in Wenzhou, China, haben nun erneut alle Studien angeschaut, die es zum Thema Ginkgo gibt. Aus diesen mehr als 200 Untersuchungen haben sie dann zehn ausgewählt, die sie für qualitativ gut hielten und die auch sonst ihren wissenschaftlichen Maßstäben entsprachen.

In allen Studien ging es um den Vergleich der Wirkung von Ginkgo und Placebo-Präparaten. Zwei der Studien befassten sich zudem mit der präventiven Wirkung aufs Gehirn, die anderen mit der Frage, ob es bei schon bestehenden Problemen mit der Denkleistung zu einer Linderung bzw. Verbesserung kommen kann.

Bei welchen Gehirnstörungen kann Ginkgo helfen?

Als die Forscher die Studien verglichen, fanden sie Folgendes heraus: Ginkgo kann in der Tat helfen:

  • bei Alzheimer-Demenz
  • bei vaskulärer Demenz
  • bei milden kognitiven Störungen.

Die Bedingung hierbei: Die Gehirnstörungen liegen noch in einem milden Stadium vor.

Nebenwirkungen gab es bei der Behandlung mit Ginkgo-Extrakt nicht viele, sie waren nicht größer und nicht gravierender als die, die bei der Verwendung eines Placebos auftraten.

Wie hoch muss das Ginkgo-Präparat dosiert sein?

Wenn die Gehirnerkrankungen dagegen schon weiter fortgeschritten waren, dann konnten die Forscher keinerlei Wirkung des Pflanzenextrakts mehr feststellen. Es gab dann keine Wirkungen, von denen die Patienten profitieren konnten.

Hinzu kommt: Entscheidend ist die richtige Dosierung des Ginkgo-Extrakts. Die Forscher fanden heraus, dass hohe Dosen nötig sind: Täglich müssen rund 240 mg des Extrakts eingenommen werden. Auch darf dieser nicht irgendein Extrakt sein. Vielmehr konnte die Wirksamkeit nur für bestimmte Ginkgo-Präparate nachgewiesen werden: Es musste der standardisierte Extrakt EgB761 enthalten sein.

Vorbeugend, das sagen die Wissenschaftler darüber hinaus, wissen sie nicht, ob der Extrakt hilft. Darüber machen die Studien keine eindeutigen Aussagen.

Ginkgo: Welche Darreichungsformen gibt es?

Die wohl häufigste Darreichungsform von Ginkgo sind Kapseln, die in der Apotheke gekauft werden können. Sie kosten je nach Dosierung zwischen 30 und 60 Cent pro Kapsel, wodurch eine Packung mit 50 Kapseln schnell zwischen 15 und 30 Euro kostet.

Ebenfalls beliebt ist Ginkgo-Tee. Sie erhalten ihn sowohl lose als auch fertig portioniert in Beuteln. Er stellt jedoch ein Problem dar. Denn er enthält die Ginkgolsäuren, die sich im Ginkgo-Blatt befinden. Sie sind zwar im Tee nur schwer wasserlöslich, doch können diese Ginkgolsäuren unter Umständen Nebenwirkungen wie Allergien und Zellschäden auslösen.

Wirkungslos und ungesund? Verzichten Sie besser auf Ginkgo-Tees

Aufgrund dieser eventuellen Nebenwirkungen werden bei der Herstellung von Fertigpräparaten aus Ginkgo diese Wirkstoffe vorher entzogen. Das gilt allerdings nur für Präparate, die in Apotheken erhältlich sind. Bei verschiedenen Untersuchungen kam heraus, dass alle Ginkgo-Produkte aus Drogeriemärkten und dergleichen falsch dosiert waren.

Insbesondere die Tees enthielten fast immer zu viel Ginkgolsäuren. Teilweise waren es über 80 Prozent der offiziell erlaubten Menge. Ginkgolsäuren können zu Nebenwirkungen führen, darunter:

Ginkgo-Tee
Um Ginkgo Tee sollten sie zunächst einen Bogen machen © monropic - Fotolia

Ginkgo-Tee ist außerdem generell unwirksam, da die gesundheitlich wichtigen Inhaltsstoffe wasserunlöslich sind und deshalb über Tee nicht aufgenommen werden können. Auf Ginkgo-Tee sollten Sie daher besser verzichten – er bringt Ihnen keine Verbesserung Ihrer Gesundheit und kann sogar gefährlich sein.

Was müssen Sie bei der Einnahme von Ginkgo-Präparaten beachten?

Wenn Sie blutverdünnende Medikamente einnehmen, sollten Sie vor der Einnahme von Ginkgo-Präparaten Rücksprache mit Ihrem Arzt halten, da es zu Wechselwirkungen kommen kann. Auch vor Operationen sollten Sie auf Ginkgo-Präparate verzichten, da sie die Blutungsgefahr erhöhen können. Auch bei Krampfleiden oder wenn Sie schon mal einen Krampanfall hatten, sollten Sie keine Arzneimittel mit Ginkgo einnehmen.

Beim Kauf von Nahrungsergänzungsmitteln sollten Sie auf die Dosierung der Ginkgolsäure im Produkt achten. Bei Arzneimitteln ist die Dosierung auf 5 ppm /1 µg/g) beschränkt. Für Nahrungsergänzungsmittel gibt es keine Beschränkung – hier haften die Hersteller für die Verträglichkeit und Sicherheit. Mehr als 0,6 bis 1,2 µg Ginkgolsäuren sollte die Tagesdosis nicht überschreiten.

Welche Möglichkeiten gibt es, das Gehirn fit zu halten?

Die Menschen werden immer älter und insofern treten auch so manche Alterskrankheiten stärker in Erscheinung als in früheren Zeiten. Das Gehirn unterliegt ebenfalls altersgemäßen Veränderungen. Viele Menschen werden etwas vergesslicher und haben Schwierigkeiten, sich etwas zu merken.

Das ist in den meisten Fällen zwar völlig normal, jedoch fürchten sie logischerweise, an einer Demenz beziehungsweise an Alzheimer zu erkranken. Ihnen wird zumeist zu einem Ginkgo-Präparat geraten; sowohl in der Apotheke als auch vom Hausarzt. Dazu haben Sie eine Flut von Auswahlmöglichkeiten.

Sie müssen Ginkgo-Präparate heute in aller Regel aus eigener Tasche bezahlen. Die Kosten dafür werden nur bei nachgewiesener Demenz und ärztlicher Verordnung erstattet. Es gibt allerdings auch noch andere wirksame Möglichkeiten, Ihren Kopf auf Trab zu halten und Ihr seelisches Wohlbefinden zu steigern:

  • Bleiben Sie aktiv und schicken Sie Ihr Gehirn nicht zu früh in Rente.
  • Pflegen Sie Ihre Familie und Ihren Freundeskreis.
  • Bleiben Sie unternehmungslustig und an allem interessiert.
Demenz
Ginkgo-Präparat wird bei altersbedingten Veränderungen der Gehirnleistungen empfohlen. Aber ohne ärztliche Verordnung muss man das Präparat selber bezahlen. © Adobe Stock – Gabriele Rohde

Fazit: So wirksam ist die Heilpflanze Ginkgo

Ginkgo wurde in vielen Studien untersucht und hat eine durchblutungsfördernde Wirkung. Auch auf die Gehirnleistung kann sich die Heilpflanze positiv auswirken, allerdings kommt es auf viele Faktoren an. Entscheidend ist, dass die vorliegenden kognitiven Störungen mild und noch nicht stark ausgeprägt sind. Außerdem lassen sich Alterungserscheinungen des Gehirns nur verzögern, aber nicht aufhalten. Ebenfalls entscheidend ist eine hohe Dosierung der Arzneimittel mit Ginkgo und dass diese über mehrere Wochen eingenommen werden.

Tinnitus oder anhaltender Schwindel können mit Ginkgo-Präparaten ebenfalls nur dann bekämpft werden, wenn die Arzneimittel hoch dosiert über einen längeren Zeitraum eingenommen werden. Mit Ginkgo-Kapseln aus dem Supermarkt erreichen Sie keine Wirkung.

Schließlich müssen Sie zwischen Arzneimitteln mit Ginkgo und Nahrungsergänzungsmitteln unterscheiden. Die Nahrungsergänzungsmittel sind nämlich im Hinblick auf die versprochene durchblutungsfördernde Wirkung gegen Konzentrationsstörungen, Kopfschmerzen oder Durchblutungsstörungen wirkungslos. Sie können sogar gefährlich sein, insbesondere Ginkgo-Tee, da sie oft zu große Mengen an Ginkgolsäuren enthalten. Diese können allergische Reaktionen oder Magenschleimhautentzündungen auslösen.

Wenn Sie also Präparate mit Ginkgo einnehmen wollen, sollten Sie dies mit Ihrem Arzt besprechen und sich ein passendes Mittel verschreiben lassen. Er kann Sie auch eventuelle Wechselwirkungen hinweisen.

Um Ihr Gehirn fit zu halten kann Ginkgo aber lediglich eine unterstützende Maßnahme sein. Aktiv zu bleiben, ein soziales Umfeld zu pflegen und in Bewegung zu sein, sind weitere wichtige Bestandteile des gesunden Alterns.

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