MenüMenü

Blut im Sperma – Ursachen, Symptome & Behandlung der Hämatospermie

Inhalt
Inhaltsverzeichnis

Hämatospermie/Hämospermie: Alles über Blut im Sperma

Definition: Auftreten von Blut bzw. Blutbeimengung in der Samenflüssigkeit

Symptome: Hell-/dunkelrote bzw. bräunliche Färbung des Spermas, rötlich-braune Beimengungen

Ist Blut im Sperma gefährlich? Hämatospermie ist in den meisten Fällen harmlos, sollte aber durch den Urologen abgeklärt werden.

Wann zum Arzt bei Blut im Sperma? Sobald das Symptom öfter bzw. regelmäßig auftritt oder von Schmerzen begleitet ist.

Zu welchem Arzt bei Blut im Sperma? Der Urologe ist Spezialist für Harn- und Geschlechtsorgane.

Ursachen: Entzündungen der Harn-/Geschlechtsorgane; Verletzungen & Blutungen nach medizinischen Eingriffen oder Unfällen; gutartige Prostatavergrößerung; diverse andere Erkrankungen wie die Bildung von Steinen oder Zysten, erweiterte Venen oder Bluthochdruck; sehr selten Krebs

Untersuchung & Diagnose: Anamnese, Untersuchung der äußeren Geschlechtsorgane, digitale rektale Untersuchung der Prostata, Blutuntersuchung, Urinuntersuchung, Spermaprobe

Behandlung: Abhängig von der Ursache – Schonung; medikamentöse Behandlung; Operation

Prognose: Bei früher Feststellung der Ursache in einem Großteil der Fälle gut

Vorbeugung: Jährliche Vorsorgeuntersuchung, Verhütung, gesunder Lebensstil

Wenn Blut oder Blutrückstände im Sperma zu sehen sind, kann das durchaus Angst auslösen. Viele Männer vermuten hinter dem leicht rotbraun verfärbten Ejakulat schwere Erkrankungen. Oft trauen sie sich dennoch nicht, einen Arzt aufzusuchen. Dabei ist die Hämatospermie in den meisten Fällen kein Grund zur Sorge. Wenn dieses Symptom über längere Zeit andauert und andere Veränderungen hinzukommen, sollte ein Urologe konsultiert werden, um behandlungsbedürftige Krankheiten auszuschließen.

Hämatospermie: Was ist das?

Die Begriffe Hämatospermie bzw. Hämospermie setzen sich aus den beiden lateinischen Begriffen für Blut und Sperma zusammen. Es handelt sich dabei um die Beschreibung eines Symptoms, nämlich die Beimengung von Blut im Ejakulat (Samenflüssigkeit) des Mannes. Dies ist zumeist harmlos und hat auch keinen Einfluss auf die Erektionsfähigkeit.

Die Hämatospermie betrifft vor allem Männer zwischen 30 und 40 Jahren. Über die Häufigkeit des Auftretens gibt es keine Statistiken, da eine medizinische Abklärung aus Schamgefühl vermieden wird.

Wichtig

Nur selten stecken ernstzunehmende Erkrankungen hinter dem Blut im Sperma. Ein Besuch beim Arzt kann Klarheit verschaffen.

Symptome bei Hämospermie: Wie erkennt man Blut im Sperma?

Wenn Blut im Sperma enthalten ist, kann man es an einer rötlichen oder bräunlichen Färbung erkennen. Je nach Zusammensetzung ist die gesamte Samenflüssigkeit gefärbt oder es finden sich einzelne kleine rötliche Klümpchen.

  • Hellrote Samenflüssigkeit oder Ejakulat mit rötlichen Beimengungen spricht für frisches Blut, das meist aus einem geplatzten Äderchen in der Harnröhre oder Eichel stammt.
  • Eine bräunliche oder dunkelrote Färbung des Spermas tritt auf, wenn das Blut schon länger in der Samenflüssigkeit enthalten war. Das kann durch Verletzungen o.Ä. der Prostata, der Hoden und Nebenhoden passieren.

Wenn Blut im Sperma zu finden ist, treten meist keine begleitenden Schmerzen auf. Jedoch können etwa Entzündungen der Prostata (Prostatitis), der Samenblase oder der Hoden, die sich durch Blutbeimengung in der Samenflüssigkeit äußern, zu spürbaren Beschwerden fühlen. Eine Harnwegsinfektion kann von Harndrang oder Schmerzen beim Wasserlassen begleitet sein.

Es kann immer wieder passieren, dass in der Samenflüssigkeit kleine Mengen Blut enthalten sind. Nicht immer fällt das auf, weil

  • der Anteil an Blut im Sperma so gering ist, dass man es mit freiem Auge nicht sehen kann.
  • die Samenflüssigkeit selten genau betrachtet wird.

Wenn das im Ejakulat enthaltene Blut in so geringer Menge auftritt, dass es nur unter Laborbedingungen nachweisbar ist, spricht man von Mikrohämatospermie. Ist das Sperma durch das Blut sichtbar verfärbt, liegt Makrohämatospermie vor.

Hinweis

Blut im Sperma kann einmalig, vereinzelt oder regelmäßig bei jeder Ejakulation auftreten. Der Urologe hilft bei der Abklärung dieser Symptome.

Ist Blut im Sperma gefährlich?

Das Vorfinden von Blut im Sperma oder einer bräunlich verfärbten Samenflüssigkeit kann große Ängste auslösen. In einem Großteil der Fälle ist dieses Symptom einmalig oder sehr selten auftretend. Dann besteht kein Grund zur Sorge. Es handelt sich dabei selten um eine Geschlechtskrankheit, einen Tumor oder Krebs.

Spätestens, wenn das Blut in der Samenflüssigkeit über einen längeren Zeitraum auftritt und zusätzliche Symptome oder Schmerzen auftreten, sollte ein Arzt aufgesucht werden, um die Ursache dafür zu untersuchen.

Ursachen der Hämatospermie: Warum ist Blut im Sperma?

Über die Hälfte der Fälle, in denen Blut im Sperma auftritt, sind idiopathisch. Das bedeutet, dass sie ohne genau zu bestimmende Ursache auftreten und innerhalb von wenigen Tagen bis Wochen wieder verschwinden.

Gründe für Blut im Sperma

Medizinische Eingriffe als Ursache für Blut im Sperma

Kleine Verletzungen der inneren Geschlechtsorgane, die mit einer Beimengung von Blut in der Samenflüssigkeit einhergehen, passieren vor allem bei der Durchführung einer Prostatabiopsie. Darunter versteht man eine medizinische Untersuchung der Harnröhre oder der Prostata. Bei einer Biopsie werden meist kleine Gewebeteile entnommen, um sie auf Veränderungen zu untersuchen.

Auch andere medizinische Eingriffe oder Operationen im Bereich des Urogenitaltraktes, der Harn-/Geschlechtsorgane können zu Blutungen führen, die im Sperma sichtbar sind.

Hinweis

Das Blut im Sperma nach medizinischen Untersuchungen oder Eingriffen verschwindet nach spätestens einigen Wochen von selbst.

Blut im Sperma: Entzündungen als Auslöser für Hämospermie

Das Auftreten von Blut in der Samenflüssigkeit kann auch durch Entzündungen in Harn- oder Geschlechtsorganen (Urogenitaltrakt) bedingt sein.

Folgende Infektionen können Blut im Sperma begünstigen:

  • Entzündungen der Prostata (Prostatitis)
  • Entzündungen der Samenblase
  • Entzündungen der Harnröhre
  • Entzündungen der Nebenhoden

Diese Infektionen entwickeln sich durch den Kontakt mit Krankheitserregern wie Viren, Bakterien oder Pilzen, möglicherweise nach der Übertragung einer Geschlechtskrankheit.

Hämatospermie nach Verletzungen

Nicht nur medizinische Eingriffe können zu kleinen Wunden im Bereich der Harn- oder Geschlechtsorgane führen. Verletzungen können auch beim Geschlechtsverkehr oder anderen sexuellen Praktiken auftreten. Ebenso können Unfälle oder starke Krafteinwirkung beim Sport zu Blutungen führen.

Auf welche Krankheiten kann Blut im Sperma hinweisen?

Zehn Prozent aller Personen, deren Hämatospermie beim Arzt diagnostiziert wird, weisen eine gutartige Vergrößerung der Prostata (benignes Prostatasyndrom) auf.

Im Normalfall ist die Größe der Prostata mit einer Walnuss oder Kastanie zu vergleichen. Im Laufe des Lebens steigt die Anzahl der Zellen, sodass auch das Volumen der Vorsteherdrüse zunimmt. Die Wahrscheinlichkeit für eine Prostatavergrößerung nimmt etwa ab dem 40. Lebensjahr zu. Betroffene klagen über starken und häufigen Harndrang sowie allgemeine Probleme beim Wasserlassen. Der Grund dafür ist, dass die vergrößerte Prostata gegen die Harnröhre drückt.

Achtung

Eine Prostatavergrößerung sollte jedenfalls durch den Arzt untersucht werden. Je nach Ausprägung und Beschwerden ist eine medikamentöse Therapie notwendig. Ansonsten können Nieren und Harnblase bleibende Schäden davontragen.

Anatomie der Prostata

Andere meistens harmlose Veränderungen der Harn- oder Geschlechtsorgane, die die Beimengung von Blut im Sperma auslösen, sind:

  • Bildung von sogenannten Steinen in der Prostata oder den Samenbläschen (vgl. Nieren- oder Gallensteine)
  • Bildung von gutartigen Zysten, z. B. an der Prostata/Vorsteherdrüse
  • Erweiterte Venen (Varizen)
  • Aussackungen (Divertikel) in der Harnröhre oder den Samenleitern
  • Verengung der Samenleiter

Ebenso können allgemeine Erkrankungen wie Störungen der Blutgerinnung, Bluthochdruck oder Schädigungen der Leber zum Auftreten von Blut in der Samenflüssigkeit führen.

Ist Blut im Sperma ein Hinweis auf Krebs?

Nur in sehr seltenen Fällen weist Blut im Sperma auf eine Krebserkrankung, etwa ein Prostatakarzinom (Prostatakrebs) oder einen Tumor in der Harnröhre bzw. den Samenbläschen hin. Hodenkrebs, der zu blutigem Ejakulat führen kann, wäre an deutlich tastbaren Verdickungen an den Hoden zu erkennen.

Hinweis

In all diesen Fällen gilt: Wenn Sie sich verunsichert fühlen, weil Sie Blut in Ihrem Sperma bemerkt haben, dann konsultieren Sie einen Urologen. Er kann mit der entsprechenden Diagnostik die Ursache für diese Veränderung ermitteln.

Risikogruppen für Hämospermie

Blut im Sperma, das durch eine Infektion (Entzündung) ausgelöst wurde, kann Jungen und Männer in jedem Alter betreffen. Auch Verletzungen (bei medizinischen Eingriffen) oder Unfälle können theoretisch jederzeit eintreten.

Von einer Prostatavergrößerung sind vor allem Männer ab 40./45. Jahren betroffen. Es gibt Vermutungen, welche Faktoren die gutartige Vergrößerung der Prostata begünstigen können. Darunter sind unter anderem ein ungesunder Lebenswandel, Nikotin- und Alkoholkonsum, der Einfluss von männlichen und weiblichen Geschlechtshormonen oder genetische Faktoren.

Wann sollte man bei Blut im Sperma zum Arzt?

Blut im Sperma muss nicht immer auf eine ernste Erkrankung oder Krebs (beispielsweise Prostatakrebs) hinweisen. In vielen Fällen tritt es einmalig auf, ohne dass eine Ursache ermittelt werden kann (idiopathisch).

Spätestens, sobald das Symptom Hämatospermie häufiger oder regelmäßig auftritt, sollte ein Arzt konsultiert werden. Ein baldiger Termin beim Urologen ist vor allem dann notwendig, wenn zusätzlich Schmerzen auftreten oder Veränderungen an den Hoden spürbar sind.

Blut im Sperma: Welcher Arzt ist der richtige?

Der Urologe beschäftigt sich mit den harnbildenden und -ableitenden Organen sowie mit den Geschlechtsorganen des Mannes. Nach einer umfassenden Anamnese kann er geeignete Untersuchungen durchführen, um die Ursache der Hämospermie zu ermitteln und einen Behandlungsplan erstellen.

Untersuchung & Diagnostik bei Blut im Sperma: Wie stellt der Arzt eine Hämatospermie fest?

Die Untersuchung und Diagnosestellung bei Blut in der Samenflüssigkeit finden beim Urologen statt. Bei Hämatospermie werden folgende Diagnosemethoden angewendet:

  • Ausführliches Patientengespräch (Anamnese) über das Auftreten des Blutes im Sperma, die Häufigkeit, Begleitumstände und mögliche alternative Ursachen.
  • Körperliche Untersuchung der äußeren Geschlechtsorgane
  • Untersuchung der inneren Geschlechtsorgane („digitale Rektale Untersuchung“)
  • Laboruntersuchungen, z.B. des Blutes oder des Spermas
  • Ultraschalluntersuchung oder Magnetresonanztomographie

Die Auswahl der Untersuchungsmethoden zur Diagnose hängt stark vom Alter und den individuellen Beschwerden und Vorerkrankungen des Patienten ab.

Diagnose bei Blut im Sperma

 

Blut im Sperma: Welche Fragen stellt der Arzt?

Während des Erstgesprächs mit dem Arzt stellt der Mediziner gezielte Fragen, um sich über die mögliche Ursache der Hämospermie ein Bild zu machen. Dabei wird die Krankengeschichte, mögliche erbliche Erkrankungen und andere Aspekte besprochen.

Folgende Fragen könnte der Arzt während des Gesprächs bei Hämatospermie stellen:

  • Wann und wie oft ist das Blut im Sperma aufgetreten?
  • Wurde eine Biopsie (Gewebeentnahme) in der Prostata oder ein anderer medizinischer Eingriff an Harnwegs- oder Geschlechtsorganen durchgeführt?
  • Liegen Symptome vor, die auf einen Harnwegsinfekt hindeuten, beispielsweise Beschwerden beim Wasserlassen oder erhöhter Harndrang?
  • Liegt eine Blutgerinnungsstörung vor?
  • Liegt eine Erkrankung der Prostata vor?
  • Gab es Verletzungen oder Krafteinwirkungen im Urogenitalbereich?
  • Werden blutverdünnende Medikamente eingenommen?

Welche körperlichen Untersuchungen werden bei Blut im Sperma durchgeführt?

Nach dem Patientengespräch und dem Ausschluss von Bluthochdruck wird der Urologe zunächst die äußeren Geschlechtsorgane untersuchen und abtasten. Damit schließt er Verletzungen, Schmerzen oder andere Veränderungen wie Schwellungen und ähnliches aus.

Zu der körperlichen Untersuchung bei Blut im Sperma kann auch eine sogenannte digitale rektale Untersuchung (DRU) gehören. Diese dient zur Untersuchung der Prostata. Der Arzt führt dazu einen Finger in den After des Patienten ein, um die Prostata zu ertasten. Dabei können Vergrößerungen oder andere Unregelmäßigkeiten ermittelt werden.

Wenn dabei etwa Schwellungen auffallen, werden diese mithilfe einer Ultraschallsonografie eingehender beurteilt.

Laboruntersuchungen bei Hämatospermie

Wenn Blut im Sperma entdeckt wurde, die körperliche Untersuchung der Harn- und Geschlechtsorgane keine Ergebnisse brachte oder andere Erkrankungen ausgeschlossen werden müssen, werden weitere Laboruntersuchungen angeordnet.

  • Erstellung eines großen Blutbilds inklusive Ermittlung der Gerinnungsfaktoren, der Leberwerte sowie des PSA-Wertes
  • Untersuchung einer Urinprobe auf Infektionen oder andere Veränderungen
  • Untersuchung des Spermas auf Blut und/oder Krankheitserreger
  • Prostatabiopsie sowie Entnahme einer Gewebeprobe aus den Samenleitern
Was ist der PSA-Wert?

PSA ist die Abkürzung für das Prostataspezifische Antigen, das von der Prostata gebildet wird. Es handelt sich dabei um einen sogenannten Tumormarker, dessen Wert auf ein Prostatakarzinom/Prostatakrebs hindeuten kann.

Behandlung & Therapie bei Hämospermie: Was tun bei Blut im Sperma?

Die Behandlung der Hämospermie erfolgt entsprechend der individuellen Diagnose.

Konnte keine Ursache für das Blut im Sperma festgestellt werden oder ist ein Unfall bzw. eine Verletzung der Grund für das blutige Ejakulat, dann verschwindet das Symptom in der Regel innerhalb weniger Wochen von selbst. In diesem Fall sind Schonung und eine abschließende Kontrolluntersuchung angesagt. Dasselbe gilt für die Beimengung von Blut im Sperma in Folge eines medizinischen Eingriffs, etwa einer Prostatabiopsie (Gewebeentnahme aus der Prostata).

Ist eine Entzündung der Grund für das Auftreten von Blutrückständen in der Samenflüssigkeit, kommen je nach Auslöser bestimmte Medikamente zum Einsatz:

  • Bakterielle Infektionen werden mit einer Antibiotikatherapie behandelt.

Virale Entzündungen werden gegebenenfalls mit antiviralen Medikamenten behandelt.

Wird bei der Untersuchung wegen Hämospermie eine gutartige Prostatavergrößerung festgestellt, handelt der Arzt je nach Ausmaß und Begleitumständen. Wenn keine Schmerzen auftreten, kann auf eine Behandlung vorerst verzichtet werden. Bei einer zukünftigen jährlichen Kontrolluntersuchung wird die Veränderung der Symptome besprochen, die Größe der Vorsteherdrüse überprüft und gegebenenfalls eine Therapie eingeleitet.

Behandlung einer Prostatavergrößerung

Löst die Prostatavergrößerung nur geringe Einschränkungen auf, können Arzneimittel auf pflanzlicher Basis unterstützend wirken. Sobald die Beschwerden stärker werden, greift der Urologe auf eine medikamentöse Therapie mit dem Präparat Tamsulosin zurück. Dieses wirkt entspannend auf die Muskulatur von Prostata und Blase. Das Wasserlassen wird erleichtert.

Bei der Feststellung von Steinen, Zysten oder Divertikeln in den Harn- oder Geschlechtsorganen sowie bei verengten Venen wird eine Operation angeordnet. Auch Tumore werden vorerst durch einen Eingriff entfernt bei Bedarf durch eine Chemotherapie behandelt.

Ist Bluthochdruck oder eine andere systemische Erkrankung die Ursache für das Blut im Sperma, wird diese durch die Gabe von Medikamenten sowie eine Umstellung des Lebensstils behandelt.

Prognose bei Blut im Sperma

Wie die Behandlung hängt auch die Prognose nach dem Auftreten von Blut im Sperma von dem jeweiligen Auslöser ab.

Stammt das Blut im Sperma von einer kleinen Wunde oder Verletzung, stehen die Chancen sehr gut, dass sich die Hämatospermie im Laufe der Zeit wieder zurückbildet. Auch Entzündungen lassen sich durch eine rechtzeitige medikamentöse Therapie erfolgreich behandeln.

Bei der Prostatavergrößerung entscheidet das jeweilige Ausmaß über die Prognose. Wenn die Vergrößerung frühzeitig festgestellt wird, kann bei auftretenden Beschwerden adäquat reagiert werden. Jedoch klagen Betroffene über das vermehrte Auftreten von Harnwegsinfektionen. Wenn das Harnlassen durch die vergrößerte Prostata gar nicht mehr möglich ist, handelt es sich um einen Notfall, der sofort behandelt werden muss!

Wichtig

Die Prognose bei Blut im Sperma hängt stark vom Start der Behandlung ab. Je früher eine organische Ursache gefunden wird, desto schneller kann eine geeignete Therapie eingeleitet werden. Darum sollte man die Beimengung von Blut in der Samenflüssigkeit bei Unsicherheit jedenfalls bei einem Arzt abklären lassen.

Kann man der Hämatospermie vorbeugen?

Nicht allen Gründen für Blut im Sperma kann effizient vorgebeugt werden, doch es können gewisse Präventionsmaßnahmen angewendet werden, um das Risiko zu verringern.

  • Entzündungen der Harnröhre kann beispielsweise durch regelmäßige Flüssigkeitsaufnahme vorgebeugt werden.
  • Die Übertragung von Viren oder Bakterien, die Geschlechtskrankheiten auslösen, wird durch eine sorgfältige Verhütung (Kondom) beim Geschlechtsverkehr verhindert.
  • Die Vergrößerung der Prostata, die Entstehung von Steinen, Divertikeln oder Zysten der Harn- oder Geschlechtsorgane können bei einer jährlichen Vorsorgeuntersuchung frühzeitig erkannt und erfolgreich behandelt werden.
  • Ein gesunder Lebensstil mit regelmäßiger Bewegung, einer ausgewogenen Ernährung sowie dem Verzicht auch Alkohol und Nikotin verringert das Risiko für systemische Erkrankungen, z.B. Bluthochdruck, Herz-Kreislauf-Erkrankungen etc.

Fazit zum Blut im Sperma

Stellt man Blut oder Blutrückstände im Sperma fest, kann das im ersten Moment einen ziemlichen Schock auslösen. Aus Angst vor einer schweren Erkrankung fällt auch der Gang zum Arzt schwer. Diese Gefühle sind verständlich, aber unbegründet. In einem Großteil der Fälle stellt der Urologe keine organische Ursache für das Blut in der Samenflüssigkeit fest und die Symptome verschwinden von selbst wieder. Auch eine Verletzung, etwa beim Sport oder im Rahmen eines medizinischen Eingriffs heilt nach einigen Wochen ab.

Sind andere Faktoren, etwa eine Entzündung, die Vergrößerung der Prostata, Zysten oder Divertikel für die Beimengung von Blut im Ejakulat verantwortlich, dann sorgt eine schnelle Untersuchung zumeist für eine ebenso schnelle Behandlung und Heilung.

Nach oben
Über den Autor
Redaktionsteam Gesundheitswissen

Profitieren Sie von der Expertise unserer jeweiligen Experten und erhalten Sie detaillierte Informationen zu Ihrem Lieblingsthema.

Profitieren Sie von unserem kostenlosen Informations-Angebot und erhalten Sie regelmäßig den kostenlosen E-Mail-Newsletter vom Redaktionsteam Gesundheitswissen. Herausgeber: FID Verlag GmbH. Sie können sich jederzeit wieder abmelden.

Hinweis zum Datenschutz