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Typen im Ayurveda: Das Vata-Dosha

Erfahren Sie hier alles zum Vata-Dosha: Von der Bedeutung über Tipps zur Ernährung und Lebensweise bis hin zu Atem- und Yoga-Übungen für den Vata-Typ. (Foto: vitaliymateha | Adobe Stock)

Inhalt
Inhaltsverzeichnis

Der Vata-Typ ist sehr schlank, neugierig, reiselustig, intellektuell und bewegungsfreudig.

Vata-Dosha – Was ist das?

Ein Dosha beschreibt die Konstitution eines Menschen. In den drei Doshas im Ayurveda finden sich die fünf Elemente wieder. Dem Vata-Dosha sind die Elemente Äther und Luft zugeordnet. Entsprechend beweglich, leicht und wechselhaft können Sie sich diese Konstitution vorstellen.

Wenn ein Mensch stark von einem Dosha, z.B. Vata, geprägt ist, spricht man vom Vata-Typen. Vata ist der König der Doshas. Wenn Sie Ihren Vata-Anteil positiv leben, hat das auch eine gute Wirkung auf die beiden anderen Doshas.

Leider ist es heute gerade das Vata-Dosha, mit dem wir durch die Informationsflut und ständigen Bereitschaft zur Kommunikation über das Ziel hinausschießen und das deshalb oft übermäßig und ungesund angefacht wird. Hier kann Ayurveda auf einfache Weise helfen, wieder Klarheit zu gewinnen, sich abzugrenzen und zu seiner Leichtigkeit zurückzufinden.

Innere Anzeichen: Daran erkennen Sie den Vata-Typen

  • Schnelles Denken und rasche Auffassungsgabe
  • Neugierde, Wissensdurst, Veränderungsfreude
  • Lust, neue Erfahrungen zu machen und die Welt zu entdecken
  • Spontaneität, Begeisterungsfähigkeit, Lebensfreude
  • Lebendigkeit, Leichtigkeit, Kreativität
  • Bewegungsfreude, Lust zu tanzen
  • Leichter Schlaf, wacht schnell auf und es fällt schwer, wieder einzuschlafen.

Äußere Anzeichen: So erkennen Sie einen Vata-Typen

  • Schwierigkeiten, an Gewicht zuzunehmen
  • sehr groß oder sehr klein, feingliedrig, sehnig, knochig
  • Haare sind trocken, dünn, brüchig, mit Schuppenbildung, oft kraus
  • Haut ist trocken, durchscheinend, dünn, rau, rissig, mit früher Faltenbildung
  • Nägel sind trocken, dünn und splittern leicht
  • Kleine Augen, die sich schnell bewegen und wenig Augenkontakt halten
  • Dünne Zunge mit Neigung zu dunklem Belag und Mundtrockenheit
  • Hände sind schmal, klein, mit hervorstehenden Adern, knochig, mit rissiger Haut

Die negativen Eigenschaften bei einem Überschuss an Vata

  • Wechselhaftigkeit
  • Entscheidungsschwäche
  • Sprunghaftigkeit, unüberlegte Handlungen
  • Rastlosigkeit, Nervosität, Schlaflosigkeit
  • Vergesslichkeit
  • Unzuverlässigkeit und Handlungsschwäche, da man sich nicht festlegen möchte/kann
  • Ängstlichkeit, Stimmungsschwankungen
  • Keine Ausdauer, zuerst hochbegeistert und bald ist die Sache nicht mehr interessant
  • Sich ausgelaugt und leer fühlen
  • Unzufriedenheit
  • Verwirrung, Hoffnungslosigkeit

Die typischen Beschwerden und Erkrankungen des Vata-Typs

  • Sehr verfroren, auch in der Wärme noch kalte Hände und kalte Füße, Aversion gegen Wind
  • Energieschwankungen, Energielosigkeit
  • Körperliche Kraftlosigkeit
  • Untergewicht
  • Zuckungen, Zittern, Schmerzen, Krämpfe
  • Abwehrschwäche
  • Tinnitus
  • Verstopfung, Stuhlgang nur alle paar Tage, hart und dunkel. Gefühl, als ob nicht alles ausgeschieden wurde. Blähungen
  • Unregelmäßigkeit im Schlafrhythmus, Menstruationszyklus, bei der Einnahme der Mahlzeiten
  • Steifigkeit oder Lockerheit von Gelenken oder Muskeln, rheumatische Erkrankungen, Arthrose, Osteoporose

Das fördert eine Vata-Störung

  • Im Stehen, beim Gehen, am Arbeitsplatz, im Auto, in der Bahn oder in Hektik essen
  • Kein regelmäßiger Essensrhythmus
  • Durch Radiowecker geweckt werden
  • Im Bad bei der Morgenpflege und beim Essen Musik hören
  • Joggen, mit einem Stepper trainieren
  • nach der Arbeit noch ins Fitnessstudio
  • Tanzen gehen, Disco-Lärm
  • TV, Handy
  • Scharfes, bitteres, herbes Essen

Unser Zeitgeist bringt uns immer wieder in einen negativen Vata-Zustand. Deshalb sind das Erkennen und der Ausgleich eines Vata-Überschusses so wichtig, um Erkrankungen aufgrund einer Vata-Störung vorzubeugen.

Erste-Hilfe bei einem Vata-Überschuss

Das Fatale bei allen Dosha-Störungen, natürlich und gerade auch beim Vata-Typ, ist, dass Sie genau die Beschäftigungen und Nahrungsmittel lieben und magisch anziehen, die den Zustand verschlimmern. Statt sich ruhig in eine Yoga-Position zu vertiefen, hüpfen Sie lieber auf dem Stepper auf und ab und springen in den Kursen im Fitness-Studio hin und her, was die Vata-Störung vervielfacht.

Statt im Sitzen ruhig und besinnlich eine warme Mahlzeit einzunehmen, wird zwischen Tür und Angel eine Stulle hineingeschoben und dabei noch telefoniert. Ein Hoch auf Ihr Multitasking-Talent! Aber gerade dieses Talent, Ihre besondere Fähigkeit und Leidenschaft, muss auf ein Normalmaß reduziert werden, um seelisch-geistig zu gesunden und körperlich nicht krank zu werden.

Mit diesen Methoden reduzieren Sie einen Vata-Überschuss sofort 

  • Setzen Sie sich hin und schließen Sie die Augen. Atmen Sie auf 1, 2, 3 ein und auf 1, 2, 3, 4, 5, 6 aus. Wiederholen Sie die Übung 21-mal.
  • Legen Sie sich aufs Sofa. Kuscheln Sie sich in eine weiche, warme Decke ein. Hören Sie sanfte, beruhigende (!), z.B. klassische oder Meditations-Musik, die Sie zusätzlich einhüllt und entspannt.
  • Richten Sie sich ein heißes Öl-Bad mit süßlichen Düften und entspannen Sie sich in der wohltuenden Wärme.
  • Ölen Sie sich morgens vor dem Duschen am ganzen Körper ein. Massieren Sie das Öl beim Verteilen wärmend ein. Duschen Sie danach mit wohltuend warmem Wasser. Verwenden Sie Sesamöl.
  • Bereiten Sie sich in Ruhe, ohne Ablenkung durch Handy oder TV eine warme Mahlzeit mit süßem Geschmack. Essen Sie langsam und am Tisch. Kauen Sie jeden Bissen 24-mal. Bleiben Sie nach dem Essen noch eine Minute, das nächste Mal zwei, dann drei, vier und fünf Minuten nach dem Essen sitzen. Jede Minute ist heilsam für Sie.
  • Stille in der Natur erleben mit der Betrachtung von Grün oder Wasser.

So reduzieren Sie dauerhaft eine Vata-Störung

In der Ruhe liegt die Kraft

Für den quirligen Vata-Typ ist Bewegung das Lebenselixier. Ist der Vata-Anteil aber erhöht, brauchen er genau das Gegenteil: Langsamkeit, Ruhe, Stillhalten, Herunterkommen und Regelmäßigkeit. Entwickeln Sie einen regelmäßigen Tagesablauf.

Orientieren Sie sich an der ayurvedischen Tagesroutine. Neben den Erste-Hilfe-Methoden gibt es für eine langfristige Behandlung verschiedene Methoden im Ayurveda. Beginnen Sie mit der Ernährung:

Das sind die Ernährungsregeln für den Vata-Typ

  • Nehmen Sie täglich regelmäßig und in Ruhe drei warme Mahlzeiten zu sich. Das könnten z.B. morgens ein Porridge, mittags die Hauptmahlzeit mit Gemüse und Beilagen und abends eine Suppe sein. Wärme reduziert Vata. Verzichten Sie auf Rohkost. Das ist zu schwere Kost für Sie. Sie können sie nicht ausreichend verdauen. Als Folgen sind Blähungen und die mangelnde Aufnahme von Nährstoffen möglich. Ama (Gift- und Schlackenstoffe) entsteht. Auch süßes Obst ist nicht empfehlenswert, da es das Verdauungsfeuer verringert.
  • Bevorzugen Sie die Geschmacksrichtungen süß, salzig und sauer. Sie nähren den Vata-Typ und reduzieren den Überschuss.
  • Vermeiden Sie bittere, scharfe und herbe (zusammenziehende) Nahrungsmittel und Getränke. Sie erhöhen Vata noch mehr.
  • Essen Sie leicht verdauliche, d.h. warme und gekochte Nahrung, damit Körper und Geist Ihre wenige Energie zur Verfügung haben, um sich zu regenerieren, die Körpertemperatur zu halten und gesund zu bleiben bzw. wieder zu werden.
  • Verwenden Sie Öl! Innerlich und äußerlich die Vata reduzierende Substanz schlechthin!
  • Trinken Sie ausreichend warmes Wasser, Tee, Milchprodukte oder Fruchtsäfte.
  • Fleisch, Fisch und Eier senken Vata, alternativ: Vata senkende Gewürze, viele Nussarten und Samen.
  • Getreide ist perfekt, aber nicht in Form von Brot, da es Gase im Darm bildet
  • Kuhmilchprodukte sind gut für Vata-Typen, da sie befeuchtend und schwer sind. Am besten warm und mit Vata-Kräutern genießen.
  • Trinken Sie warmes, am besten abgekochtes Wasser: ein halbes Glas vor und ein halbes Glas nach dem Essen.

Diese Lebensmittel reduzieren das Vata-Dosha

Optimale Geschmacksrichtungen: süß, salzig, sauer. Nur in geringen Mengen: scharf, bitter herb.

  • An Gemüse werden Karotten, Süßkartoffeln, Rote Beete, Zucchini, Lauch, Spargel und gedämpfte Zwiebeln empfohlen. In geringeren Mengen sind Kürbis, Tomaten, Spinat und Mais geeignet.
  • Als Obst sind süße und saure Früchte für Vata ideal, wie Bananen, Erdbeeren, Himbeeren, Ananas, Papaya, Mango, Pfirsiche, Aprikosen, Trauben, Kirschen, Grapefruit, Orangen, Pflaumen, Äpfel sowie Datteln und Feigen. Obst sollten Sie grundsätzlich eine Stunde vor oder nach den Mahlzeiten und nicht abends verzehren.
  • Als Hülsenfrüchte werden rote und schwarze Linsen sowie Mungbohnen empfohlen, die Sie gut einweichen und kochen sollten.
  • Weizen, Hafer und brauner Reis sind die besten Getreide für Vata. Brot sollte ohne Hefe gewählt werden.
  • An Fleisch werden für Vata weißes Fleisch wie Huhn, Pute und Ente empfohlen. Auch Fisch ist geeignet. Eier sind als Rührei und Spiegelei am bekömmlichsten.
  • Nüsse und Samen beruhigen das Vata-Dosha, allen voran Walnüsse, Mandeln und Pinienkerne. Sie können sie in Ghee rösten oder ein paar Stunden vor Verzehr in Wasser einweichen.
  • Unter den Milchprodukten haben neben Ghee (geklärte Butter), warme Kuhmilch, Sahne, saure Sahne, Joghurt und Buttermilch eine beruhigende Wirkung auf den Vata-Typen. Als Milchersatz eignen sich Sojamilch und Tofu.
  • Unter den Fetten und Ölen sind an erster Stelle Sesamöl und Ghee und daneben auch Oliven-, Mandel-, Maiskeim-, Avocado- und Sojaöl zu empfehlen.
  • Zum Süßen können Sie braunen Zucker, Ahornsirup und Jaggery (getrockneter Zuckerrohrsaft) verwenden.
  • Als Gewürze stehen an erster Stelle Kardamon, Muskatnuss, Fenchel, Anis, Dill, Kümmel, Paprika, Majoran, Oregano und Asafoetida, an zweiter Stelle Ingwer, Koriander, Kreuzkümmel, Zimt, Basilikum, Bockshornklee. Auch mit Kurkuma, schwarzem Pfeffer, Cayenne-Pfeffer, Meerrettich und Senf können Vata-Typen ihr Essen verfeinern.

Weitere Empfehlungen für den Vata-Typen

Sorgen Sie für Wärme

Ziehen Sie sich warm an. Bekleiden Sie sich auch im Sommer mit mehreren Schichten im Zwiebellook, um sicher warm eingepackt zu sein, wenn es mal abkühlt. Denken Sie außer im Sommer an einen Schal. Gönnen Sie sich ein gut temperiertes Zuhause und eine Sitzheizung im Auto. Fahren Sie an Orte in Urlaub, an denen gesichert die Sonne scheint und kein Windchen weht.

Sorgen Sie für erholsamen Schlaf

Nehmen Sie spätestens zwei Stunden vor dem Schlafengehen, möglichst nicht nach 20 Uhr Ihre letzte Mahlzeit zu sich. Wählen Sie warme, leichte Kost, etwas ölig, nicht scharf und nicht trocken.

Sorgen Sie für angenehm warme Bettwäsche und halten Sie Ihr Schlafzimmer frei von Elektrogeräten und digitalen Uhrzeitanzeigen usw. Lesen Sie nicht mehr im Bett und schauen Sie auch kein TV vom Bett aus. Gehen Sie stattdessen im Geist den Tag noch einmal durch, ohne sich emotional hineinzusteigern oder darüber nachzudenken. Einfach zuschauen wie bei einem Film!

Verwöhnen Sie sich innerlich und äußerlich mit Öl

Beginnen Sie den Tag mit einer Ganzkörper-Ölmassage und bereiten Sie sich Ihre Nahrung mit ausreichend Ölen zu.

Gestalten Sie sich ein kuscheliges Zuhause

Machen Sie aus Ihrem Heim ein warmes, gemütliches Nest. Weiche, warme Decken versprechen sofort ein wärmendes, kuscheliges Erlebnis. Fühlen Sie sich gut aufgehoben, beruhigt und geschützt in Ihren vier Wänden. Vielleicht können Sie auch an Ihrem Arbeitsplatz eine wärmende, weiche Atmosphäre schaffen. Verzichten Sie auf eine Klimaanlage!

Bewegen Sie sich für mehr Erdung und mit wenig Energieaufwand

Sie sind nicht ausdauernd und auch nicht mit dicken Muskeln ausgestattet. Energie steht Ihnen nur schubweise zur Verfügung: Ein Schub kommt und dann brauchen Sie wieder eine Pause. Sie könnten spazieren gehen in der warmen Sonne, schwimmen in gut warmem Wasser oder gemütlich Radfahren ohne Steigungen.

Vermeiden Sie große körperliche Anstrengungen. Auch erdende, sanfte Körperbewegungen fördern Ihr Wohlbefinden, wie Hatha-Yoga, Qi Gong und Tai Chi.

Pranayama – Diese Atemübung beruhigt das Vata-Dosha

Pranayama ist ein Wort aus dem Sanskrit und heißt übersetzt Ausdehnung und Kontrolle (ayama) der Lebensenergie (Prana). Pranayama umfasst die Atemübungen im Yoga. Die Wechselatmung ist ideal zur Beruhigung des Vata-Typen.

Die Wechselatmung (Nadi Shodana)

Die Wechselatmung löst Stress und Ängste. Sie versorgt Ihren Körper mit mehr Sauerstoff und beruhigt Geist und Seele. © fizkes | Adobe Stock

Das sind die Wirkungen der Wechselatmung

Die Wechselatmung hat auf alle Doshas eine ausgleichende Wirkung. Den größten Effekt zeigt sie beim Vata-Dosha:

  • Sie beruhigt den Geist und vitalisiert den Körper.
  • Weibliche und männliche Energie werden ausgeglichen.
  • Stress, Anspannung und Ängste lösen sich.
  • Der Körper erhält mehr Sauerstoff.
  • Spannungskopfschmerzen können gelindert werden, ebenso Hitzewallungen, wenn Sie die Atemübung fünfzehn Minuten am Tag durchführen.

So wird die Wechselatmung ausgeführt

Setzen Sie sich aufrecht und bequem hin. Das kann z.B. auf den Boden im Schneidersitz oder auf einem Stuhl sein, die Füße stehen beide parallel zueinander auf dem Boden. Beugen Sie den Zeige- und Mittelfinger Ihrer rechten Hand nach innen und legen Sie die Fingerspitzen auf die Handinnenfläche.

Für die Pranayama-Atemübung legen Sie den Daumen auf das rechte Nasenloch und den Ringfinger auf das linke. Wenn es angenehmer für Sie ist, können Sie Zeige- und Mittelfinger auch auf die Stirn legen. Während der Atemübung verschließen Sie abwechselnd Ihre beiden Nasenlöcher wie folgt:

  • Schließen Sie mit dem Daumen sanft das rechte Nasenloch und atmen Sie durch das link ein.
  • Schließen Sie mit dem Ringfinger das linke Nasenloch. Daumen wegnehmen. Atmen Sie durch das rechte Nasenloch aus.
  • Atmen Sie durch das rechte Nasenloch ein.
  • Schließen Sie das rechte Nasenloch wieder mit dem Daumen und atmen Sie durch das linke Nasenloch aus.
  • Durch das linke Atemloch einatmen. Schließen. Rechts ausatmen usw.

Führen Sie zwanzig Atemzügen mit Ein- und Ausatmen auf diese Weise aus. Sie können die Anzahl langsam steigern auf bis zu 108-mal. So können Sie die Wechselatmung mit Luft anhalten vertiefen

Wenn Sie möchten, können Sie die Yoga-Atemübung erweitern, indem Sie einatmen, beide Nasenlöcher verschließen, kurz die Luft anhalten, und dann ausatmen. Atmen Sie auf 2 ein, halten Sie auf 8 die Luft an und atmen Sie auf 4 aus. Atmen Sie vollkommen entspannt. Also nicht krampfhaft die Luft anhalten!

Für Fortgeschrittene: Atmen Sie auf 4 ein, halten Sie auf 16 die Luft an und atmen Sie auf 8 aus.

Die Variante der Wechselatmung mit Luft anhalten ist nicht bei Kopfschmerzen, Migräne, Bluthochdruck und Lungenerkrankungen geeignet!

Hatha-Yoga – Diese Körperübungen aus dem Yoga sind ideal für das Vata-Dosha

Als Vata-Typ oder bei einer vorübergehenden Vata-Störung aufgrund von Stress und Unruhe in Ihrem Leben wollen Sie auch noch hibbelige Bewegungen. Das verstärkt die Störung und Nervosität. Stattdessen tun Sie aktiv etwas für Ihre Gesundheit und Ihr Nervenkostüm, wenn Sie sich auf ruhige, erdende Übungen einlassen. Probieren Sie es aus! Sie werden enorm davon profitieren!

Das A und O zum Ausgleich des Vata-Doshas auch bei den Yoga-Übungen: Ruhe und Regelmäßigkeit:

Der Baum (Vriksasana)

Die Hatha-Yoga-Übung Baum hilft Ihnen, sich zu erden und ins Gleichgewicht zu kommen. Als Vata-Typ profitieren Sie durch mehr innere Ruhe und geistige Klarheit. © somemeans | Adobe Stock

Das sind die Wirkungen der Baums

  • Beruhigung
  • Erdung
  • Stärkung der Konzentrationskraft
  • Stärkung des Gleichgewichtssinns
  • Förderung der Durchblutung des Balkens, der beide Gehirnhälften verbindet
  • Ausgleich der beiden Gehirnhälften
  • Stärkung der Oberschenkel-, Po- und Rückenmuskulatur

So wird der Baum ausgeführt

  1. Stellen Sie sich aufrecht hin: Die Füße geschlossen, das Becken neutral, nicht nach vorne oder hinten, die Schultern etwas nach hinten und unten ziehen. Den Kopf so gerade, als ob er mit einem Faden nach oben gezogen wird.
  2. Dann verlagern Sie Ihr Gewicht beim Einatmen langsam auf das rechte Bein. Wenn Sie Probleme mit dem Gleichgewicht haben, stellen Sie sich vorsichtshalber mit dem Rücken vor eine Wand. Heben Sie beim Ausatmen das linke Bein, winkeln Sie es an und stellen Sie den Fuß fest an die Innenseite Ihres Oberschenkels. Sie können mit der Hand nachhelfen, um den Fuß nach oben zu ziehen und am Oberschenkel zu platzieren. Falls das nicht möglich ist, stellen Sie Ihren Fuß auf der Höhe Ihres rechten Beines ab, wo es Ihnen angenehm ist.
  3. Die Handflächen zeigen nach vorne. Heben Sie beim Einatmen die durchgestreckten Arme langsam bis zu den Schultern nach oben und gehen Sie mit den Händen nach vorne, so dass sich die Handflächen vor Ihrem Brustkorb begegnen.
  4. Wenn sich das Gleichgewicht eingestellt hat, bewegen Sie beim Einatmen die Arme mit den Händen voran nach oben. Die Schultern bleiben unten und sind entspannt. Die Finger strecken sich nach oben.
  5. Halten Sie die Position, solange es für Sie angenehm ist.
  6. Dann bringen Sie beim Ausatmen Arme und Bein langsam nach unten.
  7. Wiederholen Sie die Übung auf der anderen Seite.

Praktizieren Sie den Baum regelmäßig, mindestens einmal täglich, möglichst zur gleichen Tageszeit, und immer, wenn Sie sich sammeln und erden möchten.

Die Totenstellung (Savasana)

Die Totenstellung bringt Körper, Seele und Geist in eine tiefe Entspannung. Das ermöglicht Klarheit, Gelassenheit und Regeneration. © steinerpicture | Adobe Stock

Die Wirkungen der Totenstellung

  • Abbau von Stress und innerer Unruhe
  • Atem und Puls werden langsamer
  • Tiefe Entspannung von Körper und Geist
  • Geistiger Abstand und Klarheit

So wird die Totenstellung ausgeführt

  1. Auch wenn Sie es nicht glauben möchten: Eine der wichtigsten Übungen im Hatha-Yoga!
  2. Legen Sie sich auf den Rücken. Die Beine sind etwa ein halber Meter voneinander entfernt. Die Hände liegen etwa fünfundzwanzig Zentimeter vom Körper entfernt, die Handflächen zeigen nach oben. Drehen Sie dazu die Handflächen nach innen und außen und lassen sie sanft nach außen fallen. Oberschenkel und Zehen sind nach außen gerichtet. Drehen Sie auch die Beine nach innen und außen und lassen sie von alleine nach außen fallen. Drehen Sie Ihren Kopf langsam nach rechts und links und lassen ihn von alleine in die Mitte rollen.
  3. Stellen Sie sich vor, dass Ihr Kopf nach oben, Ihre Schultern nach unten und hinten sowie Ihre Beine vom Körper weg gezogen werden.
  4. Schließen Sie die Augen und atmen Sie entspannt und tief. Mit jedem Atemzug werden Sie entspannter und versinken noch tiefer in diesen Zustand.
  5. Als verfrorener Vata-Typ sollten Sie sich mit einer Decke zudecken.
  6. Bleiben Sie so lange liegen, wie Sie können, und noch ein bisschen länger. Zum Eingewöhnen sind fünf Minuten gut. Daraus sollten zehn bis fünfzehn Minuten werden. Keinen Wecker stellen! Sonst ist alle Entspannung wieder dahin. Schauen Sie hinterher auf die Uhr, wie lange Sie in der Totenstellung waren, und machen Sie das nächste Mal nach Gefühl entsprechend länger.
  7. Wenn die Totenstellung für Sie beendet ist, öffnen Sie die Augen, atmen Sie tief durch und bewegen Sie langsam Ihren Körper. Rollen Sie sich auf die linke Seite und stützen Sie sich mit den Händen ab, um sich langsam aufzurichten.
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Über den Autor
Beate Helm Astrologie Expertin
Beate Helm

Beate Helm ist Chefredakteurin von "Heilen mit den Sternen – Ganzheitliche Gesundheit mit den Methoden der Astromedizin" bei unserem Verlag.

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