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Ayurveda – Massagen und andere Ölbehandlungen

Sie fördern nicht nur die Entgiftung und Regeneration, sondern regen auch Ihre Selbstheilungskräfte an. Hier finden Sie alle Massagen im Ayurveda. (Foto: SAV | Adobe Stock)

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Inhaltsverzeichnis

Bei der ayurvedischen Ganzkörpermassage wird mit warmem Öl massiert, um Durchblutung und Stoffwechsel anzuregen, zu entgiften und die Haut zu nähren und zu straffen.

Die ayurvedischen Massagen und Ölbehandlungen auf einen Blick

Massagen sind die bekanntesten Anwendungen im Ayurveda. Es ist auch wohltuend, wenn Sie Ihren Körper durch Ölmassagen verwöhnen lassen. Aus ayurvedischer Sicht ist eine Ölbehandlung jedoch nur ein Mosaikstein der gesamten Gesundheitspflege und Therapie.

Es geht um den Ausgleich der Doshas, was man neben den Massagen immer auch eine bestimmte Ernährungs- und Lebensweise bedeutet. Massagen und andere Ölbehandlungen dienen zudem der Entgiftung und Regeneration und können die Selbstheilungskräfte anregenZiel ist der wichtigsten hier zusammengestellten Massagen ist eine zellerneuernde, verjüngende und vitalisierende Wirkung. 

Abhyanga – Die ayurvedische Ganzkörpermassage

Die Abhyanga trägt zur Regeneration der Gewebe und Organe sowie zur Stärkung der Körperfunktionen beiVor einer ayurvedischen Massage sollten Sie 1 ½ bis zwei Stunden keine oder bestenfalls leichte Nahrung zu sich nehmen. 

Für die Massage wird passend zu Ihrem Dosha das Öl gewählt und dann die Massage von Kopf bis zu den Füßen durchgeführt. Dabei wird angenehm warmes Öl auf einen Körperabschnitt nach dem anderen gegossen und dieser massiert. Danach sollten Sie fünfzehn bis zwanzig Minuten ruhen. Nach der Behandlung sollte das Öl noch 45 Minuten einwirken. Anschließend duschen Sie oder nehmen vorher noch ein Dampfbad. 

Wenn Sie sich und Ihrer Gesundheit so richtig etwas gönnen wollen, lassen Sie sich von zwei Ayuverdatherapeuten synchron massieren.   

Anwendungsbereiche einer Abhyanga Ganzkörpermassage

  • Zur Harmonisierung der Körperenergien und des Doshas 
  • Zur Nährung der Haut 
  • Zur Verjüngung und Straffung des Gewebes 
  • Zur Anregung der Durchblutung, des Lymphsystems und Stoffwechsels 
  • Zur Lösung von Blockaden und einen besseren Energiefluss 
  • Bei Stress und Schlafstörungen 
  • Bei Vata-bedingter Trockenheit 
  • Bei degenerativen Krankheiten 
  • Zum Aufbau des Gewebes 
  • Bei Erschöpfung 

Eine Abhyanga Ganzkörpermassage von 90 Minuten kostet ca. 100 bis 120 Euro.  

Die Ölmassage kann auch nur für einzelne Körperteile durchgeführt werden:  

Ayurvedische Gesichtsmassage (Mukabhyanga) – eine Stärkung der Sinnesorgane

Bei der ayurvedischen Gesichtsmassage werden Kopf, Nacken und Schultern mit Öl massiert. © NiDerLander | Adobe Stock

Anwendungsbereiche einer ayurvedischen Gesichtsmassage sind z.B.

  • Trockene Haut und Kopfhaut 
  • Haarausfall 
  • Kopfschmerzen 
  • Schlaflosigkeit 
  • Erschöpfung

Eine ayurvedische Gesichtsmassage von 30 Minuten kostet etwa 40 bis 60 Euro. 

Ayurvedische Fußmassage (Padabhyanga) – die indische „Fußreflexzonenmassage“

Die Fußmassage wirkt auf den ganzen Körper entspannend und gleichzeitig anregend. Neben den Füßen können auch Unterschenkel und Knie mitmassiert werden. © Viktoriia | Adobe Stock

Anwendungsbereiche einer ayurvedischen Fußmassage sind z.B.

  • Stress 
  • Innere Unruhe 
  • Schlafstörungen 
  • Müdigkeit

Eine ayurvedische Fußmassage von 30 Minuten kostet zwischen 40 und 60 Euro. 

Ayurvedische Rückenmassage (Upanahasveda) – Tiefentspannung pur

Die ayurvedische Rückenmassage ist eine kräftige Massage der Muskulatur des Rückens bis hoch zum Scheitel. Nach der Ölmassage kann eine wärmende Brei-Auflage mit Kräutern die Wirkung der Massage noch intensivieren. 

Anwendungsbereiche der ayurvedischen Rückenmassage sind z.B.

Eine ayurvedische Rückenmassage (Upanahasvedavon 30 Minuten kostet etwa 45 bis 60 Euro. 

Ayurveda Marma-Massage – die ayurvedische Physiotherapie

Marma-Punkte sind Vitalpunkte, ähnlich den Akupunkturpunkten in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM). Der Mensch hat 108 Marma-Punkte: 25 Punkte am Kopf, 45 Punkte vom Hals bis zum Bauchnabel, neun Punkte vom Bauchnabel bis zum After, vierzehn Punkte an den Armen und fünfzehn Punkte an den Beinen.  

Diese Punkte werden bei der ayurvedischen Marma-Massage stimuliert. Ziel ist, Blockaden der Lebensenergie Prana, die an den Punkten vermehrt zu finden ist, zu lösen. Dadurch werden auch die entsprechenden Organe angeregt, mit Energie versorgt und ihre Selbstheilungskräfte aktiviert. Es wird neben Massagegriffen mit Klopfen, Kneten, Schütteln, Kreisen und Dehnen gearbeitet. Deshalb spricht man bei der Marma-Massage auch von ayurvedischer Physiotherapie.    

Anwendungsbereiche der ayurvedischen Marma-Massage

  • Blockaden im körperlichen und seelisch-geistigen Bereich 
  • Müdigkeit und Erschöpfung 
  • Muskelverspannungen 
  • Schlafstörungen 
  • Zur besseren Versorgung des Körpers mit Energie 
  • Zur Erhöhung der Vitalität 
  • Zur Beruhigung des Nervensystems 
  • Zur Verzögerung des Alterungsprozesses 

Eine Marma-Massage von 90 Minuten kostet etwa 90 bis 120 Euro.  

Bei der Pinda Sveda wird mit heißen Kräuterstempeln auf der öligen Haut massiert. Die Schwitzmethode Verjüngungsmethode regt den Stoffwechsel und die Zellregeneration an, leitet Giftstoffe aus, strafft und pflegt die Haut, wirkt schmerzlindernd und aktiviert das Verdauungsfeuer. © Helmut | Adobe Stock

Pinda Sveda-Massage – die ayurvedische Kräuterstempelmassage

Die Pinda Sveda wird für sich oder in Anschluss an eine ayurvedische Ganzkörpermassage durchgeführt. Je nach Dosha wird der Stoff der Kräuterstempel und ihr Inhalt an Kräutern und Gewürzen gewählt. Pinda Sveda gibt es als Körper- oder Teilkörpermassage.   

Vata Dosha Ayurveda Typen

Typen im Ayurveda: Das Vata-DoshaErfahren Sie hier alles zum Vata-Dosha: Von der Bedeutung über Tipps zur Ernährung und Lebensweise bis hin zu Atem- und Yoga-Übungen für den Vata-Typ. › mehr lesen

Anwendungsbereiche der Pinda Sveda Kräuterstempelmassage

  • Durchblutungsstörungen 
  • Verspannungen, Stress 
  • Rheumatische Erkrankungen, Arthritis, Arthrose 
  • Cellulite 
  • Übergewicht 
  • Neurologische Beschwerden 
  • Kälteempfinden 
  • Narbenbeschwerden 

Eine 60-minütige Massage kostet etwa 80 bis 90 Euro.  

Die Garshan-Massage regt mit Wildseidenhandschuhen die Durchblutung an und peelt auf sanfte Weise die Haut. © Nejron Photo | Adobe Stock

Garshanmassage – die Trockenmassage im Ayurveda

Die Garshan-Massage wird mit Garshan-Wildseidenhandschuhen ohne Öl durchgeführt. Sie können Sie auch wie eine Trockenbürstenmassage bei sich zuhause anwenden. Die Wildseidenhandschuhe haben feine Noppen und sind sanfter als eine Bürste. Sie sind besonders für empfindliche Haut und für das Kapha-Dosha, nicht für das Vata-Dosha (braucht Öl) geeignet.  

Anwendungsbereiche für eine Garshanmassage sind z.B.

  • Stress 
  • Verspannungen 
  • Zur Anregung der Durchblutung, des Lymphflusses und des Stoffwechsels 
  • Zur Entgiftung 
  • Für ein sanftes Peeling der Haut

Die Kosten liegen bei einer Dauer von 60 Minuten bei 75-90 Euro. 

Ein Stirnguss mit warmem Öl und individuell gewählten Kräutern entspannt z.B. bei Kopfschmerzen, Stress und Schlaflosigkeit. © Kzenon | Adobe Stock

Shirodhara – der Stirnguss im Ayurveda

Beim Stirnguss wird ein angenehm temperiertes Öl aus einem Behälter, der über den Kopf befestigt ist, in einem gleichmäßigen Strahl auf die Stirn geleitet. Das Öl enthält individuell ausgewählte Kräuter und wird deshalb medizinisches Öl genannt. Das dritte Auge wird angeregt, was zu Klarheit, Entspannung und Glücksgefühlen führen kann.

Ein Stirnguss wird am besten nach einer Abhyanga Ganzkörpermassage angewendet. Er ist nicht als Wellness-Behandlung zu verstehen, sondern eine medizinische Behandlung und wird durch Ayurvedatherapeuten durchgeführt. Bei niedrigem Blutdruck und während der Menstruation sollte kein Stirnguss durchgeführt werden.  

Anwendungsbereiche eines ayurvedischen Stirngusses

  • Stress 
  • Nervosität 
  • Schmerzen, z.B. chronische Kopfschmerzen 
  • Erkrankungen des Nervensystems 
  • Gesichtslähmung 
  • Schlaflosigkeit 
  • Depressionen 

Kosten: ca. 40 bis 60 Euro. 

Abhyanga als Selbstmassage: Entgiftung und Vitalisierung zu Hause

Basisöle für die Abhyanga Ganzkörpermassage

Zuerst wählen Sie das Basisöl, das Ihr Dosha ausgleicht. Nehmen Sie ein Öl in Bio-Qualität: 

  • VataSesamöl ist ideal. Es ist schwer, warm und befeuchtend. Zudem soll es Haut, Knochen und Nerven nähren und den Geist beruhigen. An zweiter Stelle können Sie Mandel- oder Avocadoöl verwenden.  
  • Pitta: Kokosöl wirkt kühlend, beruhigend und lindert Brennen. An zweiter Stelle ist Sonnenblumenöl, an dritter Position Mandelöl geeignet. 
  • Kapha: Optimal ist das warme, leicht anregende und schleimreduzierende Senföl. An zweiter Stelle wird das trocknende Leinöl empfohlen. An dritter Stelle stehen Olivenöl, Jojobaöl und Mandelöl. Bei sehr starkem Kapha-Überschuss sollten Sie gar kein Öl verwenden. 

Diese ätherischen Öle eignen sich am besten für Ihr Dosha

Wenn Sie gerne einen Duft in Ihrem Massage-Öl haben, fördert es die Beruhigung Ihres Doshas und Ihr Wohlbefinden, wenn Sie auch hier die passenden ätherischen Öle nehmen. Verwenden Sie nur 100 % naturreine Öle.  

  • Vata: Zimt, Moschus, Kampfer (nicht in der Schwangerschaft!), Vanille, Nelke, Rose, Jasmin, Patchouli, Ylang-Ylang eignen sich hervorragend als wärmende, erdende, nährende Düfte. 
  • Pitta: Süße, kühlende und beruhigende Düfte sind z.B. Minze, Zitronengras, Zitrone, Limette, Rose, Veilchen, Iris, Teebaum und Neroli.  
  • Kapha: Hier brauchen Sie wärmende, belebende Düfte wie Eukalyptus, Rosmarin, Zimt, Ingwer, Grapefruit und Rose.

Abhyanga Selbstmassage – So wird sie durchgeführt 

Die Massage können Sie allein oder zusammen mit einem Partner durchführen. Sie fördert die Hautdurchblutung und den Lymphabfluss. Gleichzeitig wirkt sie entspannend und schützt die Haut.

Die besten Zeiten für die Massage sind vor dem Frühstück oder vor dem Abendessen. Sie sollten sich dazu mindestens 10 Minuten Zeit nehmen.

Wärmen Sie das Öl leicht auf etwa 40 °C an (im Wasserbad) und verreiben Sie anschließend einige Tropfen zwischen den Handflächen. Dabei sitzen Sie am besten auf einem Hocker in einem nicht zu kalten Raum.

Nun massieren Sie das Öl mit kreisenden Bewegungen zuerst in die Kopfhaut, Stirn, Schläfen, Ohren und die Augenregion.

Die weitere Reihenfolge ist: Hals – Nacken – Brust – Bauch – Rücken – Arme – Hände – Po – Beine – Füße.

Nachdem Ihr Körper mit Öl bedeckt ist, beginnen Sie von oben mit der Massage: Massieren Sie eine Minute lang Ihre Kopfhaut. Ihr Gesicht massieren Sie mit kreisförmigen Bewegungen. Die langen Knochen an Armen und Beinen massieren Sie auf und ab, die Gelenke im Kreis, ebenso wie die Brüste (vorsichtig!). Auch den Bauch massieren Sie in Kreisen im Uhrzeigersinn. Danach kommen Po, Beine, Füße.

Es wäre optimal, wenn Einölen und Massieren insgesamt zehn bis fünfzehn Minuten dauern, damit das Öl besser wirken kann. Nach der Massage wischen Sie Ihre Füße mit einem Handtuch ab und nehmen eine lauwarme Dusche, um das Öl und die vom Körper ausgeschiedenen Substanzen abzuspülen. Verwenden Sie nur Duschgel oder Seife unter den Achseln und im Intimbereich, so dass eine ganz leichte Ölschicht auf Ihrer Haut bleibt, sie nährt und schützt. Besonders wichtig sind Ölbehandlungen, wenn Sie einen Vata-Überschuss haben, d.h. auch bei Stress und Hektik. Ölbehandlungen und Ölbäder sind dann ein Segen für Sie. 

Eine Studie zur Wirksamkeit ayurvedischer Ölbehandlungen finden Sie hier. 

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Über den Autor
Beate Helm Astrologie Expertin
Beate Helm

Beate Helm ist Chefredakteurin von "Heilen mit den Sternen – Ganzheitliche Gesundheit mit den Methoden der Astromedizin" bei unserem Verlag.

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