MenüMenü

Fußpilz - Ursachen, Symptome, Diagnose & Behandlung

Inhalt
Inhaltsverzeichnis

Fakten zum Fußpilz

Definition: Hautpilzerkrankung an den Füßen; Infektionen besonders in den Zehenzwischenräumen und Fußsohlen

Symptome: Juckreiz, Hautrötungen, Schuppenbildung und nässende Bläschen

Arten: Interdigitalmykose, verhornter Fußpilz, Fußpilz mit flüssigkeitsgefüllten Bläschen

Risikofaktoren/Auslöser: feucht-warmes Klima, geschwächtes Immunsystem, kleine Hautverletzungen oder ein gestörter Säureschutzmantel der Haut

Behandlung durch: Hautarzt oder Facharzt für Fußkrankheiten (Podologe), Pilzmittel aus der Apotheke (Antimykotika): Äußerlich (Cremen, Salben, etc.) oder Innerlich (Tabletten); Naturheilkunde (z.B. Fußbäder)

Definition: Was ist Fußpilz?

Fußpilz (Tinea pedis oderTinea pedum) ist eine Hautpilzerkrankung der Füße. Die Infektion (insbesondere der Zehenzwischenräume und Fußsohlen) entsteht durch Fadenpilze oder Dermatophyten. Sie befallen die Hornsubstanz wie Haut, Haare und Nägel.

Mögliche Symptome für Fußpilz sind Juckreiz, Hautschuppung an den Füßen und Bildung von nässenden Bläschen. Die Hautpilzerkrankung ist hochgradig ansteckend und kann, ohne Behandlung, chronisch werden. Die Infektion ist jedoch gut zu behandeln. Wer bereits im Vorfeld achtsam ist, kann Ansteckungen vermeiden

Welche Formen von Fußpilz gibt es?

Mit einem Auftreten von 30 bis 70 % in der deutschen Bevölkerung zählt der Fußpilz zu den häufigsten Infektionskrankheiten. Rund 20 bis 25 % der Weltbevölkerung sind davon betroffen.

Auslöser für diese Pilzerkrankung der Haut (Dermatomykose) sind bestimmte Fadenpilze. Besonders im Alter steigt das Risiko an Fußpilz zu erkranken an. Männer sind im Regelfall häufiger betroffen.

Die Infektion mit einem Fußpilz beschränkt sich zu Beginn auf die Haut. Die betroffene Stelle juckt, ist gerötet und wird schuppig. Die sich lösenden Hautstückchen sind zahlreich und mit bloßem Auge zu erkennen. Die Schuppung der Haut kann im Laufe der Zeit immer stärker werden. Eine weiße Hautplatte bildet sich an den Füßen. Diese Hautplatte erinnert an Hornhaut, ist jedoch weicher in der Konsistenz. Durch Risse, die in der Haut entstehen, wird das Gehen erschwert.

Wenn in diesem Krankheitsstadium nichts gegen die Hautinfektion unternommen wird, kann es an den Fußsohlen zu einer Bildung von nässenden Bläschen kommen.

Folgende Fußpilz-Formen werden unterschieden:

  • Interdigitalmykose (Erysipel)

Ist eine bakterielle Infektion (hervorgerufen durch Streptokokken) der Haut entlang der Lymphgefäße und dem Interstitium (Zwischenraum). Eintrittspforten für diese Fußpilzform sind kleine Hautverletzungen an den Extremitäten. Interdigitalmykose entwickelt sich zwischen den Zehen und kann zu schweren Hautentzündungen führen.

Nach und nach breitet sich der Fußpilz auf die anderen Zehenzwischenräume aus. Die davon befallene Haut ist gerötet und juckt. Kleine Bläschen können sich an den Zehenseiten bilden. Bei einer Aufweichung der Haut bilden sich zusätzliche Bakterien. Dadurch kann ein unangenehmer Geruch entstehen. Weiße dicke Hautlagen und tiefe Risse, die sich durch die Infektion bilden, können sehr schmerzhaft sein.

  • Verhornter Fußpilz (Squamös-hyperkeratotische Form)

Diese Art des Fußpilzes betrifft die Fußsohlen und wird auch „Mokassin-Mykose“ genannt. Symptome treten an den Ballen und Fersen auf und breiten sich anschließend auf die Fußkanten und den Fußrücken aus. Die Haut wird trocken, schuppig und verhornt auffallend stark (Hyperkeratose). Es kann zu schmerhaften Hautrissen (Rhagaden) kommen. Die Fersen sind von dieser Art des Fußpilzes am häufigsten betroffen. Diabetiker sind für diese Form der Fußpilzerkrankung besonders anfällig.

  • Fußpilz mit flüssigkeitsgefüllten Bläschen (vesikulös-dyshidrotische Form)

Der Fußpilz verursacht flüssigkeitsgefüllte Bläschen an den Fußkanten und am Fußgewölbe. Die Bläschen platzen aufgrund der entstehenden Hornschicht nicht auf, sondern trocknen ein. Ein unangenehmes Spannungsgefühl und Juckreiz können die Folge sein.

Fußpilz-Arten

Wie wird Fußpilz übertragen?

Feucht-warmes Klima in Schuhen ist ein idealer Nährboden für Fußpilzerreger. Die Erreger breiten sich typischerweise in der Hornschicht, der obersten Hautschicht, aus und leben dort schmarotzerhaft (parasitär). In der Regel verläuft der Übertragungsweg „von Mensch zu Mensch”. Überall dort, wo Menschen mit Fußpilz barfuß gehen und Hautschuppen auf dem Boden hinterlassen, können Sie sich anstecken:

  • auf Fußböden in öffentlichen Bädern und Duschen
  • an Fuß-Desinfektionsduschen in öffentlichen Bädern und Duschen (sie sind oft Pilztummelplätze und wimmeln von Erregern)
  • auf Hotel-Teppichböden (in Tests waren neun von zehn Hotelteppichen belastet)
  • durch Hautkontakt z. B. bei Kontaktsportarten wie Judo

Fußpilz kann jedoch auch auf andere Körperbereiche befallen. Zunächst breiten sich die Symptome von den Füßen auf die Knöchel aus und anschließend auf die Nägel. Dabei kann Nagelpilz (Onychomykose) entstehen. Die Pilzerreger können durch Kratzen mit bloßen Händen auch auf andere Körperteile, z.B. ins Gesicht, übertragen werden. Durch das Abtrocknen infizierter Stellen und anderer Körperteile bei Verwendung des gleichen Handtuchs, können weitere Infektionen entstehen. Sekundärinfektionen sind möglicherweise die Folge.

Welche Faktoren erhöhen das Risiko, an Fußpilz zu erkranken?

Wenn Sie sich regelmäßig in Fitnessstudio, Sporthalle, Hotelzimmer, öffentliche Waschräume, Schwimmbad oder Sauna aufhalten, haben Sie garantiert auch schon die unangenehme Bekanntschaft mit Fußpilzen gemacht.

Normalerweise ist die Hautoberfläche gegen Pilzangriffe gefeit. Ist Ihre Haut jedoch leicht geschädigt, aufgeweicht oder mit winzigen Verletzungen versehen, verliert sie ihre Widerstandsfähigkeit. Das erleichtert dem Pilz das Eindringen in die Haut.

Hat sich der Pilz erst einmal in der obersten Hautschicht eingenistet, kann er sich blitzartig in alle Richtungen ausbreiten. Der Körper reagiert mit einer Entzündung auf den Eindringling. Die Entzündung verläuft oft unmerklich und eine chronische Infektion kann sich ausbilden. Besonders gefährlich ist dies für Menschen mit anderen Grunderkrankung wie Diabetes oder Durchblutungsstörungen. Bei Infektionen, die länger als vier Wochen dauern, sollten Sie einen Arzt aufsuchen.

Sehr enges Schuhwerk kann ein hervorragender Ort und eine Brutstelle für Fußpilzerreger sein. Verschwitze, feuchte Füße in geschlossenen Schuhen (z.B. Turnschuhen oder Wanderschuhen) dienen Pilzen als idealer Nährboden. Auch Arbeitsschuhe, die sehr dicht geschlossen sein müssen (bei Kanal oder Bauarbeiten), sind ein Risikofeld für Erkrankungen.

Grund für Fußpilz: Enge Schuhe

Symptome: Wie erkennt man Fußpilz?

Eine Fußpilzerkrankung beginnt meist mit leichtem Juckreiz, einer feinen Schuppung und einer leicht entzündeten Hautstelle. Diese Symptome intensivieren sich zu einer dicken Hornhautschicht mit schmerzhaften Rissen. Bläschen können unter Umständen entstehen, die periodisch an anderen Stellen wiederkehren.

Zehenzwischenräume, der Fußrücken und vor allem die Fußsohle sowie die Fersen sind besonders beliebt bei Fußpilzerregern. Auch mit Flüssigkeit gefüllte Bläschen an den Fußkanten und dem Fußgewölbe sind keine Seltenheit.

Sitzt der Pilz unter dem Nagel (Onychomykose), wird dieser brüchig, verdickt sich und nimmt je nach Pilz eine gelblich-braune, graue oder schwarze Farbe an. Die Haut um den Nagel kann schmerzhaft rot anschwellen, der Nagel löst sich möglicherweise vom Nagelbett.

Eine Form von Psoriasis (Schuppenflechte) erfasst die Nägel und ähnelt dem beschriebenen Aussehen von Nagelpilz. Falls im Vorfeld noch keine Nagelpilz-Diagnose stattfand, empfiehlt sich vor einer Selbstbehandlung das Aufsuchen einer dermatologischen Praxis. Haben Sie bereits mit der Behandlung begonnen, sind die Pilze schlechter nachzuweisen. Eine genaue Diagnose ist dann nicht mehr möglich.

Fortgeschrittener Tinea pedis
Von Fußpilz befallene Fußsohle © Hans – Pixabay

Kann Fußpilz gefährlich sein?

Fußpilz ist sehr ansteckend. Bis zum Ausheilen der Infektion ist das Barfußlaufen in der Wohnung zu vermeiden. Die Dusche muss nach jeder Benützung gut gereinigt werden. Nach dem Eincremen mit Pilzcreme besteht keine Ansteckungsgefahr. Unbehandelte Fußpilzerkrankungen können jedoch für Menschen mit gestörtem Immunsystem gefährlich sein.

Behandlung: Was kann man gegen Fußpilz tun?

Fußpilzerkrankungen sollten rasch behandelt werden, um weitere Ausbreitung zu vermeiden. Durch Viren und Bakterien kann es bei unbehandelten Nägeln und geschädigter Haut zu Sekundärinfektionen kommen. Darüber hinaus breitet sich der Pilz auf den Rest des Körpers aus. Dies geschieht beispielsweise durch verschleppte Partikel, die sich beim Kratzen unter den Fingernägeln festgesetzt haben. Nagelpilz heilt nicht von selbst. Ist der Fuß- oder Nagelpilz nicht in den Griff zu bekommen, suchen Sie unbedingt einen Dermatologen auf.

Maßnahmen gegen Fußpilz

Abschneiden der befallenen Stelle

Dieser Vorgang sollte möglichst vorsichtig durchgeführt werden und weder bluten noch wehtun. Die Schere sollte davor und danach desinfiziert werden. Die Reste werden mit einer Sandblattfeile, die Sie nach dem Gebrauch wegwerfen, sanft abgefeilt. Wenn Sie lieber auf Nummer sicher gehen wollten, überlassen sie diesen Vorgang einer medizinischen Fußpflege.

Spezieller Nagellack aus der Apotheke 

Dieser ist bei nicht vollständigem Befall des Nagels (weniger als ¾) anzuwenden. Die Anwendung erfolgt sechs bis acht Monate lang täglich (Betrafen) oder ein- bis zweimal pro Woche (Loceryl). Der Wirkstoff dringt dabei tief in den Nagel ein und zerstört die Pilzerreger.

Verschreibungspflichtige Nagelpilztabletten

Sind Sie schlimmer von Fußpilz betroffen, müssen Sie mindestens drei bis sechs Monate lang verschreibungspflichtige Nagelpilztabletten (Tabletten mit Itraconazol oder Terbinafin) Solche oral-medikamentöse Fußpilz-Therapien werden oft zeitgleich mit äußerlichen Behandlungen angewandt, wenn diese nach ein bis zwei Woche noch keine deutliche Verbesserung zeigen.

Diese Medikamente sind oft extrem teuer und bringen Nebenwirkungen wie Magen- und Darmstörungen, Blutbildveränderungen und eine Belastung der Leber mit sich. Blutbild und Leberwerte sollten daher regelmäßig kontrolliert werden. Nach Absetzen der Medikamente sind Rückfälle möglich. Die äußere Behandlung des Fußpilzes wird daher meist noch drei bis vier Wochen nach Abklingen der Symptome fortgesetzt.

Wie verhindert man die Übertragung von Fußpilz?

  • Sprühen Sie Ihre Schuhe regelmäßig mit Antipilzspray
  • Wechselbäder steigern die Durchblutung Ihrer Füße ebenso wie ausreichend Bewegung.
  • Trockene und rissige Stellen brauchen eine feuchtigkeitsspendende Pflege.
  • Nach dem Waschen, Baden oder Schwimmen die Füße gründlich (vor allem zwischen den Zehen) mit einem sauberen, trockenen, kochfesten Handtuch Wenn möglich an der Luft nachtrocknen lassen (notfalls mit Hilfe eines auf „lau“ gestellten Föhns). Sind Ihre Füße bereits befallen, jedes Mal ein frisches Handtuch verwenden.
  • Baden Sie Ihre Nägel zweimal täglich für zehn Minuten in lauwarmem Olivenöl oder Eichenrinde (Apotheke), die über pilzhemmende Eigenschaften verfügt. Massieren Sie das Öl anschließend gründlich auf Nägel und Nagelbett ein.
  • Tragen Sie Socken aus kochfester, atmungsaktiver Baumwolle. Sie dienen auch im Hotel als Schutz vor vermutlich Pilz-tragenden Teppichböden. Waschen Sie sie regelmäßig bei mindestens 60 Grad, besser mit 90 Grad. Wenn Sie an den Füßen schwitzen, wechseln Sie Ihre Strümpfe zweimal täglich.
  • Bei Nagelpilz verzichten Sie auf Nagellack (so unangenehm dies sein mag).
  • Tragen Sie immer bequemes, nicht zu enges Schuhwerk, das möglichst atmungsaktiv ist. Gummi- und Plastikschuhe (auch -sohlen) bringen die Füße zum Schwitzen. Im Winter ziehen Sie tagsüber im Büro die Stiefel aus.
  • Lüften Sie regelmäßig Ihre Schuhe aus. Sogar Sandalen sollten Sie an der Luft stehen lassen und wie andere Schuhe erst am übernächsten Tag wieder anziehen.
  • Zum Schutz Ihrer Angehörigen sollten Sie auch auf keinen Fall barfuß in der Wohnung laufen, wenn der Pilz noch nicht abgeheilt ist. Verwenden Sie für Ihre Wäsche auch einen Hygienespüler (z. B. Canesten©), der die Keime schon bei 60 °C bekämpfen kann.
  • Kleine Symbioselenkungen für die Darmflora: mittels Fertigpräparaten aus der Apotheke (z. B. Mutaflor©, ProSymbioflor©)

Gibt es Hausmittel gegen Fußpilz?

Hausmittel werden im Kampf gegen Fußpilz bei vielen Menschen immer beliebter. Apfelessig oder Teebaumöl sollen hilfreich bei der Bekämpfung des Fußpilzes sein, jedoch wurde dies wissenschaftlich noch nicht untersucht oder belegt.

Folgende Hausmittel können Fußpilz-Behandlungen unterstützen:

  • Backpulver

Mischen Sie Backpulver mit etwas lauwarmem Wasser zu einer festen Paste. Diese geben Sie auf die befallenen Nägel und lassen sie drei Minuten lang einwirken. Mit reichlich lauwarmem Wasser wieder abspülen. Nägel gut abtrocknen und mit Stärkepuder betupfen. Das lindert den Juckreiz und entzieht den Pilzen die Nahrung.

  • Extrakte aus der blauen Luzerne (medicago sativa) auch bekannt als „Alfalfa-Lupine

Diese Keime und Sprossen können Pilzerkrankungen der Haut bekämpfen. Das haben Forscher des King’s College in London gemeinsam mit Kollegen von der polnischen Universität in Pulawy nachgewiesen.

Wie der Leiter des Teams, Professor Peter Houghton, bei der Vorstellung der Forschungsergebnisse auf der „Britischen Pharmazeutischen Konferenz“ im September 2004 in Manchester erläuterte, enthält die Luzerne Saponine, die das Wachstum von Hautpilzen hemmen und chemischen Antipilzmitteln ebenbürtig seien. Besonders wirksam erwiesen sich die Alfalfa-Extrakte gegen den Pilz Trichophyton tonsurans, dem Haupterreger von Fußpilz.

  • Naturheilkundlich: Teebaumöl, Thymianöl und Ringelblume haben sich bewährt.
  • Ölmischungen sollten zwei bis dreimal täglich mit einem Wattestäbchen auf die befallene Stelle aufgetragen werden.
Rezeptidee für naturheilkundliche Öle:

  • Rezept Nr. 1: Mischen Sie zwei Tropfen Thymianöl und einen Teelöffel Ringelblumensalbe.
  • Rezept Nr. 2: Mischen Sie fünf Teelöffel Ringelblumenöl mit einem Teelöffel Teebaumöl.
  • Rezept Nr. 3: Mischen Sie zwei Teelöffel Teebaumöl und einen Teelöffel Lavendelöl.
  • Salbei

Salbei hat eine entzündungshemmende Wirkung. Täglich eine Tasse Salbeitee oder ein Fußbad mit Salbei kann als Hausmittel dienen.

Salbei entzieht dem Keim den Nährboden und greift den Fußpilz gleich von zwei Seiten an: Er drosselt die Schweißbildung und nimmt dadurch dem Pilz seine Überlebensgrundlage. Außerdem enthält Salbei Gerbstoffe, die auf die Haut zusammenziehend wirken. Dadurch wird die Hautoberfläche gekräftigt und vor neuen Infektionen geschützt.

Für ein Fußbad mit Salbei übergießen sie dazu in einer geeigneten Wanne fünf Esslöffel Salbeiblätter mit zwei Litern kochend heißem Wasser. Lassen Sie den Sud so lange ziehen, bis er eine angenehme Badetemperatur hat und baden Sie dann Ihre Füße zehn Minuten lang darin. Machen Sie dieses Fußbad zweimal täglich.

  • Grapefruitkernextrakt

Ein weiteres natürliches Anti-Pilzmittel ist Grapefruitkernextrakt. Die Kerne frischer Grapefruits enthalten Flavonoide, die das Wachstum von Pilzen hemmen. Diese abtötende Wirkung von Grapefruitkernextrakten konnte auch eine Laborstudie der Universität Cardiff in Großbritannien nachweisen.

Flüssigen Grapefruitkernextrakt können Sie entweder unverdünnt mit einem Wattestäbchen auf die betroffenen Hautstellen auftragen oder sich selbst ein Gel herstellen, das zusätzlich kühlend und entzündungshemmend wirkt. Rühren Sie zehn Tropfen Grapefruitkernextrakt in 50 ml reines Aloe-Vera-Gel ein. Tragen Sie das Gel einmal täglich nach einem Fußbad auf die gut abgetrockneten Füße auf.

  • Kokosöl

Die in diesem Öl enthaltene Laurinsäure tötet die Pilze ebenso ab wie eine weitere Fettsäure des Kokosöls, die Caprylsäure. Für eine optimale Wirkung sollten Sie Ihre Füße jeden Abend vor dem Schlafengehen mit einem hochwertigen Kokosöl aus dem Bioladen einmassieren.

  • Acidophilus-Pulver (aus dem Bioladen oder Reformhaus)

Streuen sie das Pulver in Ihre Strümpfe und zwischen die Zehen. Lactobacillus acidophilus ist eine Bakterienart, die zur Herstellung von Joghurt verwendet wird. Auf der Hautoberfläche schaffen diese Keime ein Milieu, in dem sich die Pilze absolut nicht wohlfühlen und daher auch nicht weiter vermehren

  • Ernährung

Pilze lieben Süßigkeiten. Wenn Sie Ihren Pilz loswerden wollen, sollten Sie konsequent sein und Ihren Zuckerkonsum erheblich einschränken. Steigen Sie von Limonaden auf Gemüsesäfte um und essen Sie viel Salat und Knoblauch.

Sie sollten ausreichend Mineralstoffe und Vitamine durch Obst, Gemüse, Vollkornbrot und Fisch bekommen. Dies geschieht in diesem Falle überwiegend durch alle B-Vitamine. Vorübergehend unterstützt Sie eine Nahrungsergänzung mit Zink und Selen.

Saubere & gepflegte Füße gegen Fußpilz
Fußbad bei Fußpilz © graceie – Pixabay

Prognose: Wie lange dauert es, bis Fußpilz verschwunden ist?

Fußpilz ist eine sehr hartnäckige Infektion. Die Behandlung kann zwischen zwei und vier Wochen dauern. Es ist ratsam äußere Pilzbehandlungen (mit Salben oder Cremen) weitere drei bis vier Wochen anzuwenden, nachdem die Symptome abgeklungen sind.

Wie kann man sich vor Fußpilz schützen?

Leider gibt es keinen hundertprozentigen Schutz, mit dem Sie Fußpilz vermeiden können. Sie können aber Ihr Infektionsrisiko senken, indem Sie folgende Tipps beherzigen:

  • An Orten, an denen viele Menschen barfuß gehen, ist Vorsicht geboten. Öffentliche Bäder oder Saunen sind besser mit Badeschuhen zu begehen.
  • Handtücher sollten regelmäßig gewechselt und wie Badematten, Socken und Bettwäsche bei 60 Grad (besser 90 Grad) gewaschen werden.
  • Bequeme und nicht zu enge Schuhe tragen. Abwechslung zwischen hohem und niedrigem Schuhwerk ist sinnvoll, um Zehenverformungen, Muskelbeschwerden oder Venenleiden vorzubeugen. Zu enge Schuhe sind, zusammen mit feuchten oder schwitzenden Füßen, ein idealer Nährboden für Pilze. Die richtige Passform und atmungsaktives Material können Feuchtigkeit ableiten und verhindern.
  • Socken aus natürlichem Material und/oder Baumwolle sollten nach dem Gebrauch gewaschen und täglich gewechselt werden.
  • Vermeiden Sie Verletzungen und Wundscheuern an den Füßen
  • Begutachten Sie Ihre Füßeregelmäßig und achten Sie auf Veränderungen – wie Risse, Schuppen, Rötungen oder Schwellungen, vor allem in den Zehenzwischenräumen.
  • Nasse Schuhe trocknen lassen und am nächsten Tag andere Schuhe tragen (um Trocknung zu gewährleisten)
  • Schuhe nicht in Plastik aufbewahren
  • Wenn Sie geschlossene Schuhe tragen, sollten Sie Strümpfe aus Baumwolle oder Polypropylen anziehen, welche die Feuchtigkeit wie ein Schwamm aufsaugen. Textilien wie Nylon oder Kunstseide verhindern das Verdunsten von Feuchtigkeit.
  • Wenn Sie an den Füßen schwitzen, sollten Sie Ihre Strümpfe zweimal täglich wechseln.
  • Bei hartnäckig wiederkehrenden Infektionen sollten Sie ein Anti-Pilzmittel wie Clotrimazol und Micanazol nehmen.
  • Zur Reinigung und Abwehrstärkung sind Fußbäder mit speziellen Zusätzen zwei- bis dreimal in der Woche für fünf bis maximal zehn Minuten geeignet:
    • Molke (Reformhaus, Apotheke, Drogerie, Aufguss aus Gelbwurz (Apotheke oder Reformhaus): Nehmen Sie davon jeweils einen Esslöffel pro Liter Wasser.
    • Salzlösung: Nehmen Sie pro Liter Wasser zwei Esslöffel Salz oder vier Esslöffel Meersalz.
  • Pilz im Kleiderschrank: Der Pilz kann auch im Wäschekorb lauern, zumindest immer dann, wenn ein Familienmitglied betroffen ist. Denn wenn Socken, die Pilzsporen enthalten, auf der Wäsche liegen, die nicht bei 60 Grad gewaschen werden kann, können Sie sich durch die Wäsche anstecken.

Sie sollten, wenn Sie oder ein Familienmitglied unter Fußpilz leidet, die Socken separat von der anderen Wäsche sammeln und bei mindestens 60 Grad waschen. Nur dann werden die Schimmelsporen abgetötet und können sich nicht im gesamten Kleiderschrank weiterverbreiten.

  • Bekämpfung der Hornhaut: Fußbäder (z.B. aus Senf) und anschließendes Peeling (durch eine Mischung aus Meersalz und Olivenöl) kann verhornte Stellen wieder schön und geschmeidig werden lassen.

Beginnen Sie dazu mit einem warmen Senf-Fußbad, indem Sie fünf Esslöffel Haushaltssenf in einer Fußwanne mit 38 °C warmem Wasser vermischen. Duschen Sie nach zehn Minuten Ihre Füße ab, die jetzt rosig durchblutet sind.

Verrühren Sie anschließend einen Esslöffel Meersalz mit Olivenöl zu einem dicken Brei und rubbeln Sie damit die verhornten Stellen ab. Spülen Sie die Reste ab. Feilen Sie nun Ihre Fußnägel gerade, damit die Ecken nicht einwachsen können. Massieren Sie Ihre Füße zum Abschluss mit Mandelöl aus der Apotheke. Ziehen Sie ein Paar Baumwollsöckchen darüber und lassen Sie das Öl über Nacht einwirken.

Vorbeugung Fußpilz

Schweißfüße: Was hilft gegen schwitzende Füße?

Jeder Mensch schwitzt an den Füßen. Und fast jeder trägt Schuhe, die ein warmes, feuchtes Milieu schaffen, das ideal für Bakterien und Pilze ist. Natürlich fangen Füße deshalb häufig an, unangenehm zu riechen. Zu einer Geruchsbelästigung kommt es jedoch erst durch Bakterien, die den Schweiß zersetzen. In feuchtem Klima fühlen sich Bakterien besonders wohl und daher ist der erste Schritt im Umgang mit Schweißfüßen: die Trockenlegung.

Wenn Sie übermäßig viel schwitzen, sprechen Sie mit Ihrem Arzt über mögliche Therapien. Von einem krankhaften Fußschweiß (Hyperhidrosis plantaris) sprechen Ärzte dann, wenn die Füße pro Minute mehr als 50 ml Feuchtigkeit absondern.

Tägliche Fußpflege ist wichtig. Trockene und saubere Füße riechen nicht. Antitranspirant kann die Schweißproduktion hemmen. Je öfter man diese Sprays verwendet, desto seltener kommt der Fuß ins Schwitzen.

Mit folgenden Methoden bekämpft der Hautarzt Ihre Schweißfüße:

  • Salben und Lösungen mit Aluminiumchlorid
  • Reizstromtherapie (Iontophorese)
  • Botulinumtoxin
  • Blockierung der Nervenleitung (Sympathikusblockade)

Aluminiumchlorid verengt vorübergehend die Ausgänge der Schweißdrüsen, wodurch die Schweißproduktion als körpereigene Regulation gedrosselt wird. Sie können sich eine Salbe mit dem Wirkstoff vom Arzt verschreiben lassen oder ein entsprechendes Gel selbst herstellen.

Bei der Iontophorese werden die Füße etwa 20 Minuten lang in einer flachen Fußbadewanne schwachem elektrischem Gleichstrom ausgesetzt. Dabei können Sie ein leichtes Kribbeln verspüren. Um die Schweißproduktion einzudämmen, müssen Sie zu Anfang jedoch drei- bis viermal pro Woche beim Hautarzt behandelt werden.

Nach einigen Wochen reicht eine einmalige Behandlung pro Woche, die Sie jedoch dauerhaft beibehalten müssen. Um dieses zeitaufwändige Verfahren für Sie zu erleichtern, kann Ihr Arzt Ihnen bei einer krankhaften Hyperhidrosis auch ein Heimgerät verordnen. Die Kosten von etwa 500 Euro übernimmt dann Ihre Krankenkasse.

Achtung: Wenn Sie einen Herzschrittmacher haben, dürfen Sie keine Iontophorese-Behandlung durchführen.

Um die besten Ergebnisse gegen Ihre Fußleiden, seien es Schweißfüße, Fuß- oder Nagelpilz, zu erzielen, ist Vorbeugung sowie gute Hygiene und Fußpflege vor, während und nach der Behandlung ratsam. Sollten Sie trotz Vorsichtsmaßnahmen und Tipps unter einer Fußpilzerkrankung leiden und diese allein nicht bekämpfen können, ist ein Gang zum Hautarzt oder Fußspezialisten unumgänglich.

Nach oben
Über den Autor
Redaktionsteam Gesundheitswissen

Profitieren Sie von der Expertise unserer jeweiligen Experten und erhalten Sie detaillierte Informationen zu Ihrem Lieblingsthema.

Profitieren Sie von unserem kostenlosen Informations-Angebot und erhalten Sie regelmäßig den kostenlosen E-Mail-Newsletter vom Redaktionsteam Gesundheitswissen. Herausgeber: FID Verlag GmbH. Sie können sich jederzeit wieder abmelden.

Hinweis zum Datenschutz