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Verbrennungen - Schweregrad, Ursachen & Behandlung

Inhalt
Inhaltsverzeichnis

Wissenswertes über Verbrennungen

Definition: Schädigung des Gewebes durch übermäßige Hitzeentwicklung

Schweregrade: Grad 1, 2 (2a und 2b), 3 und 4 als schwerster der Verbrennungsgrade

Symptome: Brandwunden – Rötungen, Schwellungen, Brandblasen

Ursachen: Haushalts- und Arbeitsunfälle, Verbrennungssuizid, Brandverletzungen bei Katastrophen, etc.

Auswirkungen: Begleiterkrankungen der Lunge sind häufig, ggf. Nervenschädigung

Behandlung: Brandsalben oder Gele, bei starken Verbrennungen oft chirurgische Eingriff

Vorbeugung: Erhöhte Achtsamkeit in Haushalt und bei der Arbeit

Definition Brandverletzung: Was ist eine Verbrennung?

Eine Verbrennung ist eine Schädigung des Gewebes, die durch übermäßige Hitzeentwicklung entsteht. Ursachen für solche Verbrennungen sind beispielsweise heiße Gegenstände, Flüssigkeiten (Verbrühung), Dämpfe oder Gase, Flammeneinwirkung und Explosionen, starke Sonneneinstrahlung (Sonnenbrand), elektrischen Strom oder Reibung.

Bei einer Verbrennung werden in erster Linie die Haut (dann spricht man von einer Brandwunde), aber auch Schleimhäute verletzt. Des Weiteren haben Verbrennungen, die ein gewissen Maß überschreiten, weitere Konsequenzen. Diese beinhalten oft einen Kreislaufschock und entzündlichen Allgemeinreaktionen des Körpers.

Jährlich werden in Deutschland ungefähr 350.000 Menschen mit Verbrennungen von niedergelassenen Ärzten behandelt und etwa 15.000 Personen in Kliniken stationär betreut.

Aufbau der menschlichen Haut

Funktionell gesehen, ist die Haut das vielseitigste Organ des Menschen. Mit 1,5 bis 4 Millimetern Dicke und durchschnittlich ganzen 1,73 Quadratmetern Körperoberfläche (Hautfläche) ist die Haut das größte Organ. Sie ist in drei Schichten aufgebaut.

Schichten der Haut:

  • Epidermis (Oberhaut)
  • Dermis oder Corium (Lederhaut)
  • Subcutis (Unterhaut)

Zu einem großen Teil besteht die Epidermis aus einer Hornschicht, die nach außen abschilfert und sich von unten ständig erneuert. Den Anschluss bildet die Dermis, welche die mittlere der drei Hautschichten darstellt. Diese besteht aus straffem Bindegewebe und enthält unter anderem Talgdrüsen.

Die letzte der Hautschichten heißt Subcurtis und besteht aus lockerem Bindegewebe mit mehr oder weniger eingelagertem Fettgewebe. Die Aufgaben der Haut ist vielschichtig, in erster Linie aber schützt diese den Körper.

Regeneration der Haut

Zur Regeneration der Haut bilden sich in der unteren Schicht der Oberhaut laufend neue Zellen. Diese schieben die darüberliegenden Zellen weiter nach oben und zwingen sie somit dazu auszutrocknen. Anschließend verhornen diese Zellen und bilden die oberste Hautschicht.

Wenn die Haut beispielsweise durch Verbrennungen verletzt ist, läuft der Prozess etwas komplizierter ab. Zuerst übernimmt das Blut die Aufgabe Schmutz und Keime aus der Wunde hinauszuspülen. Im Anschluss ziehen sich Blutgefäße zusammen, die Blutplättchen (Thrombozyten) verklumpen und bilden somit einen Pfropfen. Auf diesem verkleben Blutgerinnungsfaktoren (z. B. Fibrinogen) mit den Blutplättchen und stellen Fibrin her, ein Netz aus feinen Fasern. Dieses dichtet die Wunde dann dauerhaft ab.

Haben Sie’s gewusst?
Eine bemerkenswerte Eigenschaft unserer Haut ist es, dass sie sich ein Leben lang etwa alle vier Wochen erneuert. Außerdem kann sie sich selber heilen.

Welche Arten von Verbrennungen gibt es?

Für Verbrennungen gibt es viele verschiedene Ursachen. Es wird nach Verbrennungen durch 

  • heiße Gegenstände,
  • Flüssigkeiten (Verbrühung),
  • Dämpfe oder Gase,
  • Flammeneinwirkung & Explosionen,
  • starke Sonneneinstrahlung (Sonnenbrand),
  • elektrischen Strom und
  • Reibung

unterschieden.

Recht häufig sind Verbrühungen durch Leitungswasser. Um die Vermehrung von Legionellen zu vermeiden, werden Wasserleitungen zwischen 55 bis 60 °C betrieben. Höchstens sollte Leitungswasser allerding mit 38 bis 45 °C aus der Entnahmestelle treten, um Verbrühungen entgegenzuwirken. Oft gibt es aber Probleme und das Wasser schießt mit einer höheren Temperatur aus der Leitung heraus. Bei 60 °C entstehen Verbrühungen in Sekunden.

Auch eine häufig auftretende Art von Verbrennungen ist der Sonnenbrand. Dieser ist nicht zu unterschätzen und kann schlimmstenfalls langfristige Folgen haben. Es gilt also, sich zu schützen und übermäßige UV-Einstrahlung zu vermeiden. Des Weiteren sollte man sich zum Vorbeugen eines Sonnenbrandes eincremen, bevor man in die Sonne geht!

Häufigkeit von Verbrennungen

In Deutschland werden jährlich etwa 350.000 Menschen von niedergelassenen Ärzten wegen Verbrennungen behandelt. Weitere 15.000 werden stationär in Kliniken betreut. Im Jahr 2013 kamen beispielsweise rund 17.000 Personen mit Verbrennungen oder Verätzungen ins Krankenhaus. Davon erlagen 372 Patienten ihren Verletzungen.

Am häufigsten sind leichte Brandwunden an den Händen. Meist kommen diese im Haushalt oder am Arbeitsplatz vor. Erwachsene Menschen erleiden typischerweise Brandverletzungen. Diese entstehen oft durch Flammen oder heiße Gase (zum Beispiel durch Verpuffungen nach einer Explosion). Bei Kindern und alten Menschen handelt es häufig um Verbrühungen.

Schweregrade von Verbrennungen: Wie schlimm ist eine Brandverletzung, wie hoch die Verbrennungsgrade?

Brandwunden werden in Schweregrade aufgeteilt. Diese reichen vom ersten bis vierten Grad der Verbrennung. Der erste Schweregrad ist am ungefährlichsten. Hier ist die oberste Hautschicht (Epidermis) betroffen. Typische Symptome sind neben den Schmerzen eine Rötung und Schwellung der Haut sowie Berührungsempfindlichkeit. Zur Behandlung eignet sich hier eine Brandwundensalbe oder ein Gel.

Um einiges schmerzhafter sind Verbrennungen zweiten Grades. Auch tiefere Hautschichten sind bei solch einer Verbrennung betroffen. In Bezug auf die Symptome bzw. Charakteristik ähneln sich Verbrennungen des ersten und zweiten Schweregrades sehr. Man kann eine Verbrennung zweiten Grades jedoch gut ausmachen, denn es entstehen Brandblasen.

Die Blasenbildung ist typisch für eine Verbrennung dieser Schwere. Ein Arztbesuch ist hier durchaus angeraten.

Hinweis
Brandblasen sollten aufgrund der Infektionsgefahr nicht geöffnet werden.

Besonders am zweiten Schweregrad ist, dass man ihn in die Grade 2a und 2b weiter unterteilen kann. Verbrennungen des Schweregrads 2a sind weiterhin oberflächlicher Natur, die tiefen Ebenen der Lederhaut bleiben unversehrt. Bei tiefen Verbrennungen Grads 2b hingegen ist die Lederhaut vollständig betroffen. Die Brandwunde ist hellrot oder gelblich-weiß, leicht nässend und oftmals von offenen Brandblasen begleitet.

Man geht davon aus, dass Typ a vollständig binnen drei Wochen heilt, während es bei Typ b zu Narbenbildung kommen kann. Weiterhin charakteristisch für Typ b sind die weniger starken Schmerzen im Vergleich zu Typ a. Dies hängt damit zusammen, dass bei Typ b tiefergehende Schäden entstehen, die unter anderem die Nerven verletzen.

Mit dem dritten Schweregrad ist nicht zu spaßen. Dieser betrifft die Haut, die Anhangsgebilde und tieferliegende Muskulatur. Wer solch eine Brandwunde erlitten hat, sollte schnellstmöglich ins Krankenhaus. Verbrennungen diesen Grades zeichnen sich durch abgestorbenes Gewebe aus. Dieses ist an seiner weiß-bräunlichen Färbung gut zu erkennen. Im Gegensatz zu den ersten beiden Schweregraden verlaufen Verbrennungen dieses Ausmaßes, ähnlich wie Schweregrad 2b, oftmals ohne starke Schmerzen.

Der letzte Schweregrad, der vierte Grad, entsteht durch offenes Feuer oder Starkstrom. Nicht nur die komplette Haut bis zum Fettgewebe ist bei solch einer Verbrennung zerstört, sondern auch die Nerven, Muskulatur und im schlimmsten Fall auch die Knochen. Die Wunde besteht aus verkohlter Oberfläche und muss dringend intensivmedizinisch behandelt werden. Oftmals bleibt hier nur die Amputation.

Verbrennungen Stadien

Wie kann der Schweregrad von Verbrennungen eingeschätzt werden?

Eine Einschätzung passiert über den Facharzt. Dieser begutachtet die Wunde zuerst und stellt dann meist Fragen über den Ablauf bzw. die Ursache der Verletzung. Welche Art der Hitzeentwicklung vorliegt, ist von großer Bedeutung. Diese kann beispielsweise offenes Feuer oder elektrischen Strom beinhalten.

Die sogenannte Neuner-Regel hat sich zur Beurteilung einer Verbrennung etabliert. Bei dieser Regel wird der Körper in Bereiche eingeteilt, die jeweils etwa 9 % (oder ein Vielfaches davon) in Relation zur gesamten Körperoberfläche ausmachen.

Unterteilung bei der Neuner-Regel in Prozent der Körperoberfläche.

  • Kopf und Hals: 9 %
  • Arme je: 9 %
  • Beine je: 18 %
  • Brust und Bauch: 18 %
  • Rücken: 18 %
  • Genitalregion: 1 %

Da die Körperregionen bei Kindern anders ausfallen, wird in solch einem Fall eine andere Formel verwendet. Generell stützt sich die Diagnose aber auch auf dem Befinden des Betroffen und dessen Bewusstseinslage. Atmung und Herz-Kreislauf-Funktion spielen auch eine wichtige Rolle. Ob ein Tetanus-Schutz vorhanden ist, wird bei einer Verbrennung auch meist erfragt.

Verbrennungstrauma Symptome: Brandblase & Schmerzen

Die Symptome von Verbrennungen hängen mit dem Schweregrad der Brandwunde zusammen.

SchweregradSymptome
1Schmerz, Schwellung (Ödem), Rötung (Erythem)
2aStarker Schmerz, Rötung, Blasenbildung
2bWenig Schmerzen, Rötung, Blasenbildung
3Keine Schmerzen, Haut erscheint schwarz, weiß oder grau und lederartig, es kommt zu einem nicht umkehrbaren Absterben von Gewebe
4Vollständig schwarz verkohlte Körperbereiche, keine Schmerzen

Inhalt einer Brandblase

Eine Brandblase entsteht zwischen Oberhaut (Epidermis) und Lederhaut (Corium). In ihr befindet sich eine Art Gewebewasser. Aufgabe der Brandblase ist es dafür zu sorgen, dass die eigentliche Verletzung, also die Brandwunde,luftdicht von der Umgebung abgeschlossen ist. So wird verhindert, dass Keime in die Wunde eintreten.

Auch wenn Brandblasen schmerzhaft sein können, heilen sie innerhalb von ein paar Tagen üblicherweise folgenlos ab. Ein Aufstechen der Blase ist in den meisten Fällen nicht ratsam. Keimen wird sonst der Zugang zur Wunde ermöglicht, was den Heilungsverlauf verschlechtert oder zu Narbenbildung führen kann.

Symptome eines Inhalationstraumas

Bei bestimmten Arten von Verbrennungen sind zusätzliche Erkrankungen nicht selten. Etwa bei Verbrennungen durch Gase oder Dämpfe wird oft die Lunge in Mitleidenschaft gezogen. Durch Einatmung von heißen oder gar toxischen Gasen kommt es zu Verletzungen der Lunge bzw. Atemwege. Ist das der Fall, spricht man von einem Inhalationstrauma.

Symptome eines Inhalationstraumas:

  • Heiserkeit
  • Stridor
  • Rußiges Sputum
  • Atemnot
  • Tachypnoe
  • Zyanose
  • Koma
  • Desorientiertheit
  • Hypoxie

Verbrennungstrauma Ursachen: Auswirkungen von Brandverletzungen

Ursachen für Verbrennungen sind sehr unterschiedlich. Um Verbrennungen und ihre Auswirkungen auf den Körper bei sich selbst und anderen Personen zu vermeiden, helfen folgende Einsichten.

Wodurch entstehen Verbrennungen?

Häufig sind Unfälle schuld an Verbrennungen. Ein gängiger Haushaltsunfall ist beispielsweise unsachgemäßes Grillen mit Spiritus anstelle von Kohlen- oder Grillanzündern. Auch bei der Verwendung eines Kamins und mit dem Herd sind Verbrennungen möglich. Es gibt noch viele weitere Beispiele für Unfälle, die unmittelbar zu Hause passieren können.

Gerade bei Kindern ist Vorsicht geboten. Aufgrund ihres mit dem Alter steigenden Aktionsradius, begeben sich Kinder schnell in Gefahr. Das Verschütten heißer Nahrungsmittel oder Flüssigkeit kann leicht zu Verbrennungen führen.

Die Statistik verrät weiterhin, dass die häufigsten Ursachen für Verbrennungen im steigenden Alter Verbrühungen sind. Oftmals können ältere Menschen zum Beispiel nicht schnell genug aus einer zu heißen Badewanne entkommen und verbrühen sich so. Wohnungsbrände sind eine stets häufige Ursache für Verbrennungen.

Ursachen für Verbrennungen:

  • Haushalts- und Arbeitsunfälle
  • Brandverletzungen bei psychisch Kranken
  • Verbrennungssuizid
  • Misshandlungen und Attentate
  • Brandverletzungen bei Katastrophen

Auswirkungen des Gewebetods auf den Körper

Patienten mit großflächigen Verbrennungen leiden in den ersten Stunden nach der Verletzung an einer Undichtigkeit ihres Gefäßsystems. Diese ist dafür verantwortlich, dass Flüssigkeit in das umliegende Gewebe verloren geht und sich Ödeme bilden. Das Gefäßleck und die Ödeme führen zu einer Unterversorgung der Organe mit Blut. Im Anschluss entsteht eine weitere Schädigung des Körpers, die nicht direkt durch die Verbrennung verursacht wird.

Eine intensive Flüssigkeitssubstitution ist also in der lokalen Therapie sehr wichtig. Je nach Ausmaß der Verbrennung kann ein chirurgisches Vorgehen mit Nekrosenabtragung, Hautspaltung und sogar Hauttransplantationen notwendig sein.

Verbrennungstrauma Diagnose: Woran erkennt man eine Verbrennung?

Gut auszumachen ist eine Verbrennung an den verschiedenen Verbrennungsgraden. Im Zweifelsfall ist ein Besuch bei einem Arzt ratsam. Unter keinen Umständen sollte aufgrund von eventuell recht geringem Schmerzempfinden davon ausgegangen werden, es handle sich um keine Verbrennung.

Wenig Schmerzen sind in diesem Fall ein Hinweis auf eine sehr ernstzunehmende Verbrennung. Die Verbrennung ist so tief, dass Nerven beschädigt worden und somit weniger Schmerzen empfunden werden können. Etwas, dass die meisten Verbrennungen begleitet, sind Rötungen, Schwellungen oder Brandblasen. Hier ist, in Kombination mit der Ursache, recht einfach zu erkennen, wenn eine Verbrennung entstanden ist.

Anamnese mit Unfallhergang

Eine Anamnese beschreibt den ersten Kontakt zwischen Arzt und Patient und legt somit den Grundstein für eine gute Arzt-Patienten Beziehung. Die Anamnese besteht aus dem Erfragen bzw. Auffassen der Beschwerden und der (Leidens-)Geschichte des Patienten. Bei Verbrennung kommt es auf den Grad dieser an. Bei starken Verbrennungen wird die Anamnese so kurz wie möglich gehalten, um mögliche überlebenswichtige Maßnahmen nicht zu verzögern.

Welche körperlichen Untersuchungen zeigen Verbrennungen?

Der Arzt wird je nach Schweregrad der Verbrennung handeln. Beispielsweise ist bei schweren Verbrennungen (Kleidungsbrand) eine vollständige Untersuchung des Körpers notwendig. Anschließend werden üblicherweise Blutdruck, Puls und die Häufigkeit der Atemzüge gemessen. Außerdem wird die Arbeitsleistung des Herzens überprüft. Diese kann insbesondere aufgrund von Stromunfällen beeinträchtigt werden.

Zum Schluss wird dann noch die Lunge untersucht. Diese wird nicht nur abgehört, sondern auch geröntgt. Die Unterscheidung von Verbrennungen zweiten und dritten Grades kann manchmal schwierig sein, da eventuelle Verletzungen der tieferen Hautschichten von außen nicht erkennbar sind. Hierfür gibt es die sogenannte Nadelstichprobe. Verspürt der Patient bei einem Nadelstich, der 24 Stunden nach der Verbrennung durchgeführt werden sollte, keinen Schmerz, so handelt es sich meist um eine Verbrennung dritten Grades.

Blutuntersuchung gibt Aufschluss

Eine weitere übliche Körperuntersuchung bei Verbrennungen ist die Blutabnahme. Blutabnahmen können nicht nur Aufschluss über Entzündungen, Blutverlust und Flüssigkeitsmangel geben, sondernauch über die Atemfunktion. Bei einem Inhalationstrauma besteht zum Beispiel oft ein hoher Anteil Kohlenmonooxid im Blut, das insbesondere den Sauerstofftransport hemmt und somit gut im Blutbild erkennbar ist.

Des Weiteren gibt es bei schweren Verbrennungen Entzündungsbotenstoffe (z. B. Interleukine IL-1,-2,-8 und Tumornekrosefaktor alpha) im Blut, die anhand einer Blutuntersuchung nachgewiesen werden können. Ebenfalls durch solch eine Untersuchung erkennbar, ist der Eiweißgehalt im Blut. Bei schweren Verbrennungen ist dieser verringert, da über die Brandwunde Eiweiße nach außen gelangen. Ebenfalls geringer ist das Natriumgehalt im Blut.

Was ist eine Bronchoskopie?

Eine Bronchoskopie (Lungenendoskopie) dient der Untersuchung der Luftröhre. Eine starre oder bewegliche Sonde wird durch Mund oder Nase in die Luftröhre eingeführt, um diese und die Bronchien untersuchen zu können. Eine Bronchoskopie wird neben der Diagnostik auch zur Therapie von Lungenerkrankungen eingesetzt.

Verbrennungstrauma Behandlung: Was tun bei Verbrennungen?

Verbrennungen sind häufige Verletzungen. Während sie insbesondere als Verbrennungen ersten Grades Kindern passieren, erleiden Erwachsene oftmals schwerwiegendere Verbrennungen. Wenn die Haut verletzt wird, gilt es, die Verbrennung korrekt zu behandeln.

Was tun bei Verbrennungen 1. Grades?

Bei Verbrennungen ersten Grades macht es Sinn, die betroffene Stelle erst einmal unter fließendem, kaltem Wasser zu kühlen. Eine Wassertemperatur von etwa 20 °C empfiehlt sich hier zur Kühlung.

Ein längeres Kühlen durch Auflegen eines Eisbeutels oder Kühlpacks wird nicht empfohlen, da die Haut durch diese Kälte und Kühlung zusätzlich geschädigt werden kann. Dies gilt für alle Schweregrade. Wenn die Schmerzen trotz des Kühlen unter fließendem Wasser nicht nachlassen, kann zu Schmerzmitteln gegriffen werden. Diese helfen gegen das Brennen der Verletzung.

Verbrennungen Hausmittel

Was hilft bei Verbrennungen 2. Grades?

Bei Verbrennungen zweiten Grades sollten die Brandwunde trocken abgedeckt werden, im Idealfall mit sterilen Kompressen. Die eventuell entstandenen Brandblasen sollte nur ein Arzt öffnen. Das Risiko einer Verunreinigung ist zu hoch. Es sollte umgehend ein Arzt aufgesucht werden! Hausmittel wie Zwiebeln, Zahnpasta oder rohe Kartoffeln besitzen keinen nachgewiesenen positiven Effekt auf Verbrennungen und sollten daher vermieden werden.

Behandlung schwerwiegender Verbrennungen

Ein dritter oder vierter Grad einer Verbrennung muss immer ärztlich behandelt werden. Als Ersthelfer sollte man den Notarzt rufen und versuchen, das Unfallopfer zu beruhigen. Des Weiteren ist ein Abspülen mit Wasser bei Chemieunfällen hilfreich.

Bei anderen Unfällen kann versucht werden, die Ursache der Verbrennung vorsichtig zu beseitigen. In jedem Fall sollte die Kleidung des Opfers an den verbrannten Körperstellen entfernt werden. Um eine fortschreitende Unterkühlung (Hypothermie) zu vermeiden, sollten die Brandverletzungen nicht gekühlt werden.

Wann ist eine Hauttransplantation nötig?

Wenn nach einer starken Verbrennung oder Verbrühung die Regeneration der Haut nicht mehr bzw. nicht mehr rasch genug möglich ist, kommt es häufig zur Hauttransplantation. Dieser chirurgische Eingriff ersetzt dann die zerstörte Haut und bietet somit Opfern mit sehr großen und schweren Brandverletzungenneue Chancen zum Überleben.

Es gibt verschiedene Methoden der Hauttransplantation. Beispielsweise werden eigene Spalt-, Vollhauttransplantate oder ein künstlicher Hautersatz genutzt.

Hilft Homöopathie bei Verbrennungen?



Homöopathie
kann bei Verbrennungen durchaus helfen. Beispielsweise wirkt das Mittel Calendula unterstützend bei Wundreinigung und Blutstillung. Es lindert außerdem die Schmerzen und beugt Infektionen vor. Insgesamt fördert es die Heilung und wirkt entgegen einer Narbenbildung.

Ein weiteres Beispiel ist Belladonna. Dieses Mittel wird unter anderem gerne bei Sonnenbrand verwendet. Aber auch Globuli sind hilfreich bei Verbrennungen, da sie Infektionen vorbeugen und ebenfalls den Heilungsprozess unterstützen.

Verbrennungen Homöopathie

Was tun bei Frostbeulen?

Auch Frostbeulen gehören, trotz ihres widersprüchlichen Namens, zu den Verbrennungsarten. Frostbeulen entstehen, wenn sich die Blutgefäße aufgrund von feuchtkalten Temperaturen zusammenziehen und somit das dahinterliegende Gewebe nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt wird. In der Regel bilden sich Frostbeulen innerhalb von wenigen Wochen zurück. Wärme und gefäßerweiternde Medikamente können den Heilungsprozess jedoch unterstützen.

Nachsorge von Verbrennungen: Prognose bei Verbrennungstrauma

Die Nachsorge von Verbrennungen beinhaltet bei schweren Graden eine langfristige Rehabilitation, Rekonstruktion und Reintegration des verbrannten Patienten. Brandopfer leiden häufig unter den entstandenen Kontrakturen undfühlen sich dadurch entstellt. Dies kann zum Verlust der Selbstständigkeit und zur Isolation des Brandopfers führen. Ein Rehabilitationsprogramm muss also ein sehr angepasstes Therapiekonzept bieten, um Opfern von Verbrennungen zu helfen.

Bei leichteren Verbrennungen ist die Nachsorge unkomplizierter. Dort gibt es verschiedene Mittel, die zur Pflege auf die Brandwunde aufgetragen werden und eine optimale Abheilung der Verbrennung versprechen. Neben dem Tiefengrad hängt die Nachversorgung von weiteren Faktoren ab.

Faktoren für die Nachsorge einer Verbrennung:

  • Lokalisation
  • Ursache der Verbrennung
  • Alter des Patienten

Verbrennungen vorbeugen: Selbstschutz als wichtigste Maßnahme

Um Verbrennungen vorzubeugen, kann man einige Maßnahmen ergreifen. Das Wissen, dass viele der für Verbrennungen verantwortlichen Unfälle im Haushalt bzw. am Arbeitsplatz entstehen, bietet erste Sicherheit.

Es gilt also insbesondere in vertrauten Umgebungen eine größere Achtsamkeit an den Tag zu legen. Bei regelmäßigen Tätigkeiten kurz innezuhalten und sich zu vergewissern, dass man Sicherheitsvorkehrungen getroffen hat, ist ein erster Ansatz.

Schutz vor Blitzeinschlägen

Bei einem Gewitter sollte man schnell Schutz suchen. Gerade, wenn sich der Donner kurz nach einem Blitzeinschlag meldet, ist ein schnelles Handeln erforderlich. Doch wo Schutz suchen? Es eignen sich zum Beispiel Häuser mit Blitzableitern oder Fahrzeuge mit Metalldach. Hier sollte aber darauf geachtet werden, dass Fenster und Türen geschlossen sind, damit die Insassen gegen den Strom des Blitzes abgeschirmt sind.

Wenn man keinen dieser Unterschlüpfe finden kann und sich auf einem freien Feld befindet, ist es ratsam, sich so klein wie möglich zu halten und beispielsweise in einem Graben Schutz zu suchen. Blitze schlagen nämlich häufig auf das größte Objekt ein. Gewässer sollten vermieden werden, da sie den Strom besonders gut leiten.

Fazit: Mit Verbrennungen ist nicht zu spaßen

Verbrennungen können weitreichende, ernsthafte Folgen für die Betroffenen haben. Man sollte unbedingt einen Arzt konsultieren, gerade dann, wenn die Verbrennung ohne Schmerzen einhergeht. Dies ist ein Anzeichen für eine tiefgehende Verletzung.

Mit den modernen Methoden der heutigen Zeit sind die Chancen auf eine Genesung aber gut. Es gilt grundsätzlich, achtsamer zu werden und im Fall der Fälle die korrekten Entscheidungen zu treffen.

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