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Bipolare Störungen – Himmelhoch jauchzend, zu Tode betrübt

(Foto: Photographee.eu - Adobe Stock)

Ihre Gedanken rasen, Ihr Selbstbewusstsein ist schier unerschöpflich, Sie sind so energiegeladen, dass Sie kaum richtig schlafen können. Nach einiger Zeit werden Sie nachlässig. Sie quälen sich morgens aus dem Bett und sind niedergeschlagen. Wenn Ihre Gefühle abwechselnd diese Extreme durchlaufen, leiden Sie vielleicht unter einer Bipolaren Störung – auch als manisch-depressive Störung bekannt. Zwischen den Episoden können Monate oder sogar Jahre vergehen. Aber wenn sie kommen, leidet Ihr Stimmung, Ihre Beziehungen und auch Selbstmordgedanken können auftauchen.

Moderne Medikamente können dabei helfen, diese extremen Stimmungsschwankungen zu stabilisieren. Eine psychologische Beratung kann Ihr Verhalten ändern. Aber zuerst sollten Sie zu einem Arzt gehen. Sie können diese Erkrankung nicht selber behandeln.

Depressive Teenagerin

Höhen und Tiefen einer bipolaren Störung kommen in Wellen

Kennzeichnend für Bipolare Störungen ist ein dauerndes Umschlagen zwischen Hochgefühl (Manie) und schwerer Niedergeschlagenheit (Depression). Diese Gefühlswellen können sich in Ausprägung und Dauer unterscheiden, so gibt es entsprechend milde und schwere Formen.

Anzeichen und Symptome der manischen Phase dauern meist eine Woche oder länger und beinhalten:

  • Gefühle der Euphorie, extremer Optimismus und ein aufgeblasenes Selbstwertgefühl
  • Schnelles Sprechen, rasende Gedanken, Verschlimmerung und zunehmende Rastlosigkeit
  • Schlechtes Urteilsvermögen und Rücksichtslosigkeit, die bis zur Schamlosigkeit gehen
  • Schlafschwierigkeiten
  • Schnelles abgelenkt sein
  • Extreme Reizbarkeit

Zu Anzeichen und Symptomen einer depressiven Phase können Folgende Punkte gehören:

  • Anhaltende Traurigkeit, Angst oder Hoffnungslosigkeit
  • Störungen von Schlaf und Appetit
  • Erschöpfung und fehlendes Interesse an Ihrem Alltag
  • Konzentrationsstörungen
  • Wiederkehrende Gedanken an den Tod

Vielleicht tauchen zuerst die depressiven oder manischen Phasen auf, oder ein Pendeln zwischen beiden Zuständen, unterbrochen von Perioden mit normalem Gefühlsleben. Mit dem Alter können die bipolaren Episoden häufiger und in kürzeren Abständen auftreten.

Bipolare Störungen haben eine erbliche Komponente, kommen also gehäuft innerhalb der Verwandtschaft vor. 80 bis 90 Prozent der Betroffenen haben einen nahen Verwandten mit Depression.

Depressive Teenagerin

DepressionWissenswertes über Depressionen Definition: Psychische Erkrankung und Erkrankung des Gehirnstoffwechsels Symptome: Depressive Stimmung, Interessenverlust, Antriebslosigkeit Ursachen: Vererbung, Umweltfaktoren wie Traumata, persönlich belastende Ereignisse Behandlung: Kognitive Verhaltenstherapie, Psychotherapie, medikamentös Betroffene Deutschland: Etwa 5 Millionen Betroffene Definition psychische… › mehr lesen

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