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Wie Sie blaue Flecke mit Erste-Hilfe-Maßnahmen selbst verarzten können

Kennen Sie das? Sie stoßen sich, und ein schmerzhafter blauer Fleck bleibt als Andenken zurück. Die feinen Blutgefäße unter der Haut sind verletzt, Blut tritt aus und gelangt in das umliegende Körpergewebe. Ein Bluterguss (med. Hämatom) ist entstanden.

Stärkere Blutergüsse können zusätzlich mit Schwellungen und Schmerzen einhergehen. Wenn Muskeln und Gelenke betroffen sind, leidet auch die Beweglichkeit.

Blaue Flecke sind meist harmlos und bilden sich innerhalb von zwei bis drei Wochen wieder zurück.

Die häufigsten Ursachen von Blutergüssen

  • Gewalteinwirkung von außen
  • intensive Muskelarbeit
  • Blutgerinnungsstörung
  • verminderte Blutgerinnung durch Medikamente
  • Mangel an Vitamin C oder K
  • Gefäßschäden
  • Bluterkrankungen
  • Lebererkrankungen
  • HIV-Infektion (AIDS)

Sprechen Sie mit Ihrem Arzt darüber

In schweren Fällen sollten Sie auf jeden Fall einen Arzt aufsuchen. Insbesondere bei großen Ergüssen im Muskel kann es zu Abkapselungen und damit zu Entzündungen kommen.

Gehen Sie in diesen Fällen sofort zum Arzt:

  • wenn der blaue Fleck ohne erkennbare Ursache auftritt
  • bei einem sehr großen Bluterguss, ausgeprägten Schwellungen und starken Schmerzen
  • bei Verletzungen am Kopf, an den Augen oder im Genitalbereich
  • bei Blutungen lebenswichtiger Organe (Gehirn oder Herz). Hier handelt es sich um einen Notfall!
  • wenn blaue Flecke länger als eine Woche bestehen bleiben, schlimmer werden oder die Bewegungsfähigkeit eingeschränkt ist
  • wenn blaue Flecke mit der Einnahme von bestimmten Medikamenten auftreten (oft bei Schmerzmitteln)
  • wenn blaue Flecke als Begleiterscheinung einer Krankheit auftreten.

Bei einer akuten Verletzung drücken Sie unmittelbar nach dem Schlag oder Stoß mit der Hand fest auf die betreffende Stelle und halten den Druck mindestens eine Minute lang an.

Hämatom

Blaue Flecken: Warnsignale oder harmlose Erscheinung?Wenn Blaue Flecken im fortschreitenden Alter auftreten, haben viele Menschen Angst, es könne sich um Anzeichen einer ernsthaften Erkrankung handeln. › mehr lesen

In den ersten 24 Stunden sollte die Verletzung gekühlt und hoch gelagert werden.

Zum Kühlen eignen sich kalte Umschläge, Kühlakkus, Coolpacks oder Eisbeutel (Achtung: immer in ein Tuch einwickeln, sonst besteht die Gefahr von Erfrierungen).

Mit Zusätzen wie Heilerde oder Quark können Sie die Kältebehandlung noch unterstützen.

Mit Heilpflanzen gegen den Bluterguss

Die Pflanzenheilkunde empfiehlt Arnikablüten wie z. B. in Kneipp® Arnika Kühlgel oder Retterspitz Quick Creme, die neben Arnika noch weitere Extrakte aus Heilpflanzen wie Thymol, Kampfer, Menthol und Rosmarin enthält.

Auf verschiedenen Bachblüten basiert die Wirkung der Rescue Cream (Notfallcreme), die das Abheilen von Verletzungen beschleunigt.

Die Traumeel®S Creme enthält eine Kombination aus verschiedenen homöopathischen Wirkstoffen wie Arnika, Ringelblume, Zaubernuss und Sonnenhut.

Aus der homöopathischen Apotheke eignen sich auch Arnika Globuli in der Potenz D6 oder D12 sehr gut. Warme Bäder, Wickel oder Packungen helfen, ältere Blutergüsse aufzulösen.

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