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Aromatherapie – Portraits zu ätherischen Ölen von A-Z für Ihre Hausapotheke

Mit den folgenden Portraits erhalten Sie eine Kurzbeschreibung und wichtige Informationen zu den Wirkungen, Anwendungsbereichen, Nebenwirkungen und Gegenanzeigen ätherischer Öle zur Selbstmedikation. Sie ersetzen nicht die Behandlung durch einen Arzt, Heilpraktiker oder Psychotherapeuten. (Foto: scaleworker | Adobe Stock)

Inhalt
Inhaltsverzeichnis

Achtung: Verwenden Sie nur 100 % naturreine ätherische Öle. Infos zu den Qualitätskriterien finden Sie hier. Machen Sie vor der Anwendung einen Allergietest, indem Sie einen Tropfen des Öls in die Armbeuge geben. Innere Anwendungen sollten von einem Arzt oder einem Heilpraktiker angeleitet werden. Aromatherapie ersetzt nicht den Arzt, Psychotherapeuten oder Heilpraktiker.

Achten Sie auf die Kontraindikationen: Bestimmte Öle dürfen nicht von Babys, Kleinkindern, Schwangeren, Epileptikern u.a. verwendet werden.

Angelika (Engelwurz)

Antiseptisch, magenstärkend, schleimlösend, blutreinigend

Die Engelwurz (Angelica archangelica) ist ursprünglich in nordischen Ländern wie Grönland beheimatet. Dort wird sie seit jeher gegen Erkältungskrankheiten und zur Stärkung der Abwehrkräfte verwendet. Zu Zeiten der Pest setzten Ärzte die Engelwurz zum Schutz vor der tödlichen Krankheit ein.

Während wir hier im Westen die Gewürze aus dem Morgenland einführten, zählte die Engelwurz zu den wenigen Pflanzen, die der Osten von uns begehrte, so sehr war man dort von ihrer Heilkraft überzeugt. Seit dem 14. Jahrhundert kultivierten die Mönche und Nonnen den Doldenblütler in ihren Klostergärten.

Die Engelwurz erreicht eine Höhe von bis zu zwei Metern und ist mit ihrer Wurzel tief in der Erde verankert. Angelika wird heute in z.B. in Frankreich, Deutschland, Skandinavien, Ungarn und Indien angebaut. Das ätherische Öl entsteht durch Wasserdampfdestillation der Wurzel. Angelika-Öl hat einen erdigen, krautartigen, bitter-aromatischen Duft.

Wirkungen von Angelikaöl

  • Antiseptisch
  • Magenstärkend, verdauungsfördernd, blähungstreibend
  • Gallefluss anregend
  • Schleimlösend
  • Blutreinigend, blutbildend
  • Angstlösend, beruhigend
  • Gibt seelisch Kraft und Stärke zurück

Anwendungsbereiche von Angelikaöl

  • Appetitlosigkeit, Verdauungsstörungen, insbesondere durch Stress, Magenschwäche, nervöser Reizmagen. Begleitend bei Gastritis und Magengeschwüren. Krämpfe im Magen-Darm-Trakt, Blähungen, Völlegefühl
    • Anwendungen: 3 Tropfen Öl 10 bis 15 Minuten einspeicheln und in kleinen Portionen schlucken.
  • Infektionskrankheiten: Erkältungen, Grippe, Bronchitis, Sinusitis, Blasenentzündung, häufig wiederkehrende Infekte.
    • Anwendungen: Inhalationen, Bäder, Einreibungen
  • Unterstützend bei Immunschwäche bei Krebserkrankungen. Körperliche Schwäche, Rekonvaleszenz, Schwäche nach kraftzehrenden Erkrankungen
    • Anwendungen: Bäder, Massage, innere Anwendung
  • Seele und Geist: Ängste, Schlafstörungen, Schwächegefühl, Nervosität
    • Anwendung: Bäder, Raumspray, trockene Inhalation, Massage

Nebenwirkungen von Angelikaöl

Angelika kann eine erhöhte Sensibilität gegenüber Sonnenlicht entwickeln: Bei sensibler Haut können Reizungen entstehen.

Gegenanzeigen von Angelikaöl

Schwangere, Säuglinge und Kleinkinder dürfen ätherisches Öl von Angelika nicht innerlich anwenden!

Anis

Antibakteriell, krampf- und schleimlösend, auswurffördernd, östrogenartig

Anis (Pimpinella anisum) war schon im Altertum und bei den Römern ein beliebtes Gewürz. Heute ist es bekannt in der Weihnachtsbäckerei und befindet sich in Hustenbonbons, in denen es besonders für Kinder geeignet ist. Erwachsene genießen dagegen die verdauungsfördernde Wirkung des Doldenblütlers in Pernod, Pastis, Raki, Ouzo und in Magenbitter, z.B. Boonecamp. Das ätherische Öl wird durch Wasserdampfdestillation der zerkleinerten Samen hergestellt. Anbaugebiete sind z.B. Frankreich, Italien, Türkei. Anis riecht sehr süß und wärmend.

Wirkungen von Anisöl

  • Stark antibakteriell
  • Krampflösend
  • Blähungswidrig
  • Regt Bewegungsfähigkeit (Motilität) des Magen-Darm-Trakts an
  • Steigert Speichel- und Magensaftsekretion sowie den Gallenfluss
  • Auswurffördernd, schleimlösend (Ausscheidung über die Lunge: vermehrt die Aktivierung des Flimmerepithels, das den Schleim Richtung Rachen transportiert)
  • Östrogenartig, wirkt regulierend auf weiblichen Zyklus und Menstruation, milchbildend
  • Schmerzlindernd
  • Seelisch-geistig aktivierend

Anwendungsbereiche von Anisöl

  • Verdauungsstörungen mit Blähungen, Krämpfen, Übelkeit, Abflussstörungen der Galle
    • Anwendung: Auflagen, Massageöl
  • Erkältung, Husten, besonders bei Kindern (nicht Kleinkinder!), Asthma bronchiale
    • Anwendung: Raumspray, trockene Inhalation, Einreibung, Wickel
  • PMS, schmerzhafte Menstruation (Dismenorrhoe), Zyklusstörungen
    • Anwendung: Bäder, Einreibung von Unterleib und unterem Rücken
  • Migräne, Arthritis, Hexenschuss, Muskelschmerzen
    • Anwendung: Einreibung, Bäder
  • Erschöpfung
    • Anwendung: Raumspray, trockene Inhalation, Bäder

Nebenwirkungen von Anisöl

Als Nebenwirkung kann gelegentlich eine allergische Reaktion auftreten. In der Überdosierung kann Anis eine narkotisierende Wirkung mit der Folge von Wahrnehmungsstörungen haben.

Gegenanzeigen von Anisöl

Säuglinge, Kleinkinder, Schwangere und Patienten mit hormonabhängigen Tumoren, wie Brustkrebs oder Prostata-Adenom dürfen Anisöl nicht anwenden.

Basilikum

Krampflösend, antibakteriell, entblähend, beruhigend, stimmungsaufhellend

Der europäische Basilikum (Ocimum basilicum), auch Königskraut genannt, stammt ursprünglich aus Indien und ist heute im gesamten Mittelmeerraum beheimatet. Es gibt 150 Arten Basilikum. Der Name des Lippenblütlers kommt aus dem Griechischen: basilikos, zu Deutsch königlich. Basilikum galt im Altertum als Gegenmittel zu dem bösen, tödlichen Blick der Basilisken, mythischen Mischwesen. Das krampflösende, verdauungsfördernde Basilikumöl wird durch Wasserdampfdestillation des blühenden Krautes hergestellt. Sicher kennen Sie den Duft von Basilikum: frisch, krautartig und etwas süß.

Wirkungen von Basilikum-Öl

  • Krampflösend
  • Blähungstreibend
  • Gallefluss anregend
  • Antibakteriell
  • Mild östrogenartig
  • Aphrodisisch
  • Seelisch-geistig beruhigend, stimmungsaufhellend

Anwendungsbereiche von Basilikum-Öl

  • Krämpfe im Verdauungstrakt, Blähungen
    • Anwendung: Einreibung des Bauches, Bäder
  • Störung des Galleabflusses
    • Anwendung: Einreibung, Wickel, Auflage
  • Unterstützend bei Prostatitis und Blasenentzündung (Zystitis)
    • Anwendung: Einreibung, Bäder
  • PMS, Schmerzen bei der Menstruation
    • Anwendung: Bäder, Einreibung des Unterleibs und unteren Rückens
  • Stress, Unruhe, Nervosität, Melancholie, Traurigkeit, Angst, Depression
    • Anwendung: Raumspray, trockene Inhalation, Bäder, Massage

Nebenwirkungen von Basilikum-Öl

Bisher nicht bekannt.

Gegenanzeigen von Basilikum-Öl

Da Basilikum-Öl leicht menstruationsfördernd ist, sollte es von Schwangeren nicht angewendet werden.

Bergamotte

Krampflösend, entzündungshemmend, antiseptisch, beruhigend, antidepressiv

Bergamotte (Citrus aurantium ssp Bergamia) ist eine Unterart des Orangenbaums und wird in unseren Breiten in Kalabrien im Süden von Italien angebaut. Für die Ölgewinnung werden die Schalen angeritzt und kalt gepresst. Bergamotte verbreitet wie jedes Zitrusöl Heiterkeit und Lebensfreude. Allerdings gilt das Rautengewächs als besonders geeignet, düstere Gedanken zu vertreiben und sich wieder mit positiver Stimmung dem Leben zuzuwenden. Bei Stress verschafft sie Entspannung und Leichtigkeit. Bei Müdigkeit baut Bergamotte auf und wirkt anregend. Der Duft soll sich regulierend auf den Hypothalamus auswirken, einer übergeordneten Hormonschaltstelle im Gehirn. Bergamotte riecht fruchtig, frisch, leicht, süß und warmblumig. Es ist Bestandteil von Kölnisch Wasser und dient als Aroma für Earl Grey Tee.

Wirkungen von Bergamotte-Öl

  • Krampflösend
  • verdauungsfördernd
  • Antiseptisch
  • Entzündungshemmend
  • Fiebersenkend
  • schleimlösend
  • Aufmunternd, antidepressiv
  • Bei Stress: entspannend

Anwendungsbereiche von Bergamotte-Öl

  • Krämpfe im Verdauungstrakt, Blähungen
    • Anwendung: Bäder und Massagen
  • Unreine, fettige Haut, Akne vulgaris, Ekzeme, Furunkel
    • Anwendung: Auftragen, Einreibung, Auflagen (Vorsicht: nicht nach Auftragen von Bergamotteöl in die Sonne gehen!)
  • Harnwegsinfekte, besonders Blase
    • Anwendung: Bäder, ergänzend zur ärztlichen Behandlung: innerlich ein paar Tropfen mit einer Propolistinktur mischen
  • Infektionen der Atemwege
    • Anwendung: trockene Inhalation, Inhalation
  • Fieber
    • Anwendung: im Wadenwickel
  • Raumdesinfektion: Krankheiterreger in der Raumluft
    • Anwendung: Raumspray, trockene Inhalationen
  • Melancholie, depressive Verstimmung (von Arzt oder Heilpraktiker abklären lassen!)Nervosität, innere Unruhe, Schlaflosigkeit
    • Anwendung: Raumspray, Inhalation, Bäder, Massagen

Nebenwirkungen von Bergamotte-Öl

Bergamotte-Öl kann die Lichtempfindlichkeit erhöhen. Deshalb sollten Sie nicht mit dem Öl auf der Haut in die Sonne gehen. Es könnten sich Pigmentflecken bilden.

Gegenanzeigen von Bergamotte-Öl

Gegenanzeigen sind bisher nicht bekannt.

Cajeput

Antibakteriell, antiviral, schleimlösend, schmerzlindernd, konzentrationsfördernd

Cajeput (Melaleuca leucadendron) ist ein Baum aus der Familie der Myrtengewächse. Er ist ursprünglich im Südosten Asiens und in Nordaustralien beheimatet, wird inzwischen aber weltweit angebaut. In Asien schon seit jeher als Heilmittel bekannt, gelangte das Öl des Cajeput-Baums durch die Holländer im 17 Jhdt. nach Europa. Es kam bei Infektionen und Zahnschmerzen zum Einsatz. Auch heute sind Erkältungskrankheiten, Entzündungen und Schmerzen die Hauptanwendungsbereiche. Das intensiv kampferartig riechende Öl wird durch Wasserdampfdestillation der Blätter und Zweige hergestellt.

Wirkungen von Cajeput-Öl

  • Schleimlösend
  • Antibakteriell und antiviral
  • Entzündungshemmend
  • Schmerzlindernd
  • Durchblutungsfördernd, schweißtreibend
  • Bindegewebsstärkend
  • Angstlösend
  • Die Konzentrationskraft fördernd

Anwendungsbereiche von Cajeput-Öl

  • Erkältungskrankheiten, Grippe
    • Anwendung: Inhalation, Einreibung, Bäder
  • Bakterielle und virale Infektionen der Haut
    • Anwendung: Waschung, Einreibung, Bäder
  • Kopfschmerzen, Nervenschmerzen, Zahnschmerzen, Ohrschmerzen, Gelenkentzündungen
    • Anwendung: trockene Inhalation, Einreibung, innere Anwendung, Raumspray
  • Entzündungen der Atemwege und der Blase
    • Anwendung: Einreibung
  • Krampfadern (Varizen), Hämorrhoiden
    • Anwendung: Einreibung, Bäder
  • Konzentrationsschwäche, Angst
    • Anwendung: Raumspray, trockene Inhalation, Bäder

Nebenwirkungen des Cajeput-Öls

Nebenwirkungen sind bisher nicht bekannt.

Gegenanzeigen des Cajeput-Öls

Bei Säuglingen und Kleinkinder sollte das Öl nicht angewendet werden.

Cistrose

Antibakteriell, antiviral, blutstillend, Immunsystem stärkend

Die Cistrose oder das Labdanum (Cistus ladaniferus) ist ein typischer Strauch der Macchia, einer Gebüschformation im Mittelmeerraum. Auch wenn ihre etwas zerknittert aussehenden Blüten denen der Heckenrose ähnelt, zählt sie nicht zu den Rosengewächsen. Im Mittelalter nutzte man das Harz zum Festkleben von Verbänden – der Prototyp für das heutige Wundpflaster. Wie in der Phytotherapie hat die Cistrose auch als ätherisches Öl stark antivirale und antibakterielle Eigenschaften. Das Öl wird durch Wasserdampfdestillation der blühenden Zweige und Blätter gewonnen.

Wirkungen von Cistrosenöl

  • Stark antibakteriell und antiviral
  • Antimykotisch (pilzabtötend)
  • Stärkt die Abwehrkräfte, wirkt anregend auf die Produktion der weißen Blutkörperchen
  • Stabilisiert die Gefäßwände
  • Blutstillend
  • Erwärmend, entkrampfend
  • Lymphe entstauend

Anwendungsbereiche von Cistrosen-Öl

  • Chronische Hauterkrankungen, wie Schuppenflechte,schlecht heilende Wunden. Regeneration alter, faltiger Haut
    • Anwendung: Auftragen, Einreibung, Auflagen
  • Unterstützend bei Röteln, Windpocken, Scharlach, Keuchhusten
    • Anwendung: Einreibung, Bäder, Inhalation
  • Autoimmunerkrankungen wie rheumatoide Arthritis

    • Anwendung: Einreibungen, Bäder
  • Unterstützend bei Blutungen
    • Anwendung: Auflagen, Einreibung
  • Unterstützend bei Lymphknotenschwellungen (ärztlich abklären lassen!)
    • Anwendung: Einreibungen, Auflagen
  • Infektionen mit Candida (begleitend zur Behandlung durch den Arzt oder Heilpraktiker)
    • Anwendung: Gurgeln, Einreibung, innere Anwendung mit ein paar Tropfen Cistrose-Öl in einer Propolistinktur
  • Gefühlskälte, psychosomatische Erkrankungen

Nebenwirkungen von Cistroseöl

Nebenwirkungen sind bisher nicht bekannt.

Gegenanzeigen zu Cistroseöl

Gegenanzeigen sind bisher nicht bekannt.

Eisenkraut (Zitronenverbene)

Antientzündlich, Abwehrkräfte steigernd, erfrischend, Hormonproduktion stimulierend

Eisenkraut (Lippia citriodora) besticht durch seinen wohltuend frischen Duft. Er hat etwas Erhebendes, macht leicht und hat eine beruhigende Wirkung. Schwierige Situationen scheinen gleich viel einfacher zu bewältigen. Die Frische tut auch gut als Sportöl und für Fußmassagen, vermischt mit einem Basisöl, z.B. Mandelöl. Da Eisenkraut teuer ist, wird es meist mit dem wesentlich günstigerem Lemongrass gestreckt, was die Wirkung des Öls reduziert. Eisenkraut ist antientzündlich und hautregenerierend. Es ist ursprünglich in Chile beheimatet und kommt heute aus Frankreich und Nordafrika. Es wird durch Wasserdampfdestillation von Blättern und Blüten gewonnen. Eisenkraut-Öl hat einen feinen zitronenartigen, frischen, fruchtig-blumigen Duft.

Wirkungen von Eisenkrautöl

  • Antientzündlich
  • Wirkt gegen Fieber
  • Stärkt und beruhigt das Herz
  • Anregend auf die Gebärmutterkontraktionen, milchbildend
  • Fördert Regeneration der Haut
  • Geistig-seelisch erfrischend, anregend, motivierend, konzentrationsfördernd

Anwendungsbereiche von Eisenkrautöl

  • Nervös bedingte Verdauungsstörungen, Verstopfung
    • Anwendung: Einreibung des Bauches, innerliche Einnahme
  • Schwindel
    • Anwendung: trockene Inhalation
  • Schuppenflechte, Ekzeme
    • Anwendung: Einreibungen, Waschungen, Öl-Bäder
  • Darmentzündungen, Morbus Crohn, rheumatoide Arthritis
    • Anwendung: Auflagen, Einreibung,
  • Erhöhte Herzfrequenz (Tachykardie), Herzrhythmusstörungen
    • Anwendung: Einreibung in der Herzregion, trockene Inhalation, innerliche Einnahme
  • Fieber
    • Anwendung: Raumspray, trockene Inhalation, Einreibung
  • Chronische Hauterkrankungen, Schuppenflechte
    • Anwendung: Einreibungen, Auflagen
  • Stress, Konzentrationsschwäche, Erschöpfung, Angst, Schlafstörungen, depressive Verstimmung
    • Anwendung: Raumspray, trockene Inhalation

Nebenwirkungen von Eisenkrautöl

Bei empfindlicher Haut kann es besonders bei Sonneneinstrahlung zu Reizungen und allergischen Reaktionen kommen.

Gegenanzeigen von Eisenkrautöl

In der Schwangerschaft darf Eisenkraut-Öl nicht angewendet werden. Nicht unverdünnt auf die Haut geben, da Pigmentflecken entstehen können!

Eukalyptus

Antibakteriell, fungizid, viruzid, schleimlösend, antientzündlich, harntreibend, antirheumatisch, insektizid

Eukalyptus riecht stark medizinisch. Das kommt daher, dass viele medizinische Präparate Eukalyptus oder den Hauptwirkstoff Cineol enthalten. Eukalytusöl wirkt stark antiseptisch, bekämpft Bakterien, Viren und Pilze und hemmt ähnlich wie Kortison die Botenstoffe für Entzündungsprozesse, nur ohne Nebenwirkungen. Eukalyptus-Öl wird über die Lunge ausgeschieden und entfaltet dort seine heilsamen Wirkungen. Es aktiviert zudem die Funktion der roten Blutkörperchen und verbessert die Sauerstoffversorgung aller Zellen.

Es gibt etwa 600 Arten von Eukalyptusbäumen. Sie  stammen ursprünglich aus Australien. Heute werden sie auch in Nordafrika, Spanien, Portugal und Indien kultiviert. In der Aromatherapie werden bevorzugt folgende Arten angewendet: Eukalyptus globulus, der gewöhnliche Eukalyptus mit stark kampferartigem Geruch, Eukalyptus citriodora, den Zitroneneukalyptus mit zitrusartigem Duft und bevorzugt insektiziden Eigenschaften, Eukalyptus dives mit besonders starker schleimlösender Wirkung bei Erkrankungen der Atemwege sowie Eukalyptus radiata, den Sterneukalyptus mit angenehm mildem, süßem Duft. Eukalyptusöl wird durch Wasserdampfdestillation der Blätter gewonnen.

Wirkungen von Eukalyptusöl

  • Viruzid
  • Antibakteriell
  • Fungizid
  • Entzündungshemmend
  • Schleimlösend, verstärkt den Abtransport von Schleim (sekretomotorisch)
  • Krampflösend bei Asthma und Bronchitis
  • Kühlend, fiebersenkend
  • Harntreibend
  • Schmerzlindernd
  • Insektizid
  • Seelisch-geistig anregend, konzentrationsfördernd

Anwendungsbereiche von Eukalyptus-Öl

  • Erkältung, Bronchitis, Stirnhöhlenentzündung, Halsentzündung, Ohrenentzündung, rheumatoide Arthritis, Entzündungen im Magen-Darm-Trakt
    • Anwendung: Raumspray, trockene Inhalation, Einreibung, Auflagen, Bäder, bei Halsentzündung: Gurgeln und Mundspray
  • Kopf-, Muskel- und Nervenschmerzen
    • Anwendung: Raumspray, trockene Inhalation, Einreibung, Bäder
  • Unterstützend bei Masern, Windpocken, Mandelentzündung, Herpes, Pilzinfektionen der Haut (Candida)
    • Anwendungen: Trockene Inhalation, Raumspray, Auftragen, Auflagen
  • Harnwegsinfekte
    • Anwendung: Innere Anwendung von Cineol als Hauptbestandteil von Eukalyptusöl mit dem Präparat Soledum forte
  • Fieber
    • Anwendung: Wadenwickel mit kaltem Wasser und ein paar Tropfen Eukalyptusöl
  • Luftdesinfektion
    • Anwendung: Raumspray
  • Insekten und Läuse
    • Anwendung: Raumspray
  • Geistige Trägheit, Konzentrationsschwäche
    • Anwendung: Raumspray, trockene Inhalation

Nebenwirkungen von Eukalyptus-Öl

Bei innerer Anwendung (Soledum forte) kann es gelegentlich zu Übelkeit, Magen-Darm-Beschwerden und Durchfall kommen. Selten sind allergische Reaktionen möglich.

Wechselwirkungen mit Eukalypttus-Öl

Eukalyptus-Öl kann zu einer Abschwächung oder Verkürzung der Wirksamkeit anderer Medikamente führen.

Gegenanzeigen von Eukalyptus-Öl

Eukalyptus-Öl darf nicht bei Säuglingen und Kleinkindern angewendet werden, weil die Gefahr eines Kehlkopfkrampfes mit Atemnot oder Atemstillstand besteht.

Geranie

Antientzündlich, antibakteriell, virustatisch, fungizid, Hautöl, hormonähnlich, endokrin wirkend, leberregenerierend, angstlösend

Geranie (Pelargonium graveolens) zählt zur Familie der Storchenschnabelgewächse. Sie wirkt mit Ihrem rosenartigen Duft entspannend, sinnlich und angstlösend. Als Raumspray schafft es eine wärmende, frische und harmonisierende Atmosphäre. Geranie ist ein wertvolles, antimikrobielles und regenerierendes Hautöl. Das ätherische Öl wird durch Wasserdampfdestillation der Blüten, Blätter und Stiele gewonnen. Herkunftsländer sind z.B. Südeuropa, Marokko und Ägypten. Geranie duftet ähnlich wie Rose mit einem leicht minzigen Unterton.

Wirkungen von Geranienöl:

  • Entzündungshemmend
  • Antibakteriell
  • Virustatisch
  • Fungizid (pilztötend)
  • Antiparasitär (Hautparasiten)
  • Haut regenerierend
  • Hormonähnlich (Frauenheilkunde)
  • Endokrin (Bauchspeicheldrüse: blutzuckersenkend, Nebennierenrinde stimulieren: Testosteron)
  • Entkrampfend
  • Schmerzlindernd
  • Leberzellen regenerierend
  • Stimmungsaufhellend
  • Angstlösend

Anwendungsbereiche von Geranienöl

  • Entzündungen der Schleimhaut im Mund-, Rachen- und Genitalbereich, Arthritis (auch rheumatoide)
    • Anwendungen: Mundspray, Gurgeln, Auflagen, Einreibungen, Massagen
  • Pickel, Akne, Borkenflechte, Candida albicans, Haut- und Nagelpilz, Hautparasiten, Herpes simplex (mit Melisse und Bergamotte) und Herpes Zoster
    • Anwendung: auf die betroffenen Stellen auftragen
  • Wunden, Erfrierungen, Verbrühungen
    • Anwendungen: Auftragen, Auflagen (nach ärztlicher Abklärung)
  • Schwangerschaftsstreifen
    • Einreiben und Massieren
  • Prämenstruelles Syndrom (PMS), schmerzhafte Menstruation (Dysmenorrhoe)
    • Anwendungen: auf Unterleib und unterer Rücken auftragen, Bäder
  • Leberregeneration unterstützend
    • Anwendungen: Leberwickel, Einreibungen
  • Ängste, depressive Verstimmung, auch in den Wechseljahren
    • Anwendungen: Raumspray, trockene Inhalation

Nebenwirkungen und Gegenanzeigen von Geranienöl

Nebenwirkungen und Gegenanzeigen sind bisher nicht bekannt.

Grapefruit

Durchblutungsfördernd, fettlösend, desinfizierend, angstlösend, stimmungsaufhellend

Grapefruit-Öl (Citrus paradisi) findet in großer Menge für Körperpflegeprodukte und Kosmetika Verwendung. Ansonsten wirkt es als Duft erfrischend und aufmunternd bei Stress, Frustration und depressiver Verstimmung. Man geht davon aus, das Grapefruitöl mit Rose und Jasmin zu den Ölen gehört, die im limbischen System die Freisetzung von körpereigenen Opiaten auslösen. Grapefruitöl wird durch die Kaltpressung der Schalen gewonnen. Herkunftsländer sind z.B. Italien, Portugal, USA und Israel. Der Duft zitrusartig, frisch, etwas süß mit herbem Unterton.

Wirkungen von Grapefruitöl

  • Durchblutungsfördernd
  • Fettlösend, unterstützt beim Abnehmen
  • Desinfizierend
  • Leberstärkend, Gallefluss anregend
  • Luftreinigend
  • Angstlösend
  • Stimmungsaufhellend
  • Seelisch aufbauend
  • Wohlfühl-Duft

Anwendungsbereiche von Grapefruitöl

  • Cellulite, Übergewicht (laut Wabner, Beier: Aromatherapie, Urban & Fischer Verlag wurde in einer Studie von Sisheido in Japan festgestellt, dass Grapefruitöl zusammen mit dem Öl von Fenchel, schwarzem Pfeffer und Cardamon beim Abnehmen helfen)
    • Anwendungen: Raumspray (Duft), lokale Einreibung, Massage, Bäder
  • Desinfektion von Pickeln und Pusteln bei Akne
    • Anwendung: auf betroffene Stellen auftragen
  • Unterstützend bei Lebererkrankungen
    • Anwendung: Leberwickel, Einreibungen im Bereich der Leber
  • Raumluftdesinfektion
    • Anwendung: Raumspray
  • Stress, Angst, depressive Verstimmung
    • Raumspray, trockene Inhalation, Massagen, Einreibung Bauch, Bäder

Nebenwirkungen von Grapefruitöl

Grapefruit kann die Lichtempfindlichkeit erhöhen: Nicht direkt in die Sonne gehen mit Hautflächen, die mit Grapefruitöl behandelt wurden.

Gegenanzeigen von Grapefruitöl

Gegenanzeigen sind bisher nicht bekannt.

Jasmin

Krampflösend, beruhigend, tonisierend, erotisierend, schmerzlindernd.

Jasmin (Jasminum grandiflorum), die Königin der Nacht mit ihren weißen, sternförmigen Blüten, gehört zur Familie der Ölbaumgewächse. Ihr Öl ist eines der teuersten der Welt. Das erklärt sich aus der Menge an Blüten, die vorsichtig und noch vor Sonnenanbruch für einen Liter Absolue gepflückt werden müssen: Acht Millionen Einzelblüten der zarten Kletterpflanze haben ein Gewicht von 1000 kg. Jasminöl wird durch Extraktion mithilfe eines Lösungsmittels gewonnen. Ein guter Pflücker schafft bis zu 15000 Blüten pro Tag. Aus den 1000 kg Blüten gewinnt man 2,3 kg Concrète (Jasminbutter) und daraus durch Extraktion mit Alkohol 1 kg Absolue, das Jasminöl. Der Preis für 1 kg liegt je nach Reinheit und je nachdem, inwieweit noch Rückstände des Lösungsmittels enthalten sind, zwischen 2000 und 10000 Euro.

Es gibt 600 Arten Jasmin auf der Welt. Der Jasmin für das Duftöl stammt ursprünglich aus dem heutigen Iran. Hergestellt in Europa wurde es lange vor allem im französischen Grasse. Als Frankreich den Bedarf nicht mehr decken konnte, wurde das wertvolle Öl auch verstärkt in Marokko, Ägypten, Indien und Italien gewonnen. Um Jasminöl bezahlbar anwenden zu können, sind Verdünnungen mit einem Trägeröl im Handel, z.B. 2 oder 4 % Jasmin Absolue in Jojobaöl. Bei sogenanntem 100 % reinem ätherisches Jasminöl für ein paar Euro können Sie davon ausgehen, dass es kein reines Jasminöl ist.

Wirkungen von Jasminöl

  • Entkrampfend, beruhigend
  • Schmerzlindernd
  • Anregend auf die Gebärmutter
  • Milchbildend
  • Seelisch stärkend, wärmend, angstlösend, beruhigend, Zuversicht und Lebensfreude weckend
  • Aphrodisisch

Anwendungsbereiche von Jasminöl

  • Schmerzhafte Menstruation, Geburtsvorbereitung

    Muskel-, Glieder-, Kreuzschmerzen, Muskelkrämpfe

    • Anwendungen: Einreibung des unteren Rückens bzw. der betroffenen Stellen, Bäder
  • Milchmangel beim Stillen
    • Anwendung: Trockene Inhalation, Einreibung der Brust
  • Trockene, empfindliche Haut, Ekzeme, Dermatitis. Hauterkrankungen aufgrund emotionaler Probleme
    • Anwendung: Einreibung
  • Impotenz, Frigidität, Beziehungsprobleme
    • Anwendungen: Massage, Bäder, Raumspray
  • Stress, innere Unruhe, Nervosität, Ängste
    • Anwendungen: Raumspray, trockene Inhalation
  • Depressive Verstimmung, Gleichgültigkeit, Mangel an Selbstbewusstsein
    • Anwendungen: Trockene Inhalation, Massage, Einreibung, Bäder

Nebenwirkungen von Jasminöl

Niedrig dosieren, da Jasminöl sonst eine narkotisierende Wirkung haben kann. Meist genügt die Verwendung von einem Tropfen Öl.

Gegenanzeigen von Jasminöl

Aufgrund der Herstellungsweise (mit Lösungsmitteln!) darf Jasminöl nicht innerlich angewendet werden!

Kamille

Entzündungshemmend, krampflösend, säurehemmend, antiallergisch, antiparasitär, beruhigend bei Stress, Unruhe, Ärger und Reizbarkeit

Kamille wirkt seelisch und körperlich beruhigend. Bekannt ist auch die entzündungshemmende Wirkung des Körbblütlers. Kamille ist ein Kindermittel, seien es nun die gereizte Stimmung, Zahnungsschmerzen oder Bauchkoliken, die man natürlich behandeln möchte. Unterschieden werden die blaue Kamille (Matricaria recutica), die durch Wasserdampfdestillation nur aus den Blütenköpfen gewonnen werden. Der Gehalt an entzündungshemmenden Faktoren Chamazulen und Bisabolol ist entsprechend höher. Deshalb ist die blaue Kamille mehr indiziert bei (schlecht heilenden) Wunden, die mit Waschungen und Auflagen behandelt werden.

Die römische Kamille (Anthemis nobilis) duftet nicht so intensiv. Sie wird auch bei Entzündungen der Haut und Schleimhaut angewendet. Das ätherische Öl der römischen Kamille wird durch Wasserdampfdestillation aus den Blütenköpfen und dem Rest der Pflanze gewonnen. Ihr Einsatzbereich ist stärker als bei der blauen Kamille zur Umstimmung der Psyche im Einsatz. Blaue Kamille wird in ganz Europa gewonnen, römische Kamille in Frankreich und England.

Wirkungen beider Kamilleöle

  • Entzündungshemmend
  • Krampflösend
  • Beruhigend und heilsam für seelische und körperliche Wunden
  • Sedierend bei Reizbarkeit und Unruhe bei Groß und Klein
  • Schmerzlindernd

Besondere Wirkungen des Öls der blauen Kamille

  • Wundheilung der Haut fördernd
  • Säurehemmend im Magen-Darm-Trakt

Besondere Wirkungen des Öls der römischen Kamille

  • Antiparasitär
  • Stärkere seelische Wirkung

Anwendungsbereiche beider Kamilleöle

  • Ekzeme, Entzündungen und Geschwüre der Haut. Trockene, gerötete, gereizte, entzündete Haut

    Gelenk-, Muskel-, Blasenentzündungen, Verbrühungen, Verbrennungen

    • Anwendungen: Auflagen, Waschungen (blaue Kamille), Massageöl, Bäder, (Römische Kamille)
  • Entzündungen von Mund, Zahnfleisch und Rachen/Atemwege
    • Anwendungen: Gurgeln/Inhalation
  • Kopfschmerzen, Migräne, Zahn-, Ohren-, Nervenschmerzen, Schmerzen bei Arthritis, Zahnen, Verstauchungen
    • Anwendungen: Auftragen, Auflagen, Einreibungen, trockene Inhalation
  • Krämpfe im Verdauungstrakt, Blähungen, Kinderkoliken
    • Anwendungen: innerlich, z.B. Kamillosan Konzentrat (30 ml, ca. 6 Euro), Massage, Bäder. Als Massageöl: 10 Tropfen Kamillenöl und 10 Tropfen Fenchelöl in 50 ml Mandelöl (Rezept: Susanne Fischer-Rizzi in „Himmlische Düfte“.
  • PMS, Menstruationsbeschwerden, unregelmäßiger Zyklus
    • Anwendungen: Massage Unterleib, unterer Rücken, Bäder
  • Nervosität, Anspannung, Stress, Ängste, Schlaflosigkeit
    • Anwendungen: Raumspray, trockene Inhalation, Massagen, Bäder

Besondere Anwendungsbereiche der blauen Kamille

  • Magenschleimhautentzündung (Gastritis), Magengeschwür
    • Anwendung: innerlich, z.B. Kamillosan Konzentrat (30 ml, ca. 6 Euro)
  • Offenes Bein, Abszesse
  • Rezept zur Behandlung von Herpes Zoster (Gürtelrose): 10 Tropfen blaue Kamille, 2 Tropfen Geranie, 4 Tropfen Bergamotte, 6 Tropfen Melisse, 5 Tropfen Lavendel in Wasser geben für mehrere Kompressen oder in 50 ml Mandelöl zur Einreibung (Rezept von Susanne Fischer-Rizzi)

Besondere Anwendungen der römischen Kamille

  • Nesselsucht, entzündete Brustwarzen beim Stillen, Nagelbettentzündung
    • niedrig dosiert in einem Trägeröl (Massageöl) auftragen, Bäder
  • Unterstützend bei Lamblien und Hakenwürmern
    • Anwendungen: innerlich Kamillosan, äußerlich in Trägeröl verdünntes ätherisches Öl auftragen und einreiben.
  • Emotionale Schockzustände. Unruhige, zappelnde, zahnende Kinder
    • Raumspray, trockene Inhalation, Massagen, Bäder

Von Kamille gibt es viele Fertigpräparate, z.B. (wenn auch nicht bio, aber altbewährt und breites Sortiment) von Kamillosan.

Nebenwirkungen von Kamilleöl

Es kann zu Überempfindlichkeitsreaktionen kommen.

Gegenanzeigen von Kamilleöl

Bei einer Allergie gegen Korbblütler darf Kamilleöl nicht angewendet werden.

Kiefer

Schleimlösend, antientzündlich, tonisierend, antirheumatisch, hormonähnlich

Das Harz der Kiefer (Pinus sylvestris) war seit jeher ein Therapeutikum bei Erkrankungen der Atemwege, Rheuma und Erschöpfung. Kiefernöl hat einen intensiven waldigen, balsamischen, leicht terpentinähnlichen Geruch, mit dem es gegen Krankheitserreger wirkt und festsitzenden Schleim bei Erkältungskrankheiten lösen kann. Kiefernöl wird durch Wasserdampfdestillation der Zweige und Nadeln gewonnen.

Wirkungen von Kiefernöl

  • Schleimlösend
  • Entzündungshemmend
  • Antiseptisch
  • Antirheumatisch
  • Schmerzlindernd
  • Tonisierend, anregend
  • Hormonähnlich (antidiabetisch)

Anwendungsbereiche von Kiefernöl

  • Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis), Bronchitis
    • Anwendungen: Auflagen, Einreibung, trockene Inhalation, Wickel
  • Unterstützend bei Mandel- und Rachenentzündung und bei Keuchhusten
    • Anwendungen: Einreibung, trockene Inhalation, Bäder
  • Gicht, Arthritis
    • Anwendungen: Auflagen, Einreibung
  • Haut- und Blasenentzündung, Geschwüre, Allergien
    • Anwendungen: Raumspray, trockene Inhalation, Auflagen (Haut), Einreibung
  • Niedriger Blutdruck
    • Anwendungen: Trockene Inhalation, Waschungen
  • Müdigkeit, Beschwerden als Folge von Stress, Rekonvaleszenz
    • Anwendungen: Raumspray, trockene Inhalation, Massage, Bäder
  • Muskelschmerzen, Muskelkater, Nervenschmerzen, Ischiasschmerzen
    • Anwendungen: Einreibungen, Massage, Bäder, trockene Inhalation
  • Unterstützend gegen Diabetes
    • Anwendungen: Massage, Bäder

Nebenwirkungen von Kiefernöl

Bei hohen Dosierungen sind Reizwirkungen auf Haut und Schleimhaut möglich und Bronchialkrämpfe können verstärkt werden.

Gegenanzeigen bei Kiefernöl

Bei Säuglingen und Kleinkindern nicht anwenden!

Koriander

Viruzid, bakterizid, verdauungsanregend, blähungstreibend, schmerzlindernd, anregend

Koriander (Coriandrum sativum) wird seit Jahrtausenden in medizinischen Texten und anderen Schriften auf der ganzen Welt erwähnt: als Bestandteil eines Aphrodisiakums, gegen Schlaflosigkeit, Verstopfung, Hämorrhoiden, Übelkeit, zur Anregung von Fieber und dem Ausbruch der Hauterscheinungen bei Infektionskrankheiten. Selbst als Hexenkraut für den Liebeszauber im Mittelalter war der Doldenblütler im Einsatz. Koriander gehört zu den ältesten Gewürzen der Welt. Sein antiseptisches, verdauungsförderndes ätherisches Öl wird mit Wasserdampfdestillation der Samen gewonnen. Herkunftsländer für seine Herstellung sind z.B. Marokko, China, Indien, Bulgarien und die Türkei. Koriander duftet holzig, süß und würzig.

Wirkungen von Korianderöl

  • Bakterizid
  • Viruzid
  • Anregend auf die Sekretion von Magensaft und die Verdauung
  • schmerzlindernd
  • Anregend und aufmunternd für Seele und Geist

Anwendungsbereiche von Korianderöl

  • Blasenentzündung durch Colibakterien, Grippe
    • Anwendungen: Auflagen, Einreibungen, trockene Inhalation
  • Völlegefühl, Blähungen, Schmerzen im Oberbauch, Darmentzündungen, Mangel an Spannung und Kontraktionskraft im Magen-Darm-Trakt
    • Anwendungen: Trockene Inhalation, Bauchmassage, Auflagen, Wickel, Bäder
  • Arthrose, Nervenschmerzen
    • Anwendungen: Einreibungen, Massage, Bäder
  • Mangel an Energie als Folge von Verdauungsbeschwerden

    Angst, Schwächezustand, allgemeine Müdigkeit

    • Anwendung: Raumspray, trockene Inhalation, Massage, Bäder

Nebenwirkungen von Korianderöl

In hohen Dosen kann Korianderöl eine betäubende Wirkung haben.

Gegenanzeigen von Korianderöl

Nicht mit Alkohol anwenden!

Kümmel

Blähungstreibend, anregend auf den Gallenabfluss, schleimlösend, stärkend

Kümmel (Carum carvi) hat die höchste blähungstreibende Wirkung unter den Gewürzen. Gleichzeitig beruhigt er die Kontraktionen im Verdauungstrakt und wirkt krampflösend. Seelisch hat der Doldenblütler eine stärkende, aktivierende Wirkung. Kümmel wird in ganz Europa angebaut. Sein ätherisches Öl wird durch Wasserdampfdestillation der zerkleinerten Samen gewonnen. Kümmel hat einen intensiven, süßlich-würzigen, warmen Geruch.

Wirkungen von Kümmelöl

  • Blähungstreibend
  • Schleimlösend
  • Antientzündlich
  • Antibakteriell
  • entkrampfend
  • Gallefluss anregend
  • Seelisch stärkend

Anwendungsbereiche von Kümmelöl

  • Blähungen, Völlegefühl, Unwohlsein im Oberbauch, Asthma
    • Anwendungen: Bauchmassage, Bäder
  • Nabelkoliken bei Kindern
    • Anwendung: Einreibung (3 Tropfen Kümmelöl auf 100 ml Mandelöl)
  • Akute Bronchitis
    • Anwendungen: Einreibungen, Massagen
  • Dickdarmentzündung, Kehlkopfentzündung, Menstruationsbeschwerden
    • Wickel, Auflagen.
  • Störungen des Galleabflusses
    • Anwendungen: Leberauflage, Leberwickel, Bäder
  • Müdigkeit, Erschöpfung
    • Anwendung: Raumspray, Bäder, Massage

Nebenwirkungen von Kümmelöl

Nebenwirkungen sind bisher keine bekannt.

Gegenanzeigen von Kümmelöl

Keine innere Anwendung bei Säuglingen, Kleinkindern und Schwangeren!

Lavendel

Schmerzlindernd, antientzündlich, wundheilend, hautregenerierend, seelisch und körperlich entspannend, angst- und krampflösend

Lavendel (Lavandula angustifolia oder vera) erinnert an Duftsäckchen im Wäscheschrank und die endlosen blau-violetten Felder in der Provence. Jeder kennt die Reinheit des Duftes, dessen Name aus dem Lateinischen lavara = waschen abgeleitet wurde. Lavendel ist in Ländern der Aromatherapie, wie Frankreich und England längst als Allheilmittel bekannt und anerkannt.

Er wäscht den Menschen energetisch von Sorgen, Ängsten und trüben Gedanken rein. Er erlöst von Angst, erfrischt, macht weit und befreit von Melancholie, Unruhe, Nervosität und Stress.

Seine reinigende Wirkung zeigt sich auch körperlich: Er wirkt antiseptisch, entzündungshemmend, insbesondere auf die Haut, hilft bei Insektenstichen, regeneriert die Haut nach Verletzungen und Verbrennung, lindert den Schmerz und hat noch eine Vielzahl an Indikationen, bei denen er auf natürliche Weise die Gesundung maßgeblich unterstützen kann.

Schon Hildegard von Bingen schwärmte von seiner reinigenden Wirkung auf Seele und Körper, wie auch Ärzte in späteren Jahrhunderten wie Culpeper im 17. Jahrhundert.

Heute ist Lavendel das meistgebrauchte ätherische Öl im aromatherapeutischen Alltag: Es desinfiziert auf angenehme, effektive Weise die Raumluft. Er beruhigt Patienten, nimmt ihnen die Angst und Panik und wiegt sie auf sanfte und sichere Weise in den Schlaf. Lavendelöl ist ein Multitalent. Er setzt sich aus mindestens 160 verschiedenen Substanzen zusammen, die sein breites Wirkungsspektrum begründen.

Lavendel ist jedoch nicht gleich Lavendel. Der echte, wilde, hochwertige Lavendel wächst auf den Berghängen der Provence. Es gibt zwei Arten: Eine kleinere Pflanze, die am kostbarsten und heilkräftigsten ist, Lavandula officinalis mit vielleicht fünf Stängeln, und eine größere Pflanze, Lavandula angustifolia, mit 20 bis 30 Blütenrispen. Sie werden noch von Hand mit der Sichel geerntet und zwar in der Weise, dass sie umso kräftiger nachwachsen.

Im Tal wächst auf den großen Feldern eine Kreuzung aus dem wilden Lavendel und dem spanischen, kampherhaltigen Speiklavendel, dem Lavandula latifolia. Ergebnis ist der unfruchtbare, geklonte Lavandin (Lavandula hybrida). Er ist deutlich größer und ist sehr ergiebig an ätherischem Öl bei der Wasserdampfdestillation. Die meiste Arbeit machen bei dieser Größe des Anbaus inzwischen Maschinen. Schließlich ist die Nachfrage auch stark gestiegen. Lavandin als günstiger Duftstoff findet sich z.B. in Körper- und Haarpflegemitteln und Reinigungssubstanzen. Deshalb wird er auch Putzlavendel genannt. Etwas zu Unrecht, heißt es, da ihm dieselben aromatherapeutischen Fähigkeiten zugesagt werden wie dem Wildlavendel mit der Ausnahme der beruhigenden Wirkung.

Da es bei einer Pflanze nicht nur um Materie, sondern auch Energie geht, bleibt diese Betrachtung jedem selbst überlassen. Dafür wartet Frankreich mit Tausend Tonnen Lavandinöl auf, das größtenteils nach Grasse geliefert und von dort in alle Welt verschickt wird.

Es ist davon auszugehen, dass dieses Lavandin vorher noch gestreckt wird, um dem weltweiten Bedarf gerecht zu werden. Herkunftsländer neben Frankreich sind Bulgarien und Tasmanien.

Wirkungen von Lavendelöl

  • Schmerzlindernd
  • Antientzündlich
  • Wundheilend, hautregenerierend
  • Entkrampfend
  • Antiallergisch
  • Antiparasitär
  • Schleimlösend
  • Gallefluss fördernd
  • Entspannend, beruhigend

Anwendungsbereiche von Lavendelöl

  • Ekzeme, Akne, Furunkel, Abszesse
    • Anwendungen: Auftragen, Einreibung
  • Entzündete Hauterkrankungen, Schürfwunden, Geschwüre, Haut-Allergien, Verbrennungen, Sonnenbrand, Insektenstiche, Krätze, Fußpilz, Herpes (mit Melisse und Bergamotte), Narben, Juckreiz, Schuppenflechte, Schuppen, Couperose
    • Anwendung: pur auftragen
  • Kopf-, Zahn-, Ohren-, Muskelschmerzen
    • Anwendungen: auf Schläfen und Stirnmitte bei Kopfschmerzen, auf Zahnfleisch bei Zahnweh, auf Wattebausch ins Ohr. Bei Muskelschmerzen: Einreibungen, Massage, Bäder
  • Erkältung, Bronchitis, Grippe
    • Anwendungen: Trockene Inhalation, Einreibung
  • Blähungen, Gallebeschwerden
    • Anwendungen: Einreibung Bauch, Wickel über der Leber
  • Bluthochdruck, nervöse Herzbeschwerden, Herzrasen
    • Anwendungen: Raumspray, Einreibung, trockene Inhalation
  • Ängste, Panik, Nervosität, Schlafstörungen, Schwächezustände, Stress
    • Anwendungen: Raumspray, Bäder, trockene Inhalation, Massage, Lasea Kapseln

Nebenwirkungen von Lavendelöl

Sehr selten treten allergische Reaktionen auf.

Gegenanzeigen bei Lavendelöl

Säuglinge, Kleinkinder und Schwangere sollten Lavendelöl nicht innerlich anwenden. Auch die äußere Anwendung bei Säuglingen sollte nur in geringster Konzentration, d.h. weniger als 0,5 %-Lösungen, durchgeführt werden.

Lemongrass

Bakterizid, fungizid, viruzid, antiseptisch, adstringierend, straffend, insektizid

Lemongrass (Cymbopogon flexuosus und citratus), das Ostindische und Westindische Zitronengras erfrischt mit seinem kühlen, zitrusartigen Duft. Es klärt den Geist und stärkt das Konzentrationsvermögen und die Psyche. Lemongrass kräftigt und stimuliert den ganzen Körper. Außergewöhnlich ist die antiseptische Wirkung des tropischen Grases. Im Ayurveda, der indischen Heilkunde, findet Lemongrass bei Fieber und Infektionskrankheiten seine Anwendung. Allein und zusammen mit Manuka und Teebaum kann Lemongrass multiresistente Keime abtöten. Lemongrass wird durch Wasserdampfdestillation des Grases gewonnen. Herkunftsländer sind z.B. Indien, Sri Lanka, Thailand, Brasilien und Südafrika.

Wirkungen von Lemongrass

  • Antientzündlich
  • Bakterizid, viruzid, antimykotisch
  • Wirksam gegen multiresistente Keime, zusammen mit Teebaum und Manuka
  • Desodorierend
  • Adstringierend, straffend, tonisierend
  • Fiebersenkend
  • Schmerzlindernd
  • Verdauungsanregend
  • Gefäßerweiternd
  • Insektizid
  • Beruhigend, nervenstärkend

Anwendungsbereiche von Lemongrassöl

  • Schlecht heilende Wunden, Infekte
    • Anwendung: Auflagen
  • Sportverletzungen wie Verstauchungen, Zerrungen, Quetschungen, blaue Flecken
    • Anwendungen: Kalte Kompresse, Verband
  • Schwaches Bindegewebe, schwache Gefäßwände
    • Anwendungen: Massage
  • Rheumatische Beschwerden, Hexenschuss
    • Anwendung: Einreibung
  • Fettige Haut, große Poren
    • Anwendung: Auflage, Gesichtswasser
  • Raumluft und Gegenstände zum Desinfizieren
    • Anwendungen: Raumspray, Abwaschen
  • Insekten
    • Anwendung: Raumspray
  • Verdauungsschwäche, Blähungen
    • Anwendungen: Massage, Einreibungen, Bäder
  • Fußpilz, Arthritis, Akne
    • Anwendungen: Einreibung, Auflage
  • Unterstützend bei Infektionskrankheiten, multiresistenten Keimen (allein oder mit Teebaum und Manuka)
    • Anwendungen: Raumspray, Auflagen, Einreibung, trockene Inhalation
  • Insekten, Hautparasiten, Krätze
    • Anwendungen: Raumspray, Auftragen

Nebenwirkungen von Lemongrass

Bei lokaler Anwendung können gelegentlich Hautreizungen entstehen.

Gegenanzeigen von Lemongrass

Säuglinge, Kleinkinder und Schwangere sollten Lemongrass nicht innerlich anwenden. Bei Säuglingen sollten äußerlich nur geringste Konzentrationen verwendet werden. Menschen mit Glaukom sollen Lemongrass nur vorsichtig anwenden.

Manuka

Keimtötend (auch multiresistente Erreger), entzündungshemmend, regenerationsfördernd für Haut und Schleimhaut

Manuka (Leptospermum scoparium), der neuseeländische Teebaum, zählt zu den traditionellen Heilmitteln der Maori. Indikationen sind z.B. Wunden, Schleimhautentzündungen und Durchfall. Seelisch stärkt, beruhigt und stabilisiert Manukaöl. Es wird durch Wasserdampfdestillation der Blätter und Zweige gewonnen. Manuka, ein Myrtengewächs, ist nur in Neuseeland beheimatet.

Wirkungen des Manukaöls

  • Antibakteriell
  • Antiviral
  • Antimykotisch
  • Entzündungshemmend
  • Antihistaminisch
  • Fördert Wundheilung und Regeneration der Haut
  • Seelisch-geistig beruhigend, stärkend, stabilisierend

Anwendungsbereiche des Manukaöls

  • Infektionen der Haut und der Schleimhaut, z.B. der Mundschleimhaut
    • Anwendungen: Auftragen, Gurgeln, Bäder
  • Schuppenflechte, Ekzeme, Geschwüre, Akne, schlecht heilende Wunden, z.B. Dekubitus
    • Anwendungen: Auftragen, Auflagen, Bäder
  • Pilzerkrankungen, z.B. durch Candida albicans
    • Anwendungen: Auftragen, Bäder
  • Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises, Gelenkschwellungen
    • Auflagen, Massagen, Bäder
  • Übererregbarkeit und innere Unruhe, auch durch Reizüberflutung
    • Raumspray, trockene Inhalation, Bäder, Massage

Nebenwirkungen von Manukaöl

Nebenwirkungen sind bisher keine bekannt.

Gegenanzeigen von Manukaöl

Keine innere Anwendung bei Säuglingen, Kleinkindern und Schwangeren. Bei Säuglingen auch äußerlich nur in niedriger Dosierung (weniger als 0,5 %) und nicht in der Nähe der Nase auftragen.

Melisse

Stark antiviral, abwehrsteigernd, blutdrucksenkend, verdauungsfördernd, seelisch ausgleichend, „Herzöl“

Schon der griechische Arzt Dioskurides (1. Jhdt. n. Chr.) wendete die Melisse als Heilmittel an: gegen Bisse giftiger Tiere, bei Menstruationsbeschwerden, Zahnweh, offenen Wunden und Verdauungsbeschwerden. Der persische Arzt Avicenna war ein Jahrhundert später davon überzeugt, dass Melisse dunkle Gedanken vertreibt, das Herz froh macht und die Lebensgeister weckt. Hildegard von Bingen sah in Melisse die Kraft von 15 Kräutern und ein Stärkungsmittel für das Herz. Paracelsus meinte, dass Melisse die Kraft hat, Menschen vom Totenbett aus wieder zu Kräften zu bringen.

Melisse (Melissa officinalis) oder Zitronenmelisse macht das Herz weit, reinigt von negativen Gefühlen und schafft Gelassenheit und Toleranz. Melisse mit der Duftkombination aus Wärme und Frische schützt und stärkt das Herz, seelisch wie körperlich. Besonders Ängste, emotionale Unausgeglichenheit und hormonell bedingte Herzprobleme (Rhythmusstörungen und Herzrasen im Klimakterium) sowie nervliche Anspannung und Schlafstörungen können mit Melissenöl erfolgreich behandelt werden.

Obwohl Melisse eine häufige Pflanze ist und heute in ganz Europa angepflanzt wird, zählt sie zu den selteneren, teureren Öle (1 ml Bioqualität, etwa 24 Euro). Das kommt daher, dass man für 1 Kilogramm Öl sieben Tonnen Pflanzen braucht und nur wenige die Wasserdampfdestillation des blühenden Melissenkrauts verstehen.

Aufgrund des hohen Preises wird Melissenöl (Oleum melissae) oft gestreckt. Alternativ ist das deutlich günstigere „Oleum melissae indicum“ im Angebot. Dabei handelt es sich um Lemongrass, das offiziell so deklariert werden darf.

Wirkungen von Melissenöl

  • Antiviral, besonders gegen Herpes-Viren
  • Entzündungshemmend, hautregenerierend
  • Regulierend auf den Gefäßtonus, herzwirksam
  • Leberwirksam, Gallenfluss fördernd
  • Krampflösend, blähungswidrig
  • Brechreiz mindernd (antiemetisch)
  • Schmerzlindernd
  • antiallergisch
  • Hormonähnlich (weibliche Hormone)
  • insektenabweisend
  • Seelisch, nervlich, geistig beruhigend

Anwendungsbereiche von Melissenöl

  • Lippen- und Genitalherpes
    • Anwendungen: Auftragen, Bäder
  • Akne, Hautgeschwüre, schützende Pflege vor einer Strahlentherapie
    • Anwendungen: Auftragen, Bäder
  • Bluthochdruck
    • Anwendungen: Raumspray, trockene Inhalation, Bäder, Massage
  • Leberschwäche, Leber- und Gallenerkrankungen, wie Gallenstau, Gallensteine
    • Anwendungen: Leberwickel, Bäder
  • Verdauungsschwäche, Blähungen
    • Anwendungen: Bauchmassage, Bäder
  • Schwangerschaftsübelkeit und –erbrechen
    • Anwendungen: Trockene Inhalation, Raumspray
  • Magenkrämpfe, Menstruationsschmerzen, Migräne, Kopfschmerz, Wehenschmerz, rheumatisch bedingte Schmerzen
    • Massage, Bäder, Raumspray, trockene Inhalation
  • Allergisch bedingter Juckreiz/allergisches Asthma
    • Auftragen, Bäder/trockene Inhalation, Raumspray, Bäder
  • Menstruationsstörungen, Amenorrhoe, Wechseljahre, Herzrasen, Herzstolpern
    • Raumspray, trockene Inhalation, Massage, Bäder
  • Angstzustände, Nervosität, Wetterfühligkeit, labiler Kreislauf, Schlafstörungen, depressive Verstimmung
    • Anwendungen: Raumspray, trockene Inhalation, Massage, Bäder

Nebenwirkung von Melissenöl

Bei sehr empfindlicher Haut kann es zu Reizungen kommen.

Gegenanzeigen von Melissenöl

Bei Säuglingen, Kleinkindern und Schwangeren nicht innerlich anwenden! Bei Säuglingen auch bei der äußerlichen Anwendung nur eine niedrige Konzentration von unter 0,5 % verwenden. Schwangere sollten die Anwendung nur unter ärztlicher Aufsicht durchführen.

Muskatellersalbei

Euphorisierend, östrogenähnlich, „Frauenduft“, entkrampfend, sinnlich, seelisch verjüngend, angstlösend, tonisierend bei Erschöpfung

Muskatellersalbei (Salvia sclarea) hat eine euphorisierende Wirkung. Winzer und Bierbrauer gaben ihn früher Wein und Bier dazu, um ihre berauschende Wirkung zu verstärken. Keltische Priester fielen dank Muskatellersalbei in Trance. Der Lippenblütler löst Spannungen und Krämpfe von Seele und Körper. Er hilft, sich aus dem Alltagstrott herauszuheben und das Schöne im Leben zu sehen. Er schenkt Kraft, Energie und Inspiration. Muskatellersalbei hilft bei allen Formen von Menstruationsstörungen und in den Wechseljahren. Ein Bestandteil des Öls, Sclareol, hat eine ähnliche Molekularstruktur wie Östrogen. Das erklärt die hormonähnliche Wirkung des ätherischen Öls. Herkunftsländer sind neben Südfrankreich z.B. Italien, Russland und Spanien. Muskatellersalbeiöl wird durch Wasserdampfdestillation der Blüten und Blätter gewonnen.

Wirkungen von Mukatellersalbeiöl

  • Entkrampfend
  • verdauungsfördernd
  • Östrogenähnlich: menstruationsfördernd und –regulierend
  • Gefäßtonisierend
  • Schmerzstillend
  • Sinnlich, aphrodisisch
  • Euphorisierend, angstlösend, beruhigend

Anwendungsbereiche von Mukatellersalbeiöl

  • Ausbleiben der Menstruation (Amenorrhoe), PMS, Menstruationsstörungen und –schmerzen, Geburt
    • Anwendungen: Massage, Bäder, Raumspray, trockene Inhalation
  • Kopfschmerzen, Muskelschmerzen, Migräne, Wehen

    Magen- und Darmkrämpfe, Blähungen, Koliken

    • Anwendungen: Massage, Bäder, Raumspray
  • Durchblutungsstörungen, Krampfadern (Varizen), Hämorrrhoiden
    • Anwendungen: Auftragen, Bäder
  • Impotenz, Frigidität
    • Anwendungen: Trockene Inhalation, Raumspray, Massage
  • Angst, Stress, Anspannung, Müdigkeit, Erschöpfung, Unruhe, depressive Verstimmung, auch im Wochenbett und in den Wechseljahren
    • Anwendung: Raumspray, trockene Inhalation

Nebenwirkungen von Muskatellersalbeiöl

Muskatellersalbeiöl kann eine berauschende Wirkung haben.

Gegenanzeigen von Muskatellersalbeiöl

Nicht mit Alkohol zusammen einnehmen! Nicht zusammen mit eisenhaltigen Medikamenten anwenden! Nicht bei Tätigkeiten anwenden, für die Konzentrationskraft wichtig ist. Nicht bei Säuglingen, Kleinkindern und Schwangeren innerlich anwenden! Bei Säuglingen auch äußerlich nur geringste Konzentrationen (unter 0,5 %) verwenden.

Myrrhe

Viruzid, antiseptisch, antimykotisch, hautregenerierend, seelisch stärkend

Myrrhe (Commiphora molmol) hat eine lange Geschichte als Heilmittel, Salböl in der Bibel, Beigabe bei den Verstorbenen, ägyptisches Rauchopfer und zum Einbalsamieren der Toten. Eine der wichtigsten Heilpflanzen im Ayurveda ist die indische Myrrhe (Guggulu). Auch in der Klostermedizin fand Myrrhe Anwendung, z.B. gegen Zauberei, bei Verdauungsstörungen und Gelbsucht. Myrrhe war und ist neben Weihrauch schon immer das wichtigste Räucherwerk gewesen.

Myrrhe wird heute in der Zahnheilkunde, zur Wundheilung, gegen Viruserkrankungen, zur Hautregeneration und zur seelischen Stärkung eingesetzt. Herkunftsländer sind z.B. Somalia, Sudan und Äthiopien. Das ätherische Öl des Balsambaumgewächses wird durch Wasserdampfdestillation des Harzes gewonnen. Myrrhe duftet würzig-balsamisch, bittersüß und nach 1001 Nacht.

Wirkungen von Myrrheöl

  • Viruzid
  • Antiseptisch
  • Entzündungshemmend
  • Schleimlösend
  • Adstringierend
  • Antimykotisch
  • Hautregenerierend
  • Seelisch stärkend

Anwendungsbereiche von Myrrheöl

  • Zahnfleischentzündungen, Aphten
    • Anwendungen: Auftragen
  • Hepatitis
    • Anwendungen: Auflagen, Bäder, innerliche Anwendung als Dragées
  • Darmentzündung durch Bakterien, Viren oder Parasiten, Colitis ulcerosam, Morbus Crohn. Gelenkentzündungen
    • Anwendungen: Auflagen, innere Anwendung (Myrrhinil-Intest Dragées)
  • Wunden, Geschwüre, Narben
    • Anwendungen: Auftragen, Einreibung, Massage
  • Rachen- und Kehlkopfentzündung, Bronchitis
    • Anwendungen: Raumspray, trockene Inhalation, Einreibung
  • Hämorrhoiden
    • Auftragen, Sitzbäder
  • Fußpilz, Soor (Candida-Erkrankung)
    • Auftragen, Bäder
  • Nervosität, Unruhe, Angst
    • Raumspray, trockene Inhalation, Einreibung, Massage, Bäder

Nebenwirkungen von Myrrheöl

Nebenwirkungen sind bisher nicht bekannt

Gegenanzeigen von Myrrheöl

Keine innere Anwendung bei Säuglingen, Kleinkindern, Schwangeren und bei Nierenschwäche! Bei äußerer Anwendung bei Säuglingen nur eine geringe Konzentration (kleiner als 0,5 %) verwenden.

Nelkenknospe

Stark antibakteriell und antiviral, stark schmerzlindernd, antiparasitär, entzündungshemmend, insektizid, seelisch anregend

Nelkenknospen sind die getrockneten Blütenknospen des Gewürznelkenbaums (Syzygium aromaticum). In der ayurvedischen und chinesischen Medizin werden sie seit jeher aufgrund ihrer stärkenden, bakteriziden, schmerzlindernden und verdauungsfördernden Wirkung beiDurchfall, Erbrechen und Blähungen eingesetzt. In der westlichen Medizin wurde die antiseptische Wirkung der bekannten Gewürzpflanze lange Zeit zur Desinfektion chirurgischer Instrumente genutzt. In der Zahnheilkunde wird Nelkenöl auch heute noch zur Desinfektion und Schmerzlinderung angewendet. Nelkenöl wird durch Wasserdampfdestillation der getrockneten Nelkenknospen gewonnen. Herkunftsländer sind z.B. Indonesien, Madagaskar und Tansania.

Wirkungen von Nelkenöl

  • Entzündungshemmend
  • Antibakteriell und antiviral
  • Schmerzlindernd
  • Antiparasitär
  • Fungizid und insektizid
  • Seelisch-geistig stimulierend

Anwendungsbereiche von Nelkenöl

  • Entzündungen von Zahn und Zahnfleisch, bakterielle und virale Darmentzündungen, Hepatitis, Nephritis, Herpes Zoster, Akne
    • Anwendungen: im Zahnbereich einpinseln. Auf den Bauch auftragen, Bäder. Bei Akne: auftragen
  • Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis), Mandelentzündung (Tonsillitis), Bronchitis, Grippe (Influenza)
    • Anwendungen: Inhalationen, Einreibungen, Bäder
  • Blasenentzündung, Eileiter- und Gebärmutterentzündung, rheumatoide Arthritis
    • Anwendungen: Auflagen, Einreibungen
  • Nervenschmerzen, krampfhafte Darmentzündungen
    • Anwendungen: Einreibungen, Bäder
  • Unterstützend bei Tuberkulose
    • Anwendungen: Trockene Inhalation, Raumspray, Einreibung, Bäder
  • Hautparasiten, Krätze. Pilzbefall (Candida), Kopfläufe, Milben. Insektenstiche
    • Anwendungen: Auftragen, Bäder

Nebenwirkungen von Nelkenöl

Nelkenöl ist haut- und schleimhautreizend. Deshalb wird eine niedrige Konzentration von 0,5 % und weniger empfohlen. Dann müsste das Öl gut verträglich sein. Achtung: Öl aus Nelkenblättern ist etwas aggressiver als aus Nelkenknospen.

Gegenanzeigen von Nelkenöl

Keine innere Anwendung bei Säuglingen, Kleinkindern, Schwangeren und bei Blutgerinnungsstörungen!

Wechselwirkungen von Nelkenöl

Keine innere Anwendung bei gleichzeitiger Einnahme von Heparin und Aspirin, da der Hauptwirkstoff Eugenol des Nelkenöls das Zusammenlagern und Verklumpen der Blutplättchen (Thrombozytenaggregation) verzögert.

Neroli (Orangenblüten)

Antibakteriell, antiparasitär, hautpflegend, beruhigend, anti-depressiv, angstlösend, seelisch stärkend und aufrichtend

Neroli (Citrus aurantium), das ätherische Öl der Orangenblüten, ist ein weiblicher Duft mit ausgeprägt anti-depressiver, aufrichtender Wirkung. Napoleon soll sich mit Vorräten des angstlösenden Öls für seine Feldzüge eingedeckt haben. Heute können Sie den stärkenden Duft für Herausforderungen wie Prüfungen und schwierige Gespräche für sich nutzen. Neroli ist Bestandteil von Kölnisch Wasser.

Neroli zählt zu den teuersten ätherischen Ölen. Für einen Liter des kostbaren Öls werden 900 bis 1000 kg frisch gesammelter, von Hand gepflückter Blüten benötigt! Deshalb ist Neroliöl nur mit Trägeröl verdünnt bezahlbar: 5 ml mit 10 % Neroliöl kosten um die 14 Euro. Qualitativ am besten ist das Neroliöl aus Blüten der Bitterorange Citrus aurantium bigaradia (Citrus aurantium ssp. aurantium) im Vergleich zum Neroliöl aus der süßen Orange Citrus sinensis, das als Neroli Portugal gekennzeichnet wird. Neroliöl duftet blumig, süß, frisch mit einer leicht  terpentinartigen Obernote.

Wirkungen von Neroliöl

  • Antibakteriell
  • Antiparasitär
  • Krampflösend
  • Blähungstreibend
  • Venen tonisierend
  • Anregend auf Leber- und Bauchspeicheldrüsenfunktionen
  • Hautpflegend
  • Herzwirksam
  • Antidepressiv, angstlösend, stärkend, beruhigend
  • Sinnlich, aphrodisisch

Anwendungsbereiche von Neroliöl

  • Bronchitis, Tuberkulose (begleitend), Rippenfellentzündung (Pleuritis)
    • Anwendungen: Einreibung, Auflagen, Wickel , Bäder
  • Entzündung von Dünn- und Dickdarm (Colibakterien oder Parasiten, z.B. Hakenwürmer)
    • Anwendungen: Auftragen, Auflage, Bäder
  • PMS, Blähungen, Koliken. Krampfadern (Varizen), Hämorrhoiden
    • Anwendungen: Auftragen, Bäder. Bei PMS eine Woche vor der Regelblutung jeden Abend ein Bad mit 8 Tropfen Neroliöl in 2 EL Honig nehmen.
  • Leber- und Bauchspeicheldrüsenschwäche
    • Anwendungen: Wickel über Leber und/oder Bauchspeicheldrüse (Pankreas), Bäder
  • Bluthochdruck, beschleunigter Puls (Tachykardie), krampfartige Herzbeschwerden, Herzrhythmusstörungen
    • Anwendungen: Trockene Inhalation, Raumspray, Bäder, auf Herzregion einmassieren
  • Akne, Falten, Besenreiser, Schwangerschaftsstreifen, Narben, trockene und empfindliche Haut
    • Anwendungen: Auftragen, Auflagen, Massage
  • Nervöse Spannung, Depression, Erschöpfung, emotionaler Schock, Entzugserscheinungen
    • Anwendungen: Raumspray, trockene Inhalation, Massage, Bäder

Nebenwirkungen von Neroliöl

Nebenwirkungen sind bisher keine bekannt.

Gegenanzeigen bei Neroliöl

Keine innere Anwendung bei Säuglingen, Kindern und Schwangeren! Keine Kombination von Alkohol mit Neroliöl, da Neroli die Wirkung von Alkohol verstärkt, Achtung bei der Teilnahme am Straßenverkehr!

Niaouli

Stark antiseptisch, hautpflegend und –regenerierend, schleimlösend, antiviral, entzündungshemmend, venentonisierend, antidepressiv

Niaouli (Melaleuca quinquenervia viridiflora) zählt zur Familie der Myrtenheiden und ist in Australien, Neuseeland und Neukaledonien beheimatet, wird aber auch andernorts, z.B. in Madagaskar kultiviert. Der Duft seines Öls ist frisch, kampferartig, süß und krautig. Es fegt die Atemwege frei und hat stark antiseptische Eigenschaften. Daneben wirkt es reinigend, pflegend und regenerierend auf Haut und Schleimhaut. Niaouliöl wird zum Auftragen als Schutz vor einer Strahlentherapie empfohlen. Das Öl wird durch Wasserdampfdestillation von Blättern und Zweigen gewonnen.

Wirkungen von Niaouliöl

  • Antibakteriell
  • Entzündungshemmend
  • Antiviral
  • Pilzabtötend
  • Schleimlösend
  • Hautschützend
  • Tonisierend auf Venen
  • Durchblutungsfördernd und straffend
  • Antidepressiv, emotional ausgleichend

Anwendungsbereiche von Niaouliöl

  • Entzündungen der oberen und unteren Atemwege
    • Anwendungen: trockene Inhalation, Einreibung, Bäder
  • Bakterielle Infektionen (Lunge, Harnwege, Herzinnenhaut)
  • Nagelgeschwür, Abszesse
  • Hepatitis, Herpes genitalis, Candida, Scheidenpilz, Soor Mundschleimhaut
    • Anwendungen: Auftragen, Bäder
  • Arthritis, Infektion der Prostata und Harnröhre
    • Anwendungen: Massage, Einreibung, Bäder
  • Krampfadern (Varizen), Hämorrhoiden
    • Auflagen, Einreibung, Sitzbad
  • Sonnenbrand, Schädigung der Haut durch Strahlentherapie, auch als Vorbeugung, Bindegewebsschwäche, Narben
    • Anwendungen: Einmassieren, Bäder
  • Depressive Verstimmung, Unausgeglichen, negative Gefühle, geistige Blockade
    • Anwendungen: Raumspray, trockene Inhalation, Massage

Nebenwirkungen von Niaouliöl

Nebenwirkungen sind bisher keine bekannt.

Gegenanzeigen von Niaouliöl

Keine innere Anwendung bei Säuglingen, Kleinkindern und Schwangeren! Bei Säuglingen auch keine äußere Anwendung, außer in sehr niedriger Konzentration (weniger als 0,5 %).

Orange

Krampflösend, antiseptisch, adstringierend, entschlackend, stimmungsaufhellend, entspannend

Jeder kennt den süßen, warmen und sinnlichen Duft der Orange (Citrus sinensis). Er verbreitet Heiterkeit, Leichtigkeit und Optimismus. Der Duft der Orange ist das weibliche Pendant zur konzentrierenden, männlichen Kraft der Zitrone. Orange und Mandarine sind auch Düfte, die von Kindern geliebt werden und im Kinderzimmer angewendet werden können. Die Orange hat einige Düfte zu bieten: Das Orangenöl aus der Kaltpressung der Schalen, Neroli aus den Blüten und Petitgrain aus den Blättern und Zweigspitzen. Der Orangenbaum kommt wie alle Zitrusfrüchte ursprünglich aus China: Apfelsine heißt so viel wie „Apfel aus China“.

Das Öl aus der süßen Orange wird für Pharmazie und Lebensmittelindustrie in großen Plantagen z.B. in Israel, Marokko und Brasilien angebaut. Für die Aromatherapie eignet sich am besten das Orangenöl aus Italien (Sizilien). Gerade bei Zitrusölen ist Bio-Qualität unverzichtbar, da das Öl sonst aus mit Gift gespritzten Schalen hergestellt wird.

Wirkungen von Orangenöl

  • Krampflösend
  • Antiseptisch
  • entzündungshemmend
  • Adstringierend
  • Lymphsystem anregend, entschlackend
  • Entspannend, aufmunternd, angstlösend, stimmungsaufhellend

Anwendungsbereiche für Orangenöl

  • Appetitlosigkeit, Verdauungsstörungen, Verstopfung, Bauchkrämpfe, Völlegefühl, Blähungen, Übelkeit, Erbrechen
    • Anwendungen: Bauchmassage, Bäder, innere Anwendung
  • Akne, Furunkel
    • Anwendungen: Auflagen, Bäder
  • Cellulite, Ödeme
    • Massage, Bäder
  • Antiseptische Reinigung von Oberflächen
    • Zugabe ins Putzwasser. Vorsicht: Orangenöl kann Plastik auflösen
  • Ängste, Nervosität, depressive Verstimmung
    • Anwendungen: Raumspray, trockene Inhalation

Nebenwirkungen von Orangenöl

Orangenöl kann leicht die Lichtempfindlichkeit erhöhen. Deshalb sollten Sie mit behandelter Haut nicht direkt in die Sonne gehen.

Gegenanzeigen von Orangenöl

Bisher keine bekannt.

Pfefferminze

Antiseptisch, kühlend, verdauungsanregend, schmerzlindernd, krampflösend, konzentrationsfördernd, aufmunternd

Pfefferminze (Mentha piperita) ist ein Allroundtalent unter den ätherischen Ölen und sollte in keiner Haus- und Reiseapotheke fehlen. Es wirkt in kürzester Zeit gegen Kopfschmerzen, Prellungen und Quetschungen. Der Lippenblütler kühlt, entkrampft, erfrischt, hemmt Entzündungen, lindert Übelkeit, Blähungen und Juckreiz. Pfefferminze entstaut, entgiftet, wirkt schleimlösend und antiseptisch.

Der Hauptbestandteil Menthol wird in großen Mengen zur Aromatisierung verschiedenster Produkte, wie Zahn-, Haar- und Körperpflegemittel, Medikamente, Lebensmittel u.v.m. verwendet. Dafür werden Regenwälder in Brasilien abgeholzt. Ergebnis ist der Anbau des geklonten Mentha arvensis, der 75 % Menthol abwirft.

Auch bei der Pfefferminze lohnt deshalb eine Bio-Qualität. Probieren Sie auch andere Minzearten wie die arabische Nanaminze, die es in Marokko als Tee zu jedem Essen gibt, oder die Ackerminze. Wenn Sie gerade homöopathische Mittel einnehmen, sollten Sie Pfefferminze, Eukalyptus und Kamille nicht anwenden.

Wirkungen von Pfefferminzöl

  • Antiseptisch, wirksam gegen Bakterien, Viren, Pilze und Würmer
  • Verdauungsfördernd
  • Anregend auf Bauchspeicheldrüse und Leber
  • Wirksam gegen Übelkeit und Schwindel
  • Schleimlösend
  • Schmerzlindernd
  • Krampflösend
  • Entstauend, entgiftend
  • Wundheilung fördernd und Haut regenerierend
  • Konzentrationsfördernd

Anwendungsbereiche von Pfefferminzöl

  • Übelkeit, Erbrechen, Blähungen, Völlegefühl, Reizdarm
    • Anwendungen: Bauchmassage, Bäder, innere Anwendung
  • Bauchspeicheldrüsen- und Leberschwäche
    • Innere Anwendung, Bäder
  • Kopfschmerzen
    • Anwendung: Auf Schläfen, Stirnmitte und in die Kuhle in der Mitte vom Nacken auftragen. Vorsicht: Nicht in die Nähe der Augen kommen!
  • Herpes labialis, Hepatitis, Blasenentzündung, Prostataentzündung, Nierenkolik
    • Anwendungen: Herpes: unverdünnt auftragen. Andere: auf die Region auftragen, Bäder
  • Rachenentzündung, Nervenentzündung, Ischialgie, Dickdarmentzündung mit Krämpfen
    • Anwendungen: Gurgeln. Einmassieren, Bäder
  • Schnupfen, Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis), Ohrentzündung
    • Anwendungen: trockene Inhalation, auch zusammen mit Eukalyptus und Teebaum, Bäder
  • Ekzeme, Wunden, Hautgeschwüre, Nesselsucht, Juckreiz, Krätze, Insektenstiche
    • Anwendungen: Auftragen (Vorsicht nur sehr dünn auftragen, da das Öl sonst zu sehr kühlt!)
  • Prellungen, Quetschungen, Gelenkschmerzen
    • Anwendungen: Auftragen, Auflagen
  • Schwächegefühl, Konzentrationsschwäche
    • Anwendungen: Raumspray, trockene Inhalation, Massagen, Bäder

Nebenwirkungen von Pfefferminzöl

Atemnot bei Säuglingen!

Gegenanzeigen von Pfefferminzöl

Keine innere Anwendung bei Säuglingen, Kleinkindern und Schwangeren!

Auch äußerlich nicht bei Säuglingen und Kleinkindern unter 6 Jahren anwenden! Es besteht das Risiko für einen Kehlkopfkrampf, Atemnot und Atemstillstand! Nicht bei Verschluss der Gallenwege, Gallenblasenentzündungen und schweren Leberschäden anwenden!

Ravintsara

Stark antiviral, entzündungshemmend, schleimlösend, Nerventonikum

Ravintsara (Cinnamomum camphora), ein Kampferbaum auf Madagaskar , zählt zu den am stärksten antiviralen ätherischen Ölen. Sie haben sich besonders bei Grippe und Herpes Zoster bewährt. Das Öl wird durch Wasserdampfdestillation der Blätter gewonnen. Der Baum wächst auch in Australien und China. Das Öl duftet streng, kampferartig mit einem Eukalyptusanteil.

Wirkungen von Ravintsaraöl

  • Antiviral
  • Antibakteriell
  • Entzündungshemmend
  • Schleimlösend
  • Tonisierend, anregend

Anwendungsbereiche von Ravintsaraöl

  • Grippe (Influenza), Pfeiffersches Drüsenfieber
    • Anwendungen: Inhalation, Massage, Wickel, Bäder. Innerlich, auch prophylaktisch: 1 bis 3 Tropfen alle 2 Stunden auf die Zunge geben, 10 Minuten einspeicheln und dann schlucken.
  • Herpes Zoster, Herpes, Windpocken, Hepatitis, Darmentzündung. Vorbeugend gegen bakterielle und virale Infekte.
    • Anwendungen: Einreiben, aufsprühen, auftragen.
  • Hautentzündungen, Wunden
    • Anwendungen: Auftragen, aufsprühen

Nebenwirkungen von Ravintsara

Atemnot bis Atemkrämpfe bei Säuglingen und Kleinkindern sind möglich.

Gegenanzeigen bei Ravintsaraöl

Nicht bei Säugligen und Kleinkindern bis zu 6 Jahren anwenden! Nicht bei Schwangeren innerlich anwenden!

Rose

Tonisierend, antimikrobiell, entzündungshemmend, krampflösend, sinnlich, Frauen-Öl, seelisch entspannend und nährend

Die Rose (Rosa damascena, Rosa centifolia, Rosa gallica), Königin der Blumen, hat eine tiefe seelische Wirkung: Entspannung, Harmonie, Loslassen (Geburt, Sterbebegleitung). 5000 kg frische Rosenblätter müssen vor Tau und Tag gepflückt werden, um ein Kilo Rosenöl mit Wasserdampfdestillation zu gewinnen. Das schlägt auf den Preis. Und verlockt dazu, das Öl zu strecken oder synthetisch herzustellen und für echt zu verkaufen.

Preislich vertretbar und echt sind z.B. 5 ml mit 10 % Bio-Rosenöl in 90 % Weingeist für 25 Euro. Alternativ 1 ml Rosa gallica (Kaukasus, Südosteuropa) 45 Euro, 1 ml Absolue aus Indien 30 Euro (alle Öle von Primavera). Das größte geschlossene Rosenanbaugebiet liegt in Bulgarien. Angebaut wird die Damaszenerrose. Weitere Herkunftsländer für ätherisches Rosenöl sind die Türkei, Iran, Russland und Marokko.

Rose steht für Reinheit und Vollkommenheit. Gleichzeitig duftet die Königin der Blumen sinnlich, aphrodisisch, betörend. Sie bringt sofort in Kontakt mit den tiefsten Sehnsüchten und hebt heraus aus der gewöhnlichen Welt der Materie und Vernunft. Weiblichkeit pur, auch bei der körperlichen Wirkung auf weiblichen Hormonhaushalt und Menstruationsbeschwerden.

Auch die Haut regeneriert sich gut mit dem entzündungshemmenden Öl wie auch mit dem Rosenwasser, bei allen Hauttypen, aber besonders bei empfindlicher, entzündlicher und trockener Haut. Rosenöl kann unverdünnt angewendet werden.

Wirkungen von Rosenöl

  • Antiviral, antibakteriell, fungizid
  • menstruationsfördernd
  • Tonisierend, anregend
  • Krampflösend
  • Menstruationsfördernd
  • Wundheilend, hautregenerierend
  • Sinnlich, aphrodisisch
  • Seelisch: Herz öffnend und heilend, angstlösend

Anwendungen von

  • Niedriger Blutdruck
    • Anwendung: einen Tropfen Rosenöl auf den Puls geben
  • Nervöse Herzbeschwerden
    • Anwendung: ein Mal täglich einen Tropfen auf die Herzgegend geben
  • Menstruationsschmerzen, unregelmäßiger Zyklus
    • Einreibung, Massage, Bäder
  • Hautentzündungen, Furunkel, Geschwüre, Falten, trockene, empfindliche Haut, Couperose, Lippenherpes, Herpes Zoster. Aphten, Zahnfleischentzündungen
    • Anwendung: verdünnt auftragen
  • Pilzerkrankungen (Candida albicans)
    • Anwendung: Einreibung
  • Chronische Bronchitis
    • Anwendung: Einreibung, Massage

Nebenwirkungen von Rosenöl

Nebenwirkungen sind bisher keine bekannt.

Gegenanzeigen von Rosenöl

Das Rosen Absolue nicht innerlich anwenden!

Rosmarin

Kräftigend, durchblutungsfördernd, erwärmend, antiseptisch, Gallenfluss und Kreislauf anregend,

Der Duft von Rosmarin (Rosmarinus officinalis) stärkt, richtet auf und fördert die Konzentrationskraft. Rosmarin verbindet Wärme und Klarheit, ist krampflösend und dabei auch belebend, streng und hat doch Feuer. Wenn Sie einen Schub an männlicher Power brauchen, wenn Sie sich zurechtrücken und wieder klar denken und handeln möchten, ist Rosmarin genau richtig für Sie. Rosmarin ist der perfekte kraftvolle und gestrenge Duftpartner an Ihrer Seite, um mit Wärme und Vitalität durchströmt zu werden und gleichzeitig Ihre Kräfte zu bündeln. Rosmarinöl wird durch Wasserdampfdestillation der Zweigspitzen gewonnen.

Wirkungen von Rosmarinöl

  • Antiseptisch
  • Adstringierend
  • Entzündungshemmend
  • Durchblutungsfördernd
  • Anregend auf Herz-Kreislauf, Gallenfluss, Menstruation
  • Herzstärkend
  • Leber- und Galle stärkend
  • Verdauungsfördernd
  • Schmerzlindernd auf die Muskulatur
  • Schleimlösend
  • Belebend, tonisierend

Anwendungsbereiche von Rosmarinöl

  • Niedriger Blutdruck, Herzschwäche, Herzrhythmusstörungen, Arteriosklerose
    • Anwendungen: Trockene Inhalation, Einreibung, Bäder
  • Chronische Gallenentzündung / Lebererkrankungen
    • Anwendungen: Auflagen, Wickel, Einreibungen
  • Muskelschmerzen, Muskelkrämpfe, rheumatische Schmerzen
  • Kalte Füße, müde, schwere Beine
    • Anwendungen: Einreibung, Massage, Bäder
  • Bronchitis
    • Anwendungen: Inhalation, Einreibung, Bäder
  • Verdauungsbeschwerden mit Krämpfen, Blähungen und Völlegefühl
  • Ausbleiben oder zeitweises Ausbleiben der Regelblutung
    • Anwendungen: Einreibung, Massage, Bäder
  • Akne, fettige Haut, schlaffe Haut, unreine Haut, Haarausfall, fettige Haare
    • Anwendungen: Haut – Auftragen (verdünnt), Auflagen, Bäder / Haare – in die Kopfhaut einmassieren (verdünnt)
  • Motivationslosigkeit, Trägheit, Unentschiedenheit, Konzentrationsschwäche
    • Raumspray, trockene Inhalation

Nebenwirkungen von Rosmarinöl

Nebenwirkungen sind bisher keine bekannt.

Gegenanzeigen von Rosmarinöl

Säuglingen Kleinkindern Schwangeren zu Epilepsie neigende Patienten und Menschen mit Bluthochdruck sollten Rosmarinöl nicht anwenden. Bei Säuglingen auch äußerlich nur sehr geringe Konzentrationen (weniger als 0,5 %) anwenden.

Salbei

Antiinfektiös, antiviral, antibakteriell, schleimlösend, Gallenfluss fördernd, adstringierend, antirheumatisch, insektenabweisend, tonisierend

Salbei (Salvia officinalis) hat seinen Namen aus dem Lateinischen: Salvia, die Heilbringende. Schon bei den Römern und im Mittelalter hatte Salbei einen festen Platz in der Heilkunde. Salbei ist stark keimtötend und adstringierend. Seine Hauptanwendungsgebiete sind Infektionen, insbesondere der Atemwege und im Mund (Zahnfleisch). Seine schweißhemmende Wirkung wird in Deos eingesetzt. Seelisch und geistig stärkt und klärt der würzige, scharfe, krautige Duft.

Wirkungen von Salbeiöl

  • Antiinfektiös
  • Antibakteriell
  • Antiviral
  • schleimlösend
  • Antirheumatisch
  • Adstringierend
  • Haut regenerierend
  • Gallefluss anregend
  • Menstruationsanregend
  • Abführend

Anwendungsbereiche von Salbeiöl

  • Erkältung, Nasennebenhöhlenentzündung, Mandelentzündung, Bronchitis, Pneumonie, Harnwegsinfekte (Arzt!)
    • Anwendungen: Auftragen, Inhalationen, Bäder
  • Herpes, Dermatitis, Zahnfleischentzündung, Condylome, Virus-Darmerkrankung
    • Anwendungen: Auftragen, Bäder
  • Rheumatoide Arthritis, rheumatische Beschwerden
    • Anwendungen: Einreibung, Bäder
  • Gallenschwäche
    • Anwendungen: Wickel, Bäder
  • Cellulite, starkes Schwitzen (auch Fußschweiß), Ödeme, Krampfadern
    • Auftragen, Einreibung, Bäder, bei Cellulite und Ödemen: Massage
  • Ausbleiben (Amenorrhoe) oder zeitweises Ausbleiben (Oligomenorrhoe) der Menstruation. Prämenopause
    • Anwendungen: Einreibung, Massage, Bäder
  • Schlecht durchblutete, großporige Haut. Schnittwunden, Narben. Schuppenflechte. Haarausfall
    • Anwendungen: Auftragen, Einreiben
  • Insektenstiche
    • Anwendung: Raumspray, Auftragen

Nebenwirkungen von Salbeiöl

Es kann zu Hautirritationen kommen. Möglich ist auch eine abortive Wirkung.

Gegenanzeigen von Salbeiöl

Nicht in der Schwangerschaft und nicht innerlich bei Säuglingen und Kleinkindern anwenden! Äußerlich nur in geringster Dosis von unter 0,5 % bei Säuglingen verwenden. Für die innere Anwendung am besten Salbeibonbons und andere Fertigpräparate verwenden. Menschen mit einer Neigung zu epileptischen Anfällen sollten Salbeiöl nicht anwenden!

Teebaum

Stark antiviral, stark antibakteriell, stark antiinfektiös, fungizid, antiparasitär

Teebaum (Melaleuca alternifolia) erhielt seinen Namen von Kapitän Cook, der bei seiner Erkundung Australiens beobachtete, wie sich die Ureinwohner aus den Blättern des Baums Tee zubereiteten. Später kochten sich die Siedler selbst einen heilenden Tee aus dem Myrtengewächs. Im zweiten Weltkrieg soll jeder australische Soldat ein Fläschchen des antiseptischen Teebaumöls mit im Gepäck gehabt haben.

Teebaumöl zählt zu den am besten wissenschaftlich untersuchten ätherischen Öle. Für seine Herstellung werden heute nicht mehr Bäume, sondern Sträucher auf großflächigen Feldern angebaut. Das Öl wird durch Wasserdestillation der Blätter und Zweige gewonnen.

Teebaumöl riecht streng, scharf, medizinisch, kampferartig und stechend. Viele Menschen schrecken vor dem Geruch zurück. Wer jedoch ein hocheffektives antiseptisches Öl braucht, sieht darüber hinweg. Um den „Duft“ abzumildern, kann Teebaumöl mit etwas von dem europäischen starken Antiseptikum Lavendel mischen. Verwenden Sie gerade für Anwendungen auf entzündlicher Haut oder Schleimhaut Bio-Teebaumöl!

Wirkungen von Teebaumöl

  • Antiinfektiös
  • Antibakteriell
  • Antivital
  • Fungizid
  • Antiparasitär
  • Juckreizstillend
  • Hautregenerierend
  • Stimuliert das Immunsystem
  • Insektizid, insektenabwehrend
  • Seelisch anregend, stimmungsaufhellend

Anwendungsbereiche von Teebaumöl

  • Herpes, Windpocken, Warzen, bakterielle und virale Darmentzündungen, Infektionen der oberen und unteren Atemwege, Blasenentzündung. Die Aromatherapie ist komplementär zu einer ärztlichen Behandlung zu verstehen.
    • Anwendungen: Einreiben, Bäder
  • Mundschleimhaut- und Zahnfleischentzündungen und -geschwüre, Aphten (plus Zahnarzt!)
    • Anwendung: pur auf die betroffenen Stellen auftragen, z.B. mit einem Wattestäbchen
  • Ohrentzündung
    • Anwendung: 1 Tropfen Öl auf einen Wattebausch geben und sanft in den Gehörgang geben
  • Pilzinfektionen im genitalen Bereich (Vulva, Scheide)
    • Anwendungen: ein paar Tropfen auf die Binde (Vorlage) träufeln oder ein paar Tropfen Teebaumöl mit fettigem Bio-Öl, z.B. Mandelöl, mischen, einen Tampon damit tränken und einführen (plus Arzt!).
  • Darm- oder Vaginalentzündungen durch Parasiten (Giardiasis, Spulwurm oder in der Scheide: Trichomonaden)
    • Anwendung: in Bauch einmassieren (plus Arzt!)
  • Hautausschlag, Akne, fettige Haut, Schnittwunden, infizierte Wunden (Arzt!), Hauterkrankungen bei Diabetes, Schutz der Haut bei Strahlentherapie
    • Anwendung: Auftragen
  • Erschöpfung, Antriebslosigkeit, Angst
    • Trockene Inhalation, Bäder, Raumspray

Nebenwirkungen von Teebaumöl

Bei hoher Dosierung können Hautirritationen auftreten.

Gegenanzeigen von Teebaumöl

Bei Säuglingen, Kleinkindern und Schwangeren keine innere Anwendung! Bei Säuglingen nur in sehr niedriger Dosierung (unter 0,5 %) anwenden.

Thymian

Antiinfektiös, schmerzlindernd, krampflösend, insektizid, tonisierend

Thymian ct. thymol und carvacol, d.h. Roter und Schwarzer Thymian (Thymus vulgaris, Thymus officinalis) ist bekannt als Küchengewürz, Bestandteil in Zahnpflegeprodukte und therapeutisch bei Husten und zur Schmerzlinderung. Es gibt unterschiedliche Thymianöle: Hier sind der Rote oder Gartenthymian (ct. thymol) und der ähnlich aufgebaute Schwarze Thymian (ct. carvacrol) gemeint. Beide werden durch Wasserdestillation des blühenden Krautes gewonnen. Herkunftsländer sind z.B. Frankreich, Spanien und Marokko.

Wirkungen des Thymianöls

  • Antiinfektiös
  • Entzündungshemmend
  • Schmerzlindernd
  • Krampflösend
  • Entwässernd
  • Insektizid

Anwendungsbereiche des Thymianöls

  • Infektionen von Bronchien und Lunge
    • Anwendungen: Einreibung, Massage, Bäder
  • Akne, Furunkel, Hautentzündungen
    • Anwendungen: Auftragen, Auflagen
  • Blasenentzündung, Trichomonadeninfektion (Arzt!)
    • Anwendung: Auflagen, Bäder
  • Arthrose, rheumatoide Arthritis, Gelenkschmerzen
    • Anwendungen: Einreibung, Bäder
  • Muskelverspannung, Muskelkrämpfe
    • Anwendungen: Einreibung, Massage, Bäder
  • Ödeme, Cellulite
    • Anwendungen: Einreiben, Massage
  • Insektenbisse
    • Anwendung: Auftragen

Nebenwirkungen von Thymianöl

Es können leichte Hautreizungen auftreten. Deshalb vor der Anwendung einen Armbeugentest auf eine allergische Reaktion durchführen.

Gegenanzeigen von Thymianöl

Bei Säuglingen, Kleinkindern und Schwangeren keine innere Anwendung! Bei Säuglingen auch äußerlich nur in geringster Dosis (unter 0,5 %) anwenden.

Wacholderbeere

Wassertreibend, antiseptisch, schmerzlindernd, venentonisierend, abführend

Wacholderbeeren (Juniperus communis) wurden schon im Altertum als Entwässerungsmittel genutzt. Dioskurides fand die heilende Wirkung bei Husten und Bauchschmerzen. Die Ägypter balsamierten ihre Toten mit Wacholderöl ein. Wacholder wurde früher auch zum Schutz vor Infektionen verbrannt. Heute nutzt man Wacholder wegen seiner entwässernden, ausscheidungsfördernden Wirkung und den antiseptischen Eigenschaften. Wacholderöl wird durch Wasserdampfdestillation der getrockneten Beeren gewonnen. Herkunftsländer sind Südeuropa, Kanada und die USA.

Wirkungen von Wacholderöl

  • Stark antibakteriell
  • Entwässernd
  • Schleimlösend
  • Schmerzlindernd
  • Venentonisierend
  • Ausscheidungsfördernd für Harnsäure (Gicht), Oxalsäure (Nierensteine)
  • Abführend

Anwendungsbereiche von Wacholderöl

  • Harnwegsinfekte, Darmentzündungen, Akne, Dermatitis, nässende Ekzeme
    • Anwendungen: Einreibung, Massage, Bäder
  • Schnupfen, Bronchitis
    • Anwendungen: Inhalation, Bäder
  • Cellulite, Ödeme
    • Anwendungen: Einreibung, Massage, Bäder
  • Nierensteine – fördert die  Ausscheidung von Oxalsäure. Gicht (Ausscheidung von Harnsäure), rheumatoide Arthritis, rheumatische Schmerzen, Zahnschmerzen
    • Anwendungen: Einreibung, Bäder
  • Krampfadern (Varizen), Hämorrhoiden
    • Anwendungen: Einreiben, Bäder
  • Blähungen, Verstopfung
    • Anwendungen: Bauch – Einreibung und Massage

Nebenwirkungen von Wacholderöl

Eine zu hohe Dosierung kann unter Umständen zu Nierenentzündung führen.

Gegenanzeigen für Wacholderöl

Säuglinge, Kleinkinder und Schwangere sollten Wacholderöl nicht innerlich anwenden. Auch bei der äußeren Anwendung bei Säuglingen nur niedrigst dosieren (weniger als 0,5 %).

Zitrone

Antiinfektiös, schmerzlindernd, krampflösend, insektizid, tonisierend

Der Zitronenbaum (Citrus limonum) stammt ursprünglich aus China. Im 12. Jhdt. haben ihn Araber in Sizilien eingeführt und heute wird er im ganzen Mittelmeerraum angebaut. Seit dem 17. Jhdt. kennt man die heilenden Eigenschaften der Zitrusfrucht. Anerkannt wurden sie erst endgültig, als Seefahrer entdeckten, dass sie mit ihr dem Skorbut vorbeugen konnten. Zitrone ist frisch, männlich und konzentrationsfördernd. In einer Studie in Japan wurde die Raumluft mit Zitrone aromatisiert. Ergebnis: Es gab nur noch die Hälfte der Tippfehler!

Die Frische der Zitrone wird mit Sauberkeit assoziiert. Oft enthalten Putzmittel eine synthetische Zitrus-Duftnote. Zitronenduft wirkt nicht nur reinigend. Das ätherische Öl ist stark antiseptisch. Es kann zur natürlichen Desinfektion, z.B. der Luft, auch in Krankenhäusern, verwendet werden. Von den antiviralen Eigenschaften profitieren Sie bei Erkältung und Herpes. Zitronenöl wird durch Kaltpressung der Schalen gewonnen.

Auch hier wichtig: Verwenden Sie nur Bio-Qualität! Sonst finden sich Spritzmittel und Co. in Ihrem Öl.

Wirkungen von Zitronenöl

  • Antiviral, antibakteriell,
  • Anregend auf die Venentätigkeit
  • Blutverdünnend
  • Verdauungsfördernd
  • Anregung des Gallenflusses
  • Lösende Wirkung auf Nieren- und Gallensteine
  • Geistig erfrischend und klärend
  • Konzentrationsfördernd

Anwendungsbereiche von Zitronenöl

  • Infektionen der Atemwege, insbesondere Mandelentzündung (Arzt!)
    • Anwendungen: Trockene Inhalation, Einreibung
  • Herpes
    • Anwendung: Auftragen
  • Leichte Leberschwäche, Stagnation Gallefluss
    • Anwendung: Auflage
  • Verdauungsschwäche mit Blähungen
    • Anwendung: Bauch einreiben und massieren
  • Venenschwäche, Krampfadern (Varizen), unterstützend bei Venenentzündungen
    • Anwendungen: Auflagen, Einreiben
  • Nierensteine, Gallensteine
    • Anwendung: Einreibung
  • Luftdesinfektion
    • Anwendung: Raumspray, trockene Inhalation
  • Konzentrationsschwäche, Rekonvaleszenz, Ängste
    • Anwendung: Raumspray, trockene Inhalation

Nebenwirkungen von Zitronenöl

Zitronenöl kann die Lichtempfindlichkeit erhöhen. Deshalb sollten Sie nach der Anwendung von Zitronenöl auf der Haut direkte Sonnenbestrahlung vermeiden.

Gegenanzeigen von Zitronenöl

Keine innere Anwendung bei Säuglingen, Kleinkindern und Schwangeren!

Zypresse

Adstringierend, venentonisierend, verdauungsfördernd, konzentrationsfördernd

Die Zypresse (Cupressus sempervirens) steht majestätisch und wie in sich zusammengezogen in der Landschaft. Sie symbolisiert die Reduktion auf das Wesentliche. Alles wird zusammengezogen, Unnötiges herausgepresst. Zurück bleibt klare Struktur, die Essenz. Die Zypresse ist immergrün. Die alten Ägypter und die Römer weihten sie ihren Göttern des Todes. Auch wir haben die Assoziation Friedhofspflanze, wo sie Trost für das immerwährende Leben auch nach dem Tod spenden kann. Sempervirens heißt unzerstörbar, immerwährend.

Zypressenöl konzentriert nicht nur in der Seele und im Geist. Es wirkt auch adstringierend (zusammenziehend) auf schwaches Bindegewebe und Gefäßwände und hat blutstillende Eigenschaften. Es reduziert, wo zu viel Fülle ist: Bei Hitzewallungen, beim Bluten, Fußschweiß, verschleimtem Husten, fettiger Haut und Hämorrhoiden. Das Zypressenöl wird in den Ländern rund um das Mittelmeer durch Destillation der Zweige und Nadeln gewonnen. Zypressenöl riecht balsamisch-süß und rauchig.

Wirkungen von Zypressenöl

  • Stark adstringierend
  • Anregend auf den Lymphfluss
  • Tonisierend auf Venen
  • Antibakteriell
  • entzündungshemmend
  • Verdauungsfördernd
  • Konzentrationsfördernd
  • Tröstend, wiederherstellend bei Kummer und Angst

Anwendungsbereiche von Zypressenöl

  • Lymphödem, Cellulite, schwaches Bindegewebe
    • Anwendung: Einreibung
  • Krampfadern (Varizen), Hämorrhoiden
    • Anwendung: Auftragen
  • Ödeme, offenes Bein (Ulcus cruris). Fettige Haut, Wunden.
    • Anwendungen: Auftragen, Auflagen
  • Begleitend bei Gutartiger Prostatavergrößerung und Bettnässen
    • Anwendung: Unterleib und unterer Rücken einreiben
  • Verdauungsstörungen mit Blähungen (Bauchspeicheldrüsenschwäche), Menstruationsschmerzen, starke Regelblutung
    • Anwendung: Bauch einreiben und massieren
  • Begleitend bei Husten, Keuchhusten, krampfhafter Bronchitis, Rippenfellentzündung, Asthma bronchiale
    • Anwendungen: Trockene Inhalation, Einreibung
  • Konzentrationsschwäche, Erschöpfung, Trauer
    • Anwendungen: Raumspray, trockene Inhalation, Massage, Bäder

Nebenwirkungen von Zypressenöl

Nebenwirkungen sind bisher keine bekannt.

Gegenanzeigen von Zypressenöl

Nicht in der Schwangerschaft und bei einer Mastopathie (Knoten und Schmerzen in der Brust) anwenden!

Nicht innerlich bei Säuglingen, Kleinkindern und Schwangeren anwenden! Bei äußerlicher Anwendung von Säuglingen nur in niedrigster Dosis (unter 0,5 %) verwenden.

Quellen:

Fischer-Rizzi, S.: Himmlische Düfte, Aromatherapie, AT Verlag, 2002

Wabner, D., Beier, C.: Aromatherapie, Urban & Fischer, 2. Auflage 2012

Bühring, U.: Praxis-Lehrbuch Heilpflanzenkunde, Haug-Verlag, 4. Auflage 2014

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Beate Helm Astrologie Expertin
Beate Helm

Beate Helm ist Chefredakteurin von "Heilen mit den Sternen – Ganzheitliche Gesundheit mit den Methoden der Astromedizin" bei unserem Verlag.

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