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Gesundheit der Haut

(Foto: Siniehina - Adobe Stock)

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Vor mittlerweile 2,5 Jahren wurden wir von der Corona-Pandemie überrascht, die unsere Welt aus den Angeln hob. Die Todesfälle stiegen sprunghaft an, die Glücklicheren unter uns überstanden schwere Erkrankungen, verursacht durch Covid-19. Um die Ausbreitung in Grenzen zu halten, stand in vielen Bereichen unseres Lebens das Tragen von Masken auf dem Programm. Dies gilt teilweise auch heute noch oder wird zumindest dringend empfohlen. Für viele Menschen ist die Maskennutzung schwierig, da ihre Gesichtshaut negativ reagiert. Dieses Problem wird mit „Maskne“ bezeichnet, einem Begriff, der sich aus „Maske“ und „Akne“ zusammensetzt. 

Rothaarige haben aufgrund ihrer sehr hellen Haut häufiger Probleme mit dieser als dunkelhäutige Menschen. © 3194556 - Pixabay

Wie entsteht Maskne? 

Um ein neues Hautproblem handelt es sich bei Maskne nicht. Wer im Gesundheitswesen arbeitet, wie beispielsweise Ärzte, leiden bereits seit Langem oftmals unter der maskenbedingten Akne. Bekannt ist sie auch vielen Helmträgern, darunter Motorradfahrer. Im Unterschied zu der Variante, die in der Pubertät aufgrund hormoneller Veränderungen vorkommt, zählt Maskne zu den mechanischen Aknen. Sie wird durch die Reibung des Stoffes auf unserer empfindlichen Gesichtshaut ausgelöst. 

Da Masken vor allem auf der Nasenbrücke, den Wangen sowie dem Kinn aufliegen, sind diese Stellen besonders häufig betroffen. Durch die Reibung wird die Hauptbarriere beschädigt, infolge dessen können kleine Risse entstehen und gereizte Poren vorkommen. Diese begünstigen das Eindringen von Bakterien und Schmutz in unsere Haut, wodurch Entzündungen und Unreinheiten entstehen. Darüber hinaus schwitzen wir unter der Maske, ein Umstand, der ebenfalls für die Entstehung von Akne verantwortlich ist.  

Wer über eine stark ölige Haut verfügt, leidet unter Einfluss der Maske öfter an einer Verstopfung der Poren. Gleiches gilt für Personen, die reichlich Make-up auftragen. Zudem kann ausgeatmete Luft unter dem Mund-Nasen-Schutz nur schwer entweichen, wodurch Akne gleichermaßen begünstigt wird. In der Regel lässt sich Maskne durch eine sorgfältige Hautreinigung und -pflege vorbeugen. 

Behandlung von Maskne 

So wie eine Schwalbe noch keinen Sommer macht, sollte man sich auch nicht vor jedem aufgetauchten Pickel erschrecken. Selbstverständlich ist der Mund-Nasen-Schutz nicht immer daran schuld, trotzdem tritt Maskne manchmal schneller auf als vermutet. Wichtig ist, erste Anzeichen frühzeitig zu erkennen. So kann durch die richtige Pflege die maskenbedingte Akne bereits im Keim erstickt werden. Ärzte empfehlen, bei der Masknen-Behandlung folgende Punkte zu beachten: 

  • die Hauptpflege sollte besonders sanft erfolgen, alternative Medizinproduktewie rein pflanzliche Mittel stellen eine gute Alternative dar 
  • ausschließliche Verwendung von Produkten, die die Hautbarriere nicht noch mehr schädigen 
  • Nutzung zarter Peelings zur vorsichtigen Beseitigung abgestorbener Hautzellen 
  • Gesichtsschaum oder -milch zur Hautreinigung auswählen, sie trocknen die Haut weniger stark aus 
  • nach jeder Säuberung dem Gesicht dringend notwendige Feuchtigkeit durch Auftragen einer speziellen Creme liefern 
  • Produkte, die für die Behandlung gegen Akne hergestellt werden, helfen auch bei einem starken Masknen-Ausbruch 
  • um die natürliche Schutzbarriere der Haut wieder aufzubauen und somit für das Tragen einer Maske zu stärken, empfehlen sich Pflegemittel, die Ceramide beinhalten 
  • bestenfalls trägt man abwechselnd unterschiedliche Maskenmodelle, sodass Reizungen nicht ständig auf bestimmten Hauptpartien erfolgen 
Eine bereits bestehende, hormonell bedingte Akne wird oftmals durch das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes in den entsprechenden Bereichen verstärkt. © SharonMcCutcheon - Pixabay

Vorbeugemaßnahmen gegen Maskne 

Corona bringt uns in einen Zwiespalt: Zum einen trägt das Tragen von Masken zur Eindämmung der Pandemie bei. Zum anderen erschwert uns der Mund-Nasen-Schutz das Leben, wenn durch ihn Maskne entsteht. Nachstehend halten wir einige Tipps bereit, die zur Vermeidung der Erkrankung beitragen können. 

Sorgfältige Reinigung 

Vor und nach dem Tagen der Maske wird das Gesicht am besten sowohl mit warmem Wasser als auch einem sanften Reinigungsgel gesäubert. Dadurch wird so schnell wie möglich verhindert, dass Bakterien und Schmutz in die Haut gelangen. 

Regelmäßig Gesichtscreme nutzen 

Jede Creme, welche die natürliche Barrierefunktion der Gesichtshaut unterstützt, ist perfekt für die regelmäßige Pflege. Die Versorgung mit ausreichend Feuchtigkeit ist von großer Bedeutung, denn durch sie entstehen erst gar keine Risse oder die Reizung von Poren. 

Sparsamkeit bei hautbilderneuernden Seren und Waschpeelings 

Sie können die Haut ebenso reizen wie die Maske selbst. Vor allem, wenn dies schon geschehen ist und zum Beispiel in Form einer Rötung oder Entzündung zum Ausdruck kommt, ist Vorsicht geboten. In diesem Fall sollten ausschließlich äußerst milde Pflegeprodukte verwendet werden. 

Make-up-Verzicht 

Auf Make-up muss nicht gänzlich verzichtet werden, jedoch sollte nur eine leichte Variante während des Maskentragens zum Einsatz kommen. So kann die Verstopfung der Poren und damit ein schneller Ausbruch von Maskne verhindert werden. 

Stoffmasken waschen 

Am besten wäscht man eine Stoffmaske nach jeder Verwendung. Dadurch lassen sich nicht nur Corona-Viren unschädlich machen, sondern ebenfalls genau die Bakterien, die für die Entstehung von Maskne mitverantwortlich sind. 

Das Waschen von Stoffmasken nach jeder Nutzung hilft Maskne vorzubeugen. © congerdesign - Pixabay

Verstärkung bestehender Hauptprobleme durch Mund-Nasen-Schutz 

Betroffene, die bereits von Akne betroffen sind, leiden oft noch stärker unter dem Tragen einer Maske. Zur Gesichtspflege sollten nicht-komedogene Produkte genutzt werden, sie vermeiden die Bildung von Mitessern. Die Entfernung von überschüssigem Talg nimmt man bestenfalls mit einem milden Reinigungsgel vor. 

Das Leben allein mit Neurodermitisist schwer genug. Damit sich die Beschwerden durch den Mund-Nasen-Schutz nicht noch verstärken, sollte auf eine extrem gute Feuchtigkeits-Prophylaxe zugegriffen werden. Es gibt zahlreiche hervorragende Produkte, die sowohl Feuchtigkeit spenden als auch die Hautbarriere stärken und gleichzeitig Juckreiz lindern. 

Ausgetrocknete Lippen sowie eingerissene Mundwinkel sind ein weit verbreitetes Problem, das häufig ganzjährig auftaucht. Masken sind häufig für eine Verschlimmerung verantwortlich. Speziell entwickelte Pflegeprodukte wie Balsam tragen dazu bei, dass sich die gesamte Mundpartie beruhigt. Darüber hinaus beugen sie der Austrocknung vor. 

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