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Coronavirus: Warum ist es so gefährlich?

Das Coronavirus beherrscht seit Anfang 2020 den Alltag in vielen Teilen der Welt und noch ist kein Pandemieende in Sicht. Doch warum ist das Virus so gefährlich und weshalb ist es so wichtig, sich impfen zu lassen? (Foto: shintartanya - Adobe Stock)

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Inhaltsverzeichnis

Seit Anfang 2020 ist das Coronavirus nun ein fester Bestandteil des Alltags aller Menschen weltweit. Am 01. Dezember 2019 ist im chinesischen Wuhan der erste Fall einer rätselhaften Lungenerkrankung bekannt geworden und der Rest ist schon längst Geschichte.

Coronavirus: Wie verlief die Entwicklung?

Das Virus bahnte sich seinen Weg um den Erdball und in Deutschland wurde es erstmalig am 27. Januar 2020 nachgewiesen. Am 16. März 2020 wurde der erste Lockdown in Deutschland beschlossen, der ab dem 22. März 2020 in Kraft trat und bis zum 04. Mai 2020 dauerte. Viele andere Länder rund um den Globus verhängten ebenfalls Lockdowns und Milliarden von Menschen durchlebten einen bis dahin noch nie dagewesenen Ausnahmezustand, der in Teilen bis heute andauert.

Nach einem Sommer mit niedrigen Infektionszahlen folgte in Deutschland ab November 2020 ein weiterer Lockdown aufgrund einer erneuten Infektionswelle im Winter 2020/2021, der viele Menschen an den Rand ihrer Belastbarkeit brachte.

Rund 5,8 Millionen bestätigte Corona-Fälle gab es zwischen Januar 2020 und November 2021 in Deutschland. An und mit dem Virus gestorben sind innerhalb dieses Zeitraums mehr als 100.000 Menschen (Quelle: https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Fallzahlen.html, Stand 29.11.2021).

Coronavirus: Warum ist es so gefährlich?

Schnell war klar, dass das Coronavirus gefährlich ist und potenziell tödlich sein kann. Die Krankheit Covid-19, die durch das Coronavirus ausgelöst werden kann, zählt zu den meldepflichtigen Infektionskrankheiten. Zwar gibt es auch viele milde Verläufe oder Menschen, die trotz Infektion keinerlei Symptome zeigen, die traurigen Todeszahlen belegen jedoch, dass es nicht für jeden Infizierten glimpflich ausgegangen ist.

Warum das Coronavirus so gefährlich ist, ist einer der Umstände, die Forscher seit Pandemie-Beginn untersuchen. Mittlerweile konnten einige Risikofaktoren identifiziert werden, die die Wahrscheinlichkeit erhöhen, schwerer an Covid zu erkranken:

Auch Rauchen steht im Verdacht, das Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf zu erhöhen.

Ein weiterer entscheidender Faktor ist das Alter. Mit dem 50. Lebensjahr steigt das Risiko einen schweren Covid-Verlauf zu erleiden an. Insbesondere bei den 80- bis 89-jährigen ist die Todesrate hoch.

Doch selbst wenn all diese Faktoren auf Sie nicht zutreffen, gibt es keine Garantie, dass Sie einen milden Covid-Verlauf erleiden und die Erkrankung folgenlos ausheilt. Es sind auch Fälle bekannt, bei denen junge, völlig gesunde Menschen an Covid-19 gestorben sind. Warum das Coronavirus so gefährlich ist, liegt also in erster Linie daran, dass es unberechenbar ist. Während manche Menschen nicht mal merken, dass sie überhaupt infiziert sind, versagt bei anderen die Lunge, sie müssen künstlich beatmet werden oder sie leiden nach ihrer Infektion unter Long Covid.

Gefährliches Coronavirus: Wie ansteckend ist es?

Was das Virus außerdem gefährlich macht ist, dass es hochansteckend ist. Die Delta-Variante, die für den Großteil der Infektionen in Deutschland verantwortlich ist, ist ansteckender als die vorherigen Virus-Typen Alpha oder Beta.

Über die Luft werden die Viren weitergetragen, weshalb Masken, Abstand, gute Belüftung, das Meiden von Innenräumen und zusätzliche Handhygiene die Maßnahmen sind, die nun schon seit 2020 angewendet werden, um die Ansteckungsgefahr mit dem Virus zu verringern.

Um die Übertragung des gefährlichen Virus einzudämmen, werden Masken, ein Mindestabstand, häufiges Händewaschen sowie Kontaktbeschränkungen empfohlen. © juliasudnitskaya | Adobe Stock

Warum macht Long Covid das Coronavirus noch gefährlicher?

Eine Gefahr, die vom Coronavirus ausgeht, ist nicht nur die Infektion selbst, sondern auch die Langzeitfolgen der Infektion. Long Covid betrifft in Deutschland schätzungsweise rund 500.000 Menschen, die auch Monate nach der überstandenen Infektion noch unter Gesundheitsproblemen leiden, wie:

  • Atembeschwerden
  • Geschmacks- und/oder Geruchsverlust
  • Müdigkeit
  • Erschöpfung
  • Eingeschränkte Belastbarkeit
  • Brustschmerzen
  • Schlaflosigkeit
  • Kopfschmerzen

Mit jeder Infektion, die hinzukommt, steigt auch die Wahrscheinlichkeit eines weiteren Long Covid-Patienten an.

Coronavirus: Wie steht es um die Impfkampagne in Deutschland?

Ein Meilenstein bei der Bekämpfung des Virus ist die Impfung, die einige Pharmahersteller fast parallel im Jahr 2020 entwickelt haben, darunter:

  • BioNTech
  • Moderna
  • AstraZeneca
  • Johnson & Johnson

Die ersten beiden sind sogenannte mRNA-Impfstoffe, während die letzten beiden sogenannte Vektorimpfstoffe sind. Sie schützen alle zuverlässig vor schweren Krankheitsverläufen sowie vor dem Tod, verhindern jedoch nicht komplett, dass sich Menschen doch noch mit dem Virus infizieren. Deshalb gibt es auch zahlreiche Geimpfte, die sich mit Corona anstecken, allerdings verlaufen viele Fälle mild.

Mittlerweile ist jedoch bekannt, dass die Wirksamkeit der Impfung im Laufe der Zeit nachlässt. Daher wird nun eine Booster-Impfung empfohlen, die alle geimpften Bürger nach sechs Monaten erhalten sollen (bei Johnson & Johnson wird sogar ein Zeitraum von vier Wochen empfohlen).

Die Impfquote liegt in Deutschland zurzeit bei knapp 69 Prozent – das sind rund 57 Millionen Menschen, die vollständig geimpft sind (Quelle: https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Daten/Impfquotenmonitoring.html, Stand: 29.11.2021). Für eine Herdenimmunität ist das zu wenig und andere Länder in Europa und in der Welt sind den Deutschen in Sachen Impfbereitschaft mittlerweile meilenweit voraus.

Warum machen Mutationen das Coronavirus so gefährlich?

Eine weitere Gefahr, die vom Coronavirus ausgeht, sind Mutationen. So wurde der zuerst aufgetretene sogenannte „Wildtyp“ des Coronavirus, also die Urform des Erregers, von der Delta-Variante abgelöst, die die vorherrschende Variante des Virus in Deutschland ist. Sie ist deutlich ansteckender als der Wildtyp und auch als die darauffolgenden Alpha-, Beta- und Gamma-Mutation.

Zwar wirken die bisher entwickelten Impfstoffe auch gegen die Delta-Mutation, allerdings ist die Wirksamkeit gegen symptomatische Infektionen im Gegensatz zur Alpha-Variante um 10 bis 20 Prozentpunkte abgesenkt. Ende November 2021 wurde eine weitere Mutation des Virus bekannt, die Omikron-Variante. Sie ist eine Weiterentwicklung der Delta-Variante.

Die verschiedenen Mutationen des Coronavirus stellen eine besondere Gefahr dar. © peterschreiber.media | Adobe Stock

Die Gefahr, die von Mutationen im Allgemeinen ausgeht, ist, dass sie aggressiver oder ansteckender sein können als der bisherige Typ. Ebenfalls besteht die Gefahr, dass die Mutation dem Impfschutz entkommt und die Impfungen somit nicht mehr ausreichend wirksam sind, um vor einem schweren Verlauf zu schützen. Insgesamt gilt: Je länger eine Pandemie dauert, desto mehr Infektionen gibt es und desto stärker steigt das Risiko für Mutationen.

Mutationen passieren insbesondere bei der Weitergabe des Virus unter ungeimpften Personen, weshalb es umso wichtiger ist, die Impfquote weltweit noch zu erhöhen. Je mehr Personen es ohne Impfschutz gibt, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass das Virus weiter mutiert. Wenn eine Variante auftaucht, bei der der bestehende Impfschutz nicht mehr greift, steht die Welt wieder bei Null.

Wie hoch ist die Sterblichkeitsrate bei Corona?

Die sogenannte Letalitätsrate, also die Rate der Sterblichkeit, liegt bei einer Infektion mit dem Coronavirus in Deutschland bei 2,1 Prozent. Das heißt, dass 2,1 Prozent aller infizierten Personen sterben. (Quelle: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1103785/umfrage/mortalitaetsrate-des-coronavirus-nach-laendern/)  Die höchste Letalitätsrate der Welt hat Mexiko mit 8,31 Prozent, gefolgt von:

  • Russland 3,19 Prozent
  • Brasilien 2,81 Prozent
  • Italien 2,79 Prozent
  • Frankreich 2,24 Prozent

(Quelle: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1103785/umfrage/mortalitaetsrate-des-coronavirus-nach-laendern/, Stand: 29.11.2021).

Allerdings sind diese Zahlen nicht absolut, schließlich hängt der Bezug zwischen Todesfällen und gemeldeten Fällen auch davon ab, wie viele Fälle in einem Land überhaupt erkannt werden, also wie viele Tests durchgeführt werden. Schließlich geht man immer noch von hohen Dunkelziffern aus, da auch nicht jede Infektion symptomatisch verläuft.

Coronavirus: Wie kommen wir aus der Pandemie heraus?

Entscheidend, um das Coronavirus weniger gefährlich zu machen, ist nicht nur die Booster-Impfung, sondern das Schließen der Impflücke. Noch mehr Ungeimpfte müssen von einer Impfung überzeugt werden, um auch weiteren Mutationen vorzubeugen.

In Ländern wie Portugal, Spanien, Singapur oder den Vereinigten Arabischen Emiraten sind deutlich weniger Hygienemaßnahmen nötig, da dort deutlich mehr Menschen geimpft sind (zum Teil über 90 % wie zum Beispiel in Singapur). Die Impfung ist das beste Mittel, um dem Coronavirus seine Gefahr zu nehmen und über kurz oder lang wieder in die Normalität zurückzukehren. In Deutschland sind derzeit noch Maßnahmen wie die Maskenpflicht, Abstandsregeln oder Kontaktbeschränkungen nötig, damit es nicht zur Überlastung des Gesundheitssystems kommt. Wie lange das noch so bleibt, ist derzeit ungewiss.

Die Impfung gegen Corona schützt nicht nur Sie selbst, sondern auch vor einer unaufhörlichen Verbreitung des Virus. © guerrieroale | Adobe Stock

Coronavirus: Ist die Impfung gefährlich?

Es gibt immer noch viele impfunwillige Menschen in Deutschland, die entweder Angst vor der Impfung haben oder sich aus Prinzip nicht impfen lassen wollen. Dabei wurden mittlerweile weltweit mehr als 7,8 Milliarden Impfstoffdosen verabreicht (https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1195157/umfrage/impfungen-gegen-das-coronavirus-nach-laendern-weltweit/, Stand: 29.11.2021). Die Impfung wurde vor ihrer Zulassung ausgiebig getestet und schwere Nebenwirkungen sind selten.

Wer sich trotz Impfung infiziert, kann in den meisten Fällen mit milden Symptomen rechnen, die einer Grippe ähneln. Außerdem wird nicht nur das eigene Risiko für eine Krankenhauseinweisung reduziert, sondern mit der Impfung werden auch andere geschützt. Geimpfte sind insbesondere in den ersten Monaten nach der Impfung weniger infektiös und können somit nicht so leicht zur Verbreitung des Virus beitragen.

Fazit und Ausblick

Die Coronapandemie hält seit Anfang 2020 an und neben all dem Leid und den Todesfällen, die das Virus bisher verursacht hat, sind viele Menschen zudem müde von Lockdowns, Kontaktbeschränkungen, Hygienemaßnahmen und Angst – vor einer Infektion und ihren Folgen, vor dem Anstecken anderer sowie um ihre psychische Gesundheit und die wirtschaftliche Stabilität. Schließlich bedroht die Pandemie auch viele Existenzen.

Impfen ist das wirksamste Mittel, um die Pandemie zu beenden und auch kurzfristig die Belastung auf den Intensivstationen zu verringern. Unter fehlenden Intensivbetten leiden nämlich nicht nur zukünftige Covid-Patienten, sondern auch Menschen, die aus anderen Gründen ein Intensivbett brauchen. Die Situation ist weiterhin hochdynamisch und verändert sich zum Teil täglich. Der Weg heraus der Pandemie geht aus wissenschaftlicher Sicht nur über eine möglichst hohe Impfquote – und das global.

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