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Mammografie: Vorteile, Risiken & Ablauf der Untersuchung

Frauen zwischen 50 und 69 haben ein Anrecht auf kostenlose Reihenuntersuchungen auf Brustkrebs. Die Mammographie ist die Röntgen-Darstellung der weiblichen Brust. Erfahren Sie hier, wann eine solche Untersuchung wirklich sinnvoll ist: (Foto: LIGHTFIELD STUDIOS | Adobe Stock)

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Eine Mammographie ist eine Röntgen-Untersuchung der weiblichen Brust, die man im Bedarfsfall auch an Männern durchführt. Sie eignet sich zur Diagnose und Früherkennung von Brustkrebs, der bei Frauen die häufigste Krebs-Erkrankung darstellt.

Der  beste Zeitpunkt für eine Mammographie für Frauen im gebärfähigen Alter ist während oder in der 1. Woche nach der Periode. Dann lagert das Brustgewebe hormonell bedingt am wenigsten Wasser ein und der Arzt kann das Röntgenbild leichter beurteilen.

Die Untersuchung kann er in dringenden Fällen jederzeit durchführen. Bei Frauen nach der Menopause spielt der Zeitpunkt der Untersuchung keine Rolle.

In Deutschland führt eigens geschultes Personal Mammographien durch.

Mammographie: Ablauf der Untersuchung

Während der Mammographie drückt man die Brust zusammen, um die Strahlung niedrig zu halten. Zu diesem Zweck setzt der Arzt darüber hinaus Film-Folien-Kombinationen bei der Untersuchung ein.

Einige Patientinnen empfinden dieses Zusammendrücken als unangenehm bis leicht schmerzhaft. Man kann zudem auch Schmerzen empfinden, wenn eine technische Hilfskraft Ihre Brüste gegen den Röntgenschirm drückt.

Doch gerade dieser feste Druck ermöglicht eine gute Darstellung und erleichtert die  Entdeckung von Krebszellen.

Grundsätzlich röntgt man immer beide Seiten, sodass Vergleiche möglich sind und man nichts übersieht. Man fertigt bis zu 3 Mammographie-Aufnahmen pro Seite an:

  1. eine durchleuchtet das Gewebe von oben nach unten,
  2. eine seitliche Aufnahme der Brust
  3. und in manchen Fällen eine Schräg-Aufnahme mit Achselhöhle.

Die Mammografie zeigt hauptsächlich 3 Faktoren:

  1. eine Asymmetrie (Ungleichmäßigkeit) zwischen links und rechts,
  2. einen „Schatten“ (Herd)
  3. oder Mikrokalk-Einlagerungen.

So erleichtern Sie sich die Untersuchung

Einige Frauen empfinden eine Mammographie als extrem unangenehm. Spezielle Tipps erleichtern Ihnen diese Prozedur unter Umständen:

  • Nehmen Sie 1 oder 2 Std. vor der bevorstehenden Mammographie ein leichtes Schmerzmittel wie Ibuprofen oder Paracetamol ein.
  • Vermeiden Sie es, Ihre Muskeln während der Mammographie anzuspannen. Das gelingt Ihnen z. B., indem Sie seufzen, kurz bevor man die Brust in dem Gerät positioniert. Wenn Sie leicht in die Knie gehen, entspannt das ebenfalls.
  • Wenn der Röntgen-Assistent Sie zum Anhalten des Atems auffordert, halten Sie ihn für einen Moment an. Atmen Sie nicht vorher tief ein. Wenn Sie das tun, spannt sich Ihr Körper an und bewegt sich von dem Röntgengerät weg – das tut unter Umständen weh.
  • Kurz vor den Wechseljahren sollten Sie die Mammographie so planen, dass sie in der 1. Hälfte Ihres Menstruations-Zyklus liegt. Dann fühlen sich die Brüste i. d. R. weniger empfindlich an.
  • Empfinden Sie trotz allem starke Schmerzen? Fragen Sie bei Ihrem Röntgen-Institut oder dem Arzt nach, ob es dort spezielle Polster-Zusätze für die Platten des Mammographie-Geräts gibt. Diese weichen Schaumgummi-Polster helfen insbesondere dann, wenn Sie gerade eine Brust-OP oder eine Strahlen-Therapie hinter sich haben oder wenn Ihre Brüste empfindlich sind.
  • Zur Dämpfung weiterer Ängste sollte man eine Untersuchungs-Einrichtung mit weiblichen Hilfskräften aufsuchen. Erzählen Sie ihnen, dass es sich um Ihre 1. Untersuchung handelt und Sie wegen dieser unangenehmen Sache besorgt sind.
  • Die Begleitung einer Freundin mit Mammographie-Erfahrung kann außerdem hilfreich sein.

Mammographie: Sinnvoll oder nicht?

Aus einer Mammografie einen Befund zu erheben, ist schwierig:

  • bei jüngeren Frauen, die ihre Menstruationen  haben,
  • in der Schwangerschaft und Stillperiode
  • sowie für Frauen, die Hormone einnehmen.

Bei ihnen ist das Gewebe sehr dicht, so dass sich Karzinome gut „verstecken“ können. Es bleibt oft zur Klärung einer Verdachts-Diagnose lediglich der direkte Weg durch eine Gewebe-Probe (Biopsie).

Experten diskutierten u. a. daher den Nutzen einer vorbeugenden Mammographie in den letzten Jahren kritisch. Erfahren Sie hier, wann eine Mammografie für Sie wirklich sinnvoll sein kann.

Vorteile der Mammografie

Das sind die entscheidendsten Vorteile der Mammographie:

  • Sie macht sogar sehr kleine, nicht tastbare Tumoren und Kalk-Ablagerungen (eventuelle Vorstufen von Krebs) in einem frühen Stadium sichtbar.
  • Sie erhöht die Heilungs-Chancen: Bei einer Größe bis zu 1 cm liegen diese nach DKFZ-Angaben statistisch bei 90%, bei einer Größe von 2 – 3 cm bei 60%.

In den Modell-Projekten zum Mammographie-Screening entdeckte man bei 1 von 100 Teilnehmerinnen tatsächlich Brustkrebs. Dabei war mehr als 1/3 der Tumore kleiner als 1 cm. Damit rettet die Mammografie-Reihenuntersuchung tatsächlich Leben.

Nachteile des Screenings

Die Vorteile der Reihenuntersuchung gelten für Frauen zwischen 50 und 69 Jahren.

Für jüngere Frauen empfiehlt sich das Verfahren nicht, weil das Brustgewebe vor der Menopause zu strahlenempfindlich reagiert und es unter Umständen sogar Tumore auslöst.

Frauen über 70 Jahren nehmen nicht an der Reihenuntersuchung teil, weil ihr Todes-Risiko durch andere Erkrankungen höher ist als das durch Brustkrebs. Dies erläutert das Deutsche Krebsforschungs-Institut – ein fast schon zynisches Argument!

Nicht alle Tumore werden entdeckt

Leider erlaubt die Mammografie keine 100%ig sichere Diagnose; sie kann sowohl falschen Alarm geben als auch trügerische Sicherheit vermitteln.

Und damit nun zu den wichtigsten Nachteilen der Untersuchung:

  • falsch-positive Befunde – nach DKFZ-Berechungen 25% innerhalb von 20 Jahren. D. h. jede 4. Frau bestellt man innerhalb von 20 Jahren wegen falschen Alarms zur Nachuntersuchung ein.
  • Treffsicherheit von maximal 75%: D. h. 25% der zum Zeitpunkt der Mammografie vorhandenen Tumore entdeckt das Verfahren nicht.
  • erhöhte Krebsgefahr durch Röntgen-Strahlung (DKFZ: 1 tödlicher Brustkrebs pro 1.000 Frauen zusätzlich)

Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, dass das Screening schnell wachsende Tumore nicht erfasst.

Niemand zwingt Sie!

Viele Frauen fürchten, im Falle von sich nicht weiter entwickelnden Mini-Tumoren (in-situ-Tumore) zu belastenden Chemotherapien gezwungen zu sein. Solchen Therapien müssen Sie sich nicht unterziehen.

Hier versuchen Sie z. B. zunächst eine  biologische Immun-Therapie (z. B. nach Dr. Reckeweg oder Professor Enderlein). Dies geschieht natürlich unter engmaschiger Kontrolle des Tumor-Verhaltens per Mammografie oder  Kernspintomografie.

Lassen Sie sich Zeit bei Ihrer Entscheidung! Holen Sie sich Rat bei einem Arzt Ihres Vertrauens oder bei Beratungsstellen!

Entscheiden Sie sich für eine Mammografie, nehmen Sie 1 Tag vor und unmittelbar nach der Untersuchung jeweils 5 Streukügelchen des homöopathischen Mittels Bellis perennis C 30 ein: Dieses Mittel fördert die Erholung Ihres Brustgewebes von der Quetschung während der Untersuchung.

2 wichtige Argumente für die Mammographie

Ziehen Sie eine Mammografie in Erwägung, wenn:

  • Sie ein erhöhtes erbliches Risiko haben (v. a. wenn Ihre Mutter oder Schwester vor dem 40. Lebensjahr an Brustkrebs erkrankte).
  • Sie über mehrere Jahre Hormone (Hormonersatz-Therapie oder Pille) einnahmen, da diese Ihr Brustkrebs-Risiko erhöhen.

Die Mammografie erfasst nicht alle Tumore. Besprechen Sie daher bei sehr starken Ängsten vor einer Brustkrebs-Erkrankung mit Ihrem Arzt, ob Sie sich besser der genaueren Kernspintomografie unterziehen. Diese bezahlen Sie allerdings aus eigener Tasche.

Mammographie im Alter nötig?

Auch im höheren Alter sollten Sie sich einer solchen Untersuchung unterziehen, denn Ihr Risiko für Brustkrebs steigt mit zunehmendem Alter an; mit 85 Jahren beträgt die entsprechende Wahrscheinlichkeit 1:9.

Der Schlüssel zur Minderung des Risikos, mit 50 und älter an Brustkrebs zu sterben, ist eine frühe Entdeckung des Tumors durch jährlich stattfindende Mammographien.

Die meisten Ärzte und Kliniken, die Mammographien routinemäßig durchführen, haben ein offenes Ohr für Einwände hinsichtlich Zurückhaltung und Beschwerden.

Fazit: Regelmäßige Mammografien retten Leben

Es besteht die Möglichkeit, dass eine Frau, die regelmäßig an Mammographie-Screenings teilgenommen hat, nie an Brustkrebs erkrankt.

So senken Frauen über 40 nach einer in den USA veröffentlichten Studie deutlich das Risiko, an Brustkrebs zu sterben, wenn sie regelmäßig eine  Mammografie vornehmen.

Die Mayo Clinic unterstützte diese Studie der U.S. Preventive Service Task Force: Sie erklärt, dass die Ärzte Brustkrebs durch eine Mammografie nicht in jedem Fall entdecken.

Dennoch ist es die zurzeit beste und genaueste Vorsorge-Maßnahme, um Brustkrebs in einem frühen Stadium zu entdecken; nur durch eine frühzeitige Diagnose entfernt man den Tumor, ohne dass sich Metastasen im Körper ausbreiten.

Da selbst durch Mammografien einige Tumore unentdeckt bleiben, ist eine regelmäßige ärztliche Untersuchung und eine monatliche Selbstuntersuchung besonders wichtig.

Ihr Arzt sollte jeden von Ihnen ertasteten Brustknoten auf Brustkrebs untersuchen, auch wenn er durch eine Mammografie nicht sichtbar ist.

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