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Grippe - Ursachen, Behandlung & Schutzimpfung

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Steckbrief: Grippe

Definition: Influenza (echte Grippe) ist eine hochansteckende Infektionskrankheit

Symptome: Ausgeprägtes Krankheitsgefühl, hohes Fieber, Schüttelfrost, Reizhusten

Ursache: Influenzaviren, Übertragung durch Tröpfcheninfektion

Diagnose: Durch Merkmale wie plötzliches, starkes Fieber; Influenza A/B Schnelltest; Labortests

Behandlung: Symptomatisch; Medikamente & Hausmittel werden genutzt

Definition Influenza: Was ist eine Grippe?

Die Grippe (Influenza oder echte Grippe) ist eine saisonal auftretende hochansteckende Infektionskrankheit. Diese wird durch Influenzaviren ausgelöst und gilt als eine der am häufigsten auftretenden Erkrankungen der Atemwege des Menschen.

Übertragen wird die Grippe per Tröpfcheninfektion. Einmal angesteckt, leiden Betroffene unter hohem Fieber, Schüttelfrost und einem ausgeprägtem Krankheitsgefühl. In Deutschland trifft die Influenza jedes Jahr, besonders in den Herbst- und Wintermonaten, Tausende Menschen.

Was ist eine Infektionskrankheit?

Infektionskrankheiten sind durch Viren, Bakterien oder Pilze ausgelöste Erkrankungen. Betroffen sind Menschen, Tiere und Pflanzen. Je nach Erreger unterscheiden sich sowohl der zeitliche Verlauf der Erkrankung als auch die Symptome. Ebenso sind die Ansteckungswege und Behandlungsmöglichkeiten von Erreger zu Erreger unterschiedlich.

Eine Gemeinsamkeit stellt jedoch die hohe Übertragbarkeit der Infektionskrankheit dar, wobei diese auch vom Erreger abhängt. Ein wichtiges Glied bildet das Immunsystem. Je schwächer dieses ist, desto schutzloser ist man den Erregern ausgeliefert. Im Ergebnis sorgt ein schwaches Immunsystem also dafür, dass man häufiger erkrankt.

Was ist der Influenzavirus?

Wie bereits erwähnt, wird die echte Grippe durch Influenzaviren ausgelöst. Diese gehören zur Familie der Orthomyxoviridae (RNA-Viren). Sie sind mit einem Durchmesser von 80 – 120 Nanometern mit dem bloßen Auge nicht zu erkennen und werden per Tröpfcheninfektion verbreitet.

Die Influenzaviren können in Influenza-A-, Influenza-B- und Influenza-C-Viren unterteilt werden. Während die Influenza-C-Viren nur leichte Erkrankungen auslösen, sind es vor allem die anderen beiden Virenstämme, die zum Teillebensbedrohlich werden und Epidemien auslösen können.

Unterschied zwischen Influenza A & Influenza B

In Abhängigkeit vom Virenstamm wird die jeweilige Influenza benannt. Influenza A ist die gefährlichste Ausprägung dieser Erkrankung. Der Influenza-A-Virus ist für viele Todesfälle im Zuge von Epidemien und Pandemien verantwortlich. Weiterhin stellt der Typ A des Erregers auch für andere Säugetiere sowie Vögel eine Gefahr dar, da diese auch daran erkranken können.

Im Gegensatz zur Influenza A verläuft Influenza B oftmals erheblich milder ab. Häufig sind Jugendliche und Kinder von diesem Typ betroffen.

Was ist eine Sommergrippe?

Die sogenannte Sommergrippe ähnelt einer Erkältung. Die Symptome sind nicht ganz so stark wie die der echten Grippe. Im Zuge dessen ist eine Sommergrippe oftmals auch schneller überstanden als ihre länger anhaltende Schwester, die Influenza.

Eine Sommergrippe wird durch die weltweit vorkommenden Enteroviren verursacht. Betroffene brauchen meistens keine medizinische Therapie.

Folgende Symptome sind bei einer Sommergrippe üblich:

  • Fieber
  • Appetitlosigkeit
  • Glieder- & Kopfschmerzen
  • Atemwegsentzündungen
  • Anschwellen der Lymphknoten im Gesicht & am Hals

Meldepflicht bei einer Grippe Diagnose

Um die Influenza besser bekämpfen zu können, wurde ein Gesetz zur Meldepflicht ins Leben gerufen. Bei einem direkten Nachweis der Influenza ist laut Infektionsschutzgesetz (IfSG) eine namentliche Meldung beim Gesundheitsamt einzureichen. Dies übernehmen Laboratorien und Ärzte, die die Influenzaviren entdecken.

Kann man an einer Grippe sterben?

Auch wenn schwere und gar tödliche Verläufe einer Grippe eher selten vorkommen, sind Menschen bereits der Grippe selbst bzw. derer Folgen gestorben. In Deutschland gibt es jährlich ungefähr 5.000 bis 25.000 solcher Todesfälle. Die Spannweite der Todesfälle ist recht groß, da die Zuordnung nicht ganz exakt ist und Influenza in Wellen ausbricht.

Besonders die Risikogruppen trifft dieses Schicksal. Menschen, die älter als 60 Jahre sind oder Personen mit Vorerkrankungen sind nur zwei Beispiele, die besonders gefährdet sind. Das sowieso schon geschwächte Immunsystem dieser Personengruppen wird dann zusätzlich durch die Grippe angegriffen, was fatale Folgen haben kann. Der Weg wird freigemacht für Lungen-, Hirnhaut- oder Herzmuskelentzündungen, um nur einige Komplikationen aufzuzählen.

Hinweis

Gefährdete Personen sollten sich impfen lassen, um eine Grippe vorzubeugen. Aber auch, wenn man sich in keiner der Risikogruppen wiederfindet, macht eine Impfung u. U. Sinn, da sich die Krankheitserreger ständig verändern.

Um herauszufinden, ob Sie zur Influenza-Risikogruppe gehören und sich gegen die Grippe impfen lassen sollten, hilft Ihnen der Selbsttest unter dem folgenden Link.

Link zum Selbsttest: Sind Sie Grippe/Influenza-gefährdet?

Abgrenzung: Vogel- & Schweinegrippe von der Influenza

Die Schweinegrippe (H1N1) ist ebenso eine Form der Influenza wie die Vogelgrippe (H5N1).

Bei schweren Fällen der Schweinegrippe ähneln die Symptome oft denen der Influenza. Bei milderen Formen der Schweinegrippe entsprechen die Symptome häufig denen einer üblichen Erkältung. Das ist der Grund, warum sich Erkrankte oftmals gar nicht im Klaren darüber sind, dass Sie sich mit H1N1 infiziert haben.

Besonders tückisch bei der Schweinegrippe: Zu den Betroffenen zählen auch gesunde Erwachsene. H1N1 kommt darüber hinaus mit zusätzlichen Symptomen wie Durchfall und Erbrechen daher.

Um einiges gefährlicher, ist die Vogelgrippe. Hier treten bei Erkrankung nicht nur hohes Fieber und Husten auf, sondern auch Lungenentzündungen, die tödlich enden können. Glücklicherweise wurde in Deutschland bisher kein einziger Fall der Vogelgrippe bei einem Menschen dokumentiert. Der Virus verbreitet sich fast ausschließlich unter Vögeln. Eine Ansteckung unter Menschen ist grundsätzlich sehr selten.

Große Grippeepidemien in der Geschichte

Eine der verheerendsten Grippeepidemien der Geschichte ist zweifelsohne die Spanische Grippe aus dem Jahre 1918. Entgegen dem, was der Name vermuten lässt, hat die Grippe ihren Ursprung nicht in Spanien. Der Name geht auf eine Meldung der Nachrichtenagentur Reuters zurück. Die spanische Königin sei von der neuen Krankheit schwer betroffen, hieß es.

Heute ist der genaue Ursprung der Krankheit immer noch ungewiss. Experten sind sich allerdings einig, dass der Virus im Gebiet des Mittleren Westens der USA seinen Ursprung hat. Die Symptome der Spanischen Grippe waren unter anderem ein schweres und hohes Fieber sowie heftige Rücken- und Kopfschmerzen. Insgesamt forderte die Epidemie weltweite mindestens 25 Millionen Opfer, wobei einige Quellen von über 50 Millionen berichten.

Andere Pandemien der Geschichte ist beispielsweise der sich von 1957 bis 1968 ausbreitende „Asia-Virus”. Dieser forderte, genauso wie die kurz darauffolgende „Hongkong Grippe” ungefähr eine Millionen Todesopfer.

Im Gegensatz zu einer Pandemie ist eine Epidemie zeitlich und örtlich begrenzt. Eine dieser Epidemien fand z. B. Ende der 1970-iger Jahre statt. Bei der sogenannten „Russischen Grippe” starben weitere 500.000 Menschen.

Ursachen einer Grippe: Was löst eine Influenza aus?

Die echte Grippe bzw. Influenza wird durch die Influenzaviren ausgelöst. Diese Viren sind kleine Krankheitserreger, die dafür verantwortlich sind, dass es zu einer Ansteckung kommt. Übertragen werden diese Viren in der Regel von Mensch zu Mensch durch eine Tröpfcheninfektion.

Was ist eine Tröpfcheninfektion?

Die im Rachenraum oder Atemtrakt ansässigen winzigen Speichel-Tröpfchen gelangen bei einer Tröpfcheninfektion beispielsweise beim Sprechen, Husten, Küssen oder Niesen an die Luft. Die winzigen Tröpfchen schwirren nun in der Luft herum und werden durch die Schleimhäute oder oberen Luftwege von anderen Personen aufgenommen. Wer infiziert ist, ist etwa zwei Tage vor den ersten Symptomen und weitere sieben Tage nach Ausbruch hoch ansteckend.

Neben den Influenza-Viren der echten Grippen werden auch andere Viren durch Tröpfcheninfektion übertragen. Aber auch bakterielle Infektionen können auf diesem Wege von einem Wirt zum nächsten gelangen.

Wie bekommt man eine Grippe?

Infektion durch Influenzaviren

Die Influenzaviren benötigen eine Wirtszelle. Gelangen die Erreger zu ihrem Wirt, so bindet das Hämagglutinin (H) der Virushülle den Fremdkörper an die Rezeptoren der Wirtszelle. Es wird anschließend dieViren-Erbinformation in den Zellkern geschleust.

Als Ergebnis produziert die Wirtszelle nun so lange neue Viren, bis durch das Eiweiß Neuraminidase (N) das Zellmembran aufgebrochen wird und die Viren sich verbreiten können. Diese greifen nun weitere Zellen an, die Influenza bricht als Folge aus.

Influenzaviren mutieren

Unser Immunsystem erkennt normalerweise Erreger, die schon mal eine Erkrankung ausgelöst haben. Als Folge werden Antikörper gebildet, die Viren und andere Erreger in Schach halten sollen. Doch Influenzaviren, insbesondere Influenza-A-Viren, mutieren regelmäßig.

Durch diese Mutationen ändert sich die Zusammensetzung der Virus-Hülle hinsichtlich Neuraminidase (N) und Hämagglutinin (H). Als Folge werden keine Antikörper gebildet, wenn ein mutierter Stamm in den Organismus eindringt. Eine Grippe kann erneut ausbrechen.

Die fehlende Produktion von Antikörpern bei neuen Viren-Stämmen sorgt dafür, dass Grippeepidemien ausbrechen können. Je nach Art des jeweiligen Influenza-Subtypens wird dieser auch benannt, z. B. H1N1 für die Schweinegrippe.

Influenza Diagnose: Wie erkennt man eine Grippe?

Eine Grippe erkennt man häufig daran, dass sie sehr plötzlich auftritt. Gut auszumachen ist die Grippe außerdem an einigen spezifischen Merkmalen.

Grippe Diagnose anhand von Merkmalen

Das wohl eindeutigste Merkmal einer Grippe ist das hohe, sehr starke Fieber, unter dem Betroffene leiden. Dieses kann bis zu vier Tage andauern. Ein allgemeines Unwohlsein lässt ebenfalls im Zusammenspiel auf eine Grippe schließen. Weitere typische Merkmale sind ein quälender Reizhusten und ein stark ausgeprägtes Krankheitsgefühl.

Test-Methoden sichern Anfangsverdacht ab

Besteht durch einige Merkmale ein Verdacht auf eine Grippe, führt der Arzt in der Regel einen Grippe-Nachweis als Test durch. Grundlage ist ein Nasenabstrich durch den Arzt, der vollkommen schmerzlos abläuft.

Der Abstrich wird anschließend entweder vom Arzt mit einem Influenza A/B Schnelltest untersucht oder an ein Labor geschickt, welches den Verdacht bestätigt.

Grippe-Test-Verfahren im Labor:

  • PCR-Test
  • Antigennachweis
  • Viruszucht

Dank der modernen Diagnostik kann eine Grippe heutzutage via Schnelltest bereits binnen 15 Minuten nachgewiesen werden. Die Behandlung der Influenza Symptome kann also umgehend nach der Diagnose beginnen.

Grippe Symptome: Wie äußert sich die Influenza?

Bei einer Influenza klagen Betroffene oftmals über ein sehr ausgeprägtes Krankheitsgefühl. Hinzu kommen ein Gefühl der Appetitlosigkeit und Schweißausbrüche sowie Schüttelfrost. Man fühlt sich abgeschlagen und schwach, weshalb Schonung in der gesamten Zeit von großer Bedeutung ist.

Symptome einer Grippe

Was sind die ersten Anzeichen einer Grippe?

Erste Anzeichen einer Influenza treten oft sehr plötzlich und in großer Intensität auf.

Erste Anzeichen einer Grippe:

  • Hohes Fieber (bis zu 41 Grad)
  • Generelle Abgeschlagenheit
  • Schüttelfrost
  • Schweißausbrüche
  • Kopf- & Halsschmerzen
  • Hustenreiz

Oftmals kommen mit einer Grippe zusätzlich eine gewisse Licht- und Geräuschempfindlichkeit des Erkrankten dazu.

Unterschied zwischen Erkältung, grippalen Infekt & einer Grippe

Die Begriffe Grippe, Erkältung und grippaler Infekt werden oftmals als Synonym verwendet. Man sollte sich aber den Unterschieden bewusst sein. Eine Erkältung oder auch grippaler Infekt ist meist schwächer in der Ausprägung als eine Influenza und auch zeitiger wieder auskuriert. Häufig benötigt man nur wenige Tage bis zu einer Woche für die Genesung.

Ein weiterer Unterschied besteht darin, dass im Gegensatz zur Grippe bei einem grippalen Infekt verschiedene Viren für das Leiden des Betroffenen verantwortlich sein können. Bei einer Grippe sind das ausschließlich Influenzaviren, während es sich bei einem grippalen Infekt beispielsweise um Adeno- oder Rhinoviren, die für die Erkrankung verantwortlich sind, handeln könnte.

Unterschiedlich bei einem grippalen Infekt und bei einer echten Grippe ist auch der Krankheitsbeginn. Bei einem grippalen Infekt ist dieser oftmals schleichend, wohingegen dieser bei einer Grippe schlagartig auftritt. Eine Gemeinsamkeit der beiden Erkrankungen stellt die Tröpfcheninfektion dar. Durch diese werden sowohl die Grippe übertragen, als auch grippale Infekte.

Verschleppte Grippe

Eine verschleppte Grippe kann ernsthafte Folgen haben und sogar zum Tode führen. Wenn die Symptome eine Grippe nach einer Woche noch nicht abgeklungen sind, spricht man von einer Verschleppung der Grippe. Im schlimmsten Fall können die Viren dann dazu übergehen Herz, Gehirn und/oder Lunge anzugreifen.

Im Falle einer verschleppten Grippe ist Ruhe besonders wichtig. Man sollte sich unter keinen Umständen Belastung aussetzten und sich mindestens zwei bis drei Wochen Pause gewähren.

Welche Komplikationen können bei einer Grippe auftreten?

Komplikationen gibt es z. B. bakterieller Art. Die sogenannte Superinfektion ist eine Kombination aus einer Virusinfektion und einer bakteriellen Infektion. Aufgrund des von Viren sowieso schon geschwächtem Immunsystem, haben die Bakterien leichtes Spiel beim zweiten Befallen des betroffenen Gewebes.

Dies kann sich beispielsweise in einer Nasennebenhöhlenentzündung oder Lungenentzündung (Pneumonie) äußern. Letztere ist am häufigsten für einen tödlichen Verlauf einer Grippe verantwortlich.

Ebenfalls sehr gefährlich wird es, wenn bei einer Grippe das Herz oder die Hirnhaut bzw. das Gehirn angegriffen werden. Bei einer Herzmuskelentzündung sollte sich unter keinen Umständen angestrengt werden, da sich sonst das Risiko eines plötzlichen Herztodes erhöht. Bei Einhaltung dieser Regel verläuft diese Art von Entzündung oft ohne weitere Komplikationen und heilt von selbst aus.

Das sieht bei einer Hirnhautentzündung (Meningitis) jedoch anders aus. Diese sollte schnellstmöglich von einem Arzt behandelt werden.

Weitere Komplikationen sind insbesondere bei Kindern eine Mittelohrentzündung.

Grippe therapieren: Wie wird die Influenza behandelt?

Glücklicherweise ist die Influenza grundsätzlich gut zu behandeln. Ein Wundermittel gibt es hingegen nicht, weshalb oft nur symptomatisch behandelt werden kann.

Welche Medikamente helfen gegen eine Grippe?

Entgegen des populären Irrglaubens, dass man für die Behandlung einer Grippe ein Antibiotikum benötigt, ist dies tatsächlich wirkungslos. Ein Antibiotikum hilft nur bei einer bakteriellen Infektion und nicht bei einem Virus.

Eine Virusinfektion ist in Einzelfällen mit Neuraminidasehemmern zu behandeln. Üblicherweise ist dies aber nicht notwendig und es reicht, die Symptome zu kurieren. Hier kommen, ähnlich wie bei einer Erkältung, schmerzlindernde und fiebersenkende Medikamente zum Einsatz.

Hausmittel gegen Grippe: Diese Mittel wirken bei Influenza

Generell wichtig bei einer Grippe ist es, viel zu trinken, regelmäßig zu lüften und sich zu schonen. Neben den oben aufgeführten Medikamenten gibt es verschiedene Hausmittel, die bewiesenermaßen bei Grippe helfen.

Zum einen ist ein heißer Tee bei einer Grippe immer eine gute Idee, da er erst einmal dabei hilft, eine Dehydrierung vorzubeugen. Des Weiteren wirkt besonders Kamillentee entzündungshemmend. Lindenblüten- und Holunderblütentee wirken schweißtreibend, was bei einer Grippe von Vorteil ist.

Auch die Hühnersuppe stellt ein wirksames Hausmittel gegen Grippe dar. Das Cystein, das in der Suppe vorhanden ist, hat genau wie der Kamillentee entzündungshemmende Eigenschaften. Außerdem hilfreich ist das beispielsweise in Hühnersuppe enthaltene Zink. Und wie bei einem Tee ist die Flüssigkeitszufuhr von Bedeutung.

Behandlung einer Grippe

Die Grippe Symptome mit Hausmitteln bekämpfen

Gegen das hohe Fieber, das oft mit der Grippe einhergeht, lässt sich auch so einiges machen. Beispielsweise helfen kalte Wadenwickel dabei, das Fieber zu senken. Gleichzeitig vermindern sie häufige Begleitsymptome wie Kopfschmerzen und innere Unruhe.

Ebenfalls oft mit einer Grippe einhergehend, ist der starke Husten. Ganz klassisch und in vielen Haushalten vorhanden sind Hustenbonbons. Diese befeuchten die Schleimhäute im Hals- und Rachenraum, was dazu führt, dass der Hustenreiz gelindert wird. Das Gurgeln mit Tee stellt eine beliebte Methode gegen Husten und Halsschmerzen dar. Wer den Tee doch lieber trinken möchte, kann auf eine Salzlösung aus der Apotheke zurückgreifen, die ebenfalls gegurgelt wird und eine ähnliche Besserung verspricht.

Tipp

Eine etwas erhöhte Schlafposition kann dabei helfen, das oft gestörte Schlafen während einer Grippe zu erleichtern. Erholung ist und bleibt nämlich enorm wichtig, um schnell wieder auf die Beine zu kommen.

Prognose bei einer Grippe-Erkrankung

Der Verlauf einer Grippe hängt von mehreren Faktoren ab. Einerseits ist die Art des Influenzavirus selbst entscheidend für die Genesung eines Erkrankten. Ebenfalls eine wichtige Rolle spielt der Zustand des Immunsystem. Bei möglichen Vorerkrankungen oder anderen Schwächungen ist man nicht nur anfälliger gegenüber dem Virus, sondern es wird oft auch der gesamte Heilungsprozess in die Länge gezogen.

Der typische Beginn der Influenza ist sehr plötzlich. Oft erwischt es die Menschen von dem einen auf den anderen Tag. Der Virus befindet sich jedoch vor dem Ausbruch bereits im Körper. Die sogenannte Inkubationszeit beträgt ein bis zwei Tage, während dieser Zeit ist man bereits hochansteckend. Durchschnittlich beträgt die anschließende Krankheitsdauer zwischen sieben und 14 Tagen.

Wer rechtzeitig einen Arzt aufsucht und nicht zu einer Hochrisiko-Gruppe zählt, hat darüber hinaus beste Genesungschancen. Wer hingegen beeinträchtigt ist, sollte seine Chancen durch eine Grippe-Schutzimpfung verbessern.

Die Grippe-Schutzimpfung: Influenza vorbeugen

Um eine Erkrankung an dem Virus vorzubeugen, gibt es die Möglichkeit der Grippe-Schutzimpfung. Obwohl diese zwar keinen vollständigen Schutz garantiert, ist eine Impfung durchaus sinnvoll und hat schon viele Menschen vor einer Erkrankung bewahrt.

Wie funktioniert die Grippe-Schutzimpfung?

Da sich Viren schnell verändern können, ist eine jährliche Impfung empfehlenswert. Diese sollte idealerweise zwischen Oktober und November stattfinden, damit man gut für die Grippesaison gerüstet ist.

Zum Einsatz kommt ein Lebendimpfstoff, der aktuelle Grippe-Viren-Stämme enthält, die jedoch nicht vermehrungsfähig sind. Das Immunsystem kann trotzdem für diese Viren-Stämme Antikörper bilden. Treffen diese auf den Körper, so wird die Infektion bekämpft. Zirkulieren jedoch neue Influenzaviren, so wird die Effektivität der Grippe-Schutzimpfung geringer ausfallen.

Wer sollte sich gegen Grippe impfen lassen?

Besonders den Personen, die ein erhöhtes Risiko besitzen, wird von der Ständigen Impfkommission (STIKO) zu einer jährlichen Impfung geraten. Zu dieser Gruppe zählen vor allem Menschen ab dem 60. Lebensjahr, Bewohner von Alten- und Pflegeheimen sowie Schwangere. Bei Schwangeren geht der Impfschutz gegen Influenza sogar auf das Neugeborene für die ersten Monate über.

Aber auch Menschen, die viel in Kontakt mit anderen Personen treten, besonders Kranken, sollten sich dringend impfen lassen, um eine mögliche Ansteckung mit dem Influenzavirus zu vermeiden. Kinder, Jugendliche und Erwachsene, die unter chronischen Erkrankungen wie Diabetes, Asthma oder Herzbeeinträchtigungen leiden, sollten ebenfalls die Grippeschutzimpfung in Anspruch nehmen. Zuletzt ist es für Personen mit einer Immunschwäche wie HIV-Patienten sinnvoll, sich ebenfalls impfen zu lassen.

Alternative zur Grippeimpfung entdeckt

Viren können sich verändern, insbesondere die Influenzaviren mutieren schnell. Dies ist der Grund dafür, dass die Impfstoffe von Jahr zu Jahr angepasst werden müssen. Im Juli 2019 wurde jedoch ein neues Molekül entdeckt, das den genauen Virentyp erkennen soll. Ob dieses Molekül eine Alternative zur Impfung sein kann, wird zurzeit noch erforscht. Die Forscher aus der Schweiz sind aber zuversichtlich, dass zukünftig ein besserer Schutz gegen Influenza erhältlich sein wird.

Grippe-Vorbeugung: Ernährung & Hygiene können Influenza vorbeugen

Ein starkes Immunsystem ist der beste Weg, um unbeschwert durch die Grippesaison zu gelangen. Dieses kann besonders mit der richtigen Ernährung und einer guten Hygiene gestärkt werden.

Abwehrkräfte mit Ernährung aufbauen

Eine ausgewogene Ernährung, mit allen wichtigen Vitaminen, ist besonders in der Winterzeit von Vorteil. Aber auch generell sollte man darauf achten den Bedarf wichtiger Vitamine zu decken.

Zu deckender Bedarf:

  • Vitamine: A, B6, B12, C, D, E
  • Spurenelementen: Zink, Eisen, Selen, Kupfer, Kalzium, Magnesium
  • Sekundäre Pflanzenstoffe

Diese Vitamine sind für ein gesundes und starkes Immunsystem von großer Wichtigkeit. Sie helfen dem Körper nachhaltig dabei, das Immunsystem zu stärken und den Organismus vor Krankheiten wie der Grippe zu schützen.

Einige Lebensmittel enthalten viele der oben genannten Vitamine und sollten daher zur Vorbeugung, aber auch während einer Infektion reichlich konsumiert werden.

Hilfreiche Lebensmittel zur Vorbeugung:

  • Brokkoli
  • Kohl
  • Pilze
  • Nüsse
  • Knoblauch
  • Zitronen
  • Kräutertee

Fazit: Auf die Hygiene kommt es an

Zur Vorbeugung der Übertragung von Influenza ist eine konsequente Handhygiene unabdingbar. Da die Erreger oft auf Oberflächen, wie zum Beispiel in öffentlichen Verkehrsmitteln, vorhanden sind oder durch direkten Kontakt mit Menschen übertragen werden können, ist eine regelmäßige Desinfektion der Hände, gerade in der Winterzeit, von wesentlicher Bedeutung.

Zusätzlich sollte man davon absehen, sich ständig ins Gesicht zu fassen und möglichst wenige Oberflächen berühren. Auch Smartphones sollten mit einem feuchten Tuch und Desinfektionsspray vorsichtig gereinigt werden.

Wer auf die Hygiene und Vorsorge, ggf. durch eine Grippe-Schutzimpfung achtet, hat gute Chancen, der Influenza die Stirn zu bieten. Wer trotzdem erkrankt, sollte unbedingt einen Arzt aufsuchen und sich schonen. Denn trotz der guten Prognose ist eine Grippe nach wie vor eine ernstzunehmende Erkrankung, die immer noch Todesopfer fordert.

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