MenüMenü

Hausmittel gegen Schweißfüße: Diese Tipps haben sich bewährt

Schweißfüße sind für die Betroffenen sehr unangenehm. Umso wichtiger ist es, zu wissen, mit welchen Tricks und Hausmitteln man Schweißfüße ganz schnell wieder in den Griff bekommt. Was Sie gegen Schweißfüße tun können, verrät Ihnen folgender Artikel. (Foto: Andrey Popov | Adobe Stock)

Inhalt
Inhaltsverzeichnis

Wenn beim Schuhe ausziehen plötzlich ein übler Geruch aufsteigt, ist dies den Betroffenen meist äußerst unangenehm. Gerade im Sommer leiden viele Menschen unter diesem Problem. Die Ursache für Schweißfüße sind jedoch oft schnell gefunden und behoben. Außerdem gibt es verschiedene Hausmittel, die Fußgeruch bekämpfen und Schweißbildung verringern – für frische, gesunde Füße.

Warum riechen Schweißfüße unangenehm?

Schweiß an sich hat keinen Geruch, besteht er doch zu 99 Prozent aus Wasser. Aber warum riechen Schweißfüße dann so fies? Schuld sind Bakterien. Denn Schweißgeruch tritt erst bei der bakteriellen Zersetzung des Schweißes und Talgs auf der Haut auf. Dabei entstehen schwefelhaltige Verbindungen, die für den intensiven Fußgeruch verantwortlich sind.

Unangenehm riechender Schweiß kommt deshalb vor allem an den Stellen vor, an denen sich Bakterien besonders wohl fühlen – und dort, wo der Schweiß nicht verdunsten kann und somit den Bakterien eine gute Grundlage bietet. Dies ist zum einen an Körperstellen der Fall, wo Haut auf Haut liegt, zum Beispiel in der Achselhöhle oder im Genitalbereich. Andererseits gilt dies für Füße, wenn sie in engen, geschlossenen Schuhen stecken – oftmals in Kombination mit dem falschen Schuhmaterial oder den falschen Socken. Dann entsteht in den Schuhen ein feucht-warmes Milieu, in dem sich Bakterien äußerst wohl fühlen.

Doch nicht nur Bakterien lieben Schweiß: Auch Pilze wachsen gut, wenn die Füße schwitzen und die Feuchtigkeit nicht entweichen oder verdunsten kann. Das Risiko, einen Fußpilz zu entwickeln, steigt.

Schweißfüße riechen oftmals nicht gut. Doch was kann man dagegen tun? © Prostock-studio | Adobe Stock

Was tun bei Schweißfüßen?

Mit den richtigen Schuhen und Socken lässt sich Schweißfüßen bereits von Anfang an vorbeugen: Luftdurchlässige Schuhe aus Leder, Textil- oder Mesh-Material sind eine gute Wahl, da sich in ihnen die Feuchtigkeit nicht staut. Außerdem ist es empfehlenswert, so oft wie möglich barfuß zu laufen. So kann die Feuchtigkeit verdunsten. Wenn dies nicht möglich ist, sind Einlegesohlen mit Zedernholz, Aktivkohle oder Zimt (in Apotheken und Sanitätshäusern ab 4 €) eine Möglichkeit, um „Stinkefüßen“ vorzubeugen: Sie binden den Schweiß, zersetzen auf natürliche Art Bakterien und verhindern dadurch üblen Fußgeruch. Auch diese Tipps verhindern Schweißfüße:

  • Socken sollten aus Naturmaterialien bestehen – allerdings sollte auch etwas Synthetik beigemischt sein. Denn reine Baumwolle speichert Feuchtigkeit.
  • Schuhe sollten alle zwei Tage gewechselt werden, damit sie zwischendurch gut trocknen können. Socken unbedingt täglich wechseln.
  • Jeden Tag Füße waschen hilft, Gerüche und Bakterien loszuwerden. Trocknen Sie die Füße nach dem Waschen gründlich ab, insbesondere auch zwischen den Zehen, da sich hier die Feuchtigkeit leicht staut.
  • Hornhaut an den Füßen ist ein idealer Nährboden für geruchsbildende Bakterien. Deshalb sollte überschüssige Hornhaut entfernt werden.

Mit einigen einfachen Tipps lässt sich also verhindern, dass sich Feuchtigkeit staut und sich unangenehmer Schweißgeruch bildet. So wird nicht nur das Symptom bekämpft, sondern die Ursache. Es gibt jedoch auch einige Hausmittel, die unangenehmen Geruch bekämpfen, wenn dieser bereits auftritt.

Schweißfüße sind sehr unangenehm. Jedoch gibt es zahlreiche Hausmittel, die Ihnen Linderung verschaffen. © New Africa | Adobe Stock

Welche Hausmittel können Schweißfüße lindern?

Wenn sich bereits starker Fußgeruch gebildet hat, haben sich einige Hausmittel wie Eichenrinde und Heilerde bewährt. Heilerde (aus der Apotheke oder dem Drogeriemarkt) hat die Eigenschaft, Schweiß zu binden. Um Fußschweiß zu verhindern, wird etwas Heilerde auf ein Wattepad gestreut und die Füße abgepudert – am besten direkt nach dem morgendlichen Waschen und Abtrocknen. Anstatt Heilerde kann auch Baby- oder Körperpuder verwendet werden. Auch Kieselsäure (Silica) gilt als Geruchsbinder.

Eichenrinde enthält Gerbsäuren, die zusammenziehend auf die Schweißdrüsen wirken. Damit sich diese Wirkung entfaltet, werden 20 Gramm getrocknete Eichenrinde (aus der Apotheke) in zwei Litern Wasser aufgekocht. Nun sollte alles so lange köcheln, bis sich sie Flüssigkeit auf die Hälfte reduziert hat. Danach wird der Sud abgeseiht und gewartet, bis er noch etwa 36° C warm ist. Anschließend wird der Sud für ein Fußbad verwendet, das circa 15 Minuten dauern darf. Dieses Bad kann bei Bedarf täglich wiederholt werden. Auch weitere Badezusätze im Fußbad sollen Schweißfüßen vorbeugen:

Natron werden antiseptische sowie desodorierende – also geruchsneutralisierende – Eigenschaften zugeschrieben. Es kann nicht nur im Fußbad, sondern auch als Fußpuder genutzt werden. Der schwarze Tee enthält hingegen Gerbstoffe, ebenso wie Eichenrinde, die adstringierend (zusammenziehend) auf die Schweißdrüsen wirken.

Apfelessig, Wacholder und Teebaumöl haben antibakterielle Eigenschaften. Auch Salbei gilt als natürliches Antiseptikum, also als ein Mittel, das Bakterien abtötet. Zudem sind darin Gerbstoffe enthalten. Innerlich angewendet als Tee soll Salbei ebenfalls hemmend auf die Schweißproduktion einwirken.

Neben diesen natürlichen Schweißhemmern hält der Handel auch spezielle Fußdeos, Fußpuder und desodorierende Cremes bereit.

Extreme Schweißfüße: Steckt Hyperhidrose dahinter?

Dass Füße manchmal schwitzen, ist normal – besonders, wenn sie in engen, kaum luftdurchlässigen Schuhen stecken. Manche Menschen schwitzen jedoch übermäßig viel am ganzen Körper. Dahinter steckt eine Erkrankung, die Hyperhidrose genannt wird. Handelt es sich speziell um eine Überproduktion der Fuß-Schweißdrüsen, sprechen Mediziner auch von Hyperhidrosis pedis. Für Betroffene ist die Erkrankung oft eine große Belastung. Nicht nur, weil die Füße stark schwitzen, sondern auch, weil die extreme Schweißbildung die Haut strapaziert. Viele Betroffene klagen beispielsweise über rissige Füße.

Hausmittel helfen in diesen schweren Fällen von Schweißfüßen meist nicht mehr aus. Stattdessen sollte eine spezielle, mit dem Arzt abgestimmte Fußpflege mit Aluminiumchlorid verwendet werden. Beispielsweise können Gels mit Aluminiumhydrochlorid oder eine Aluminiumchloridhexahydrat-Lösung die Beschwerden lindern. In schweren Fällen können Betroffene auch über eine Botox-Behandlung nachdenken. In die Fußsohlen injiziert, verhindert Botulinumtoxin dort die Schweißbildung.

Fazit: Hausmittel gegen Schweißfüße können Abhilfe schaffen

Es existieren viele verschiedene Hausmittel gegen Fußschweiß. Diese sollen die Schweißbildung an den Füßen vermindern, Bakterien abtöten oder Feuchtigkeit binden. Am bekanntesten sind Fußbäder mit Eichenrinde oder Salbei, doch auch das Abpudern der Füße mit Heilerde oder Körperpuder soll „Käsefüßen“ vorbeugen.

Um Schweißfüße erst gar nicht entstehen zu lassen, empfiehlt es sich jedoch, von Vornherein auf einige Dinge zu achten: Atmungsaktives Schuhwerk, Socken aus größtenteils natürlichen Materialien und tägliches Fußwaschen mit Wasser und Seife – das sind die wichtigsten Punkte, mit denen sich unangenehmer Fußgeruch effektiv vermeiden lässt.

Hämatom

Bei Prellungen nach Sturz: Salben, Kräuter & Co.Zu Prellungen oder Zerrungen kann es schnell kommen: Ein falscher Schritt beim Joggen, Wandern oder bei der Gartenarbeit und man ist umgeknickt und gestürzt. Dann sind sofortige Erste-Hilfe-Maßnahmen gefragt. Wichtig:… › mehr lesen

Nach oben
© FID Verlag GmbH, alle Rechte vorbehalten
Über den Autor
Redaktionsteam Gesundheitswissen

Unser Redaktionsteam besteht aus zahlreichen Experten aus den Bereichen der Schulmedizin und der Pflanzen- und allgemeinen Heilkunde. Das Team informiert Sie über Hintergründe zu Krankheiten und Heilpflanzen, ebenso wie zu Themen wie Partnerschaft und Liebe.

Sie möchten weitere Informationen zu Ihrem Lieblingsthema erhalten? Dann profitieren Sie jetzt von der Expertise unserer Autorinnen und Autoren und erhalten Sie regelmäßig den kostenlosen E-Mail-Newsletter "Täglich gesund". Hrsg. FID Verlag GmbH. Jederzeit kündbar.

Hinweis zum Datenschutz